Kevatril 1mg/1ml Injektionslösung

Atnahs Pharma Denmark ApS
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Granisetron →

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N2 5 ST 55,12 €

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Fachinformationen

Indikation

  • bei Erwachsenen angewendet zur Vorbeugung und Behandlung von
    • akuter Übelkeit und Erbrechen in Verbindung mit Chemo- und Strahlentherapie
    • postoperativer Übelkeit und Erbrechen
  • Vorbeugung von verzögerter Übelkeit und Erbrechen in Verbindung mit Chemo- und Strahlentherapie
  • Kinder im Alter von 2 Jahren und älter zur Vorbeugung und Behandlung akuter Übelkeit und Erbrechen in Verbindung mit Chemotherapie

Dosierung

Basiseinheit: 1 ml Injektionslösung enthält 1 mg Granisetron (als Hydrochlorid)

  • Chemo- und Strahlentherapie-induzierte Übelkeit und Erbrechen (CINV und RINV)
    • Vorbeugung (akute und verzögerte Übelkeit)
      • 1 - 3 mg Granisetron (10 - 40 µg Granisetron / kg KG) (langsame i.v. Injektion oder i.v. Infusion (Lösung auf 5 ml / mg Granisetron verdünnen))
      • Anwendung 5 Min. vor Beginn der Chemotherapie
    • Behandlung (akute Übelkeit)
      • initial: 1 - 3 mg Granisetron (10 - 40 µg Granisetron / kg KG) (langsame i.v. Injektion oder i.v. Infusion über 5 Min. (Lösung auf 5 ml / mg Granisetron verdünnen))
      • weitere Erhaltungsdosen, optional: im Abstand von mind. 10 Min.
      • tägliche Maximaldosis: 9 mg Granisetron
  • Kombination mit Adrenocorticosteroiden
    • Wirksamkeit von parenteral verabreichtem Granisetron kann durch zusätzliche i.v. Gabe eines Adrenocorticosteroids erhöht werden, z.B.
      • 8 - 20 mg Dexamethason vor Beginn der zytostatischen Therapie
      • oder 250 mg Methylprednisolon vor Beginn und unmittelbar nach Ende der Chemotherapie
  • Kinder und Jugendliche (>/= 2 Jahre)
    • Sicherheit und Wirksamkeit zur Vorbeugung und Behandlung (Kontrolle) von akuter Übelkeit und Erbrechen in Verbindung mit Chemotherapie und Vorbeugung von verzögerter Übelkeit und Erbrechen in Verbindung mit Chemotherapie: gut bewährt
      • 10 - 40 µg Granisetron / kg KG (bis zu 3 mg Granisetron) als i.v. Infusion nach Verdünnung in 10 - 30 ml Trägerlösung über 5 Min. vor Beginn der Chemotherapie
      • bei Bedarf: 1 zusätzliche Dosis innerhalb von 24 Std.; Mindestabstand von 10 Min. zur einleitenden Infusion
  • postoperative Übelkeit und Erbrechen (PONV)
    • 1 mg Granisetron (10 µg Granisetron / kg KG) als langsame i.v. Injektion
    • tägliche Maximaldosis: 3 mg Granisetron
    • zur Vorbeugung von PONV: Verabreichung sollte vor Einleitung der Anästhesie abgeschlossen sein
    • Kinder und Jugendliche
      • es können keine Dosierungsempfehlungen gegeben werden
      • klinische Evidenz nicht ausreichend, um Anwendung zu empfehlen

Dosisanpassung

  • Niereninsuffizienz
    • keine Dosisanpassung erforderlich
    • Anwendung mit Vorsicht
  • Leberinsuffizienz
    • keine Dosisanpassung erforderlich
    • Anwendung mit Vorsicht
  • ältere Patienten
    • keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen

Kontraindikationen

Granisetron - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Granisetron

Nebenwirkungen

Granisetron - invasiv
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Überempfindlichkeitsreaktionen, z.B.
        • Anaphylaxie
        • Urtikaria
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Insomnia
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Kopfschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • extrapyramidale Reaktionen
      • Serotonin-Syndrom, einschl.
        • veränderter Geisteszustand
        • autonome Instabilität
        • neuromuskuläre Anomalien
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • EKG-Veränderungen, einschl.
        • QT-Verlängerung
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Verstopfung
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Diarrhö
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • erhöhte Werte der Lebertransaminasen
        • trat bei Patienten, die mit einem vergleichbaren Arzneimittel therapiert wurden, mit ähnlicher Häufigkeit auf
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hautausschlag

Anwendungshinweise

  • langsame i.v. Injektion (über 30 Sek.) oder i.v. Infusion nach Verdünnung in 20 - 50 ml Trägerlösung (über 5 Min.)

Zubereitung (Infusionslösung)

  • kurz vor Verabreichung zubereiten

Stillzeithinweise

Granisetron - invasiv
  • als Vorsichtsmaßnahme sollte davon abgeraten werden, während einer Behandlung mit Granisetron zu stillen
  • nicht bekannt, ob Granisetron oder seine Metaboliten in die Muttermilch übergehen

Schwangerschaftshinweise

Granisetron - invasiv
  • als Vorsichtsmaßnahme sollte die Anwendung von Granisetron während der Schwangerschaft vermieden werden
    • nur begrenzte Daten zur Anwendung von Granisetron bei Schwangeren vorliegend
  • tierexperimentelle Studien
    • keine Hinweise auf direkte oder indirekte schädliche Wirkungen auf die Reproduktionstoxizität
  • Fertilität
    • Granisetron hatte keine schädlichen Wirkungen auf die Reproduktivität oder die Fruchtbarkeit bei Ratten

Warnhinweise

Granisetron - invasiv
  • Einfluss auf MagenMagen-Darm-Trakt
    • Patienten mit Anzeichen einer subakuten Darmobstruktion nach Verabreichung überwachen
      • Granisetron kann Darmmotilität vermindern
  • EKG-Veränderungen
    • Berichte über Fälle von EKG-Veränderungen (wie bei anderen 5-HT3-Antagonisten), einschl. QT-Verlängerung
      • könnte klinische Auswirkungen haben bei Patienten mit
        • vorbestehenden Arrhythmien
        • Erregungsleitungsstörungen
    • Vorsicht geboten bei Patienten mit
      • kardialen Begleiterkrankungen
      • kardiotoxischer Chemotherapie und / oder
      • gleichzeitigen Elektrolytverschiebungen
  • Kreuzallergien
    • Berichte über Kreuzallergien zwischen 5-HT3-Antagonisten, z.B.
      • Dolasetron
      • Ondansetron
  • Serotonin-Syndrom
    • Berichte über Fälle eines Serotonin-Syndroms bei der Anwendung von 5-HT3-Antagonisten
      • entweder alleine
      • aber meist in Kombination mit anderen serotonergen Substanzen, einschl.
        • Selektiver Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer [SSRIs]
        • SerotoninSerotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer [SNRIs]
    • empfohlen, Patienten angemessen auf Symptome des Serotonin-Syndroms hin zu beobachten