Jakavi 15 mg Tabletten

NOVARTIS Pharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Ruxolitinib →

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N2 56 ST 3953,87 €
NotApplicable 14 ST

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Fachinformationen

Indikation

  • Myelofibrose (MF)
    • Erwachsene
      • Behandlung von krankheitsbedingter Splenomegalie oder Symptomen mit primärer Myelofibrose (auch bekannt als chronische idiopatische Myelofibrose), Post-Polycythaemia-vera-Myelofibrose oder Post-Essentieller-Thrombozythämie-Myelofibrose
  • Polycythaemia vera (PV)
    • Erwachsene
      • mit Polycythaemia vera, die resistent oder intolerant gegenüber Hydroxycarbamid sind
  • Graft-versus-Host-Erkrankung (GvHD)
    • akute GvHD
      • Erwachsene, Jugendliche und Kinder (>/= 28 Tage)
        • mit akuter Graft-versus-Host-Erkrankung, die unzureichend auf Kortikosteroide oder andere systemische Therapien ansprechen
    • chronische GvHD
      • Erwachsene, Jugendliche und Kinder (>/= 6 Monate)
        • mit chronischer Graft-versus-Host-Erkrankung, die unzureichend auf Kortikosteroide oder andere systemische Therapien ansprechen

Dosierung

  • Myelofibrose (MF), Polycythaemia vera (PV), Graft-versus-Host-Erkrankung (GvHD)
    • Hinweise
      • Einleitung der Behandlung nur durch einen Arzt, der Erfahrung mit der Anwendung von Arzneimitteln gegen Krebs hat
      • großes Blutbild, einschließlich eines Differentialblutbildes der weißen Blutkörperchen
        • vor Beginn der Therapie
        • alle 2 - 4 Wochen bis zur Beendigung der Dosiseinstellung
        • anschließend jeweils dann, wenn klinisch erforderlich
    • Initialdosis
      • Myelofibrose (MF)
        • Anfangsdosis ist abhängig von der Thrombozytenzahl
        • Tabelle 1
          • Thrombozytenzahl > 200 x 109 / l
            • 20 mg Ruxolitinib 2mal / Tag
          • Thrombozytenzahl 100 - 200 x 109 / l
            • 15 mg Ruxolitinib 2mal / Tag
          • Thrombozytenzahl 75 - < 100 x 109 / l
            • 10 mg Ruxolitinib 2mal / Tag
          • Thrombozytenzahl 50 - < 75 x 109 / l
            • 5 mg Ruxolitinib 2mal / Tag
      • Polycythaemia vera (PV)
        • 10 mg Ruxolitinib 2mal / Tag
      • Graft-versus-Host-Erkrankung (GvHD)
        • Anfangsdosis ist abhängig vom Alter
        • Tabelle 2: akute Graft-versus-Host-Erkrankung
          • >/= 12 Jahre
            • 10 mg Ruxolitinib 2mal / Tag
          • 6 Jahre - < 12 Jahre
            • 5 mg Ruxolitinib 2mal / Tag
          • 28 Tage - < 6 Jahre
            • 8 mg / m2 2mal / Tag
        • Tabelle 3: chronische Graft-versus-Host-Erkrankung
          • >/= 12 Jahre
            • 10 mg Ruxolitinib 2mal / Tag
          • 6 Jahre - < 12 Jahre
            • 5 mg Ruxolitinib 2mal / Tag
          • 6 Monate - < 6 Jahre
            • 8 mg / m2 2mal / Tag
        • Arzneimittel kann zusätzlich zu Kortikosteroiden und / oder Calcineurin-Inhibitoren (CNI) eingesetzt werden
    • Dosisanpassungen
      • abhängig von Sicherheit und Wirksamkeit
      • Myelofibrose und Polycythaemia vera
        • unzureichende Wirksamkeit und ausreichende Blutzellzahlen
          • Dosiserhöhung um max. 5 mg Ruxolitinib 2mal / Tag
            • max. Dosis: 25 mg Ruxolitinib 2mal / Tag
          • keine Erhöhung der Anfangsdosis innerhalb der ersten 4 Wochen
            • danach: Dosiserhöhung höchstens in 2-wöchigen Intervallen
        • Behandlungsunterbrechung
          • Myelofibrose und Polycythaemia vera
            • Thrombozytenzahl < 50 x 109 / l oder absolute Neutrophilenzahl < 0,5 x 109 / l
          • Polycythaemia vera
            • Hämoglobinwert < 8 g / dl
          • nach Anstieg der Blutzellzahlen über diese Werte: Dosierung mit 5 mg Ruxolitinib 2mal / Tag fortsetzen und unter sorgfältiger Überwachung des Blutbildes, einschließlich eines Differentialblutbildes der weißen Blutkörperchen, schrittweise erhöhen
        • Tabelle 4: MF-Patienten mit Thrombozytopenie
          • Dosisreduktion in Erwägung ziehen, um eine Behandlungsunterbrechung zu vermeiden
          • Thrombozytenzahl 100 - < 125 x 109 / l
            • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 25 mg 2mal / Tag
              • neue Dosis: 20 mg 2mal / Tag
            • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 20 mg 2mal / Tag
              • neue Dosis: 15 mg 2mal / Tag
            • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 15 mg 2mal / Tag
              • keine Dosisänderung
            • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 10 mg 2mal / Tag
              • keine Dosisänderung
            • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 5 mg 2mal / Tag
              • keine Dosisänderung
          • Thrombozytenzahl 75 - < 100 x 109 / l
            • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 25 mg 2mal / Tag
              • neue Dosis: 10 mg 2mal / Tag
            • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 20 mg 2mal / Tag
              • neue Dosis: 10 mg 2mal / Tag
            • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 15 mg 2mal / Tag
              • neue Dosis: 10 mg 2mal / Tag
            • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 10 mg 2mal / Tag
              • keine Dosisänderung
            • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 5 mg 2mal / Tag
              • keine Dosisänderung
          • Thrombozytenzahl 50 - < 75 x 109 / l
            • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 25 mg 2mal / Tag
              • neue Dosis: 5 mg 2mal / Tag
            • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 20 mg 2mal / Tag
              • neue Dosis: 5 mg 2mal / Tag
            • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 15 mg 2mal / Tag
              • neue Dosis: 5 mg 2mal / Tag
            • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 10 mg 2mal / Tag
              • neue Dosis: 5 mg 2mal / Tag
            • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 5 mg 2mal / Tag
              • keine Dosisänderung
          • Thrombozytenzahl < 50 x 109 / l
            • Anwendung pausieren
        • Absinken des Hämoglobinwerts bei Polycythaemia vera
          • Hämoglobinwerte < 12 g / dl: Dosisreduktion erwägen
          • Hämoglobinwerte < 10 g / dl: Dosisreduktion empfohlen
      • Graft-versus-Host-Erkrankung
        • Thrombozytopenie, Neutropenie, erhöhte Gesamtbilirubinwerte nach unterstützender Standardtherapie einschließlich Wachstumsfaktoren, antiinfektiven Therapien und Transfusionen
          • möglicherweise Dosisreduktionen und vorübergehende Behandlungsunterbrechungen erforderlich
          • Reduktion um 1 Dosisstufe empfohlen
            • 10 mg Ruxolitinib 2mal / Tag auf 5 mg Ruxolitinib 2mal / Tag
            • 5 mg Ruxolitinib 2mal / Tag auf 5 Ruxolitinib mg 1mal / Tag
            • Unverträglichkeit bei 5 mg Ruxolitinib 1mal / Tag: Unterbrechung der Behandlung
          • Tabelle 5: Dosierungsempfehlungen während der Behandlung mit Ruxolitinib für GvHD-Patienten mit Thrombozytopenie, Neutropenie oder erhöhten Gesamtbilirubinwerten
            • Thrombozytenzahl < 20 x 109 / l
              • Dosisreduktion um 1 Dosisstufe
              • bei Anstieg der Thrombozytenzahl auf >/= 20 x 109 / l innerhalb von 7 Tagen kann die Dosis auf die Anfangsdosis heraufgesetzt werden, anderenfalls reduzierte Dosis beibehalten
            • Thrombozytenzahl < 15 x 109 / l
              • Behandlung pausieren bis Thrombozytenzahl >/= 20 x 109 / l
              • anschließend: Wiederaufnahme der Behandlung mit einer um 1 Stufe niedrigeren Dosis
            • absolute Neutrophilenzahl (ANZ) >/= 0,5 x 109 / l bis < 0,75 x 109 / l
              • Dosisreduktion um 1 Dosisstufe
              • bei ANZ >/= 1,0 x 109 / l Behandlung mit Anfangsdosis wieder aufnehmen
            • absolute Neutrophilenzahl < 0,5 x 109 / l
              • Behandlung pausieren bis ANZ > 0,5 x 109 / l
              • anschließend: Wiederaufnahme der Behandlung mit einer um 1 Stufe niedrigeren Dosis
              • bei ANZ > 1,0 x 109 / l: Wiederaufnahme der Gabe der Anfangsdosis
            • erhöhtes Gesamtbilirubin, nicht verursacht durch GvHD (keine GvHD der Leber)
              • > 3,0 - 5,0 x ULN (upper limit of normal, oberer Normwert für das Labor)
                • Fortsetzen der Behandlung nach Dosisreduktion um 1 Dosisstufe bis </= 3,0 x ULN
              • > 5,0 - 10,0 x ULN
                • Behandlung bis zu 14 Tage lang pausieren bis Gesamtbilirubin </= 3,0 x ULN
                • bei Gesamtbilirubin </= 3,0 x ULN: Wiederaufnahme der Behandlung mit der aktuellen Dosierung
                • falls der Wert nach 14 Tagen nicht </= 3,0 x ULN beträgt, Wiederaufnahme der Behandlung mit einer um 1 Stufe niedrigeren Dosis
              • > 10,0 x ULN
                • Behandlung pausieren bis Gesamtbilirubin </= 3,0 x ULN
                • anschließend: Wiederaufnahme der Behandlung mit einer um 1 Stufe niedrigeren Dosis
            • erhöhtes Gesamtbilirubin verursacht durch GvHD (GvHD der Leber)
              • > 3,0 x ULN
                • Fortsetzen der Behandlung mit einer um 1 Stufe niedrigeren Dosis bis Gesamtbilirubin </= 3,0 x ULN
    • vergessene Dosis
      • nicht die doppelte, sondern die nächste regulär verschriebene Dosis einnehmen
    • Beenden der Behandlung
      • MF und PV
        • Behandlung fortsetzen, solange der Nutzen das Risiko überwiegt
        • falls es nach 6 Monaten zu keiner Reduktion der Milzgröße oder Verbesserung der Symptome seit dem Beginn der Therapie gekommen ist: Behandlung beenden
        • Patienten, die eine gewisse Verbesserung der klinischen Symptomatik zeigen
          • Therapie beenden, wenn Patient eine Vergrößerung der Milzlänge von 40% im Vergleich zur Ausgangsgröße (entspricht ungefähr einer 25%igen Zunahme des Milzvolumens) erleidet und nicht länger eine spürbare Verbesserung der krankheitsbedingten Symptome festzustellen ist
      • GvHD
        • Patienten mit Ansprechen und nach Absetzen von Kortikosteroiden: Ausschleichen der Behandlung in Erwägung ziehen
        • Dosisreduktion um 50 % alle 2 Monate
        • bei erneuten Anzeichen oder Symptomen der GvHD während oder nach dem Ausschleichen, erneute Aufdosierung der Behandlung in Erwägung ziehen

Dosisanpassung

  • gleichzeitige Anwendung von starken CYP3A4-Hemmern oder dualen Inhibitoren von CYP2C9- und CYP3A4-Enzymen (z. B. Fluconazol)
    • alle Indikationen
      • Verringerung der Einzeldosis, die 2mal / Tag gegeben wird, um etwa 50%
      • gleichzeitige Anwendung mit Fluconazol-Dosen von > 200 mg / Tag ist zu vermeiden
  • Nierenfunktionsstörung
    • leicht oder moderat
      • keine spezifische Dosisanpassung notwendig
    • schwer (Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min.)
      • Verringerung der auf der Thrombozytenzahl basierenden empfohlenen Initialdosis für MF-, PV- und GvHD-Patienten, die 2mal / Tag gegeben wird, um etwa 50 %
      • Patienten während der Behandlung in Bezug auf Sicherheit und Wirksamkeit sorgfältig überwachen
    • Hämodialyse-Patienten mit Nierenerkrankungen im Endstadium (ESRD)
      • nur begrenzte Daten vorhanden
      • MF
        • nur am Tag der Dialyse: 15 - 20 mg Ruxolitinib als Einzeldosis oder 10 mg Ruxolitinib 2mal im Abstand von 12 h
          • Thrombozytenzahl zwischen 100 x 109 / l und 200 x 109 / l: Einzeldosis von 15 mg Ruxolitinib (nur an Dialysetagen, nach der Dialysesitzung)
          • Thrombozytenzahl > 200 x 109 / l: Einzeldosis von 20 mg Ruxolitinib oder 10 mg Ruxolitinib 2mal im Abstand von 12 h (nur an Dialysetagen, nach der Dialysesitzung)
      • PV
        • initial: 10 mg Ruxolitinib als Einzeldosis oder 2 Dosen 5 mg Ruxolitinib im Abstand von 12 h
        • Dosen nach der Dialysesitzung und nur an Dialysetagen anwenden
        • Dosierungsempfehlungen basieren auf Simulationen; jede Dosismodifikationen bei ESRD nur unter sorgfältiger Überwachung der Sicherheit und Wirksamkeit
        • es liegen keine Daten für die Dosierung von Patienten vor, die sich einer Peritonealdialyse oder einer kontinuierlichen venovenösen Hämofiltration unterziehen
      • GvHD
        • keine Daten vorhanden
  • Leberfunktionsstörung
    • MF-Patienten mit jegliche Leberfunktionsstörung
      • Verringerung der auf der Thrombozytenzahl basierenden empfohlenen Initialdosis, die 2mal / Tag gegeben wird, um etwa 50%
      • nachfolgende Dosen anhand einer sorgfältigen Überwachung der Sicherheit und Wirksamkeit anpassen
    • PV
      • Anfangsdosis: 5 mg Ruxolitinib 2mal / Tag
      • die Dosis kann angepasst werden, um das Risiko einer Zytopenie zu verringern
    • GvHD
      • leichte, moderate oder schwere Leberfunktionsstörung ohne Bezug zur GvHD
        • Verringerung der Anfangsdosis um 50 %
      • GvHD-bedingte Leberfunktionsstörung und Anstieg des Gesamtbilirubins auf > 3 x ULN
        • häufigere Überwachung des Blutbildes hinsichtlich einer Toxizität
        • Dosisreduktion um 1 Dosisstufe empfohlen
  • ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
    • keine zusätzlichen Dosisanpassungen empfohlen
  • Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
    • MF und PV
      • Sicherheit und Wirksamkeit ist nicht erwiesen
      • keine Daten vorhanden

Kontraindikationen

Ruxolitinib - peroral
  • Überempfindlichkeit gegenüber Ruxolitinib
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit

Nebenwirkungen

Ruxolitinib - peroral

Myelofibrose - Patienten

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Harnwegsinfektionen
      • Herpes zoster
      • Pneumonie
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Sepsis
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Tuberkulose
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • HBV-Reaktivierung
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Anämie
        • CTCAE*-Grad 4 (< 6,5 g/dl)
        • CTCAE*-Grad 3 (8,0 - 6,5 g/dl)
        • alle CTCAE*-Grade
      • Thrombozytopenie
        • CTCAE*-Grad 3 (50.000 - 25.000/mm3)
        • alle CTCAE*-Grade
      • Neutropenie
        • alle CTCAE*-Grade
      • Blutungen (jede Blutung einschließlich intrakranieller und gastrointestinaler Blutung, Blutergüsse und andere Blutungen)
      • Blutergüsse
      • gastrointestinale Blutung
      • andere Blutung (einschließlich Nasenbluten, postprozedurale Blutung und Hämaturie)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Thrombozytopenie
        • CTCAE*-Grad 4 (< 25.000/mm3)
      • Neutropenie
        • CTCAE*-Grad 4 (< 500/mm3)
        • CTCAE*-Grad 3 (< 1.000 - 500/mm3)
      • Panzytopenie
        • definiert als ein in derselben Laboruntersuchung gleichzeitiges Auftreten
          • eines Hämoglobinspiegels < 100 g/l
          • einer Thrombozytenzahl < 100 x 109/l und
          • einer Neutrophilenzahl < 1,5 x 109/l
            • oder einer erniedrigten Zahl von weißen Blutkörperchen des Grades 2, wenn die Neutrophilenzahl nicht bestimmt wurde
      • intrakranielle Blutung
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hypercholesterinämie
        • alle CTCAE*-Grade
      • Hypertriglyzeridämie
        • alle CTCAE*-Grade
      • Gewichtszunahme
  • Gefäßerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hypertonie
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Schwindel
      • Kopfschmerzen
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • erhöhte Lipasewerte
        • alle CTCAE*-Grade
      • Obstipation
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Flatulenz
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • erhöhte Alanin-Aminotransferase-Werte
        • alle CTCAE*-Grade
      • erhöhte Aspartat-Aminotransferase-Werte
        • alle CTCAE*-Grade
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • erhöhte Alanin-Aminotransferase-Werte
        • CTCAE*-Grad 3 (> 5× - 20× ULN)

Polycythaemia vera - Patienten

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Harnwegsinfektionen
      • Herpes zoster
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Pneumonie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Sepsis
      • HBV-Reaktivierung
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Tuberkulose
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Anämie
        • alle CTCAE*-Grade
      • Thrombozytopenie
        • alle CTCAE*-Grade
      • Blutungen (jede Blutung einschließlich intrakranieller und gastrointestinaler Blutung, Blutergüsse und andere Blutungen)
      • Blutergüsse
      • andere Blutung (einschließlich Nasenbluten, postprozedurale Blutung und Hämaturie)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Anämie
        • CTCAE*-Grad 3 (8,0 - 6,5 g/dl)
      • Thrombozytopenie
        • CTCAE*-Grad 3 (50.000 - 25.000/mm3)
      • Neutropenie
        • alle CTCAE*-Grade
      • Panzytopenie
        • definiert als ein in derselben Laboruntersuchung gleichzeitiges Auftreten
          • eines Hämoglobinspiegels < 100 g/l
          • einer Thrombozytenzahl < 100 x 109/l und
          • einer Neutrophilenzahl < 1,5 x 109/l
            • oder einer erniedrigten Zahl von weißen Blutkörperchen des Grades 2, wenn die Neutrophilenzahl nicht bestimmt wurde
      • gastrointestinale Blutung
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Anämie
        • CTCAE*-Grad 4 (< 6,5 g/dl)
      • Thrombozytopenie
        • CTCAE*-Grad 4 (< 25.000/mm3)
      • Neutropenie
        • CTCAE*-Grad 4 (< 500/mm3)
        • CTCAE*-Grad 3 (< 1.000 - 500/mm3)
      • intrakranielle Blutung
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hypercholesterinämie
        • alle CTCAE*-Grade
      • Hypertriglyzeridämie
        • alle CTCAE*-Grade
      • Gewichtszunahme
  • Gefäßerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hypertonie
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Schwindel
      • Kopfschmerzen
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • erhöhte Lipasewerte
        • alle CTCAE*-Grade
      • Obstipation
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Flatulenz
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • erhöhte Alanin-Aminotransferase-Werte
        • alle CTCAE*-Grade
      • erhöhte Aspartat-Aminotransferase-Werte
        • alle CTCAE*-Grade
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • erhöhte Alanin-Aminotransferase-Werte
        • CTCAE*-Grad 3 (> 5× - 20× ULN)

Legende

*: Common Terminology Criteria for Adverse Events (CTCAE) Version 3.0

  • Grad 1 = leicht
  • Grad 2 = mittel
  • Grad 3 = schwer
  • Grad 4 = lebensbedrohlich

akute GvHD

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • akute GvHD (REACH2)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • CMV-Infektionen
        • CMV-Infektionen (CTCAE*-Grad >= 3)
        • Sepsis
        • Sepsis (CTCAE-Grad >= 3)
          • Sepsis vom Grad >= 3 umfasst 20 (10 %) Ereignisse vom Grad 5 in REACH2
        • Harnwegsinfektionen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Harnwegsinfektionen
          • CTCAE-Grad >= 3
    • akute GvHD (pädiatrischer Pool)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • CMV-Infektionen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • CMV-Infektionen (CTCAE*-Grad >= 3)
        • Sepsis
        • Sepsis (CTCAE-Grad >= 3)
          • im pädiatrischen Pool gab es keine Ereignisse des Grades 5
        • Harnwegsinfektionen
        • Harnwegsinfektionen (CTCAE-Grad >= 3)
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • akute GvHD (REACH2)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Thrombozytopenie (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • Thrombozytopenie (CTCAE-Grad 3 und CTCAE-Grad 4)
        • Anämie (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • Anämie (CTCAE-Grad 3)
        • Neutropenie
        • Neutropenie (CTCAE-Grad 3 und CTCAE-Grad 4)
        • Panzytopenie
          • Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert
          • definiert als ein in derselben Laboruntersuchung gleichzeitiges Auftreten
            • eines Hämoglobinspiegels < 100 g/l
            • einer Thrombozytenzahl < 100 x 109/l und
            • einer Neutrophilenzahl < 1,5 x 109/l
              • oder einer erniedrigten Zahl von weißen Blutkörperchen des Grades 2, wenn die Neutrophilenzahl nicht bestimmt wurde
    • akute GvHD (pädiatrischer Pool)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Thrombozytopenie (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • Thrombozytopenie (CTCAE-Grad 3 und CTCAE-Grad 4)
        • Anämie (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • Anämie (CTCAE-Grad 3)
        • Neutropenie (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • Neutropenie (CTCAE-Grad 3 und CTCAE-Grad 4)
        • Panzytopenie
          • Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert
          • definiert als ein in derselben Laboruntersuchung gleichzeitiges Auftreten
            • eines Hämoglobinspiegels < 100 g/l
            • einer Thrombozytenzahl < 100 x 109/l und
            • einer Neutrophilenzahl < 1,5 x 109/l
              • oder einer erniedrigten Zahl von weißen Blutkörperchen des Grades 2, wenn die Neutrophilenzahl nicht bestimmt wurde
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • akute GvHD (REACH2)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Hypercholesterinämie (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Hypercholesterinämie (CTCAE-Grad 3 und CTCAE-Grad 4)
    • akute GvHD (pädiatrischer Pool)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Hypercholesterinämie (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • akute GvHD (REACH2)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Kopfschmerzen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Kopfschmerzen (CTCAE-Grad >= 3)
    • akute GvHD (pädiatrischer Pool)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Kopfschmerzen
  • Gefäßerkrankungen
    • akute GvHD (REACH2)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Hypertonie
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Hypertonie (CTCAE-Grad >= 3)
    • akute GvHD (pädiatrischer Pool)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Hypertonie
        • Hypertonie (CTCAE-Grad >= 3)
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • akute GvHD (REACH2)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Übelkeit
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Übelkeit (CTCAE-Grad >= 3)
    • akute GvHD (pädiatrischer Pool)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Übelkeit
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • akute GvHD (REACH2)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • erhöhte Alanin-Aminotransferase-Werte (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • erhöhte Alanin-Aminotransferase-Werte (CTCAE-Grad 3)
        • erhöhte Aspartat-Aminotransferase-Werte (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • erhöhte Alanin-Aminotransferase-Werte (CTCAE-Grad 4)
        • erhöhte Aspartat-Aminotransferase-Werte (CTCAE-Grad 3)
    • akute GvHD (pädiatrischer Pool)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • erhöhte Alanin-Aminotransferase-Werte (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • erhöhte Alanin-Aminotransferase-Werte (CTCAE-Grad 3)
        • erhöhte Aspartat-Aminotransferase-Werte (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • rhöhte Aspartat-Aminotransferase-Werte (CTCAE-Grad 3)

Legende:

*: Common Terminology Criteria for Adverse Events (CTCAE) Version 4.03

chronische GvHD

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • chronische GvHD (REACH3)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • CMV-Infektionen
        • CMV-Infektionen (CTCAE*-Grad >= 3)
        • Harnwegsinfektionen
        • Harnwegsinfektionen (CTCAE-Grad >= 3)
        • BK-Virus-Infektionen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • BK-Virus-Infektionen (CTCAE-Grad >= 3)
    • chronische GvHD (pädiatrischer Pool)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • CMV-Infektionen
        • Harnwegsinfektionen
        • Harnwegsinfektionen (CTCAE-Grad >= 3)
        • BK-Virus-Infektionen
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • chronische GvHD (REACH3)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Thrombozytopenie (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • Thrombozytopenie (CTCAE-Grad 4)
        • Anämie (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • Anämie (CTCAE-Grad 3)
        • Neutropenie (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Thrombozytopenie (CTCAE-Grad 3)
        • Neutropenie (CTCAE-Grad 3 und CTCAE-Grad 4)
    • chronische GvHD (pädiatrischer Pool)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Thrombozytopenie (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • Thrombozytopenie (CTCAE-Grad 4)
        • Anämie (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • Anämie (CTCAE-Grad 3)
        • Neutropenie (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • Neutropenie (CTCAE-Grad 3 und CTCAE-Grad 4)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Thrombozytopenie (CTCAE-Grad 3)
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • chronische GvHD (REACH3)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Hypercholesterinämie (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Hypercholesterinämie (CTCAE-Grad 3)
        • Gewichtszunahme
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Hypercholesterinämie (CTCAE-Grad 4)
    • chronische GvHD (pädiatrischer Pool)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Hypercholesterinämie (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Hypercholesterinämie (CTCAE-Grad 3 und 4)
        • Gewichtszunahme
        • Gewichtszunahme (CTCAE-Grad >= 3)
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • chronische GvHD (REACH3)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Kopfschmerzen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Kopfschmerzen (CTCAE-Grad >= 3)
    • chronische GvHD (pädiatrischer Pool)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Kopfschmerzen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Kopfschmerzen (CTCAE-Grad >= 3)
  • Gefäßerkrankungen
    • chronische GvHD (REACH3)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Hypertonie
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Hypertonie (CTCAE-Grad >= 3)
    • chronische GvHD (pädiatrischer Pool)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Hypertonie
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Hypertonie (CTCAE-Grad >= 3)
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakt
    • chronische GvHD (REACH3)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • erhöhte Lipasewerte (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • erhöhte Amylasewerte (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • erhöhte Lipasewerte (CTCAE-Grad 3)
        • erhöhte Amylasewerte (CTCAE-Grad 3 und CTCAE-Grad 4)
        • Obstipation
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • erhöhte Lipasewerte (CTCAE-Grad 4)
    • chronische GvHD (pädiatrischer Pool)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • erhöhte Lipasewerte (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • erhöhte Amylasewerte (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • erhöhte Lipasewerte (CTCAE-Grad 3 und CTCAE-Grad 4)
        • erhöhte Amylasewerte (CTCAE-Grad 3)
        • Obstipation
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • chronische GvHD (REACH3)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • erhöhte Alanin-Aminotransferase-Werte (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • erhöhte Aspartat-Aminotransferase-Werte (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • erhöhte Alanin-Aminotransferase-Werte (CTCAE-Grad 3)
        • erhöhte Aspartat-Aminotransferase-Werte (CTCAE-Grad 3)
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • erhöhte Alanin-Aminotransferase-Werte (CTCAE-Grad 4)
        • erhöhte Aspartat-Aminotransferase-Werte (CTCAE-Grad 4)
    • chronische GvHD (pädiatrischer Pool)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • erhöhte Alanin-Aminotransferase-Werte (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • erhöhte Alanin-Aminotransferase-Werte (CTCAE-Grad 3)
        • erhöhte Aspartat-Aminotransferase-Werte (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • erhöhte Aspartat-Aminotransferase-Werte (CTCAE-Grad 3)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • erhöhte Alanin-Aminotransferase-Werte (CTCAE-Grad 4)
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • chronische GvHD (REACH3)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • erhöhte Kreatinphosphokinasewerte im Blut (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • erhöhte Kreatinphosphokinasewerte im Blut (CTCAE-Grad 3 und CTCAE-Grad 4)
    • chronische GvHD (pädiatrischer Pool)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • erhöhte Kreatinphosphokinasewerte im Blut (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • chronische GvHD (REACH3)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • erhöhte Kreatininwerte im Blut (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • erhöhte Kreatininwerte im Blut (CTCAE-Grad 3)
    • chronische GvHD (pädiatrischer Pool)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • erhöhte Kreatininwerte im Blut (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)

Legende:

  • *: Common Terminology Criteria for Adverse Events (CTCAE) Version 4.03

Anwendungshinweise

  • Tabletten zum Einnehmen
  • oral mit oder ohne Nahrung einnehmen

Stillzeithinweise

Ruxolitinib - peroral
  • kontraindiziert während der Stillzeit
    • deswegen sollte das Stillen mit Behandlungsbeginn beendet werden
  • nicht bekannt, ob Ruxolitinib und / oder seine Metabolite in die Muttermilch übergehen
  • Risiko für das gestillte Kind kann nicht ausgeschlossen werden
  • verfügbare pharmakodynamische / toxikologische Daten aus Tierversuchen haben eine Ausscheidung von Ruxolitinib und seiner Metaboliten in die Muttermilch gezeigt

Schwangerschaftshinweise

Ruxolitinib - peroral
  • als Vorsichtsmaßnahme ist die Anwendung kontraindiziert während der Schwangerschaft
  • bisher keine Erfahrungen mit der Anwendung bei Schwangeren vorliegend
  • tierexperimentelle Studien
    • es hat sich gezeigt, dass Ruxolitinib embryotoxisch und fetotoxisch ist
      • an Ratten und Kaninchen wurde keine Teratogenität festgestellt
      • jedoch war die Expositionsspanne im Vergleich zur höchsten klinischen Dosis gering und aus diesem Grund sind die Ergebnisse von eingeschränkter Bedeutung für den Menschen
  • potenzielles Risiko für den Menschen nicht bekannt
  • Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung eine zuverlässige Methode der Empfängnisverhütung anwenden
    • falls eine Schwangerschaft während der Behandlung auftritt, muss eine individuelle Risiko-Nutzen-Bewertung vorgenommen werden und eine sorgfältige Beratung hinsichtlich des potenziellen Risikos für das ungeborene Kind erfolgen
  • Fertilität
    • keine Informationen hinsichtlich der Wirkung von Ruxolitinib auf die Fertilität beim Menschen vorliegend
    • tierexperimentelle Studien: keine Auswirkungen auf die Fertilität beobachtet

Warnhinweise

Ruxolitinib - peroral
  • eine Behandlung mit Ruxolitinib sollte nur durch einen Arzt, der Erfahrung mit der Anwendung von Arzneimitteln gegen Krebs hat, eingeleitet werden
  • Myelosupression
    • Behandlung mit Ruxolitinib kann unerwünschte hämatologische Arzneimittelwirkungen, einschließlich Thrombozytopenie, Anämie und Neutropenie, verursachen
    • vor Einleitung der Therapie muss eine Bestimmung des großen Blutbildes, einschließlich eines Differentialblutbildes der weißen Blutkörperchen, durchgeführt werden
      • ein großes Blutbild, einschließlich eines Differentialblutbildes der weißen Blutkörperchen, sollte alle 2 bis 4 Wochen durchgeführt werden bis die Dosiseinstellung beendet ist, und anschließend jeweils dann, wenn klinisch erforderlich
    • bei MF-Patienten mit einer Thrombozytenzahl < 50 x 109/l oder einer absoluten Neutrophilenzahl < 0,5 x 109/l
      • Behandlung sollte unterbrochen werden
    • bei MF-Patienten mit niedriger Thrombozytenzahl (< 200 x 109/l) zu Beginn der Therapie wurde eine höhere Wahrscheinlichkeit beobachtet, dass sich im Laufe der Behandlung eine Thrombozytopenie entwickelt
    • eine Thrombozytopenie ist im Allgemeinen reversibel und wird generell durch eine Reduzierung der Dosis oder ein vorübergehendes Absetzen gehandhabt
      • allerdings können Thrombozytentransfusionen, falls klinisch angezeigt, erforderlich sein
    • Patienten, die eine Anämie entwickeln
      • benötigen gegebenenfalls Bluttransfusionen
      • Erwägung einer Dosisanpassung oder Behandlungsunterbrechung kann erforderlich sein
    • Patienten mit einem Hämoglobin-Wert unter 10,0 g/dl zu Beginn der Behandlung
      • haben im Vergleich zu Patienten mit einem höheren Hämoglobin-Ausgangswert ein höheres Risiko, einen Hämoglobin-Wert unter 8,0 g/dl während der Behandlung zu entwickeln (79,3% gegenüber 30,1%)
      • häufigere Überwachung der hämatologischen Parameter und der klinischen Anzeichen und Symptome von Nebenwirkungen, die mit Ruxolitinib im Zusammenhang stehen, empfohlen
    • Eine Neutropenie (absolute Neutrophilenzahl < 0,5 x 109/l) war im Allgemeinen reversibel und wurde durch ein vorübergehendes Absetzen gehandhabt
    • das große Blutbild sollte, wie klinisch angezeigt, überwacht und die Dosis nach Bedarf entsprechend angepasst werden
  • Infektionen
    • schwerwiegende bakterielle, mykobakterielle, fungale, virale und andere opportunistische Infektionen bei Patienten aufgetreten
    • Patienten hinsichtlich des Risikos der Entwicklung schwerwiegender Infektionen untersuchen
    • mit Ruxolitinib-Therapie sollte erst nach Abklingen aktiver schwerwiegender Infektionen begonnen werden
    • Patienten sorgfältig auf Anzeichen oder Symptome von Infektionen beobachten
      • unverzüglich entsprechende Behandlungsmaßnahmen einleiten
    • Tuberkulose
      • bei Patienten, die Ruxolitinib erhielten, Tuberkulose beobachtet
      • vor Behandlungsbeginn sollten die Patienten entsprechend der lokalen Empfehlungen auf eine aktive oder inaktive („latente") Tuberkulose untersucht werden
        • kann ggf. die Anamnese, mögliche frühere Kontakte mit einer Tuberkulose und / oder geeignete Untersuchungen wie Röntgenaufnahmen der Lunge, Tuberkulin-Test und / oder einen Interferon-Gamma-Release-Assay beeinhalten
      • Verordnende Ärzte werden auf das Risiko falsch-negativer Ergebnisse von Tuberkulin-Hauttests, vor allem bei schwerkranken Patienten oder bei Patienten mit beeinträchtigtem Immunsystem, hingewiesen
    • Hepatitis B
      • Anstiege der Hepatitis-B-Viruslast (HBV-DNA-Titer), mit und ohne assoziierter Erhöhungen der Alanin-Aminotransferase und Aspartat-Aminotransferase, bei Patienten mit chronischen HBV-Infektionen, die mit Ruxolitinib behandelt wurden, berichtet
      • empfohlen, vor Beginn der Behandlung ein HBV-Screening durchzuführen
      • Patienten mit chronischer HBV-Infektion sollten den klinischen Leitlinien entsprechend behandelt und überwacht werden
  • Herpes zoster
    • Patienten über frühe Anzeichen und Symptome einer Herpes-zoster-Infektion aufklären und anraten, sich umgehend behandeln zu lassen
  • Progressive multifokale Leukenzephalopathie
    • Progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML) bei der Behandlung der Myelofibrose mit Ruxolitinib berichtet
    • Ärzte sollten besonders auf Symptome achten, die auf eine PML hinweisen, welche Patienten nicht wahrnehmen könnten (z.B. kognitive, neurologische oder psychiatrische Symptome oder Anzeichen)
    • Patienten sollten auf jegliche dieser neuen oder sich verschlechternden Symptome oder Anzeichen überwacht werden und falls solche Symptome / Anzeichen auftreten, sollte eine Überweisung an einen Neurologen und geeignete diagnostische Maßnahmen für PML in Erwägung gezogen werden
    • sollte der Verdacht einer PML bestehen, muss die weitere Einnahme von Ruxolitinib unterbrochen werden, bis eine PML ausgeschlossen wurde
  • Lipidanomalien / -erhöhungen
    • Behandlung mit Ruxolitinib mit Anstiegen der Lipidparameter, einschließlich Gesamtcholesterin, HDL(high-density lipoprotein)-Cholesterin, LDL(low-density lipoprotein)-Cholesterin und Triglyceriden, in Verbindung gebracht
    • Überwachung der Serumlipide und Behandlung von Dyslipidämie gemäß klinischer Leitlinien empfohlen
  • schwerwiegende unerwünschte kardiovaskuläre Ereignisse (MACE)
    • in einer großen randomisierten, aktiv kontrollierten Studie zu Tofacitinib (einem anderen JAK-Inhibitor) bei Patienten mit rheumatoider Arthritis ab 50 Jahren mit mindestens einem zusätzlichen kardiovaskulären Risikofaktor wurde unter Tofacitinib im Vergleich zu Tumornekrosefaktor(TNF)-Inhibitoren eine höhere Rate an MACE, definiert als kardiovaskulärer Tod, nicht tödlicher Myokardinfarkt (MI) und nicht tödlicher Schlaganfall, beobachtet
    • bei Patienten, die Ruxolitinib erhielten, wurde über MACE berichtet
    • vor der Einleitung oder Fortsetzung einer Therapie mit Ruxolitinib sollten Nutzen und Risiken für den Patienten individuell abgewogen werden, insbesondere bei
      • Patienten ab 65 Jahren
      • Rauchern oder ehemaligen Langzeitrauchern
      • Patienten mit einer atherosklerotischen Herz-Kreislauf-Erkrankung in der Vorgeschichte oder anderen kardiovaskulären Risikofaktoren
  • Thrombose
    • in einer großen randomisierten, aktiv kontrollierten Studie zu Tofacitinib (einem anderen JAK-Inhibitor) bei Patienten mit rheumatoider Arthritis ab 50 Jahren mit mindestens einem zusätzlichen kardiovaskulären Risikofaktor wurde unter Tofacitinib im Vergleich zu TNF-Inhibitoren eine dosisabhängig höhere Rate venöser thromboembolischer Ereignisse (VTE), einschließlich tiefer Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE), beobachtet
    • bei Patienten, die Ruxolitinib erhielten, wurde über tiefe Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE) berichtet
    • bei Patienten mit MF und PV, die in klinischen Studien mit Ruxolitinib behandelt wurden, waren die Raten für thromboembolische Ereignisse bei den mit Ruxolitinib und in der Kontrollgruppe behandelten Patienten ähnlich
    • vor der Einleitung oder Fortsetzung einer Therapie mit Ruxolitinib sollten Nutzen und Risiken für den Patienten individuell abgewogen werden, insbesondere bei Patienten mit kardiovaskulären Risikofaktoren (siehe auch Abschnitt „schwerwiegende unerwünschte kardiovaskuläre Ereignisse (MACE)")
    • Patienten mit Symptomen einer Thrombose sollten umgehend untersucht und entsprechend behandelt werden
  • sekundäre primäre Malignome
    • in einer großen randomisierten, aktiv kontrollierten Studie zu Tofacitinib (einem anderen JAK-Inhibitor) bei Patienten mit rheumatoider Arthritis ab 50 Jahren mit mindestens einem zusätzlichen kardiovaskulären Risikofaktor wurde unter Tofacitinib im Vergleich zu TNF-Inhibitoren eine höhere Rate an Malignomen, insbesondere Lungenkrebs, Lymphomen und nicht-melanozytärem Hautkrebs (NMSC), beobachtet
    • bei Patienten, die JAK-Inhibitoren, einschließlich Ruxolitinib, erhielten, wurde über Lymphome und andere Malignome berichtet
    • nicht-melanozytäre Hautkrebserkrankungen (NMSC), einschließlich Basalzell-, Plattenepithel- und Merkelzellkarzinom, wurden bei mit Ruxolitinib behandelten Patienten berichtet
    • die meisten der MF- und PV-Patienten wiesen eine längere Behandlung mit Hydroxycarbamid und eine vorausgegangene NMSC oder prämaligne Hautläsionen in der Anamnese auf
    • Patienten mit erhöhtem Hautkrebsrisiko
      • regelmäßige Hautuntersuchung empfohlen
  • Nierenfunktionsstörung
    • bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung sollte die Anfangsdosis von Ruxolitinib verringert werden
    • bei MF-Dialyse-Patienten mit Nierenerkrankungen im Endstadium sollte die Anfangsdosis von der Thrombozytenzahl abhängig gemacht werden, während die empfohlene Anfangsdosis bei PV-Patienten eine Einzeldosis von 10 mg ist
    • folgende Dosen sollten nur an den Dialysetagen nach jeder Dialysesitzung gegeben werden
      • MF-Patienten: Einzeldosis von 20 mg oder Gabe von zwei Dosen mit jeweils 10 mg im Abstand von 12 Stunden
      • PV-Patienten: Einzeldosis von 10 mg oder Gabe von zwei Dosen mit jeweils 5 mg im Abstand von 12 Stunden
    • weitere Dosisanpassungen sollten unter sorgfältiger Überwachung der Sicherheit und Wirksamkeit erfolgen
    • bei GvHD-Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung sollte die Anfangsdosis von Ruxolitinib um etwa 50 % verringert werden
  • Leberfunktionsstörung
    • bei MF- und PV-Patienten mit Leberfunktionsstörung sollte die Anfangsdosis von Ruxolitinib um etwa 50 % verringert werden
    • weitere Dosisanpassungen sollten von der Sicherheit und Wirksamkeit des Arzneimittels abhängig gemacht werden
    • bei GvHD-Patienten mit Leberfunktionsstörung ohne Bezug zur GvHD sollte die Anfangsdosis um etwa 50% verringert werden
    • bei Patienten, bei denen eine Leberfunktionsstörung festgestellt wird, während sie Ruxolitinib erhalten, sollte wenigstens alle ein bis zwei Wochen innerhalb der ersten 6 Behandlungswochen nach Beginn der Therapie mit Ruxolitinib und nach Stabilisierung der Leberfunktion und der Blutwerte, wie klinisch angezeigt, ein großes Blutbild, einschließlich eines Differentialblutbildes der weißen Blutkörperchen, gemacht werden
  • Wechselwirkungen
    • wenn Ruxolitinib zusammen mit starken CYP3A4-Hemmern oder dualen Inhibitoren von CYP3A4- und CYP2C9-Enzymen (z. B. Fluconazol) gegeben wird, sollte die Einzeldosis von Ruxolitinib, die zweimal täglich gegeben wird, um etwa 50 % verringert werden
    • während der Behandlung mit starken CYP3A4-Inhibitoren oder dualen Inhibitoren von CYP2C9- und CYP3A4-Enzymen
      • wird eine häufigere Überwachung (z. B. zweimal wöchentlich) der hämatologischen Parameter sowie der klinischen Anzeichen und Symptome von Nebenwirkungen, die mit Ruxolitinib im Zusammenhang stehen, empfohlen
    • gleichzeitige Anwendung mit zytoreduktiven Therapien war mit kontrollierbaren Zytopenien verbunden
  • Absetzreaktionen
    • nach Unterbrechung oder Absetzen der Behandlung kann es etwa innerhalb einer Woche zu einem erneuten Auftreten von Symptomen der Myelofibrose kommen
      • nach Behandlungsabbruch können bei MF-Patienten MF-Symptome, wie z. B. Fatigue, Knochenschmerzen, Fieber, Pruritus, Nachtschweiß, symptomatische Splenomegalie und Gewichtsverlust, erneut auftreten
      • in klinischen Studien zur MF kehrte der Gesamt-Symptomwert der MF-Symptome innerhalb von 7 Tagen nach Beendigung der Therapie schrittweise wieder bis auf den Ausgangswert zurück
    • Fallberichte von Patienten, die, besonders bei Anwesenheit einer akuten interkurrenten Erkrankung, bei Abbruch der Behandlung schwere unerwünschte Ereignisse auftraten
      • bisher nicht bekannt, ob das abrupte Absetzen zu diesen Ereignissen beigetragen hat
    • falls kein sofortiges Absetzen notwendig ist, sollte ein stufenweises Ausschleichen in Betracht gezogen werden, auch wenn der Nutzen des Ausschleichens nicht bewiesen ist