Legapas Tropfen

Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH Wirkstoff: Cascararinde →

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N2 45 ML 16,65 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Zur kurzfristigen Anwendung bei Obstipation

Dosierung

Basiseinheit: 1 g (= 1 ml) enthält: Arzneilich wirksamer Bestandteil: Fluidextrakt (1:1,0 - 1,2) aus Cascararinde 500 mg, entsprechend 20 mg Hydroxyanthracen-Glykoside, berechnet als Cascarosid A, Auszugsmittel: Ethanol 30 % (m/m)

  • kurzfristige Anwendung bei Obstipation
    • Erwachsene und Jugendliche >/= 12 Jahre
      • 30 - 50 Tropfen auf ½ Tasse heißes Wasser 1mal / Tag
      • individuell richtige Dosierung ist die geringste, die erforderlich ist, um einen weichgeformten Stuhl zu erhalten
      • maximale Tagesdosis an Hydroxyanthracen-Derivaten
        • 30 mg (entspricht im Durchschnitt 50 Tropfen)
      • Wirkungseintritt nach ca. 8 - 12 Stunden
    • Anwendungsdauer
      • max. 1 - 2 Wochen
      • nicht in höheren Dosen einnehmen
      • Verstopfung, die > 1 Woche andauert: Arzt aufsuchen

Dosisanpassung

  • Kinder < 12 Jahre
    • kontraindiziert

Kontraindikationen

Cascara - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Cascararinde
  • Ileus
  • Appendizitis
  • chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie z.B.
    • Morbus Crohn
    • Colitis ulcerosa
  • abdominale Schmerzen unklarer Genese
  • schwere Dehydratation mit Wasser- und Elektrolytverlusten
  • Kinder < 12 Jahre
  • Schwangere und Stillende
    • aufgrund unzureichender toxikologischer Untersuchungen

Hinweis

  • in der Packungsbeilage wird der Patient darauf hingewiesen, dass vor der Anwendung des Präparates der Arzt zu befragen ist, bei gleichzeitiger Einnahme von
    • Herzglykosiden
    • Antiarrhythmika
    • Diuretika
    • Nebennierenrindensteroiden
    • Süßholzwurzel

Nebenwirkungen

Cascara - peroral
  • Herzerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Störungen der Herzfunktion (durch Kaliumverlust)
        • insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme von Herzglykosiden, Diuretika und Nebennierenrindensteroiden
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • krampfartige Magen-Darm-Beschwerden
        • in diesen Fällen ist eine Dosisreduktion erforderlich
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Durchfälle (können zu Kaliumverlusten führen)
      • Pigmentierung der Darmschleimhaut (Pseudomelanosis coli)
        • Zurückbildung nach Absetzen des Arzneimittels
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Muskelschwäche (durch Kaliumverlust)
        • insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme von Herzglykosiden, Diuretika und Nebennierenrindensteroiden
  • Untersuchungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes (bei einem chronischen Gebrauch/Missbrauch)
      • Kaliumverluste (durch auftretende Durchfälle)
      • Albuminurie (bei chronischem Gebrauch)
      • Hämaturie (bei chronischem Gebrauch)
      • harmlose Rotfärbung des Harns kann im Laufe der Behandlung auftreten

Hinweis

  • wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker
    • dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind

Anwendungshinweise

  • Tropfen am besten morgens oder abends mit ½ Tasse heißes Wasser einnehmen

Stillzeithinweise

Cascara - peroral
  • kontraindiziert
  • aufgrund unzureichender toxikologischer Untersuchungen sollen Schwangere das Präparat nicht einnehmen

Schwangerschaftshinweise

Cascara - peroral
  • kontraindiziert
  • aufgrund unzureichender toxikologischer Untersuchungen sollen Schwangere das Präparat nicht einnehmen
  • Fertilität
    • Untersuchungen zur Beeinflussung der Fertilität liegen nicht vor

Warnhinweise

Cascara - peroral
  • Inkontinenz
    • bei inkontinenten Erwachsenen sollte bei Einnahme ein längerer Hautkontakt mit dem Kot durch Wechseln der Vorlage vermieden werden
  • Kinder
    • bei Kindern < 12 kontraindiziert
  • Anwendungsdauer
    • bei einer Verstopfung, die länger als 1 Woche andauert, ist ein Arzt aufzusuchen
    • eine über die kurzdauernde Anwendung hinausgehende Einnahme stimulierender Abführmittel kann zur Verstärkung der Darmträgheit führen
  • Präparat sollte nur dann eingesetzt werden, wenn durch eine Ernährungsumstellung oder durch Quellstoffpräparate kein therapeutischer Effekt zu erzielen ist
  • chronischen Gebrauch/Missbrauch
    • kann zu Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes kommen
    • auftretende Durchfälle können insbesondere zu Kaliumverlusten führen
      • Kaliumverlust kann zu Störungen der Herzfunktion und zu Muskelschwäche führen, insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme von Herzglykosiden, Diuretika und Nebennierenrindensteroiden
    • kann zu Albuminurie und Hämaturie kommen