KEPPRA
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 10 ST | 226,33 € |
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Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- Monotherapie
- partieller Anfälle mit oder ohne sekundärer Generalisierung bei Erwachsenen und Jugendlichen (>/= 16 Jahre) mit neu diagnostizierter Epilepsie
- Zusatzbehandlung
- partieller Anfälle mit oder ohne sekundärer Generalisierung bei Erwachsenen, Jugendlichen, Kindern (>/= 4 Jahre) mit Epilepsie
- myoklonischer Anfälle bei Erwachsenen und Jugendlichen (>/= 12 Jahre) mit juveniler myoklonischer Epilepsie
- primär generalisierter tonisch-klonischer Anfälle bei Erwachsenen und Jugendlichen (>/= 12 Jahre) mit idiopathischer generalisierter Epilepsie
- Hinweis:
- Arzneimittel ist eine Alternative für Patienten, wenn orale Anwendung vorübergehend nicht möglich ist
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml enthält 100 mg Levetiracetam
- Hinweise
- Therapie kann als i.v. oder orale Anwendung begonnen werden
- Umstellung von i.v. auf orale Anwendung oder umgekehrt: direkt und ohne Dosistitration möglich (Tagesdosis und Häufigkeit der Anwendung beibehalten)
- Epilepsie
- partielle Anfälle
- die empfohlene Dosierung für eine Monotherapie (>/= 16 Jahren) ist dieselbe wie für eine Zusatzbehandlung, wie im Folgenden beschrieben
- alle Indikationen
- Erwachsene (>/= 18 Jahre) und Jugendliche (12 - 17 Jahre) >/= 50 kg KG
- therapeutische Initialdosis: 500 mg 2mal / Tag
- mit dieser Dosis kann ab dem ersten Behandlungstag begonnen werden
- basierend auf Beurteilung des Arztes bezüglich einer Verringerung von Anfällen gegenüber möglichen Nebenwirkungen
- niedrigere Anfangsdosis möglich: 250 mg 2mal / Tag
- ggf. Dosiserhöhung nach 2 Wochen: 500 mg 2mal / Tag
- anschließende Dosissteigerung, je nach klin. Ansprechen und Verträglichkeit, bis 1500 mg Levetiracetam 2mal / Tag
- Dosiserhöhungen bzw. -reduzierungen von 250 mg oder 500 mg 2mal / Tag alle 2 - 4 Wochen möglich
- therapeutische Initialdosis: 500 mg 2mal / Tag
- Jugendliche (12 - 17 Jahre) < 50 kg KG und Kinder >/= 4 Jahre
- Arzt verordnet entsprechend Alter, KG und erforderlicher Dosis am besten geeignete Darreichungsform, Packungsgröße und Arzneimittelstärke
- Monotherapie
- Kinder und Jugendliche < 16 Jahre
- Sicherheit und Wirksamkeit bisher noch nicht erwiesen
- keine Daten vorliegend
- Jugendliche (16 - 17 Jahre) >/= 50 kg KG
- siehe Dosierung Erwachsene und Jugendliche (12 - 17 Jahre) >/= 50 kg KG
- Kinder und Jugendliche < 16 Jahre
- Zusatzbehandlung
- Kinder (4 - 11 Jahre) und Jugendliche (12 -17 Jahre) < 50 kg KG
- therapeutische Anfangsdosis: 10 mg / kg KG 2mal / Tag
- je nach klinischem Ansprechen und Verträglichkeit, Dosissteigerung bis 30 mg / kg KG 2mal / Tag
- Dosisreduktion oder - steigerung um max. 10 mg / kg KG 2mal / Tag alle 2 Wochen
- Maximaldosis: 30 mg / kg KG 2mal / Tag
- niedrigst wirksame Dosis verwenden
- Dosierungsempfehlungen für Kinder und Jugendliche
- 15 kg KG
- Initialdosis: 150 mg Levetiracetam 2mal / Tag
- Maximaldosis: 450 mg Levetiracetam 2mal / Tag
- 20 kg KG
- Initialdosis: 200 mg 2mal / Tag
- Maximaldosis: 600 mg 2mal / Tag
- 25 kg KG
- Initialdosis: 250 mg 2mal / Tag
- Maximaldosis: 750 mg 2mal / Tag
- > 50 kg KG
- Initialdosis: 500 mg 2mal / Tag
- Maximaldosis: 1500 mg 2mal / Tag
- Hinweise:
- bei Kindern </= 25 kg KG sollte die Behandlung vorzugsweise der Lösung zum Einnehmen begonnen werden
- Dosierung bei Kindern und Jugendlichen >/= 50 kg KG entspricht der bei Erwachsenen
- 15 kg KG
- Säuglinge und Kinder (< 4 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit bisher noch nicht nachgewiesen
- zur Zeit vorliegende Daten s. Fachinformation
- Dosierungsempfehlung kann jedoch nicht gegeben werden
- Kinder (4 - 11 Jahre) und Jugendliche (12 -17 Jahre) < 50 kg KG
- alle Indikationen
- Kinder und Jugendliche >/= 50 kg KG
- siehe obige Dosierung Erwachsene und Jugendliche (12 - 17 Jahre) >/= 50 kg KG
- Kinder und Jugendliche >/= 50 kg KG
- Erwachsene (>/= 18 Jahre) und Jugendliche (12 - 17 Jahre) >/= 50 kg KG
- Dauer der Anwendung
- es liegen keine Erfahrungen mit der i.v. Anwendung über einen längeren Zeitraum als 4 Tage vor
- Beendigung der Behandlung
- ausschleichend absetzen
- Erwachsene und Jugendliche > 50 kg KG
- Dosisreduktion um 500 mg Levetiracetam 2mal / Tag alle 2 - 4 Wochen
- Kinder und Jugendliche < 50 kg KG
- Dosisreduktion um max. 10 mg Levetiracetam / kg KG 2mal / Tag alle 2 Wochen
- partielle Anfälle
Dosisanpassung
- ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
- ggf. Dosisanpassung entsprechend der Nierenfunktion
- eingeschränkte Nierenfunktion
- Erwachsene und Jugendliche > 50 kg KG
- individuell dosieren entsprechend der Nierenfunktion
- Bestimmung der CLcr in ml / Min.
- CLcr (ml / Min.) = [140 - Alter (Jahre)] x KG (kg) : 72 x Serum-Kreatinin (mg / dl) (x 0,85 bei Frauen)
- die Kreatinin-Clearance wird an die Körperoberfläche (KO) angepasst:
- CLcr (ml / Min. / 1,73 m²) = CLcr (ml / min) : KO des Patienten (m²) x 1,73
- Erwachsene und Jugendliche (> 50 kg KG)
- normale Kreatinin-Clearance >/= 80 ml / Min. / 1,73 m²: 500 - 1500 mg Levetiracetam 2mal / Tag
- leichte Kreatinin-Clearance 50 - 79 ml / Min. / 1,73 m²: 500 - 1000 mg Levetiracetam 2mal / Tag
- mäßige Kreatinin-Clearance 30 - 49 ml / Min. / 1,73 m²: 250 - 750 mg Levetiracetam 2mal / Tag
- schwere Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min. / 1,73 m²: 250 - 500 mg Levetiracetam 2mal / Tag
- dialysepflichtige Patienten
- 1. Behandlungstag: 750 mg Levetiracetam
- anschließend 500 - 1000 mg Levetiracetam 1mal / Tag
- zusätzlich 250 - 500 mg Levetiracetam 1mal nach jeder Dialyse
- Kinder
- Dosisanpassung entsprechend der Nierenfunktion
- Empfehlung basiert auf einer Studie bei erwachsenen Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
- CLcr in ml / min / 1,73 m² kann für Jugendliche, Kinder und Säuglinge aus dem Serum-Kreatinin (mg / dl) nach folgender Formel (Schwartz-Formel) bestimmt werden:
- CLcr (ml / Min. / 1,73 m²) = Größe (cm) x ks : Serum-Kreatinin (mg / dl)
- ks = 0,45 für voll ausgetragene Säuglinge und Kleinkinder bis zu 1 Jahr
- ks = 0,55 für Kinder < 13 Jahren und weibliche Jugendliche
- ks = 0,7 für männliche Jugendliche
- CLcr (ml / Min. / 1,73 m²) = Größe (cm) x ks : Serum-Kreatinin (mg / dl)
- Kinder (> 4 Jahre) und jugendliche Patienten (< 50 kg KG)
- normal
- Kreatinin-Clearance >/= 80 ml / Min. / 1,73 m²
- 10 - 30 mg Levetiracetam / kg KG (0,10 - 0,30 ml / kg KG) 2mal / Tag
- Kreatinin-Clearance >/= 80 ml / Min. / 1,73 m²
- leicht
- Kreatinin-Clearance 50 - 79 ml / Min. / 1,73 m²
- 10 - 20 mg Levetiracetam / kg KG (0,10 - 0,20 ml / kg KG) 2mal / Tag
- Kreatinin-Clearance 50 - 79 ml / Min. / 1,73 m²
- mäßig
- Kreatinin-Clearance 30 - 49 ml / Min. / 1,73 m²
- 5 - 15 mg Levetiracetam / kg KG (0,05 - 0,15 ml / kg KG) 2mal / Tag
- Kreatinin-Clearance 30 - 49 ml / Min. / 1,73 m²
- schwer
- Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min. / 1,73 m²
- 5 - 10 mg Levetiracetam / kg KG (0,05 - 0,10 ml / kg KG) 2mal / Tag
- Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min. / 1,73 m²
- normal
- dialysepflichtige Patienten
- 10 - 20 mg Levetiracetam / kg (0,10 - 0,20 ml / kg KG) 1mal / Tag
- am 1. Behandlungstag: Initialdosis von 15 mg / kg KG (0,15 ml / kg KG) empfohlen
- nach der Dialyse: zusätzliche Dosis von 5 - 10 mg / kg KG (0,05 - 0,10 ml / kg KG) empfohlen
- Dosisanpassung entsprechend der Nierenfunktion
- Erwachsene und Jugendliche > 50 kg KG
- eingeschränkte Leberfunktion
- leicht - mäßig
- keine Dosisanpassung erforderlich
- schwer
- Kreatinin-Clearance kann zu Fehleinschätzung der Niereninsuffizienz führen
- Kreatinin-Clearance < 60 ml / Min. / 1,73 m²: Halbierung der Erhaltungsdosis
- leicht - mäßig
Kontraindikationen
Levetiracetam - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Levetiracetam
- Überempfindlichkeit gegen andere Pyrrolidon-Derivate
Therapiehinweise
Ausschleichend dosieren.
Nebenwirkungen
Levetiracetam - invasiv
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Nasopharyngitis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Infektion
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Thrombozytopenie
- Leukopenie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Panzytopenie (in einigen Fällen wurde eine Knochenmarksdepression festgestellt)
- Neutropenie
- Agranulozytose
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
- Überempfindlichkeit (einschl. Angioödem und Anaphylaxie)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Anorexie (höheres Risiko bei gemeinsamer Verabreichung mit Topiramat)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gewichtsverlust
- Gewichtszunahme
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hyponatriämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Depression
- Feindseligkeit / Aggression
- häufig bei Kindern und Jugendlichen im Alter v. 4 bis 16 Jahren
- Angst
- Insomnie
- Nervosität
- Reizbarkeit
- sehr häufig bei Säuglingen und Kindern im Alter v. 1 Monat bis < 4 Jahren
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Suizidversuch
- suizidale Gedanken
- psychotische Störungen
- anormales Verhalten
- häufig bei Kindern und Jugendlichen im Alter v. 4 bis 16 Jahren
- Halluzination
- Wut
- Konfusion
- Panikattacke
- emotionale Labilität / Stimmungsschwankungen
- häufig bei Kindern und Jugendlichen im Alter v. 4 bis 16 Jahren
- Agitiertheit
- häufig bei Kindern und Jugendlichen im Alter v. 4 bis 16 Jahren
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Suizid
- Persönlichkeitsstörungen
- anormales Denken
- Delirium
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Somnolenz
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Konvulsion
- Gleichgewichtsstörungen
- Schwindel
- Lethargie
- häufig bei Kindern und Jugendlichen im Alter v. 4 bis 16 Jahren
- Tremor
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Amnesie
- Beeinträchtigung des Gedächtnisses
- Koordinationsstörungen
- häufig bei Säuglingen und Kindern im Alter von 1 Monat bis < 4 Jahren
- Ataxie
- Parästhesie
- Aufmerksamkeitsstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Choreoathetose
- Dyskinesie
- Hyperkinesie
- Gangstörung
- Enzephalopathie (im Allgemeinen wenige Tage bis zu einigen Monaten nach Beginn der Behandlung und reversibel nach dem Absetzen der Behandlung)
- Verschlechterung v. Anfällen
- malignes neuroleptisches Syndrom
- Prävalenz erheblich höher in japanischen Patienten verglichen mit nicht japanischen Patienten
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Diplopie
- verschwommenes Sehen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Drehschwindel
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- verlängertes QT-Intervall im Elektrokardiogramm
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Husten
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Abdominalschmerzen
- Diarrhoe
- Dyspepsie
- Erbrechen
- sehr häufig bei Kindern und Jugendlichen im Alter v. 4 bis 16 Jahren
- Nausea
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Pankreatitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- anormaler Leberfunktionstest
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Leberversagen
- Hepatitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Rash
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Alopezie
- Ekzem
- Juckreiz
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- toxische epidermale Nekrolyse
- Stevens-Johnson-Syndrom
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Muskelschwäche
- Myalgie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Rhabdomyolyse
- erhöhte Kreatinphosphokinase im Blut
- Prävalenz erheblich höher in japanischen Patienten verglichen mit nicht japanischen Patienten
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- akute Nierenschädigung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Asthenie / Müdigkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Verletzung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- zur i.v. Anwendung
- Dosis in mind. 100 ml eines kompatiblen Verdünnungsmittels verdünnen
- über 15 Min. als i.v. Infusion verabreichen
Stillzeithinweise
Levetiracetam - invasiv
- das Stillen wird nicht empfohlen
- wird in die Muttermilch ausgeschieden
- sollte jedoch eine Behandlung mit Levetiracetam während der Stillzeit erforderlich sein, müssen Nutzen und Risiko einer Behandlung, unter Berücksichtigung der Bedeutung des Stillens für den Säugling, gegeneinander abgewogen werden
Schwangerschaftshinweise
Levetiracetam - invasiv
- kann während der Schwangerschaft angewendet werden, wenn dies nach sorgfältiger Abwägung für klinisch erforderlich erachtet wird
- es wird in diesem Fall empfohlen, die Behandlung mit der geringstmöglichen wirksamen Dosis durchzuführen
- umfangreichen, seit der Markteinführung erhobenen Daten von Frauen, die eine Levetiracetam-Monotherapie während der Schwangerschaft erhalten hatten (über 1800 Frauen, von denen mehr als 1500 Levetiracetam im ersten Trimenon erhielten),
- weisen nicht auf ein erhöhtes Risiko für erhebliche angeborene Fehlbildungen hin
- zur neurologischen Entwicklung der Kinder, die einer Levetiracetam Monotherapie in utero ausgesetzt waren, ist die Datenlage begrenzt
- aktuell vorliegenden epidemiologischen Studien (mit Daten von etwa 100 Kindern) weisen nicht auf ein erhöhtes Risiko für neurologische Entwicklungsstörungen oder - verzögerungen hin
- physiologische Veränderungen während der Schwangerschaft können die Levetiracetam-Konzentration beeinflussen
- angemessene klinische Betreuung von Schwangeren, die mit Levetiracetam behandelt werden, sollte sichergestellt sein
- eine Abnahme der Levetiracetam-Plasma-Konzentration wurde während der Schwangerschaft beobachtet
- diese Abnahme ist deutlich ausgeprägter im dritten Trimenon (bis zu 60 % der Anfangskonzentration vor Schwangerschaftsbeginn)
- Frauen im gebärfähigen Alter
- sollten eine fachärztliche Beratung erhalten
- bei Frauen, die eine Schwangerschaft planen, sollte die Notwendigkeit der Behandlung mit Levetiracetam neu überprüft werden
- wie bei allen Antiepileptika muss ein plötzliches Absetzen von Levetiracetam vermieden werden,
- da es zu Rebound-Anfällen mit ernsthaften Folgen für die Frau und das ungeborene Kind führen kann
- soweit möglich, ist eine Monotherapie zu bevorzugen,
- da bei einer Therapie mit mehreren Antiepileptika das Risiko für angeborene Fehlbildungen in Abhängigkeit von den verwendeten Antiepileptika erhöht sein kann
- Fertilität
- in tierexperimentellen Studien
- es konnte kein Einfluss auf die Fertilität festgestellt werden
- keine klinischen Daten vorliegend
- das potentielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt
- in tierexperimentellen Studien
Warnhinweise
Levetiracetam - invasiv
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- eine Dosisanpassung von Levetiracetam kann erforderlich sein
- bei Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen muss die Nierenfunktion überprüft werden, bevor die Dosis festgelegt wird (siehe auch Rubrik "Dosierung und Dauer der Anwendung")
- Akute Nierenschädigung
- wurde in sehr seltenen Fällen mit der Anwendung von Levetiracetam in Zusammenhang gebracht
- kann nach wenigen Tagen bis zu mehreren Monaten auftreten
- Blutbild
- seltene Fälle einer reduzierten Anzahl von Blutzellen (Neutropenie, Agranulozytose, Leukopenie, Trombozytopenie und Panzytopenie) wurden in Zusammenhang mit der Anwendung von Levetiracetam beschrieben
- i.d.R. zu Beginn der Behandlung
- komplettes Blutbild wird bei Patienten empfohlen mit erheblicher Schwäche, Pyrexie, wiederkehrenden Infektionen oder Koagulationsstörungen
- seltene Fälle einer reduzierten Anzahl von Blutzellen (Neutropenie, Agranulozytose, Leukopenie, Trombozytopenie und Panzytopenie) wurden in Zusammenhang mit der Anwendung von Levetiracetam beschrieben
- Suizid
- über Suizid, Suizidversuch, suizidale Gedanken und suizidales Verhalten wurde bei Patienten, die mit Antiepileptika (einschl. Levetiracetam) behandelt wurden, berichtet
- Metaanalyse randomisierter placebokontrollierter Studien mit Antiepileptika
- zeigte ein leicht erhöhtes Risiko für das Auftreten von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten
- der Mechanismus für die Auslösung dieser Nebenwirkung ist nicht bekannt
- Patienten sollten daher hinsichtlich Anzeichen von Depression und / oder Suizidgedanken und suizidalen Verhaltensweisen überwacht und eine geeignete Behandlung in Erwägung gezogen werden
- Patienten (und deren Betreuern) sollte geraten werden, ärztlichen Rat einzuholen, wenn Anzeichen von Depression und / oder Suizidgedanken oder suizidales Verhalten auftreten
- Anormales und aggressives Verhalten
- Levetiracetam kann zu psychotischen Symptomen und Verhaltensauffälligkeiten einschl. Reizbarkeit und Aggressivität führen
- Patienten, die mit Levetiracetam behandelt werden, sollten auf die Entwicklung psychiatrischer Anzeichen überwacht werden, die auf wesentliche Stimmungsänderungen und / oder Persönlichkeitsveränderungen hindeuten
- wenn solches Verhalten bemerkt wird, sollte eine Anpassung der Behandlung oder ein schrittweises Absetzen der Behandlung in Betracht gezogen werden
- falls ein Absetzen in Betracht gezogen wird Rubrik "Dosierung und Dauer der Anwendung beachten"
- wenn solches Verhalten bemerkt wird, sollte eine Anpassung der Behandlung oder ein schrittweises Absetzen der Behandlung in Betracht gezogen werden
- Verschlechterung von Anfällen
- Patienten sollte geraten werden, bei einer Verschlechterung der Epilepsie unverzüglich ihren Arzt zu konsultieren
- wie bei anderen Arten von Antiepileptika kann es vorkommen, dass Levetiracetam in seltenen Fällen die Häufigkeit oder Schwere von Anfällen verschlechtert
- dieser paradoxe Effekt wurde meist im ersten Monat nach Beginn der Behandlung mit Levetiracetam oder nach Erhöhung der Dosis berichtet
- war nach Absetzen oder Verringerung der Dosis reversibel
- Verlängertes QT-Intervall im Elektrokardiogramm
- im Rahmen der Überwachung nach Markteinführung wurden seltene Fälle einer Verlängerung des QT-Intervalls im Elektrokardiogramm (EKG) beobachtet
- mit Vorsicht einsetzen bei Patienten
- mit einem verlängerten QTc-Intervall
- die gleichzeitig mit Arzneimitteln behandelt werden, die das QTc-Intervall beeinflussen
- mit relevanten vorbestehenden Herzerkrankungen oder Elektrolytstörungen
- Kinder und Jugendliche
- vorhandene Daten bei Kindern lassen keinen Einfluss auf das Wachstum und die Pubertät vermuten
- Langzeiteffekte sind unbekannt hinsichtlich
- Lernverhalten
- Intelligenz
- Wachstum
- endokrine Funktion
- Pubertät
- Gebärfähigkeit bei Kindern