KALIUMCHLORID 7.45% MPC 20ML DE
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 20X20 ML | 27,66 € |
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Indikation
- Kaliummangel, insbesondere bei hypochlorämischer Alkalose
- Kalium-Supplementierung im Rahmen einer parenteralen Ernährung
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Konzentrat enthält 0,0745 g Kaliumchlorid, entsprechend 1 mmol K+ und 1 mmol Cl-
- Kaliummangel, insbesondere bei hypochlorämischer Alkalose
- Dosierung entsprechend den aktuellen Elektrolyt-Konzentrationen im Serum, dem Säure-Basen-Status und dem individuellen Bedarf des Patienten anpassen
- Erwachsene und ältere Patienten
- mittelschwerer, asymptomatischer Kaliummangel
- Berechnung der zur Korrektur des Mangels und zur Erhaltungstherapie erforderlichen Kaliummenge:
- K+erforderlich (mmol) = kg KG x 0,2 x 2 x (4,5 mmol / l - Serumkalium, aktuell); (extrazelluläres Volumen errechnet sich aus KG in kg x 0,2)
- max. Infusionsgeschwindigkeit
- bis zu 10 mmol Kalium / Stunde (entsprechend 0,15 mmol Kalium / kg KG / Stunde
- Berechnung der zur Korrektur des Mangels und zur Erhaltungstherapie erforderlichen Kaliummenge:
- schwerer, symptomatischer Kaliummangel (Serum-Kaliumspiegel < 2,5 mmol / l)
- max. Tagesdosis: 2 - 3 mmol Kalium / kg KG
- max. Infusionsgeschwindigkeit
- bis zu 20 mmol Kalium / Stunde (entsprechend 0,3 mmol Kalium / kg KG / Stunde)
- Serumspiegel < 2mmol / l und durchgehende EKG-Überwachung gewährleistet
- bis zu 40 mmol / Stunde
- mittelschwerer, asymptomatischer Kaliummangel
- Kinder
- max. Tagesdosis
- richtet sich nach dem Schweregrad des Kaliummangels und dem Gesamtzustand des einzelnen Patienten
- überschreitet unter Umständen die im Rahmen einer parenteralen Ernährung verabreichte Menge an Kalium (siehe Abschnitt „Kalium-Supplementierung im Rahmen einer parenteralen Ernährung" unten)
- max. Infusionsgeschwindigkeit
- 1 mmol Kalium / kg KG / Stunde
- dabei 20 mmol Kalium / Stunde nicht überschreiten
- max. Tagesdosis
- Kalium-Supplementierung im Rahmen einer parenteralen Ernährung
- Dosierung entsprechend den aktuellen Elektrolyt-Konzentrationen im Serum, dem Säure-Basen-Status und dem individuellen Bedarf des Patienten anpassen
- Erwachsene und ältere Patienten
- täglicher Kaliumbedarf: 1 - 1,5 mmol / kg KG
- Verabreichungsgeschwindigkeit
- </= 10 mmol Kalium / Stunde (entsprechend 0,15 mmol Kalium / kg KG / Stunde)
- Kinder
- max. Tagesdosis (in mmol Kalium / kg KG)
- reife Neugeborene
- 1. Lebenswoche: 0 - 2,0
- 1. Lebensmonat vor stabilem Wachstum: 1,0 - 3,0
- 1. Lebensmonat bei stabilem Wachstum: 1,5 - 3,0
- Frühgeborene
- 1. Lebenswoche: 0 - 2,0
- 1. Lebensmonat vor stabilem Wachstum:
- < 1500 g: 1,0 - 2,0
- > 1500 g: 1,0 - 3,0
- 1. Lebensmonat bei stabilem Wachstum: 2,0 - 5,0
- Kinder und Säuglinge nach 1. Lebensmonat: nicht > 3
- reife Neugeborene
- max. Tagesdosis (in mmol Kalium / kg KG)
Dosisanpassung
- Veränderungen des SäureSäure-Basen-Haushalts beeinflussen die Plasmakonzentrationen
- Kompensation einer Ketoazidose bei Diabetikern und bei Gabe von Glucose / Insulin
- Kaliumbedarf erhöht
Kontraindikationen
Kaliumchlorid - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Kaliumchlorid
- Hyperkaliämie (Ausnahme: Diabetisches Koma)
- Hyperchlorämie
- Erkrankungen, die häufig mit einer Hyperkaliämie einhergehen, wie
- Dehydratation
- eingeschränkte exkretorische Nierenfunktion
- Morbus Addison
- Adynamia episodica hereditaria (Gamstorp-Syndrom)
- Sichelzellenanämie
Nebenwirkungen
Kaliumchlorid - invasiv
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Azidose
- Hyperchlorämie
- Hyperkaliämie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Herzerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Herzrhythmusstörungen (bei zu schneller Infusion)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- ohne Häufigkeitsangabe
- Übelkeit
- ohne Häufigkeitsangabe
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gewebsnekrosen (bei paravenöser Applikation)
- ohne Häufigkeitsangabe
Hinweis
- Nebenwirkungen sind lediglich als Folge von absoluter oder relativer Überdosierung und/oder überhöhten Zufuhrraten zu erwarten
- entsprechen den Symptomen der Hyperkaliämie
- Häufigkeit ist dosisabhängig
Anwendungshinweise
- zur intravenösen Anwendung (nur verdünnt als Zusatz zu Infusionslösungen in einer Konzentration von max. 40 mmol Kalium / l anwenden)
- Kinder: 20 - 40 mmol KCl / l
- Serum-Kaliumspiegel bei Erwachsenen < 2 mmol / l: bis zu 80 mmol Kalium / l
- Infusion von Kalium im Rahmen einer Korrekturtherapie grundsätzlich nur mit Hilfe von Infusionspumpen
- Infusion von Kalium im Rahmen einer Korrekturtherapie grundsätzlich nur mit Hilfe von Infusionspumpen
- weitere Hinweise zur Verdünnung: siehe Fachinformation
Stillzeithinweise
Kaliumchlorid - invasiv
- zur Wirkung einer intravenösen Applikation von Kaliumchlorid während der Stillzeit liegen keine systematischen Studien vor
- daher Anwendung mit Vorsicht
- bei entsprechender Indikation keine weiteren Bedenken gegen eine Anwendung in der Stillzeit
Schwangerschaftshinweise
Kaliumchlorid - invasiv
- zur Wirkung einer intravenösen Applikation von Kaliumchlorid während der Schwangerschaft liegen keine systematischen Studien vor
- sollte während dieser Zeit nur mit Vorsicht verabreicht werden und nur, wenn es dringend erforderlich ist, und der mögliche Nutzen größer ist als die möglichen Gefahren für den Fetus
- bei entsprechender Indikation keine weiteren Bedenken gegen eine Anwendung in der Schwangerschaft
Warnhinweise
Kaliumchlorid - invasiv
- nur mit Vorsicht anwenden (relative Kontraindikation) bei
- Störungen der Nierenfunktion
- Hyperchlorämie
- kardialer Dekompensation
- gleichzeitiger Therapie mit kaliumsparenden Diuretika, Aldosteronantagonisten, ACE-Hemmern, potentiell nephrotoxischen Medikamenten (nicht-steroidale Antiphlogistika u.a.)
- Kontrollen des Serumionogramms und des Säuren-Basen-Haushalts erforderlich
- Gewebeschädigungen durch paravenöse Zufuhr
- auf streng intravenöse Anwendung besonders achten, da eine paravenöse Zufuhr höherkonzentrierter Kaliumlösungen zu Gewebeschädigungen in Form von Nekrosen führen kann
- Niereninsuffizienz
- bei Anzeichen einer Niereninsuffizienz sollte die intravenöse Zufuhr von kaliumhaltigen Infusionen abgebrochen werden
- EKG
- bei Störungen im Kaliumbestand (Hypo- oder Hyperkaliämie) finden sich typische Veränderungen im EKG
- jedoch keine lineare Beziehung zwischen EKG-Veränderungen und der Kaliumkonzentration im Blut