Jakavi 5 mg/ml Lösung zum Einnehmen

NOVARTIS Pharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Ruxolitinib →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
60 ML 2144,90 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Graft-versus-Host-Erkrankung (GvHD)
    • akute GvHD
      • Erwachsene, Jugendliche und Kinder (>/= 28 Tage)
        • mit akuter Graft-versus-Host-Erkrankung, die unzureichend auf Kortikosteroide oder andere systemische Therapien ansprechen
    • chronische GvHD
      • Erwachsene, Jugendliche und Kinder (>/= 6 Monate)
        • mit chronischer Graft-versus-Host-Erkrankung, die unzureichend auf Kortikosteroide oder andere systemische Therapien ansprechen

Dosierung

Basiseinheit: 1 ml Lösung zum Einnehmen enthält 5 mg Ruxolitinib

  • Graft-versus-Host-Erkrankung (GvHD)
    • Hinweise
      • Einleitung der Behandlung nur durch einen Arzt, der Erfahrung mit der Anwendung von Arzneimitteln gegen Krebs hat
      • großes Blutbild, einschließlich eines Differentialblutbildes der weißen Blutkörperchen
        • vor Beginn der Therapie
        • alle 2 - 4 Wochen bis zur Beendigung der Dosiseinstellung
        • anschließend jeweils dann, wenn klinisch erforderlich
    • Anfangsdosis
      • akute GvHD
        • >/= 12 Jahre: 2 ml (10 mg Ruxolitinib) 2mal / Tag
        • 6 Jahre - < 12 Jahre: 1 ml (5 mg) 2mal / Tag
        • 28 Tage - < 6 Jahre: 8 mg / m² 2mal / Tag
        • Tabelle 3: Volumen der Lösung (ml), die bei Patienten < 6 Jahren bei einer Anfangsdosis von 8 mg / m2 2mal / Tag zu verabreichen ist
          • min. 0,16 m2 KOF - max. 0,21 m2 KOF: 0,3 ml
          • min. 0,22 m2 KOF - max. 0,28 m2 KOF: 0,4 ml
          • min. 0,29 m2 KOF - max. 0,34 m2 KOF: 0,5 ml
          • min. 0,35 m2 KOF - max. 0,40 m2 KOF: 0,6 ml
          • min. 0,41 m2 KOF - max. 0,46 m2 KOF: 0,7 ml
          • min. 0,47 m2 KOF - max. 0,53 m2 KOF: 0,8 ml
          • min. 0,54 m2 KOF - max. 0,59 m2 KOF: 0,9 ml
          • min. 0,60 m2 KOF - max. 0,65 m2 KOF: 1,0 ml
          • min. 0,66 m2 KOF - max. 0,71 m2 KOF: 1,1 ml
          • min. 0,72 m2 KOF - max. 0,78 m2 KOF: 1,2 ml
          • min. 0,79 m2 KOF - max. 0,84 m2 KOF: 1,3 ml
          • min. 0,85 m2 KOF - max. 0,90 m2 KOF: 1,4 ml
          • min. 0,91 m2 KOF - max. 0,96 m2 KOF: 1,5 ml
          • min. 0,97 m2 KOF - max. 1,03 m2 KOF: 1,6 ml
          • min. 1,04 m2 KOF - max. 1,09 m2 KOF: 1,7 ml
          • min. 1,10 m2 KOF - max. 1,15 m2 KOF: 1,8 ml
      • chronische GvHD
        • >/= 12 Jahre: 2 ml (10 mg) 2mal / Tag
        • 6 Jahre - < 12 Jahre: 1 ml (5 mg) 2mal / Tag
        • 6 Monate - < 6 Jahre: 8 mg / m² 2mal / Tag (s. Tabelle 3)
      • zusätzlich zu Kortikosteroiden und/oder Calcineurin-Inhibitoren (CNI) einsetzbar
    • vergessene Dosis
      • kein doppelte Dosis einnehmen
      • Einnahme der nächsten regulär verschriebenen Dosis
    • Beenden der Behandlung
      • Patienten mit Ansprechen und nach Absetzen von Kortikosteroiden: Ausschleichen der Behandlung in Erwägung ziehen
      • Dosisreduktion um 50 % alle 2 Monate
      • bei erneuten Anzeichen oder Symptomen der GvHD während oder nach dem Ausschleichen, erneute Aufdosierung der Behandlung in Erwägung ziehen
    • Dosisanpassungen
      • Thrombozytopenie, Neutropenie, erhöhte Gesamtbilirubinwerte nach unterstützender Standardtherapie einschließlich Wachstumsfaktoren, antiinfektiven Therapien und Transfusionen
        • möglicherweise Dosisreduktionen und vorübergehende Behandlungsunterbrechungen erforderlich
        • Reduktion der empfohlenen Anfangsdosis, die 2mal / Tag verabreicht wird, um etwa 50 %
        • Patienten, die die reduzierte Dosis nicht vertragen: Behandlungsunterbrechung
        • Tabelle 4: Dosierungsempfehlungen während der Behandlung mit Ruxolitinib für GvHD-Patienten mit Thrombozytopenie, Neutropenie oder erhöhten Gesamtbilirubinwerten
          • Thrombozytenzahl < 20 x 109 / l
            • Dosisreduktion um 1 Dosisstufe
            • bei Anstieg der Thrombozytenzahl auf >/= 20 x 109 / l innerhalb von 7 Tagen
              • Heraufsetzen der Dosis auf die Anfangsdosis
              • anderenfalls reduzierte Dosis beibehalten
          • Thrombozytenzahl < 15 x 109 / l
            • Behandlung pausieren bis Thrombozytenzahl >/= 20 x 109 / l
            • anschließend: Wiederaufnahme der Behandlung mit einer um 1 Stufe niedrigeren Dosis
          • absolute Neutrophilenzahl (ANZ) >/= 0,5 x 109 / l bis < 0,75 x 109 / l
            • Dosisreduktion um 1 Dosisstufe
            • bei ANZ >/= 1,0 x 109 / l :Behandlung mit Anfangsdosis wieder aufnehmen
          • absolute Neutrophilenzahl < 0,5 x 109 / l
            • Behandlung pausieren bis ANZ > 0,5 x 109 / l
            • anschließend: Wiederaufnahme der Behandlung mit einer um 1 Stufe niedrigeren Dosis
            • bei ANZ > 1,0 x 109 / l: Wiederaufnahme der Gabe der Anfangsdosis
          • erhöhtes Gesamtbilirubin, nicht verursacht durch GvHD (keine GvHD der Leber)
            • > 3,0 - 5,0 x ULN (upper limit of normal, oberer Normwert für das Labor)
              • Fortsetzen der Behandlung nach Dosisreduktion um 1 Dosisstufe bis </= 3,0 x ULN
            • > 5,0 - 10,0 x ULN
              • Behandlung bis zu 14 Tage lang pausieren bis Gesamtbilirubin </= 3,0 x ULN
              • bei Gesamtbilirubin </= 3,0 x ULN: Wiederaufnahme der Behandlung mit der aktuellen Dosierung
              • falls der Wert nach 14 Tagen nicht </= 3,0 x ULN beträgt: Wiederaufnahme der Behandlung mit einer um 1 Stufe niedrigeren Dosis
            • > 10,0 x ULN
              • Behandlung pausieren bis Gesamtbilirubin </= 3,0 x ULN
              • anschließend: Wiederaufnahme der Behandlung mit einer um 1 Stufe niedrigeren Dosis
          • erhöhtes Gesamtbilirubin verursacht durch GvHD (GvHD der Leber)
            • > 3,0 x ULN
              • Fortsetzen der Behandlung mit einer um 1 Stufe niedrigeren Dosis bis Gesamtbilirubin </= 3,0 x ULN
      • gleichzeitige Anwendung von starken CYP3A4-Inhibitoren oder dualen Inhibitoren von CYP2C9- und CYP3A4-Enzymen (z. B. Fluconazol)
        • Verringerung der Einzeldosis, die 2mal / Tag gegeben wird, um etwa 50%
        • gleichzeitige Anwendung mit Fluconazol-Dosen von > 200 mg / Tag vermeiden
      • Nierenfunktionsstörung
        • leicht oder moderat
          • keine spezifische Dosisanpassung notwendig
        • schwer (Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min.)
          • Verringerung der auf der Thrombozytenzahl basierenden empfohlenen Initialdosis für GvHD-Patienten, die 2mal / Tag gegeben wird, um etwa 50 %
          • Patienten während der Behandlung in Bezug auf Sicherheit und Wirksamkeit sorgfältig überwachen
        • Hämodialyse-Patienten mit Nierenerkrankungen im Endstadium (ESRD)
          • keine Daten vorhanden
      • Leberfunktionsstörung
        • Anpassung der Ruxolitinib-Dosis, um Risiko einer Zytopenie zu verringern
        • leichte, moderate oder schwere Leberfunktionsstörung ohne Bezug zur GvHD
          • Verringerung der Anfangsdosis um 50 %
        • GvHD-bedingte Leberfunktionsstörung und Anstieg des Gesamtbilirubins auf > 3 x ULN
          • häufigere Überwachung des Blutbildes hinsichtlich einer Toxizität
          • Dosisreduktion um 1 Dosisstufe empfohlen
      • ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
        • keine zusätzlichen Dosisanpassungen empfohlen

Kontraindikationen

Ruxolitinib - intraoral
  • Überempfindlichkeit gegenüber Ruxolitinib
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit

Nebenwirkungen

Ruxolitinib - intraoral

akute GvHD

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • akute GvHD (REACH2)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • CMV-Infektionen
        • CMV-Infektionen (CTCAE*-Grad >= 3)
        • Sepsis
        • Sepsis (CTCAE-Grad >= 3)
          • Sepsis vom Grad >= 3 umfasst 20 (10 %) Ereignisse vom Grad 5 in REACH2
        • Harnwegsinfektionen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Harnwegsinfektionen
          • CTCAE-Grad >= 3
    • akute GvHD (pädiatrischer Pool)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • CMV-Infektionen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • CMV-Infektionen (CTCAE*-Grad >= 3)
        • Sepsis
        • Sepsis (CTCAE-Grad >= 3)
          • im pädiatrischen Pool gab es keine Ereignisse des Grades 5
        • Harnwegsinfektionen
        • Harnwegsinfektionen (CTCAE-Grad >= 3)
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • akute GvHD (REACH2)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Thrombozytopenie (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • Thrombozytopenie (CTCAE-Grad 3 und CTCAE-Grad 4)
        • Anämie (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • Anämie (CTCAE-Grad 3)
        • Neutropenie (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • Neutropenie (CTCAE-Grad 3 und CTCAE-Grad 4)
        • Panzytopenie
          • Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert
          • definiert als ein in derselben Laboruntersuchung gleichzeitiges Auftreten
            • eines Hämoglobinspiegels < 100 g/l
            • einer Thrombozytenzahl < 100 x 109/l und
            • einer Neutrophilenzahl < 1,5 x 109/l
              • oder einer erniedrigten Zahl von weißen Blutkörperchen des Grades 2, wenn die Neutrophilenzahl nicht bestimmt wurde
    • akute GvHD (pädiatrischer Pool)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Thrombozytopenie (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • Thrombozytopenie (CTCAE-Grad 3 und CTCAE-Grad 4)
        • Anämie (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • Anämie (CTCAE-Grad 3)
        • Neutropenie (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • Neutropenie (CTCAE-Grad 3 und CTCAE-Grad 4)
        • Panzytopenie
          • Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert
          • definiert als ein in derselben Laboruntersuchung gleichzeitiges Auftreten
            • eines Hämoglobinspiegels < 100 g/l
            • einer Thrombozytenzahl < 100 x 109/l und
            • einer Neutrophilenzahl < 1,5 x 109/l
              • oder einer erniedrigten Zahl von weißen Blutkörperchen des Grades 2, wenn die Neutrophilenzahl nicht bestimmt wurde
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • akute GvHD (REACH2)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Hypercholesterinämie (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Hypercholesterinämie (CTCAE-Grad 3 und CTCAE-Grad 4)
    • akute GvHD (pädiatrischer Pool)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Hypercholesterinämie (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • akute GvHD (REACH2)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Kopfschmerzen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Kopfschmerzen (CTCAE-Grad >= 3)
    • akute GvHD (pädiatrischer Pool)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Kopfschmerzen
  • Gefäßerkrankungen
    • akute GvHD (REACH2)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Hypertonie
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Hypertonie (CTCAE-Grad >= 3)
    • akute GvHD (pädiatrischer Pool)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Hypertonie
        • Hypertonie (CTCAE-Grad >= 3)
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • akute GvHD (REACH2)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Übelkeit
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Übelkeit (CTCAE-Grad >= 3)
    • akute GvHD (pädiatrischer Pool)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Übelkeit
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • akute GvHD (REACH2)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • erhöhte Alanin-Aminotransferase-Werte (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • erhöhte Alanin-Aminotransferase-Werte (CTCAE-Grad 3)
        • erhöhte Aspartat-Aminotransferase-Werte (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • erhöhte Alanin-Aminotransferase-Werte (CTCAE-Grad 4)
        • erhöhte Aspartat-Aminotransferase-Werte (CTCAE-Grad 3)
    • akute GvHD (pädiatrischer Pool)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • erhöhte Alanin-Aminotransferase-Werte (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • erhöhte Alanin-Aminotransferase-Werte (CTCAE-Grad 3)
        • erhöhte Aspartat-Aminotransferase-Werte (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • erhöhte Aspartat-Aminotransferase-Werte (CTCAE-Grad 3)

Legende:

*: Common Terminology Criteria for Adverse Events (CTCAE) Version 4.03

chronische GvHD

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • chronische GvHD (REACH3)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • CMV-Infektionen
        • CMV-Infektionen (CTCAE*-Grad >= 3)
        • Harnwegsinfektionen
        • Harnwegsinfektionen (CTCAE-Grad >= 3)
        • BK-Virus-Infektionen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • BK-Virus-Infektionen (CTCAE-Grad >= 3)
    • chronische GvHD (pädiatrischer Pool)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • CMV-Infektionen
        • Harnwegsinfektionen
        • Harnwegsinfektionen (CTCAE-Grad >= 3)
        • BK-Virus-Infektionen
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • chronische GvHD (REACH3)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Thrombozytopenie (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • Thrombozytopenie (CTCAE-Grad 4)
        • Anämie (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • Anämie (CTCAE-Grad 3)
        • Neutropenie (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Thrombozytopenie (CTCAE-Grad 3)
        • Neutropenie (CTCAE-Grad 3 und CTCAE-Grad 4)
    • chronische GvHD (pädiatrischer Pool)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Thrombozytopenie (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • Thrombozytopenie (CTCAE-Grad 4)
        • Anämie (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • Anämie (CTCAE-Grad 3)
        • Neutropenie (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • Neutropenie (CTCAE-Grad 3 und CTCAE-Grad 4)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Thrombozytopenie (CTCAE-Grad 3)
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • chronische GvHD (REACH3)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Hypercholesterinämie (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Hypercholesterinämie (CTCAE-Grad 3)
        • Gewichtszunahme
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Hypercholesterinämie (CTCAE-Grad 4)
    • chronische GvHD (pädiatrischer Pool)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Hypercholesterinämie (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Hypercholesterinämie (CTCAE-Grad 3 und 4)
        • Gewichtszunahme
        • Gewichtszunahme (CTCAE-Grad >= 3)
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • chronische GvHD (REACH3)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Kopfschmerzen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Kopfschmerzen (CTCAE-Grad >= 3)
    • chronische GvHD (pädiatrischer Pool)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Kopfschmerzen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Kopfschmerzen (CTCAE-Grad >= 3)
  • Gefäßerkrankungen
    • chronische GvHD (REACH3)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Hypertonie
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Hypertonie (CTCAE-Grad >= 3)
    • chronische GvHD (pädiatrischer Pool)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Hypertonie
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Hypertonie (CTCAE-Grad >= 3)
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakt
    • chronische GvHD (REACH3)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • erhöhte Lipasewerte (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • erhöhte Amylasewerte (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • erhöhte Lipasewerte (CTCAE-Grad 3)
        • erhöhte Amylasewerte (CTCAE-Grad 3 und CTCAE-Grad 4)
        • Obstipation
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • erhöhte Lipasewerte (CTCAE-Grad 4)
    • chronische GvHD (pädiatrischer Pool)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • erhöhte Lipasewerte (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • erhöhte Amylasewerte (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • erhöhte Lipasewerte (CTCAE-Grad 3 und CTCAE-Grad 4)
        • erhöhte Amylasewerte (CTCAE-Grad 3)
        • Obstipation
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • chronische GvHD (REACH3)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • erhöhte Alanin-Aminotransferase-Werte (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • erhöhte Aspartat-Aminotransferase-Werte (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • erhöhte Alanin-Aminotransferase-Werte (CTCAE-Grad 3)
        • erhöhte Aspartat-Aminotransferase-Werte (CTCAE-Grad 3)
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • erhöhte Alanin-Aminotransferase-Werte (CTCAE-Grad 4)
        • erhöhte Aspartat-Aminotransferase-Werte (CTCAE-Grad 4)
    • chronische GvHD (pädiatrischer Pool)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • erhöhte Alanin-Aminotransferase-Werte (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • erhöhte Alanin-Aminotransferase-Werte (CTCAE-Grad 3)
        • erhöhte Aspartat-Aminotransferase-Werte (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
        • erhöhte Aspartat-Aminotransferase-Werte (CTCAE-Grad 3)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • erhöhte Alanin-Aminotransferase-Werte (CTCAE-Grad 4)
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • chronische GvHD (REACH3)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • erhöhte Kreatinphosphokinasewerte im Blut (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • erhöhte Kreatinphosphokinasewerte im Blut (CTCAE-Grad 3 und CTCAE-Grad 4)
    • chronische GvHD (pädiatrischer Pool)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • erhöhte Kreatinphosphokinasewerte im Blut (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • chronische GvHD (REACH3)
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • erhöhte Kreatininwerte im Blut (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • erhöhte Kreatininwerte im Blut (CTCAE-Grad 3)
    • chronische GvHD (pädiatrischer Pool)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • erhöhte Kreatininwerte im Blut (Häufigkeit beruht auf neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Abweichungen bei Laboruntersuchungen im Vergleich zum Ausgangswert)

Legende:

  • *: Common Terminology Criteria for Adverse Events (CTCAE) Version 4.03

Anwendungshinweise

  • oral mit oder ohne Nahrung einnehmen
  • vor Verabreichung der ersten Dosis: Erklärung von einer medizinischen Fachperson, wie die verschriebene tägliche Dosis der Lösung zu verabreichen ist
  • Einnahme jeden Tag zum gleichen Zeitpunkt
  • zur Sicherstellung, dass das Arzneimittel vollständig geschluckt wurde, kann nach der Einnahme der Lösung Wasser getrunken werden
  • Gabe der Lösung über eine nasogastrale oder gastrale Ernährungssonde möglich (4 Charrière oder größer; max. 125 cm lang)
    • Sonde unmittelbar nach Verabreichung der Lösung zum Einnehmen mit Wasser spülen
  • weitere Hinweise s. Fachinformation

Stillzeithinweise

Ruxolitinib - intraoral
  • kontraindiziert während der Stillzeit
    • deswegen sollte das Stillen mit Behandlungsbeginn beendet werden
  • nicht bekannt, ob Ruxolitinib und / oder seine Metabolite in die Muttermilch übergehen
  • Risiko für das gestillte Kind kann nicht ausgeschlossen werden
  • verfügbare pharmakodynamische / toxikologische Daten aus Tierversuchen haben eine Ausscheidung von Ruxolitinib und seiner Metaboliten in die Muttermilch gezeigt

Schwangerschaftshinweise

Ruxolitinib - intraoral
  • als Vorsichtsmaßnahme ist die Anwendung kontraindiziert während der Schwangerschaft
  • bisher keine Erfahrungen mit der Anwendung bei Schwangeren vorliegend
  • tierexperimentelle Studien
    • es hat sich gezeigt, dass Ruxolitinib embryotoxisch und fetotoxisch ist
      • an Ratten und Kaninchen wurde keine Teratogenität festgestellt
      • jedoch war die Expositionsspanne im Vergleich zur höchsten klinischen Dosis gering und aus diesem Grund sind die Ergebnisse von eingeschränkter Bedeutung für den Menschen
  • potenzielles Risiko für den Menschen nicht bekannt
  • Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden
    • falls eine Schwangerschaft während der Behandlung auftritt, muss eine individuelle Risiko-Nutzen-Bewertung vorgenommen werden und eine sorgfältige Beratung hinsichtlich des potenziellen Risikos für das ungeborene Kind erfolgen
  • Fertilität
    • keine Informationen hinsichtlich der Wirkung von Ruxolitinib auf die Fertilität beim Menschen vorliegend
    • tierexperimentelle Studien
      • keine Auswirkungen auf die Fertilität beobachtet

Warnhinweise

Ruxolitinib - intraoral
  • Myelosupression
    • Behandlung mit Ruxolitinib kann hämatologische Nebenwirkungen, einschließlich Thrombozytopenie, Anämie und Neutropenie, verursachen
    • vor Einleitung der Therapie muss eine Bestimmung des großen Blutbildes, einschließlich eines Differentialblutbildes der weißen Blutkörperchen, durchgeführt werden
    • eine Thrombozytopenie ist im Allgemeinen reversibel und wird generell durch eine Reduzierung der Dosis oder ein vorübergehendes Absetzen von Ruxolitinib gehandhabt
      • allerdings können Thrombozytentransfusionen, falls klinisch angezeigt, erforderlich sein
    • Patienten, die eine Anämie entwickeln
      • benötigen gegebenenfalls Bluttransfusionen
      • Erwägung einer Dosisanpassung oder Behandlungsunterbrechung kann erforderlich sein
    • Patienten mit einem Hämoglobin-Wert unter 10,0 g/dl zu Beginn der Behandlung
      • haben im Vergleich zu Patienten mit einem höheren Hämoglobin-Ausgangswert ein höheres Risiko, einen Hämoglobin-Wert unter 8,0 g/dl während der Behandlung zu entwickeln (79,3% gegenüber 30,1%)
      • häufigere Überwachung der hämatologischen Parameter und der klinischen Anzeichen und Symptome von Nebenwirkungen, die mit Ruxolitinib im Zusammenhang stehen, empfohlen
    • eine Neutropenie (absolute Neutrophilenzahl < 0,5 x 109/l) war im Allgemeinen reversibel und wurde durch ein vorübergehendes Absetzen gehandhabt
    • das große Blutbild sollte, wie klinisch angezeigt, überwacht und die Dosis nach Bedarf entsprechend angepasst werden
  • Infektionen
    • schwerwiegende bakterielle, mykobakterielle, fungale, virale und andere opportunistische Infektionen bei Patienten aufgetreten
    • Patienten hinsichtlich des Risikos der Entwicklung schwerwiegender Infektionen untersuchen
    • Patienten sorgfältig auf Anzeichen oder Symptome von Infektionen beobachten
      • unverzüglich entsprechende Behandlungsmaßnahmen einleiten
    • mit Ruxolitinib-Therapie sollte erst nach Abklingen aktiver schwerwiegender Infektionen begonnen werden
    • Tuberkulose
      • bei Patienten, die Ruxolitinib erhielten, Tuberkulose beobachtet
      • vor Behandlungsbeginn sollten die Patienten entsprechend der lokalen Empfehlungen auf eine aktive oder inaktive („latente") Tuberkulose untersucht werden
        • kann ggf. die Anamnese, mögliche frühere Kontakte mit einer Tuberkulose und / oder geeignete Untersuchungen wie Röntgenaufnahmen der Lunge, Tuberkulin-Test und / oder einen Interferon-Gamma-Release-Assay beeinhalten
      • verordnende Ärzte werden auf das Risiko falsch-negativer Ergebnisse von Tuberkulin-Hauttests, vor allem bei schwerkranken Patienten oder bei Patienten mit beeinträchtigtem Immunsystem, hingewiesen
    • Hepatitis B
      • Anstiege der Hepatitis-B-Viruslast (HBV-DNA-Titer), mit und ohne assoziierter Erhöhungen der Alanin-Aminotransferase und Aspartat-Aminotransferase, bei Patienten mit chronischen HBV-Infektionen, die mit Ruxolitinib behandelt wurden, berichtet
      • empfohlen, vor Beginn der Behandlung ein HBV-Screening durchzuführen
      • Patienten mit chronischer HBV-Infektion sollten den klinischen Leitlinien entsprechend behandelt und überwacht werden
  • Herpes zoster
    • Patienten über frühe Anzeichen und Symptome einer Herpes-zoster-Infektion aufklären und anraten, sich umgehend behandeln zu lassen
  • Progressive multifokale Leukenzephalopathie
    • Progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML) bei der Behandlung mit Ruxolitinib berichtet
    • Ärzte sollten besonders auf Symptome achten, die auf eine PML hinweisen, welche Patienten nicht wahrnehmen könnten (z.B. kognitive, neurologische oder psychiatrische Symptome oder Anzeichen)
    • Patienten sollten auf jegliche dieser neuen oder sich verschlechternden Symptome oder Anzeichen überwacht werden und falls solche Symptome / Anzeichen auftreten, sollte eine Überweisung an einen Neurologen und geeignete diagnostische Maßnahmen für PML in Erwägung gezogen werden
    • sollte der Verdacht einer PML bestehen, muss die weitere Einnahme von Ruxolitinib unterbrochen werden, bis eine PML ausgeschlossen wurde
  • Lipidanomalien / -erhöhungen
    • Behandlung mit Ruxolitinib mit Anstiegen der Lipidparameter, einschließlich Gesamtcholesterin, HDL(high-density lipoprotein)-Cholesterin, LDL(low-density lipoprotein)-Cholesterin und Triglyceriden, in Verbindung gebracht
    • Überwachung der Serumlipide und Behandlung von Dyslipidämie gemäß klinischer Leitlinien empfohlen
  • schwerwiegende unerwünschte kardiovaskuläre Ereignisse (MACE)
    • in einer großen randomisierten, aktiv kontrollierten Studie zu Tofacitinib (einem anderen JAK-Inhibitor) bei Patienten mit rheumatoider Arthritis ab 50 Jahren mit mindestens einem zusätzlichen kardiovaskulären Risikofaktor wurde unter Tofacitinib im Vergleich zu Tumornekrosefaktor(TNF)-Inhibitoren eine höhere Rate an MACE, definiert als kardiovaskulärer Tod, nicht tödlicher Myokardinfarkt (MI) und nicht tödlicher Schlaganfall, beobachtet
    • bei Patienten, die Ruxolitinib erhielten, wurde über MACE berichtet
    • vor der Einleitung oder Fortsetzung einer Therapie mit Ruxolitinib sollten Nutzen und Risiken für den Patienten individuell abgewogen werden, insbesondere bei
      • Patienten ab 65 Jahren
      • Rauchern oder ehemaligen Langzeitrauchern
      • Patienten mit einer atherosklerotischen Herz-Kreislauf-Erkrankung in der Vorgeschichte oder anderen kardiovaskulären Risikofaktoren
  • Thrombose
    • in einer großen randomisierten, aktiv kontrollierten Studie zu Tofacitinib (einem anderen JAK-Inhibitor) bei Patienten mit rheumatoider Arthritis ab 50 Jahren mit mindestens einem zusätzlichen kardiovaskulären Risikofaktor wurde unter Tofacitinib im Vergleich zu TNF-Inhibitoren eine dosisabhängig höhere Rate venöser thromboembolischer Ereignisse (VTE), einschließlich tiefer Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE), beobachtet
    • bei Patienten, die Ruxolitinib erhielten, wurde über tiefe Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE) berichtet
    • bei Patienten mit MF und PV, die in klinischen Studien mit Ruxolitinib behandelt wurden, waren die Raten für thromboembolische Ereignisse bei den mit Ruxolitinib und in der Kontrollgruppe behandelten Patienten ähnlich
    • vor der Einleitung oder Fortsetzung einer Therapie mit Ruxolitinib sollten Nutzen und Risiken für den Patienten individuell abgewogen werden, insbesondere bei Patienten mit kardiovaskulären Risikofaktoren (siehe auch Abschnitt „schwerwiegende unerwünschte kardiovaskuläre Ereignisse (MACE)")
    • Patienten mit Symptomen einer Thrombose sollten umgehend untersucht und entsprechend behandelt werden
  • sekundäre primäre Malignome
    • in einer großen randomisierten, aktiv kontrollierten Studie zu Tofacitinib (einem anderen JAK-Inhibitor) bei Patienten mit rheumatoider Arthritis ab 50 Jahren mit mindestens einem zusätzlichen kardiovaskulären Risikofaktor wurde unter Tofacitinib im Vergleich zu TNF-Inhibitoren eine höhere Rate an Malignomen, insbesondere Lungenkrebs, Lymphomen und nicht-melanozytärem Hautkrebs (NMSC), beobachtet
    • bei Patienten, die JAK-Inhibitoren, einschließlich Ruxolitinib, erhielten, wurde über Lymphome und andere Malignome berichtet
    • nicht-melanozytäre Hautkrebserkrankungen (NMSC), einschließlich Basalzell-, Plattenepithel- und Merkelzellkarzinom, wurden bei mit Ruxolitinib behandelten Patienten berichtet
    • Patienten mit erhöhtem Hautkrebsrisiko
      • regelmäßige Hautuntersuchung empfohlen
  • Nierenfunktionsstörung
    • bei GvHD-Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung sollte die Anfangsdosis von Ruxolitinib um etwa 50% verringert werden
  • Leberfunktionsstörung
    • bei GvHD-Patienten mit Leberfunktionsstörung ohne Bezug zur GvHD sollte die Anfangsdosis um etwa 50% verringert werden
    • bei Patienten, bei denen eine Leberfunktionsstörung festgestellt wird, während sie Ruxolitinib erhalten, sollte wenigstens alle ein bis zwei Wochen innerhalb der ersten 6 Behandlungswochen nach Beginn der Therapie mit Ruxolitinib und nach Stabilisierung der Leberfunktion und der Blutwerte, wie klinisch angezeigt, ein großes Blutbild, einschließlich eines Differentialblutbildes der weißen Blutkörperchen, gemacht werden
  • Wechselwirkungen
    • wenn Ruxolitinib zusammen mit starken CYP3A4-Inhibitoren oder dualen Inhibitoren von CYP3A4- und CYP2C9-Enzymen (z. B. Fluconazol) verabreicht wird, sollte die Einzeldosis von Ruxolitinib, die zweimal täglich gegeben wird, um etwa 50 % verringert werden
    • während der Behandlung mit starken CYP3A4-Inhibitoren oder dualen Inhibitoren von CYP2C9- und CYP3A4-Enzymen
      • wird eine häufigere Überwachung (z. B. zweimal wöchentlich) der hämatologischen Parameter sowie der klinischen Anzeichen und Symptome von Nebenwirkungen, die mit Ruxolitinib im Zusammenhang stehen, empfohlen
    • gleichzeitige Anwendung mit zytoreduktiven Therapien war mit kontrollierbaren Zytopenien verbunden