Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| – | 2 ML | 403,27 € |
| – | 5 ML | 788,86 € |
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Indikation
- Behandlung erwachsener Patienten mit klinisch diagnostizierter leichter kognitiver Störung (mild cognitive impairment, MCI) und leichter Demenz aufgrund der Alzheimer-Krankheit (zusammengenommen frühe Alzheimer-Krankheit) mit bestätigter Amyloid-Pathologie, die Apolipoprotein E e4 (ApoE e4)-Nichtträger oder heterozygote ApoE e4-Träger sind
Dosierung
Basiseinheit: 100 mg Lecanemab / ml
- Behandlung erwachsener Patienten mit klinisch diagnostizierter leichter kognitiver Störung (mild cognitive impairment, MCI) und leichter Demenz aufgrund der Alzheimer-Krankheit (zusammengenommen frühe Alzheimer-Krankheit) mit bestätigter Amyloid-Pathologie, die Apolipoprotein E e4 (ApoE e4)-Nichtträger oder heterozygote ApoE e4-Träger sind
- vor Beginn der Behandlung: Bestimmung des APOE-Genotyps mithilfe CE-gekennzeichneten in-vitro-Diagnostikums (IVD) mit entsprechendem Verwendungszweck oder mithilfe eines alternativen valdidierten Tests
- vor Beginn der Behandlung: Durchführung MRT
- Informationsgrundlage bezüglich Risiko für Auftreten von ARIA
- Beratung der Patienten vor dem Test sowie Einholung der Einwilligung gemäß nationaler oder lokaler Richtlinien
- 10 mg Lecanemab / kg Körpergewicht (KG) i. v. / 2 Wochen
- Abbruch der Behandlung, sobald Progression zur mittelschweren Alzheimer-Krankheit stattgefunden hat
- Überprüfung der kognitiven Funktion und klinischen Symptome etwa alle 6 Monate zur Beurteilung der Progression zur mittelschweren Alzheimer-Demenz und/oder Wirksamkeit Lecanemabs, um Notwendigkeit des Abbruchs der Behandlung festzustellen
- Überwachung auf Amyloid-assoziierte Bildgebungsanomalien (amyloid-related imaging abnormalities, ARIA)
- Lecanemab kann ARIA verursachen
- ARIA-E (ARIA mit Ödem) zeigen sich im MRT als Hirnödem oder Flüssigkeitsansammlungen im Bereich der Sulci
- ARIA-H (ARIA mit Hämosiderinablagerung) umfassen Mikroblutungen und superfizielle Siderose
- vor Einleitung der Behandlung ist eine aktuelle (nicht älter als 6 Monate) Baseline-Gehirn-MRT einzuholen, um Beurteilung zu ARIA vorzunehmen
- Durchführung weiterer MRT vor der 3., 5., 7. und 14. Infusion
- die empfohlenen MRT-Untersuchungen sollten regelhaft ungefähr eine Woche vor der geplanten Infusion durchgeführt und befundet werden sollten, bevor die nächste Infusion verabreicht wird
- bei Auftreten von Symptomen, die auf ARIA hindeuten, sollte klinische Beurteilung, einchließlich MRT, erfolgen
- Lecanemab kann ARIA verursachen
- Empfehlungen für Unterbrechungen der Dosisgabe oder Behandlungsabbrüche bei Patienten mit ARIA
- ARIA-E
- asymptomatische, radiologisch leichte Fälle: Fortsetzung der Dosisgabe
- symptomatische oder radiologisch moderate oder schwere Fälle: Unterbrechung der Dosisgabe
- Folge-MRT nach 2 - 4 Monaten nach der initialen Feststellung zur Überprüfung einer möglichen Rückbildung
- bei Rückbildung radiologischer Veränderungen und evtl. vorhandener Symptome: Wiederaufnahme der Dosisgabe nach klinischem Ermessen
- nach zweitem Auftreten symptomatischer oder radiologisch moderater oder schwerer ARIA-E: Abbruch der Behandlung
- für weitere Informationen, s. Fachinformation
- ARIA-H
- asymptomatische, radiologisch leichte Fälle: Fortsetzung der Dosisgabe
- symptomatisch leichte oder moderate oder radiologisch moderate Fälle: Unterbrechung der Dosisgabe
- Folge-MRT nach 2 - 4 Monaten nach der initialen Feststellung zur Überprüfung einer möglichen Stabilisierung
- bei radiologischer Stabilisierung und Abklingen evtl. vorhandener Symptome: Wiederaufnahme der Dosisgabe nach klinischem Ermessen
- radiologisch oder symptomatisch schwere ARIA-H: dauerhafter Abbruch der Behandlung
- für weitere Informationen, s. Fachinformation
- ARIA-E
- Intrazerebrale Blutung mit Durchmesser von > 1 cm: Lecanemab dauerhaft absetzen
- verspätete oder versäumte Dosen: nächste Dosis schnellstmöglich verabreichen
Dosisanpassung
- Ältere Patienten >/= 65 Jahre
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Nierenfunktionsstörung
- leicht oder mittelschwer: keine Dosisanpassung erforderlich
- Leberfunktionsstörung
- leicht oder mittelschwer:
- Kinder und Jugendliche
- kein relevanter Nutzen
Kontraindikationen
Lecanemab - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Lecanemab
- Patienten mit Blutungsstörungen, die nicht adäquat kontrolliert sind
- Feststellung von intrazerebraler Blutung, mehr als 4 Mikroblutungen, superfizieller Siderose oder vasogenem Ödem oder anderen Befunden, die in der MRT vor der Behandlung auf eine zerebrale Amyloidangiopathie (CAA) hindeuten
- Behandlung mit Lecanemab sollte bei Patienten, die eine laufende Therapie mit Antikoagulanzien erhalten, nicht eingeleitet werden
Nebenwirkungen
Lecanemab - invasiv
- Erkrankungen des Immunsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Überempfindlichkeitsreaktionen umfasst
- Angioödem
- Bronchospasmus
- Anaphylaxie
- Ausschlag
- Kopfschmerzen
- Verzögerte Überempfindlichkeitsreaktionen (24 Stunden nach Infusion) umfasst
- Ausschlag
- Kopfschmerzen
- Rhinorrhoe
- Rhinitis
- Haarausfall
- Überempfindlichkeitsreaktionen umfasst
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- ARIA, umfasst
- radiologische ARIA-E
- symptomatische ARIA-E
- radiologische ARIA-H
- symptomatische ARIA-H
- ARIA-H (Amyloid-assoziierte Bildgebungsanomalie - Mikroblutung und Hämosiderinablagerung; superfizielle Siderose des Zentralnervensystems und Mikroblutung im Kleinhirn), umfasst
- radiologische ARIA-H
- symptomatische ARIA-H
- Zerebrale Mikroblutung <= 10
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Symptomatische ARIA-H (umfasst als häufiges Symptom Kopfschmerzen; umfasst als gelegentliche Symptome Verwirrtheit, Veränderungen des Sehvermögens (Doppeltsehen, Lichtempfindlichkeit, Verschwommensehen, Sehschärfenminderung, Sehstörung), Schwindelgefühl, Übelkeit, Gangunsicherheit und Krampfanfälle)
- Zerebrale Mikroblutung > 10
- Superfizielle Siderose
- ARIA-E (treten in der indizierten Population häufig und in der homozygoten Population sehr häufig auf), umfasst
- radiologische ARIA-E
- symptomatische ARIA-E
- Symptomatische ARIA-E (Umfasst als häufiges Symptom Kopfschmerzen; umfasst als gelegentliche Symptome Verwirrtheit, Veränderungen des Sehvermögens (Doppeltsehen, Lichtempfindlichkeit, Verschwommensehen, Sehschärfenminderung, Sehstörung), Schwindelgefühl, Übelkeit, Gangunsicherheit und Krampfanfälle)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Intrazerebrale Blutung > 1 cm
- ohne Häufigkeitsangabe
- Krampfanfälle, einschließlich Status epilepticus
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Vorhofflimmern
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Infusionsbedingte Reaktionen (umfasst Reaktion an der Infusionsstelle) mit Symptomen, wie
- Fieber
- grippeähnliche Symptome (Schüttelfrost, generalisierte Schmerzen, Zittern und Gelenkschmerzen)
- Übelkeit
- Erbrechen
- Hypotonie
- Hypertonie
- Sauerstoffentsättigung
- Infusionsbedingte Reaktionen (umfasst Reaktion an der Infusionsstelle) mit Symptomen, wie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Anwendungshinweise
- Einleitung und Überwachung der Behandlung von Ärzten, die Erfahrung in der Diagnose und Behandlung der Alzheimer-Krankheit und Möglichkeiten zur zeitnahen Durchführung einer Magnetresonanztomographie (MRT) haben
- Verabreichung von Lecanemab-Infusionen von qualifiziertem medizinischem Fachpersonal, das in Überwachung auf infusionsbedingte Reaktionen sowie deren Erkennung und Behandlung geschult ist
- Aufklärung über die Risiken der Behandlung sowie Aushändigung der Patientenkarte an die Patienten
- ausschließlich zur intravenösen Anwendung
- nach Abschluss der ersten Infusion: Überwachung des Patienten etwa 2,5 Stunden auf Anzeichen und Symptome infusionsbedingter Reaktionen
- Verdünnung vor der Anwendung
- Hinweise zur Verdünnung, siehe Fachinformation
Stillzeithinweise
Lecanemab - invasiv
- Entscheidung treffen, ob das Stillen zu unterbrechen oder Lecanemab abzusetzen, dabei sind der Nutzen des Stillens für das Kind und der Nutzen der Lecanemab-Therapie für die Frau zu berücksichtigen
- keine Daten zum Vorhandensein von Lecanemab in der Muttermilch, den Auswirkungen auf gestillte Säuglinge oder den Auswirkungen der Arzneimittel auf die Milchproduktion vorliegend
- humanes IgG geht bekanntermaßen während der ersten Tage nach der Geburt in die Muttermilch über, kurz danach sinkt seine Konzentration ab
- Auswirkungen dieser Exposition auf einen gestillten Säugling sind nicht bekannt und ein Risiko kann nicht ausgeschlossen werden
Schwangerschaftshinweise
Lecanemab - invasiv
- Lecanemab wird während der Schwangerschaft nicht empfohlen
- keine Daten zur Anwendung von Lecanemab bei Schwangeren bzw. keine tierexperimentellen Daten zur Beurteilung des Risikos von Lecanemab während der Schwangerschaft vorliegend
- humanes IgG ist nach dem ersten Schwangerschaftstrimenon bekanntermaßen plazentagängig
- Lecanemab kann potenziell von der Mutter auf den sich entwickelnden Fötus übergehen
- Auswirkungen von Lecanemab auf den sich entwickelnden Fötus sind nicht bekannt
- Frauen im gebärfähigen Alter
- Schwangerschaftsstatus von Frauen im gebärfähigen Alter sollte vor Einleitung der Behandlung mit Lecanemab überprüft werden
- Frauen im gebärfähigen Alter sollten während der Behandlung und über einen Zeitraum von 2 Monaten nach der letzten Dosis Lecanemab eine wirksame Empfängnisverhütung anwenden
- Fertilität
- keine Daten zu den Auswirkungen von Lecanemab auf die menschliche Fertilität vorliegend
Warnhinweise
Lecanemab - invasiv
- Programm für den kontrollierten Zugang und Register
- zur Förderung der sicheren und wirksamen Anwendung von Lecanemab muss die Einleitung der Behandlung bei allen Patienten über ein zentrales Registrierungssystem erfolgen, das im Rahmen eines Programms für den kontrollierten Zugang implementiert wird
- Rückverfolgbarkeit
- um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Angioödem, Bronchospasmus und Anaphylaxie, sind bei mit Lecanemab behandelten Patienten aufgetreten und können schwerwiegend sein
- bei der ersten Beobachtung von Anzeichen oder Symptomen, die auf eine Überempfindlichkeitsreaktion hindeuten, ist die Infusion unverzüglich abzubrechen und eine geeignete Therapie einzuleiten
- Amyloid-Beta-Pathologie
- vor Einleitung der Behandlung muss das Vorliegen einer Amyloid-Beta (Aß)-Pathologie mittels eines geeigneten Tests bestätigt werden
- Amyloid-assoziierte Bildgebungsanomalien (ARIA) (amyloid-related imaging abnormalities, ARIA)
- ARIA können bei Patienten mit Alzheimer-Krankheit spontan auftreten
- ARIA-H treten im Allgemeinen gleichzeitig mit ARIA-E auf
- ARIA treten in der Regel zu einem frühen Behandlungszeitpunkt auf und verlaufen üblicherweise asymptomatisch
- dennoch können in seltenen Fällen schwerwiegende und lebensbedrohliche Ereignisse, einschließlich Krampfanfall und Status epilepticus, auftreten
- sollten ARIA auftreten, können die Symptome Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Sehstörungen, Schwindelgefühl, Übelkeit und Gangstörungen umfassen
- darüber hinaus können fokale neurologische Defizite auftreten
- bei 1/3 der Patienten, bei denen unter Placebo oder Lecanemab eine ARIA auftrat, kam es zu einer erneuten ARIA
- nach einem ersten Auftreten von ARIA ist ein erneutes Auftreten bei Wiederaufnahme der Behandlung mit Lecanemab sehr häufig
- mit ARIA assoziierte Symptome klingen üblicherweise im Laufe der Zeit ab
- Risiko von ARIA, einschließlich symptomatischer und schwerwiegender ARIA, ist bei homozygoten ApoE Epsilon4-Trägern höher
- zusätzlich zu ARIA sind bei mit Lecanemab behandelten Patienten intrazerebrale Blutungen mit einem Durchmesser von mehr als 1 cm aufgetreten
- Entscheidung für oder gegen die Einleitung einer Behandlung mit Lecanemab sind der Nutzen von Lecanemab für die Behandlung der Alzheimer-Krankheit und das potenzielle Risiko schwerwiegender unerwünschter Ereignisse imZusammenhang mit ARIA gegeneinander abzuwägen
- Überwachung auf ARIA
- empfohlen werden eine MRT des Gehirns zu Beginn und eine regelmäßige Überwachung mittels MRT
- während der ersten 14 Wochen der Behandlung mit Lecanemab wird erhöhte klinische Wachsamkeit im Hinblick auf ARIA empfohlen
- wenn bei einem Patienten Symptome auftreten, die auf ARIA hindeuten
- sollte eine klinische Beurteilung einschließlich einer zusätzlichen MRT-Untersuchung erfolgen
- radiologische Befunde
- radiologischer Schweregrad von ARIA im Zusammenhang mit Lecanemab wurde anhand der aufgeführten Kriterien klassifiziert
- ARIA-E
- radiologischer Schweregrad (wird durch die Gesamtanzahl der neuen Mikroblutungen gegenüber Baseline oder die Gesamtanzahl der Bereiche superfizieller Siderose definiert)
- Leicht: FLAIR-Hyperintensität beschränkt auf Sulcus und/oder Kortex/subkortikale weiße Substanz an einer Stelle, < 5 cm
- Moderat: FLAIR-Hyperintensität 5 bis 10 cm in der größten einzelnen Abmessung, oder mehr als 1 beteiligte Stelle mit einer Größe von jeweils < 10 cm
- Schwer: FLAIR-Hyperintensität > 10 cm mit assoziierter gyraler Schwellung und Verstreichen der Sulci
- hierbei können eine oder werden mehrere separate/unabhängige beteiligte Lokalisationen festgestellt werden
- radiologischer Schweregrad (wird durch die Gesamtanzahl der neuen Mikroblutungen gegenüber Baseline oder die Gesamtanzahl der Bereiche superfizieller Siderose definiert)
- ARIA-H Mikroblutung
- radiologischer Schweregrad (wird durch die Gesamtanzahl der neuen Mikroblutungen gegenüber Baseline oder die Gesamtanzahl der Bereiche superfizieller Siderose definiert)
- Leicht: <= 4 neu aufgetretene Mikroblutungen
- Moderat: 5 bis 9 neu aufgetretene Mikroblutungen
- Schwer: 10 oder mehr neu aufgetretene Mikroblutungen
- radiologischer Schweregrad (wird durch die Gesamtanzahl der neuen Mikroblutungen gegenüber Baseline oder die Gesamtanzahl der Bereiche superfizieller Siderose definiert)
- ARIA-H superfizielle Siderose
- radiologischer Schweregrad (wird durch die Gesamtanzahl der neuen Mikroblutungen gegenüber Baseline oder die Gesamtanzahl der Bereiche superfizieller Siderose definiert)
- Leicht: 1 Fokusbereich superfizieller Siderose
- Moderat: 2 Fokusbereiche superfizieller Siderose
- Schwer: > 2 Bereiche superfizieller Siderose
- radiologischer Schweregrad (wird durch die Gesamtanzahl der neuen Mikroblutungen gegenüber Baseline oder die Gesamtanzahl der Bereiche superfizieller Siderose definiert)
- bei Patienten mit asymptomatischen radiologischen Befunden von ARIA-E wird eine erhöhte klinische Wachsamkeit im Hinblick auf ARIA-Symptome empfohlen
- nach 1 oder 2 Monaten sind zusätzliche MRT-Aufnahmen anzufertigen, um zuüberprüfen, ob eine Rückbildung stattgefunden hat, oder auch früher, wenn Symptome vorhanden sind
- ApoE Epsilon4-Trägerstatus und ARIA-Risiko
- bei mit Lecanemab behandelten Patienten, die homozygote ApoE Epsilon4-Träger sind, treten im Vergleich zu heterozygoten Trägern und Nichtträgern ARIA häufiger auf, einschließlich symptomatisch schwerwiegender und wiederkehrender ARIA
- Lecanemab ist nicht für die Anwendung bei homozygoten Patienten angezeigt
- erhöhtes Risiko für intrazerebrale Blutungen
- sollte in Erwägung gezogen werden, Lecanemab bei Patienten anzuwenden, die Faktoren aufweisen, welche auf ein erhöhtes Risiko für intrazerebrale Blutungen hindeuten, ist Vorsicht geboten
- bei Patienten, die sowohl Lecanemab als auch Antikoagulanzien erhielten, oder bei Patienten, die während der Behandlung mit Lecanemab Thrombolytika erhielten, sind intrazerebrale Blutungen mit einem Durchmesser von mehr als 1 cm, einschließlich tödlicher Verläufe, aufgetreten
- zusätzliche Vorsicht ist geboten, wenn die Verabreichung von Antikoagulanzien an einen Patienten, der bereits mit Lecanemab behandelt wird, in Erwägung gezogen wird
- gleichzeitige Anwendung von Antithrombotika
- in klinischen Prüfungen war die Anwendung von Antithrombotika (Aspirin, andere Thrombozytenaggregationshemmer oder Antikoagulanzien) bei Studienbeginn zulässig, wenn der Patient eine stabile Dosis erhielt
- meisten Expositionen gegenüber antithrombotischen Medikamenten betrafen Aspirin
- im Zusammenhang mit der Anwendung von Thrombozytenaggregationshemmern wurde kein erhöhtes Risiko für ARIA oder intrazerebrale Blutungen beobachtet
- da bei Patienten, die sowohl Lecanemab als auch Antikoagulanzien erhielten ,sowie bei Patienten, die während der Behandlung mit Lecanemab Thrombolytika erhielten, intrazerebrale Blutungen beobachtet wurden, ist Vorsicht geboten, wenn die Verabreichung von Antikoagulanzien oder Thrombolytika (z. B. gewebespezifischen Plasminogenaktivatoren) an einen Patienten, der bereits mit Lecanemab behandelt wird, in Erwägung gezogen wird
- wenn eine Antikoagulation während der Therapie mit Lecanemab begonnen werden muss (zum Beispiel bei auftretenden arteriellen Thrombosen, akuter Lungenembolie oder anderen lebensbedrohlichen Indikationen), ist die Behandlung mit Lecanemab zu unterbrechen
- die Behandlung mit Lecanemab kann wieder aufgenommen werden, wenn eine Antikoagulation nicht mehr medizinisch angezeigt ist
- gleichzeitige Anwendung von Aspirin oder anderen Thrombozytenaggregationshemmern ist zulässig
- in klinischen Prüfungen fand lediglich eine begrenzte Exposition gegenüber Thrombolytika statt, allerdings ist ein Risiko schwerer intrakranieller Blutungen aufgrund einer gleichzeitigen Anwendung plausibel
- Anwendung von Thrombolytika ist zu vermeiden, außer bei unmittelbar lebensbedrohlichen Indikationen ohne alternative Behandlungsmöglichkeiten (z. B. Lungenembolie mit hämodynamischer Instabilität), bei denen der Nutzen gegenüber den Risiken möglicherweise überwiegt
- da ARIA-E fokale neurologische Defizite verursachen kann, die einem ischämischen Schlaganfall ähneln können, sollten die behandelnden Ärzte prüfen, ob solche Symptome möglicherweise auf ARIA-E zurückzuführen sind, bevor sie bei einem Patienten, der mit Lecanemab behandelt wird, eine Therapie mit Thrombolytika einleiten
- wenn eine Antikoagulation während der Therapie mit Lecanemab begonnen werden muss (zum Beispiel bei auftretenden arteriellen Thrombosen, akuter Lungenembolie oder anderen lebensbedrohlichen Indikationen), ist die Behandlung mit Lecanemab zu unterbrechen
- Behandlung mit Lecanemab sollte bei Patienten, die eine laufende Therapie mit Antikoagulanzien erhalten, nicht eingeleitet werden
- andere Risikofaktoren für intrazerebrale Blutungen
- in Studie 301 wurden Patienten bei Befunden in der Bildgebung des zentralen Nervensystems, die auf ein erhöhtes Risiko für intrazerebrale Blutungen hindeuteten, von der Studienteilnahme ausgeschlossen
- dazu gehörten Befunde, die auf eine CAA hindeuteten (frühere zerebrale Blutung mit einem Durchmesser von mehr als 1 cm in der größten Ausdehnung, mehr als 4 Mikroblutungen, superfizielle Siderose, vasogenes Ödem) oder andere Läsionen (Aneurysma, Gefäßfehlbildung), die potenziell das Risiko für intrazerebrale Blutungen erhöhen können
- Vorhandensein eines ApoE Epsilon4-Allels ist mit CAA assoziiert, die wiederum mit einem erhöhten Risiko für intrazerebrale Blutungen einhergeht
- in Studie 301 wurden Patienten bei Befunden in der Bildgebung des zentralen Nervensystems, die auf ein erhöhtes Risiko für intrazerebrale Blutungen hindeuteten, von der Studienteilnahme ausgeschlossen
- infusionsbedingte Reaktionen
- in klinischen Prüfungen zu Lecanemab wurden infusionsbedingte Reaktionen beobachtet
- Großteil der Reaktionen war leicht oder moderat und trat bei der ersten Infusion auf
- im Falle einer infusionsbedingten Reaktion kann die Infusionsgeschwindigkeit reduziert oder die Infusion abgebrochen und eine geeignete Therapie gemäß klinischer Indikation eingeleitet werden
- prophylaktische Behandlung mit Antihistaminika, Paracetamol, nichtsteroidalen Antirheumatika oder Corticosteroiden kann vor zukünftigen Infusionen in Erwägung gezogen werden
- von klinischen Prüfungen ausgeschlossene Patienten
- Patienten mit transitorischen ischämischen Attacken (TIA), Schlaganfällen oder Krampfanfällen innerhalb von 12 Monaten vor dem Screening waren von den klinischen Prüfungen zu Lecanemab ausgeschlossen
- Sicherheit und Wirksamkeit bei diesen Patienten sind nicht bekannt
- Patienten mit immunologischen Erkrankungen, die nicht adäquat kontrolliert waren, oder Patienten, die eine Therapie mit Immunglobulinen, systemischen monoklonalen Antikörpern, systemischen Immunsuppressiva oder Plasmapherese benötigten, waren von den klinischen Prüfungen zu Lecanemab ausgeschlossen
- Sicherheit und Wirksamkeit bei diesen Patienten nicht
- bei Patienten mit autosomal-dominanter Alzheimer-Krankheit oder mit Down-Syndrom können eine CAA und ARIA-Ereignisse häufiger auftreten
- Patienten waren von klinischen Prüfungen zu Lecanemab ausgeschlossen
- Sicherheit und Wirksamkeit von Lecanemab bei diesen Patienten sind nicht bekannt
- Patienten mit transitorischen ischämischen Attacken (TIA), Schlaganfällen oder Krampfanfällen innerhalb von 12 Monaten vor dem Screening waren von den klinischen Prüfungen zu Lecanemab ausgeschlossen
- Patientenkarte und Packungsbeilage
- verordnende Arzt muss die Risiken einer Lecanemab-Therapie, MRT-Untersuchungen und Anzeichen oder Symptome von Nebenwirkungen mit dem Patienten besprechen sowie den Patienten anweisen, in welchen Fällen er sich in ärztliche Behandlung begeben muss
- Patient erhält die Patientenkarte und wird angewiesen, diese stets mit sich zu führen