ISOPTIN
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 5X2 ML | 14,22 € |
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Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- Störungen der Herzschlagfolge bei
- paroxysmaler supraventrikulärer Tachykardie
- Vorhofflimmern/Vorhofflattern mit schneller AV-Überleitung (außer beim WPW-Syndrom oder Lown-Ganong-Levine-Syndrom)
- Initialbehandlung bei instabiler Angina pectoris, wenn Nitrate und/oder Betarezeptorenblocker nicht angezeigt sind
Dosierung
Basiseinheit: 1 Ampulle mit 2 ml Injektionslösung enthält 5 mg Verapamilhydrochlorid.
- Störungen der Herzschlagfolge bei paroxysmaler supraventrikulärer Tachykardie und Vorhofflimmern/Vorhofflattern mit schneller AV-Überleitung; Initialbehandlung bei instabiler Angina pectoris, wenn Nitrate und/oder Betarezeptorenblocker nicht angezeigt sind
- Erwachsene und Jugendliche (> 50 kg KG)
- initial
- 2 ml Injektionslösung (entsprechend 5 mg Verapamilhydrochlorid)
- ggf. Dosiswiederholung nach 5 - 10 Min.
- anschließende Dauertropfinfusion, falls erforderlich
- 5 - 10 mg Verapamilhydrochlorid / Stunde
- durchschnittliche max. Gesamtdosis: 100 mg Verapamilhydrochlorid / Tag
- Hinweis
- i.v. begonnene Behandlung der instabilen Angina pectoris so bald wie möglich auf orale Behandlung umstellen
- initial
- Kinder und Jugendliche
- bei Anzeichen einer tachykardiebedingten Herzinsuffizienz (energetische Erschöpfung des Myokards) vor i.v.-Gabe von Verapamilhydrochlorid Digitalisierung erforderlich
- Neugeborene und Säuglinge (0 - 1 Jahr)
- Anwendung nur unter zwingender Indikation ohne Alternative (in seltenen Fällen Auftreten schwerer hämodynamischer Zwischenfälle - einige von ihnen tödlich - nach i.v. Gabe von Verapamilhydrochlorid)
- Neugeborene
- 0,3 - 0,4 ml Injektionslösung (0,75 - 1,0 mg Verapamilhydrochlorid)
- Säuglinge
- 0,3 - 0,8 ml Injektionslösung (0,75 - 2,0 mg Verapamilhydrochlorid)
- Kinder (1 - 5 Jahre)
- 0,8 - 1,2 ml Injektionslösung (2,0 - 3,0 mg Verapamilhydrochlorid)
- Kinder (6 - 14 Jahre)
- 1,0 - 2,0 ml Injektionslösung (2,5 - 5,0 mg Verapamilhydrochlorid)
- Injektion jeweils nur bis zum Wirkeintritt
- eingeschränkte Nierenfunktion
- Anwendung mit Vorsicht und unter engmaschiger Beobachtung
- eingeschränkte Leberfunktion
- Dosierung mit bes. Sorgfalt (biologische Verfügbarkeit von Verapamilhydrochlorid kann erheblich zunehmen)
- Erwachsene und Jugendliche (> 50 kg KG)
Kontraindikationen
Verapamil - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Verapamil
- Herz-Kreislauf-Schock
- ausgeprägte Reizleitungsstörungen (z.B. SA- bzw. AV-Block II. und III. Grades; außer bei Patienten mit Herzschrittmacher)
- Sinusknotensyndrom (außer bei Patienten mit Herzschrittmacher)
- Herzinsuffizienz mit einer reduzierten Auswurffraktion von weniger als 35 % und / oder einem Verschlussdruck von mehr als 20 mmHg (sofern nicht Folge einer supraventrikulären Tachykardie, die auf Verapamil anspricht)
- Vorhofflimmern / -flattern und gleichzeitigem Vorliegen akzessorischer Leitungsbahnen (z.B. WPW- oder Lown-Ganong-Levine-Syndrom)
- bei diesen Patienten bei Verapamilgabe erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Kammertachykardie, einschließlich Kammerflimmern
- gleichzeitige Gabe mit Ivabradin
- intravenöse Applikation von Verapamil bei Patienten mit gleichzeitiger Betarezeptorenblockertherapie kontraindiziert (Ausnahme Intensivmedizin)
- Schwangerschaft
- Stillzeit
Nebenwirkungen
Verapamil - invasiv
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Überempfindlichkeit
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel- bzw. Benommenheitsgefühl
- Kopfschmerzen
- Neuropathie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Parästhesie
- Tremor
- ohne Häufigkeitsangabe
- extrapyramidale Symptome
- Paralyse (Tetraparese)
- einzelne Postmarketing-Berichte in Verbindung mit Colchicin; könnte dadurch verursacht worden sein, dass Colchicin infolge der Hemmung von CYP3A4 und P-gp durch Verapamil die Blut-Hirn-Schranke passiert hat
- Krämpfe
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Verminderung der Glukosetoleranz
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hyperkaliämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Nervosität
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Somnolenz
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Tinnitus
- ohne Häufigkeitsangabe
- Vertigo
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Bradykardie
- Entstehung einer Herzinsuffizienz bzw. Verschlimmerung einer vorbestehenden Herzinsuffizienz
- übermäßiger Blutdruckabfall und/oder orthostatische Regulationsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Palpitationen
- Tachykardie
- ohne Häufigkeitsangabe
- AV-Block (I., II., III. Grades)
- Herzinsuffizienz
- Sinusstillstand
- Sinusbradykardie
- Asystolie
- Erhöhung der Pacing- und Sensingschwelle kann bei Patienten mit Herzschrittmacher nicht ausgeschlossen werden
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Flush
- Hypotonie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- ohne Häufigkeitsangabe
- Bronchospasmus
- Dyspnoe
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verstopfung
- Übelkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- abdominale Schmerzen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erbrechen
- ohne Häufigkeitsangabe
- abdominale Beschwerden
- Gingivahyperplasie
- Ileus
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- wahrscheinlich allergisch bedingte Hepatitis mit reversibler Erhöhung der leberspezifischen Enzyme
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erythromelalgie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hyperhidrose
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Photodermatitis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Angioödem
- Stevens-Johnson-Syndrom
- Erythema multiforme
- Alopezie
- Juckreiz
- Pruritus
- Purpura
- makulopapulöse Exantheme
- Urtikaria
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Verschlimmerung
- einer Myasthenia gravis
- eines Lambert Eaton- Syndroms
- einer fortgeschrittenen Duchenne Muskeldystrophie
- Verschlimmerung
- ohne Häufigkeitsangabe
- Arthralgie
- Muskelschwäche
- Myalgie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Niere und Harnwege
- ohne Häufigkeitsangabe
- Niereninsuffizienz
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- ohne Häufigkeitsangabe
- erektile Dysfunktion
- Galaktorrhoe
- Gynäkomastie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- periphere Ödeme
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Müdigkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Prolaktinwerte im Blut erhöht
- ohne Häufigkeitsangabe
Anwendungshinweise
- i.v.-Injektion
- langsame Injektion über mind. 2 Min. unter Beobachtung des Patienten, möglichst unter EKG- und Blutdruckkontrolle
- falls nicht der gesamte Ampulleninhalt injiziert wird, Reste verwerfen
- vor Verabreichung visuelle Untersuchung auf Partikel und Verfärbungen, wenn Lösung und Behältnisse es erlauben
- nur klare Lösung verwenden
- nur Ampullen mit intaktem Verschluss verwenden
- Infusion
- Trägerlösung: isotonische Natriumchlorid- oder 5 %ige Glucose-Lösung oder andere geeignete Lösungen mit pH < 6,5
Stillzeithinweise
Verapamil - invasiv
- während der Stillzeit kontraindiziert
- bei zwingender Indikation in der Stillzeit muss für die Dauer der Behandlung das Stillen unterbrochen werden
- Übergang in die Muttermilch
- Hinweise, dass Verapamil in Einzelfällen Hyperprolaktinämie und Galaktorrhoe verursachen kann
Schwangerschaftshinweise
Verapamil - invasiv
- während der Schwangerschaft kontraindiziert
- Verapamil ist plazentagängig
- keine ausreichenden Erfahrungen mit der intravenösen Anwendung während der Schwangerschaft
- bei der intravenösen Verabreichung Gefahr der Hypotonie und somit der Abnahme der uteroplazentaren Perfusion mit dem Risiko der fetalen Hypoxie
- Daten über eine begrenzte Anzahl von oral behandelten Schwangeren lassen nicht auf teratogene Wirkungen von Verapamil schließen
- tierexperimentelle Studien haben Reproduktionstoxizität gezeigt
Warnhinweise
Verapamil - invasiv
- akuter Myokardinfarkt
- Verapamil nur mit Vorsicht anwenden bei akutem Myokardinfarkt mit Komplikationen, z.B.
- Bradykardie
- Hypotonie
- Linksherzinsuffizienz
- Verapamil nur mit Vorsicht anwenden bei akutem Myokardinfarkt mit Komplikationen, z.B.
- Erregungsleitungsstörung / AV-Block I. Grades / Bradykardie / Asystolie
- Verapamil beeinflusst den AV- und den Sinus-Knoten und verzögert die AV-Überleitung
- mit Vorsicht anwenden, da ein AV-Block II. oder III. Grades (Kontraindikation) oder ein unifaszikulärer, bifaszikulärer oder trifaszikulärer Schenkelblock das Absetzen von Verapamil und, falls erforderlich, das Einleiten einer geeigneten Therapie notwendig macht
- Verapamil beeinflusst den AV- und den Sinus-Knoten und kann in seltenen Fällen einen AV-Block II. oder III. Grades, Bradykardie oder, im Extremfall, eine Asystolie hervorrufen
- geschieht mit einer höheren Wahrscheinlichkeit bei Patienten mit einem Sinusknotensyndrom (Sick-Sinus-Syndrom), welches häufiger bei älteren Patienten auftritt
- bei Patienten, die nicht an einem Sinusknotensyndrom leiden, ist eine Asystolie normalerweise von kurzer Dauer (ein paar Sekunden oder weniger), mit einer spontanen Rückkehr zu einem AV-Knoten- oder normalen Sinusrhythmus
- sofern dies nicht umgehend eintritt, sollte unverzüglich mit einer geeigneten Therapie begonnen werden
- Antiarrhythmika, Betablocker und Inhalationsanästhetika
- Antiarrhythmika (z.B. Flecainid, Disopyramid), Betarezeptorenblocker (z.B. Metoprolol, Propranolol) und Inhalationsanästhetika können bei gleichzeitiger Einnahme von Verapamil gegenseitig die kardiovaskulären Wirkungen verstärken, einschließlich
- höhergradige AV-Blockierung
- höhergradige Senkung der Herzfrequenz
- Auftreten einer Herzinsuffizienz
- verstärkte Blutdrucksenkung
- bei einem Patienten, der gleichzeitig Augentropfen mit Timolol (einem Betablocker) erhielt und Verapamil einnahm, wurde eine asymptomatische Bradykardie (36 Schläge/Min.) mit einem wandernden atrialen Schrittmacher beobachtet
- Antiarrhythmika (z.B. Flecainid, Disopyramid), Betarezeptorenblocker (z.B. Metoprolol, Propranolol) und Inhalationsanästhetika können bei gleichzeitiger Einnahme von Verapamil gegenseitig die kardiovaskulären Wirkungen verstärken, einschließlich
- Digoxin
- bei gleichzeitiger Anwendung mit Verapamil Digoxin-Dosis verringern
- Herzinsuffizienz
- Herzinsuffizienz-Patienten mit einer Auswurffraktion größer als 35 % sollten vor Beginn der Behandlung mit Verapamil kompensiert und währenddessen adäquat therapiert werden
- Erkrankungen mit beeinträchtigter neuromuskulärer Transmission
- Anwendung mit Vorsicht bei Vorliegen von Erkrankungen mit beeinträchtigter neuromuskulärer Übertragung, z.B.
- Myasthenia gravis
- Lambert-Eaton-Syndrom
- fortgeschrittene Duchenne-Muskeldystrophie
- Anwendung mit Vorsicht bei Vorliegen von Erkrankungen mit beeinträchtigter neuromuskulärer Übertragung, z.B.
- Hypotonie
- bei Hypotonie (< 90 mmHg systolisch) besonders sorgfältige Überwachung erforderlich
- eingeschränkte Nierenfunktion
- obwohl in Vergleichsstudien zuverlässig gezeigt wurde, dass die beeinträchtigte Nierenfunktion bei Patienten mit terminalem Nierenversagen keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Verapamil hat, legen einzelne Fallberichte nahe, dass Verapamil bei Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion nur mit Vorsicht und unter sorgfältiger Überwachung (EKG, Blutdruck) angewendet werden sollte
- Verapamil kann nicht mittels Hämodialyse entfernt werden
- eingeschränkte Leberfunktion
- bei stark eingeschränkter Leberfunktion mit Vorsicht anwenden
- ventrikuläre Tachykardie
- intravenöse Verabreichung von Verapamil kann bei Patienten mit ventrikulären Tachykardien mit breitem QRS-Komplex (QRS > 0,12 sec) zu deutlicher hämodynamischer Verschlechterung und Kammerflimmern führen
- geeignete Prätherapie, Diagnose und Differenzierung von supraventrikulären Tachykardien mit breitem QRS-Komplex bei der Einstellung in der Notaufnahme zwingend notwendig
- besonders sorgfältige Überwachung erforderlich bei:
- akuter instabiler Angina pectoris
- intravenöse Anwendung muss unter sorgfältiger Indikationsstellung und strenger Überwachung erfolgen
- akuter instabiler Angina pectoris
- Patienten mit kardiovaskulären Vorerkrankungen (z.B. schwere Kardiomyopathie, kongestive Herzinsuffizienz oder kürzlich erlittener Herzinfarkt)
- bei gleichzeitiger Verabreichung intravenöser Betablocker oder Disopyramid zusammen mit intravenösem Verapamil stieg das Risiko schwerwiegende Nebenwirkungen an, da beide Substanzklassen eine kardiodepressive Wirkung haben