Kevatril 3mg/3ml Injektionslösung
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 1 ST | 40,84 € |
| N2 | 5 ST | 102,49 € |
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Indikation
- bei Erwachsenen angewendet zur Vorbeugung und Behandlung von
- akuter Übelkeit und Erbrechen in Verbindung mit Chemo- und Strahlentherapie
- postoperativer Übelkeit und Erbrechen
- Vorbeugung von verzögerter Übelkeit und Erbrechen in Verbindung mit Chemo- und Strahlentherapie
- Kinder im Alter von 2 Jahren und älter zur Vorbeugung und Behandlung akuter Übelkeit und Erbrechen in Verbindung mit Chemotherapie
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Injektionslösung enthält 1 mg Granisetron (als Hydrochlorid)
- Chemo- und Strahlentherapie-induzierte Übelkeit und Erbrechen (CINV und RINV)
- Vorbeugung (akute und verzögerte Übelkeit)
- 1 - 3 mg Granisetron (10 - 40 µg Granisetron / kg KG) (langsame i.v. Injektion oder i.v. Infusion (Lösung auf 5 ml / mg Granisetron verdünnen))
- Anwendung 5 Min. vor Beginn der Chemotherapie
- Behandlung (akute Übelkeit)
- initial: 1 - 3 mg Granisetron (10 - 40 µg Granisetron / kg KG) (langsame i.v. Injektion oder i.v. Infusion über 5 Min. (Lösung auf 5 ml / mg Granisetron verdünnen))
- weitere Erhaltungsdosen, optional: im Abstand von mind. 10 Min.
- tägliche Maximaldosis: 9 mg Granisetron
- Vorbeugung (akute und verzögerte Übelkeit)
- Kombination mit Adrenocorticosteroiden
- Wirksamkeit von parenteral verabreichtem Granisetron kann durch zusätzliche i.v. Gabe eines Adrenocorticosteroids erhöht werden, z.B.
- 8 - 20 mg Dexamethason vor Beginn der zytostatischen Therapie
- oder 250 mg Methylprednisolon vor Beginn und unmittelbar nach Ende der Chemotherapie
- Wirksamkeit von parenteral verabreichtem Granisetron kann durch zusätzliche i.v. Gabe eines Adrenocorticosteroids erhöht werden, z.B.
- Kinder und Jugendliche (>/= 2 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit zur Vorbeugung und Behandlung (Kontrolle) von akuter Übelkeit und Erbrechen in Verbindung mit Chemotherapie und Vorbeugung von verzögerter Übelkeit und Erbrechen in Verbindung mit Chemotherapie: gut bewährt
- 10 - 40 µg Granisetron / kg KG (bis zu 3 mg Granisetron) als i.v. Infusion nach Verdünnung in 10 - 30 ml Trägerlösung über 5 Min. vor Beginn der Chemotherapie
- bei Bedarf: 1 zusätzliche Dosis innerhalb von 24 Std.; Mindestabstand von 10 Min. zur einleitenden Infusion
- Sicherheit und Wirksamkeit zur Vorbeugung und Behandlung (Kontrolle) von akuter Übelkeit und Erbrechen in Verbindung mit Chemotherapie und Vorbeugung von verzögerter Übelkeit und Erbrechen in Verbindung mit Chemotherapie: gut bewährt
- postoperative Übelkeit und Erbrechen (PONV)
- 1 mg Granisetron (10 µg Granisetron / kg KG) als langsame i.v. Injektion
- tägliche Maximaldosis: 3 mg Granisetron
- zur Vorbeugung von PONV: Verabreichung sollte vor Einleitung der Anästhesie abgeschlossen sein
- Kinder und Jugendliche
- es können keine Dosierungsempfehlungen gegeben werden
- klinische Evidenz nicht ausreichend, um Anwendung zu empfehlen
Dosisanpassung
- Niereninsuffizienz
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Anwendung mit Vorsicht
- Leberinsuffizienz
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Anwendung mit Vorsicht
- ältere Patienten
- keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen
Kontraindikationen
Granisetron - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Granisetron
Nebenwirkungen
Granisetron - invasiv
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Überempfindlichkeitsreaktionen, z.B.
- Anaphylaxie
- Urtikaria
- Überempfindlichkeitsreaktionen, z.B.
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Insomnia
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- extrapyramidale Reaktionen
- Serotonin-Syndrom, einschl.
- veränderter Geisteszustand
- autonome Instabilität
- neuromuskuläre Anomalien
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- EKG-Veränderungen, einschl.
- QT-Verlängerung
- EKG-Veränderungen, einschl.
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Verstopfung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Diarrhö
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- erhöhte Werte der Lebertransaminasen
- trat bei Patienten, die mit einem vergleichbaren Arzneimittel therapiert wurden, mit ähnlicher Häufigkeit auf
- erhöhte Werte der Lebertransaminasen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautausschlag
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- langsame i.v. Injektion (über 30 Sek.) oder i.v. Infusion nach Verdünnung in 20 - 50 ml Trägerlösung (über 5 Min.)
Zubereitung (Infusionslösung)
- kurz vor Verabreichung zubereiten
Stillzeithinweise
Granisetron - invasiv
- als Vorsichtsmaßnahme sollte davon abgeraten werden, während einer Behandlung mit Granisetron zu stillen
- nicht bekannt, ob Granisetron oder seine Metaboliten in die Muttermilch übergehen
Schwangerschaftshinweise
Granisetron - invasiv
- als Vorsichtsmaßnahme sollte die Anwendung von Granisetron während der Schwangerschaft vermieden werden
- nur begrenzte Daten zur Anwendung von Granisetron bei Schwangeren vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- keine Hinweise auf direkte oder indirekte schädliche Wirkungen auf die Reproduktionstoxizität
- Fertilität
- Granisetron hatte keine schädlichen Wirkungen auf die Reproduktivität oder die Fruchtbarkeit bei Ratten
Warnhinweise
Granisetron - invasiv
- Einfluss auf MagenMagen-Darm-Trakt
- Patienten mit Anzeichen einer subakuten Darmobstruktion nach Verabreichung überwachen
- Granisetron kann Darmmotilität vermindern
- Patienten mit Anzeichen einer subakuten Darmobstruktion nach Verabreichung überwachen
- EKG-Veränderungen
- Berichte über Fälle von EKG-Veränderungen (wie bei anderen 5-HT3-Antagonisten), einschl. QT-Verlängerung
- könnte klinische Auswirkungen haben bei Patienten mit
- vorbestehenden Arrhythmien
- Erregungsleitungsstörungen
- könnte klinische Auswirkungen haben bei Patienten mit
- Vorsicht geboten bei Patienten mit
- kardialen Begleiterkrankungen
- kardiotoxischer Chemotherapie und / oder
- gleichzeitigen Elektrolytverschiebungen
- Berichte über Fälle von EKG-Veränderungen (wie bei anderen 5-HT3-Antagonisten), einschl. QT-Verlängerung
- Kreuzallergien
- Berichte über Kreuzallergien zwischen 5-HT3-Antagonisten, z.B.
- Dolasetron
- Ondansetron
- Berichte über Kreuzallergien zwischen 5-HT3-Antagonisten, z.B.
- Serotonin-Syndrom
- Berichte über Fälle eines Serotonin-Syndroms bei der Anwendung von 5-HT3-Antagonisten
- entweder alleine
- aber meist in Kombination mit anderen serotonergen Substanzen, einschl.
- Selektiver Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer [SSRIs]
- SerotoninSerotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer [SNRIs]
- empfohlen, Patienten angemessen auf Symptome des Serotonin-Syndroms hin zu beobachten
- Berichte über Fälle eines Serotonin-Syndroms bei der Anwendung von 5-HT3-Antagonisten