LEIODERM P CREME

Esteve Pharmaceuticals GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Chinolin-8-ol/Prednisolon →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 30 G 19,27 €
N3 100 G 38,26 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Initialbehandlung von akuten bis subakuten Dermatosen, die gleichzeitig einer Behandlung mit einem schwach wirksamen Glucocorticoid und einem bakteriostatisch wirksamen Antiseptikum bedürfen

Dosierung

Basiseinheit: 100 g Creme enthalten 0,25 g Chinolin-8-ol-sulfat (2:1) und 0,2675 g Prednisolon-Sesquihydrat (entsprechend 0,25 g Prednisolon).

  • Initialbehandlung von akuten bis subakuten Dermatosen
    • Anwendung 2 mal / Tag
    • max. 10 g Creme / Anwendung
    • Behandlungsdauer
      • solange Behandlung mit beiden Wirkstoffen erforderlich
      • anschließende Weiterbehandlung, wenn erforderlich, mit nur 1 Wirkstoff
      • im Gesicht und in Körperfalten nur wenige Tage anwenden

Dosisanpassungen

  • Kinder und Jugendliche
    • keine Daten vorhanden

Kontraindikationen

Prednisolon und Antiseptika - extern
  • Überempfindlichkeit gegen einen Wirkstoff
  • Hauterkrankungen, die durch Viren hervorgerufen werden (z.B. Herpesinfektionen, Zoster, Varizellen)
  • spezifische Hautprozessn (Hauttuberkulose, luische Hauterkrankungen)
  • durch Pilze verursachte Hautinfektionen
  • Vakzinationsreaktionen
  • rosazeaartige (periorale) Dermatitis
  • Rosazea
  • Gewebsdefekten der Haut
  • darf nicht mit den Augen in Berührung kommen; Anwendung am Augenlid generell vermeiden
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit

Nebenwirkungen

Prednisolon und Antiseptika - extern
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Überempfindlichkeitsreaktionen gegen die Wirkstoff
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • insbesondere unter großflächiger und lang dauernder Anwendung, bei Anwendung unter Okklusivverbänden, in Hautfalten oder im Gesicht:
        • lokale Nebenwirkungen wie
          • Hautatrophien
          • Teleangiektasien
          • Striae
          • Steroidakne
          • Pigmentveränderungen
          • rosazea-artige (periorale) Dermatitis
          • Purpura
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Ulkusbildung bei Patienten mit gestörter Durchblutung (nach der Anwendung von Glucocorticoidhaltigen Präparaten beschrieben)
  • Endokrine Erkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • insbesondere unter großflächiger und lang dauernder Anwendung, bei Anwendung unter Okklusivverbänden, in Hautfalten oder im Gesicht:
        • Störungen des Hormonhaushalts wie Unterdrückung der Nebennierenrindenfunktion aufgrund systemischer Resorption
  • Kinder
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Verminderung der Nebennierenrindenfunktion eher möglich
        • aufgrund der relativ großen Hautoberfläche im Vergleich zum Körpergewicht
      • ständig topische Therapie mit Glucocorticoidhaltigen Präparaten: kann das Wachstum und die Entwicklung von Kindern beeinträchtigen

Anwendungshinweise

  • Creme dünn auf das entsprechende Hautgebiet auftragen
  • behandelte Hautgebiete nicht mit Okklusivverband bedecken

Stillzeithinweise

Prednisolon und Antiseptika - extern
  • in der Stillzeit kontraindiziert
  • Glucocorticoide gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über (bis zu 0,23 % der Einzeldosis)

Schwangerschaftshinweise

Prednisolon und Antiseptika - extern
  • in der Schwangerschaft kontraindiziert
  • Chinolinolsulfat
    • mutagen
    • teratogene Wirkungen können nicht ausgeschlossen werden
  • Prednisolon
    • bei einer Langzeitbehandlung mit Glucocorticoiden während der Schwangerschaft sind Wachstumsstörungen des Feten nicht auszuschließen
    • Gaumenspalten
      • führte im Tierexperiment zur Ausbildung von Gaumenspalten
      • erhöhtes Risiko für orale Spaltbildungen bei menschlichen Feten durch die Gabe von Glucocorticoiden während des 1. Trimenons wird diskutiert
    • Anwendung von Glucocorticoiden am Ende der Schwangerschaft: Gefahr einer Atrophie der Nebennierenrinde beim Fetus

Warnhinweise

Prednisolon und Antiseptika - extern
  • im Gesicht nur mit Vorsicht und kurzfristig anwenden, um kortisonbedingte Hautveränderungen zu vermeiden
  • darf nur angewendet werden, solange die Hauterkrankung mit beiden Wirkstoffen behandelt werden muss
  • bei Anwendung im Windelbereich: straff sitzende Windeln oder Kunststoffhosen können wie ein Okklusivverband wirken; kann zu einer erhöhten Aufnahme des Glucocorticoids kommen
  • Kinder:
    • wurde nicht an Kindern geprüft
    • sollte in dieser Altersgruppe nur nach besonders strenger Indikationsstellung und unter engmaschiger fachärztlicher (haut- und kinder­ärztlicher) Kontrolle angewendet werden
    • es dürfen nicht mehr als 10 % der Körperoberfläche behandelt werden
    • soll nur kleinflächig und kurzfristig angewendet werden