Lamotrigin axcount 200mg
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 50 ST | 21,71 € |
| N2 | 100 ST | 40,19 € |
| N3 | 200 ST | 85,44 € |
Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.
Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.
Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- Epilepsie
- Erwachsene und Jugendliche (>/= 13 Jahre)
- Zusatz- oder Monotherapie partieller und generalisierter Anfälle einschließlich tonisch-klonischer Anfälle
- Anfälle in Zusammenhang mit dem Lennox-Gastaut-Syndrom
- Arzneimittel wird als Zusatztherapie gegeben, kann aber auch als initiales Antiepileptikum angewendet werden, um damit die Behandlung des Lennox-Gastaut-Syndroms zu beginnen.
- Kinder und Jugendliche (2 - 12 Jahre)
- Zusatztherapie bei partiellen und generalisierten Anfällen, einschließlich tonisch-klonischer Anfälle sowie bei Anfällen in Zusammenhang mit dem Lennox-Gastaut-Syndrom
- Monotherapie typischer Absencen
- Erwachsene und Jugendliche (>/= 13 Jahre)
- Bipolare Störung
- Erwachsene (>/= 18 Jahre)
- Prävention depressiver Episoden bei Patienten mit Bipolar-I-Störung und überwiegend depressiven Episoden
- Hinweis
- Arzneimittel ist nicht für die Akuttherapie manischer oder depressiver Episoden indiziert
- Erwachsene (>/= 18 Jahre)
Dosierung
- Hinweis
- wenn die berechnete Dosis von Lamotrigin (z. B. für die Behandlung von Kindern mit Epilepsie oder von Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion) nicht in ganzen Tabletten verabreicht werden kann: nächst niedrigere Dosis, die in ganzen Tabletten gegeben werden kann, verabreichen
- Wiederaufnahme der Therapie
- Patienten, die Lamotrigin aus irgendeinem Grund abgesetzt haben, abwägen, ob eine schrittweise Steigerung bis zur Erhaltungsdosis erforderlich ist
- da das Risiko eines schweren Hautausschlages mit hohen Anfangsdosen und einem Überschreiten der empfohlenen Dosissteigerung von Lamotrigin in Zusammenhang steht
- je länger das Absetzen von Lamotrigin zurückliegt, desto eher eine schrittweise Dosissteigerung bis zur Erhaltungsdosis erwägen
- wenn der zeitliche Abstand seit dem Absetzen von Lamotrigin >/= 5 Halbwertszeiten beträgt: Lamotrigin generell gemäß dem entsprechenden Dosierungsschema bis zur Erhaltungsdosis schrittweise aufdosieren
- es wird empfohlen, dass die Therapie mit Lamotrigin bei Patienten, die die vorangegangene Behandlung mit Lamotrigin aufgrund eines Hautausschlages abgebrochen haben, nicht wieder aufgenommen wird, es sei denn, dass der mögliche Nutzen die Risiken klar überwiegt
- Patienten, die Lamotrigin aus irgendeinem Grund abgesetzt haben, abwägen, ob eine schrittweise Steigerung bis zur Erhaltungsdosis erforderlich ist
- Epilepsie
- empfohlene Dosen für den Behandlungsbeginn und anschließende Dosissteigerung nicht überschreiten (Risiko von Hautausschlägen minimieren)
- wenn eine Begleitmedikation mit Antiepileptika abgesetzt wird oder andere Antiepileptika / Arzneimittel den Lamotrigin-haltigenBehandlungsschemata hinzugefügt werden: Auswirkungen auf die Pharmakokinetik von Lamotrigin berücksichtigen
- Tabelle 1: empfohlenes Behandlungsschema bei Epilepsie
- Erwachsene und Jugendliche (>/= 13 Jahre)
- Monotherapie
- 1. und 2. Woche: 25 mg Lamotrigin 1mal / Tag
- 3. und 4. Woche: 50 mg Lamotrigin 1mal / Tag
- übliche Erhaltungsdosis
- 100 - 200 mg Lamotrigin / Tag, als Einmalgabe oder aufgeteilt auf 2 Einzeldosen
- zum Erreichen der Erhaltungsdosis: Dosen alle 1 - 2 Wochen um max. 50 - 100 mg erhöhen, bis ein optimales Ansprechen erzielt ist
- bei einigen Patienten waren 500 mg / Tag erforderlich, um das gewünschte Ansprechen zu erreichen
- Zusatzbehandlung MIT Valproat (Hemmer der Glucoronidierung von Lamotrigin)
- dieses Dosierschema mit Valproat unabhängig von weiterer Begleitmedikation anwenden
- 1. und 2. Woche: 12,5 mg Lamotrigin / Tag oder 25 mg Lamotrigin 1mal / 2 Tage
- 3. und 4. Woche: 25 mg Lamotrigin 1mal / Tag
- übliche Erhaltungsdosis
- 100 - 200 mg Lamotrigin / Tag, als Einmalgabe oder aufgeteilt auf 2 Einzeldosen
- zum Erreichen der Erhaltungsdosis: Dosen alle 1 - 2 Wochen um max. 25 - 50 mg erhöhen, bis ein optimales Ansprechen erzielt ist
- Zusatzbehandlung OHNE Valproat und MIT Induktoren der Glucuronidierung von Lamotrigin
- dieses Dosierschema ohne Valproat anwenden, aber mit: Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital, Primidon, Rifampicin, Lopinavir / Ritonavir
- 1. und 2. Woche: 50 mg Lamotrigin 1mal / Tag
- 3. und 4. Woche: 100 mg Lamotrigin / Tag, aufgeteilt auf 2 Einzeldosen
- übliche Erhaltungsdosis
- 200 - 400 mg Lamotrigin / Tag, aufgeteilt auf 2 Einzeldosen
- zum Erreichen der Erhaltungsdosis: Dosen alle 1 - 2 Wochen um max. 100 mg erhöhen, bis ein optimales Ansprechen erzielt ist
- bei einigen Patienten waren 700 mg / Tag erforderlich, um das gewünschte Ansprechen zu erreichen
- Zusatztherapie OHNE Valproat und OHNE Induktoren der Glucuronidierung von Lamotrigin
- Dosierschema mit anderen Arzneimitteln anwenden, die die Glucuronidierung von Lamotrigin nicht signifikant hemmen oder induzieren
- 1. und 2. Woche: 25 mg Lamotrigin 1mal / Tag
- 3. und 4. Woche: 50 mg Lamotrigin 1mal / Tag
- übliche Erhaltungsdosis
- 100 - 200 mg Lamotrigin / Tag, als Einmalgabe oder aufgeteilt auf 2 Einzeldosen
- zum Erreichen der Erhaltungsdosis: Dosen alle 1 - 2 Wochen um max. 50 - 100 mg erhöhen, bis ein optimales Ansprechen erzielt ist
- bei Patienten, die Arzneimittel einnehmen, deren pharmakokinetische Wechselwirkungen mit Lamotrigin derzeit nicht bekannt sind: Behandlungsschema anwenden, das für die gleichzeitige Therapie mit Valproat empfohlen wird
- Monotherapie
- Erwachsene und Jugendliche (>/= 13 Jahre)
- Tabelle 2: empfohlenes Behandlungsschema bei Epilepsie
- Kinder und Jugendliche (2 - 12 Jahre)
- Hinweis
- Gesamtdosis in mg / kg KG / Tag: wenn die berechnete Lamotrigin-Dosis nicht durch Anwendung ganzer Tabletten erreicht werden kann: Dosis auf die nächste ganze Tablette abrunden
- Monotherapie typischer Absencen
- 1. und 2. Woche: 0,3 mg / kg KG 1mal / Tag oder aufgeteilt in 2 Einzeldosen
- 3. und 4. Woche: 0,6 mg / kg KG 1mal / Tag oder aufgeteilt in 2 Einzeldosen
- übliche Erhaltungsdosis
- 1 - 15 mg / kg KG 1mal / Tag oder aufgeteilt in 2 Einzeldosen
- zum Erreichen der Erhaltungsdosis: Dosen alle 1 - 2 Wochen um max. 0,6 mg / kg KG / Tag erhöhen, bis ein optimales Ansprechen erzielt ist
- max. Erhaltungsdosis: 200 mg / Tag
- Zusatztherapie MIT Valproat (Hemmer der Glucuronidierung von Lamotrigin)
- dieses Dosierschema mit Valproat unabhängig von weiterer Begleitmedikation anwenden
- 1. und 2. Woche: 0,15 mg / kg KG 1mal / Tag
- wenn die berechnete Tagesdosis </= 1 mg beträgt: Lamotrigin nicht verabreichen
- 3. und 4. Woche: 0,3 mg / kg KG 1mal / Tag
- übliche Erhaltungsdosis
- 1 - 5 mg / kg KG 1mal / Tag oder aufgeteilt in 2 Einzeldosen
- zum Erreichen der Erhaltungsdosis: Dosen alle 1 - 2 Wochen um max. 0,3 mg / kg KG / Tag erhöhen, bis ein optimales Ansprechen erzielt ist
- max. Erhaltungsdosis: 200 mg / Tag
- Zusatztherapie OHNE Valproat und MIT Induktoren der Glucuronidierung von Lamotrigin
- dieses Dosierschema ohne Valproat anwenden, aber mit: Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital, Primidon, Rifampicin, Lopinavir / Ritonavir
- 1. und 2. Woche: 0,6 mg / kg KG / Tag aufgeteilt in 2 Einzeldosen
- 3. und 4. Woche: 1,2 mg / kg KG / Tag aufgeteilt in 2 Einzeldosen
- übliche Erhaltungsdosis
- 5 - 15 mg / kg KG 1mal / Tag oder aufgeteilt in 2 Einzeldosen
- zum Erreichen der Erhaltungsdosis: Dosen alle 1 - 2 Wochen um max. 1,2 mg / kg KG / Tag erhöhen, bis ein optimales Ansprechen erzielt ist
- max. Erhaltungsdosis: 400 mg / Tag
- Zusatztherapie OHNE Valproat und OHNE Induktoren der Glucuronidierung von Lamotrigin
- dieses Dosierschema mit anderen Arzneimitteln anwenden, die die Glucuronidierung von Lamotrigin nicht signifikant hemmen oder induzieren
- 1. und 2. Woche: 0,3 mg / kg KG 1mal / Tag oder aufgeteilt in 2 Einzeldosen
- 3. und 4. Woche: 0,6 mg / kg KG 1mal / Tag oder aufgeteilt in 2 Einzeldosen
- übliche Erhaltungsdosis
- 1 - 10 mg / kg KG 1mal / Tag oder aufgeteilt in 2 Einzeldosen
- zum Erreichen der Erhaltungsdosis: Dosen alle 1 - 2 Wochen um max. 0,6 mg / kg KG / Tag erhöhen, bis ein optimales Ansprechen erzielt ist
- max. Erhaltungsdosis: 200 mg / Tag
- Patienten, die Arzneimittel einnehmen, deren pharmakokinetische Wechselwirkungen mit Lamotrigin derzeit nicht bekannt sind: Behandlungsschema anwenden, das für die gleichzeitige Therapie mit Valproat empfohlen wird
- Hinweis
- Kinder und Jugendliche (2 - 12 Jahre)
- um die Aufrechterhaltung einer therapeutischen Dosis zu gewährleisten: Gewicht des Kindes überwachen und die Dosis bei einerGewichtsänderung gegebenenfalls anpassen
- es ist davon auszugehen, dass bei Kindern im Alter von 2 - 6 Jahren eine Erhaltungsdosis erforderlich ist, die sich am oberen Ende des empfohlenen Dosisbereichs befindet
- wenn mit der Zusatztherapie die Epilepsie unter Kontrolle gebracht wurde, können die gleichzeitig verabreichten Antiepileptika möglicherweise abgesetzt und die Patienten mit der Lamotrigin-Monotherapie weiterbehandelt werden
- Kinder (</= 2 Jahre)
- Anwendung nicht empfohlen
- Kinder (1 Monat - 2 Jahre): zur Wirksamkeit und Sicherheit von Lamotrigin als Zusatztherapie partieller Anfälle liegen nur begrenzte Daten vor
- Kinder (</= 1 Monat): keine Daten vorhanden
- falls trotzdem basierend auf einer klinischen Notwendigkeit eine Entscheidung für eine Behandlung getroffen wird: Fachinformation beachten
- Bipolare Störung
- empfohlene Dosissteigerung sowie die Erhaltungsdosen für Erwachsene (>/= 18 Jahre) sind in den folgenden Tabellen angegeben
- Übergangsbehandlungsschema umfasst die Steigerung der Dosis von Lamotrigin bis zu einer stabilisierenden Erhaltungsdosis über 6 Wochen (Tabelle 3)
- danach können, falls dies klinisch indiziert ist, andere psychotrope Arzneimittel und / oder Antiepileptika abgesetzt werden (Tabelle 4)
- Dosisanpassungen nach Zugabe anderer psychotroper Arzneimittel und / oder von Antiepileptika sind ebenfalls im Folgenden angeführt (Tabelle 5)
- empfohlene Dosen für den Behandlungsbeginn und für die anschließende Dosissteigerung wegen des Risikos von Hautausschlägen nicht überschreiten
- Tabelle 3: empfohlene Dosissteigerung bis zur stabilisierenden Gesamterhaltungsdosis / Tag bei der Behandlung der bipolaren Störung
- Erwachsene (>/= 18 Jahre)
- Monotherapie mit Lamotrigin ODER Zusatztherapie OHNE Valproat und OHNE Induktoren der Glucuronidierung von Lamotrigin
- 1. und 2. Woche: 25 mg 1mal / Tag
- 3. und 4. Woche: 50 mg 1mal / Tag oder aufgeteilt in 2 Einzeldosen
- 5. Woche: 100 mg 1mal / Tag oder aufgeteilt in 2 Einzeldosen
- stabilisierende Zieldosis (Woche 6) - abhängig vom klinischen Ansprechen
- übliche Zieldosis für ein optimales Ansprechen: 200 mg 1mal / Tag oder aufgeteilt in 2 Einzeldosen
- in klinischen Studien wurden Dosen im Bereich von 100 - 400 mg / Tag angewendet
- Zusatztherapie MIT Valproat (Hemmer der Glucuronidierung von Lamotrigin)
- dieses Dosierschema mit Valproat unabhängig von weiterer Begleitmedikation anwenden
- 1. und 2. Woche: 12,5 mg / Tag, gegeben wird 25 mg jeden zweiten Tag
- 3. und 4. Woche: 25 mg 1mal / Tag
- 5. Woche: 50 mg 1mal / Tag oder aufgeteilt in 2 Einzeldosen
- stabilisierende Zieldosis (Woche 6) - abhängig vom klinischen Ansprechen
- übliche Zieldosis für ein optimales Ansprechen: 100 mg 1mal / Tag oder aufgeteilt in 2 Einzeldosen
- tägliche Maximaldosis, in Abhängigkeit vom klinischen Ansprechen: 200 mg / Tag
- Zusatztherapie OHNE Valproat und MIT Induktoren der Glucuronidierung von Lamotrigin
- dieses Dosierschema ohne Valproat anwenden, aber mit: Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital, Primidon, Rifampicin, Lopinavir / Ritonavir
- 1. und 2. Woche: 50 mg 1mal / Tag
- 3. und 4. Woche: 100 mg / Tag, aufgeteilt in 2 Einzeldosen
- 5. Woche: 200 mg / Tag, aufgeteilt in 2 Einzeldosen
- stabilisierende Zieldosis (Woche 6) - abhängig vom klinischen Ansprechen
- 300 mg / Tag in Woche 6, die, falls erforderlich, in Woche 7 auf die übliche Zieldosis von 400 mg / Tag erhöht werden kann, um ein optimales Ansprechen zu erreichen (aufgeteilt in 2 Einzeldosen)
- Patienten, die Arzneimittel einnehmen, deren pharmakokinetische Wechselwirkungen mit Lamotrigin derzeit nicht bekannt sind: Behandlungsschema anwenden, das für die gleichzeitige Therapie mit Valproat empfohlen wird
- Monotherapie mit Lamotrigin ODER Zusatztherapie OHNE Valproat und OHNE Induktoren der Glucuronidierung von Lamotrigin
- Erwachsene (>/= 18 Jahre)
- Tabelle 4: stabilisierende Gesamterhaltungsdosis / Tag nach Absetzen gleichzeitig verabreichter Arzneimittel bei der Behandlung der bipolaren Störung
- Erwachsene (>/= 18 Jahre)
- sobald die tägliche stabilisierende Zielerhaltungsdosis erreicht wurde, können andere Arzneimittel wie folgt abgesetzt werden
- Absetzen von Valproat (Hemmer der Glucuronidierung von Lamotrigin) in Abhängigkeit von der ursprünglichen Lamotrigin-Dosis
- bei Absetzen von Valproat wird die stabilisierende Dosis verdoppelt, jedoch um nicht mehr als 100 mg / Woche
- gegenwärtige stabilisierende Lamotrigin-Dosis (vor dem Absetzen): 100 mg / Tag
- 1. Woche (beginnend mit dem Absetzen): 200 mg / Tag
- 2. Woche / ab der 3. Woche: Erhaltung dieser Dosis (200 mg / Tag), aufgeteilt in 2 Einzeldosen
- gegenwärtige stabilisierende Lamotrigin-Dosis (vor dem Absetzen): 200 mg / Tag
- 1. Woche (beginnend mit dem Absetzen): 300 mg / Tag
- 2. Woche: 400 mg / Tag
- ab der 3. Woche: Erhaltung dieser Dosis (400 mg / Tag)
- Absetzen von Induktoren der Glucuronidierung von Lamotrigin in Abhängigkeit von der ursprünglichen Lamotrigin- Dosis
- dieses Dosierschema anwenden, wenn die folgenden Arzneimittel abgesetzt werden: Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital, Primidon, Rifampicin, Lopinavir / Ritonavir
- gegenwärtige stabilisierende Lamotrigin-Dosis (vor dem Absetzen): 400 mg / Tag
- 1. Woche (beginnend mit dem Absetzen): 400 mg / Tag
- 2. Woche: 300 mg / Tag
- ab der 3. Woche: 200 mg / Tag
- gegenwärtige stabilisierende Lamotrigin-Dosis (vor dem Absetzen): 300 mg / Tag
- 1. Woche (beginnend mit dem Absetzen): 300 mg / Tag
- 2. Woche: 225 mg / Tag
- ab der 3. Woche: 150 mg / Tag
- gegenwärtige stabilisierende Lamotrigin-Dosis (vor dem Absetzen): 200 mg / Tag
- 1. Woche (beginnend mit dem Absetzen): 200 mg / Tag
- 2. Woche: 150 mg / Tag
- ab der 3. Woche: 100 mg / Tag
- gegenwärtige stabilisierende Lamotrigin-Dosis (vor dem Absetzen): 400 mg / Tag
- dieses Dosierschema anwenden, wenn die folgenden Arzneimittel abgesetzt werden: Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital, Primidon, Rifampicin, Lopinavir / Ritonavir
- Absetzen von Arzneimitteln, die die Glucuronidierung von Lamotrigin NICHT signifikant hemmen oder induzieren
- dieses Dosierschema anwenden, wenn andere Arzneimittel abgesetzt werden, die die Glucuronidierung von Lamotrigin nicht signifikant hemmen oder induzieren
- Erhaltung der bei der Dosissteigerung erreichten Zieldosis (200 mg / Tag, aufgeteilt in 2 Einzeldosen) (Dosisbereich 100 - 400 mg / Tag)
- dieses Dosierschema anwenden, wenn andere Arzneimittel abgesetzt werden, die die Glucuronidierung von Lamotrigin nicht signifikant hemmen oder induzieren
- Patienten, die Arzneimittel einnehmen, deren pharmakokinetische Wechselwirkungen mit Lamotrigin derzeit nicht bekannt sind: Behandlungsschema, zu Beginn die derzeit angewendete Dosis beibehalten und die Behandlung mit Lamotrigin auf Grundlage des klinischen Ansprechens anpassen
- Erwachsene (>/= 18 Jahre)
- Tabelle 5: Anpassung der täglichen Lamotrigin-Dosis nach Zugabe anderer Arzneimittel bei der Behandlung der bipolaren Störung
- Erwachsene (>/= 18 Jahre)
- zur Anpassung der täglichen Lamotrigin-Dosis nach Zugabe anderer Arzneimittel liegen keine klinischen Erfahrungen vor / basierend auf Studien zu Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln können jedoch die folgenden Empfehlungen gegeben werden: s. Tabelle 5
- Zugabe von Valproat (Hemmer der Glucuronidierung von Lamotrigin) in Abhängigkeit von der ursprünglichen Lamotrigin-Dosis
- dieses Dosierschema anwenden, wenn Valproat unabhängig von weiterer Begleitmedikation hinzugefügt wird
- gegenwärtige stabilisierende Lamotrigin-Dosis (vor der Zugabe): 200 mg / Tag
- 1. Woche (beginnend mit der Zugabe): 100 mg / Tag
- Erhaltung dieser Dosis: 100 mg / Tag
- gegenärtige stabilisierende Lamotrigin-Dosis (vor der Zugabe): 300 mg / Tag
- 1. Woche (beginnend mit der Zugabe): 150 mg / Tag
- Erhaltung dieser Dosis: 150 mg / Tag
- gegenwärtige stabilisierende Lamotrigin-Dosis (vor der Zugabe): 400 mg / Tag
- 1. Woche (beginnend mit der Zugabe): 200 mg / Tag
- Erhaltung dieser Dosis: 200 mg / Tag
- Zugabe von Arzneimitteln, die die Glucuronidierung von Lamotrigin induzieren, bei Patienten, die NICHT Valproat einnehmen in Abhängigkeit von der ursprünglichen Lamotrigin-Dosis
- dieses Dosierschema anwenden, wenn die folgenden Arzneimittel ohne Valproat hinzugefügt werden: Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital, Primidon, Rifampicin, Lopinavir / Ritonavir
- gegenwärtige stabilisierende Lamotrigin-Dosis (vor der Zugabe): 200 mg / Tag
- 1. Woche (beginnend mit der Zugabe): 200 mg / Tag
- 2. Woche: 300 mg / Tag
- ab der 3. Woche: 400 mg / Tag
- gegenwärtige stabilisierende Lamotrigin-Dosis (vor der Zugabe): 150 mg / Tag
- 1. Woche (beginnend mit der Zugabe): 150 mg / Tag
- 2. Woche: 225 mg / Tag
- ab der 3. Woche: 300 mg / Tag
- gegenwärtige stabilisierende Lamotrigin-Dosis (vor der Zugabe): 100 mg / Tag
- 1. Woche (beginnend mit der Zugabe): 100 mg / Tag
- 2. Woche: 150 mg / Tag
- ab der 3. Woche: 200 mg / Tag
- gegenwärtige stabilisierende Lamotrigin-Dosis (vor der Zugabe): 200 mg / Tag
- dieses Dosierschema anwenden, wenn die folgenden Arzneimittel ohne Valproat hinzugefügt werden: Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital, Primidon, Rifampicin, Lopinavir / Ritonavir
- Zugabe von Arzneimitteln, die die Glucuronidierung von Lamotrigin NICHT signifikant hemmen oder induzieren
- dieses Dosierschema anwenden, wenn andere Arzneimittel hinzugefügt werden, die die Glucuronidierung von Lamotrigin nicht signifikant hemmen oder induzieren.
- Erhaltung der bei der Dosissteigerung erreichten Zieldosis: 200 mg / Tag
- Dosisbereich 100 - 400 mg / Tag
- dieses Dosierschema anwenden, wenn andere Arzneimittel hinzugefügt werden, die die Glucuronidierung von Lamotrigin nicht signifikant hemmen oder induzieren.
- Patienten, die Arzneimittel einnehmen, deren pharmakokinetische Wechselwirkungen mit Lamotrigin derzeit nicht bekannt sind: Behandlungsschema anwenden, das für die gleichzeitige Therapie mit Valproat empfohlen wird
- Erwachsene (>/= 18 Jahre)
- Absetzen von Lamotrigin bei Patienten mit bipolarer Störung
- in klinischen Studien trat nach abruptem Absetzen kein Anstieg der Häufigkeit, des Schweregrades oder der Art von Nebenwirkungen von Lamotrigin gegenüber Placebo auf
- daher können Patienten Lamotrigin ohne schrittweise Reduktion der Dosis absetzen
Dosisanpassung
- Kinder und Jugendliche (</= 18 Jahre)
- nicht für die Anwendung empfohlen, da eine randomisierte Studie keine signifikante Wirksamkeit nachwies und eine erhöhte Meldung von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten (Suizidalität) zeigte
- Frauen, die hormonelle Kontrazeptiva einnehmen
- gleichzeitige Anwendung einer Kombination aus Ethinylestradiol / Levonorgestrel (30 µg / 150 µg) mit Lamotrigin erhöht die Clearance von Lamotrigin um ca. das Zweifache, was zu einer Abnahme der Lamotriginspiegel führt
- nach der Aufdosierung können daher höhere Erhaltungsdosen (bis zum 2-fachen) erforderlich sein, um ein max. therapeutisches Ansprechen zu erzielen
- während der pillenfreien Woche wurde eine 2-fache Zunahme der Lamotriginspiegel beobachtet
- Dosisabhängige Nebenwirkungen können nicht ausgeschlossen werden
- deshalb sollte die Anwendung einer Kontrazeption ohne pillenfreie Woche als Therapie der 1. Wahl erwogen werden (z. B. kontinuierliche hormonelle Kontrazeptiva oder nicht-hormonelle Methoden, s. Fachinformation)
- Beginn der Anwendung hormoneller Kontrazeptiva bei Patientinnen, die bereits Erhaltungsdosen von Lamotrigin und KEINE Induktoren der Glucuronidierung von Lamotrigin einnehmen
- Erhaltungsdosis von Lamotrigin muss in den meisten Fällen bis auf das 2-fache erhöht werden
- es wird empfohlen, ab dem Beginn der Einnahme des hormonellen Kontrazeptivums die Lamotrigin-Dosis jede Woche je nach dem individuellen klinischen Ansprechen um 50 - 100 mg / Tag zu erhöhen
- Dosissteigerungen sollten dieses Maß nicht übersteigen, es sei denn, das klinische Ansprechen verlangt größere Steigerungen
- Messungen der Serumkonzentrationen von Lamotrigin vor und nach Beginn der Anwendung hormoneller Kontrazeptiva können als Bestätigung für die Aufrechterhaltung der Ausgangskonzentration von Lamotrigin in Betracht gezogen werden
- falls erforderlich: Dosis anpassen
- bei Frauen, die ein hormonelles Kontrazeptivum nehmen, bei dem eine Woche aus einer inaktiven Behandlung besteht ("pillenfreie Woche"), sollte die Überwachung der Serumspiegel von Lamotrigin in Woche 3 der aktiven Behandlung, d. h. an den Tagen 15 bis 21 des Pillenzyklus erfolgen
- deshalb sollte die Anwendung einer Kontrazeption ohne pillenfreie Woche als Therapie der 1. Wahl erwogen werden (z. B.kontinuierliche hormonelle Kontrazeptiva oder nicht-hormonelle Methoden; s. Fachinformation)
- Beendigung der Anwendung hormoneller Kontrazeptiva bei Patientinnen, die bereits Erhaltungsdosen von Lamotrigin und KEINE Induktoren der Glucuronidierung von Lamotrigin einnehmen
- Erhaltungsdosis von Lamotrigin muss in den meisten Fällen um bis zu 50 % reduziert werden
- es wird empfohlen, die tägliche Dosis von Lamotrigin schrittweise jede Woche um 50 - 100 mg (wobei pro Woche 25 % der gesamten Tagesdosis nicht überschritten werden sollten) über einen Zeitraum von 3 Wochen zu reduzieren, sofern das klinische Ansprechen nichts anderes erfordert
- Messungen der Serumkonzentrationen von Lamotrigin vor und nach Beendigung der Anwendung hormoneller Kontrazeptiva können als Bestätigung für die Aufrechterhaltung der Ausgangskonzentration von Lamotrigin in Betracht gezogen werden
- bei Frauen, die die Anwendung eines hormonellen Kontrazeptivums beenden möchten, bei dem eine Woche des Zyklus aus einer inaktiven Behandlung besteht ("pillenfreie Woche"), sollte die Überwachung der Serumspiegel von Lamotrigin in Woche 3 der aktiven Behandlung, d. h. an den Tagen 15 bis 21 des Pillenzyklus erfolgen
- Blutproben zur Beurteilung der Lamotriginspiegel nach dauerhafter Beendigung der Anwendung des hormonellen Kontrazeptivums sollten nicht in der 1. Woche nach Absetzen der Pille entnommen werden
- Beginn der Behandlung mit Lamotrigin bei Patientinnen, die bereits hormonelle Kontrazeptiva anwenden
- Dosissteigerung sollte entsprechend den in den Tabellen angegebenen üblichen Dosierungsempfehlungen erfolgen
- Beginn und Beendigung der Anwendung hormoneller Kontrazeptiva bei Patientinnen, die bereits Erhaltungsdosen von Lamotrigin MIT Induktoren der Glucuronidierung von Lamotrigin einnehmen
- Anpassung der empfohlenen Erhaltungsdosis von Lamotrigin ist möglicherweise nicht erforderlich
- gleichzeitige Einnahme von Atazanavir / Ritonavir
- keine Anpassungen an die empfohlene Dosissteigerung von Lamotrigin notwendig, wenn Lamotrigin zu einer bestehenden Behandlung mit Atazanavir / Ritonavir hinzugefügt wird
- bei Patienten, die schon Erhaltungsdosen von Lamotrigin und keine Induktoren der Glucuronidierung einnehmen, muss die Lamotrigin-Dosis möglicherweise erhöht werden, wenn Atazanavir / Ritonavir zusätzlich eingenommen wird, oder verringert werden, wenn Atazanavir / Ritonavir abgesetzt wird
- die Plasmaspiegel von Lamotrigin sollten vor und innerhalb von 2 Wochen nach dem Beginn der Einnahme oder dem Absetzen vonAtazanavir / Ritonavir durchgeführt werden, um zu sehen, ob eine Anpassung der Lamotrigin-Dosis notwendig ist
- gleichzeitige Einnahme von Lopinavir / Ritonavir
- es sollten keine Anpassungen an die empfohlene Dosissteigerung von Lamotrigin notwendig sein, wenn Lamotrigin zu einer bestehenden Behandlung mit Lopinavir / Ritonavir hinzugefügt wird
- bei Patienten, die schon Erhaltungsdosen von Lamotrigin und keine Induktoren der Glucuronidierung einnehmen, muss die Lamotrigin-Dosis möglicherweise erhöht werden, wenn Lopinavir/Ritonavir zusätzlich eingenommen wird, oder verringert werden, wenn Lopinavir/Ritonavir abgesetzt wird
- die Plasmaspiegel von Lamotrigin sollten vor und innerhalb von 2 Wochen nach dem Beginn der Einnahme oder dem Absetzen vonLopinavir / Ritonavir durchgeführt werden, um zu sehen, ob eine Anpassung der Lamotrigin-Dosis notwendig ist
- ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Pharmakokinetik von Lamotrigin in dieser Altersgruppe unterscheidet sich nicht signifikant von der einer Population jüngerer Erwachsener
- Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
- Verabreichung sollte mit Vorsicht erfolgen
- Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz
- Anfangsdosen von Lamotrigin sollen auf den gleichzeitig verabreichten Arzneimitteln basieren
- Patienten mit erheblich eingeschränkter Nierenfunktion
- bereits eine reduzierte Erhaltungsdosis kann wirksam sein (s. Fachinformation)
- Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
- Initial-, Steigerungs- und Erhaltungsdosen
- Patienten mit mittelschwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh Grad B): um ca. 50% reduzieren
- Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh Grad C): um ca. 75% reduzieren
- Steigerungs- und die Erhaltungsdosen dem klinischen Ansprechen anpassen (s. Fachinformation)
- Initial-, Steigerungs- und Erhaltungsdosen
Kontraindikationen
Lamotrigin - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Lamotrigin
- Überempfindlichkeit gegenüber Carbamazepin oder Phenytoin (aufgrund möglicher Kreuzreaktionen)
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Lamotrigin - peroral
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Blutbildveränderungen, einschl.
- Neutropenie
- Leukopenie
- Anämie
- Thrombozytopenie
- Panzytopenie
- aplastische Anämie
- Agranulozytose
- hämophagozytische Lymphohistiozytose (HLH)
- Blutbildveränderungen, einschl.
- ohne Häufigkeitsangabe
- Lymphadenopathie
- Pseudolymphom
- Hinweis
- Blutbildveränderungen und Lymphadenopathie können sowohl in Verbindung mit einem Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) / Überempfindlichkeitssyndrom als auch allein auftreten
- bei Langzeitbehandlung sind Kontrolluntersuchungen erforderlich
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Überempfindlichkeitssyndrom
- Hautausschläge wurden auch im Rahmen dieses Syndroms, auch bekannt als DRESS, berichtet
- Erkrankung ist mit einem variablen Muster systemischer Symptome verbunden, wie
- Fieber
- Lymphadenopathie
- Gesichtsödem
- abnorme Blut-,-Leber- und Nierenwerte
- Syndrom zeigt breites Spektrum klinischer Ausprägung
- kann in seltenen Fällen zu disseminierter intravaskulärer Gerinnung und Multiorganversagen führen
- frühe Manifestationen von Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Fieber, Lymphadenopathie) können auch ohne Anzeichen eines Hautausschlages auftreten
- bei Auftreten derartiger Symptome
- Patient umgehend untersuchen und Lamotrigin sofort absetzen, wenn keine andere Ursache festgestellt werden kann
- Überempfindlichkeitssyndrom
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypogammaglobulinämie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Aggressivität
- Reizbarkeit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Verwirrtheit
- Halluzinationen
- Tics (motorische und/oder phonetische Tics)
- ohne Häufigkeitsangabe
- akute psychotische Reaktionen, z.B.
- paranoide Zustände
- Manien
- Wahnvorstellungen
- Albträume
- Zwangsstörungen
- akute psychotische Reaktionen, z.B.
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Somnolenz
- Schwindel
- Tremor
- Insomnie
- Agitiertheit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ataxie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Nystagmus
- aseptische Meningitis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Standunsicherheit
- Bewegungsstörungen
- Verschlimmerung der Parkinson-Krankheit
- extrapyramidale Nebenwirkungen
- Choreoathetose
- Zunahme der Anfallsfrequenz
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Diplopie
- Verschwommensehen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Konjunktivitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- Erbrechen
- Diarrhö
- Mundtrockenheit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Leberversagen
- Leberfunktionsstörungen
- treten i.A. in Verbindung mit Überempfindlichkeitsreaktionen auf
- Einzelfälle auch ohne offenkundige Zeichen von Überempfindlichkeit
- während der Behandlung regelmäßige Untersuchungen zur Leberfunktion durchführen
- treten i.A. in Verbindung mit Überempfindlichkeitsreaktionen auf
- erhöhte Leberfunktionswerte
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hautausschlag
- Hautausschläge wurden auch als Teil eines Überempfindlichkeitssyndroms mit einem variablen Muster systemischer Symptome berichtet
- Hautausschlag
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Alopezie
- Lichtempfindlichkeitsreaktion
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stevens-Johnson-Syndrom
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- toxische epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom)
- Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Arthralgie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Lupus-ähnliche Reaktionen
- ohne Häufigkeitsangabe
- bei Langzeitanwendung - Mechanismus unbekannt
- Abnahme der Knochendichte
- Osteopenie
- Osteoporose
- pathologische Frakturen bei Patienten
- bei Langzeitanwendung - Mechanismus unbekannt
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- ohne Häufigkeitsangabe
- tubulointerstitielle Nephritis
- tubulointerstitielle Nephritis mit Uveitis-Syndrom
- ohne Häufigkeitsangabe
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Müdigkeit
- Schmerzen
- Rückenschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Tabletten zum Einnehmen
- Tabletten können unter Verwendung der Bruchkerbe geteilt werden, um das Schlucken zu erleichtern
- Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tabletten für ein erleichtertes Schlucken und nicht zum Aufteilen in gleiche Dosen
- Tabletten nicht kauen oder zerstoßen
Stillzeithinweise
Lamotrigin - peroral
- potenziellen Nutzen des Stillens gegen potenzielles Risiko von Nebenwirkungen beim Säugling abwägen
- sollte sich eine Frau während der Therapie mit Lamotrigin für das Stillen entscheiden
- Säugling auf mögliche Nebenwirkungen überwachen, wie
- Sedierung
- Hautausschlag
- schlechte Gewichtszunahme
- Säugling auf mögliche Nebenwirkungen überwachen, wie
- sollte sich eine Frau während der Therapie mit Lamotrigin für das Stillen entscheiden
- es wurde berichtet, dass Lamotrigin in sehr unterschiedlichen Konzentrationen in die Muttermilch übergeht
- führt bei Kleinkindern zu Gesamtspiegeln von Lamotrigin, die bei bis zu 50 % des Spiegels der Mutter liegen
- Serumkonzentrationen von Lamotrigin können bei einigen gestillten Säuglingen Werte erreichen, bei denen pharmakologische Wirkungen auftreten
- führt bei Kleinkindern zu Gesamtspiegeln von Lamotrigin, die bei bis zu 50 % des Spiegels der Mutter liegen
Schwangerschaftshinweise
Lamotrigin - peroral
- Risiko im Zusammenhang mit Antiepileptika im Allgemeinen
- Frauen im gebärfähigen Alter
- Beratung durch den Facharzt sollte erfolgen
- wenn eine Frau plant schwanger zu werden
- antiepileptische Therapie sollte überdacht werden
- bei Frauen, die wegen ihrer Epilepsie behandelt werden
- plötzliches Absetzen der antiepileptischen Therapie vermeiden
- kann zu Durchbruchsanfällen mit schwerwiegenden Folgen für die Mutter und das ungeborene Kind führen
- plötzliches Absetzen der antiepileptischen Therapie vermeiden
- Therapie mit mehreren Antiepileptika kann im Vergleich zur Monotherapie, abhängig von den beteiligten Antiepileptika, mit einem höheren Risiko für kongenitale Fehlbildungen verbunden sein
- wann immer möglich Monotherapie durchführen
- Frauen im gebärfähigen Alter
- Risiko im Zusammenhang mit Lamotrigin
- wenn eine Lamotrigintherapie während der Schwangerschaft als notwendig erachtet wird
- wird niedrigstmögliche therapeutische Dosis empfohlen
- Lamotriginspiegel
- physiologische Veränderungen während der Schwangerschaft können die Lamotriginspiegel und / oder die therapeutische Wirkung beeinflussen
- Berichte über erniedrigte Lamotriginspiegel während der Schwangerschaft mit einem potenziellen Risiko des Verlusts der Anfallskontrolle
- nach der Entbindung können die Lamotriginspiegel rasch ansteigen mit dem Risiko dosisabhängiger Nebenwirkungen
- Überwachung der Serumkonzentrationen
- vor, während und nach der Schwangerschaft
- kurz nach der Entbindung
- falls erforderlich sollte die Dosis angepasst werden, um die Serumkonzentration von Lamotrigin auf der gleichen Höhe wie vor der Schwangerschaft zu halten, oder sie muss dem klinischen Ansprechen angepasst werden
- auf dosisabhängige Nebenwirkungen nach der Entbindung achten
- Überwachung der Serumkonzentrationen
- physiologische Veränderungen während der Schwangerschaft können die Lamotriginspiegel und / oder die therapeutische Wirkung beeinflussen
- Lamotrigin hemmt geringfügig die Dihydrofolatreduktase
- könnte theoretisch durch Senkung der Folsäurespiegel zu einem erhöhten Risiko einer embryofetalen Schädigung führen
- bei Planung einer Schwangerschaft und während der Frühschwangerschaft kann die Einnahme von Folsäure in Betracht gezogen werden
- könnte theoretisch durch Senkung der Folsäurespiegel zu einem erhöhten Risiko einer embryofetalen Schädigung führen
- Daten
- große Menge an Daten über schwangere Frauen, die während des 1. Trimenon eine Lamotrigin-Monotherapie erhalten haben (> 8700), zeigt keinen wesentlichen Anstieg des Risikos für große kongenitale Fehlbildungen, einschl.
- Lippen-Kiefer-Gaumenspalten
- große Menge an Daten über schwangere Frauen, die während des 1. Trimenon eine Lamotrigin-Monotherapie erhalten haben (> 8700), zeigt keinen wesentlichen Anstieg des Risikos für große kongenitale Fehlbildungen, einschl.
- tierexperimentelle Studien
- haben Entwicklungstoxizität gezeigt
- wenn eine Lamotrigintherapie während der Schwangerschaft als notwendig erachtet wird
- Fertilität
- in tierexperimentellen Studien keine Beeinträchtigung der Fertilität durch Lamotrigin
Warnhinweise
Lamotrigin - peroral
- Hautausschläge
- Berichte über unerwünschte Hautreaktionen vorhanden
- i. A. innerhalb der ersten 8 Wochen nach Beginn der Behandlung mit Lamotrigin
- Mehrzahl der Hautausschläge leicht und selbstlimitierend
- auch Berichte über potenziell lebensbedrohliche Hautreaktionen, die eine stationäre Behandlung und das Absetzen von Lamotrigin erforderten
- dazu gehörten potenziell lebensbedrohliche Hautreaktionen wie
- Stevens-Johnson-Syndrom (SJS)
- toxische epidermale Nekrolyse (TEN)
- Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (Drug Reaction with Eosinophilia and Systemic Symptoms, DRESS)
- bekannt auch als Hypersensitivitätssyndrom (HSS)
- dazu gehörten potenziell lebensbedrohliche Hautreaktionen wie
- auch Berichte über potenziell lebensbedrohliche Hautreaktionen, die eine stationäre Behandlung und das Absetzen von Lamotrigin erforderten
- Patienten sollten über Anzeichen und Symptome dieser schweren Nebenwirkungen informiert und engmaschig bezüglich des Auftretens von Hautreaktionen überwacht werden
- bei Erwachsenen, die an Studien teilnahmen, in denen die derzeitigen Dosierungsempfehlungen für Lamotrigin befolgt wurden, Inzidenz schwerer Hautausschläge etwa 1 von 500 Patienten mit Epilepsie
- ungefähr die Hälfte dieser Fälle wurde als Stevens-Johnson-Syndrom berichtet (1 von 1000 Patienten)
- in klinischen Studien mit Patienten mit bipolarer Störung lag die Inzidenz schwerer Hautausschläge bei etwa 1 von 1000
- Risiko schwerer Hautausschläge bei Kindern höher als bei Erwachsenen
- bisher vorliegende Daten aus einer Reihe von Studien bei epileptischen Kindern Inzidenz stationär zu behandelnder Hautausschläge von 1 von 300 bis 1 von 100
- bei Kindern kann das erstmalige Auftreten eines Hautausschlages fälschlicherweise für eine Infektion gehalten werden
- bei Kindern, die während der ersten 8 Behandlungswochen Anzeichen eines Hautausschlages und Fieber entwickeln, Möglichkeit einer Reaktion auf die Therapie mit Lamotrigin in Betracht ziehen
- Risiko eines Hautausschlages generell in engem Zusammenhang mit
- hohen Anfangsdosen von Lamotrigin und einem Überschreiten der empfohlenen schrittweisen Dosissteigerung
- gleichzeitiger Anwendung von Valproat
- Vorsicht geboten bei der Behandlung von Patienten, die in ihrer Vorgeschichte bereits eine Allergie oder einen Hautausschlag auf andere Antiepileptika entwickelt haben
- Häufigkeit von nicht schwerwiegenden Hautausschlägen unter der Behandlung mit Lamotrigin bei diesen Patienten ungefähr 3-mal höher war als bei Patienten ohne eine solche Anamnese
- HLA-B*1502 Allel bei Personen asiatischer Herkunft
- es hat sich gezeigt, dass das HLA-B*1502 Allel bei Personen asiatischer Herkunft (vor allem Han-Chinesen und Thailändern) bei der Behandlung mit Lamotrigin mit dem Risiko der Entwicklung von SJS/TEN verbunden ist
- wenn bekannt ist, dass diese Patienten HLA-B*1502 positiv sind
- sollte die Anwendung von Lamotrigin sorgfältig abgewogen werden
- Vorgehen bei Patienten (Erwachsene und Kinder), die einen Hautausschlag entwickeln
- umgehende Untersuchung
- sofortiger Therapieabbruch
- es sei denn, Hautausschlag steht eindeutig nicht mit der Lamotrigintherapie in Zusammenhang
- Risiko für das Auftreten von SJS oder TEN ist in den ersten Behandlungswochen am höchsten
- wenn Anzeichen oder Symptome für SJS oder TEN auftreten (z.B. ein progredienter Hautausschlag, oft mit Blasenbildung oder begleitenden Schleimhautläsionen)
- muss die Therapie mit Lamotrigin beendet werden
- Verlauf von SJS und TEN wird maßgeblich von der frühzeitigen Diagnosestellung und dem sofortigen Absetzen aller verdächtigen Arzneimittel bestimmt, d.h.
- frühzeitiges Absetzen verbessert die Prognose
- empfohlen, Therapie mit Lamotrigin bei Patienten, die Lamotrigin aufgrund eines in Zusammenhang mit der vorangegangenen Behandlung aufgetretenen Hautausschlages abgesetzt haben, nicht erneut zu beginnen
- es sei denn, der potenzielle Nutzen überwiegt eindeutig das Risiko
- nach Auftreten eines Stevens-Johnson-Syndroms (SJS), einer Toxisch-Epidermalen Nekrolyse (TEN) oder eines Arzneimittelexanthems mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) in Zusammenhang mit der Anwendung von Lamotrigin
- Patient / Patientin darf nie wieder mit Lamotrigin behandelt werden
- wenn Anzeichen oder Symptome für SJS oder TEN auftreten (z.B. ein progredienter Hautausschlag, oft mit Blasenbildung oder begleitenden Schleimhautläsionen)
- Hautausschläge wurden auch im Rahmen eines Arzneimittelexanthems mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), auch bekannt als Überempfindlichkeitssyndrom, berichtet
- diese Erkrankung ist mit einem variablen Muster folgender systemischer Symptome verbunden, wie z.B.
- Fieber
- Lymphadenopathie
- Gesichtsödemen
- abnormen Blutwerten
- abnormen Leberwerten
- abnormen Nierenwerten
- aseptische Meningitis
- Syndrom zeigt breites Spektrum klinischer Ausprägung und führt in seltenen Fällen zu
- disseminierter intravaskulärer Gerinnung
- Multiorganversagen
- diese Erkrankung ist mit einem variablen Muster folgender systemischer Symptome verbunden, wie z.B.
- frühe Manifestationen von Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Fieber, Lymphadenopathie) können ohne Anzeichen eines Hautausschlages auftreten
- bei Auftreten derartiger Symptome
- umgehende Untersuchung
- sofortiger Therapieabbruch
- wenn keine andere Ursache festgestellt werden kann
- bei Auftreten derartiger Symptome
- aseptische Meningitis war nach Beendigung der Lamotrigin-Einnahme in den meisten Fällen reversibel
- trat aber in mehreren Fällen bei erneuter Anwendung von Lamotrigin wieder auf
- bei erneuter Anwendung kam es zu schnellem Wiederauftreten der Symptome, die häufig schwerwiegender waren
- Patienten, die aufgrund der Anwendung von Lamotrigin an einer aseptischen Meningitis erkrankt waren
- sollten das Arzneimittel nicht wieder einnehmen
- Berichte über Lichtempfindlichkeitsreaktionen unter Anwendung von Lamotrigin
- in einigen Fällen trat die Reaktion bei hohen Dosen (>= 400 mg), nach Dosiserhöhung oder schnellem Auftitrieren auf
- bei Verdacht auf eine mit Lamotrigin assoziierte Lichtempfindlichkeit bei einem Patienten, der Zeichen von Lichtempfindlichkeit (wie etwa starkem Sonnenbrand) aufweist
- Absetzen der Behandlung sollte in Erwägung gezogen werden
- wenn ein Fortsetzen der Behandlung mit Lamotrigin als klinisch gerechtfertigt erachtet wird
- Patient sollte angewiesen werden, Sonneneinstrahlung und künstliches UV-Licht zu vermeiden
- Schutzmaßnahmen zu ergreifen, z. B.
- Schutzkleidung
- Sonnencreme
- Berichte über unerwünschte Hautreaktionen vorhanden
- hämophagozytische Lymphohistiozytose (HLH)
- HLH wurde bei Patienten, die Lamotrigin einnehmen, berichtet
- charakterisiert durch Anzeichen und Symptome wie
- Fieber
- Hautausschlag
- neurologische Symptome
- Hepatosplenomegalie
- Lymphadenopathie
- Zytopenien
- hohe Serum-Ferritin-Werte
- Hypertriglyceridämie
- Anomalitäten der Leberfunktion und der Blutgerinnung
- Symptome treten normalerweise innerhalb der ersten 4 Wochen nach Behandlungsbeginn auf
- HLH kann lebensbedrohlich sein
- Patienten sollten über die Symptome in Zusammenhang mit HLH informiert und darauf hingewiesen werden sofort medizinische Hilfe aufzusuchen
- wenn sie diese Symptome während der Therapie mit Lamotrigin bemerken
- Patienten sofort untersuchen, welche diese Anzeichen und Symptome entwickeln
- HLH-Diagnose in Betracht ziehen
- Lamotrigin muss sofort abgesetzt werden
- sofern keine andere Ursache festgestellt werden kann
- Patienten sollten über die Symptome in Zusammenhang mit HLH informiert und darauf hingewiesen werden sofort medizinische Hilfe aufzusuchen
- charakterisiert durch Anzeichen und Symptome wie
- HLH wurde bei Patienten, die Lamotrigin einnehmen, berichtet
- klinische Verschlechterung und Suizidrisiko
- Berichte über suizidale Gedanken und suizidales Verhalten bei Patienten, die mit Antiepileptika in verschiedenen Indikationen behandelt wurden
- Metaanalyse randomisierter, placebo-kontrollierter Studien mit Antiepileptika zeigte auch ein leicht erhöhtes Risiko für das Auftreten von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten
- Mechanismus für die Auslösung dieser Nebenwirkung nicht bekannt
- verfügbare Daten schließen die Möglichkeit eines erhöhten Risikos bei der Einnahme von Lamotrigin nicht aus
- Patienten hinsichtlich Anzeichen von Suizidgedanken und suizidalen Verhaltensweisen überwachen und eine geeignete Behandlung in Erwägung ziehen
- Patienten (und deren Betreuern) sollte geraten werden medizinische Hilfe einzuholen
- wenn Anzeichen für Suizidgedanken oder suizidales Verhalten auftreten
- Patienten (und deren Betreuern) sollte geraten werden medizinische Hilfe einzuholen
- Patienten mit einer bipolaren Störung
- Verschlechterung depressiver Symptome und / oder Aufkommen von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten (Suizidalität) möglich
- unabhängig von der Einnahme von Arzneimitteln zur Behandlung der bipolaren Störung einschließlich Lamotrigin
- Patienten, die Lamotrigin zur Behandlung einer bipolaren Störung erhalten, insbesondere zu Beginn einer Behandlung oder bei Dosisanpassungen
- engmaschige Überwachung auf
- klinische Verschlechterung, einschl.
- Entwicklung neuer Symptome
- Suizidalität
- klinische Verschlechterung, einschl.
- engmaschige Überwachung auf
- bei bestimmten Patienten, wie Patienten mit suizidalem Verhalten oder Suizidgedanken in der Anamnese, jungen Erwachsenen und jenen, die vor Therapiebeginn in erheblichem Umfang Suizidgedanken (Suizidalität) gezeigt haben
- Risiko von Suizidgedanken oder -versuchen erhöht
- sorgfältige Überwachung während der Behandlung
- Risiko von Suizidgedanken oder -versuchen erhöht
- Verschlechterung depressiver Symptome und / oder Aufkommen von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten (Suizidalität) möglich
- bei klinischer Verschlechterung (einschließlich des Auftretens neuer Symptome) und / oder beim Aufkommen von Suizidgedanken oder suizidalem Verhalten
- Wechsel des Therapieregimes einschließlich der Möglichkeit eines Abbruchs der medikamentösen Behandlung in Betracht ziehen
- insbesondere dann, wenn es sich um schwerwiegende, plötzlich auftretende oder bisher bei dem Patienten noch nicht vorhandene Symptome handelt
- Wechsel des Therapieregimes einschließlich der Möglichkeit eines Abbruchs der medikamentösen Behandlung in Betracht ziehen
- Berichte über suizidale Gedanken und suizidales Verhalten bei Patienten, die mit Antiepileptika in verschiedenen Indikationen behandelt wurden
- hormonelle Kontrazeptiva
- Beeinflussung der Wirksamkeit von Lamotrigin durch hormonelle Kontrazeptiva
- bei gleichzeitiger Anwendung einer Kombination aus Ethinylestradiol / Levonorgestrel (30 µg / 150 µg) mit Lamotrigin
- erhöhte Clearance um ca. 2-Fache, was zu einer Abnahme der Lamotriginspiegel führt
- Abnahme der Lamotriginspiegel mit dem Verlust der Anfallskontrolle in Zusammenhang gebracht
- nach Aufdosierung daher in den meisten Fällen höhere Erhaltungsdosen (bis zum 2-Fachen) erforderlich
- um ein maximales therapeutisches Ansprechen zu erzielen
- wenn die Anwendung hormoneller Kontrazeptiva beendet wird
- Clearance von Lamotrigin kann sich um die Hälfte reduzieren
- Anstiege der Lamotriginkonzentrationen können mit dosisabhängigen Nebenwirkungen verbunden sein
- Patientinnen diesbezüglich überwachen
- Frauen, die nicht bereits einen Induktor der Glucuronidierung von Lamotrigin einnehmen und ein orales Kontrazeptivum anwenden, bei dem eine Woche des Zyklus aus einer inaktiven Behandlung besteht (zum Beispiel „pillenfreie Woche")
- kommt es während dieser Woche der inaktiven Behandlung zu graduellen vorübergehenden Anstiegen der Lamotriginspiegel
- diese Anstiege sind größer, wenn in den Tagen vor oder während der Woche der inaktiven Behandlung die Lamotrigindosis erhöht wird
- Schwankungen der Lamotriginspiegel in dieser Größenordnung können mit Nebenwirkungen verbunden sein
- Anwendung einer Kontrazeption ohne pillenfreie Woche als Therapie der 1. Wahl erwägen, z. B.
- kontinuierliche hormonelle Kontrazeptiva
- nicht-hormonelle Methoden
- Anwendung einer Kontrazeption ohne pillenfreie Woche als Therapie der 1. Wahl erwägen, z. B.
- kommt es während dieser Woche der inaktiven Behandlung zu graduellen vorübergehenden Anstiegen der Lamotriginspiegel
- Wechselwirkungen zwischen anderen oralen Kontrazeptiva oder Hormonersatztherapien und Lamotrigin nicht untersucht
- obgleich diese möglicherweise die pharmakokinetischen Parameter von Lamotrigin in ähnlicher Weise beeinflussen
- bei gleichzeitiger Anwendung einer Kombination aus Ethinylestradiol / Levonorgestrel (30 µg / 150 µg) mit Lamotrigin
- Beeinflussung der Wirksamkeit hormoneller Kontrazeptiva durch Lamotrigin
- in Wechselwirkungsstudie mit 16 gesunden Probandinnen bei gleichzeitiger Verabreichung von Lamotrigin und einem hormonellen kontrazeptiven Kombinationspräparat (Ethinylestradiol / Levonorgestrel)
- mäßiger Anstieg der Levonorgestrel-Clearance
- Änderung der FSH- und LH-Spiegel im Serum
- Einfluss dieser Änderungen auf die Ovulationsaktivität in den Ovarien nicht bekannt
- Möglichkeit nicht auszuschließen, dass diese Änderungen bei einigen Patientinnen, die Hormonpräparate zusammen mit Lamotrigin einnehmen, zu einer Verminderung der kontrazeptiven Wirksamkeit führen
- Patientinnen sollen angehalten werden, jede Veränderung ihrer Menstruation wie z.B. Zwischenblutungen umgehend zu berichten
- in Wechselwirkungsstudie mit 16 gesunden Probandinnen bei gleichzeitiger Verabreichung von Lamotrigin und einem hormonellen kontrazeptiven Kombinationspräparat (Ethinylestradiol / Levonorgestrel)
- Beeinflussung der Wirksamkeit von Lamotrigin durch hormonelle Kontrazeptiva
- Dihydrofolatreduktase
- Lamotrigin hemmt geringfügig die Dihydrofolatreduktase
- während der Langzeittherapie besteht die Möglichkeit einer Beeinflussung des Folsäurestoffwechsels
- bei langfristiger Gabe bis zu 1 Jahr induzierte Lamotrigin jedoch keine klinisch bedeutsamen Änderungen
- der Hämoglobinkonzentration
- des mittleren Erythrozytenvolumens
- der Folsäurekonzentration im Serum oder in den Erythrozyten
- gleiches gilt für die Folsäurekonzentration in den Erythrozyten nach Verabreichung von Lamotrigin über einen Zeitraum von bis zu 5 Jahren
- Niereninsuffizienz
- in Einzeldosisstudien mit Probanden mit Niereninsuffizienz im Endstadium Plasmakonzentrationen von Lamotrigin nicht signifikant verändert
- trotzdem sollte Behandlung von Patienten mit Niereninsuffizienz mit Vorsicht erfolgen
- Anreicherung des Glucuronidmetaboliten wird erwartet
- in Einzeldosisstudien mit Probanden mit Niereninsuffizienz im Endstadium Plasmakonzentrationen von Lamotrigin nicht signifikant verändert
- Patienten, die andere Lamotriginhaltige Präparate einnehmen
- Lamotrigin sollte von Patienten, die bereits mit einem anderen Lamotrigin-haltigen Präparat behandelt werden, nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden
- Brugada-EKG und andere Herzrhythmus- und Reizleitungsanomalien
- Berichte über arrhythmogene ST-T Anomalien und typische Brugada-EKG-Muster bei Patienten, welche mit Lamotrigin behandelt wurden
- auf Grundlage von In-vitro-Ergebnissen könnte Lamotrigin in therapeutisch relevanten Konzentrationen bei Patienten mit einer Herzerkrankung möglicherweise
- ventrikuläre Reizleitung verlangsamen (QRS-Verbreiterung)
- Proarrhythmie auslösen
- Lamotrigin verhält sich wie ein schwaches Antiarrhythmikum der Klasse IB
- mit einem damit verbundenen potenziellen Risiko für schwerwiegende oder tödliche kardiale Ereignisse
- gleichzeitige Anwendung von anderen Natriumkanalblockern kann das Risiko weiter erhöhen
- in einer umfassenden QT-Studie führte Lamotrigin bei therapeutischen Dosen von bis zu 400 mg / Tag bei gesunden Personen nicht zu
- Verlangsamung der ventrikulären Reizleitung (Verbreiterung des QRS-Komplexes)
- QT-Verlängerung
- Anwendung von Lamotrigin sollte sorgfältig abgewogen werden bei Patienten mit einer klinisch bedeutsamen strukturellen oder funktionellen Herzerkrankung wie
- Brugada-Syndrom
- andere Herzkanalerkrankungen
- Herzversagen
- ischämische Herzkrankheit
- Herzblock
- ventrikuläre Arrhythmien
- wenn Anwendung von Lamotrigin bei diesen Patienten klinisch gerechtfertigt ist
- sollte Rücksprache mit einem Kardiologen vor Behandlungsbeginn mit Lamotrigin in Betracht gezogen werden
- Entwicklung von Kindern
- bei Kindern keine Daten vorhanden über die Wirkung von Lamotrigin auf
- Wachstum
- sexuelle Reifung
- kognitive, emotionale und verhaltensbezogene Entwicklung
- bei Kindern keine Daten vorhanden über die Wirkung von Lamotrigin auf
- Vorsichtsmaßnahmen in Zusammenhang mit Epilepsie
- wie bei anderen Antiepileptika kann das plötzliche Absetzen von Lamotrigin Rebound-Anfälle hervorrufen
- schrittweise Dosisreduktion von Lamotrigin über einen Zeitraum von 2 Wochen
- es sei denn, Sicherheitserwägungen (z. B. Hautausschlag) erfordern einen plötzlichen Abbruch
- Berichte in der Literatur vorhanden, wonach schwere Krampfanfälle einschließlich eines Status epilepticus zu Rhabdomyolyse, Multiorganversagen und disseminierter intravaskulärer Gerinnung mit gelegentlich tödlichem Ausgang führen können
- ähnliche Fälle sind in Zusammenhang mit der Anwendung von Lamotrigin aufgetreten
- möglicherweise kann es zu einer klinisch signifikanten Verschlechterung der Anfallsfrequenz statt zu einer Besserung kommen
- bei Patienten mit mehr als einer Anfallsart ist der beobachtete Nutzen der Kontrolle einer Anfallsart gegen jede beobachtete Verschlechterung einer anderen Anfallsart abzuwägen
- myoklonische Anfälle können durch Lamotrigin verstärkt werden
- vorliegende Daten liefern Hinweise, dass das Ansprechen in Kombination mit Enzyminduktoren geringer ist als in Kombination mit nicht enzyminduzierenden Antiepileptika
- Grund ist unklar
- bei Kindern, die Lamotrigin zur Behandlung typischer Absencen einnehmen, lässt sich die Wirksamkeit möglicherweise nicht bei allen Patienten aufrechterhalten
- Vorsichtsmaßnahmen in Zusammenhang mit bipolarer Störung
- Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
- Behandlung mit Antidepressiva bei Kindern und Jugendlichen mit einer depressiven Störung (Major Depression) und anderen psychiatrischen Erkrankungen mit einem erhöhten Risiko suizidaler Gedanken und suizidalen Verhaltens verbunden
- Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
- Absetzen von Lamotrigin
- plötzliches Absetzen kann zu Rebound-Anfällen führen
- stufenweises Absetzenüber einen Zeitraum von 2 Wochen
- Ausnahme: plötzlicher Abbruch aus Sicherheitsgründen (z. B. Hautreaktionen) erforderlich
- bei jeglicher Änderung der Behandlung (z. B. Beginn oder Absetzen weiterer Antiepileptika)potentielle pharmakokinetische Wechselwirkungen bedenken
- Lamotrigin kann bei manchen Patienten die Häufigkeit von Anfällen erhöhen
- Frauen im gebärfähigen Alter und in der Schwangerschaft
- wann immer möglich Antiepileptika als Monotherapie anwenden, da sich das Risiko von Fehlbildungen bei einer Kombinationstherapie mit anderen Antiepileptika erhöhen kann