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Wirkstoff: Digoxin →

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Fachinformationen

Indikation

  • manifeste chronische Herzinsuffizienz aufgrund systolischer Dysfunktion
  • Tachyarrhythmia absoluta bei Vorhofflimmern/Vorhofflattern
  • paroxysmales Vorhofflimmern/Vorhofflattern

Dosierung

  • manifeste chronische Herzinsuffizienz, Tachyarrhythmia absoluta, paroxysmales Vorhofflimmern/Vorhofflattern
    • individuelle Dosierung je nach Glykosidbedarf und Eliminationsgeschwindigkeit
    • therapeutisch erwünschte Digoxin-Konzentration im Serum bei Erwachsenen und Jugendlichen (ab 13 Jahre): in der Regel 0,8 - 2 ng / ml
    • individuelle Dosierung abhängig vom Behandlungserfolg und orientiert an:
      • Vollwirkdosis (= Körperbestand in mg): 0,8 - 1,5 mg Digoxin
      • Abklingquote (Verlust der klinischen Wirkung / Tag) von 20 - 25% (0,2 - 0,4 mg Digoxin / Tag)
    • regelmässige Kontrolle des klinischen Bildes bei gleichzeitigem Monitoring der Serumkonzentrationen empfohlen
    • Therapieeinleitung
      • langsame Aufsättigung über ca. 10 Tage
        • 1 Tablette (entsprechend 0,25 mg Digoxin) 1mal / Tag
      • mittelschnelle Aufsättigung über 3 Tage
        • 1 - 2 Tabletten (entsprechend 0,25 - 0,50 mg Digoxin) 1mal / Tag
    • Erhaltungsdosis (Patienten bis 65 Jahre ohne Einschränkung der Nierenfunktion)
      • 1 Tablette 1mal / Tag bzw. 0,2 - 0,4 mg Digoxin 1mal / Tag
    • Anwendungsdauer:
      • vom Arzt bestimmt
      • Digitalisbedürftigkeit bei Langzeittherapie durch kontrollierte Auslassversuche überprüfen

Dosisanpassung

  • Leberinsuffizienz:
    • keine Dosisanpassung erforderlich
  • Niereninsuffizienz und ältere Patienten (> 65 Jahre)
    • Digoxin-Dosis der renalen Clearance anpassen
      • Kreatinin-Clearance > 100 ml / min
        • normale Erhaltungsdosis
      • Kreatinin-Clearance 50 - 100 ml / min
        • 1/2 normale Erhaltungsdosis
      • Kreatinin-Clearance 20 - 50 ml / min
        • 1/2 - 1/3 normale Erhaltungsdosis
      • Kreatinin-Clearance < 20 ml / min
        • 1/3 normale Erhaltungsdosis
      • stärkere Ausprägung der Niereninsuffizienz
        • individuelle Dosisanpassung vornehmen
    • bei ältere Patienten Verminderung der Glykosidausscheidung auch ohne nachweisbare Zeichen einer Niereninsuffizienz möglich
      • Kreatininkonzentration im Serum muss dabei nicht erhöht sein
      • auch bei normalen Serumkreatininwerten an reduzierte Glykosidausscheidung denken und Dosis ggf. anpassen
      • Maximale Erhaltungsdosis
        • ältere Patienten (bis 65 Jahre): 0,375 mg Digoxin
        • ältere Patienten (> 65 Jahre): 0,25 mg Digoxin
        • ältere Patienten (> 80 Jahre): 0,125 mg Digoxin
  • bereits mit Herzglykosiden vorbehandelte Patienten:
    • bei Umstellung auf Digoxin besonders engmaschig kontrollieren
  • Patienten mit einigen besonderen Krankheitsbildern (z. B. Patienten höheren Lebensalters,Hypothyreose, Hypoxie, Myokarditis, akutem Myokardinfarkt, Störungen des Säure-,Basen- und Elekrolythaushaltes):
    • reduzierte Glykosiddosierung und sorgfältige ärztliche Überwachung

Kontraindikationen

Digoxin - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Digoxin oder andere herzwirksame Glykoside
  • Verdacht auf Digitalisintoxikation
  • Kammertachykardie oder Kammerflimmern
  • AV-Block II. oder III. Grades, pathologische Sinusknotenfunktion (ausgenommen bei Schrittmacher-Therapie)
  • akzessorische atrioventrikuläre Leitungsbahnen (z.B. WPW-Syndrom) oder Verdacht auf solche
  • Hypoxie
  • Hypokaliämie
  • Hypercalcämie
  • Hypomagnesiämie
  • hypertrophe Kardiomyopathie mit Obstruktion
  • thorakales Aortenaneurysma
  • gleichzeitige intravenöse Gabe von Calciumsalzen

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Digoxin - peroral
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Kopfschmerzen
      • Müdigkeit
      • Schlaflosigkeit
      • Verwirrtheitszustand
      • Schwindel
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • psychische Veränderungen (z.B. Alpträume, Agitiertheit)
      • Depressionen
      • Halluzinationen
      • Psychosen
      • Unruhe
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Aphasien
      • Schwäche
      • Apathie
      • Unwohlsein
  • Augenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Sehverschlechterung
        • verschwommene Sicht
        • Xanthopsie / Veränderung des Farbsehens (Grün-Gelb-Bereich)
          • im Bereich therapeutischer Dosierungen
  • Herzerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Herzrhythmusstörungen
        • grundsätzlich jede Form von Herzrhythmusstörungen möglich wie
          • Überleitungsstörung, PR-Prolongation, Sinusbradykardie (häufig)
          • supraventrikuläre Tachyarrhythmie, supraventrikuläre Tachykardie (nodale Arrhythmie), atriale Tachykardie (mit oder ohne Block), ventrikuläre Arrhythmie, ventrikuläre Extrasystolen,Elektrokardiogramm ST-Streckensenkung (sehr selten)
        • gewöhnlich werden als erstes Anzeichen vorzeitige Kammerkontraktionen beobachtet, denen oftmals eine Bigeminie oder sogar Trigeminie folgt
        • Vorhoftachykardien, die normalerweise eine Indikation für Digoxin darstellen, können bei exzessiver Dosierung auftreten
        • insbesondere Vorhoftachykardien mit AV-Block verschiedenen Grades sind charakteristisch, wobei die Herzfrequenz nicht notwendigerweise hoch sein muss
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Appetitlosigkeit / verminderter Appetit
      • Übelkeit (sollte als frühes Zeichen einer übermäßig hohen Dosierung angesehen werden)
      • Erbrechen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Durchfall
      • abdominelle Beschwerden (z.B. Bauchschmerzen)
      • intestinale Ischämie
      • gastrointestinale Nekrose
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Mesenterialinfarkt
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • allergische Reaktionen (z.B. urtikarielle oder scharlachartige Hautausschläge mit ausgeprägter Eosinophilie, Erythem)
      • Muskelschwäche
      • Thrombozytopenie
      • Lupus erythematodes
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Gynäkomastie
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Asthenie

Kinder und Jugendliche

  • Nebenwirkungen bei Säuglingen und Kindern unterscheiden sich von denen bei Erwachsenen in verschiedener Hinsicht
  • obgleich Digoxin Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und zentralnervöse Störungen bei jüngeren Patienten verursachen kann, sind dies selten die Anfangssymptome einer Überdosierung
    • eher treten bei Säuglingen und Kindern Herzarrhythmien, einschließlich der Sinusbradykardie, als frühestes und häufigstes Anzeichen einer Überdosierung von Digoxin auf
  • bei Kindern kann Digoxin alle Arten von Arrhythmien hervorrufen
    • die häufigsten sind Leitungsstörungen oder supraventrikuläre Tachyarrhytmien, wie Vorhoftachykardie (mit oder ohne Block) und AV-Knoten-Tachykardie
    • ventrikuläre Arrhythmien treten gewöhnlich seltener auf
  • sogar in Abwesenheit eines AV-Blockes ersten Grades kann die Sinusbradykardie insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern ein Anzeichen einer drohenden Digoxin-Intoxikation sein
  • bei Kindern, die Digoxin einnehmen, sollte bei jeder Arrhythmie oder Veränderung im Erregungsleitungssystem Digoxin als mögliche Ursache in Erwägung gezogen werden, bis weitere Untersuchungen das Gegenteil beweisen

Anwendungshinweise

  • Einnahme der Tabletten vorzugsweise nach einer Mahlzeit mit Flüssigkeit
  • unbedingt auf regelmäßige Einnahme in der vom Arzt verordneten Menge achten
  • gleichzeitige Anwendung von Antacida: Einnahme mind. 2 Stunden vor dem Antacidum

Stillzeithinweise

Digoxin - peroral
  • Stillen unter der Therapie möglich
    • Digoxin wird in die Muttermilch abgegeben
    • aufgrund der hohen maternalen Proteinbindung der Substanz ist die tatsächliche Exposition des Säuglings gering
  • nachteilige Effekte auf den Säugling bislang nicht beobachtet

Schwangerschaftshinweise

Digoxin - peroral
  • während der Schwangerschaft Patientin besonders sorgfältig überwachen und auf eine individuelle, bedarfsgerechte Dosierung achten
  • bisherige Erfahrungen mit Digitalis-Glykosiden in therapeutischen Dosierungen während der Schwangerschaft haben keine Hinweise auf eine Schädigung des Embryos oder Föten ergeben
  • Dosisanpassung
    • während der letzten Wochen der Schwangerschaft kann der Glykosidbedarf ansteigen
    • nach der Geburt ist dagegen häufig eine Dosisreduzierung angezeigt
  • obgleich zu vermuten ist, dass ein direkter Digoxin-Effekt auf das Myometrium zu einer relativen Frühreife und erniedrigtem Geburtsgewicht führen kann, ist nicht auszuschließen, dass die vorliegende Herzerkrankung der Mutter hierbei eine Rolle spielt
  • Tachyarrhythmien oder dekompensierte Herzinsuffizienz des Föten konnten mit Erfolg behandelt werden, indem der Mutter Digitalis verabreicht wurde
  • nach Digitalis-Vergiftung der Mutter wurde auch beim Föten über Intoxikationserscheinungen berichtet
  • Fertilität
    • es sind keine Informationen über den Effekt von Digoxin auf die Fruchtbarkeit bekannt
    • es sind keine Daten darüber verfügbar, ob Digoxin teratogene Wirkungen hat

Warnhinweise

Digoxin - peroral
  • besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich bei
    • Bradykardie infolge von Erregungsbildungs- und / oder -leitungsstörungen, AV-Block I. Grades
    • Hyperkaliämie, da vermehrt Erregungsbildungs- und -leitungsstörungen auftreten können
    • älteren Patienten oder wenn anzunehmen ist, dass die renale Clearance von Digoxin vermindert ist
    • Schilddrüsenerkrankungen
      • bei einer Hypothyreose sollten Aufsättigungs- und Erhaltungsdosis verringert werden
      • bei einer Hyperthyreose kann eine Dosiserhöhung erforderlich sein
      • im Verlauf der Behandlung von Thyreotoxikose ist die Dosierung zu reduzieren, wenn die Thyreotoxikose unter Kontrolle gerät
    • Malabsorption oder nach operativen Eingriffen im Gastrointestinaltrakt
      • hierbei können höhere Digoxin-Dosen erforderlich sein
    • einer geplanten elektrischen Kardioversion
      • Digoxin soll 24 Stunden vor einer geplanten Kardioversion nicht verabreicht werden
      • Risiko, gefährliche Arrhythmien durch die Kardioversion auszulösen, ist bei vorliegender Digitalistoxizität stark erhöht und ist ebenfalls von der Kardioversionsenergie abhängig
      • in Notfällen, wie z.B. bei Defibrillation soll die geringste noch wirksame Energie angewendet werden
      • Defibrillation ist ungeeignet bei von Herzglykosiden hervorgerufenen Arrhythmien
    • AV-Block I. Grades
      • die therapeutische Wirkung des Digoxins bei Arrhythmien beruht auf einer teilweisen Blockade der AV-Überleitung
      • bei schon vorhandenem teilweise kardialem Block muss bei Digoxin-Gabe mit einer raschen Progression des Blocks gerechnet werden
      • bei vollständigem Block kann der Kammerersatzrhythmus unterdrückt werden
    • akutem Myokardinfarkt (Patienten mit akutem Myokardinfarkt sind z.B. häufig hypokaliämisch und / oder neigen zu Herzrhythmusstörungen und sind wahrscheinlich hämodynamisch instabil)
      • die Digoxin-Gabe unmittelbar nach einem Herzinfarkt ist nicht kontraindiziert
      • jedoch kann unter diesen Bedingungen bei Anwendung von inotropen Arzneimitteln bei einigen Patienten sowohl eine unerwünschte Zunahme des myokardialen Sauerstoffbedarfs als auch eine Ischämie hervorgerufen werden
      • bei einigen retrospektiven Studien wird Digoxin in Verbindung mit einer erhöhten Sterblichkeit gebracht
      • die Einschränkungen bei einer eventuell später notwendigen Elektrokardioversion sollten ebenfalls bedacht werden
    • akuter Myokarditis, Cor pulmonale oder Hypoxämie infolge schwerer Atemwegserkrankungen, da eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Digitalis-Glykosiden besteht
    • Patienten, die in den vorangegangenen 2 Wochen Herzglykoside erhalten haben
      • verringerte Aufsättigungsdosierung kann nötig sein
  • Glykosidempfindlichkeit
    • erhebliche interindividuelle Unterschiede der Glykosidempfindlichkeit bestehen
    • erhöhte Glykosidempfindlichkeit besteht z.B. bei Patienten höheren Lebensalters, Hypothyreose, Hypoxie, Myokarditis, akutem Myokardinfarkt, Störungen des Säure-, Basen- und Elektrolythaushaltes
      • entsprechende Patienten bzw. Krankheitsbilder sollten mit reduzierter Glykosiddosierung behandelt und sorgfältig überwacht werden
  • Digoxin-Toxizität
    • eine Digoxin-Toxizität kann sich durch das Auftreten von Arrhythmien äußern, von denen einige solchen Arrhythmien ähneln können, für die das Arzneimittel therapeutisch angezeigt sein könnte
      • z.B. ist besondere Vorsicht erforderlich bei Vorhoftachykardie mit wechselndem AV-Block, da der Rhythmus klinisch einem Vorhofflimmern entspricht
    • Digoxin kann ST-T Veränderungen im EKG verursachen, ohne dass gleichzeitig eine Myokardischämie vorliegt
    • für die Beurteilung, ob ein unerwünschtes Ereignis auf Digoxin zurückzuführen ist, sollte der klinische Zustand des Patienten zusammen mit den Serum-Kalium-Spiegeln sowie der Nieren- und Schilddrüsenfunktion als wichtigste Faktoren herangezogen werden
    • Kalium-Mangel
      • bei Kaliummangel wird das Myokard für Digoxin sensibilisiert, obwohl die Digoxin-Serumkonzentration im therapeutischen Bereich liegen kann
      • ein Kaliummangel kann z.B. auftreten durch Dialyse, Absaugen von Magen-Darm-Sekret, Unterernährung, Durchfall, längeres Erbrechen, sowie bei hohem Alter oder bei chronischer Herzinsuffizienz (z.B. infolge von Diuretikatherapie)
      • im Allgemeinen sollten schnelle Änderungen der Serumkaliumkonzentration oder anderer Elektrolyte (z.B. Magnesium, Calcium) vermieden werden
    • eine Nierenfunktionsstörung ist einer der häufigsten Gründe für die Auslösung einer Digitalisintoxikation
    • Kontrollen der Serum-Elektrolyte sowie der Nierenfunktion sollten in regelmäßigen Abständen (in Abhängigkeit vom klinischen Zustand) erfolgen
  • Kontrolluntersuchungen
    • für die Entscheidung über eine eventuelle Dosiserhöhung kann die Bestimmung der Digoxin-Serumkonzentration hilfreich sein
      • allerdings sollte bedacht werden, dass der Assay auch auf andere Glykoside anspricht und somit falsch positive Messergebnisse liefern kann
      • eine Beobachtung des Patienten während eines vorübergehenden Absetzens der Dosierung von Digoxin könnte daher geeigneter sein
    • obgleich viele Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz von einer kurzzeitigen Verabreichung von Digoxin profitieren, werden hingegen bei einigen keine konstanten, ausgeprägten oder anhaltenden Verbesserungen der hämodynamischen Parameter erzielt
    • es ist daher wichtig, die Reaktion jedes einzelnen Patienten zu beurteilen, wenn Digoxin in der Langzeittherapie angewendet wird
  • Belastungstoleranz
    • Digoxin verbessert die Belastbarkeit bei Patienten mit linksventrikulärer systolischer Funktionsstörung und normalem Sinusrhythmus, was mit oder ohne Verbesserung hämodynamischer Parameter einhergehen kann
      • dennoch ist der Nutzen einer Therapie mit Digoxin bei Patienten mit supraventrikulären Arrhythmien in Ruhe am größten; weniger groß unter Belastung
  • Absetzen von Digoxin
    • bei Patienten, die Diuretika und einen ACE-Hemmer oder ein Diuretikum allein erhalten, hat das Absetzen von Digoxin zur klinischen Verschlechterung geführt
  • Elektrokardiogramm
    • die Anwendung von therapeutischen Digoxin-Dosierungen kann eine Verlängerung des PR-Intervalls und eine Senkung der ST-Strecke im Elektrokardiogramm verursachen
    • Digoxin kann während des Belastungs-EKGs falsch positive ST-T-Veränderungen im Elektrokardiogramm hervorrufen
    • diese elektrophysiologischen Auswirkungen sind bei Digoxin zu erwarten und weisen nicht auf eine Toxizität hin
    • Digoxin kann ST-T-Veränderungen im EKG verursachen, ohne dass gleichzeitig eine Myokardischämie vorliegt
  • kardiale Amyloidose
    • eine Behandlung mit Digoxin ist generell zu vermeiden bei Patienten, deren Herzinsuffizienz mit kardialer Amyloidose einhergeht
    • wenn jedoch keine alternative Behandlung geeignet ist, kann Digoxin angewendet werden, um die ventrikuläre Frequenz bei Patienten mit kardialer Amyloidose und Vorhofflimmern zu kontrollieren
  • Beri-Beri-Herzkrankheit
    • Patienten mit Beri-Beri-Herzkrankheit sprechen vielleicht nicht adäquat auf Digoxin an, wenn die zugrundeliegende Thiamindefizienz nicht gleichzeitig behandelt wird
  • konstriktive Perikarditis
    • Digoxin darf nicht bei konstriktiver Perikarditis angewendet werden, es sei denn, es wird gegeben, um die ventrikuläre Frequenz bei Vorhofflimmern zu kontrollieren oder eine systolische Dysfunktion zu verbessern