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Fachinformationen

Indikation

  • zur Unterstützung der Verdauungsfunktion (traditionell angewendet als mild wirkendes Arzneimittel)
    • Hinweis: Beim Auftreten von Krankheitszeichen sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Dosierung

  • zur Unterstützung der Verdauungsfunktion (traditionell angewendet als mild wirkendes Arzneimittel)
    • Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren:
      • 1-2 Tabletten 3mal / Tag
    • Behandlungsdauer:
      • nicht begrenzt
      • Beim Auftreten von Krankheitszeichen sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Kontraindikationen

Pankreas Pulver (vom Schwein), Simeticon - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Simeticon
  • Überempfindlichkeit gegen Pankreas-Pulver vom Schwein
    • (Triacylglycerol)-Lipase
    • Amylase
    • Protease
  • akute Pankreatitis
  • akuter Schub einer chronischen Pankreatitis während der floriden Erkrankungsphase
    • in der Abklingphase während des diätetischen Aufbaus ist jedoch gelegentlich die Gabe bei Hinweisen auf noch oder weiterhin bestehende Pankreas-Insuffizienz sinnvoll

Therapiehinweise

Einnahme während des Essens.

Nebenwirkungen

Pankreas Pulver (vom Schwein), Simeticon - peroral

Pankreas-Pulver vom Schwein (Triacylglycerollipase, Amylase, Protease) plus Simeticon

  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • vorübergehenden Reizung der Mundschleimhaut (bei empfindlichen Patienten)

Pankreatin

  • Erkrankungen des Immunsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • allergische Reaktionen vom Soforttyp, wie z. B.
        • Hautausschlag
        • Niesen
        • Tränenfluss
        • Bronchospasmus
        • allergische Reaktionen des Verdauungstraktes
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Schleimhautreizungen im MagenMagen-Darm-Trakt und im Bereich des Anus
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • bei Patienten mit Mukoviszidose; insb. nach Gabe hoher Dosen von Pankreatin
        • Bildung von Strikturen der Ileozökalregion und des Colon ascendens; Darmverschlüssen
        • ähnliche Erscheinungen im terminalen Ileum und Caecum
  • Untersuchungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • bei Patienten mit Mukoviszidose; insb. nach Gabe hoher Dosen von Pankreatin
        • erhöhte Harnsäureausscheidung im Urin

Simeticon

  • keine Nebenwirkungen bekannt

Anwendungshinweise

  • Einnahme der Tabletten zu den Mahlzeiten
  • Tabletten rasch zerkauen und zügig schlucken (mischen sich so im Magen leichter mit dem Speisebrei)
  • bei vorübergehender Reizung der Mundschleimhaut (sehr selten, bei empfindlichen Patienten): stets Flüssigkeit nachtrinken

Stillzeithinweise

Pankreas Pulver (vom Schwein), Simeticon - peroral
  • darf nicht während der Stillzeit angewendet werden
    • es sei denn, es ist eindeutig erforderlich
  • keine ausreichenden Untersuchungen vorliegend

Schwangerschaftshinweise

Pankreas Pulver (vom Schwein), Simeticon - peroral
  • darf nicht in der Schwangerschaft angewendet werden
    • es sei denn, es ist eindeutig erforderlich
  • das potentielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt
  • Pankreatin / Simeticon
    • keine hinreichenden Daten für die Anwendung von Pankreatin bzw. Simeticon bei Schwangeren vorliegend
  • tierexperimentelle Studien
    • keine hinreichenden tierexperimentellen Studien in Bezug auf die Auswirkungen auf Schwangerschaft und/oder embryonale/fetale Entwicklung und/oder Geburt und/oder postnatale Entwicklung vorliegend
  • Fertilität
    • keine klinischen Daten zur Fertilität vorliegend

Warnhinweise

Pankreas Pulver (vom Schwein), Simeticon - peroral
  • beim Auftreten von Krankheitszeichen sollte ein Arzt aufgesucht werden
  • magensaftresistente Darreichungsform:
    • Arzneimittel unzerkaut schlucken
    • es sind aktive Enzyme enthalten, die bei Freisetzung in der Mundhöhle, z. B. durch Zerkauen, dort zu Schleimhautschädigungen (z. B. Ulcerationen der Mundschleimhaut) führen können
  • Vorsicht bei
    • akuter Pankreatitis und akutem Schub einer chronischen Pankreatitis während der floriden Erkrankungsphase
      • in der Abklingphase während des diätetischen Aufbaus ist jedoch gelegentlich die Gabe bei Hinweisen auf noch oder weiterhin bestehende Insuffizienz sinnvoll
  • Patienten mit Mukoviszidose
    • Harnsäureausscheidung im Urin kontrollieren, um die Bildung von Harnsäuresteinen zu vermeiden
    • besonders bei Patienten mit Mukoviszidose sollte die Dosis unter Berück-sichtigung von Menge und Zusammensetzung der Mahlzeiten die für eine adäquate Fettresorption notwendige Enzymdosis nicht überschreiten (siehe Rubrik "Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen")
    • intestinale Obstruktionen
      • sind bekannte Komplikationen bei Patienten mit Mukoviszidose
      • bei Vorliegen einer ileusähnlichen Symptomatik sollte daher auch die Möglichkeit von Darmstrikturen in Betracht gezogen werden
  • Kindern < 12 Jahren
    • Indikation: zur Unterstützung der Verdauungsfunktion
      • keine Anwendung bei Kindern < 12 Jahre
      • keine ausreichenden Untersuchungen vorliegend