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Fachinformationen

Indikation

  • antibiotische Behandlung von kleineren offenen Krankheitsherden, die durch framycetin- oder neomycinempfindliche Keime bakteriell infiziert sind, wie z.B. kleinere Abszesse

Dosierung

  • antibiotische Behandlung von kleineren offenen Krankheitsherden, die durch framycetin- oder neomycinempfindliche Keime bakteriell infiziert sind, wie z.B. kleinere Abszesse
    • Einmaldosis: 1 - 2 Wundkegel (1 Wundkegel / 1 cm Durchmesser des kleineren Krankheitsherdes), meist ausreichend
    • 1malige Dosiswiederholung, falls notwendig, möglich
    • max. Dosis: 10 Wundkegel / Krankheitsherd (keine entsprechenden klin. Erfahrungen)

Kontraindikationen

  • bestehende Überempfindlichkeit gegen Framycetin, Neomycin und andere Aminoglykosid-Antibiotika oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels
  • eingeschränkte Nierenfunktion
  • Vorschädigung des Innenohres (Vestibular- oder Cochlearorgans)
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit

Nebenwirkungen

  • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
    • Kreuzsensibilisierung mit Neomycin und anderen Aminoglykosid-Antibiotika
  • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
    • Auftreten eines Exanthems, anaphylaktische Reaktion
    • Blutbildveränderungen (z.B. Eosinophilie)
    • Leberenzymwertveränderungen
    • Hypotonie
    • Tachykardie
    • Übelkeit
    • Erbrechen
    • Schwindel
  • ohne Häufigkeitsangabe
    • Schädigung der Funktion der Niere und des Gehörs, teilweise bis zur Taubheit (wie alle Aminoglykosid-Antibiotika in höherer Dosis; Resorptionsrate aber nach lokaler Anwendung gering)

Anwendungshinweise

  • Wundkegel zum Einlegen in kleinere offene Krankheitsherde

Stillzeithinweise

  • während der Stillzeit kontraindiziert

Schwangerschaftshinweise

  • während der Schwangerschaft kontraindiziert

Warnhinweise

Lidocain - extern
  • nur zur äußerlichen Anwendung
  • Kontakt mit den Augen vermeiden
  • nicht auftragen, wenn die Haut bereits gereizt ist oder wenn eine übermäßige Reizung auftritt
  • wenn sich der Zustand verschlimmert oder die Symptome mehr als sieben Tage unverändert bleiben, oder wenn die Symptome abklingen und schon nach wenigen Tagen erneut auftreten
    • Lidocain sollte abgesetzt und ein Arzt hinzugezogen werden
  • nicht in großen Mengen auf wunde oder mit Blasen bedeckte Hautareale auftragen
  • Lidocain ist nicht auf Wunden, Schleimhäute oder auf von atopischer Dermatitis betroffene Hautareale aufgetragen worden, da keine klinischen Daten in Zusammenhang mit diesen vorliegen
  • Anwendung von Lidocain auf größeren als den empfohlenen Hautarealen oder über eine längere Dauer als empfohlen
    • könnte zu einer Lidocainresorption führen, die ausreicht, schwerwiegende Nebenwirkungen zu verursachen
  • Ototoxizität
    • Studien an Labortieren (Meerschweinchen) haben ototoxische Wirkungen nach Instillation von Lidocain in das Mittelohr gezeigt
      • in den gleichen Studien zeigten Tiere, deren äußerer Gehörgang Lidocain ausgesetzt wurde, keine Anomalien
    • Lidocain sollte nicht in klinischen Situationen verwendet werden, in der die Möglichkeit besteht, dass es in das Mittelohr eindringt oder über das Trommelfell in das Mittelohr hinein gelangen könnte
  • die dermale Anwendung von Lidocain kann eine vorübergehende lokale Blässe, gefolgt von einem vorübergehenden Erythem auslösen
  • Vorsichtsmaßnahmen
    • wiederholte Lidocaindosen können zu erhöhten Lidocain-Blutspiegeln führen
      • bei Patienten, die empfindlicher auf systemische Wirkungen von Lidocain reagieren könnten, wie u.a. akut kranke, geschwächte oder ältere Patienten, sollte Lidocain mit Vorsicht angewendet werden
    • Augenkontakt mit Lidocain vermeiden
      • da in Tierstudien schwere Augenreizungen nachgewiesen wurden
      • außerdem kann es durch das Fehlen schützender Lidreflexe zu einer Reizung der Hornhaut und möglicherweise zur Abschürfung der Hornhaut kommen
      • eine Resorption von Lidocain in die Bindhaut des Auges wurde nicht ermittelt
      • bei Augenkontakt ist das Auge sofort mit Wasser oder Kochsalzlösung zu spülen und bis zum Wiederherstellen des Empfindungsvermögens zu schützen
    • Patienten mit Allergien gegen para-Aminobenzoesäurederivative (Procain, Tetracain, Benzocain usw.) haben keine Kreuzempfindlichkeit gegen Lidocain gezeigt
      • bei der Anwendung von Lidocain bei Patienten mit vorheriger Arzneimittelempfindlichkeit jedoch Vorsicht geboten, insbesondere wenn nicht klar ist, welches Mittel sie ausgelöst hat
    • Patienten mit schwerer Lebererkrankung
      • höheres Risiko für das Auftreten toxischer Plasmakonzentrationen von Lidocain, da eine normale Metabolisierung von Lokalanästhetika bei diesen Patienten nicht möglich ist
    • eingeschränktes Empfindungsvermögen
      • wird Lidocain verwendet, sollte der Patienten darauf hingewiesen werden, dass bei Eintritt der Schmerzlinderung auf der Haut die Möglichkeit besteht, dass alle Empfindungen in der behandelten Haut blockiert werden
      • bis zur vollständigen Wiederherstellung des Empfindungsvermögens sollte der Patient daher unbeabsichtigte Verletzungen des behandelten Areals durch Kratzen, Reiben oder extreme kalte oder heiße Temperaturen vermeiden
    • Lidocain weist in Konzentrationen über 0,5% bakterizide und antivirale Eigenschaften auf
      • daher sollten die Ergebnisse intrakutaner Injektionen von Lebendimpfstoffen (wie etwa BCG Impfung) überwacht werden
    • Patienten, die mit Antiarrhythmika der Klasse III behandelt werden (z.B. Amiodaron)
      • sollten sorgfältig überwacht werden und EKG-Überwachung sollte in Betracht gezogen werden, da sich die kardialen Wirkungen addieren könnten
  • Kinder und Jugendliche
    • die anästhetische Wirksamkeit bei der Blutentnahme an der Ferse von Neugeborenen wurde nicht untersucht