KANAMYCIN POS

URSAPHARM Arzneimittel GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Kanamycin →

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Fachinformationen

Indikation

  • lokale Therapie von bakteriellen Infektionen der Lid-, Binde- und Hornhaut durch Kanamycin-empfindliche Keime
  • bei Wunden des äußeren Auges, Verätzungen und Verletzungen und nach operativen Eingriffen

Dosierung

Basiseinheit: 1 ml Lösung enthält Kanamycinmonosulfat (Ph.Eur.) 6,2 mg (entspr. 5 mg Kanamycin)

  • lokale Therapie von bakteriellen Infektionen der Lid-, Binde- und Hornhaut durch Kanamycin-empfindliche Keime/bei Wunden des äußeren Auges, Verätzungen und Verletzungen und nach operativen Eingriffen
    • 1 Tropfen mehrmals / Tag (alle 2 - 3 Stunden) in den Bindehautsack eintropfen
    • Dauer der Anwendung
      • entscheidet der behandelnde Arzt
      • in Abständen, abhängig von der Schwere des Krankheitsbildes, soll die Wirksamkeit kontrolliert und über die Fortsetzung oder Änderung der Therapie entschieden werden
      • nach 5 - 7 Tagen ist die Infektion normalerweise abgeklungen
      • Behandlung dann noch zusätzlich für 2 - 3 Tage fortsetzen
      • nur in begründeten Fällen darf die Anwendungsdauer 14 Tage überschreiten
    • Kinder: keine Erfahrungen

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
  • mögliche Parallelallergie mit anderen Aminoglykosiden beachten

Nebenwirkungen

  • sehr selten: kleiner 1/10.000, einschließlich Einzelfälle
    • Überempfindlichkeitsreaktionen (Fieber, Pruritus, Exanthem, Eosinophilie, Angioödem, Kontaktdermatitis oder Urtikaria)
  • ohne Häufigkeitsangabe:
    • mögliches Wachstum von resistenten Erregern
    • bei längerem Gebrauch kann eine zusätzliche Infektion mit nicht-kanamycinempfindlichen Erregern auftreten

Anwendungshinweise

  • zum Eintropfen in den Bindehautsack
  • Kontakt des Tropfers mit Auge oder Gesichtshaut vermeiden
  • wenn andere topische Augenarzneimittel zur gleichen Zeit angewendet werden, sollte zwischen der Applikation ein zeitlicher Abstand von etwa 15 Minuten eingehalten werden

Stillzeithinweise

  • Kanamycin geht in die Muttermilch über
  • aufgrund der lokalen Anwendung am Auge ist jedoch mit einer geringen systemischen Verfügbarkeit zu rechnen
  • die orale Aufnahme von Kanamycin durch den Säugling ist zudem sehr gering
  • Anwendung während der Stillzeit möglich

Schwangerschaftshinweise

  • Kanamycin durchdringt die Plazentaschranke und erreicht im fetalen Gewebe und in der Amnionflüssigkeit messbare Konzentrationen
  • tierexperimentelle Studien haben Reproduktionstoxizität gezeigt
  • Kanamycin ist in der Schwangerschaft kontraindiziert
  • bei lokaler Anwendung sind jedoch die angewandten Mengen und die systemische Verfügbarkeit gering
  • Schäden für das Kind sind nicht zu erwarten

Warnhinweise

  • während der Anwendung von Kanamycin-Augensalbe sollten keine Kontaktlinsen getragen werden
  • wenn trotz der bestehenden Augenerkrankung ärztlicherseits keine Bedenken gegen das Tragen von Kontaktlinsen bestehen, sollten die Kontaktlinsen vor der Anwendung von Kanamycin-Augentropfen vom Auge genommen werden und erst ca. 20 Min. nach Applikation der Augentropfen wieder eingesetzt werden