Laxbene junior 4g PLE Kinder 6Mon-8J

Recordati Pharma GmbH Wirkstoff: Macrogol →

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N2 30X4 G 23,90 €
N3 50 ST 34,75 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Kinder (6 Monate - 8 Jahre)
    • symptomatische Behandlung der Obstipation
  • Hinweise, insbesondere für Kinder (< 2 Jahre)
    • vor Behandlungsbeginn muss ärztlicherseits eine organische Erkrankung ausgeschlossen werden
    • Behandlung der Obstipation darf nur vorübergehend über max. 3 Monate und nur zusammen mit einer gesunden Lebensführung und Ernährung durchgeführt werden
    • wenn die Symptome trotz gesunder Lebensführung und Ernährung fortbestehen, ist davon auszugehen, dass eine organische Ursache zu Grunde liegt, die zu behandeln ist

Dosierung

  • symptomatische Behandlung der Obstipation bei Kindern (6 Monate - 8 Jahre)
    • Kinder und Jugendliche
      • 6 Monate - 1 Jahr: 1 Beutel (4 g Macrogol 4000)/ Tag
      • 1 - 4 Jahre: 1 - 2 Beutel / Tag
      • 4 - 8 Jahre: 2 - 4 Beutel / Tag
      • Behandlungsdauer
        • max. 3 Monate (bei längeren Behandlungen liegen keine klinischen Daten vor)
        • durch die Behandlung erreichte Verbesserung der Darmpassage wird durch Änderungen der Lebensführung und diätetische Maßnahmen aufrechterhalten
      • Behandlung schrittweise absetzen
      • bei erneutem Auftreten von Obstipation: Behandlung wieder aufnehmen
      • tägliche Dosierung entsprechend den erzielten klinischen Wirkungen anpassen

Kontraindikationen

Macrogol - intraoral
  • Überempfindlichkeit gegen Macrogol (Polyethylenglykol = PEG)
  • schwere entzündliche Darmerkrankungen (wie Colitis ulcerosa, Morbus Crohn usw.) oder toxisches Megacolon, vergesellschaftet mit symptomatischer Stenose
  • Perforation oder Gefahr einer Perforation des MagenMagen-Darm-Traktes
  • Ileus oder Verdacht auf intestinale Obstruktion
  • Bauchschmerzen/Bauchschmerzsyndrome unklarer Genese

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Macrogol - intraoral

Erwachsene

  • Erkrankungen des Immunsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Überempfindlichkeitsreaktionen wie Gesichtsödem, Bronchospasmus, Pruritus, Urtikaria, Hautausschlag, Angioödem (Quincke-Ödem), anaphylaktischer Schock
    • ohne Häufigkeitsgabe
      • Überempfindlichkeitsreaktionen wie Erythem
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Völlegefühl
      • Meteorismus
      • Flatulenz
      • abdominale Schmerzen, Bauchschmerzen
      • Übelkeit
      • Diarrhoe
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Tenesmus
      • epigastrische Schmerzen
      • Dyspepsie
      • Erbrechen
      • Stuhldrang
      • fäkale Inkontinenz
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Elektrolytstörungen (Hyponatriämie, Hypokaliämie)
      • Dehydratation, insbesondere bei älteren Patienten
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Kopfschmerzen
      • Schwindel

Kinder und Jugendliche (6 Monate bis 15 Jahre)

  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktischer Schock, Angioödem, Urtikaria, Ausschlag, Pruritus)
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Bauchschmerzen
      • Diarrhoe (kann perianales Wundsein verursachen)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Erbrechen
      • Blähungen
      • Übelkeit

Anwendungshinweise

  • Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen
  • Inhalt eines Beutels ist unmittelbar vor der Einnahme in ca. 50 ml Wasser aufzulösen (die entstehende Lösung ist nahezu durchsichtig)
  • bei einer Dosierung von 1 Beutel / Tag soll die Behandlung morgens erfolgen, höhere Dosierungen werden auf eine Morgen- und eine Abenddosis aufgeteilt
  • nach jeder Einnahme wird zusätzlich empfohlen, 125 ml einer Flüssigkeit (z. B. Wasser) zu trinken
  • Wirkeintritt innerhalb von 24 - 48 Stunden nach der Einnahme
  • weitere Hinweise s. Fachinformation

Stillzeithinweise

Macrogol - intraoral
  • Macrogol 4000 kann während der Stillzeit angewendet werden
  • keine Daten dazu vorliegend, ob Macrogol 4000 in die Muttermilch ausgeschieden wird
  • es wird angenommen, dass Macrogol keine Auswirkungen auf das gestillte Neugeborene/den gestillten Säugling hat, weil die systemische Exposition der stillenden Frau gegenüber Macrogol 4000 vernachlässigbar ist

Schwangerschaftshinweise

Macrogol - intraoral
  • Macrogol 4000 kann während der Schwangerschaft angewendet werden
  • da die systemische Exposition durch Macrogol 4000 zu vernachlässigen ist, wird davon ausgegangen, dass während einer Schwangerschaft keine nachteiligen Wirkungen auftreten
  • tierexperimentelle Studien
    • ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität
    • Macrogol 4000 wirkte bei Ratten und Kaninchen nicht teratogen
  • Fertilität
    • keine Fertilitätsstudien mit Macrogol 4000 durchgeführt
    • da Macrogol nicht signifikant resorbiert wird, keine Auswirkungen zu erwarten

Warnhinweise

Macrogol - intraoral
  • vor Beginn der Behandlung muss eine organische Erkrankung ausgeschlossen werden
  • nach 3-monatiger Behandlung sollte hinsichtlich der Obstipation eine ärztliche Kontrolluntersuchung durchgeführt werden
  • begleitende Maßnahmen
    • Behandlung der Obstipation mit einem Laxans sollte eine ergänzende Maßnahme zu einer gesunden Lebensführung und Ernährung sein, wie z.B.
      • erhöhte Aufnahme von Flüssigkeit und Ballaststoffen
      • angemessene körperliche Aktivität und Wiederherstellung der Darmreflexe
  • Veränderungen im Flüssigkeitshaushalt
    • Patienten, die zu Störungen im Wasser- und Elektrolythaushalt neigen (z.B. ältere Menschen, Patienten mit eingeschränkter Herz-, Leber- oder Nierenfunktion, oder Patienten, die Diuretika einnehmen)
      • Anwendung von Macrogol sollte nur auf ausdrückliche ärztliche Anweisung und mit erhöhter Vorsicht erfolgen
      • bei diesen Patienten ist bei Auftreten von Durchfällen eine Kontrolle des Wasser- bzw. Elektrolythaushaltes angezeigt
    • beim Auftreten von Symptomen, die auf Veränderungen im Flüssigkeits-/Elektrolythaushalt hinweisen (z.B. Ödeme, Kurzatmigkeit, zunehmende Erschöpfung, Dehydratation, Herzversagen)
      • sollte Macrogol sofort abgesetzt, die Elektrolytwerte bestimmt und jede Anomalie in geeigneter Form behandelt werden
  • Überempfindlichkeit
    • sehr selten über Fälle von Überempfindlichkeitsreaktionen (Hautausschlag, Urtikaria, Ödeme) bei Anwendung von Macrogol- (Polyethylenglykol-) haltigen Arzneimitteln berichtet
    • Einzelfälle von anaphylaktischem Schock beobachtet
  • während der Behandlung mit Macrogol wird aufgrund des Wirkmechanismus empfohlen, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen
  • Wechselwirkungen
    • Absorption anderer Arzneimittel kann vorübergehend reduziert werden, da Macrogol die gastrointestinale Transitrate steigert
    • Andickungsmittel
      • bei Patienten mit Schluckbeschwerden, bei denen Flüssigkeiten mit Andickungsmitteln versetzt werden, um deren Aufnahme zu erleichtern, sollten Interaktionen berücksichtigt werden
  • Kinder < 2 Jahre
    • Daten zur Wirksamkeit bei Kindern unter 2 Jahren liegen nur bei einer begrenzten Anzahl von Patienten vor