Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 50 ST | 17,71 € |
| N3 | 100 ST | 23,63 € |
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Indikation
- manifeste chronische Herzinsuffizienz aufgrund systolischer Dysfunktion
- Tachyarrhythmia absoluta bei Vorhofflimmern/Vorhofflattern
- paroxysmales Vorhofflimmern/Vorhofflattern
Dosierung
- manifeste chronische Herzinsuffizienz, Tachyarrhythmia absoluta, paroxysmales Vorhofflimmern/Vorhofflattern
- individuelle Dosierung je nach Glykosidbedarf und Eliminationsgeschwindigkeit
- therapeutisch erwünschte Digoxin-Konzentration im Serum bei Erwachsenen und Jugendlichen (ab 13 Jahre): in der Regel 0,8 - 2 ng / ml
- individuelle Dosierung abhängig vom Behandlungserfolg und orientiert an:
- Vollwirkdosis (= Körperbestand in mg): 0,8 - 1,5 mg Digoxin
- Abklingquote (Verlust der klinischen Wirkung / Tag) von 20 - 25% (0,2 - 0,4 mg Digoxin / Tag)
- regelmässige Kontrolle des klinischen Bildes bei gleichzeitigem Monitoring der Serumkonzentrationen empfohlen
- Therapieeinleitung
- langsame Aufsättigung über ca. 10 Tage
- 1 Tablette (entsprechend 0,25 mg Digoxin) 1mal / Tag
- mittelschnelle Aufsättigung über 3 Tage
- 1 - 2 Tabletten (entsprechend 0,25 - 0,50 mg Digoxin) 1mal / Tag
- langsame Aufsättigung über ca. 10 Tage
- Erhaltungsdosis (Patienten bis 65 Jahre ohne Einschränkung der Nierenfunktion)
- 1 Tablette 1mal / Tag bzw. 0,2 - 0,4 mg Digoxin 1mal / Tag
- Anwendungsdauer:
- vom Arzt bestimmt
- Digitalisbedürftigkeit bei Langzeittherapie durch kontrollierte Auslassversuche überprüfen
Dosisanpassung
- Leberinsuffizienz:
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Niereninsuffizienz und ältere Patienten (> 65 Jahre)
- Digoxin-Dosis der renalen Clearance anpassen
- Kreatinin-Clearance > 100 ml / min
- normale Erhaltungsdosis
- Kreatinin-Clearance 50 - 100 ml / min
- 1/2 normale Erhaltungsdosis
- Kreatinin-Clearance 20 - 50 ml / min
- 1/2 - 1/3 normale Erhaltungsdosis
- Kreatinin-Clearance < 20 ml / min
- 1/3 normale Erhaltungsdosis
- stärkere Ausprägung der Niereninsuffizienz
- individuelle Dosisanpassung vornehmen
- Kreatinin-Clearance > 100 ml / min
- bei ältere Patienten Verminderung der Glykosidausscheidung auch ohne nachweisbare Zeichen einer Niereninsuffizienz möglich
- Kreatininkonzentration im Serum muss dabei nicht erhöht sein
- auch bei normalen Serumkreatininwerten an reduzierte Glykosidausscheidung denken und Dosis ggf. anpassen
- Maximale Erhaltungsdosis
- ältere Patienten (bis 65 Jahre): 0,375 mg Digoxin
- ältere Patienten (> 65 Jahre): 0,25 mg Digoxin
- ältere Patienten (> 80 Jahre): 0,125 mg Digoxin
- Digoxin-Dosis der renalen Clearance anpassen
- bereits mit Herzglykosiden vorbehandelte Patienten:
- bei Umstellung auf Digoxin besonders engmaschig kontrollieren
- Patienten mit einigen besonderen Krankheitsbildern (z. B. Patienten höheren Lebensalters,Hypothyreose, Hypoxie, Myokarditis, akutem Myokardinfarkt, Störungen des Säure-,Basen- und Elekrolythaushaltes):
- reduzierte Glykosiddosierung und sorgfältige ärztliche Überwachung
Kontraindikationen
Digoxin - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Digoxin oder andere herzwirksame Glykoside
- Verdacht auf Digitalisintoxikation
- Kammertachykardie oder Kammerflimmern
- AV-Block II. oder III. Grades, pathologische Sinusknotenfunktion (ausgenommen bei Schrittmacher-Therapie)
- akzessorische atrioventrikuläre Leitungsbahnen (z.B. WPW-Syndrom) oder Verdacht auf solche
- Hypoxie
- Hypokaliämie
- Hypercalcämie
- Hypomagnesiämie
- hypertrophe Kardiomyopathie mit Obstruktion
- thorakales Aortenaneurysma
- gleichzeitige intravenöse Gabe von Calciumsalzen
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Digoxin - peroral
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kopfschmerzen
- Müdigkeit
- Schlaflosigkeit
- Verwirrtheitszustand
- Schwindel
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- psychische Veränderungen (z.B. Alpträume, Agitiertheit)
- Depressionen
- Halluzinationen
- Psychosen
- Unruhe
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Aphasien
- Schwäche
- Apathie
- Unwohlsein
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Augenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Sehverschlechterung
- verschwommene Sicht
- Xanthopsie / Veränderung des Farbsehens (Grün-Gelb-Bereich)
- im Bereich therapeutischer Dosierungen
- Sehverschlechterung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Herzrhythmusstörungen
- grundsätzlich jede Form von Herzrhythmusstörungen möglich wie
- Überleitungsstörung, PR-Prolongation, Sinusbradykardie (häufig)
- supraventrikuläre Tachyarrhythmie, supraventrikuläre Tachykardie (nodale Arrhythmie), atriale Tachykardie (mit oder ohne Block), ventrikuläre Arrhythmie, ventrikuläre Extrasystolen,Elektrokardiogramm ST-Streckensenkung (sehr selten)
- gewöhnlich werden als erstes Anzeichen vorzeitige Kammerkontraktionen beobachtet, denen oftmals eine Bigeminie oder sogar Trigeminie folgt
- Vorhoftachykardien, die normalerweise eine Indikation für Digoxin darstellen, können bei exzessiver Dosierung auftreten
- insbesondere Vorhoftachykardien mit AV-Block verschiedenen Grades sind charakteristisch, wobei die Herzfrequenz nicht notwendigerweise hoch sein muss
- grundsätzlich jede Form von Herzrhythmusstörungen möglich wie
- Herzrhythmusstörungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Appetitlosigkeit / verminderter Appetit
- Übelkeit (sollte als frühes Zeichen einer übermäßig hohen Dosierung angesehen werden)
- Erbrechen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Durchfall
- abdominelle Beschwerden (z.B. Bauchschmerzen)
- intestinale Ischämie
- gastrointestinale Nekrose
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Mesenterialinfarkt
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- allergische Reaktionen (z.B. urtikarielle oder scharlachartige Hautausschläge mit ausgeprägter Eosinophilie, Erythem)
- Muskelschwäche
- Thrombozytopenie
- Lupus erythematodes
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gynäkomastie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Asthenie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
Kinder und Jugendliche
- Nebenwirkungen bei Säuglingen und Kindern unterscheiden sich von denen bei Erwachsenen in verschiedener Hinsicht
- obgleich Digoxin Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und zentralnervöse Störungen bei jüngeren Patienten verursachen kann, sind dies selten die Anfangssymptome einer Überdosierung
- eher treten bei Säuglingen und Kindern Herzarrhythmien, einschließlich der Sinusbradykardie, als frühestes und häufigstes Anzeichen einer Überdosierung von Digoxin auf
- bei Kindern kann Digoxin alle Arten von Arrhythmien hervorrufen
- die häufigsten sind Leitungsstörungen oder supraventrikuläre Tachyarrhytmien, wie Vorhoftachykardie (mit oder ohne Block) und AV-Knoten-Tachykardie
- ventrikuläre Arrhythmien treten gewöhnlich seltener auf
- sogar in Abwesenheit eines AV-Blockes ersten Grades kann die Sinusbradykardie insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern ein Anzeichen einer drohenden Digoxin-Intoxikation sein
- bei Kindern, die Digoxin einnehmen, sollte bei jeder Arrhythmie oder Veränderung im Erregungsleitungssystem Digoxin als mögliche Ursache in Erwägung gezogen werden, bis weitere Untersuchungen das Gegenteil beweisen
Anwendungshinweise
- Einnahme der Tabletten vorzugsweise nach einer Mahlzeit mit Flüssigkeit
- unbedingt auf regelmäßige Einnahme in der vom Arzt verordneten Menge achten
- gleichzeitige Anwendung von Antacida: Einnahme mind. 2 Stunden vor dem Antacidum
Stillzeithinweise
Digoxin - peroral
- Stillen unter der Therapie möglich
- Digoxin wird in die Muttermilch abgegeben
- aufgrund der hohen maternalen Proteinbindung der Substanz ist die tatsächliche Exposition des Säuglings gering
- nachteilige Effekte auf den Säugling bislang nicht beobachtet
Schwangerschaftshinweise
Digoxin - peroral
- während der Schwangerschaft Patientin besonders sorgfältig überwachen und auf eine individuelle, bedarfsgerechte Dosierung achten
- bisherige Erfahrungen mit Digitalis-Glykosiden in therapeutischen Dosierungen während der Schwangerschaft haben keine Hinweise auf eine Schädigung des Embryos oder Föten ergeben
- Dosisanpassung
- während der letzten Wochen der Schwangerschaft kann der Glykosidbedarf ansteigen
- nach der Geburt ist dagegen häufig eine Dosisreduzierung angezeigt
- obgleich zu vermuten ist, dass ein direkter Digoxin-Effekt auf das Myometrium zu einer relativen Frühreife und erniedrigtem Geburtsgewicht führen kann, ist nicht auszuschließen, dass die vorliegende Herzerkrankung der Mutter hierbei eine Rolle spielt
- Tachyarrhythmien oder dekompensierte Herzinsuffizienz des Föten konnten mit Erfolg behandelt werden, indem der Mutter Digitalis verabreicht wurde
- nach Digitalis-Vergiftung der Mutter wurde auch beim Föten über Intoxikationserscheinungen berichtet
- Fertilität
- es sind keine Informationen über den Effekt von Digoxin auf die Fruchtbarkeit bekannt
- es sind keine Daten darüber verfügbar, ob Digoxin teratogene Wirkungen hat
Warnhinweise
Digoxin - peroral
- besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich bei
- Bradykardie infolge von Erregungsbildungs- und / oder -leitungsstörungen, AV-Block I. Grades
- Hyperkaliämie, da vermehrt Erregungsbildungs- und -leitungsstörungen auftreten können
- älteren Patienten oder wenn anzunehmen ist, dass die renale Clearance von Digoxin vermindert ist
- Schilddrüsenerkrankungen
- bei einer Hypothyreose sollten Aufsättigungs- und Erhaltungsdosis verringert werden
- bei einer Hyperthyreose kann eine Dosiserhöhung erforderlich sein
- im Verlauf der Behandlung von Thyreotoxikose ist die Dosierung zu reduzieren, wenn die Thyreotoxikose unter Kontrolle gerät
- Malabsorption oder nach operativen Eingriffen im Gastrointestinaltrakt
- hierbei können höhere Digoxin-Dosen erforderlich sein
- einer geplanten elektrischen Kardioversion
- Digoxin soll 24 Stunden vor einer geplanten Kardioversion nicht verabreicht werden
- Risiko, gefährliche Arrhythmien durch die Kardioversion auszulösen, ist bei vorliegender Digitalistoxizität stark erhöht und ist ebenfalls von der Kardioversionsenergie abhängig
- in Notfällen, wie z.B. bei Defibrillation soll die geringste noch wirksame Energie angewendet werden
- Defibrillation ist ungeeignet bei von Herzglykosiden hervorgerufenen Arrhythmien
- AV-Block I. Grades
- die therapeutische Wirkung des Digoxins bei Arrhythmien beruht auf einer teilweisen Blockade der AV-Überleitung
- bei schon vorhandenem teilweise kardialem Block muss bei Digoxin-Gabe mit einer raschen Progression des Blocks gerechnet werden
- bei vollständigem Block kann der Kammerersatzrhythmus unterdrückt werden
- akutem Myokardinfarkt (Patienten mit akutem Myokardinfarkt sind z.B. häufig hypokaliämisch und / oder neigen zu Herzrhythmusstörungen und sind wahrscheinlich hämodynamisch instabil)
- die Digoxin-Gabe unmittelbar nach einem Herzinfarkt ist nicht kontraindiziert
- jedoch kann unter diesen Bedingungen bei Anwendung von inotropen Arzneimitteln bei einigen Patienten sowohl eine unerwünschte Zunahme des myokardialen Sauerstoffbedarfs als auch eine Ischämie hervorgerufen werden
- bei einigen retrospektiven Studien wird Digoxin in Verbindung mit einer erhöhten Sterblichkeit gebracht
- die Einschränkungen bei einer eventuell später notwendigen Elektrokardioversion sollten ebenfalls bedacht werden
- akuter Myokarditis, Cor pulmonale oder Hypoxämie infolge schwerer Atemwegserkrankungen, da eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Digitalis-Glykosiden besteht
- Patienten, die in den vorangegangenen 2 Wochen Herzglykoside erhalten haben
- verringerte Aufsättigungsdosierung kann nötig sein
- Glykosidempfindlichkeit
- erhebliche interindividuelle Unterschiede der Glykosidempfindlichkeit bestehen
- erhöhte Glykosidempfindlichkeit besteht z.B. bei Patienten höheren Lebensalters, Hypothyreose, Hypoxie, Myokarditis, akutem Myokardinfarkt, Störungen des Säure-, Basen- und Elektrolythaushaltes
- entsprechende Patienten bzw. Krankheitsbilder sollten mit reduzierter Glykosiddosierung behandelt und sorgfältig überwacht werden
- Digoxin-Toxizität
- eine Digoxin-Toxizität kann sich durch das Auftreten von Arrhythmien äußern, von denen einige solchen Arrhythmien ähneln können, für die das Arzneimittel therapeutisch angezeigt sein könnte
- z.B. ist besondere Vorsicht erforderlich bei Vorhoftachykardie mit wechselndem AV-Block, da der Rhythmus klinisch einem Vorhofflimmern entspricht
- Digoxin kann ST-T Veränderungen im EKG verursachen, ohne dass gleichzeitig eine Myokardischämie vorliegt
- für die Beurteilung, ob ein unerwünschtes Ereignis auf Digoxin zurückzuführen ist, sollte der klinische Zustand des Patienten zusammen mit den Serum-Kalium-Spiegeln sowie der Nieren- und Schilddrüsenfunktion als wichtigste Faktoren herangezogen werden
- Kalium-Mangel
- bei Kaliummangel wird das Myokard für Digoxin sensibilisiert, obwohl die Digoxin-Serumkonzentration im therapeutischen Bereich liegen kann
- ein Kaliummangel kann z.B. auftreten durch Dialyse, Absaugen von Magen-Darm-Sekret, Unterernährung, Durchfall, längeres Erbrechen, sowie bei hohem Alter oder bei chronischer Herzinsuffizienz (z.B. infolge von Diuretikatherapie)
- im Allgemeinen sollten schnelle Änderungen der Serumkaliumkonzentration oder anderer Elektrolyte (z.B. Magnesium, Calcium) vermieden werden
- eine Nierenfunktionsstörung ist einer der häufigsten Gründe für die Auslösung einer Digitalisintoxikation
- Kontrollen der Serum-Elektrolyte sowie der Nierenfunktion sollten in regelmäßigen Abständen (in Abhängigkeit vom klinischen Zustand) erfolgen
- eine Digoxin-Toxizität kann sich durch das Auftreten von Arrhythmien äußern, von denen einige solchen Arrhythmien ähneln können, für die das Arzneimittel therapeutisch angezeigt sein könnte
- Kontrolluntersuchungen
- für die Entscheidung über eine eventuelle Dosiserhöhung kann die Bestimmung der Digoxin-Serumkonzentration hilfreich sein
- allerdings sollte bedacht werden, dass der Assay auch auf andere Glykoside anspricht und somit falsch positive Messergebnisse liefern kann
- eine Beobachtung des Patienten während eines vorübergehenden Absetzens der Dosierung von Digoxin könnte daher geeigneter sein
- obgleich viele Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz von einer kurzzeitigen Verabreichung von Digoxin profitieren, werden hingegen bei einigen keine konstanten, ausgeprägten oder anhaltenden Verbesserungen der hämodynamischen Parameter erzielt
- es ist daher wichtig, die Reaktion jedes einzelnen Patienten zu beurteilen, wenn Digoxin in der Langzeittherapie angewendet wird
- für die Entscheidung über eine eventuelle Dosiserhöhung kann die Bestimmung der Digoxin-Serumkonzentration hilfreich sein
- Belastungstoleranz
- Digoxin verbessert die Belastbarkeit bei Patienten mit linksventrikulärer systolischer Funktionsstörung und normalem Sinusrhythmus, was mit oder ohne Verbesserung hämodynamischer Parameter einhergehen kann
- dennoch ist der Nutzen einer Therapie mit Digoxin bei Patienten mit supraventrikulären Arrhythmien in Ruhe am größten; weniger groß unter Belastung
- Digoxin verbessert die Belastbarkeit bei Patienten mit linksventrikulärer systolischer Funktionsstörung und normalem Sinusrhythmus, was mit oder ohne Verbesserung hämodynamischer Parameter einhergehen kann
- Absetzen von Digoxin
- bei Patienten, die Diuretika und einen ACE-Hemmer oder ein Diuretikum allein erhalten, hat das Absetzen von Digoxin zur klinischen Verschlechterung geführt
- Elektrokardiogramm
- die Anwendung von therapeutischen Digoxin-Dosierungen kann eine Verlängerung des PR-Intervalls und eine Senkung der ST-Strecke im Elektrokardiogramm verursachen
- Digoxin kann während des Belastungs-EKGs falsch positive ST-T-Veränderungen im Elektrokardiogramm hervorrufen
- diese elektrophysiologischen Auswirkungen sind bei Digoxin zu erwarten und weisen nicht auf eine Toxizität hin
- Digoxin kann ST-T-Veränderungen im EKG verursachen, ohne dass gleichzeitig eine Myokardischämie vorliegt
- kardiale Amyloidose
- eine Behandlung mit Digoxin ist generell zu vermeiden bei Patienten, deren Herzinsuffizienz mit kardialer Amyloidose einhergeht
- wenn jedoch keine alternative Behandlung geeignet ist, kann Digoxin angewendet werden, um die ventrikuläre Frequenz bei Patienten mit kardialer Amyloidose und Vorhofflimmern zu kontrollieren
- Beri-Beri-Herzkrankheit
- Patienten mit Beri-Beri-Herzkrankheit sprechen vielleicht nicht adäquat auf Digoxin an, wenn die zugrundeliegende Thiamindefizienz nicht gleichzeitig behandelt wird
- konstriktive Perikarditis
- Digoxin darf nicht bei konstriktiver Perikarditis angewendet werden, es sei denn, es wird gegeben, um die ventrikuläre Frequenz bei Vorhofflimmern zu kontrollieren oder eine systolische Dysfunktion zu verbessern