Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 5X1 ML | 45,71 € |
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Indikation
- manifeste chronische Herzinsuffizienz aufgrund systolischer Dysfunktion
- Tachyarrhythmia absoluta bei Vorhofflimmern/ Vorhofflattern
- paroxysmales Vorhofflimmern/ Vorhofflattern
- Hinweis
- parenterale Applikation nur, wenn schneller Wirkungseintritt erwünscht oder orale Gabe nicht angezeigt ist
Dosierung
Basiseinheit: 1 Ampulle mit 1 ml Injektionslösung enthält 0,25 mg Digoxin.
- manifeste chronische Herzinsuffizienz; Tachyarrhythmia absoluta bei Vorhofflimmern/ Vorhofflattern; paroxysmales Vorhofflimmern/ Vorhofflattern
- sorgfältig überwachte Einstellung auf individuelle therapeutische Dosis (geringe therapeutische Breite von Digoxin)
- individuell dosieren, abhängig von Glykosidbedarf sowie Eliminationsgeschwindigkeit
- Erwachsene und Jugendliche (>= 13 Jahre)
- therapeutisch erwünschte Digoxin-Konzentrationen im Serum: 0,8 - 2,0 ng Digoxin / ml
- Dosierung individuell - vor allem nach dem Behandlungserfolg - festlegen
- orientiert sich bei Erwachsenen an der sogenannten Vollwirkdosis (= Körperbestand in mg) von 0,8 - 1,5 mg Digoxin und der Erhaltungsdosis, die durch die Abklingquote (Verlust der klinischen Wirkung pro Tag) von 20 - 25 % bestimmt wird, und bei 0,2 - 0,4 mg Digoxin/Tag liegt
- Patienten mit einigen besonderen Krankheitsbildern
- mit reduzierter Glykosiddosierung und unter sorgfältiger ärztlicher Überwachung behandeln
- regelmäßige Kontrolle des klinischen Bildes bei gleichzeitigem Monitoring der Digoxin-Serumkonzentrationen empfohlen
- Einleitung einer Therapie
- langsame Aufsättigung über ca. 8 - 10 Tage
- 1 Ampulle 1mal / Tag (entsprechend 0,25 mg Digoxin/Tag)
- schnelle Aufsättigung über 2 Tage
- 1 Ampulle 2 - 3mal / Tag (entsprechend 0,5 - 0,75 mg Digoxin/Tag)
- langsame Aufsättigung über ca. 8 - 10 Tage
- Erhaltungsdosis
- (Patienten </= 65 Jahre ohne Einschränkung der Nierenfunktion):
- 1 Ampulle 1mal / Tag (entsprechend 0,25 mg Digoxin/Tag)
- (Patienten </= 65 Jahre ohne Einschränkung der Nierenfunktion):
- Kinder
- Dosierung nach KG
- Schnellsättigung (nur für Notfälle)
- notwendige Dosis, verteilt auf 3 Einzeldosen im Verhältnis 1/2:1/4:1/4, innerhalb von 24 Stunden
- herabgesetze renale Clearance von Digoxin zusätzlich berücksichtigen bei Früh- und Neugeborenen
- angestrebter Plasmaspiegel: 1,5 - 2,5 ng Digoxin / ml
- Frühgeborene
- Schnellabsättigungsdosis: 20 µg Digoxin / kg KG
- Erhaltungsdosis: 5 µg Digoxin / kg KG
- herabgesetze renale Clearance von Digoxin zusätzlich berücksichtigen
- Neugeborene
- Schnellabsättigungsdosis: 30 µg Digoxin / kg KG
- Erhaltungsdosis: 5 - 10 µg Digoxin / kg KG
- Kinder (1 - 12 Monate)
- Schnellabsättigungsdosis: 35 - 40 µg Digoxin / kg KG
- Erhaltungsdosis: 10 µg Digoxin / kg KG
- Kinder (1 - 3 Jahre)
- Schnellabsättigungsdosis: 30 µg Digoxin / kg KG
- Erhaltungsdosis: 5 - 10 µg Digoxin / kg KG
- Kinder (4 - 12 Jahre)
- Schnellabsättigungsdosis: 15 - 20 µg Digoxin / kg KG
- Erhaltungsdosis: 5 µg Digoxin / kg KG
- Behandlungsdauer
- entscheidet behandelnder Arzt
- Digitalisbedürftigkeit bei Langzeittherapie durch kontrollierte Auslassversuche überprüfen
Dosisanpassung
- Niereninsuffizienz und ältere Patienten (> 65 Jahre)
- Dosisanpassung entsprechend der renalen Clearance
- Kreatinin-Clearance > 100 ml / Min.: normale Erhaltungsdosis
- Kreatinin-Clearance: 50 - 100 ml / Min.: 1/2 normale Erhaltungsdosis
- Kreatinin-Clearance: 20 - 50 ml / Min.: 1/2 - 1/3 normale Erhaltungsdosis
- Kreatinin-Clearance < 20 ml / Min.: 1/3 normale Erhaltungsdosis
- stärkere Ausprägung der Niereninsuffizienz: individuelle Dosisanpassung
- ältere Patienten
- auch ohne nachweisbare Zeichen einer Niereninsuffizienz Verminderung der Glykosidausscheidung möglich
- auch bei normalen Serumkreatininwerten an reduzierte Glykosidausscheidung denken und Dosis ggf. anpassen
- max. Erhaltungsdosis
- < 65 Jahre: 0,375 mg Digoxin
- > 65 Jahre: 0,25 mg Digoxin
- > 80 Jahre: 0,125 mg Digoxin
- Dosisanpassung entsprechend der renalen Clearance
- bereits mit Herzglykosiden vorbehandelte Patienten:
- bei Umstellung auf Digoxin besonders engmaschig kontrollieren
- Leberinsuffizienz
- keine Dosisanpassung notwendig
Kontraindikationen
Digoxin - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Digoxin oder andere herzwirksame Glykosiden
- Verdacht auf Digitalisintoxikation
- Kammertachykardie oder Kammerflimmern
- AV-Block II. oder III. Grades, pathologische Sinusknotenfunktion (ausgenommen bei Schrittmacher-Therapie)
- akzessorische atrioventrikuläre Leitungsbahnen (z.B. WPW-Syndrom) oder Verdacht auf solche
- Hypokaliämie
- Hypercalciämie
- Hypomagnesiämie
- hypertrophe Kardiomyopathie mit Obstruktion
- thorakales Aortenaneurysma
- gleichzeitige intravenöse Gabe von Calciumsalzen
Nebenwirkungen
Digoxin - invasiv
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kopfschmerzen
- Müdigkeit
- Schlaflosigkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- psychische Veränderungen (z.B. Alpträume, Agitiertheit, Verwirrtheit)
- Depressionen
- Halluzinationen
- Psychosen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Aphasien
- Schwäche
- Apathie
- Unwohlsein
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Veränderung des Farbsehens (Grün-Gelb-Bereich)
- im Bereich therapeutischer Dosierungen
- Veränderung des Farbsehens (Grün-Gelb-Bereich)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Herzrhythmusstörungen
- grundsätzlich ist jede Form von Herzrhythmusstörungen möglich
- gewöhnlich werden als erstes Anzeichen vorzeitige Kammerkontraktionen beobachtet, denen oftmals eine Bigeminie oder sogar Trigeminie folgt
- Vorhoftachykardien, die normalerweise eine Indikation für Digoxin darstellen, können bei exzessiver Dosierung auftreten
- insbesondere Vorhoftachykardien mit AV-Block verschiedenen Grades sind charakteristisch, wobei die Herzfrequenz nicht notwendigerweise hoch sein muss
- Herzrhythmusstörungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Appetitlosigkeit
- Übelkeit (Auftreten von Übelkeit sollte als frühes Zeichen einer übermäßig hohen Dosierung angesehen werden)
- Erbrechen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Durchfälle
- abdominelle Beschwerden (z.B. Bauchschmerzen)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Mesenterialinfarkt
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Muskelschwäche und allergische Reaktionen (z.B. urtikarielle oder scharlachartige Hautausschläge mit ausgeprägter Eosinophilie, Erythem)
- Thrombozytopenie
- Lupus erythematodes
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gynäkomastie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
Anwendungshinweise
- Anwendung der Injektionslösung bis orale Medikation begonnen werden kann
- Verabreichung der Injektionslösung langsam über 5 - 10 Min., unverdünnt oder verdünnt mit 5%iger Glukoselösung bzw. isotonischer NaCl-Lösung, streng i.v.
- auf streng i.v. Injektion achten (versehentliche paravenöse Verabreichung kann zu Gewebereizungen führen)
- Überwachung der Serumspiegel
- Digoxin-Serum-Konzentrationen können wie folgt umgerechnet werden
- ng/ml x 1,28 entspr. nmol/l
- Digoxin-Serum-Spiegel können mittels Radioimmunoassay bestimmt werden
- Blutentnahme sollte 6 Stunden oder mehr nach der letzten Dosis erfolgen
- Im Konzentrationsbereich von 0,8 ng/ml (1,02 nmol/l) - 2,0 ng/ml (2,56 nmol/l)
- für die meisten erwachsenen Patienten ein therapeutischer Nutzen bei geringem Nebenwirkungsrisiko
- Oberhalb dieses Bereichs: Nebenwirkungen aufgrund der Digoxin-Toxizität häufiger
- > 3,0 ng/ml (3,84 nmol/l): Digoxin-Toxizität wahrscheinlich
- Digoxin-Serum-Konzentrationen können wie folgt umgerechnet werden
Stillzeithinweise
Digoxin - invasiv
- Stillen unter der Therapie möglich
- Digoxin wird in die Muttermilch abgegeben
- aufgrund der hohen maternalen Proteinbindung der Substanz ist die tatsächliche Exposition des Säuglings gering
- nachteilige Effekte auf den Säugling bislang nicht beobachtet
Schwangerschaftshinweise
Digoxin - invasiv
- während der Schwangerschaft Patientin besonders sorgfältig überwachen und auf eine individuelle, bedarfsgerechte Dosierung achten
- bisherige Erfahrungen mit Digitalis-Glykosiden in therapeutischen Dosierungen während der Schwangerschaft haben keine Hinweise auf eine Schädigung des Embryos oder Föten ergeben
- Dosisanpassung
- während der letzten Wochen der Schwangerschaft kann der Glykosidbedarf ansteigen
- nach der Geburt ist dagegen häufig eine Dosisreduzierung angezeigt
- Tachyarrhythmien des Föten konnten mit Erfolg behandelt werden, indem der Mutter Digitalis verabreicht wurde
- nach Digitalis-Vergiftung der Mutter auch beim Föten über Intoxikationserscheinungen berichtet
Warnhinweise
Digoxin - invasiv
- besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich bei
- Bradykardie infolge von Erregungsbildungs- und / oder -leitungsstörungen, AV-Block I. Grades
- Hyperkaliämie, da vermehrt Erregungsbildungs- und -leitungsstörungen auftreten können
- älteren Patienten oder wenn anzunehmen ist, dass die renale Clearance von Digoxin vermindert ist
- Schilddrüsenerkrankungen
- bei einer Hypothyreose sollten Aufsättigungs- und Erhaltungsdosis verringert werden
- bei einer Hyperthyreose kann eine Dosiserhöhung erforderlich sein
- Malabsorption oder nach operativen Eingriffen im Gastrointestinaltrakt
- hierbei können höhere Digoxin-Dosen erforderlich sein
- einer geplanten elektrischen Kardioversion
- Digoxin soll 24 Stunden vor einer geplanten Kardioversion nicht verabreicht werden
- Risiko, gefährliche Arrhythmien durch die Kardioversion auszulösen, ist bei vorliegender Digitalistoxizität stark erhöht und ist ebenfalls von der Kardioversionsenergie abhängig
- in Notfällen, wie z.B. bei Defibrillation soll die geringste noch wirksame Energie angewendet werden
- Defibrillation ist ungeeignet bei von Herzglykosiden hervorgerufenen Arrhythmien
- akutem Myokardinfarkt (Patienten mit akutem Myokardinfarkt sind z.B. häufig hypokaliämisch und / oder neigen zu Herzrhythmusstörungen)
- akuter Myokarditis, Cor pulmonale oder Hypoxämie infolge schwerer Atemwegserkrankungen, da eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Digitalis-Glykosiden besteht
- Patienten, die in den vorangegangenen 2 Wochen Herzglykoside erhalten haben
- verringerte Aufsättigungsdosierung kann nötig sein
- Glykosidempfindlichkeit
- erhebliche interindividuelle Unterschiede der Glykosidempfindlichkeit bestehen
- erhöhte Glykosidempfindlichkeit besteht z.B. bei Patienten höheren Lebensalters, Hypothyreose, Hypoxie, Myokarditis, akutem Myokardinfarkt, Störungen des Säure-, Basen- und Elektrolythaushaltes
- entsprechende Patienten bzw. Krankheitsbilder sollten mit reduzierter Glykosiddosierung behandelt und sorgfältig überwacht werden
- Digoxin-Toxizität
- eine Digoxin-Toxizität kann sich durch das Auftreten von Arrhythmien äußern, von denen einige solchen Arrhythmien ähneln können, für die das Arzneimittel therapeutisch angezeigt sein könnte
- z.B. ist besondere Vorsicht erforderlich bei Vorhoftachykardie mit wechselndem AV-Block, da der Rhythmus klinisch einem Vorhofflimmern entspricht
- Digoxin kann ST-T Veränderungen im EKG verursachen, ohne dass gleichzeitig eine Myokardischämie vorliegt
- für die Beurteilung, ob ein unerwünschtes Ereignis auf Digoxin zurückzuführen ist, sollte der klinische Zustand des Patienten zusammen mit den Serum-Kalium-Spiegeln sowie der Nieren- und Schilddrüsenfunktion als wichtigste Faktoren herangezogen werden
- Kalium-Mangel
- bei Kaliummangel wird das Myokard für Digoxin sensibilisiert, obwohl die Digoxin-Serumkonzentration im therapeutischen Bereich liegen kann
- ein Kaliummangel kann z.B. auftreten durch Dialyse, Absaugen von Magen-Darm-Sekret, Unterernährung, Durchfall, längeres Erbrechen, sowie bei hohem Alter oder bei chronischer Herzinsuffizienz (z.B. infolge von Diuretikatherapie)
- im Allgemeinen sollten schnelle Änderungen der Serumkaliumkonzentration oder anderer Elektrolyte (z.B. Magnesium, Calcium) vermieden werden
- eine Nierenfunktionsstörung ist einer der häufigsten Gründe für die Auslösung einer Digitalisintoxikation
- Kontrollen der Serum-Elektrolyte sowie der Nierenfunktion sollten in regelmäßigen Abständen (in Abhängigkeit vom klinischen Zustand) erfolgen
- eine Digoxin-Toxizität kann sich durch das Auftreten von Arrhythmien äußern, von denen einige solchen Arrhythmien ähneln können, für die das Arzneimittel therapeutisch angezeigt sein könnte