Klismacort 100mg Rektalkapseln
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 4 ST | 24,99 € |
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Indikation
- Behandlung des Kruppsyndroms (stenosierende Laryngotracheitis bzw. Pseudokrupp, spasmodischer Krupp)
- Akutbehandlung der obstruktiven Bronchitis sowie von asthmatischen Beschwerden in Kombination mit Bronchodilatatoren, wenn eine parenterale oder orale Glucocorticoidtherapie nicht möglich ist
- Hinweis
- bei schwerer Atemnot oder fehlender Besserung der Symptome ist unbedingt der Arzt aufzusuchen
Dosierung
- Behandlung des Kruppsyndroms, Akutbehandlung der obstruktiven Bronchitis sowie von asthmatischen Beschwerden in Kombination mit Bronchodilatatoren, wenn eine parenterale oder orale Glucocorticoidtherapie nicht möglich ist
- Säuglinge und Kinder
- 1 Rektalkapsel (100 mg Prednisolon) bis zu 2mal / Tag
- Im Bedarfsfall eine zweite Dosis nach 2 - 4 Stunden möglich
- Behandlungsdauer: max. 2 Tage
- Säuglinge und Kinder
Kontraindikationen
Prednisolon - rektal
- Überempfindlichkeit gegen Prednisolon
- bei kurzfristiger Verabreichung in akut bedrohlichen Krankheitsphasen sind keine anderen Gegenanzeigen zu beachten
- nicht für eine Daueranwendung geeignet
Nebenwirkungen
Prednisolon - rektal
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- mäßige Leukozytose
- ohne Häufigkeitsangabe
- Lymphopenie
- Eosinopenie
- Polyglobulie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Maskierung von Infektionen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Überempfindlichkeitsreaktionen, z. B. Arzneimittelexantheme
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erhöhung des Infektionsrisikos
- Sklerodermiebedingte renale Krise
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Endokrine Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Cushing-Syndrom (typische Symptome: Vollmondgesicht, Stammfettsucht, Plethora)
- Wachstumshemmung bei Kindern
- Störungen der Sexualhormonsekretion
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Natriumretention (mit Ödembildung)
- vermehrte Kaliumausscheidung (cave: Rhythmusstörungen)
- verminderte Glucosetoleranz
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Psychiatrische Erkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Depressionen
- Gereiztheit
- Euphorie
- Antriebssteigerung
- Appetitsteigerung
- Psychosen
- Schlafstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Nervensystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Manifestation einer latenten Epilepsie
- Erhöhung der Anfallsbereitschaft bei manifester Epilepsie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Augenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Glaukom
- verschwommenes Sehen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gefäßerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypertonie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Magen-Ulcera
- gastrointestinale Blutungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Pankreatitis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Brennen und Juckreiz in der Analregion
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hautveränderungen
- erhöhte Gefäßbrüchigkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Muskelatrophie
- Muskelschwäche
- Osteoporose
- ohne Häufigkeitsangabe
Anwendungshinweise
- Rektalkapsel tief in den Darm einführen
Stillzeithinweise
Prednisolon - rektal
- Strenge Indikationsstellung
- Übergang von Glucocorticoiden in Muttermilch (bis zu 0,23% der Einzeldosis)
- bei Dosen bis zu 10 mg / Tag liegt die über die Muttermilch aufgenommene Menge unter der Nachweisgrenze
- Schädigung des Säuglings bisher nicht bekannt
- bei höheren Dosen (25% der Serumkonzentration in der Milch bei 80 mg Prednisolon/Tag)Anstieg des Milch/Plasma-Konzentrationsverhältnis
- Abstillen empfehlenswert
- bei Dosen bis zu 10 mg / Tag liegt die über die Muttermilch aufgenommene Menge unter der Nachweisgrenze
Schwangerschaftshinweise
Prednisolon - rektal
- Behandlung nur nach sorgfältiger Nutzen/Risiko-Abwägung
- Langzeitbehandlung mit Glucocorticoiden während der Schwangerschaft:
- Wachstumsstörungen des Feten sind nicht auszuschließen
- erhöhtes Risiko für orale Spaltbildungen bei menschlichen Feten durch die Gabe von Glucocorticoiden während des 1. Trimenons wird diskutiert
- Glucocorticoide-Gabe am Ende der Schwangerschaft
- Gefahr einer Atrophie der Nebennierenrinde beim Fetus (ausschleichende Substitutionsbehandlung des Neugeborenen kann erforderlich sein)
- tierexperimenelle Studien
- Prednisolon führte zur Ausbildung von Gaumenspalten
- Fertilität
- keine klinischen Studien zur Fertilität durchgeführt
Warnhinweise
Prednisolon - rektal
- Allgemein
- bei schwerer Atemnot oder fehlender Besserung der Symptome ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen
- behandelnder Arzt sollte nach anderen Erkrankungen und deren medikamentöser Therapie fragen, bevor Prednisolon verabreicht wird
- bei Weiterbehandlung durch einen anderen Arzt sollte dieser über die erfolgte Therapie unbedingt informiert werden
- Ausschleichen der Therapie
- kurze Therapiedauer macht ein Ausschleichen mit fallenden Dosierungen nicht erforderlich
- Sehstörung
- bei der systemischen und topischen Anwendung von Corticosteroiden können Sehstörungen auftreten
- bei Auftreten von Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen:
- Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen in Erwägung ziehen, diese umfassen unter anderem
- Katarakt
- Glaukom
- seltene Erkrankungen, wie z. B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC)
- Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen in Erwägung ziehen, diese umfassen unter anderem
- Sklerodermiebedingte renale Krise
- Vorsicht bei Patienten mit systemischer Sklerose
- aufgrund einer erhöhten Inzidenz (möglicherweise tödlicher) sklerodermiebedingter renaler Krisen mit Hypertonie und einer verringerten Harnausscheidung bei einer täglichen Dosis von 15 mg oder mehr Prednisolon
- Blutdruck und Nierenfunktion (S-Kreatinin) daher routinemäßig überprüfen
- bei Verdacht auf eine renale Krise
- Blutdruck sorgfältig überwachen
- Vorsicht bei Patienten mit systemischer Sklerose
- Dopingkontrollen
- Anwendung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen