KUVAN 100 mg Pulver z.Herst.e.Lösung z.Einnehmen
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 30 ST | 816,45 € |
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Indikation
- Behandlung einer Hyperphenylalaninämie (HPA) bei Patienten jeden Alters mit Phenylketonurie (PKU), die nachweislich auf eine solche Therapie ansprechen
- Behandlung einer Hyperphenylalaninämie (HPA) bei Patienten jeden Alters mit Tetrahydrobiopterin (BH4)-Mangel, die nachweislich auf eine solche Therapie ansprechen
Dosierung
Basiseinheit: 1 Beutel enthält 100 mg Sapropterindihydrochlorid (Sapropterin dihydrochloride) (entsprechend 77 mg Sapropterin).
- Behandlung einer Hyperphenylalaninämie (HPA) bei Patienten mit Phenylketonurie (PKU) oder Tetrahydrobiopterin (BH4)-Mangel, die nachweislich auf eine solche Therapie ansprechen
- allgemein
- Einleitung und Überwachung der Therapie von einem in der Behandlung der PKU und des BH4-Mangels erfahrenen Facharztes
- Überwachung der diätetischen Phenylalanin- und der Gesamtproteinaufnahme während der Therapie erforderlich (um adäquate Kontrolle der Phenylalaninblutspiegel und ausgewogene Ernährung sicherzustellen)
- Ermittlung des Ansprechens
- Ermittlung durch Abnahme der Phenylalaninspiegel im Blut
- Bestimmung der Phenylalaninblutspiegel
- vor Beginn der Anwendung von Sapropterin
- 1 Woche nach der Anwendung in der empfohlenen Anfangsdosis
- bei nicht zufriedenstellender Senkung der Phenylalaninblutspiegel
- Dosiserhöhung, optional, auf max. 20 mg / kg KG / Tag
- unter kontinuierlicher, wöchentlicher Überwachung der Phenylalaninblutspiegel über 1 Monat
- diätetische Phenylalaninzufuhr in diesem Zeitraum konstant halten
- Patienten, die während der beschriebenen 1monatigen Testphase nicht in definiertem Maß ansprechen
- Einstufung als Non-responder
- sollten nicht mit Sapropterin behandelt und die Anwendung sollte eingestellt werden
- bei positivem Ansprechen auf das Arzneimittel
- Dosiseinstellung, je nach Ansprechen, auf 5 - 20 mg / kg KG / Tag
- Dosierung
- PKU
- initial: 10 mg / kg KG (Körpergewicht) 1 mal / Tag
- Erhaltungsdosis: i.d.R. 5 - 20 mg / kg KG / Tag
- BH4-Mangel
- initial: 2 - 5 mg / kg KG (Körpergewicht) 1 mal / Tag
- Erhaltungsdosis: max. 20 mg / kg KG / Tag
- Patienten > 20 kg KG
- die nach KG berechnete Tagesdosis auf den nächsten 100 mg-Wert auf- bzw. abrunden
- PKU
- Dosisanpassung
- Sapropterin kann die Phenylalaninblutspiegel unter den erwünschten therapeutischen Wert absenken
- ggf. Dosisanpassung oder Änderung der diätetischen Phenylalaninzufuhr erforderlich (um Phenylalaninblutspiegel im erwünschten therapeutischen Bereich zu erreichen und aufrechtzuerhalten)
- Kontrolle von Phenylalanin- und Tyrosinblutspiegeln, v. a. bei Kindern
- 1 - 2 Wochen nach jeder Dosisanpassung
- danach regelmäßig, nach Anweisung des behandelnden Arztes
- im Fall einer ungenügenden Kontrolle der Phenylalaninblutspiegel während der Therapie
- medikamentöse und diätetische Compliance des Patienten überprüfen, bevor Dosisanpassung von Sapropterin in Erwägung gezogen wird
- Patienten müssen weiter restriktive Phenylalanindiät einhalten und sich regelmäßig klin. Untersuchungen unterziehen (wie Kontrolle der Phenylalanin- und Tyrosinblutspiegel, der diätetischen Zufuhr und der psychomotorischen Entwicklung)
- Unterbrechung der Behandlung nur unter ärztlicher Aufsicht
- ggf. häufigere Überwachung erforderlich (Phenylalaninblutspiegel können ansteigen)
- Anpassung der Diät kann notwendig werden, um Phenylalaninblutspiegel innerhalb des gewünschten therapeutischen Bereichs aufrechtzuerhalten
- Sapropterin kann die Phenylalaninblutspiegel unter den erwünschten therapeutischen Wert absenken
- Behandlungsdauer
- bei positivem Ansprechen: Langzeitbehandlung
- allgemein
besondere Patientengruppen
- ältere Patienten > 65 Jahre, eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- Vorsicht bei der Anwendung
- Kinder und Jugendliche
- keine Dosisanpassung erforderlich
Kontraindikationen
Sapropterin - peroral
- Überempfindlichkeit gegenüber Sapropterin
Therapiehinweise
Einnahme während des Essens.
Nebenwirkungen
Sapropterin - peroral
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Überempfindlichkeitsreaktionen (einschl. schwerwiegender allergischer Reaktionen)
- Ausschlag
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypophenylalaninämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Rhinorrhoe
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- laryngopharnygeale Schmerzen
- verstopfte Nase
- Husten
- ohne Häufigkeitsangabe
- Rhinitis
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Durchfall
- Erbrechen
- Bauchschmerzen
- Dyspepsie
- Übelkeit
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gastritis
- Ösophagitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Einnahme zusammen mit einer Mahlzeit (um Resorption zu steigern)
- Patienten mit PKU
- Einnahme 1mal / Tag, immer zur gleichen Tageszeit, vorzugsweise morgens
- Patienten mit BH4-Mangel
- Gesamttagesdosis in 2 oder 3 Gaben über den Tag verteilt geben
- Lösung innerhalb von 30 Min. nach der Zubereitung einnehmen
- nicht verwendete Lösung nach der Anwendung entsorgen
- Patienten > 20 kg KG:
- Inhalt des (der) Beutel(s) in 120 - 240 ml Wasser geben und so lange rühren, bis er sich aufgelöst hat
- Kinder < 20 kg
- für die Gabe wird eine Dosierhilfe benötigt
- weitere Hinweise zur Handhabung s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Sapropterin - peroral
- Sapropterin soll während der Stillzeit nicht angewendet werden
- nicht bekannt, ob Sapropterin oder dessen Metabolite in die Muttermilch übergehen
Schwangerschaftshinweise
Sapropterin - peroral
- Anwendung von Sapropterin nur in Erwägung ziehen, falls eine strenge diätetische Behandlung die Phenylalaninblutspiegel nicht adäquat absenkt
- bei der Verschreibung an schwangere Frauen ist Vorsicht geboten
- ärztlich überwachte, diätetische Beschränkung der Phenylalaninaufnahme vor und während der gesamten Schwangerschaft ist bei dieser Patientengruppe die Therapie der ersten Wahl
- bisher nur sehr begrenzte Erfahrungen zur Anwendung bei Schwangeren vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf Schwangerschaft, embryonale/fötale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung
- mütterlichen PKU-Spiegel
- verfügbare Daten aus der Maternal Phenylketonuria Collaborative Study zum erkrankungsassoziierten maternalen und/oder embryofetalen Risiko über eine mäßige Anzahl an Schwangerschaften und Lebendgeburten (zwischen 300-1.000) bei Frauen mit PKU haben gezeigt, dass unkontrollierte Phenylalaninspiegel oberhalb 600 µmol/l mit einer sehr hohen Inzidenz an neurologischen, kardialen und Wachstumsanomalien sowie fazialem Dysmorphismus assoziiert sind
- mütterlichen Phenylalaninblutspiegel daher vor und während der Schwangerschaft streng kontrollieren
- falls die mütterlichen Phenylalaninspiegel vor und während der Schwangerschaft nicht streng kontrolliert werden, kann dies für Mutter und Fötus schädlich sein
- mütterlichen Phenylalaninblutspiegel daher vor und während der Schwangerschaft streng kontrollieren
- verfügbare Daten aus der Maternal Phenylketonuria Collaborative Study zum erkrankungsassoziierten maternalen und/oder embryofetalen Risiko über eine mäßige Anzahl an Schwangerschaften und Lebendgeburten (zwischen 300-1.000) bei Frauen mit PKU haben gezeigt, dass unkontrollierte Phenylalaninspiegel oberhalb 600 µmol/l mit einer sehr hohen Inzidenz an neurologischen, kardialen und Wachstumsanomalien sowie fazialem Dysmorphismus assoziiert sind
- Fertilität
- in präklinischen Studien keine Auswirkungen von Sapropterin auf die männliche und weibliche Fertilität beobachtet
Warnhinweise
Sapropterin - peroral
- diätische Zufuhr
- Patienten, die mit Sapropterin behandelt werden, müssen weiter eine phenylalaninrestriktive Diät einhalten und sich regelmäßig klinischen Untersuchungen unterziehen
- wie Überwachung der Phenylalaninblutspiegel und der Tyrosinspiegel, der Nahrungsaufnahme / Nährstoffaufnahme und der psychomotorischenEntwicklung
- Patienten, die mit Sapropterin behandelt werden, müssen weiter eine phenylalaninrestriktive Diät einhalten und sich regelmäßig klinischen Untersuchungen unterziehen
- niedrige Phenylalaninblutspiegel und Tyrosinspiegel
- ungenügende körpereigene Protein- und Neurotransmittersynthese durch anhaltende oder periodisch auftretende Fehlsteuerung des Phenylalanin-Tyrosin-L-Dihydroxy-phenylalanin (DOPA)-Abbauweges möglich
- anhaltend niedrige Phenylalaninblutspiegel und Tyrosinspiegel während der Kindheit wurden mit einer Beeinträchtigung der geistigen Entwicklung in Verbindung gebracht
- während der Therapie ist eine wirksame Überwachung der diätetischen Phenylalanin- und der Gesamtproteinaufnahme erforderlich, um eine adäquate Kontrolle der Phenylalanin- und Tyrosinblutspiegel und eine ausgewogene Ernährung sicherzustellen
- Erkrankungen
- im Krankheitsfall wird ein Arztbesuch empfohlen, da die Phenylalaninblutspiegel dann ansteigen können
- Krampfanfälle
- bei der Verordnung von Sapropterin für Patienten, die mit Levodopa behandelt werden, ist Vorsicht geboten
- bei gleichzeitiger Anwendung von Levodopa und Sapropterin bei Patienten mit BH4-Mangel wurden Fälle von Krampfanfällen, eine Exazerbation von Krampfanfällen sowie erhöhte Erregbarkeit und Reizbarkeit beobacht
- bei der Verordnung von Sapropterin für Patienten, die mit Levodopa behandelt werden, ist Vorsicht geboten
- Therapieabbruch
- Rückfall, definiert als Anstieg der Phenylalaninblutspiegel über die Therapieausgangswerte hinaus, kann bei Therapieabbruch entstehen