KREON 10.000 Hartkps.m.magensaftr.überz.Pellets
EMRA-MED Arzneimittel GmbH
Wirkstoff: Amylase/Proteasen/Triacylglycerollipase →
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 100 ST | 35,30 € |
| N3 | 200 ST | 57,64 € |
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Indikation
- Störungen der exokrinen Pankreasfunktion, die mit einer Maldigestion einhergehen
- Mukoviszidose
- Unterstützung der ungenügenden Funktion der Bauchspeicheldrüse
Dosierung
- Störungen der exokrinen Pankreasfunktion, die mit Maldigestion einhergehen; bei Mukoviszidose zur Unterstützung der ungenügenden Funktion der Bauchspeicheldrüse
- allgemeine Hinweise
- Dosierung individuell, abhängig von Schwere der Erkrankung und Zusammensetzung der Nahrung
- Therapie mit der niedrigsten empfohlenen Dosis beginnen und schrittweise erhöhen
- dabei die Reaktion des Patienten, die Symptome und den Ernährungszustand sorgfältig überwachen
- Dosiserhöhungen nicht selbstständig durch den Patienten
- Änderungen in der Dosierung können eine Anpassungsdauer von mehreren Tagen erfordern
- Mukoviszidose
- alle Altersgruppen
- Dosierung angepasst an Schwere der Erkrankung, Kontrolle der Steatorrhoe und Erhaltung eines guten Ernährungszustands
- Maximaldosis
- pro Mahlzeit: 2.500 Ph. Eur Lipase-Einheiten / kg KG / Mahlzeit
- pro Tag: 10.000 Ph. Eur Lipase-Einheiten / kg KG
- Einnahme > 10.000 Ph. Eur Lipase-Einheiten / kg KG / Tag
- es wurde über eine fibrosierende Kolonopathie berichtet
- Einnahme > 10.000 Ph. Eur Lipase-Einheiten / kg KG / Tag
- pro Gramm Fettaufnahme: 4.000 Ph. Eur. Lipase-Einheiten
- Jugendliche und Erwachsene
- eine gewichtsbasierte Enzymdosierung sollte mit 500 Ph. Eur. Lipase-Einheiten / kg KG / Mahlzeit begonnen werden
- Kinder
- < 4 Jahre:
- initial: 1.000 Ph. Eur. Lipase-Einheiten / kg Körpergewicht / Mahlzeit
- >/= 4 Jahre:
- initial: 500 Ph. Eur. Lipase-Einheiten / kg Körpergewicht / Mahlzeit
- geeignete Dosierungsstärken
- bei Patienten unter einem bestimmten Körpergewicht, abhängig vom Alter, ist die Dosisstärke dieses Präparats möglicherweise nicht für den Therapiebeginn geeignet
- die Dosis, die in dieser Patientengruppe benötigt wird, muss mit Dosierungsformen mit weniger Lipase-Einheiten eingestellt werden
- < 4 Jahre:
- alle Altersgruppen
- anderen Erkrankungen, die mit einer exokrinen Pankreasinsuffizienz einhergehen
- Jugendliche und Erwachsene
- Einstellung der Dosierung individuell nach dem Grad der Maldigestion und dem Fettgehalt der Mahlzeit
- erforderliche Dosis
- etwa 25.000 - 80.000 Ph. Eur. Lipase-Einheiten (entsprechend 2 - 8 Kapseln) / Mahlzeit
- Hälfte der Einzeldosis / Zwischenmahlzeit
- Jugendliche und Erwachsene
- allgemeine Hinweise
Kontraindikationen
Pankreas Pulver (vom Schwein) - peroral
- Überempfindlichkeit gegen
- Pankreas-Pulver vom Schwein
- Schweinefleisch/Schweineproteine
- akute Pankreatitis
- akuter Schub einer chronischen Pankreatitis in der floriden Erkrankungsphase
- in der Abklingphase während des diätetischen Aufbaus ist gelegentliche Gabe bei weiterhin bestehenden Verdauungsstörungen sinnvoll
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Pankreas Pulver (vom Schwein) - peroral
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- allergische Reaktionen vom Soforttyp I, z. B.
- Hautausschlag
- Urtikaria
- Niesen
- Tränenfluss
- Bronchospasmus
- Dyspnoe
- gastrointestinale Überempfindlichkeit, z.B.
- Diarrhoe
- gastrische Beschwerden
- Übelkeit
- allergische Reaktionen vom Soforttyp I, z. B.
- ohne Häufigkeitsangabe
- Überempfindlichkeit (anaphylaktische Reaktionen); Beobachtungen nach Markteinführung umfassten
- Generalisierter Hautausschlag
- Angioödem
- Anschwellen der Lippen
- Anschwellen der Mundschleimhaut und des Gesichts
- Brennen und Schwellungen um die Augen
- asthmatische Beschwerden
- Tachykardie und Hypotonie im Rahmen eines anaphylaktischen Schocks
- Überempfindlichkeit (anaphylaktische Reaktionen); Beobachtungen nach Markteinführung umfassten
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Anorexie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schwindelgefühl
- Gleichgewichtsstörung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Rhinitis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Bronchospasmus
- Asthma
- Dyspnoe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts (in erster Linie leicht oder mäßig ausgeprägt)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Bauchschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- Erbrechen
- Obstipation
- Diarrhoe
- Völlegefühl
- Bauchblähung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Abdominalschmerz
- Stomatitis
- Dyspepsie (Pyrosis, Sodbrennen)
- Gastrointestinale Motilitätsstörung
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Magen-Darm-Unverträglichkeit wie
- Drücken
- Sodbrennen
- Schmerzen
- Abdominalbeschwerden
- Meteorismus
- Brechreiz
- Stomatitis bei Kindern
- Blutungen im Gastrointestinaltrakt (Neugeborene)
- allergische Reaktionen des Verdauungstraktes
- Bildung von Strikturen der Ileocaecalregion und des Colon ascendens / fibrosierende Colonopathie (Mukoviszidosepatienten)
- diese Verengungen können unter Umständen zu einem Ileus führen
- siehe auch Kategorie "Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen"
- Magen-Darm-Unverträglichkeit wie
- ohne Häufigkeitsangabe (bevorzugt bei Hochdosistherapie bei Mukoviszidose)
- Ileumstenose
- Colonstenose
- Ileus
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ausschlag
- Erythem
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Perianale Reizzustände
- Pruritus
- Exanthem
- Urtikaria
- Bildung von Strikturen der Ileocaecalregion und des Colon ascendens / fibrosierende Colonopathie (Mukoviszidosepatienten)
- diese Verengungen können unter Umständen zu einem Ileus führen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Unwohlsein
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Untersuchungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hyperurikämie
- Hyperurikurie / erhöhte Harnsäureausscheidung im Urin
- bei Patienten mit Mukoviszidose v. a. unter der Einnahme hoher Dosen beobachtet
- daher bei diesen Patienten die Harnsäureausscheidung im Urin kontrollieren, um die Bildung von Harnsäuresteinen zu vermeiden
- ohne Häufigkeitsangabe
Anwendungshinweise
- zum Einnehmen
- Kapseln ungeöffnet und unzerkaut während oder direkt nach einer Mahlzeit / Zwischenmahlzeit mit ausreichend Flüssigkeit einnehmen
- wenn Schlucken schwierig ist (z. B. kleine Kinder, ältere Patienten)
- Kapseln vorsichtig öffnen
- Pellets einer sauren (pH < 5,5) weichen Nahrung oder Flüssigkeit beimengen
- z. B. Apfelmus, Joghurt oder Fruchtsaft mit < pH 5,5 (z. B. Apfel-, Orangen- oder Ananassaft)
- Mischungen von Pellets mit weicher Nahrung oder Flüssigkeiten sofort und ohne zu kauen herunterschlucken
- anschließend ausreichend Wasser oder Saft trinken, um eine vollständige Einnahme sicherzustellen
- Mischungen von Pellets mit Nahrung oder Flüssigkeiten sofort verwenden, nicht aufbewahren
- Pellets nicht mit Wasser, Milch oder warmen Speisen mischen und Kapseln nicht zerdrücken oder zerkauen
- die magensaftresistente Hülle der Pellets kann zerstört werden
- dadurch können die Enzyme vorzeitig in der Mundhöhle freigesetzt werden, wodurch die Wirksamkeit vermindert und die Schleimhäute geschädigt werden können
- es sollten keine Produktreste in der Mundhöhle verbleiben
Stillzeithinweise
Pankreas Pulver (vom Schwein) - peroral
- das Arzneimittel sollte in der Stillzeit nicht eingenommen werden, sofern nicht unbedingt erforderlich bzw. Einnahme nur unter entspr. Nutzen-Risiko-Abwägung durch den behandelnden Arzt
- das mögliche Risiko für den Menschen ist unbekannt
- es werden jedoch keine Auswirkungen auf das gestillte Neugeborene/Kleinkind erwartet, da die systemische Exposition gegenüber Schweinepankreasenzymen bei der stillenden Frau vernachlässigbar ist
Warnhinweise
Pankreas Pulver (vom Schwein) - peroral
- akuter Pankreatitis und akuten Schüben einer chronischen Pankreatitis
- die Anwendung ist bei akuter Pankreatitis und akuten Schüben einer chronischen Pankreatitis während der floriden Erkrankungsphase nicht indiziert
- in der Abklingphase während des diätetischen Aufbaus ist jedoch gelegentlich die Gabe bei Hinweisen auf eine noch oder weiterhin bestehende Insuffizienz sinnvoll
- allergische/anaphylaktische Reaktionen
- durch Inhalation von Pankreas-Pulver vom Schwein können allergische Reaktionen ausgelöst werden
- in seltenen Fällen wurde von anaphylaktische Reaktionen bei Pankreasenzymproduktenberichtet
- wenn diese Reaktion auftritt: Patienten anweisen, die Behandlung sofort abzubrechen und dringend medizinische Hilfe zu suchen
- um das Risiko von Nebenwirkungen aufgrund von Überempfindlichkeit zu reduzieren, ist Vorsicht bei Patienten mit Allergien gegen Schweineproteine geboten
- Reizung der Mundschleimhaut
- das Arzneimittel enthält aktive Enzyme, die bei Freisetzung in der Mundhöhle, z.B. durch Zerkauen, aufgrund ihrer proteolytischen Wirkung zu Schleimhautschädigungen führen können
- wenn das Arzneimittel gekaut und/oder zu lange im Mund behalten wird, können Schleimhautschädigungen auftreten wie:
- Schmerzen im Mund
- Reizungen (Stomatitis)
- Blutungen
- Bildung von Geschwüren (Ulzerationen der Mundschleimhaut)
- wenn das Arzneimittel gekaut und/oder zu lange im Mund behalten wird, können Schleimhautschädigungen auftreten wie:
- deshalb ist darauf zu achten, dass
- das Arzneimittel unzerkaut geschluckt wird
- das Spülen des Mundes und das Trinken eines Glases Wasser helfen kann, wenn erste Anzeichen einer Reizung des Mundes auftreten
- das Arzneimittel enthält aktive Enzyme, die bei Freisetzung in der Mundhöhle, z.B. durch Zerkauen, aufgrund ihrer proteolytischen Wirkung zu Schleimhautschädigungen führen können
- Intestinale Obstruktionen
- intestinale Obstruktionen sind bekannte Komplikationen bei Patienten mit Mukoviszidose
- z. B. Strikturen der Ileozökalregion und des Colon ascendens (fibrosierende Colonopathie), wenn hohe Dosen von Präparaten mit Pankreas-Pulver eingenommen wurden
- bei Vorliegen von darmverschlussähnlichen Krankheitszeichen: Möglichkeit von Darmverengungen in Betracht ziehen
- bis zum völligen Abklingen der Symptome sollte das Arzneimittel nicht eingenommen werden
- Vorsichtsmaßnahme:
- ungewöhnliche abdominale Beschwerden oder Veränderungen im Beschwerdebild medizinisch untersuchen, um die Möglichkeit einer fibrosierenden Colonopathie auszuschließen
- insb. bei warmem Wetter auf eine angemessene Flüssigkeitszufuhr achten
- da eine eingeschränkte Flüssigkeitssekretion zur Entwicklung von intestinaler Obstruktion beitragen kann
- betrifft besonders Patienten, die täglich > 10 000 Ph. Eur.-Einheiten Lipase pro kg Körpergewicht einnehmen
- intestinale Obstruktionen sind bekannte Komplikationen bei Patienten mit Mukoviszidose
- Patienten mit Pankreasinsuffizienz
- regelmäßige Kontrollen des Folsäure-Status bzw. Folsäuresubstitution, insb. dann, wenn Pankreasenzyme zusammen mit Bicarbonat (oder Cimetidin) eingenommen wird
- Patienten mit Diabetes mellitus
- Patienten, die Antidiabetika einnehmen, die zur Gruppe der Glucosidase-Inhibitoren gehören, sollten das Arzneimittel zeitlich versetzt zum Glucosidase-Inhibitor einnehmen
- Hyperurikurie und Hyperurikämie
- hoch dosierte Pankreasenzyme sind mit Hyperurikurie und Hyperurikämie assoziiert
- bei Patienten mit Mukoviszidose kann es zu einer erhöhte Harnsäureausscheidung kommen
- v. a. unter der Einnahme hoher Dosen Pankreaspulver
- daher sollte während der Behandlung mit hohen Dosen die Harnsäureausscheidung im Urin kontrolliert werden, um die Bildung von Harnsäuresteinen zu vermeiden
- besondere Vorsicht ist erforderlich, wenn das Arzneimittel in der Abklingphase nach einem Erkrankungsschub während des diätetischen Aufbaus eingenommen wird