Leflunomid PUREN 15 mg Filmtabletten
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 100 ST | 264,05 € |
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Indikation
- antirheumatisches Basistherapeutikum („disease modifying antirheumatic drug" [DMARD]) zur Behandlung von Erwachsenen mit
- aktiver rheumatoider Arthritis
- aktiver Psoriasis-Arthritis (Arthritis psoriatica)
- Hinweis
- durch eine kurz zurückliegende oder gleichzeitige Behandlung mit hepato- oder hämatotoxischen DMARDs (z. B. Methotrexat) kann das Risiko schwerer Nebenwirkungen erhöht werden; deshalb ist die Einleitung einer Behandlung mit Leflunomid sorgfältig unter Nutzen-Risiko-Abwägung dieser Besonderheiten zu überlegen
- darüber hinaus kann es durch einen Wechsel von Leflunomid zu einem anderen DMARD bei Nichtbeachten des Auswaschverfahrens möglicherweise zu einem erhöhten Risiko von zusätzlichen Nebenwirkungen kommen, selbst wenn der Wechsel schon länger zurückliegt
Dosierung
- allgemein
- Einleitung und Überwachung der Behandlung nur von Fachärzten, die über ausreichende Erfahrung in der Behandlung von rheumatoider Arthritis und Psoriasis-Arthritis verfügen
- Kontrolle von Alaninaminotransferase (ALT) oder Serum-Glutamat-Pyruvat-Transferase (SGPT) sowie Kontrolle des vollständigen Blutbildes, einschließlich Differenzialblutbild und Plättchenzahl, zur gleichen Zeit und mit gleicher Häufigkeit
- vor Beginn der Behandlung mit Leflunomid
- alle 2 Wochen während der ersten 6 Monate der Behandlung
- anschließend alle 8 Wochen
- aktive rheumatoide Arthritis
- Initialdosis:
- Aufsättigungsdosis: 100 mg Leflunomid 1mal / Tag über 3 Tage
- der Verzicht auf die Aufsättigungsdosis kann möglicherweise das Risiko des Auftretens von Nebenwirkungen vermindern
- Erhaltungsdosis:
- 10 - 20 mg Leflunomid 1mal / Tag (je nach Schwere (Aktivität) der Erkrankung)
- therapeutische Wirkung
- i. d. R. nach 4 - 6 Wochen
- kann sich während der nächsten 4 - 6 Monate noch steigern
- Initialdosis:
- Psoriasis-Arthritis
- Initialdosis:
- 100 mg Leflunomid 1mal / Tag über 3 Tage
- Erhaltungsdosis:
- 20 mg Leflunomid 1mal / Tag
- therapeutische Wirkung
- i. d. R. nach 4 - 6 Wochen
- kann sich während der nächsten 4 - 6 Monate noch steigern
- Initialdosis:
Dosisanpassung
- Niereninsuffizienz
- leichte Niereninsuffizienz
- keine Dosisanpassung erforderlich
- mittlere - schwere Niereninsuffzienz
- Anwendung kontraindiziert (ungenügende klinische Erfahrung)
- leichte Niereninsuffizienz
- Leberinsuffizienz
- Anwendung kontraindiziert
- ältere Patienten > 65 Jahre
- keine Dosisanpassung erforderlich
- pädiatrische Patienten < 18 Jahren
- keine Anwendung (Wirksamkeit und Unbedenklichkeit bei juveniler rheumatoider Arthritis (JRA) nicht gesichert)
Kontraindikationen
Leflunomid - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Leflunomid, insb. bei Auftreten von
- Stevens-Johnson-Syndrom
- toxische epidermale Nekrolyse
- Erythema multiforme
- Überempfindlichkeit gegen den aktiven Hauptmetaboliten Teriflunomid
- eingeschränkte Leberfunktion
- schwerer Immundefekt, z.B. AIDS
- deutlich eingeschränkte Knochenmarksfunktion oder ausgeprägte Anämie, Leukopenie, Neutropenie und Thrombozytopenie, die andere Ursachen als die rheumatoide Arthritis oder die Psoriasis-Arthritis haben
- schwere Infektionen
- mittlere bis schwere Niereninsuffizienz (nicht genügend klinische Erfahrung)
- schwere Hypoproteinämie, z.B. bei nephrotischem Syndrom
- Schwangere oder Frauen in gebärfähigem Alter, die keinen zuverlässigen Empfängnisschutz praktizieren, sowohl während der Behandlung mit Leflunomid als auch nach Beenden der Therapie solange der Plasmaspiegel des aktiven Metaboliten über 0,02 mg/l liegt
- Schwangerschaft muss vor Therapiebeginn mit Leflunomid ausgeschlossen werden
- Stillzeit
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Leflunomid - peroral
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- schwere Infektionen, einschl.
- Sepsis, u.U. mit letalem Verlauf
- schwere Infektionen, einschl.
- ohne Häufigkeitsangabe
- Anfälligkeit für Infektionen, einschließlich opportunistischer Infektionen, erhöht
- folglich kann insgesamt die Häufigkeit von Infektionen zunehmen, insb.
- Rhinitis
- Bronchitis
- Pneumonie
- folglich kann insgesamt die Häufigkeit von Infektionen zunehmen, insb.
- Anfälligkeit für Infektionen, einschließlich opportunistischer Infektionen, erhöht
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
- ohne Häufigkeitsangabe
- erhöhtes Malignomrisiko, insbesondere die Gefahr lymphoproliferativer Veränderungen, bei Anwendung mancher Immunsuppressiva
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leukopenie (Leukozyten > 2 G/l)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Anämie
- leichte Thrombozytopenie (Plättchen < 100 G/l)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Panzytopenie (möglicherweise aufgrund antiproliferativer Mechanismen)
- Leukopenie (Leukozyten < 2G/l)
- Eosinophilie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Agranulozytose
- Hinweis
- erhöhtes Risiko von hämatologischen Effekten durch kurz zurückliegende, gleichzeitige oder anschließende Anwendung von potenziell myelosuppressiv wirkenden Substanzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- leichte allergische Reaktionen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- schwere anaphylaktische / anaphylaktoide Reaktionen
- Vaskulitis, einschl.
- nekrotisierender Vaskulitis der Haut
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- CK-Erhöhung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypokaliämie
- Hyperlipidämie
- Hypophosphatämie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- LDH-Erhöhung
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypourikämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Angstgefühl
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Parästhesie
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- periphere Neuropathie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- leichte Blutdruckerhöhung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- schwere Blutdruckerhöhung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- interstitielle Lungenerkrankung, einschl.
- interstitieller Pneumonitis, u.U. mit letalem Verlauf
- interstitielle Lungenerkrankung, einschl.
- ohne Häufigkeitsangabe
- pulmonale Hypertonie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kolitis, einschl. mikroskopischer Kolitis, wie etwa
- lymphozytäre Kolitis
- kollagene Kolitis
- Durchfall
- Übelkeit
- Erbrechen
- Erkrankungen der Mundschleimhaut, z. B.
- aphthöse Stomatitis
- Mundulzera
- Bauchschmerzen
- Kolitis, einschl. mikroskopischer Kolitis, wie etwa
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Geschmacksveränderungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Pankreatitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- erhöhte Leberwerte (Transaminasen [insb. ALT], seltener Gamma-GT, alkalische Phosphatase, Bilirubin)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hepatitis
- Gelbsucht / Cholestase
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- schwere Leberschäden wie Leberversagen und akute Lebernekrose, u.U. mit letalem Verlauf
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- verstärkter Haarausfall
- Ekzem
- Hautausschlag (u. a. makulopapulöser Ausschlag)
- Pruritus
- trockene Haut
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Nesselsucht
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- toxische epidermale Nekrolyse
- Stevens-Johnson-Syndrom
- Erythema multiforme
- ohne Häufigkeitsangabe
- kutaner Lupus erythematodes
- Psoriasis pustulosa oder Verschlechterung einer Psoriasis
- Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
- Hautulkus
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Sehnenscheidenentzündung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Sehnenruptur
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- ohne Häufigkeitsangabe
- Nierenversagen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- ohne Häufigkeitsangabe
- geringe (reversible) Verringerung der Spermienkonzentration, Gesamtspermienzahl und schnellen progressiven Motilität
- ohne Häufigkeitsangabe
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Appetitlosigkeit
- Gewichtsverlust (im Allgemeinen unbedeutend)
- Asthenie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Filmtabletten zum Einnehmen unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit
- Ausmaß der Resorption unabhängig von der Nahrungsaufnahme
Stillzeithinweise
Leflunomid - peroral
- in der Stillzeit kontraindiziert
- tierexperimentelle Studien
- Übergang in die Muttermilch von Leflunomid bzw. seiner Metaboliten
Schwangerschaftshinweise
Leflunomid - peroral
- während der Schwangerschaft kontraindiziert
- der aktive Metabolit von Leflunomid, A771726, verursacht vermutlich schwerwiegende Schädigungen des Ungeborenen, wenn es während der Schwangerschaft angewendet wird
- Frauen im gebärfähigen Alter müssen während und bis zu 2 Jahren (siehe "Wartezeit") bzw. bis zu 11 Tagen (siehe "Auswaschmaßnahmen") nach der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden
- Patientinnen sind darauf aufmerksam zu machen, dass sie bei jeder Verzögerung im Einsetzen der Monatsblutung oder bei jedem anderen Grund, der eine Schwangerschaft vermuten lässt, sofort ihren Arzt benachrichtigen müssen, um einen Schwangerschaftstest durchführen zu lassen
- bei einem positiven Ergebnis müssen Arzt und Patientin das Risiko für die Schwangerschaft besprechen
- möglicherweise kann ein rasches Absenken des Blutspiegels des aktiven Metaboliten durch Einleitung des nachfolgend beschriebenen Verfahrens zur Arzneistoffelimination bei der ersten Verzögerung der Regel das Leflunomid-bedingte Risiko für den Fetus verringern
- in einer kleinen prospektiven Studie bei Frauen (n=64), die unbeabsichtigt schwanger wurden, wobei die Einnahme von Leflunomid nicht länger als bis 3 Wochen nach der Konzeption erfolgte und ein Auswaschverfahren angeschlossen wurde, wurden keine signifikanten Unterschiede (p=0,13) hinsichtlich der Gesamtrate von bedeutenden strukturellen Schäden (5,4%) im Vergleich zu beiden Vergleichsgruppen festgestellt (4,2% bei der Gruppe mit analoger Erkrankung [n=108] und 4,2% bei gesunden, schwangeren Frauen [n=78])
- bei Frauen, die mit Leflunomid behandelt werden und schwanger werden wollen, wird eine der folgenden Vorgehensweisen empfohlen, um sicherzustellen, dass der Fetus keinen toxischen A771726-Konzentrationen ausgesetzt wird (Ziel ist eine Konzentration unter 0,02 mg/l)
- Wartezeit
- man muss davon ausgehen, dass die A771726-Plasmaspiegel für einen längeren Zeitraum über 0,02 mg/l liegen; Absinken der Konzentration unter 0,02 mg/l ist erst etwa 2 Jahre nach Beendigung der Behandlung mit Leflunomid zu erwarten
- nach einer Wartezeit von 2 Jahren wird die Plasmakonzentration von A771726 zum ersten Mal gemessen
- in der Folge muss die A771726-Plasmakonzentration nach einem Intervall von mind. 14 Tagen nochmals bestimmt werden
- wenn beide Plasmaspiegel unter 0,02 mg/l liegen, ist kein teratogenes Risiko zu erwarten
- weitere Informationen zur Testmethode teilt der jeweilige Hersteller mit
- Auswaschmaßnahmen
- nach Absetzen der Leflunomidtherapie
- 8 g Colestyramin 3mal / Tag über einen Zeitraum von 11 Tagen verabreichen
- oder 50 g Aktivkohlepulver 4mal / Tag über einen Zeitraum von 11 Tagen geben
- unabhängig von dem gewählten Auswaschverfahren, ist im Anschluss ebenfalls eine Überprüfung des Plasmaspiegels durch 2 getrennte Tests im Abstand von mindestens 14 Tagen und eine Wartezeit von 1 1/2 Monaten zwischen dem ersten Messen eines Plasmaspiegels unter 0,02 mg/l und der Befruchtung erforderlich
- nach Absetzen der Leflunomidtherapie
- Frauen in gebärfähigem Alter darauf hinweisen, dass nach Absetzen der Therapie eine Wartezeit von 2 Jahren erforderlich ist, bevor sie schwanger werden dürfen
- ist eine Wartezeit von bis zu etwa 2 Jahren mit verlässlichem Empfängnisschutz nicht praktikabel, kann die vorsorgliche Einleitung von Auswaschmaßnahmen ratsam sein
- sowohl Colestyramin als auch Aktivkohlepulver können Resorption von Östrogenen und Progestagenen so beeinflussen, dass ein zuverlässiger Empfängnisschutz mit oralen Kontrazeptiva während der Auswaschmaßnahmen mit Colestyramin oder Aktivkohlepulver nicht garantiert werden kann
- empfohlen, andere Methoden des Empfängnisschutzes anzuwenden
- Wartezeit
- Fertilität
- Ergebnisse tierexperimenteller Fertilitätsstudien haben keinen Einfluss auf männliche oder weibliche Fertilität gezeigt
- aber unerwünschte Wirkungen auf die männlichen Fortpflanzungsorgane in Toxizitätsuntersuchungen mit wiederholter Gabe wurden beobachtet
Warnhinweise
Leflunomid - peroral
- Hinweis
- durch eine kurz zurückliegende oder gleichzeitige Behandlung mit hepato- oder hämatotoxischen DMARDs (z.B. Methotrexat) kann das Risiko schwerer Nebenwirkungen erhöht werden
- Einleitung einer Behandlung mit Leflunomid unter sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung dieser Besonderheiten
- bei Wechsel von Leflunomid zu einem anderen DMARD ohne Berücksichtigung des Auswaschverfahrens möglicherweise erhöhtes Risiko von zusätzlichen Nebenwirkungen, selbst wenn der Wechsel schon länger zurückliegt
- durch eine kurz zurückliegende oder gleichzeitige Behandlung mit hepato- oder hämatotoxischen DMARDs (z.B. Methotrexat) kann das Risiko schwerer Nebenwirkungen erhöht werden
- gleichzeitige Verabreichung von hepato- oder hämatotoxischen DMARDs (z.B. Methotrexat) nicht empfehlenswert
- aktiver Metabolit von Leflunomid (A771726) hat lange Halbwertszeit von üblicherweise 1 - 4 Wochen
- schwere Nebenwirkungen (z.B. Hepatotoxizität, Hämatotoxizität oder allergische Reaktionen) könnten selbst nach Beendigung der Behandlung mit Leflunomid auftreten
- wenn solche toxischen Reaktionen auftreten oder wenn A771726 aus irgendeinem anderen Grund schnell aus dem Körper eliminiert werden muss
- Auswaschmaßnahmen durchführen
- Auswaschmaßnahmen können, falls klinisch notwendig, wiederholt werden
- zum Auswaschverfahren und anderen empfohlenen Maßnahmen im Fall einer gewünschten oder unbeabsichtigten Schwangerschaft siehe Rubrik "Schwangerschaft"
- wenn solche toxischen Reaktionen auftreten oder wenn A771726 aus irgendeinem anderen Grund schnell aus dem Körper eliminiert werden muss
- schwere Nebenwirkungen (z.B. Hepatotoxizität, Hämatotoxizität oder allergische Reaktionen) könnten selbst nach Beendigung der Behandlung mit Leflunomid auftreten
- Leberreaktionen
- während der Behandlung in seltenen Fällen schwere Leberschäden berichtet
- darunter auch Fälle mit tödlichem Ausgang
- meisten Fälle traten innerhalb der ersten 6 Monate der Behandlung auf
- häufig gleichzeitig andere hepatotoxische Medikamente angewendet
- daher unbedingt erforderlich, die empfohlenen Überwachungsmaßnahmen streng einzuhalten
- ALT (SGPT) vor Beginn und während der ersten 6 Monate der Behandlung genauso häufig wie das vollständige Blutbild (alle 2 Wochen) kontrollieren, anschließend alle 8 Wochen
- Erhöhung der ALT (SGPT) auf Werte zwischen dem 2- bis 3fachen der oberen Normgrenze
- Dosisreduzierung von 20 mg auf 10 mg in Betracht ziehen
- wöchentliche Kontrollen
- Erhöhung der ALT (SGPT) auf Werte über dem 2fachen der oberen Normwerte persistiert oder auf mehr als das 3fache der oberen Normgrenze
- Leflunomid absetzen und Auswaschmaßnahmen einleiten
- Kontrollen der Leberenzyme nach Abbruch der Behandlung mit Leflunomid fortsetzen, bis sich die Leberenzymwerte normalisiert haben
- Erhöhung der ALT (SGPT) auf Werte zwischen dem 2- bis 3fachen der oberen Normgrenze
- aufgrund möglicher additiver hepatotoxischer Effekte empfohlen, während der Behandlung mit Leflunomid Alkohol zu meiden
- aktiver Metabolit von Leflunomid, A771726, in hohem Maß an Proteine gebunden und über hepatische Metabolisierung und Gallesekretion ausgeschieden
- Plasmaspiegel von A771726 können bei Patienten mit Hypoproteinämie erhöht sein
- bei Patienten mit schwerer Hypoproteinämie oder eingeschränkter Leberfunktion kontraindiziert
- während der Behandlung in seltenen Fällen schwere Leberschäden berichtet
- hämatologische Reaktionen
- gleichzeitig mit der Kontrolle von ALT muss vollständiges Blutbild, einschließlich Differenzialblutbild und Plättchenzahl erstellt werden
- vor Beginn der Behandlung mit Leflunomid
- alle 2 Wochen innerhalb der ersten 6 Monate der Behandlung
- anschließend alle 8 Wochen
- bei Patienten mit vorbestehender Anämie, Leukopenie und / oder Thrombozytopenie sowie bei Patienten mit eingeschränkter Knochenmarksfunktion oder mit einem Risiko für Knochenmarksdepression
- Risiko von hämatologischen Störungen erhöht
- falls solche Effekte auftreten, Auswaschmaßnahmen erwägen, um Plasmaspiegel von A771726 zu senken
- bei schweren hämatologischen Reaktionen, einschließlich Panzytopenie
- Leflunomid und alle anderen myelosuppressiven Begleittherapien absetzen
- sofort Auswaschmaßnahmen für Leflunomid einleiten
- gleichzeitig mit der Kontrolle von ALT muss vollständiges Blutbild, einschließlich Differenzialblutbild und Plättchenzahl erstellt werden
- Kombinationsbehandlung
- gleichzeitige Anwendung von Leflunomid und anderen antirheumatischen Basistherapeutika wie Malariamitteln (z. B. Chloroquin und Hydroxychloroquin), i. m. oder oral verabreichtem Gold, D-Penicillamin, Azathioprin und anderen immunsuppressiv wirkenden Substanzen einschließlich Inhibitoren des Tumor-Nekrose-Faktors-alpha wurde bisher nicht adäquat in randomisierten Studien untersucht (mit Ausnahme von Methotrexat)
- Risiko einer Kombinationstherapie, vor allem in der Langzeitbehandlung, nicht bekannt
- solche Therapie kann zu additiver oder gar synergistischer Toxizität (z. B. Hepato- oder Hämatotoxizität) führen
- gleichzeitige Anwendung von Leflunomid mit einem weiteren DMARD (z. B. Methotrexat) nicht empfehlenswert
- gleichzeitige Anwendung von Teriflunomid mit Leflunomid wird nicht empfohlen, da Leflunomid die Muttersubstanz von Teriflunomid ist
- Umstellung auf eine andere Behandlung
- Leflunomid hat lange Verweildauer im Körper
- Umstellung auf ein anderes DMARD (z. B. Methotrexat) kann, wenn kein Auswaschverfahren durchgeführt wird, auch längerfristig nach beendeter Gabe von Leflunomid das Risiko additiver Effekte / Unverträglichkeiten erhöhen (z. B. Beeinflussung der Kinetik, Organtoxizität)
- in ähnlicher Weise können kurz zurückliegende Behandlungen mit hepato- oder hämatotoxischen Arzneimitteln (z.B. Methotrexat) können vermehrt zu Nebenwirkungen führen
- Einleitung einer Behandlung mit Leflunomid sorgfältig unter Nutzen-Risiko-Abwägung dieser Besonderheiten überlegen
- nach Wechsel in der Anfangszeit engere Überwachung erforderlich
- Hautreaktionen
- bei Auftreten einer ulzerierenden Stomatitis ist die Behandlung mit Leflunomid abzubrechen
- sehr selten wurde bei Patienten, die mit Leflunomid behandelt wurden, über Stevens-Johnson-Syndrom oder toxische epidermale Nekrolyse und Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) berichtet
- sobald Haut- und / oder Schleimhautreaktionen beobachtet werden, die diese schwerwiegenden Reaktionen vermuten lassen
- Leflunomid und alle anderen Therapien, die möglicherweise damit im Zusammenhang stehen, absetzen
- umgehend Auswaschmaßnahmen zu Leflunomid einleiten
- in solchen Fällen ist vollständiges Auswaschen essenziell
- Leflunomid darf in diesen Fällen nicht wieder verabreicht werden
- Psoriasis pustulosa und Verschlechterung einer Psoriasis
- nach der Einnahme von Leflunomid beobachtet
- Beendigung der Behandlung sollte unter Berücksichtigung der Erkrankung des Patienten und seiner Vorgeschichte in Betracht gezogen werden
- Hautulzera
- während der Behandlung mit Leflunomid können bei Patienten Hautulzera auftreten
- wenn Vorliegen eines Leflunomid-assoziierten Hautulkus vermutet wird, oder wenn Hautulzera trotz angemessener Behandlung bestehen bleiben
- Absetzen von Leflunomid und komplettes Auswaschverfahren in Betracht ziehen
- Entscheidung, die Behandlung mit Leflunomid nach dem Auftreten von Hautulzera wiederaufzunehmen, sollte auf der klinischen Beurteilung einer ausreichenden Wundheilung basieren
- wenn Vorliegen eines Leflunomid-assoziierten Hautulkus vermutet wird, oder wenn Hautulzera trotz angemessener Behandlung bestehen bleiben
- während der Behandlung mit Leflunomid können bei Patienten Hautulzera auftreten
- Infektionen
- von immunsuppressiven Arzneimitteln, wie Leflunomid, ist bekannt, dass sie die Anfälligkeit von Patienten für Infektionen, einschließlich opportunistischer Infektionen, erhöhen
- Infektionen können erhöhten Schweregrad aufweisen
- frühzeitige und effiziente Behandlung erforderlich
- bei schweren, unkontrollierten Infektionen kann es erforderlich sein, die Behandlung mit Leflunomid zu unterbrechen und Auswaschmaßnahmen einzuleiten
- bei Patienten, die mit Leflunomid und anderen immunsuppressiven Arzneimitteln behandelt wurden
- Einzelfälle von Progressiver Multifokaler Leukoenzephalopathie (PML) berichtet
- Tuberkulose
- vor Beginn der Behandlung sollten alle Patienten hinsichtlich einer aktiven und inaktiven („latenten") Tuberkulose gemäß den lokalen Empfehlungen untersucht werden
- kann eine Anamnese, möglichen vorangegangenen Kontakt zu Tuberkulose und / oder geeignetes Screening wie Lungenröntgen, Tuberkulintest und / oder Interferon-Gamma-Freisetzungstest, soweit zutreffend, umfassen
- verordnende Ärzte sollen auf das Risiko der falsch-negativen Tuberkulin-Hauttest-Ergebnisse hingewiesen werden, vor allem bei Patienten, die schwerkrank oder immunsupprimiert sind
- Patienten mit Tuberkulose in der Vorgeschichte sollten sorgfältig überwacht werden,
- da die Möglichkeit einer Reaktivierung der Infektion besteht
- vor Beginn der Behandlung sollten alle Patienten hinsichtlich einer aktiven und inaktiven („latenten") Tuberkulose gemäß den lokalen Empfehlungen untersucht werden
- Reaktionen der Atemwege
- interstitielle Lungenerkrankung sowie seltene Fälle von pulmonaler Hypertonie wurden während der Behandlung mit Leflunomid berichtet
- Risiko für ihr Auftreten kann bei Patienten mit interstitieller Lungenerkrankung in der Anamnese erhöht sein
- interstitielle Lungenerkrankung kann während der Therapie akut auftreten und unter Umständen zum Tode führen
- Lungensymptome wie Husten oder Dyspnoe sind ggf. ein Grund, die Therapie zu unterbrechen und eine entsprechende Untersuchung vorzunehmen
- interstitielle Lungenerkrankung sowie seltene Fälle von pulmonaler Hypertonie wurden während der Behandlung mit Leflunomid berichtet
- periphere Neuropathie
- Fälle von peripherer Neuropathie beobachtet
- die meisten Patienten besserten sich nach dem Absetzen von Leflunomid, jedoch weisen die Studienergebnisse eine breite Variabilität auf,
- das heißt bei einigen Patienten bildete sich die Neuropathie zurück und manche Patienten hatten andauernde Symptome
- bei älteren Patienten über 60 Jahre mit einer gleichzeitigen neurotoxischen Behandlung und Diabetes kann das Risiko einer peripheren Neuropathie erhöht sein
- wenn Patienten unter der Einnahme von Leflunomid eine periphere Neuropathie entwickeln, sollten ein Absetzen der Leflunomid -Therapie und Auswaschmaßnahmen in Erwägung gezogen werden
- Kolitis
- es wurde bei mit Leflunomid behandelten Patienten über Kolitis, einschließlich mikroskopischer Kolitis, berichtet
- bei Patienten unter Behandlung mit Leflunomid, die an chronischem Durchfall ungeklärter Ursache leiden, sollten angemessene Diagnoseverfahren durchgeführt werden
- Blutdruck
- Blutdruck muss vor Beginn und während der Therapie mit Leflunomid in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden
- Zeugungswunsch (Empfehlungen für Männer)
- mögliche, über den Mann vermittelte Fetotoxizität von Leflunomid
- zuverlässiger Empfängnisschutz während der Behandlung mit Leflunomid sollte gewährleistet sein
- keine spezifischen Daten zum Risiko einer über den Mann vermittelten Fetotoxizität von Leflunomid
- keine tierexperimentellen Untersuchungen zur Abklärung dieses spezifischen Risikos durchgeführt
- zur Minimierung möglicher Risiken sollten Männer, die ein Kind zeugen möchten, folgendes in Erwägung ziehen
- Leflunomid absetzen
- 8 g Colestyramin 3mal täglich für 11 Tage oder 50 g Aktivkohlepulver 4mal täglich für 11 Tage einnehmen
- im Anschluss die Plasmakonzentration von A771726 zum ersten Mal messen
- in der Folge die A771726-Plasmakonzentration nach einem Intervall von mind. 14 Tagen nochmals bestimmen
- wenn beide Plasmaspiegel unter 0,02 mg/l liegen sowie nach einer Wartezeit von mind. 3 Monaten toxisches Risiko für den Fetus sehr gering
- mögliche, über den Mann vermittelte Fetotoxizität von Leflunomid
- Auswaschmaßnahmen
- 8 g Colestyramin 3mal täglich oder 50 g Aktivkohlepulver 4mal täglich verabreichen
- komplette Auswaschphase dauert normalerweise 11 Tage
- in Abhängigkeit von den klinischen oder laborchemischen Variablen kann die Dauer jedoch entsprechend verändert werden
- Interferenz mit der Bestimmung des ionisierten Calciumspiegels
- bei Messung des ionisierten Calciumspiegels können sich unter Behandlung mit Leflunomid und / oder Teriflunomid (dem aktiven Metaboliten von Leflunomid) je nach dem verwendeten Analysator für die Analyse des ionisierten Calciums (d. h. der Art des Blutgasanalysators) falsch niedrige Werte ergeben
- die Plausibilität eines beobachteten niedrigen ionisierten Calciumspiegels bei Patienten unter Leflunomid oder Teriflunomid muss hinterfragt werden
- bei angezweifelten Messungen wird empfohlen, den Gesamtalbumin-adjustierten Calciumspiegel im Serum zu bestimmen