LASIX

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
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Wirkstoff: Furosemid →

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Fachinformationen

Indikation

  • Ödeme infolge
    • Erkrankungen des Herzens oder der Leber
    • Erkrankungen der Nieren (beim nephrotischem Syndrom steht die Therapie der Grunderkrankung im Vordergrund)
    • Verbrennungen
  • arterielle Hypertonie

Dosierung

  • Ödeme infolge Erkrankungen des Herzens, der Leber oder der Nieren
    • Dosierung individuell, vor allem nach Behandlungserfolg
    • stets niedrigste effektive Dosis anwenden
    • Initialdosis:
      • 1 Tablette (40 mg Furosemid)
        • Ausbleiben einer befriedigenden Diurese
          • nach 6 Stunden Verdopplung der Einzeldosis auf 2 Tabletten (80 mg Furosemid) möglich
        • weiterhin unzureichende Diurese
          • nach weiteren 6 Stunden Verbreichung von 4 Tabletten (160 mg Furosemid) möglich
      • in Ausnahmefällen unter sorgfältiger klinischer Überwachung Anfangsdosen > 200 mg möglich
    • tägliche Erhaltungsdosis
      • 1 - 2 Tabletten (40 - 80 mg Furosemid)
    • durch verstärkte Diurese hervorgerufener Gewichtsverlust: max. 1 kg / Tag
    • bei nephrotischem Syndrom
      • vorsichtige Dosierung wegen Gefahr vermehrt auftretender Nebenwirkungen
    • Anwendungsdauer: je nach Art und Schwere der Erkrankung
  • Ödeme infolge Verbrennungen
    • Dosierung individuell, vor allem nach Behandlungserfolg
    • stets niedrigste effektive Dosis anwenden
    • Tages- und/oder Einzeldosis
      • 1 - 2 1/2 Tabletten (40 - 100 mg Furosemid)
      • in Ausnahmefällen bei eingeschränkter Nierenfunktion
        • bis zu 6 Tabletten (240 mg Furosemid)
    • intravasalen Volumenmangel vor Anwendung des Arzneimittels ausgleichen
    • Anwendungsdauer: je nach Art und Schwere der Erkrankung
  • arterielle Hypertonie
    • Dosierung individuell, vor allem nach Behandlungserfolg
    • stets niedrigste effektive Dosis anwenden
    • 1 Tablette (40 mg Furosemid) 1mal / Tag
      • allein oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln
    • Anwendungsdauer: je nach Art und Schwere der Erkrankung

Dosisanpassung

  • Kinder
    • im Allgemeinen 1 (-2) mg Furosemid / kg KG und Tag
    • tägliche Maximaldosis: 40 mg Furosemid

Kontraindikationen

Furosemid - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Furosemid oder Sulfonamide (mögliche Kreuzallergie mit Furosemid)
  • Nierenversagen mit Anurie, das auf eine Furosemid-Therapie nicht anspricht
  • Koma und Präkoma hepaticum im Zusammenhang mit einer hepatischen Enzephalopathie
  • schwere Hypokaliämie
  • schwere Hyponatriämie
  • Hypovolämie oder Dehydration
  • Kontraindikation in Abhängigkeit von Dosisstärke/Dosierung: normale Nierenleistung sowie eingeschränkte Nierenfunktion mit Glomerulumfiltratwerten > 20 ml / Min. (in diesen Fällen Gefahr eines zu starken Flüssigkeits- und Elektrolytverlustes)
  • Stillzeit

Therapiehinweise

Einnahme auf nüchternen Magen.

Nebenwirkungen

Furosemid - peroral
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hämokonzentration (bei übermäßiger Diurese)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Thrombozytopenie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Eosinophilie
      • Leukopenie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • hämolytische Anämie
      • aplastische Anämie
      • Agranulozytose mit
        • Fieber mit Schüttelfrost
        • Schleimhautveränderungen
        • Halsschmerzen
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Juckreiz
      • allergische Haut- und Schleimhautreaktionen (siehe Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes)
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Entzündungen der Blutgefäße (Vaskulitis)
      • Nierenentzündung (interstitielle Nephritis)
      • schwere anaphylaktische und anaphylaktoide Reaktionen wie anaphylaktischer Schock
        • erste Anzeichen für einen Schock sind u. a.
          • Hautreaktionen wie Flush oder Urtikaria
          • Unruhe
          • Kopfschmerz
          • Schweißausbruch
          • Übelkeit
          • Zyanose
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Exazerbation oder Aktivierung eines systemischen Lupus erythematodes
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Elektrolytstörungen (einschließlich symptomatischer)
        • regelmäßige Kontrollen der Serumelektrolyte (insbesondere Kalium, Natrium und Kalzium) angezeigt
        • mögliche Entwicklung von Elektrolytstörungen wird durch zugrundeliegende Erkrankungen (z.B. Leberzirrhose, Herzinsuffizienz), Begleitmedikation und Ernährung beeinflusst
      • Dehydratation und Hypovolämie (besonders bei älteren Patienten)
      • Triglyzeride im Blut erhöht
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hyponatriämie infolge erhöhter renaler Natriumverluste (insbesondere bei eingeschränkter Zufuhr von Natriumchlorid), mit entsprechender Symptomatik
        • Apathie
        • Wadenkrämpfe
        • Appetitlosigkeit
        • Schwächegefühl
        • Schläfrigkeit
        • Erbrechen
        • Verwirrtheitszustände
      • Hypochlorämie (insbesondere bei eingeschränkter Zufuhr von Natriumchlorid)
      • Hypokaliämie
        • insbesondere bei gleichzeitig verminderter Kaliumzufuhr und/oder erhöhten Kaliumverlusten z. B. bei Erbrechen oder chronischer Diarrhö
        • neuromuskuläre (Muskelschwäche, Parästhesien, Paresen)
        • intestinale Symptomatik (Erbrechen, Obstipation, Meteorismus)
        • renale Symptomatik (Polyurie, Polydipsie)
        • kardiale Symptomatik (Reizbildungs- und Reizleitungsstörungen)
        • paralytischer Ileus
        • Bewusstseinsstörungen bis zum Koma
      • Harnsäure im Blut erhöht
      • Gichtanfälle (bei prädisponierten Patienten)
      • Anstieg des Cholesterins im Serum
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • eingeschränkte Glucosetoleranz
      • Hyperglykämie
      • bei manifestem Diabetes mellitus
        • kann zu einer Verschlechterung der Stoffwechsellage führen
      • bei latentem Diabetes mellitus
        • kann manifest werden
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hypokalzämie
        • in seltenen Fällen Tetanie
      • Hypomagnesiämie
        • in seltenen Fällen Tetanie oder Auftreten von Herzrhythmusstörungen
      • metabolische Alkalose
      • Verschlechterung einer bereits bestehenden metabolischen Alkalose
      • Pseudo-Bartter-Syndrom (im Zusammenhang mit Missbrauch und/oder Langzeitanwendung von Furosemid)
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • hepatische Enzephalopathie bei Patienten mit Leberinsuffizienz
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Parästhesien
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • verursacht durch symptomatische Hypotonie
        • Schwindel
        • Ohnmacht
        • Bewusstlosigkeit
      • Kopfschmerzen
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hörstörungen
        • meist reversibel, besonders bei Patienten mit Niereninsuffizienz oder einer Hypoproteinämie (z. B. bei nephrotischem Syndrom)
      • Taubheit (manchmal irreversibel)
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Tinnitus
  • Herzerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Kreislaufbeschwerden, insbesondere bei älteren Patienten und Kindern
        • Kopfschmerz
        • Schwindel
        • Sehstörungen
        • Mundtrockenheit
        • Durst
        • Hypotonie
        • orthostatische Regulationsstörungen
        • Kreislaufkollaps (als Folge einer Hypovolämie / Dehydratation)
        • Hämokonzentration (als Folge einer Hypovolämie / Dehydratation)
          • erhöhte Neigung zu Thrombosen
  • Gefäßerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Vaskulitis
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Thrombose (insbesondere bei älteren Patienten)
        • bei übermäßiger Diurese, insbesondere bei älteren Patienten und Kindern
          • Kreislaufbeschwerden (bis zum Kreislaufkollaps) wie
            • Kopfschmerz
            • Schwindel
            • Sehstörungen
            • Mundtrockenheit
            • Durst
            • Hypotonie
            • orthostatische Regulationsstörungen
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Übelkeit
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö)
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • akute Pankreatitis
      • intrahepatische Cholestase
      • Erhöhung der Lebertransaminasen
  • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Juckreiz
      • Ausschläge
      • bullöse Dermatitis
      • Urtikaria
      • Purpura
      • Erythema multiforme
      • Pemphigoid
      • Dermatitis exfoliativa
      • Photosensibilität
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Stevens-Johnson- Syndrom
      • toxische epidermale Nekrolyse
      • akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP)
      • Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
      • lichenoide Reaktionen
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Rhabdomyolyse
        • oft Zusammenhang mit schwerer Hypokaliämie
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Kreatinin im Blut erhöht
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Urinvolumen erhöht
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • tubulointerstitielle Nephritis
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Natrium im Urin erhöht
      • Chlorid im Urin erhöht
      • Blutharnstoff erhöht
      • vorübergehend ein Anstieg des Kreatinins und Harnstoffs im Serum
      • Symptome einer Harnabflussbehinderung (z. B. bei Prostatahypertrophie, Hydronephrose, Ureterstenose) können auftreten bzw. verschlechtert werden
      • Harnsperre (Harnverhaltung) mit Sekundärkomplikationen
      • Nierenversagen
  • Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Nephrolithiasis und / oder Nephrokalzinose bei Frühgeborenen
      • Erhöhung des Risikos eines persistierenden Ductus arteriosus Botalli bei Frühgeborenen mit Atemnotsyndrom
        • wenn Frühgeborene in den ersten Lebenswochen mit Furosemid behandelt werden
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • fieberhafte Zustände

Anwendungshinweise

  • Einnahme der Tabletten nüchtern und unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser)

Stillzeithinweise

Furosemid - peroral
  • während der Stillzeit kontraindiziert
  • Übergang in die Muttermilch
  • Hemmung der Laktation
  • gegebenenfalls abstillen

Schwangerschaftshinweise

Furosemid - peroral
  • Anwendung in der Schwangerschaft nur kurzfristig und unter besonders strenger Indikationsstellung
  • für routinemäßige Therapie von Hypertonie und Ödemen in der Schwangerschaft ungeeignet (Beeinträchtigung der Perfusion der Plazenta und damit des intrauterinen Wachstums)
  • falls Furosemid bei Herz- oder Niereninsuffizienz der Schwangeren angewendet werden muss, sind Elektrolyte und Hämatokrit sowie das Wachstum des Fetus genau zu überwachen
  • Passage der Plazenta (im Nabelschnurblut 100% der maternalen Serumkonzentration)
    • es liegen jedoch zur abschließenden Beurteilung einer eventuellen schädigenden Wirkung auf den Embryo/Fetus keine ausreichenden Erfahrungen vor
    • bisher keine Fehlbildungen bekannt
    • beim Feten Stimulierung der Urinproduktion in-utero möglich
  • Verdrängung des Bilirubin aus der Albuminbindung und damit erhöhtes Kernikterusrisiko bei Hyperbilirubinämie wird diskutiert
  • bei Behandlung von Frühgeborenen: Beobachtung von Urolithiasis
  • insgesamt jedoch keine ausreichenden Erfahrungen

Warnhinweise

Furosemid - peroral
  • besonders sorgfältige Überwachung erforderlich bei
    • Hypotonie
    • manifestem oder latentem Diabetes mellitus (regelmäßige Kontrolle des Blutzuckers),
    • Gicht (regelmäßige Kontrolle der Harnsäure im Serum)
    • Harnabflussbehinderung (z. B. bei Prostatahypertrophie, Hydronephrose, Ureterstenose)
    • Hypoproteinämie, z. B. bei nephrotischem Syndrom (vorsichtige Einstellung der Dosierung)
    • hepatorenalem Syndrom (rasch progrediente Niereninsuffizienz verbunden mit einer schweren Lebererkrankung, z. B. Leberzirrhose)
    • Patienten, die durch einen unerwünscht starken Blutdruckabfall besonders gefährdet wären, z. B. Patienten mit zerebrovaskulären Durchblutungsstörungen oder koronarer Herzkrankheit
    • Frühgeborenen (Gefahr der Entwicklung einer Nephrokalzinose / Nephrolithiasis; Nierenfunktionskontrolle, Nierensonographie)
  • Frühgeborene mit Atemnotsyndrom
    • diuretische Behandlung mit Furosemid in den ersten Lebenswochen kann das Risiko eines persistierenden Ductus arteriosus Botalli erhöhen
  • Hypotonie
    • bei Patienten, die mit Furosemid behandelt werden, kann eine symptomatische Hypotonie mit Schwindel, Ohnmacht oder Bewusstlosigkeit auftreten
      • das betrifft insbesondere ältere Menschen, Patienten, die gleichzeitig andere Medikamente einnehmen, die Hypotonie verursachen können, und Patienten mit anderen Erkrankungen, die mit einem Hypotonierisiko verbunden sind
  • Patienten mit Miktionsstörungen (z. B. bei Prostatahyperplasie)
    • Furosemid darf nur angewendet werden, wenn für freien Harnabfluss gesorgt wird, da eine plötzlich einsetzende Harnflut zu einer Harnsperre mit Überdehnung der Blase führen kann
  • regelmäßige Kontrolle der Serumelektrolyte (vor allem während einer Langzeittherapie) (insbesondere Kalium, Natrium, Calcium), Bicarbonat, Kreatinin, Harnstoff, Harnsäure und Blutzucker
    • Furosemid führt zu einer verstärkten Ausscheidung von Natrium und Chlorid und infolgedessen von Wasser
      • als Folge der vermehrten Elektrolytausscheidung häufig Störungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt beobachtet
    • besonders enge Überwachung ist erforderlich
      • bei Patienten mit einem hohen Risiko Elektrolytstörungen zu entwickeln
      • im Falle eines stärkeren Flüssigkeitsverlustes (z. B. durch Erbrechen, Diarrhö oder intensives Schwitzen)
    • mögliche Entwicklung von Elektrolytstörungen wird durch zugrunde liegende Erkrankungen (z. B. Leberzirrhose, Herzinsuffizienz), Begleitmedikation und Ernährung beeinflusst
  • Hypovolämie oder Dehydratation sowie wesentliche Elektrolytstörungen oder Störungen im SäureSäure-Basen-Haushalt müssen korrigiert werden
    • kann die zeitweilige Einstellung der Behandlung mit Furosemid erfordern
  • Gewichtsverlust (hervorgerufen durch verstärkte Urinausscheidung) sollte unabhängig vom Ausmaß der Urinausscheidung 1 kg KG / Tag nicht überschreiten
  • nephrotisches Syndrom: vorsichtige Dosierung (Gefahr vermehrt auftretender Nebenwirkungen)
  • gleichzeitige Anwendung mit Risperidon
    • bei älteren Patienten mit Demenz höhere Mortalitätsinzidenz beobachtet, die gleichzeitig mit Furosemid und Risperidon behandelt wurden (7,3 % Durchschnittsalter 89 Jahre, Altersspanne 75-97 Jahre), als im Vergleich zu Patienten, die Risperidon allein (3,1 %, Durchschnittsalter 84 Jahre, Altersspanne 70-96 Jahre) oder Furosemid allein (4,1 %, Durchschnittsalter 80 Jahre, Altersspanne 67-90 Jahre) erhalten hatten
    • gleichzeitige Anwendung von Risperidon mit anderen Diuretika (hauptsächlich niedrig dosierte Thiaziddiuretika) war nicht mit einem ähnlichen Befund assoziiert
    • pathophysiologischer Mechanismus zur Erklärung dieser Beobachtung konnte nicht identifiziert werden, kein einheitliches Muster für die Todesursache festgestellt
    • Vorsicht bei Kombination, Risiken und Nutzen dieser Kombination oder der gleichzeitigen Behandlung mit anderen stark wirksamen Diuretika vor der Therapieentscheidung abwägen
    • Mortalitätsinzidenz war bei Patienten, die andere Diuretika als Begleittherapie zu Risperidon erhalten hatten, nicht erhöht
  • Dehydratation
    • Behandlungsunabhängig war Dehydratation ein allgemeiner Risikofaktor für Mortalität
    • soll bei älteren Patienten mit Demenz vermieden werden
  • Möglichkeit einer Exazerbation oder Aktivierung eines systemischen Lupus erythematodes
  • Doping
    • Anwendung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen
    • Anwendung als Dopingmittel kann Gesundheit gefährden