Lercanidipin Amarox 10 mg Filmtabletten
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 30 ST | 22,49 € |
| N2 | 50 ST | 16,48 € |
| N3 | 100 ST | 17,12 € |
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Indikation
- Erwachsene
- Behandlung von leichtem bis mittelschwerem essenziellem Bluthochdruck
Dosierung
- leichter bis mittelschwerer essenzieller Bluthochdruck
- Erwachsene
- 1 Tablette (10 mg Lercanidipinhydrochlorid) 1mal / Tag
- abhängig vom Ansprechen des Patienten, schrittweise Dosiserhöhung auf 20 mg
- max. blutdrucksenkende Wirkung in ca. 2 Wochen erreicht
- Patienten, die mit einem einzigen blutdrucksenkenden Wirkstoff nicht ausreichend eingestellt werden können
- zusätzliche Gabe von Lercanidipin zur Behandlung mit einem Beta-Adrenorezeptorenblocker (Atenolol), einem Diuretikum (Hydrochlorothiazid) oder einem ACE-Hemmer (Captopril oder Enalapril) nützlich
- höhere Dosierung ohne Wirkungssteigerung, jedoch mit verstärkten Nebenwirkungen (Dosis-Wirkungskurve mit Plateau bei 20 - 30 mg)
- Erwachsene
Dosisanpassung
- ältere Patienten
- Behandlungsbeginn mit bes.Vorsicht
- Anpassung der täglichen Dosis nicht erforderlich
- Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- keine Daten vorhanden
- Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen
- leicht - mittelschwer
- Behandlungsbeginn mit bes. Vorsicht
- Erhöhung der Tagesdosis auf 20 mg Lercanidipinhydrochlorid mit Vorsicht (übliches Dosierungsschema scheint vertragen zu werden)
- Leberfunktionsstörungen
- aufgrund möglicher Verstärkung der blutdrucksenkenden Wirkung Dosisanpassung erwägen
- schwere Leber- oder Nierenfunktionsstörungen (GFR < 30 ml / Min.), einschließlich Dialyse-Patienten
- kontraindiziert
- leicht - mittelschwer
Kontraindikationen
Lercanidipin - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Lercanidipin
- Obstruktion des linksventrikulären Ausflusstraktes
- unbehandelte kongestive Herzinsuffizienz
- instabile Angina pectoris
- kürzlich (innerhalb eines Monats) aufgetretener Myokardinfarkt
- schwere Nierenfunktionsstörungen (GFR < 30 ml / Min.) einschließlich Dialyse-Patienten
- schwere Leberfunktionsstörungen
- gleichzeitige Einnahme mit
- starken CYP-3A4-Inhibitoren
- Ciclosporin
- Grapefruit oder Grapefruitsaft
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Lercanidipin - peroral
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Überempfindlichkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schwindelgefühl
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Somnolenz
- Synkope
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Tachykardie
- Palpitationen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Angina pectoris
- präkordiale Schmerzen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Verstärkung einer Angina pectoris (Zunahme der Häufigkeit, Dauer und des Schweregrades der Anfälle)
- Myokardinfarkt
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hitzegefühl
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypotonie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dyspepsie
- Übelkeit
- Oberbauchschmerzen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Diarrhoe
- Erbrechen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Zahnfleischhypertrophie
- trübes Peritonealeffluat
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Leber- und Gallenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Serum-Transaminasen erhöht
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ausschlag
- Pruritus
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Urtikaria
- ohne Häufigkeitsangabe
- Angioödem
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Myalgie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und der Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Polyurie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Pollakisurie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- peripheres Ödem
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Asthenie
- Ermüdung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Brustkorbschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Tabletten zum Einnehmen
- vorzugsweise am Morgen, mind. 15 Min. vor dem Frühstück verabreichen
- nicht zusammen mit Grapefruitsaft einnehmen
Stillzeithinweise
Lercanidipin - peroral
- Lercanidipin soll während der Stillzeit nicht angewendet werden
- nicht bekannt, ob Lercanidipin / Metabolite in die Muttermilch übergehen
- Risiko für das Neugeborene / Kind kann nicht ausgeschlossen werden
Schwangerschaftshinweise
Lercanidipin - peroral
- Anwendung während Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die nicht verhüten, wird nicht empfohlen
- keine Erfahrungen mit der Anwendung von Lercanidipin bei Schwangeren vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- zeigten keine teratogenen Wirkungen, obwohl diese mit anderen Dihydropyridin-Verbindungen beobachtet wurden
- Fertilität
- keine klinischen Daten zu Lercanidipin vorliegend
- bei einigen mit Kanalblockern behandelten Patienten wurde über reversible biochemische Veränderungen in den Spermatozoenköpfen berichtet, die die Befruchtung beeinflussen können
- in Fällen, in denen eine wiederholte künstliche Befruchtung erfolglos war und keine andere Erklärung gefunden wurde, sollte Möglichkeit des Calciumkanalblockers als Ursache in Erwägung gezogen werden
Warnhinweise
Lercanidipin - peroral
- Sick-Sinus-Syndrom
- Vorsicht bei Verabreichung an Patienten mit Sick-Sinus-Syndrom (ohne Schrittmacher)
- linksventrikulärer Dysfunktion
- obwohl in kontrollierten hämodynamischen Studien keine Beeinträchtigung der Ventrikelfunktion festgestellt wurde, ist Vorsicht geboten bei Patienten mit linksventrikulärer Funktionsstörung
- ischämischer Herzerkrankung
- kurzwirksame Calcium-Antagonisten vom Dihydropyridin-Typ können mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko bei Patienten mit ischämischen Herzerkrankungen einhergehen
- obwohl Lercanidipin langwirksam ist, ist bei diesen Patienten Vorsicht geboten
- einige Dihydropyridine können selten zu Präkordialschmerzen oder Angina pectoris führen
- sehr selten kann es bei Patienten mit bereits bestehender Angina pectoris zur Zunahme von Häufigkeit, Dauer und Schweregrad dieser Anfälle kommen
- vereinzelt Auftreten eines Myokardinfarkts möglich
- Alkohol
- Alkohol sollte vermieden werden, da er die Wirkung von gefäßerweiternden blutdrucksenkenden Arzneimitteln verstärken kann
- CYP3A4-Induktoren
- CYP3A4-Induktoren wie Antikonvulsiva (z.B. Phenytoin, Carbamazepin) und Rifampicin können den Lercanidipin-Plasmaspiegel erniedrigen
- Wirksamkeit von Lercanidipin kann dadurch geringer sein als erwartet
- Anwendung bei Nieren- oder Leberfunktionsstörungen
- zu Beginn der Behandlung mit besonderer Vorsicht vorgehen bei Patienten mit leichten bis mittelschweren Nierenfunktionsstörungen
- auch wenn übliche empfohlene Dosis von 10mg täglich vertragen werden sollte, ist Vorsicht geboten bei Erhöhung der Tagesdosis auf 20mg
- blutdrucksenkende Wirkung kann sich bei Patienten mit mittelschweren Leberfunktionsstörungen verstärken
- daher Dosisanpassung erwägen
- Lercanidipin ist bei Patienten mit schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen (GFR < 30 ml / Min.), einschließlich Dialyse-Patienten, kontraindiziert
- zu Beginn der Behandlung mit besonderer Vorsicht vorgehen bei Patienten mit leichten bis mittelschweren Nierenfunktionsstörungen
- Peritonealdialyse
- Lercanidipin ist mit Entwicklung von trübem Peritonealdialysat bei Patienten unter Peritonealdialyse in Verbindung gebracht worden
- Trübung ist bedingt durch erhöhte Triglyceridkonzentration im Peritonealdialysat
- obwohl Mechanismus unbekannt ist, neigt Trübung dazu, nach Absetzen von Lercanidipin abzuklingen
- wichtig, diesen Zusammenhang zu kennen, da trübes Peritonealdialysat mit infektiöser Peritonitis verwechselt werden und somit zu einer unnötigen Krankenhauseinweisung und empirischer Antibiotikagabe führen kann
- Kinder und Jugendliche
- Sicherheit und Wirksamkeit von Lercanidipin bei Kindern nicht nachgewiesen