Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 300 ML | 87,00 € |
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Indikation
- Monotherapie
- partieller Anfälle mit oder ohne sekundärer Generalisierung bei Erwachsenen und Jugendlichen (>/= 16 Jahre) mit neu diagnostizierter Epilepsie
- Zusatzbehandlung
- partieller Anfälle mit oder ohne sekundärer Generalisierung bei Erwachsenen, Jugendlichen, Kindern und Säuglingen ab 1 Monat mit Epilepsie
- myoklonischer Anfälle bei Erwachsenen und Jugendlichen (>/= 12 Jahre) mit juveniler myoklonischer Epilepsie
- primär generalisierter tonisch-klonischer Anfälle bei Erwachsenen und Jugendlichen (>/= 12 Jahre) mit idiopathischer generalisierter Epilepsie
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Lösung enthält 100 mg Levetiracetam
- Epilepsie
- partielle Anfälle
- die empfohlene Dosierung für eine Monotherapie (>/= 16 Jahren) ist dieselbe wie für eine Zusatzbehandlung, wie im Folgenden beschrieben
- alle Indikationen
- Erwachsene (>/= 18 Jahre) und Jugendliche (12 - 17 Jahre) >/= 50 kg KG
- therapeutische Initialdosis: 500 mg 2mal / Tag
- mit dieser Dosis kann ab dem ersten Behandlungstag begonnen werden
- basierend auf Beurteilung des Arztes bezüglich einer Verringerung von Anfällen gegenüber möglichen Nebenwirkungen
- niedrigere Anfangsdosis möglich: 250 mg 2mal / Tag
- ggf. Dosiserhöhung nach 2 Wochen: 500 mg 2mal / Tag
- anschließende Dosissteigerung, je nach klin. Ansprechen und Verträglichkeit, bis 1500 mg Levetiracetam 2mal / Tag
- Dosiserhöhungen bzw. -reduzierungen von 250 mg oder 500 mg 2mal / Tag alle 2 - 4 Wochen möglich
- therapeutische Initialdosis: 500 mg 2mal / Tag
- Jugendliche (12 - 17 Jahre) < 50 kg KG und Kinder >/= 1 Monat
- Arzt verordnet entsprechend Alter, KG und erforderlicher Dosis am besten geeignete Darreichungsform, Packungsgröße und Arzneimittelstärke
- Monotherapie
- Kinder und Jugendliche < 16 Jahre
- Sicherheit und Wirksamkeit bisher noch nicht erwiesen
- keine Daten vorliegend
- Jugendliche (16 - 17 Jahre) >/= 50 kg KG
- siehe Dosierung Erwachsene und Jugendliche (12 - 17 Jahre) >/= 50 kg KG
- Kinder und Jugendliche < 16 Jahre
- Zusatzbehandlung
- Säuglinge (6 - 23 Monate), Kinder (2 - 11 Jahre) und Jugendliche (12 - 17 Jahre) < 50 kg KG
- therapeutische Anfangsdosis: 10 mg / kg KG 2mal / Tag
- je nach klinischem Ansprechen und Verträglichkeit: Tagesdosis um 10 mg / kg KG 2mal / Tag alle 2 Wochen auf bis zu 30 mg / kg KG 2mal / Tag steigern
- Dosisreduktion oder - steigerung um max. 10 mg / kg KG 2mal / Tag alle 2 Wochen
- niedrigst wirksame Dosis verwenden
- Dosisempfehlung für Säuglinge >/= 6 Monate, Kinder und Jugendliche
- 6 kg KG
- Initialdosis: 0,6 ml (60 mg) 2mal / Tag
- Maximaldosis: 1,8 ml (180 mg) 2mal / Tag
- 10 kg KG
- Intialdosis: 1 ml (100 mg) 2mal / Tag
- Maximaldosis 3 ml (300 mg) 2mal / Tag
- 15 kg KG
- Initialdosis: 1,5 ml (150 mg) 2mal / Tag
- Maximaldosis: 4,5 ml (450 mg) 2mal / Tag
- 20 kg KG
- Initialdosis: 2 ml (200 mg) 2mal / Tag
- Maximaldosis: 6 ml (600 mg) 2mal / Tag
- 25 kg KG
- Initialdosis: 250 mg 2mal / Tag
- Maximaldosis: 750 mg 2mal / Tag
- > 50 kg KG
- Initialdosis: 500 mg 2mal / Tag
- Maximaldosis: 1500 mg 2mal / Tag
- Hinweise:
- bei Kindern </= 25 kg KG sollte die Behandlung vorzugsweise mit der Lösung zum Einnehmen begonnen werden
- Dosierung bei Kindern und Jugendlichen >/= 50 kg KG entspricht der bei Erwachsenen
- 6 kg KG
- Dosisempfehlung für Säuglinge 1 Monat - < 6 Monate
- Intialdosis: 7 mg / kg KG 2mal / Tag
- je nach klinischem Ansprechen und Verträglichkeit: Tagesdosis um 7 mg / kg KG 2mal / Tag alle 2 Wochen bis zur empfohlenen Dosis von 21 mg / kg steigern
- Dosiserhöhungen bzw. -reduzierungen sollten zweimal täglich 7 mg / kg alle 2 Wochen nicht überschreiten
- niedrigst wirksame Dosis verwenden
- Dosisempfehlungen
- 4 kg KG
- Initialdosis: 0,3 ml (28 mg) 2mal / Tag
- Maximaldosis: 0,85 ml (84 mg) 2mal / Tag
- 5 kg KG
- Initialdosis: 0,35 ml (35 mg) 2mal / Tag
- Maximaldosis: 1,05 ml (105 mg) 2mal / Tag
- 7 kg KG
- Initialdosis: 0,5 ml (49 mg) 2mal / Tag
- Maximaldosis: 1,5 ml (147 mg) 2mal / Tag
- 4 kg KG
- Säuglinge (6 - 23 Monate), Kinder (2 - 11 Jahre) und Jugendliche (12 - 17 Jahre) < 50 kg KG
- alle Indikationen
- Kinder und Jugendliche >/= 50 kg KG
- siehe obige Dosierung Erwachsene und Jugendliche (12 - 17 Jahre) >/= 50 kg KG
- Kinder und Jugendliche >/= 50 kg KG
- Erwachsene (>/= 18 Jahre) und Jugendliche (12 - 17 Jahre) >/= 50 kg KG
- Beendigung der Behandlung
- ausschleichend absetzen
- Erwachsene und Jugendliche > 50 kg KG
- Dosisreduktion um 500 mg Levetiracetam 2mal / Tag alle 2 - 4 Wochen
- Säuglinge (> 6 Monate), Kinder und Jugendliche < 50 kg KG
- Dosisreduktion um max. 10 mg Levetiracetam / kg KG 2mal / Tag alle 2 Wochen
- Säuglinge (< 6 Monate)
- Dosisreduktion um max. 7 mg Levetiracetam / kg KG 2mal / Tag alle 2 Wochen
- partielle Anfälle
Dosisanpassung
- ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
- ggf. Dosisanpassung entsprechend der Nierenfunktion
- eingeschränkte Nierenfunktion
- Erwachsene und Jugendliche > 50 kg KG
- individuell dosieren entsprechend der Nierenfunktion
- Bestimmung der CLcr in ml / Min.
- CLcr (ml / Min.) = [140 - Alter (Jahre)] x KG (kg) : 72 x Serum-Kreatinin (mg / dl) (x 0,85 bei Frauen)
- die Kreatinin-Clearance wird an die Körperoberfläche (KO) angepasst:
- CLcr (ml / Min. / 1,73 m²) = CLcr (ml / min) : KO des Patienten (m²) x 1,73
- Erwachsene und Jugendliche (> 50 kg KG)
- normale Kreatinin-Clearance >/= 80 ml / Min. / 1,73 m²: 500 - 1500 mg Levetiracetam 2mal / Tag
- leichte Kreatinin-Clearance 50 - 79 ml / Min. / 1,73 m²: 500 - 1000 mg Levetiracetam 2mal / Tag
- mäßige Kreatinin-Clearance 30 - 49 ml / Min. / 1,73 m²: 250 - 750 mg Levetiracetam 2mal / Tag
- schwere Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min. / 1,73 m²: 250 - 500 mg Levetiracetam 2mal / Tag
- dialysepflichtige Patienten
- 1. Behandlungstag: 750 mg Levetiracetam
- anschließend 500 - 1000 mg Levetiracetam 1mal / Tag
- zusätzlich 250 - 500 mg Levetiracetam 1mal nach jeder Dialyse
- Kinder
- Dosisanpassung entsprechend der Nierenfunktion
- Empfehlung basiert auf einer Studie bei erwachsenen Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
- CLcr in ml / min / 1,73 m² kann für Jugendliche, Kinder und Säuglinge aus dem Serum-Kreatinin (mg / dl) nach folgender Formel (Schwartz-Formel) bestimmt werden:
- CLcr (ml / Min. / 1,73 m²) = Größe (cm) x ks : Serum-Kreatinin (mg / dl)
- ks = 0,45 für voll ausgetragene Säuglinge und Kleinkinder bis zu 1 Jahr
- ks = 0,55 für Kinder < 13 Jahren und weibliche Jugendliche
- ks = 0,7 für männliche Jugendliche
- CLcr (ml / Min. / 1,73 m²) = Größe (cm) x ks : Serum-Kreatinin (mg / dl)
- Kreatinin-Clearance >/= 80 ml / Min. / 1,73 m²
- Säuglinge (1 - < 6 Monate): 7 - 21 mg Levetiracetam / kg KG 2mal / Tag
- Säuglinge und Kleinkinder (6 - 23 Monate), Kinder und Jugendliche (< 50 kg KG): 10 - 30 mg Levetiracetam / kg KG 2mal / Tag
- Kreatinin-Clearance 50 - 79 ml / Min. / 1,73 m²
- Säuglinge (1 - < 6 Monate): 7 - 14 mg Levetiracetam / kg KG 2mal / Tag
- Säuglinge und Kleinkinder (6 - 23 Monate), Kinder und Jugendliche (< 50 kg KG): 10 - 20 mg Levetiracetam / kg KG 2mal / Tag
- Kreatinin-Clearance 30 - 49 ml / Min. / 1,73 m²
- Säuglinge (1 - < 6 Monate): 3,5 - 10,5 mg Levetiracetam / kg KG 2mal / Tag
- Säuglinge und Kleinkinder (6 - 23 Monate), Kinder und Jugendliche (< 50 kg KG): 5 - 15 mg Levetiracetam / kg KG 2mal / Tag
- Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min. / 1,73 m²
- Säuglinge (1 - < 6 Monate): 3,5 - 7 mg Levetiracetam / kg KG 2mal / Tag
- Säuglinge und Kleinkinder (6 - 23 Monate), Kinder und Jugendliche (< 50 kg KG): 5 - 10 mg Levetiracetam / kg KG 2mal / Tag
- dialysepflichtige Patienten
- Säuglinge (1 - < 6 Monate)
- 1. Behandlungstag: 10,5 mg Levetiracetam / kg KG
- anschließend: 7 - 14 mg Levetiracetam / kg KG 1mal / Tag
- zusätzlich 3,5 - 7 mg Levetiracetam / kg KG nach der Dialyse empfohlen
- Säuglinge und Kleinkinder (6 - 23 Monate), Kinder und Jugendliche (< 50 kg KG)
- 1. Behandlungstag: 15 mg Levetiracetam / kg KG
- anschließend: 10 - 20 mg Levetiracetam / kg KG 1mal / Tag
- zusätzlich 5 - 10 mg / kg KG nach der Dialyse empfohlen
- Säuglinge (1 - < 6 Monate)
- Dosisanpassung entsprechend der Nierenfunktion
- Erwachsene und Jugendliche > 50 kg KG
- eingeschränkte Leberfunktion
- leicht - mäßig
- keine Dosisanpassung erforderlich
- schwer
- Kreatinin-Clearance kann zu Fehleinschätzung der Niereninsuffizienz führen
- Kreatinin-Clearance < 60 ml / Min. / 1,73 m²: Halbierung der Erhaltungsdosis
- leicht - mäßig
Kontraindikationen
Levetiracetam - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Levetiracetam
- Überempfindlichkeit gegen andere Pyrrolidon-Derivate
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Levetiracetam - peroral
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Nasopharyngitis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Infektion
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Thrombozytopenie
- Leukopenie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Neutropenie
- Panzytopenie (bei einigen dieser Fälle wurde Knochenmarkdepression festgestellt)
- Agranulozytose
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
- Überempfindlichkeit (einschließlich Angioödem und Anaphylaxie)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Anorexie (Risiko einer Anorexie höher, wenn Levetiracetam zusammen mit Topiramat angewendet wird)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gewichtsverlust
- Gewichtszunahme
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hyponatriämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Depression
- Feindseligkeit / Aggression
- Angst
- Insomnie
- Nervosität / Reizbarkeit (sehr häufig bei Säuglingen und Kindern im Alter von 1 Monat bis < 4 Jahren)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Suizidversuch
- suizidale Gedanken
- psychotische Störungen
- anormales Verhalten (häufig bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 4 bis 16 Jahren)
- Halluzination
- Wut
- Konfusion
- Panikattacke
- emotionale Labilität / Stimmungsschwankungen (häufig bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 4 bis 16 Jahren)
- Agitiertheit (häufig bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 4 bis 16 Jahren)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Suizid
- Persönlichkeitsstörungen
- anormales Denken
- Delirium
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Somnolenz
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Konvulsion
- Gleichgewichtsstörungen
- Schwindel
- Lethargie
- Tremor
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Amnesie
- Beeinträchtigung des Gedächtnisses
- Koordinationsstörungen / Ataxie (häufig bei Säuglingen und Kindern im Alter von 1 Monat bis < 4 Jahren)
- Parästhesie
- Aufmerksamkeitsstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Choreoathetose
- Dyskinesie
- Hyperkinesie
- Gangstörungen
- Enzephalopathie (Fälle traten im Allgemeinen zu Beginn der Behandlung (wenige Tage bis zu einigen Monaten) auf und waren nach dem Absetzen der Behandlung reversibel)
- Verschlechterung von Anfällen
- malignes neuroleptisches Syndrom (Prävalenz erheblich höher in japanischen Patienten verglichen mit nicht japanischen Patienten)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Diplopie
- verschwommenes Sehen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Drehschwindel
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- verlängertes QT-Intervall im Elektrokardiogramm
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Husten
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Abdominalschmerzen
- Diarrhoe
- Dyspepsie
- Nausea
- Erbrechen (sehr häufig bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 4 bis 16 Jahren)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Pankreatitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- anormaler Leberfunktionstest
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Leberversagen
- Hepatitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- akute Nierenschädigung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Rash
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ekzem
- Juckreiz
- Alopezie (in mehreren Fällen von Haarausfall wurde nach dem Absetzen von Levetiracetam eine Besserung beobachtet)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- toxische epidermale Nekrolyse
- Stevens-Johnson-Syndrom
- Erythema multiforme
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Myalgie
- Muskelschwäche
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Rhabdomyolyse
- erhöhte Kreatinphosphokinase im Blut (Prävalenz erheblich höher in japanischen Patienten verglichen mit nicht japanischen Patienten)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Asthenie / Müdigkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Verletzung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- Lösung zum Einnehmen
- in einem Glas Wasser oder einer Babyflasche verdünnt und unabhängig von den Mahlzeiten einnehmen
- nach oraler Verabreichung kann der bittere Geschmack von Levetiracetam wahrnehmbar sein
- Lösung zum Einnehmen ist bevorzugte Darreichungsform
- für Säuglinge und Kleinkinder < 6 Jahre
- bei Kindern >/= 6 Jahre für Dosierungen < 250 mg
- Dosierungen, die kein Vielfaches von 250 mg sind
- Patienten, die keine Tabletten einnehmen können
Stillzeithinweise
Levetiracetam - peroral
- Stillen während der Therapie wird nicht empfohlen
- sollte jedoch eine Behandlung während der Stillzeit erforderlich sein: Nutzen und Risiko einer Behandlung, unter Berücksichtigung der Bedeutung des Stillens für den Säugling, gegeneinander abwägen
- Levetiracetam wird in die Muttermilch ausgeschieden
Schwangerschaftshinweise
Levetiracetam - peroral
- Levetiracetam kann während der Schwangerschaft angewendet werden, wenn dies nach sorgfältiger Abwägung für klinisch erforderlich erachtet wird
- bei Anwendung in der Schwangerschaft empfohlen, die Behandlung mit der geringstmöglichen wirksamen Dosis durchzuführen
- umfangreiche, seit der Markteinführung erhobene Daten von Frauen, die eine Levetiracetam-Monotherapie während der Schwangerschaft erhalten hatten (über 1800 Frauen, von denen mehr als 1500 Levetiracetam im 1. Trimenon erhielten)
- weisen nicht auf ein erhöhtes Risiko für erhebliche angeborene Fehlbildungen hin
- zur neurologischen Entwicklung der Kinder, die einer Levetiracetam-Monotherapie in utero ausgesetzt waren, ist die Datenlage begrenzt
- die aktuell vorliegenden epidemiologischen Studien (mit Daten von etwa 100 Kindern) weisen nicht auf ein erhöhtes Risiko für neurologische Entwicklungsstörungen oder -verzögerungen hin
- physiologische Veränderungen während der Schwangerschaft können die Levetiracetam-Konzentration beeinflussen
- Abnahme der Levetiracetam-Plasma-Konzentration während der Schwangerschaft beobachtet
- diese Abnahme ist deutlich ausgeprägter im 3. Trimenon (bis zu 60% der Anfangskonzentration vor Schwangerschaftsbeginn)
- angemessene klinische Betreuung von Schwangeren, die mit Levetiracetam behandelt werden, sollte sichergestellt sein
- Frauen im gebärfähigen Alter
- Frauen im gebärfähigen Alter sollten eine fachärztliche Beratung erhalten
- bei Frauen, die eine Schwangerschaft planen, sollte die Notwendigkeit der Behandlung mit Levetiracetam neu überprüft werden
- wie bei allen Antiepileptika muss ein plötzliches Absetzen von Levetiracetam vermieden werden, da es zu Rebound-Anfällen mit ernsthaften Folgen für die Frau und das ungeborene Kind führen kann
- soweit möglich, ist eine Monotherapie zu bevorzugen, da bei einer Therapie mit mehreren Antiepileptika das Risiko für angeborene Fehlbildungen in Abhängigkeit von den verwendeten Antiepileptika erhöht sein kann
- Fertilität
- in tierexperimentellen Studien konnte kein Einfluss auf die Fertilität festgestellt werden
- keine klinischen Daten vorliegend
- potentielles Risiko für den Menschen ist nicht bekannt
Warnhinweise
Levetiracetam - peroral
- eingeschränkte Nierenfunktion
- Dosisanpassung kann erforderlich sein (siehe auch Rubrik "Dosierung und Dauer der Anwendung")
- bei Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen muss die Nierenfunktion überprüft werden, bevor die Dosis festgelegt wird
- akute Nierenschädigung
- Anwendung von Levetiracetam in sehr seltenen Fällen mit akuter Nierenschädigung in Zusammenhang gebracht
- kann nach wenigen Tagen bis zu mehreren Monaten auftreten
- Blutbild
- seltene Fälle einer reduzierten Anzahl von Blutzellen (Neutropenie, Agranulozytose, Leukopenie, Thrombozytopenie und Panzytopenie) in Zusammenhang mit der Anwendung von Levetiracetam beschrieben
- Auftreten in der Regel zu Behandlungsbeginn
- ein komplettes Blutbild wird bei Patienten mit erheblicher Schwäche, Pyrexie, wiederkehrenden Infektionen oder Koagulationsstörungen empfohlen
- seltene Fälle einer reduzierten Anzahl von Blutzellen (Neutropenie, Agranulozytose, Leukopenie, Thrombozytopenie und Panzytopenie) in Zusammenhang mit der Anwendung von Levetiracetam beschrieben
- Suizid
- über Suizid, Suizidversuch, suizidale Gedanken und suizidales Verhalten wurde bei Patienten, die mit Antiepileptika (einschließlich Levetiracetam) behandelt wurden, berichtet
- eine Metaanalyse randomisierter placebo-kontrollierter Studien mit Antiepileptika zeigte ein leicht erhöhtes Risiko für das Auftreten von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten
- Mechanismus für die Auslösung dieser Nebenwirkung ist nicht bekannt
- Patienten sollten hinsichtlich Anzeichen von Depression und / oder Suizidgedanken und suizidalen Verhaltensweisen überwacht sowie geeignete Behandlung in Erwägung gezogen werden
- Patienten (und deren Betreuer) sollte geraten werden, ärztlichen Rat einzuholen, wenn Anzeichen von Depression und / oder Suizidgedanken oder suizidales Verhalten auftreten
- über Suizid, Suizidversuch, suizidale Gedanken und suizidales Verhalten wurde bei Patienten, die mit Antiepileptika (einschließlich Levetiracetam) behandelt wurden, berichtet
- anormales und aggressives Verhalten
- Levetiracetam kann zu psychotischen Symptomen und Verhaltensauffälligkeiten einschließlich Reizbarkeit und Aggressivität führen
- Patienten, die mit Levetiracetam behandelt werden, sollten auf die Entwicklung psychiatrischer Anzeichen überwacht werden, die auf wesentliche Stimmungsänderungen und / oder Persönlichkeitsveränderungen hindeuten
- wenn solches Verhalten bemerkt wird, sollte eine Anpassung der Behandlung oder ein schrittweises Absetzen der Behandlung in Betracht gezogen werden
- falls ein Absetzen in Betracht gezogen wird bitte Rubrik "Dosierung und Dauer der Anwendung" beachten
- wenn solches Verhalten bemerkt wird, sollte eine Anpassung der Behandlung oder ein schrittweises Absetzen der Behandlung in Betracht gezogen werden
- Verschlechterung von Anfällen
- wie bei anderen Arten von Antiepileptika kann es vorkommen, dass Levetiracetam in seltenen Fällen die Häufigkeit oder Schwere von Anfällen verschlechtert
- dieser paradoxe Effekt wurde meist im ersten Monat nach Beginn der Behandlung mit Levetiracetam oder nach Erhöhung der Dosis berichtet und war nach Absetzen oder Verringerung der Dosis reversibel
- den Patienten sollte geraten werden, bei einer Verschlechterung der Epilepsie unverzüglich ihren Arzt zu konsultieren
- verlängertes QT-Intervall im Elektrokardiogramm
- im Rahmen der Überwachung nach Markteinführung wurden seltene Fälle einer Verlängerung des QT-Intervalls im Elektrokardiogramm (EKG) beobachtet
- Levetiracetam sollte mit Vorsicht eingesetzt werden bei Patienten
- mit einem verlängerten QTc-Intervall
- die gleichzeitig mit Arzneimitteln behandelt werden, die das QTc-Intervall beeinflussen
- mit relevanten vorbestehenden Herzerkrankungen oder Elektrolytstörungen
- Kinder und Jugendliche
- die vorhandenen Daten bei Kindern lassen keinen Einfluss auf das Wachstum und die Pubertät vermuten
- allerdings sind Langzeiteffekte hinsichtlich Lernverhalten, Intelligenz, Wachstum, endokriner Funktion, Pubertät und Gebärfähigkeit bei Kindern unbekannt
- einzelne Darreichungsformen können für bestimmte Populationen nicht geeignet sein (Einschränkungen siehe jeweilige Herstellerinformation)