LEDERMIX

Esteve Pharmaceuticals GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Demeclocyclin/Triamcinolon →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
5 G 67,91 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Pulpitis-Notfall-Versorgung bei partieller oder totaler akuter, nicht purulenter Pulpitis bis zur späteren regelrechten Behandlung

Dosierung

Basiseinheit: 1 g Paste enthält 30,21 mg Demeclocyclin-Calcium (1:1) (entspricht 30,00 mg Demeclocyclinhydrochlorid) und 10 mg Triamcinolonacetonid

  • Pulpitis-Notfall-Versorgung
    • Dosierung richtet sich nach Art der Anwendung

Kontraindikationen

Triamcinolon - intraoral
  • Überempfindlichkeit gegen Triamcinolon
  • Gingivitis durch Vitamin-C-Mangel
  • Gingivitis hyperplastica im Rahmen einer Schwangerschaft
  • virale, bakterielle oder mykotische Infektionen, insbesondere im Mund- und Rachenbereich
  • periorale Dermatitis
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
  • Schwangerschaft
  • Hinweis
    • bei wiederholter Anwendung müssen aufgrund der Möglichkeit einer systemischen Resorption die Gegenanzeigen einer systemischen Glucocorticoid-Therapie beachtet werden
      • systemische Nebenwirkungen können auftreten

Nebenwirkungen

Triamcinolon - intraoral
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Candida-Mykose
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Überempfindlichkeitsreaktionen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Erhöhung des Infektionsrisikos
      • Behinderung der Immunvorgänge
  • Endokrine Erkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Cushing-Syndrom
      • Inaktivität bzw. Atrophie der Nebennierenrinde
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Fettverteilungsstörungen wie z. B. Vollmondgesicht
      • Diabetes mellitus
      • verminderte Glucosetoleranz
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • psychische Störungen
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Pseudotumor cerebri
      • Kopfschmerzen
      • Schwindel
      • verstärktes Schwitzen
  • Augenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Katarakt
      • Glaukom
      • verschwommenes Sehen
  • Gefäßerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Vaskulitis
      • Erhöhung des Thromboserisikos
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Magen-Darm-Beschwerden
      • ulzeröse Ösophagitis
      • Ulcus ventriculi
      • Pankreatitis
  • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • allergische Hautreaktionen
      • lokale Irritationen oder Sensibilisierung
      • Fremdkörpergefühl (bei fester Darreichungsform)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Striae rubrae
      • Petechien
      • Ekchymosen
      • Steroidakne
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Muskelschwäche
      • Muskelschwund
      • Osteoporose
      • verzögerte Wund- und Knochenheilung
      • Wachstumsstörungen bei Kindern
      • aseptische Knochennekrosen
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Störungen der Sexualfunktion
        • Amenorrhoe
        • Menstruationsstörungen
        • Hirsutismus
        • Impotenz
  • Untersuchungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • vermehrte Kaliumausscheidung

Anwendungshinweise

  • Paste zur Anwendung in Zahnkavitäten
  • Applikation eines kleinen, mit Paste beschichteten Wattepellets auf die punktförmig freigelegte Pulpa und provisorischer Verschluss mit z.B. Zinkoxid-Eugenol, bis zum Beginn der endgültigen Behandlung
  • Paste auch anwendbar als medikamentöse Zwischeneinlage bei jeder Art und Methode der Wurzelkanalbehandlung
  • um Erhärten der Paste an der Tubenöffnung zu verhindern, Tubenspitze immer sauber halten und Tube nach Gebrauch gut verschliessen
  • Farbschwankungen haben keinen Einfluss auf Wirksamkeit des Präparates

Haltbarkeit

  • nach Anbruch: 2 Monate

Stillzeithinweise

Triamcinolon - intraoral
  • bei großflächiger oder langfristiger Anwendung soll Triamcinolon nicht während der Stillzeit angewendet werden
  • keine Daten zum Übertritt von Triamcinolon in die Muttermilch vorliegend
    • andere Glucocorticoide gehen in die Muttermilch über
  • Kontakt des Säuglings mit den behandelten Hautpartien vermeiden

Schwangerschaftshinweise

Triamcinolon - intraoral
  • Anwendung ist während der Schwangerschaft kontraindiziert
  • ist eine Anwendung von Glucocorticoiden in der Schwangerschaft zwingend notwendig, sind Substanzen wie Hydrocortison oder Prednisolon anzuwenden, da diese Substanzen durch das Enzym 11ß-Hydroxysteroid-Dehydrogenase in der Plazenta zu inaktiven Formen metabolisiert werden und die Plazenta deshalb bei diesen Stoffen einen wirksameren Schutz darstellt als bei den meisten synthetischen Glucocorticoiden
  • keine hinreichenden Daten für die Verwendung bei Schwangeren vorliegend
  • 1. Trimenon
    • bei menschlichen Feten wird ein erhöhtes Risiko für orale Spaltbildungen bei der systemischen Anwendung von Glucocorticoiden während des ersten Trimenons diskutiert
  • tierexperimentelle Studien
    • embryotoxische und teratogene Wirkungen (z.B. Gaumenspalten, Skelettanomalien, Hydrozephalus, sowie intrauterine Wachstumsstörungen und Embryoletalität)
    • Gabe von Glucocorticoiden in subteratogenen Dosen während der Schwangerschaft trägt zu einem erhöhten Risiko für eine intrauterine Wachstumsverzögerung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und/oder Stoffwechselkrankheiten im Erwachsenenalter und zu einer bleibenden Veränderung der Glucocorticoidrezeptordichte, des Neurotransmitterumsatzes und des Verhaltens bei

Warnhinweise

Triamcinolon - intraoral
  • viral, bakteriell oder mykotisch infizierten Erkrankungen des Mund- und Rachenraums
    • Glucocorticoide sollten erst dann eingesetzt werden, wenn die Infektion durch geeignete Maßnahmen beherrscht werden konnte
      • Gefahr sekundärer Infektionen ist unter der Anwendung von Glucocorticoiden erhöht
  • Sehstörung
    • bei der systemischen und topischen Anwendung von Corticosteroiden können Sehstörungen auftreten
    • wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellig wird
      • Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen in Erwägung ziehen
    • die Sehstörungen, die nach der Anwendung systemischer oder topischer Corticosteroide gemeldet wurden umfassen unter anderem
      • Katarakt
      • Glaukom
      • oder seltene Erkrankungen, wie z.B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC)
  • Vorsicht bei
    • Ulkusanamnese
    • Tuberkulose
    • schweren Muskelerkrankungen
    • Divertikulitis
    • frischen Darmanastomosen
    • Neigung zu Thrombosen und Embolien
    • metastasenbildenden Karzinomen
    • Diabetes mellitus
    • akuter Glomerulonephritis
    • chronischer Nephritis
  • Infektionsgefahr
    • insbesondere bei gleichzeitiger Anwendung von Immunsuppressiva bzw. bei mangelnder Immunabwehr (AIDS), ist für einen ausreichenden antibakteriellen bzw. antimykotischen Schutz zu sorgen
  • Vermehrung von Mikroorganismen
    • unauffällige Vermehrung von Mikroorganismen möglich, da Glucocorticoide körpereigene Abwehrreaktionen unterdrücken können
  • bei lokaler Irritation oder Sensibilisierung
    • Triamcinolon sollte abgesetzt werden
  • Kinder und Jugendliche (<= 18 Jahren)
    • Anwendung kontraindiziert
    • bei der Behandlung von Kindern mit Corticoid-Lokalpräparaten kann es im Vergleich zum Erwachsenen zu einer erhöhten Aufnahme des Corticoids durch die kindliche Schleimhaut kommen
  • Augenkontakt vermeiden
    • bei versehentlichem Kontakt mit den Augen sollten diese mit reichlich Wasser gespült werden
    • im Falle einer andauernden Augenirritation ist die Begutachtung durch einen Augenfacharzt zu empfehlen