Jarsin 450 mg Filmtabletten
MCM KLOSTERFRAU Vertr. GmbH
Wirkstoff: Johanniskraut →
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 60 ST | 31,90 € |
| N3 | 100 ST | 48,40 € |
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Indikation
- Behandlung leichter depressiver Episoden
Dosierung
- leichte depressive Episoden
- Erwachsene und Heranwachsende >/= 12 Jahre
- 1 Tablette (450 mg) 2mal / Tag
- Anwendungsdauer
- erfahrungsgemäß Einnahmedauer von 4 - 6 Wochen bis zur deutlichen Besserung der Symptome erforderlich
- wenn jedoch Krankheitssymptome > 4 Wochen bestehen bleiben oder sich trotz vorschriftsmässiger Dosierung verstärken: erneut Arzt aufsuchen
- Erwachsene und Heranwachsende >/= 12 Jahre
Kontraindikationen
Johanniskraut - peroral
- Überempfindlichkeit gegenüber Johanniskraut
- Anwendung mit folgenden Arzneimitteln
- Immunsuppressiva zur innerlichen Anwendung z. B.
- Ciclosporin
- Tacrolimus
- Everolimus
- Sirolimus
- Anti-HIV-Arzneimittel, z. B.
- Proteinase-Inhibitoren wie: Indinavir
- Amprenavir
- Fosamprenavir
- Efavirenz
- Non-Nucleosid-Reverse-Transcriptase- Inhibitoren wie: Nevirapin
- Zytostatika, z. B.
- Imatinib
- Proteinkinaseinhibitoren wie: Irinotecan
- Vinca-Alkaloide
- Taxane
- Etoposid
- Cyclophosphamid
- Antikoagulantien vom Cumarin-Typ, z. B.
- Phenprocoumon
- Warfarin
- Proteaseinhibitoren zur Behandlung von Hepatitis-C-Virus (HCV)-Infektionen, z. B.
- Telaprevir
- Antidepressiva (wegen des möglichen Auftretens pharmakokinetischer oder pharmakodynamischerWechselwirkungen)
- hormonelle Kontrazeptiva
- Immunsuppressiva zur innerlichen Anwendung z. B.
- bekannte Lichtüberempfindlichkeit der Haut
- Krankheiten oder Behandlungen, die eine Überempfindlichkeit der Haut gegenüber Licht zur Folge haben (z. B. kutane Porphyrie, PUVA)
- schwere depressive Episoden
- Schwangerschaft
- Stillzeit
- Kinder < 12 Jahre
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Johanniskraut - peroral
- Erkrankungen des Nervensystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Müdigkeit
- Unruhe
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Magen-Darm-Beschwerden
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- durch Photosensibilisierung, vor allem bei hellhäutigen Personen, die intensiver UV-Bestrahlung (Sonne, Solarium) ausgesetzt waren kann es zu folgendem kommen
- sonnenbrandähnliche Reaktionen
- Missempfindungen wie
- Kribbeln
- Schmerz- und Kälteempfindlichkeit
- Brennen
- durch Photosensibilisierung, vor allem bei hellhäutigen Personen, die intensiver UV-Bestrahlung (Sonne, Solarium) ausgesetzt waren kann es zu folgendem kommen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- allergische Reaktionen z. B.
- Hautrötung
- Hautschwellung
- Juckreiz
- allergische Reaktionen z. B.
- ohne Häufigkeitsangabe
- allergische Exantheme
- Parästhesien
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Untersuchungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erhöhungen der Leberwerte
- ohne Häufigkeitsangabe
Anwendungshinweise
- Tabletten mit etwas Flüssigkeit unzerkaut zu den Mahlzeiten einnehmen
Stillzeithinweise
Johanniskraut - peroral
- Johanniskraut darf in der Stillzeit nicht angewendet werden
- Risiko für Neugeborenes kann nicht ausgeschlossen werden
- bisher liegen - insbesondere hinsichtlich des hohen Interaktionspotentials - keine Erfahrungen über die Anwendung von Johanniskraut in der Stillzeit vor
- nicht bekannt, ob arzneilich wirksame Bestandteile oder ihre Metaboliten in die Muttermilch übergehen
- Untersuchungen mit anderen Johanniskrautextrakten zeigten Akkumulation von Hypericin in der Milch von Ratten, wobei die Milchkonzentration ein Mehrfaches der maternalen Plasmakonzentrationen erreichen konnte
Schwangerschaftshinweise
Johanniskraut - peroral
- Johanniskraut darf in der Schwangerschaft nicht angewendet werden
- potentielles Risiko für den Menschen ist unbekannt
- keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen über die Anwendung von Johanniskraut in der Schwangerschaft
- Frauen im gebärfähigen Alter
- müssen während und bis mindestens zwei Wochen nach der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden (Frauen, die hormonelle Empfängnisverhütungsmittel anwenden, sollten zusätzliche Maßnahmen ergreifen)
- tierexperimentelle Studien
- es liegen keine ausreichenden tierexperimentellen Studien in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität vor
- zeigen mehrdeutige Resultate
- Fertilität
- es liegen keine Untersuchungen zur Beeinflussung der Fertilität vor
Warnhinweise
Johanniskraut - peroral
- Wechselwirkungen
- können Elimination anderer Arzneistoffe beschleunigen und dadurch Wirksamkeit dieser anderen Wirkstoffe herabsetzen
- können die Aktivität von Cytochrom P450 (CYP)-3A4,CYP2C9, CYP2C19 sowie P-Glykoprotein induzieren
- hierdurch kann die Wirksamkeit von gleichzeitig angewendeten Wirkstoffen, die über diese Leberenzyme metabolisiert oder von P-Glykoprotein transportiert werden, abgeschwächt sein
- können Konzentration von Serotonin in bestimmten Strukturen des Zentralnervensystems heraufsetzen, sodass dieser Neurotransmitter u. U. toxische Konzentrationen erreicht, insbesondere bei Kombination mit anderen Antidepressiva vom Typ SRI der SSRI
- eine gleichzeitige Anwendung sollte nur nach sorgfältiger Nutzen/Risiko-Abwägung erfolgen
- wegen des möglichen Auftretens eines Serotoninsyndroms mit
- Übelkeit
- Erbrechen
- Angst
- Ruhelosigkeit
- Verwirrtheit
- wegen des möglichen Auftretens eines Serotoninsyndroms mit
- eine gleichzeitige Anwendung sollte nur nach sorgfältiger Nutzen/Risiko-Abwägung erfolgen
- bei Patienten, die nachfolgende Arzneimittel einnehmen, sollten zu Beginn und nach Beendigung der Einnahme von Johanniskraut geeignete Therapiekontrollen (z. B. Bestimmung der Konzentration dieser Arzneimittel im Plasma oder Vollblut) durchgeführt werden
- vor Anwendung eines Hypericum-Präparates sind die Art der Interaktion und die Konsequenzen wie folgt zu bedenken
- bei gleichzeitiger Verabreichung mit Antikoagulantien vom Cumarin-Typ sollten die Blutgerinnungswerte regelmäßig kontrolliert werden
- pharmakokinetisch-antagonistische Wechselwirkung mit verminderter Wirkung von
- Digoxin
- Simvastatin
- Amitryptilin
- Fexofenadin
- Benzodiazepine
- Methadon
- Finasterid
- hormonelle Kontrazeptiva
- Theophyllin
- Ivabradin
- evtl. nach Maßgabe des klinischen Effektes höher dosieren
- Verapamil
- Simvastatin
- Midazolam
- pharmakodynamisch-synergistische Wechselwirkung in Wirkungsverstärkung
- Antidepressiva vom SRI- bzw. SSRI-Typ wie
- Paroxetin
- Sertralin
- Nefazodon
- Buspiron
- Triptane
- Trazodon
- Antidepressiva vom SRI- bzw. SSRI-Typ wie
- Arzt informieren
- wenn Patient Johanniskraut anwendet und ein weiteres Arzneimittel verordnet bekommt
- wenn die Patienten selbst ein anderes Arzneimittel zusätzlich einnehmen wollen
- Hinweise im Abschnitt Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen" beachten
- bei fortdauernden Krankheitssymptomen oder beim Auftreten anderer als der in der Packungsbeilage erwähnten Nebenwirkungen einen Arzt oder eine andere in einem Heilberuf qualifizierte Person konsultieren
- Frauen im gebährfähigen Alter
- die keine Verhütungsmaßnahmen treffen, vor Einnahme
- Leberwerte
- bei eingeschränkter Leberfunktion bzw. erhöhten Leberwerten, Johanniskraut nur nach Rücksprache mit dem Arzt einnehmen
- hormonelle Kontrazeptiva
- bei Frauen, die hormonelle Kontrazeptiva anwenden und gleichzeitig Johanniskraut einnehmen, können Zwischenblutungen als Folge einer Wechselwirkung auftreten
- Sicherheit der hormonellen Empfängnisverhütung kann herabgesetzt sein
- zusätzliche empfängnisverhütende Maßnahmen sollten ergriffen werden
- operative Eingriffe mit Voll- oder Teilnarkose
- vor geplanten operativen Eingriffen mit Voll- oder Teilnarkose sollten mögliche Wechselwirkungen mit verwendeten Präparaten identifiziert werden
- falls erforderlich sollte Johanniskraut abgesetzt werden
- nach dem Absetzen normalisieren sich die veränderten Enzymaktivitäten innerhalb 1 Woche
- UV-Strahlen
- während der Anwendung von Johanniskraut muss übermäßige Exposition an UV-Strahlen vermieden werden (lange Sonnenbäder, Höhensonne, Solarien)
- Kinder
- < 12 Jahren
- aufgrund nicht ausreichender Daten darf Johanniskraut bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden
- 12 - 18 Jahre
- Präparat wählen das für diese Altergruppe zugelassen ist (siehe Herstellerinformation)
- < 12 Jahren