Lasix 250mg
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| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 6X25 ML | 59,67 € |
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Indikation
- Anwendung hochdosierter Zubereitung ausschließl. bei Patienten mit stark verminderter Glomerulumfiltration (Glomerulumfiltratwerte < 20 ml / Min.)
- drohendes und bereits eingetretenes akutes Nierenversagen (Aufrechterhaltung der Flüssigkeitsausscheidung und Erleichterung der parenteralen Ernährung, solange noch Restfiltration vorhanden ist)
- chronische Niereninsuffizienz im prädialytischen Stadium mit Flüssigkeitsretention und Hochdruck
- terminale Niereninsuffizienz (Aufrechterhaltung einer Restdiurese)
- nephrotisches Syndrom bei Patienten, die auf 120 mg Furosemid oral / Tag nicht ansprechen (Therapie der Grunderkrankung im Vordergrund)
Dosierung
- stark verminderte Glomerulumfiltration (Glomerulumfiltratwerte < 20 ml / Min.)
- individuell dosieren nach Behandlungserfolg
- Anwendung niedrigster Dosis, mit der gewünschter Effekt erzielt wird
- akutes Nierenversagen
- bei Schock vor Behandlungsbeginn durch geeignete Maßnahmen Hypovolämie und Hypotonie beseitigen
- deutlich ausgeprägte Störung der Serumelektrolyte und des Säure-Basen-Gleichgewichtes korrigieren
- bei ausbleibender vermehrter Flüssigkeitsausscheidung nach langsamer i.v. Injektion von 40 mg Furosemid (Testdosis)
- Behandlungsbeginn mit Furosemid mittels Perfusors: 50 - 100 mg Furosemid / Stunde über den Tag
- Tagesdosis richtet sich nach ausreichender Diurese
- max. Tagesdosis: 1500 mg Furosemid
- chronische Niereninsuffizienz im prädialytischen Stadium mit Flüssigkeitsretention und Hochdruck, nephrotisches Syndrom
- korrekte Dosis durch stufenweise Dosiserhöhung ermitteln (natriuretische Antwort abhängig von zahlreichen Variablen, z.B. Grad der Niereninsuffizienz, Natriumbilanz; prinzipiell keine präzise Vorhersage im Einzelfall möglich)
- wegen raschem Wirkungseintritt mögliche Dosissteigerung in 1/2 - 1 stündlichem Abstand
- Anfangsdosis: 0,1 mg Furosemid / Min. als Infusion
- Dosis so wählen, dass Patient ca.1 kg KG / Tag verliert (langsame Ausschwemmung)
- beim nephrotischen Syndrom vorsichtig dosieren (Gefahr vermehrt auftretender Nebenwirkungen)
- Säuglinge und Kinder (< 15 Jahre)
- parenterale Gabe von Furosemid nur ausnahmsweise bei bedrohlichen Zuständen
- mittlere Tagesdosis: 0,5 mg Furosemid / kg KG, ausnahmsweise bis 1 mg Furosemid / kg KG i.v.
- Behandlungsdauer
- parenterale Anwendung sobald es Behandlung erlaubt auf orale Gabe umstellen
- richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung
Kontraindikationen
Furosemid - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Furosemid
- Überempfindlichkeit gegen Sulfonamide (mögliche Kreuzallergie mit Furosemid)
- Nierenversagen mit Anurie, das auf eine Furosemidtherapie nicht anspricht
- Coma und Praecoma hepaticum im Zusammenhang mit einer hepatischen Enzephalopathie
- schwere Hypokaliämie
- schwere Hyponatriämie
- Hypovolämie oder Dehydratation
- Stillzeit
- zusätzliche Kontraindikationen bei hochdosierter Zubereitung:
- normale Nierenleistung sowie eingeschränkte Nierenfunktion mit Glomerulumfiltratwerten > 20 ml / Min., da in diesen Fällen die Gefahr eines zu starken Flüssigkeits- und Elektrolytverlustes besteht
- darf nicht zur Bolusinjektion verwendet werden
- muss unter Kontrolle des Infusionsvolumens bzw. der Infusionsgeschwindigkeit infundiert werden, um das Risiko versehentlicher Überdosierung zu verringern
Nebenwirkungen
Furosemid - invasiv
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hämokonzentration (bei übermäßiger Diurese)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Thrombozytopenie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Eosinophilie
- Leukopenie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- hämolytische Anämie
- aplastische Anämie
- Agranulozytose
- Hinweise auf eine Agranulozytose können Fieber mit Schüttelfrost, Schleimhautveränderungen und Halsschmerzen sein
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- allergische Haut- und Schleimhautreaktionen (siehe Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- schwere anaphylaktische und anaphylaktoide Reaktionen wie anaphylaktischer Schock
- erste Anzeichen für einen Schock sind u.a. Hautreaktionen wie Flush oder Urtikaria, Unruhe, Kopfschmerz, Schweißausbruch, Übelkeit, Cyanose
- schwere anaphylaktische und anaphylaktoide Reaktionen wie anaphylaktischer Schock
- ohne Häufigkeitsangabe
- Exazerbation oder Aktivierung eines systemischen Lupus erythematodes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Elektrolytstörungen (auch symptomatisch)
- Dehydratation und Hypovolämie (besonders bei älteren Patienten)
- Triglyceride im Blut erhöht
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hyponatriämie und Hypochlorämie (insbesondere bei eingeschränkter Zufuhr von Natriumchlorid)
- häufig beobachtete Symptome einer Hyponatriämie sind Apathie, Wadenkrämpfe,Appetitlosigkeit, Schwächegefühl, Schläfrigkeit, Erbrechen und Verwirrtheitszustände
- Hypokaliämie
- insbesondere bei gleichzeitig verminderter Kaliumzufuhr und/oder erhöhten Kaliumverlusten, z.B. bei Erbrechen oder chronischer Diarrhö)
- Hypokaliämie kann sich in neuromuskulärer (Muskelschwäche, Parästhesien, Paresen), intestinaler (Erbrechen, Obstipation, Meteorismus), renaler (Polyurie, Polydipsie) und kardialer (Reizbildungs- und Reizleitungsstörungen) Symptomatik äußern
- schwere Kaliumverluste können zu einem paralytischen Ileus oder zu Bewusstseinsstörungen bis zum Koma führen
- Cholesterin im Blut erhöht
- Harnsäure im Blut erhöht
- Gichtanfälle
- Hyponatriämie und Hypochlorämie (insbesondere bei eingeschränkter Zufuhr von Natriumchlorid)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- eingeschränkte Glucosetoleranz und Hyperglykämie
- bei Patienten mit manifestem Diabetes mellitus kann dies zu einer Verschlechterung der Stoffwechsellage führen
- latenter Diabetes mellitus kann manifest werden
- eingeschränkte Glucosetoleranz und Hyperglykämie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypocalcämie
- kann in seltenen Fällen Tetanie auslösen
- Hypomagnesiämie
- als Folge in seltenen Fällen Tetanie oder Auftreten von Herzrhythmusstörungen beobachtet
- metabolische Azidose
- metabolische Alkalose
- Pseudo-Bartter-Syndrom (im Zusammenhang mit falscher Anwendung, Missbrauch und/oder Langzeitanwendung von Furosemid)
- Hypocalcämie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- hepatische Enzephalopathie bei Patienten mit Leberinsuffizienz
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Parästhesien
- ohne Häufigkeitsangabe
- Schwindel
- Ohnmacht und Bewusstlosigkeit
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hörstörungen, meist reversibel
- besonders bei Patienten mit Niereninsuffizienz oder einer Hypoproteinämie (z.B. bei nephrotischem Syndrom) und/oder bei zu schneller intravenöser Injektion
- Taubheit (manchmal irreversibel)
- Hörstörungen, meist reversibel
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Tinnitus
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- bei intravenöser Infusion: Hypotonie einschließlich Orthostasesyndrom
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Vaskulitis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Thrombose (insbesondere bei älteren Patienten)
- Kreislaufbeschwerden bis zum Kreislaufkollaps (bei übermäßiger Diurese insbesondere bei älteren Patienten und Kindern)
- äußert sich v.a. als Kopfschmerz, Schwindel, Sehstörungen, Mundtrockenheit und Durst, Hypotonie und orthostatische Regulationsstörungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Übelkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erbrechen
- Diarrhö
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- akute Pankreatitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- intrahepatische Cholestase
- Erhöhung der Lebertransaminasen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Juckreiz
- Pruritus
- Urtikaria
- Ausschläge, Hautausschläge
- bullöse Dermatitis
- Erythema multiforme
- Pemphigoid
- exfoliative Dermatitis
- Purpura
- Photosensibilität
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stevens-Johnson-Syndrom
- toxische epidermale Nekrolyse
- akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP)
- Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
- lichenoide Reaktionen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Fälle von Rhabdomyolyse
- oftmals im Zusammenhang mit schwerer Hypokaliämie berichtet
- Fälle von Rhabdomyolyse
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kreatinin im Blut erhöht
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Urinmenge erhöht
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- tubulointerstitielle Nephritis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Natrium im Urin erhöht
- Chlorid im Urin erhöht
- Blutharnstoff erhöht
- Symptome einer Harnabflussbehinderung (z.B. bei Patienten mit Prostatahypertrophie, Hydronephrose, Ureterstenose) bis hin zur Harnsperre (Harnverhalt) mit Sekundärkomplikationen
- Nephrocalcinose und/oder Nephrolithiasis bei Frühgeborenen
- Nierenversagen, Niereninsuffizienz
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kongenitale, familiäre und genetische Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- erhöhtes Risiko eines persistierenden Ductus arteriosus Botalli (offenen Ductus arteriosus), wenn Frühgeborene in den ersten Lebenswochen mit Furosemid behandelt werden
- ohne Häufigkeitsangabe
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Fieber
- ohne Häufigkeitsangabe
- nach intramuskulärer Injektion lokale Reaktionen wie Schmerzen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
Anwendungshinweise
- Applikation i.d.R. über Perfusor
- max. Infusionsgeschwindigkeit
- 4 mg Furosemid / Min.
- bei fortgeschrittener Niereninsuffizienz (Serumkreatinin > 5 mg / dl)
- 2,5 mg Furosemid / Min.
- bei Bedarf Infusionslösung mit isotonischer NaCl-Lösung verdünnen
- Infusionslösung nicht zusammen mit anderen Arzneimitteln infundieren
- auf schwach alkalischen bis neutralen pH-Wert (nicht < 7) der gebrauchfertigen Lösung achten
- saure Lösungen nicht verwenden (mögliche Ausfällung des Wirkstoffes)
- chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Zubereitung für 24 Stunden bei 25 °C nachgewiesen
- aus mikrobiologischer Sicht sollte gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwendet werden; ansonsten ist Anwender für Dauer und Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich
- zur Erzielung einer optimalen Wirksamkeit und Unterdrückung einer Gegenregulation, kont. Furosemid-Infusion der wiederholten Gabe von Injektionen vorziehen
- Furosemid nur dann i.v. gegeben, wenn orale Anwendung nicht möglich oder unwirksam (z.B. bei schlechter intestinaler Resorption) oder eine schnelle Wirkung erforderlich ist
Stillzeithinweise
Furosemid - invasiv
- Frauen dürfen nicht mit Furosemid behandelt werden, wenn sie stillen
- gegebenenfalls ist abzustillen
- Furosemid wird in die Muttermilch ausgeschieden und hemmt die Laktation
Schwangerschaftshinweise
Furosemid - invasiv
- Furosemid ist in der Schwangerschaft nur kurzfristig und unter besonders strenger Indikationsstellung anzuwenden, da Furosemid die Plazenta passiert
- Diuretika sind für die routinemäßige Therapie von Hypertonie und Ödemen in der Schwangerschaft nicht geeignet
- da sie die Perfusion der Plazenta und damit das intrauterine Wachstum beeinträchtigen
- falls Furosemid bei Herz- oder Niereninsuffizienz der Schwangeren angewendet werden muss
- müssen Elektrolyte und Hämatokrit sowie das Wachstum des Fetus genau überwacht werden
- eine Verdrängung des Bilirubins aus der Albuminbindung und damit ein erhöhtes Kernikterusrisiko bei Hyperbilirubinämie wird für Furosemid diskutiert
- Furosemid passiert die Plazenta und erreicht im Nabelschnurblut 100 % der maternalen Serumkonzentration
- bisher keine Fehlbildungen beim Menschen bekannt, die mit einer Furosemid-Exposition in Zusammenhang stehen könnten
- jedoch zur abschließenden Beurteilung einer eventuell schädigenden Wirkung auf den Embryo/Fetus keine ausreichenden Erfahrungen vorliegend
- beim Fetus kann dessen Urinproduktion (Diurese) in utero stimuliert werden
- bei der Behandlung von Frühgeborenen mit Furosemid wurde das Auftreten von Urolithiasis beobachtet
Warnhinweise
Furosemid - invasiv
- besonders sorgfältige Überwachung erforderlich bei:
- Hypotonie
- Harnwegsobstruktion, Harnabflussbehinderung (z.B. bei Prostatahypertrophie, Hydronephrose, Ureterstenose)
- Hypotonie
- manifestem oder latentem Diabetes mellitus
- regelmäßige Kontrolle des Blutzuckers
- Gicht
- regelmäßige Kontrolle der Harnsäure im Serum
- hepatorenales Syndrom (rasch progrediente Niereninsuffizienz, verbunden mit einer schweren Lebererkrankung, z.B. Leberzirrhose)
- Hypoproteinämie z.B mit nephrotischem Syndrom
- vorsichtige Einstellung der Dosierung
- Patienten, die durch einen unerwünscht starken Blutdruckabfall besonders gefährdet wären, z.B. Patienten mit zerebrovaskulären Durchblutungsstörungen oder koronarer Herzkrankheit
- Frühgeborenen
- Gefahr der Entwicklung einer Nephrocalcinose/Nephrolithiasis
- Nierenfunktionskontrolle, Nierensonographie
- Gefahr der Entwicklung einer Nephrocalcinose/Nephrolithiasis
- Frühgeborene mit Atemnotsyndrom
- eine diuretische Behandlung mit Furosemid in den ersten Lebenswochen kann das Risiko eines persistierenden Ductus arteriosus Botalli bei diesen Patienten erhöhen
- Auftreten einer symptomatischen Hypotonie mit Schwindel, Ohnmacht oder Bewusstlosigkeit möglich
- kann bei Patienten, die mit Furosemid behandelt werden, auftreten
- betrifft insbesondere
- ältere Menschen
- Patienten, die gleichzeitig andere Medikamente einnehmen, die Hypotonie verursachen können
- Patienten mit anderen Erkrankungen, die mit einem Hypotonierisiko verbunden sind
- Patienten mit Miktionsstörungen (z.B. bei Prostatahypertrophie)
- Furosemid darf nur angewendet werden, wenn für freien Harnabfluss gesorgt wird, da eine plötzlich einsetzende Harnflut zu einer Harnsperre (Harnverhaltung) mit Überdehnung der Blase führen kann
- Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt
- verstärkte Ausscheidung von Elektrolyten
- Furosemid führt zu einer verstärkten Ausscheidung von Natrium und Chlorid und infolgedessen von Wasser
- auch die Ausscheidung anderer Elektrolyte (insbesondere Kalium, Kalzium und Magnesium) ist erhöht
- da während einer Therapie mit Furosemid als Folge der vermehrten Elektrolytausscheidung häufig Störungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt beobachtet werden, sind regelmäßige Kontrollen der Serumelektrolyte angezeigt
- Kontrollen
- v.a. während einer Langzeittherapie sollten die Serumelektrolyte (insbesondere Kalium, Natrium, Kalzium), Bikarbonat, Kreatinin, Harnstoff und Harnsäure sowie der Blutzucker regelmäßig kontrolliert werden
- besonders enge Überwachung erforderlich bei Patienten mit einem hohen Risiko, Elektrolytstörungen zu entwickeln, oder im Falle eines stärkeren Flüssigkeitsverlustes (z.B. durch Erbrechen, Diarrhö oder intensives Schwitzen)
- Hypovolämie oder Dehydratation sowie wesentliche Elektrolytstörungen oder Störungen im Säure- Basen-Haushalt müssen korrigiert werden
- kann die zeitweilige Einstellung der Behandlung mit Furosemid erfordern
- mögliche Entwicklung von Elektrolytstörungen wird durch zugrunde liegende Erkrankungen (z.B. Leberzirrhose, Herzinsuffizienz), Begleitmedikation und Ernährung beeinflusst
- verstärkte Ausscheidung von Elektrolyten
- Gewichtsverlust
- der durch verstärkte Urinausscheidung hervorgerufene Gewichtsverlust sollte unabhängig vom Ausmaß der Urinausscheidung 1 kg/Tag nicht überschreiten
- nephrotisches Syndrom
- beim nephrotischen Syndrom muss wegen der Gefahr vermehrt auftretender Nebenwirkungen vorsichtig dosiert werden
- gleichzeitige Anwendung mit Risperidon bei älteren Patienten mit Demenz
- placebokontrollierte Studien mit Risperidon bei älteren Patienten mit Demenz
- eine höhere Mortalitätsinzidenz bei Patienten beobachtet, die gleichzeitig mit Furosemid und Risperidon behandelt wurden (7,3 %, Durchschnittsalter 89 Jahre, Altersspanne 75 bis 97 Jahre)
- im Vergleich zu Patienten, die Risperidon allein (3,1 %, Durchschnittsalter 84 Jahre, Altersspanne 70 bis 96 Jahre)
- oder Furosemid allein (4,1 %, Durchschnittsalter 80 Jahre, Altersspanne 67 bis 90 Jahre) erhalten hatten
- die gleichzeitige Anwendung von Risperidon mit anderen Diuretika (hauptsächlich niedrig dosierte Thiaziddiuretika) war nicht mit einem ähnlichen Befund assoziiert
- eine höhere Mortalitätsinzidenz bei Patienten beobachtet, die gleichzeitig mit Furosemid und Risperidon behandelt wurden (7,3 %, Durchschnittsalter 89 Jahre, Altersspanne 75 bis 97 Jahre)
- pathophysiologischer Mechanismus zur Erklärung dieser Beobachtung konnte nicht identifiziert werden
- kein einheitliches Muster für die Todesursache festgestellt
- Vorsicht angezeigt und Risiken und Nutzen dieser Kombination oder der gleichzeitigen Behandlung mit anderen stark wirksamen Diuretika sind vor der Therapieentscheidung abzuwägen
- behandlungsunabhängig war Dehydratation ein allgemeiner Risikofaktor für Mortalität und soll daher bei älteren Patienten mit Demenz vermieden werden
- placebokontrollierte Studien mit Risperidon bei älteren Patienten mit Demenz
- Anwendung bei Lupus erythematodes
- es besteht die Möglichkeit einer Exazerbation oder Aktivierung eines systemischen Lupus erythematodes
- Doping
- Anwendung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen
- Missbrauch als Dopingmittel kann Gesundheit gefährden