ISOKET RETARD 120mg Retardkapseln
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 50 ST | 32,01 € |
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Indikation
- Prophylaxe und Langzeitbehandlung der Angina pectoris
Dosierung
- Prophylaxe und Langzeitbehandlung der Angina pectoris
- 1 Retardkapsel (entsprechend 120 mg Isosorbiddinitrat) 1mal / Tag
- Behandlung sollte mit niedriger Dosierung begonnen und langsam bis zur erforderlichen Höhe gesteigert werden
- Behandlungsdauer: entscheidet behandelnder Arzt
- Kinder und Jugendliche: Sicherheit und Wirksamkeit noch nicht erwiesen
- ältere Patienten: keine Dosisanpassung erforderlich
Kontraindikationen
Isosorbiddinitrat - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Isosorbiddinitrat oder andere Nitratverbindungen
- akutes Kreislaufversagen (Schock, Kollaps)
- kardiogener Schock, sofern nicht durch geeignete Maßnahmen ein ausreichend hoher enddiastolischer Druck gewährleistet ist
- hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie
- konstriktive Perikarditis
- Perikardtamponade
- schwere Hypotonie (systolischer Blutdruck < 90 mmHg)
- schwere Hypovolämie
- schwere Anämie
- während einer Nitrattherapie ist Anwendung von Phosphodiesterase-5-Hemmern (z.B. Sildenafil, Vardenafil, Tadalafil) kontraindiziert
- während einer Nitrattherapie darf Riociguat, ein Stimulator der löslichen Guanylatcyclase, nicht angewendet werden
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Isosorbiddinitrat - peroral
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen (Nitratkopfschmerz)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindelgefühl
- Somnolenz
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Tachykardie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Verstärkung der Angina Pectoris-Symptomatik
- ohne Häufigkeitsangabe
- myokardiale Hypoxie, besonders bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit
- bei Anwendung von Isosorbiddinitrat kann, bedingt durch eine relative Umverteilung des Blutflusses in hypoventilierte Alveolargebiete, eine vorübergehende Hypoxämie auftreten
- besonders bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit kann dies zu einer myokardialen Hypoxie führen
- myokardiale Hypoxie, besonders bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- orthostatische Hypotonie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kreislaufkollaps (auch mit bradykarden Herzrhythmusstörungen und Synkopen)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypotonie (inkl. Übelkeit, Erbrechen, Ruhelosigkeit, Blässe und übermäßigem Schwitzen)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Übelkeit
- Erbrechen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Sodbrennen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- allergische Hautreaktionen (z.B. Rash)
- flüchtige Hautrötungen (z.B. Flush)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Angioödem
- Stevens-Johnson-Syndrom
- ohne Häufigkeitsangabe
- exfoliative Dermatitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Asthenie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erhöhung der Dosis und/oder Veränderung des Einnahmeintervalls kann zu Wirkungsabschwächung oder Wirkungsverlust führen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Einnahme der Retardkapseln unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser)
Stillzeithinweise
Isosorbiddinitrat - peroral
- Vorsicht bei der Anwendung von Isosorbiddinitrat bei stillenden Müttern
- verfügbare Daten zur Bestimmung des Risikos für den Säugling während des Stillens sind nicht aussagekräftig
- Daten zeigen, dass Nitrate in die Muttermilch übergehen und zu Methämoglobinämie beim Säugling führen können
- Ausmaß des Übergangs von Isosorbiddinitrat und seinen Metaboliten in die menschliche Muttermilch wurde nicht bestimmt
Schwangerschaftshinweise
Isosorbiddinitrat - peroral
- keine ausreichenden und gut kontrollierten Studien bei schwangeren Frauen vorliegend
- Reproduktionsstudien an Ratten und Kaninchen mit Dosen bis zur maternalen Toxizität ergaben keine Hinweise auf eine fötusschädigende Wirkung von Isosorbiddinitrat
- da tierexperimentelle Studien nicht immer auf den Menschen übertragbar sind, sollte Isosorbiddinitrat während der Schwangerschaft nur wenn eindeutig notwendig und ausschließlich unter Anweisung und Aufsicht eines Arztes angewandt werden
- Fertilität
- keine Studien zu den Auswirkungen auf die Fertilität beim Menschen vorliegend
Warnhinweise
Isosorbiddinitrat - peroral
- darf nur mit Vorsicht und unter medizinischer Kontrolle angewendet werden bei:
- niedrigen Füllungsdrücken, z.B. bei akutem Herzinfarkt, eingeschränkter Funktion der linken Herzkammer (Linksherzinsuffizienz)
- Blutdrucksenkung unter 90 mmHg systolisch muss vermieden werden
- Aorten- und/oder Mitralstenose
- orthostatische Dysfunktion
- Erkrankungen, die mit einem intrakraniellen Druck einhergehen (bisher wurde nur bei hochdosierter i.v. Gabe von Glyceroltrinitrat eine weitere intrakranielle Drucksteigerung beobachtet)
- schwerer Lebererkrankung
- niedrigen Füllungsdrücken, z.B. bei akutem Herzinfarkt, eingeschränkter Funktion der linken Herzkammer (Linksherzinsuffizienz)
- nicht geeignet zur Behandlung des akuten Angina-Pectoris-Anfalls
- Toleranzentwicklung
- Toleranzentwicklung (Nachlassen der Wirksamkeit) sowie Kreuztoleranz gegenüber anderen Nitratverbindungen (Wirkungsabschwächung durch die vorherige Behandlung mit anderen Nitraten) beschrieben
- zur Vermeidung einer Wirkungsabschwächung oder eines Wirkungsverlustes sollten hohe kontinuierliche Dosierungen vermieden werden
- Phosphodiesterase-5-Hemmer
- Patienten unter Erhaltungstherapie mit Isosorbiddinitrat (ISDN) sollten darüber informiert werden, dass sie keine Arzneimittel anwenden dürfen, die Phosphodiesterase-5-Hemmer (z.B. Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil) enthalten
- Behandlung mit ISDN sollte nicht unterbrochen werden, um Phosphodiesterase-5-Hemmer enthaltende Arzneimittel (z.B. Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil) einzunehmen, da das Risiko, einen Angina-Pectoris-Anfall zu provozieren, dadurch erhöht werden könnte
- Hypoxämie
- Vorsicht bei Patienten mit Hypoxämie und einem Ventilations-/Perfusionsungleichgewicht infolge einer Lungenerkrankung oder einer ischämischen Herzkrankheit
- als potenter Vasodilatator kann ISDN eine verstärkte Durchblutung von Regionen mit geringer Sauerstoffzufuhr und damit eine Verstärkung des Ventilations-/Perfusionsungleichgewichtes sowie einen weiteren Abfall des arteriellen Sauerstoffpartialdruckes bewirken
- Alkohol
- während der Behandlung mit Isosorbiddinitrat sollte der Genuss von Alkohol vermieden werden, da Alkohol den gefäßerweiternden Effekt und die blutdrucksenkende Wirkung von Isosorbiddinitrat verstärken kann