Lecigon 20/5/20 mg/ml Gel z.intestinalen Anwendung

STADAPHARM GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Carbidopa/Entacapon/Levodopa →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N2 7X47 ML 1203,09 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Behandlung der fortgeschrittenen, auf Levodopa-reaktiven Parkinson-Krankheit mit schweren motorischen Fluktuationen und Hyperkinesie oder Dyskinesie
    • wenn verfügbare orale Kombinationen von Parkinson-Arzneimitteln nicht zu zufriedenstellenden Behandlungsergebnissen geführt haben

Dosierung

Basiseinheit: 1 ml Gel enthält 20 mg Levodopa, 5 mg Carbidopa-Monohydrat und 20 mg Entacapon - 1 Patrone mit 47 ml Gel enthält 940 mg Levodopa, 235 mg Carbidopa-Monohydrat und 940 mg Entacapon

  • Behandlung der fortgeschrittenen Parkinson-Krankheit mit schweren motorischen Fluktuationen und Hyperkinesie oder Dyskinesie
    • Hinweise
      • Ziel der Dosistitration: optimales klinisches Ansprechen bei dem einzelnen Patienten
        • d. h. Maximierung der funktionalen ON-Phase während des Tages durch Minimierung der Anzahl und Dauer der OFF-Episoden (Bradykinesie) und Minimierung der ON-Phase mit behindernder Dyskinesie
      • gesamte Tagesdosis besteht aus 3 individuell eingestellten Dosen
        • morgendliche Bolusdosis
        • kontinuierliche Erhaltungsdosis
        • zusätzliche Bolusdosen
      • Behandlung ist i. d. Regel auf die Wachzeit des Patienten beschränkt
      • wenn medizinisch gerechtfertigt: Verabreichung über 24 Stunden / Tag möglich
      • max. Tagesdosis: 100 ml (2000 mg Levodopa, 500 mg Carbidopa-Monohydrat und 2000 mg Entacapon)
      • Erhaltungsdosis
        • während der Erhaltungsdosis
          • Plasmakonzentrations- / Zeitprofil von Levodopa hat ein anderes Erscheinungsbild mit einer im Laufe des Tages allmählich ansteigenden Levodopa-Konzentration im Plasma, als zuvor beim Gel zur intestinalen Anwendung mit Levodopa / Carbidopa allein beobachtet wurde
          • Beispiel: s. Fachinformation
        • wenn ein entsprechender individueller Bedarf besteht: Pumpe kann vorprogrammiert werden, dass sie </= 3 Erhaltungsdosen im Laufe eines Tages / 24-Stunden-Zeitraums abgibt
        • im Falle von Dyskinesien in der 2. Tageshälfte können Dosisreduzierungen von 10 - 20 % in der Tagesmitte relevant sein
        • alle Erhaltungsdosen sollen titriert werden, bis die gewünschte klinische Wirkung erreicht ist
        • Funktion der multiplen Erhaltungsdosis kann auch nützlich sein, z. B.
          • bei Patienten mit anhaltenden Dyskinesien oder Steifheit mit wiederkehrendem Bedarf an zusätzlichen Dosen in der letzten Tageshälfte oder
          • bei Patienten mit 24-Stunden-Behandlung, die eine Reduzierung der Erhaltungsdosis während der Nacht benötigen
    • Morgendosis
      • Verabreichung mittels der Pumpe, um schnell die therapeutische Dosishöhe zu erreichen (innerhalb von 30 Min.)
      • gesamte Morgendosis: 100 - 200 mg Levodopa
        • wird in Schritten von 0,1 ml (2 mg) eingestellt
      • max. Morgendosis: 15 ml (300 mg Levodopa)
    • kontinuierliche Erhaltungsdosis
      • Verabreichung mittels der Pumpe, um das therapeutische Dosisniveau aufrechtzuerhalten
      • Erhaltungsdosis: 0,7 - 5,0 ml / Stunde (15 - 100 mg Levodopa / Stunde)
        • wird in Schritten von 2 mg / Stunde (0,1 ml / Stunde) eingestellt
      • max. Tagesdosis: 100 ml (2000 mg Levodopa)
    • zusätzliche Bolusdosen
      • Verabreichung nach Bedarf und individuell, wenn der Patient im Laufe des Tages hypokinetisch wird
      • Extradosis beträgt normalerweise </= 3 ml und wird individuell angepasst
      • bei notwendiger Verabreichung einer zusätzlichen Bolusdosis >/= 5mal / Tag: kontinuierliche Erhaltungsdosis erhöhen
    • Titration bei der Umstellung von Levodopa / Carbidopa auf das Arzneimittel
      • Arzneimittel enthält Entacapon, das die Wirkung von Levodopa verstärkt
      • ggf. notwendig die Tagesdosis des Arzneimittels um durchschnittlich 20 - 35 % im Vergleich zur vorherigen Dosis Levodopa und Carbidopa ohne Catechol-O-Methyltransferase-Inhibitoren (COMT) zu reduzieren
      • Wirkung von Entacapon auf Levodopa ist dosisabhängig: größere Dosisreduktion bei hochdosierten Patienten erwartet
      • Anfangsdosis
        • wird entsprechend der vorhergehenden täglichen Gabe von Levodopa berechnet
      • Morgendosis
        • Höhe der Morgendosis sollte der vorherigen Levodopa-Morgendosis entsprechen, um so schnell wie möglich eine therapeutische Plasmakonzentration zu erreichen
      • kontinuierliche Erhaltungsdosis
        • basiert auf der täglichen Levodopa-Gabe des Patienten (ohne Morgendosis)
        • am Anfang auf 65 % der vorherigen täglichen Levodopa-Gabe reduzieren
      • Dosen schrittweise auf der Grundlage der klinischen Symptome titrieren, bis die gewünschte Wirkung erreicht ist
      • Beispiel für die Einstellung der Anfangsdosis vor der Titration
        • vorherige tägliche Gesamtdosis von Levodopa: 1360 mg
        • vorherige Morgendosis von Levodopa: 100 mg
        • vorherige tägliche Gabe von Levodopa (ohne Morgendosis): 1260 mg / Tag
        • Morgendosis: 100 mg
        • entspricht einem Volumen von: 100 mg / 20 mg / ml = 5 ml
        • gesamte Morgendosis: 5 ml + 3 ml (Volumen zum Füllen der Sonde) = 8 ml
        • kontinuierliche Erhaltungsdosis: 1260 mg / Tag
        • kontinuierliche Erhaltungsdosis auf 65 % reduziert: 1260 mg / Tag × 0,65 = 819 mg / Tag
        • Gabe / Stunde (berechnet auf der Grundlage von 16 Stunden Verabreichung pro Tag): 819 mg /16 Stunden= 51 mg / Stunde
        • entspricht einer stündlichen Flussrate von 51 mg / Stunde / 20 mg /ml = 2,5 - 2,6 ml / Stunde
    • Titration bei der Umstellung von Levodopa / Benserazid auf das Arzneimittel
      • Entacapon erhöht die Bioverfügbarkeit von Levodopa aus Standardarzneimitteln von Levodopa / Benserazid etwas stärker (5 - 10 %) als aus Standardpräparaten von Levodopa / Carbidopa
      • Umstellung von Levodopa / Benserazid auf das Arzneimittel ist nicht untersucht worden
    • Titration bei der Umstellung von Levodopa / Carbidopa / Entacapon auf das Arzneimittel
      • Anfangsdosis wird entsprechend der vorhergehenden täglichen Gabe von Levodopa berechnet
      • Morgendosis
        • anfängliche Höhe der Morgendosis soll der vorherigen Levodopa-Morgendosis entsprechen
      • kontinuierliche Erhaltungsdosis
        • wird 1:1 umgewandelt und soll auf der täglichen Levodopa-Gabe des Patienten (ohne Morgendosis) basieren
        • Dosen werden dann schrittweise auf der Grundlage der klinischen Symptome titriert, bis die gewünschte Wirkung erreicht ist
      • Umstellung von einer Kombinationstherapie mit Levodopa / DOPA-Decarboxylase-Hemmer (DDC-Hemmer bzw. DDCI / Tolcapon auf das Arzneimittel ist nicht untersucht worden
    • Umstellung von einer gleichzeitigen Behandlung mit Levodopa / Carbidopa und Dopaminagonisten auf das Arzneimittel
      • Risiko von Entzugssymptomen, die bei Dopaminagonisten auftreten können, berücksichtigen
      • abrupten Abbruch der Behandlung mit Dopaminagonisten vermeiden
    • Überwachung der Behandlung
      • nach der anfänglichen Titration werden die Morgendosis und die Erhaltungsdosis im Verlauf einiger Wochen fein abgestimmt
      • Arzneimittel zunächst als Monotherapie verabreichen
        • bei Bedarf können auch andere Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Krankheit gleichzeitig eingenommen werden
      • wenn die Behandlung mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der Parkinson-Krankheit abgesetzt oder geändert: ggf. Dosisanpassung notwendig
      • plötzliche Verschlechterung des Ansprechens auf die Behandlung mit wiederkehrenden motorischen Fluktuationen
        • ggf. besteht der Verdacht, dass sich die Duodenal- / Jejunalsonde in den Magen verschoben hat
        • Lage der Sonde durch eine Röntgenaufnahme überprüfen
          • liegt die Sonde nicht korrekt, muss das Ende der Sonde wieder in den Duodenum / oberen Jejunum positioniert werden
    • Behandlung bei Demenz
      • vermutete oder diagnostizierte Demenz mit verminderter Verwirrtheitsschwelle (Desorientiertheit)
        • Pumpe nur von medizinischem Fachpersonal oder einer Pflegeperson / einem pflegenden Angehörigen handhaben lassen
    • Missbrauch des Arzneimittels
      • bei Verdacht auf Missbrauch des Arzneimittels gibt es eine Sperrfunktion: s. Fachinformation
      • Funktion verhindert, dass der Patient die Pumpeneinstellungen ändern kann
    • Unterbrechung der Behandlung
      • Behandlung kann jederzeit unterbrochen werden, indem man die Sonde entfernt und die Wunde heilen lässt
      • im Falle einer plötzlich erforderlichen Reduzierung der Dosis oder wenn es notwendig wird, die Behandlung abzusetzen
        • Patienten sorgfältig beobachten
        • insbesondere bei Patienten erforderlich, die mit Antipsychotika behandelt werden: s. Fachinformation
      • wenn die Behandlung abgebrochen wird: Patient soll eine alternative Behandlung erhalten

Dosisanpassung

  • Kinder und Jugendliche
    • im Anwendungsgebiet fortgeschrittene Parkinson-Krankheit mit starken motorischen Fluktuationen und Hyperkinesie/ Dyskinesie kein relevanter Nutzen vorhanden
  • ältere Patienten
    • es gibt beträchtliche Erfahrung mit der Anwendung von Levodopa / Carbidopa / Entacapon
    • Dosierung für alle Patienten, einschließlich älterer Patienten, wird durch Titration individuell angepasst
  • eingeschränkte Leberfunktion
    • Dosierung wird individuell durch Titration eingestellt, um die optimale Wirkung zu erzielen
      • entspricht einer individuell optimierten Plasma-Exposition gegenüber Levodopa, Carbidopa und Entacapon
      • alle Auswirkungen einer eingeschränkten Leberfunktion auf die Exposition gegenüber Levodopa, Carbidopa und Entacapon werden bei der Dosistitration berücksichtigt
    • leicht bis mittelschwer
      • Elimination von Entacapon reduziert
      • vorsichtige Dosistitration
      • ggf. Dosis reduzieren
    • schwer
      • kontraindiziert
    • Levodopa und Carbidopa
      • keine pharmakokinetischen Studien vorhanden
  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • Dosierung wird individuell durch Titration eingestellt, um die optimale Wirkung zu erzielen
      • entspricht einer individuell optimierten Plasma-Exposition gegenüber Levodopa, Carbidopa und Entacapon
      • alle Auswirkungen einer eingeschränkten Nierenfunktion auf die Exposition gegenüber Levodopa, Carbidopa und Entacapon werden bei der Dosistitration berücksichtigt
    • schwer
      • vorsichtige Dosistitration des Arzneimittels
    • Entacapon
      • eingeschränkte Nierenfunktion hat keinen Einfluss auf Pharmakokinetik von Entacapon
    • Levodopa und Carbidopa
      • keine speziellen Studien zur Pharmakokinetik vorhanden

Kontraindikationen

Levodopa, Decarboxylasehemmer und COMT-Hemmer - intestinal
  • Überempfindlichkeit gegen
    • Levodopa
    • Carbidopa
    • Entacapon
  • Engwinkelglaukom
  • schwerwiegende Herzinsuffizienz
  • schwerwiegende Herzrhythmusstörungen
  • akuter Schlaganfall
  • schwerwiegende Beeinträchtigung der Leberfunktion
  • gleichzeitige Anwendung mit nichtselektive MAO-Hemmer und selektive MAO-Hemmer des Typs A
    • Hemmer müssen mindestens 2 Wochen vor Behandlungsbeginn mit dem Arzneimittel abgesetzt worden sein
    • Arzneimittel kann gleichzeitig mit der vom Hersteller empfohlenen Dosis eines MAO-Hemmers mit Selektivität für MAO Typ B (z. B. Selegilinhydrochlorid) angewendet werden
  • Erkrankungen, bei denen Sympathomimetika (Adrenergika) kontraindiziert sind, z. B. Phäochromozytom, Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) und Cushing-Syndrom
  • früheres malignes neuroleptisches Syndrom (NMS) und/oder nicht-traumatische Rhabdomyolyse
  • verdächtige, nicht diagnostizierte Hautveränderungen oder Melanom in der Anamnese (Levodopa könnte ein malignes Melanom aktivieren)

Therapiehinweise

Einschleichend dosieren.

Nebenwirkungen

Levodopa, Decarboxylasehemmer und COMT-Hemmer - intestinal

Arzneimittelbezogene Nebenwirkungen aus klinischen Studien und aus Erfahrung nach der Markteinführung mit Levodopa/Carbidopa-Gel zur intestinalen Anwendung und/oder der oralen Darreichungsform von Levodopa/Carbidopa/Entacapon (erwartetes Sicherheitsprofil des Arzneimittels basiert auf diesen Daten)

  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Anämie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Leukopenie
      • Thrombozytopenie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Agranulozytose
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • anaphylaktische Reaktion
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Gewichtsabnahme
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • erhöhter Aminosäurespiegel (erhöhte Methylmalonsäure)
      • erhöhte Homocysteinwerte im Blut
      • verminderter Appetit
      • Gewichtszunahme
      • Vitamin B6- Mangel
      • Vitamin B12- Mangel
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Sorgen
      • Angst
      • Depression
      • Schlaflosigkeit
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Alpträume
      • körperliche Unruhe (Agitiertheit)
      • Verwirrtheit
      • Halluzination
      • Störung der Impulskontrolle
      • Psychotische Störungen
      • Schlafattacken
      • Schlafstörung
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • vollendeter Suizid
      • Suizidversuch/ suizidales Verhalten
      • Desorientiertheit
      • Euphorie
      • Furcht
      • erhöhte Libido
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • anormale Gedanken
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • hedonistisch homöostatische Dysregulation (Dopamin Dysregulations-Syndrom)*
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Dyskinesie
      • Parkinson-Krankheit (Morbus Parkinson) / Verschlimmerung der Parkinson-Symptome (z. B. Bradykinesie)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwindelgefühl
      • Dystonie
      • Kopfschmerz
      • Hyperästhesie
      • On-off- Phänomen
      • Parästhesie
      • Polyneuropathie
      • Somnolenz
      • Synkope
      • Tremor
      • Hyperkinesie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Ataxie
      • Konvulsionen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Malignes neuroleptisches Syndrom
      • eingeschränktes Erinnerungsvermögen
      • Demenz
  • Augenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • verschwommenes Sehen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Engwinkelglaukom (Winkelblockglaukom)
      • Blepharospasmus
      • Doppeltsehen
      • ischämische Neuropathie des Nervus opticus
  • Herzerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • unregelmäßige Herzfrequenz
      • ischämische Herzerkrankung, außer Myokardinfarkt (z. B. Angina pectoris)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Palpitationen
      • Myokardinfarkt
  • Gefäßerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Orthostasesyndrom
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hypertonie
      • Hypotonie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Phlebitis
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Dyspnoe
      • Schmerzen im Oropharynx
      • Aspirationspneumonie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Dysphonie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • ungewöhnliches Atemmuster
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Übelkeit
      • Obstipation
      • Diarrhö
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • aufgetriebener Bauch
      • Abdominalschmerz
      • abdominale Beschwerden
      • Mundtrockenheit
      • Dysgeusie
      • Dyspepsie
      • Dysphagie
      • Flatulenz
      • Erbrechen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Kolitis
      • Gastrointestinalblutung
      • Hypersalivation
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Zähneknirschen
      • Glossodynie
      • Schluckauf
      • Verfärbung des Speichels
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • anomale Leberfunktionstests
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hepatitis mit hauptsächlich cholestatischen Elementen
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kontaktdermatitis
      • Hyperhidrosis
      • Pruritus
      • Hautausschlag
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Alopezie
      • Erythem
      • Urtikaria
      • Verfärbungen von Haut, Haaren, Nägeln und Schweiß
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Malignes Melanom
      • Angioödem
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Schmerzen der Muskeln, des Gewebes und der Skelettmuskulatur
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Arthralgie
      • Muskelspasmen
      • Nackenschmerzen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Rhabdomyolyse
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Chromaturie
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Harninkontinenz
      • Harnretention
      • Harnwegsinfektion
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Priapismus
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Asthenie
      • Brustkorbschmerz
      • Ermüdung (Fatigue)
      • Gangstörung
      • Schmerzen
      • Peripheres Ödem
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Unwohlsein
  • Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Sturz

Nebenwirkungen im Zusammenhang mit dem Gerät und dem Verfahren basierend auf den verfügbaren Daten aus klinischen Studien und den Erfahrungen nach der Markteinführung von Levodopa/Carbidopa-Gel zur intestinalen Anwendung (erwartetes Sicherheitsprofil des Arzneimittels basiert auf diesen Daten)

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • postoperative Wundinfektion
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Cellulitis an der Inzisionsstelle
      • Infektion nach einem Eingriff
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • postoperativer Abszess
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Bauchschmerzen (Abdominalschmerz)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • abdominale Beschwerden
      • Schmerzen im Oberbauch
      • Peritonitis
      • Pneumoperitoneum
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Bezoar
      • ischämische Kolitis
      • gastrointestinale Ischämie
      • gastrointestinale Obstruktion
      • Pankreatitis
      • Dünndarmblutung
      • Dünndarmulkus
      • Dickdarmperforation
      • Darminvagination
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Magenperforation
      • gastrointestinale Perforation
      • Dünndarmischämie
      • Dünndarmperforation
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • überschießendes Granulationsgewebe
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Komplikationen beim Einführen der Sonde
        • abdominale Beschwerden
        • Duodenalgeschwür (Ulkus duodeni)
        • Blutung
        • erosive Duodenitis
        • erosive Gastritis
        • Gastrointestinalblutung
        • Peritonitis
        • Pneumoperitoneum
        • Dünndarmulkus
        • weiterhin, im Zusammenhang mit der Nasojejunalsonde
          • Schmerzen im Oropharynx
          • aufgetriebener Bauch
          • Bauchschmerzen (Abdominalschmerz)
          • abdominale Beschwerden
          • Schmerzen
          • Rachenreizung
          • gastrointestinale Verletzung
          • ösophagale Blutungen
          • Angst
          • Dysphagie und Erbrechen
        • weiterhin, im Zusammenhang mit der PEG-J
          • Bauchschmerzen (Abdominalschmerz)
          • abdominale Beschwerden
          • aufgetriebener Bauch
          • Flatulenz
          • Pneumoperitoneum
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Dislokation eines Medizinprodukts
      • Verschluss eines Medizinprodukts
  • Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Erythem an der Inzisionsstelle
      • Absonderung nach einem Eingriff
      • Schmerzen während eines Eingriffes
      • Reaktion an der Untersuchungsstelle
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Komplikation eines gastrointestinalen Stomas
      • Schmerzen an der Inzisionsstelle
      • Postoperativer Ileus
      • Komplikation nach einem Eingriff
      • Beschwerden nach einem Eingriff
      • Blutung nach einem Eingriff

Legende:

(*): Dopamin-Dysregulations-Syndrom (DDS) ist eine Suchterkrankung, deren Auftreten bei einigen mit Carbidopa/Levodopa behandelten Patienten beobachtet wurde. Betroffene Patienten zeigen einen zwanghaften Missbrauch des dopaminergen Arzneimittels, dabei werden höhere Dosen angewendet, als zur adäquaten Kontrolle von motorischen Symptomen der ParkinsonKrankheit erforderlich wären. Dies kann in einigen Fällen zu schweren Dyskinesien führen

Anwendungshinweise

  • Gel zur kontinuierlichen intestinalen Anwendung
  • Abgabe in das Duodenum oder das obere Jejunum
  • es darf nur die lt. Fachinformation vorgesehene Pumpe für die Verabreichung verwendet werden
    • Anleitung mit Hinweisen für die Handhabung liegt der Pumpe bei
  • temporäre Nasoduodenalsonde / Nasojejunalsonde
    • kann verwendet werden, um zu bestimmen, ob der Patient auf diese Art der Behandlung positiv reagiert, bevor eine permanente perkutane endoskopische Gastrostomie mit jejunaler Sonde (PEG-J) gelegt wird
    • in Fällen, in denen der Arzt diese Beurteilung nicht für erforderlich hält, kann auf die nasojejunale Testphase verzichtet und die Behandlung direkt mit der Legung der PEG-J begonnen werden
  • Langzeitanwendung
    • Gel mit einer tragbaren Pumpe über eine Dauersonde mittels perkutaner endoskopischer Gastrostomie direkt in das Duodenum oder obere Jejunum verabreichen
    • Gastrostomie wird mit einer äußeren Transabdominalsonde und einer inneren Intestinalsonde gelegt
    • alternativ eine radiologische Gastrojejunostomie in Erwägung ziehen, wenn die perkutane endoskopische Gastrostomie aus irgendeinem Grund nicht angebracht ist
    • chirurgische Eingriff und die Dosisanpassung sollen in Absprache mit einem Neurologen erfolgen
  • Austausch der Patrone
    • um eine neue Patrone zu verwenden, sollte sie an der tragbaren Pumpe angebracht und das System zur Verabreichung entsprechend den gegebenen Anweisungen an die Sonde angeschlossen werden
    • die Patrone ist nur zur einmaligen Anwendung bestimmt
      • einmal geöffnet, kann 1 Patrone bis zum nächsten Tag, d. h. max. 24 Stunden nach dem ersten Öffnen, verwendet werden
      • die Patrone wird nach 24 Stunden Anwendung oder wenn das Arzneimittel aufgebraucht ist von der Pumpe entfernt, je nachdem, was zuerst eintritt
  • Tragen der Dosierpumpe nahe am Körper
    • max. 16 Stunden lang
    • während der Behandlung über Nacht:
      • Pumpe nicht direkt am Körper tragen, sondern z. B. auf dem Nachttisch
  • Verfärbung des Gels
    • das Gel kann bis zum Ende der Haltbarkeitsdauer leicht gelb / rötlich werden
      • hat keinen Einfluss auf die Konzentration des Arzneimittels oder die Wirkung der Behandlung
  • weitere Hinweise s. Fachinformation

Stillzeithinweise

Levodopa, Decarboxylasehemmer und COMT-Hemmer - intestinal
  • während der Behandlung Stillen unterbrechen
  • gibt nur ungenügende Informationen darüber, welche Auswirkungen Levodopa/Carbidopa/Entacapon und/oder deren Metabolite auf Neugeborene/Kleinkinder haben
  • Levodopa
    • Levodopa und mögliche Levodopa-Metaboliten gehen in die Muttermilch über
    • es wurde nachgewiesen, dass die Milchbildung während einer Behandlung mit Levodopa unterdrückt wird
  • Carbidopa und Entacapon
    • nicht bekannt, ob Carbidopa und Entacapon und/oder ihre Metaboliten in die Muttermilch übergehen
    • tierexperimentelle Studien
      • Ausscheidung von Carbidopa und Entacapon in der Muttermilch
        • nicht bekannt, ob sie beim Menschen in die Muttermilch übergehen

Schwangerschaftshinweise

Levodopa, Decarboxylasehemmer und COMT-Hemmer - intestinal
  • Anwendung während der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die nicht verhüten, wird nicht empfohlen,
    • es sei denn, die Vorteile für die Mutter überwiegen die möglichen Risiken für den Fötus
  • keine oder nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Levodopa/Carbidopa/Entacapon bei Schwangeren vorliegend
  • tierexperimentelle Studien
    • Reproduktionstoxizität der einzelnen Wirkstoffe
      • mögliche Risiko beim Menschen ist nicht bekannt
  • Fertilität
    • keine nachteiligen Auswirkungen auf die Fertilität in präklinischen Studien bei alleiniger Verabreichung von Entacapon, Levodopa oder Carbidopa beobachtet
    • tierexperimentelle Studien
      • keine Fertilitätsstudien bei Tieren mit der Kombination aus Entacapon, Levodopa und Carbidopa durchgeführt

Warnhinweise

Levodopa, Decarboxylasehemmer und COMT-Hemmer - intestinal
  • Arzneimittel wird für die Behandlung von arzneimittelinduzierten extrapyramidalen Reaktionen nicht empfohlen
  • Behandlung mit Vorsicht bei Patienten mit
    • ischämischer Herzkrankheit
    • schweren Herz-Kreislauf- oder Lungenerkrankungen
    • Bronchialasthma
    • Nieren-, Leber- oder endokrinen Erkrankung
    • peptischen Ulzera
    • Krampfanfällen in der Anamnese
  • Überwachung der Herzfunktion
    • Herzfunktion während des Zeitraums der anfänglichen Dosisanpassungen besonders engmaschig überwachen bei
      • Patienten mit bekanntem Myokardinfarkt in der Anamnese und residualer Vorhof-, AV Knoten- oder Kammerarrhythmie
  • alle Patienten sollten sorgfältig im Hinblick auf die Entwicklung von psychischen Veränderungen, Depressionen mit Suizidneigung sowie andere schwerwiegende Verhaltensauffälligkeiten
    • Patienten mit Psychosen, auch in der Vorgeschichte, sollten mit Vorsicht behandelt werden
  • gleichzeitige Anwendung von Antipsychotika mit Dopamin-Rezeptor-blockierenden Eigenschaften mit Vorsicht erfolgen
    • insbesondere D2-Rezeptor-Antagonisten
    • Patient engmaschig auf einen Verlust der Antiparkinson-Wirkung bzw. eine Verschlechterung der Parkinson-Symptome hin überwachen
  • Weitwinkelglaukom
    • Patienten mit chronischem Weitwinkelglaukom können vorsichtig mit dem Arzneimittel behandelt werden, vorausgesetzt
      • gute Kontrolle des Augeninnendrucks
      • sorgfältige Überwachung des Patienten auf Veränderungen des Augeninnendrucks
  • orthostatische Hypotonie
    • Anwendung mit Vorsicht bei Patienten, die andere Arzneimittel einnehmen, die eine orthostatische Hypotonie hervorrufen können
    • Arzneimittel kann orthostatische Hypotonie hervorrufen
  • Reaktionsvermögen
    • Vorsicht geboten beim Führen von Fahrzeugen oder Bedienen von Maschinen
    • Wirkstoffe des Arzneimittels wurden bei Parkinson-Patienten mit Somnolenz und Episoden von plötzlichem Einschlafen (Schlafattacken) in Verbindung gebracht
  • malignes neuroleptisches Syndrom (NMS)
    • Berichte über einen Symptomkomplex, der NMS ähnelt, einschließlich Muskelsteifigkeit, erhöhter Körpertemperatur, psychischen Veränderungen (z. B. körperliche Unruhe (Agitiertheit), Verwirrtheit, Koma) und erhöhter Kreatinphosphokinase im Serum bei Patienen, bei denen denen Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Krankheit abrupt abgesetzt wurden
    • in seltenen Fällen bei Parkinson-Patienten eine sekundäre Rhabdomyolyse als Folge eines malignen neuroleptischen Syndroms oder schwere Dyskinesien beobachtet
    • seit der Markteinführung von Entacapon vereinzelte Fälle von NMS berichtet, insbesondere nach abrupter Dosisreduzierung oder dem Absetzen der Behandlung mit Entacapon und anderen dopaminergen Begleitmedikationen
    • Patienten sorgfältig überwachen, bei Dosisreduktion oder bei abrupten Absetzen der Behandlung
      • insbesondere Patienten, die auch Antipsychotika/Neuroleptika erhalten
  • Impulskontrollstörungen
    • regelmäßige Überwachung der Patienten auf das Auftreten von Impulskontrollstörungen
    • Patienten und ihre Betreuungspersonen oder Angehörigen sollten darüber informiert werden, dass als Impulskontrollstörungen Verhaltensweisen wie Spielsucht/pathologisches Spielen, erhöhte Libido, Hypersexualität, zwanghaftes Geldausgeben oder Kaufverhalten sowie Essattacken (Binge Eating) oder zwanghaftes Essen bei Patienten auftreten können, die mit Dopaminagonisten und/oder dopaminergen Arzneimitteln, die Levodopa enthalten; dies ist der Fall beim vorliegenden Arzneimittels
    • wenn solche Symptome auftreten, ist Überprüfung der Behandlung empfohlen
  • Melanom
    • Epidemiologische Studien haben gezeigt, dass Parkinson-Patienten ein höheres Risiko zur Entwicklung eines Melanoms aufweisen als die Allgemeinbevölkerung
      • unklar, ob das beobachtete erhöhte Risiko auf die Parkinson-Krankheit oder auf andere Faktoren, wie z. B. Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Krankheit, zurückzuführen ist
    • Patienten und Pflegepersonen wird empfohlen, Haut regelmäßig auf Anzeichen eines Melanoms zu untersuchen
    • regelmäßige Hautuntersuchungen von entsprechend qualifizierten Personen (z. B. Dermatologe) sollten im Idealfall durchgeführt werden
  • Vollnarkose
    • wenn eine Vollnarkose erforderlich ist, kann die Behandlung mit dem Arzneimittel so lange fortgesetzt werden, wie der Patient Flüssigkeiten und Arzneimittel über den Mund einnehmen darf
    • wenn die Behandlung vorübergehend abgesetzt werden muss
      • kann das Arzneimittel, sobald die orale Einnahme von Flüssigkeit wieder erlaubt ist, in der gleichen Dosis wieder aufgenommen werden, die vorher angewendet wurde
  • Dyskinesie
    • kann erforderlich sein, die Dosis des Arzneimittels nach unten anzupassen, um eine Levodopa-induzierte Dyskinesie zu vermeiden
  • regelmäßige Kontrollen
    • während eine längeren Behandlung sind regelmäßige Kontrolle der Leber- und Nierenfunktion sowie der hämatopoetischen und kardiovaskulären Funktionen empfohlen
  • Hydrazin
    • Hydrazin ist ein Abbauprodukt von Carbidopa, das genotoxisch und möglicherweise karzinogen sein kann
    • klinische Bedeutung der Hydrazinaufnahme, welche durch die durchschnittliche empfohlene Tagesdosis des vorliegenden Arzneimittels (dies entspricht 1,6 mg Hydrazin/Tag) und die maximale empfohlene Tagesdosis (entspricht maximal 3,5 mg Hydrazin/Tag) des vorliegenden Arzneimittel erreicht wird, ist nicht bekannt
  • früherer chirurgischer Eingriff im oberen Teil des Abdomens können zu Schwierigkeiten bei der Durchführung einer Gastrostomie oder Jejunostomie führen
  • zu den in klinischen Studien und nach dem Inverkehrbringen berichteten Komplikationen für Levodopa/Carbidopa gehören
    • Ileus
    • Erosion/Ulkus an der Implantatstelle
    • Darmblutung
    • intestinale Ischämie
    • Darmobstruktion
    • Darmperforation
    • Darminvagination
    • Pankreatitis
    • Peritonitis
    • Pneumoperitoneum
    • postoperative Wundinfektion
    • Bezoar
      • sind Konkremente aus unverdaulichen Nahrungsbestandteilen (z. B. nichtverdauliche Fasern von Gemüse oder Früchten) im MagenMagen-Darm-Trakt
      • Bezoar um die Spitze der Jejunalsonde kann Ausgangspunkt für eine Darmobstruktion oder für die Bildung einer Darminvagination sein
      • meisten Bezoare befinden sich im Magen, können aber auch an anderen Stellen im MagenMagen-Darm-Trakt auftreten
    • Bauchschmerzen (Abdominalschmerz) können ein Symptom der oben aufgeführten Komplikationen sein
    • einige Ereignisse können einen schwerwiegenden Verlauf nehmen, wie z. B. einen chirurgischen Eingriff erforderlich machen, und/oder zum Tode führen
    • Patienten sind anzuweisen, ihren Arzt zu benachrichtigen, falls bei ihnen ein mit den oben genannten Ereignissen verbundenes Symptom auftritt
  • eine eingeschränkte Fähigkeit, das Verabreichungssystem zu bedienen (Sondenanschlüsse etc.) kann zu Komplikationen führen
    • in solchen Fällen sollte eine Pflegeperson (z. B. medizinische Fachkraft, Pfleger/in oder ein Angehöriger) dem Patienten bei der Bedienung helfen
  • plötzliche oder allmähliche Verschlimmerung der Bradykinesie kann auf eine Verstopfung des Sondensystems hinweisen, aus welchem Grund auch immer, und muss untersucht werden
  • Gewichtsabnahme
    • mit den in im Arzneimittel enthaltenen Wirkstoffen wurde eine Gewichtsabnahme in Verbindung gebracht
      • Pflegepersonen sollten daher wissen, dass es zu einer Gewichtsabnahme kommen kann
    • Überwachung des Körpergewichts wird empfohlen, um einen übermäßigen Gewichtsverlust zu vermeiden
      • gilt insbesondere für Patienten mit Diarrhö
    • längere oder anhaltende Diarrhö, die während der Anwendung von Entacapon auftritt, könnte ein Anzeichen einer Kolitis sein
    • im Falle einer über einen längeren Zeitraum oder anhaltend auftretenden Diarrhö
      • Behandlung mit dem Arzneimittel abbrechen und eine andere geeignete medizinische Behandlung sowie eine Untersuchung in Erwägung ziehen
  • wo dies als notwendig erachtet wird, sollte der Ersatz des Arzneimittels entweder durch Levodopa und einen DDC-Hemmer ohne Entacapon oder eine andere dopaminerge Behandlung langsam erfolgen
    • Erhöhung der Levodopa-Dosis kann erforderlich sein
  • Patienten, bei denen innerhalb relativ kurzer Zeit eine fortschreitende Anorexie, Asthenie und Gewichtsabnahme auftritt, sollte eine umfassende allgemeinmedizinische Untersuchung einschließlich einer Kontrolle der Leberfunktion erfolgen
  • falsch-positiver Ketonnachweis
    • Levodopa/Carbidopa können zu einem falsch-positiven Ketonnachweis bei TeststreifenUntersuchungen des Urins führen
    • durch Kochen der Urinprobe wird diese Reaktion nicht verändert
    • bei Einsatz von Glukose-Oxidase-Methoden besteht die Möglichkeit falsch-negativer Ergebnisse hinsichtlich Glukosurie
  • Dopamin-Dysregulationssyndrom (DDS)
    • Suchterkrankung, deren Auftreten bei einigen mit Levodopa/Carbidopa behandelten Patienten beobachtet wurde
    • vor Behandlungsbeginn müssen Patienten und Pflegepersonen vor dem potenziellen Risiko des Auftretens eines DDS gewarnt werden
  • bei Verdacht auf Missbrauch des Arzneimittels gilt es zu intervenieren