JELLIN NEOMYCIN

Teofarma s.r.l.
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Fluocinolon/Neomycin →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N2 50 G 46,97 €
15 G 23,53 €

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Fachinformationen

Indikation

  • entzündliche Hauterkrankungen, die einer Behandlung mit einem stark wirksamen Glukokortikoid bedürfen, bei gleichzeitiger Superinfektion mit Neomycin-empfindlichen Erregern
  • Hinweise:
    • Salbe vorzugsweise bei chronischen und trockenen Hautprozessen geeignet

Dosierung

Basiseinheit: 1 g Creme enthält 0,25 mg Fluocinolonacetonid und 4,52 mg Neomycin-Sulfat (entsprechend 3,5 mg Neomycin bzw. 3.500 I.E.)

  • entzündliche Hauterkrankungen, die einer Behandlung mit einem stark wirksamen Glucocorticoid bedürfen, bei gleichzeitiger Superinfektion mit neomycinempfindlichen Erregern
    • 1 - 2 mal / Tag
    • max. Tagesdosis: 12 - 16 g Salbe
  • Behandlungsdauer:
    • richtet sich nach dem Therapieerfolg
    • in der Regel nicht mehr als 4 - 8 Tage
    • nach ausreichender therapeutischer Wirkung Umstellung auf antibiotikafreies Monopräparat
    • wenn längere Behandlung erforderlich
      • Zustand des Patienten ärztlich überprüfen
      • auf Zeichen einer Veränderung des Plasma-Cortisol-Spiegels achten
      • über eine Fortsetzung bzw. Wiederholungsbehandlung entscheiden
  • Säuglinge, Kleinkinder und Kinder
    • keine spezielle pädiatrische Studien durchgeführt
    • Hinweise
      • Kinder können empfindlicher für eine Aufnahme des Wirkstoffes in den Körper sein als Erwachsene (bei äußerlicher Anwendung)
      • den von Erwachsenen abweichenden Körperoberfläche/Volumen Quotient beachten
    • Anwendung über einen möglichst kurzen Behandlungszeitraum bei geringst möglicher Dosierung, die noch Wirksamkeit gewährleistet
    • Anwendung nur kurzzeitig (4 bis 8 Tage) und kleinflächig (höchstens 10 % der Körperoberfläche)

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile
  • bei tuberkulösen und syphilitischen Hauterkrankungen
  • bei Vakzinationsreaktionen
  • bei rosazeaartiger Dermatitis
  • bei Rosazea
  • bei Akne
  • bei Hauterkrankungen, die primär durch Bakterien, Pilze oder Viren verursacht sind
  • in der Schwangerschaft und in der Stillzeit
  • am Auge
  • in Form von Okklusivverbänden
  • auf großflächigen Hautpartien (über 20 % der Körperoberfläche)
  • über einen längeren Zeitraum
  • bei gleichzeitiger systemischer Anwendung von Aminoglykosid-Antibiotika
  • bei eingeschränkter Nierenfunktion (Gefahr toxischer Blutspiegel)
  • im Gehörgang
  • bei Säuglingen und Kleinkindern bis einschließlich 3 Jahre

Nebenwirkungen

  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • örtlich begrenzte Nebenwirkungen, wie z.B. Rötung, kontaktallergische Reaktionen, Hautirritationen, Brennen, Juckreiz, Trockenheit oder Überempfindlichkeitsreaktionen gegen einen der Inhaltsstoffe, insbesondere zu Beginn der Behandlung
      • bei äußerlicher Anwendung von auf großflächigen Hautpartien (über 20 % der Körperoberfläche) oder über längere Zeit (länger als 2 bis 3 Wochen) sind folgende örtliche Nebenwirkungen beschrieben worden:
        • Hautatrophie, insbesondere bei der Anwendung im Gesicht, Genitalbereich oder in Hautfalten
        • Striae distensae
        • Teleangiektasien
        • Purpura
        • Abnahme der Hautpigmentierung
        • Akne
        • Irritationen
        • periorale Dermatitis
        • rosazeaartige Dermatitis
        • Kontaktdermatitis (ausgelöst durch z.B. Neomycin, sehr selten durch Fluocinolonacetonid)
        • Mazeration der Haut
        • Follikulitis
        • Hypertrichosis
        • Miliaria
  • endokrine Erkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • bei Anwendung auf großflächigen Hautpartien (über 20 % der Körperoberfläche) und/oder über einen längeren Zeitraum sind folgende systemische Störungen möglich:
        • Unterdrückung der endogenen Corticosteroid-Synthese
        • Hypercortisolismus mit Ödemen
        • Manifestation eines latenten Diabetes Mellitus
  • Augenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • verschwommenes Sehen
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Osteoporose
      • Kinder sind aufgrund des größeren Verhältnisses Hautoberfläche zu Körpergewicht für eine glucocorticoidinduzierte suppressive Wirkung auf die Hypothalamus-Hypophysen-Nebenniere-Achse und für exogene Corticosteroid-Effekte empfänglicher als erwachsene Patienten
      • bei Kindern, die Corticosteroide äußerlich verabreicht bekamen, wurden eine Suppression der Hypothalamus-Hypophysen-Nebenniere-Achse, Cushing-Syndrom, Wachstumsverzögerung, verminderte Gewichtszunahme und Hirndrucksteigerung (intrakranielle Hypertension) beobachtet
      • die Suppression der Hypothalamus-Hypophysen-Nebenniere-Achse äußert sich bei Kindern durch einen niedrigen Plasma-Cortisol-Spiegel und das fehlende Ansprechen auf eine ACTH-Stimulation
      • die Hirndrucksteigerung äußert sich durch eine Vorwölbung der Fontanelle, Kopfschmerzen und eine beidseitige Schwellung des Sehnervs (bilaterales Papillenödem)
      • auch nach topischer Anwendung von Neomycin kann es gelegentlich zu otovestibularen und nephrotoxischen Erscheinungen kommen, insbesondere bei wiederholter Anwendung auf großflächigen Wunden

Anwendungshinweise

  • auf die erkrankten Hautpartien dünn auftragen und leicht einmassieren
  • nicht am Auge, im Gehörgang und als Okklusivverband anwenden
  • nicht grossflächig (über 20% der Körperoberfläche bei Erwachsenen und 10% der Körperoberfläche bei Kindern) anwenden

Stillzeithinweise

  • kontraindiziert
    • nicht bekannt, ob Neomycin in die Muttermilch übergeht
    • keine Daten zum Übertritt von Fluocinolonacetonid in die Muttermilch vorliegend
    • andere Glucocorticoide gehen in die Muttermilch über

Schwangerschaftshinweise

  • kontraindiziert
  • keine hinreichenden Daten für die Verwendung des Arzneimittels vorliegend
  • ist eine Anwendung von Glucocorticoiden in der Schwangerschaft zwingend notwendig, sind Substanzen wie Hydrocortison, Prednison oder Prednisolon anzuwenden, da diese Substanzen durch das Enzym 11-ß-HSD in der Plazenta zu inaktiven Formen metabolisiert werden und die Plazenta deshalb bei diesen Stoffen einen wirksameren Schutz darstellt als bei den meisten synthetischen Glucocorticoiden
  • weitere Hinweise s. Fachinformation

Warnhinweise

  • bei Patienten, bei denen eine systemische Corticoid-Behandlung kontraindiziert ist oder mit besonderer Vorsicht gehandhabt werden muss, muss eine langzeitige und großflächige Behandlung, besonders unter Okklusion, möglichst vermieden werden, zumindest aber unter Kautelen einer systemischen Corticoid-Therapie erfolgen
  • bei der Behandlung akut entzündeter Hautflächen sind Störungen der Wundheilung durch Hemmung der Epithelproliferation möglich
  • Neomycin:
    • äußerliche Anwendung bei Hautinfektionen: Gefahr allergischer Reaktionen, die sich u.a. durch Rötung, Bläschen über das Kontaktareal hinaus (sog. Streureaktionen) manifestieren können
    • bei Männern: negative Effekte auf die Entwicklung der Spermien in Form einer Reduzierung der Spermienkonzentration und Spermienanzahl sowie einer verminderten Beweglichkeit der Spermien
  • Kinder
    • Kinder sind aufgrund des größeren Verhältnisses Hautoberfläche zu Körpergewicht für eine glucocorticoidinduzierte suppressive Wirkung auf die Hypothalamus-Hypophysen-Nebenniere-Achse und für exogene Corticosteroid-Effekte empfänglicher als erwachsene Patienten
    • bei Kindern, die Corticosteroide äußerlich verabreicht bekamen, wurden eine Suppression der Hypothalamus-Hypophysen-Nebenniere-Achse, Cushing-Syndrom, Wachstumsverzögerung, verminderte Gewichtszunahme und Hirndrucksteigerung (intrakranielle Hypertension) beobachtet
    • die Suppression der Hypothalamus-Hypophysen-Nebenniere-Achse äußert sich bei Kindern durch einen niedrigen Plasma-Cortisol-Spiegel und das fehlende Ansprechen auf eine ACTH-Stimulation
    • die Hirndrucksteigerung äußert sich durch eine Vorwölbung der Fontanelle, Kopfschmerzen und eine beidseitige Schwellung des Sehnervs (bilaterales Papillenödem)
  • Propylenglycol kann Hautreizungen hervorrufen
  • Wollwachs kann örtlich begrenzte Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen
  • Sehstörung
    • bei der systemischen und topischen Anwendung von Corticosteroiden können Sehstörungen auftreten
    • bei Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen: Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen in Erwägung ziehen; diese umfassen unter anderem Katarakt, Glaukom oder seltene Erkrankungen, wie z. B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC), die nach der Anwendung systemischer oder topischer Corticosteroide gemeldet wurden