Levetiracetam axcount 750mg Filmtabletten
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 50 ST | 32,61 € |
| N2 | 100 ST | 52,17 € |
| N3 | 200 ST | 89,69 € |
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Indikation
- Monotherapie partieller Anfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei Patienten >/= 16 Jahren mit neu diagnostizierter Epilepsie
- Zusatzbehandlung
- partieller Anfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei Erwachsenen, Jugendlichen, Kindern und Säuglingen >/= 1 Monat mit Epilepsie
- myoklonischer Anfälle bei Erwachsenen und Jugendlichen >/= 12 Jahre mit juveniler myoklonischer Epilepsie
- primär generalisierter tonisch-klonischer Anfälle bei Erwachsenen und Jugendlichen >/= 12 Jahre mit Idiopathischer Generalisierter Epilepsie
Dosierung
- Monotherapie partieller Anfälle bei neu diagnostizierter Epilepsie
- Erwachsene und Jugendliche (>/= 16 Jahre, >/= 50 kg KG)
- entspricht Dosierung für Zusatzbehandlung
- Anfangsdosis
- 250 mg Levetiracetam 2mal / Tag
- Dosiserhöhung nach 2 Wochen auf therapeutische Initialdosis von 500 mg Levetiracetam 2mal / Tag
- weitere Dosissteigerung bei Bedarf
- um jeweils 250 mg Levetiracetam 2mal / Tag alle 2 Wochen
- Maximaldosis
- 1500 mg Levetiracetam 2mal / Tag
- Beendigung der Behandlung
- Therapie ausschleichen
- Verminderung der Dosis um 500 mg Levetiracetam 2mal / Tag alle 2 - 4 Wochen
- Kinder und Jugendliche < 16 Jahre
- Sicherheit und Wirksamkeit bisher noch nicht nachgewiesen
- keine Daten
- Erwachsene und Jugendliche (>/= 16 Jahre, >/= 50 kg KG)
- Zusatzbehandlung bei Epilepsie
- Erwachsene und Jugendliche (>/= 12 Jahre, >/= 50 kg KG)
- therapeutische Initialdosis
- 500 mg Levetiracetam 2mal / Tag
- Dosis kann ab 1. Tag gegeben werden
- ggf. geringere Initialdosis
- 250 mg Levetiracetam 2mal / Tag
- basierend auf der Beurteilung des Arztes bzgl. einer Verringerung von Anfällen gegenüber möglichen Nebenwirkungen
- Dosiserhöhung nach 2 Wochen auf 500 mg Levetiracetam 2mal / Tag
- Dosissteigerung oder -reduktion bei Bedarf
- um 250 mg oder 500 mg Levetiracetam 2mal / Tag alle 2 - 4 Wochen
- Maximaldosis
- 1500 mg Levetiracetam 2mal / Tag
- Beendigung der Behandlung
- Therapie ausschleichen
- Verminderung der Dosis um 500 mg Levetiracetam 2mal / Tag alle 2 - 4 Wochen
- therapeutische Initialdosis
- Jugendliche (12 - 17 Jahre, < 50 kg KG), Kinder (2 - 11 Jahre) und Säuglinge (6 - 23 Monate)
- allgemeine Hinweise
- die am besten geeignete Darreichungsform und Arzneimittelstärke sollte entsprechend Alter, Körpergewicht und erforderlicher Dosis gewählt werden
- niedrigste wirksamste Dosis anwenden
- Levetiracetam-Lösung gegenüber der Tablettenformulierung bevorzugen bei
- Säuglingen und Kindern < 6 Jahre
- Erstbehandlung von Kindern < 25 kg KG
- Patienten, die keine Tabletten schlucken können
- Dosierungen, die kein Vielfaches von 250 mg sind
- Dosierungen < 250 mg
- Kinder und Jugendliche >/= 25 kg KG
- Anfangsdosis
- 250 mg Levetiracetam 2mal / Tag
- Maximaldosis
- 750 mg Levetiracetam 2mal / Tag
- Anfangsdosis
- Kinder >/= 50 kg KG
- Dosis ist für alle Indikationen dieselbe wie für Erwachsene
- Säuglinge (1 Monat bis < 6 Monate)
- Lösung zum Einnehmen ist die geeignete Darreichungsform
- Beendigung der Behandlung
- Therapie ausschleichen
- Säuglinge >/= 6 Monate sowie Kindern und Jugendlichen < 50 kg KG
- Dosisverminderung nicht mehr als 10 mg Levetiracetam / kg KG 2mal / Tag alle 2 Wochen
- Säuglinge < 6 Monate
- Dosisverminderung nicht mehr als 7 mg Levetiracetam / kg KG 2mal / Tag alle 2 Wochen
- allgemeine Hinweise
- Erwachsene und Jugendliche (>/= 12 Jahre, >/= 50 kg KG)
Dosisanpassung
- Ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
- Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion empfohlen
- eingeschränkte Nierenfunktion
- Tagesdosis muss entsprechend der Nierenfunktion individuell angepasst werden
- Erwachsene und Jugendliche > 50 kg KG
- Schätzung der Kreatinin-Clearance (CLKr) in ml / Min. erforderlich
- CLKr kann aus dem Serum-Kreatinin (mg / dl) abgeschätzt werden, gemäß folgender Formel:
- CLKr (ml / Min.) = [140 - Alter (Jahre)] x Gewicht (kg) / (72 x Serum-Kreatinin (mg/dl)) ( x 0,85 für Frauen)
- CLKr wird für die Körperoberfläche (KO) wie folgt angepasst:
- CLKr (ml / Min. / 1,73 m2) = CLKr(ml / Min.) / KO des Patienten (m2) x 1,73
- Nierenfunktion normal, CLKr >/= 80 ml / Min. / 1,73 m2
- 500 - 1500 mg Levetiracetam 2mal / Tag
- Niereninsuffizienz leicht, CLKr = 50 - 79 ml / Min. / 1,73 m2
- 500 - 1000 mg Levetiracetam 2mal / Tag
- Niereninsuffizienz mäßig, CLKr = 30 - 49 ml / Min. / 1,73 m2
- 250 - 750 mg Levetiracetam 2mal / Tag
- Niereninsuffizienz schwer, CLKr < 30 ml / Min. / 1,73 m2
- 250 - 500 mg Levetiracetam 2mal / Tag
- dialysepflichtige Patienten
- 500 - 1000 mg Levetiracetam 1mal / Tag
- nach der Dialyse wird eine zusätzliche Dosis von 250 - 500 mg Levetiracetam empfohlen
- 1. Tag der Behandlung: Initialdosis von 750 mg Levetiracetam empfohlen
- Säuglinge, Kinder und Jugendliche < 50 kg KG
- Dosis muss entsprechend der Nierenfunktion individuell angepasst werden (Levetiracetam-Clearance korreliert mit der Nierenfunktion)
- Empfehlung basiert auf einer Studie bei erwachsenen Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
- CLKr in ml / Min. / 1,73 m2 kann aus dem Serum-Kreatinin (mg / dl) abgeschätzt werden, gemäß folgender Formel (Schwartz Formel):
- CLKr in ml / Min. / 1,73 m2 = (Höhe (cm) x ks) / Serum-Kreatinin (mg / dl)
- ks = 0,45 bei Säuglingen < 1 Jahr
- ks = 0,55 bei Kindern < 13 Jahren und bei weiblichen Jugendlichen
- ks = 0,7 bei männlichen Jugendlichen
- CLKr in ml / Min. / 1,73 m2 = (Höhe (cm) x ks) / Serum-Kreatinin (mg / dl)
- Säuglinge und Kleinkinder (6 - 23 Monate), Kinder und Jugendliche < 50 kg KG
- Nierenfunktion normal, Kreatinin-Clearance >/= 80 ml / Min. / 1,73 m2
- 10 - 30 mg Levetiracetam / kg KG 2mal / Tag
- Niereninsuffizienz leicht, Kreatinin-Clearance 50 - 79 ml / Min. / 1,73 m2
- 10 - 20 mg Levetiracetam / kg KG 2mal / Tag
- Niereninsuffizienz mäßig, Kreatinin-Clearance 30 - 49 ml / Min. / 1,73 m2
- 5 - 15 mg Levetiracetam / kg KG 2mal / Tag
- Niereninsuffizienz schwer, Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min. / 1,73 m2:
- 5 - 10 mg Levetiracetam / kg KG 2mal / Tag
- dialysepflichtige Patienten
- 10 - 20 mg Levetiracetam / kg KG 1mal / Tag
- nach der Dialyse wird eine zusätzliche Dosis von 5 - 10 mg Levetiracetam / kg KG empfohlen
- 1. Tag der Behandlung: Initialdosis von 15 mg Levetiracetam / kg KG empfohlen
- Nierenfunktion normal, Kreatinin-Clearance >/= 80 ml / Min. / 1,73 m2
- Säuglinge (1 - 6 Monate)
- Nierenfunktion normal, Kreatinin-Clearance >/= 80 ml / Min. / 1,73 m2
- 7 - 21 mg Levetiracetam / kg KG 2mal / Tag
- Niereninsuffizienz leicht, Kreatinin-Clearance 50 - 79 ml / Min. / 1,73 m2
- 7 - 14 mg Levetiracetam / kg KG 2mal / Tag
- Niereninsuffizienz mäßig, Kreatinin-Clearance 30 - 49 ml / Min. / 1,73 m2
- 3,5 - 10, 5 mg Levetiracetam / kg KG 2mal / Tag
- Niereninsuffizienz schwer, Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min. / 1,73 m2
- 3,5 - 7 mg Levetiracetam / kg KG 2mal / Tag
- dialysepflichtige Patienten
- 7 - 14 mg Levetiracetam / kg KG 1mal / Tag
- nach der Dialyse wird eine zusätzliche Dosis von 3,5 - 7 mg Levetiracetam / kg KG empfohlen
- 1. Tag der Behandlung: Initialdosis von 10,5 mg Levetiracetam / kg KG empfohlen
- Nierenfunktion normal, Kreatinin-Clearance >/= 80 ml / Min. / 1,73 m2
- eingeschränkte Leberfunktion
- leicht bis mäßig
- keine Dosisanpassung erforderlich
- schwer
- Kreatinin-Clearance kann bei schwerer Einschränkung der Leberfunktion zu einer Fehleinschätzung der Niereninsuffizienz führen
- daher Halbierung der täglichen Erhaltungsdosis empfohlen bei Kreatinin-Clearance < 60 ml / Min. / 1,73 m2
- leicht bis mäßig
Kontraindikationen
Levetiracetam - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Levetiracetam
- Überempfindlichkeit gegen andere Pyrrolidon-Derivate
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Levetiracetam - peroral
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Nasopharyngitis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Infektion
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Thrombozytopenie
- Leukopenie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Neutropenie
- Panzytopenie (bei einigen dieser Fälle wurde Knochenmarkdepression festgestellt)
- Agranulozytose
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
- Überempfindlichkeit (einschließlich Angioödem und Anaphylaxie)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Anorexie (Risiko einer Anorexie höher, wenn Levetiracetam zusammen mit Topiramat angewendet wird)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gewichtsverlust
- Gewichtszunahme
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hyponatriämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Depression
- Feindseligkeit / Aggression
- Angst
- Insomnie
- Nervosität / Reizbarkeit (sehr häufig bei Säuglingen und Kindern im Alter von 1 Monat bis < 4 Jahren)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Suizidversuch
- suizidale Gedanken
- psychotische Störungen
- anormales Verhalten (häufig bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 4 bis 16 Jahren)
- Halluzination
- Wut
- Konfusion
- Panikattacke
- emotionale Labilität / Stimmungsschwankungen (häufig bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 4 bis 16 Jahren)
- Agitiertheit (häufig bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 4 bis 16 Jahren)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Suizid
- Persönlichkeitsstörungen
- anormales Denken
- Delirium
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Somnolenz
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Konvulsion
- Gleichgewichtsstörungen
- Schwindel
- Lethargie
- Tremor
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Amnesie
- Beeinträchtigung des Gedächtnisses
- Koordinationsstörungen / Ataxie (häufig bei Säuglingen und Kindern im Alter von 1 Monat bis < 4 Jahren)
- Parästhesie
- Aufmerksamkeitsstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Choreoathetose
- Dyskinesie
- Hyperkinesie
- Gangstörungen
- Enzephalopathie (Fälle traten im Allgemeinen zu Beginn der Behandlung (wenige Tage bis zu einigen Monaten) auf und waren nach dem Absetzen der Behandlung reversibel)
- Verschlechterung von Anfällen
- malignes neuroleptisches Syndrom (Prävalenz erheblich höher in japanischen Patienten verglichen mit nicht japanischen Patienten)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Diplopie
- verschwommenes Sehen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Drehschwindel
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- verlängertes QT-Intervall im Elektrokardiogramm
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Husten
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Abdominalschmerzen
- Diarrhoe
- Dyspepsie
- Nausea
- Erbrechen (sehr häufig bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 4 bis 16 Jahren)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Pankreatitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- anormaler Leberfunktionstest
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Leberversagen
- Hepatitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- akute Nierenschädigung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Rash
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ekzem
- Juckreiz
- Alopezie (in mehreren Fällen von Haarausfall wurde nach dem Absetzen von Levetiracetam eine Besserung beobachtet)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- toxische epidermale Nekrolyse
- Stevens-Johnson-Syndrom
- Erythema multiforme
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Myalgie
- Muskelschwäche
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Rhabdomyolyse
- erhöhte Kreatinphosphokinase im Blut (Prävalenz erheblich höher in japanischen Patienten verglichen mit nicht japanischen Patienten)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Asthenie / Müdigkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Verletzung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- Filmtabletten zur oralen Einnahme mit einer ausreichenden Menge an Flüssigkeit
- Einnahme mit oder ohne Nahrung
- nach der oralen Verabreichung kann der bittere Geschmack von Levetiracetam wahrnehmbar sein
- die tägliche Dosis wird in zwei gleich großen Dosen verabreicht
Stillzeithinweise
Levetiracetam - peroral
- Stillen während der Therapie wird nicht empfohlen
- sollte jedoch eine Behandlung während der Stillzeit erforderlich sein: Nutzen und Risiko einer Behandlung, unter Berücksichtigung der Bedeutung des Stillens für den Säugling, gegeneinander abwägen
- Levetiracetam wird in die Muttermilch ausgeschieden
Schwangerschaftshinweise
Levetiracetam - peroral
- Levetiracetam kann während der Schwangerschaft angewendet werden, wenn dies nach sorgfältiger Abwägung für klinisch erforderlich erachtet wird
- bei Anwendung in der Schwangerschaft empfohlen, die Behandlung mit der geringstmöglichen wirksamen Dosis durchzuführen
- umfangreiche, seit der Markteinführung erhobene Daten von Frauen, die eine Levetiracetam-Monotherapie während der Schwangerschaft erhalten hatten (über 1800 Frauen, von denen mehr als 1500 Levetiracetam im 1. Trimenon erhielten)
- weisen nicht auf ein erhöhtes Risiko für erhebliche angeborene Fehlbildungen hin
- zur neurologischen Entwicklung der Kinder, die einer Levetiracetam-Monotherapie in utero ausgesetzt waren, ist die Datenlage begrenzt
- die aktuell vorliegenden epidemiologischen Studien (mit Daten von etwa 100 Kindern) weisen nicht auf ein erhöhtes Risiko für neurologische Entwicklungsstörungen oder -verzögerungen hin
- physiologische Veränderungen während der Schwangerschaft können die Levetiracetam-Konzentration beeinflussen
- Abnahme der Levetiracetam-Plasma-Konzentration während der Schwangerschaft beobachtet
- diese Abnahme ist deutlich ausgeprägter im 3. Trimenon (bis zu 60% der Anfangskonzentration vor Schwangerschaftsbeginn)
- angemessene klinische Betreuung von Schwangeren, die mit Levetiracetam behandelt werden, sollte sichergestellt sein
- Frauen im gebärfähigen Alter
- Frauen im gebärfähigen Alter sollten eine fachärztliche Beratung erhalten
- bei Frauen, die eine Schwangerschaft planen, sollte die Notwendigkeit der Behandlung mit Levetiracetam neu überprüft werden
- wie bei allen Antiepileptika muss ein plötzliches Absetzen von Levetiracetam vermieden werden, da es zu Rebound-Anfällen mit ernsthaften Folgen für die Frau und das ungeborene Kind führen kann
- soweit möglich, ist eine Monotherapie zu bevorzugen, da bei einer Therapie mit mehreren Antiepileptika das Risiko für angeborene Fehlbildungen in Abhängigkeit von den verwendeten Antiepileptika erhöht sein kann
- Fertilität
- in tierexperimentellen Studien konnte kein Einfluss auf die Fertilität festgestellt werden
- keine klinischen Daten vorliegend
- potentielles Risiko für den Menschen ist nicht bekannt
Warnhinweise
Levetiracetam - peroral
- eingeschränkte Nierenfunktion
- Dosisanpassung kann erforderlich sein (siehe auch Rubrik "Dosierung und Dauer der Anwendung")
- bei Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen muss die Nierenfunktion überprüft werden, bevor die Dosis festgelegt wird
- akute Nierenschädigung
- Anwendung von Levetiracetam in sehr seltenen Fällen mit akuter Nierenschädigung in Zusammenhang gebracht
- kann nach wenigen Tagen bis zu mehreren Monaten auftreten
- Blutbild
- seltene Fälle einer reduzierten Anzahl von Blutzellen (Neutropenie, Agranulozytose, Leukopenie, Thrombozytopenie und Panzytopenie) in Zusammenhang mit der Anwendung von Levetiracetam beschrieben
- Auftreten in der Regel zu Behandlungsbeginn
- ein komplettes Blutbild wird bei Patienten mit erheblicher Schwäche, Pyrexie, wiederkehrenden Infektionen oder Koagulationsstörungen empfohlen
- seltene Fälle einer reduzierten Anzahl von Blutzellen (Neutropenie, Agranulozytose, Leukopenie, Thrombozytopenie und Panzytopenie) in Zusammenhang mit der Anwendung von Levetiracetam beschrieben
- Suizid
- über Suizid, Suizidversuch, suizidale Gedanken und suizidales Verhalten wurde bei Patienten, die mit Antiepileptika (einschließlich Levetiracetam) behandelt wurden, berichtet
- eine Metaanalyse randomisierter placebo-kontrollierter Studien mit Antiepileptika zeigte ein leicht erhöhtes Risiko für das Auftreten von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten
- Mechanismus für die Auslösung dieser Nebenwirkung ist nicht bekannt
- Patienten sollten hinsichtlich Anzeichen von Depression und / oder Suizidgedanken und suizidalen Verhaltensweisen überwacht sowie geeignete Behandlung in Erwägung gezogen werden
- Patienten (und deren Betreuer) sollte geraten werden, ärztlichen Rat einzuholen, wenn Anzeichen von Depression und / oder Suizidgedanken oder suizidales Verhalten auftreten
- über Suizid, Suizidversuch, suizidale Gedanken und suizidales Verhalten wurde bei Patienten, die mit Antiepileptika (einschließlich Levetiracetam) behandelt wurden, berichtet
- anormales und aggressives Verhalten
- Levetiracetam kann zu psychotischen Symptomen und Verhaltensauffälligkeiten einschließlich Reizbarkeit und Aggressivität führen
- Patienten, die mit Levetiracetam behandelt werden, sollten auf die Entwicklung psychiatrischer Anzeichen überwacht werden, die auf wesentliche Stimmungsänderungen und / oder Persönlichkeitsveränderungen hindeuten
- wenn solches Verhalten bemerkt wird, sollte eine Anpassung der Behandlung oder ein schrittweises Absetzen der Behandlung in Betracht gezogen werden
- falls ein Absetzen in Betracht gezogen wird bitte Rubrik "Dosierung und Dauer der Anwendung" beachten
- wenn solches Verhalten bemerkt wird, sollte eine Anpassung der Behandlung oder ein schrittweises Absetzen der Behandlung in Betracht gezogen werden
- Verschlechterung von Anfällen
- wie bei anderen Arten von Antiepileptika kann es vorkommen, dass Levetiracetam in seltenen Fällen die Häufigkeit oder Schwere von Anfällen verschlechtert
- dieser paradoxe Effekt wurde meist im ersten Monat nach Beginn der Behandlung mit Levetiracetam oder nach Erhöhung der Dosis berichtet und war nach Absetzen oder Verringerung der Dosis reversibel
- den Patienten sollte geraten werden, bei einer Verschlechterung der Epilepsie unverzüglich ihren Arzt zu konsultieren
- verlängertes QT-Intervall im Elektrokardiogramm
- im Rahmen der Überwachung nach Markteinführung wurden seltene Fälle einer Verlängerung des QT-Intervalls im Elektrokardiogramm (EKG) beobachtet
- Levetiracetam sollte mit Vorsicht eingesetzt werden bei Patienten
- mit einem verlängerten QTc-Intervall
- die gleichzeitig mit Arzneimitteln behandelt werden, die das QTc-Intervall beeinflussen
- mit relevanten vorbestehenden Herzerkrankungen oder Elektrolytstörungen
- Kinder und Jugendliche
- die vorhandenen Daten bei Kindern lassen keinen Einfluss auf das Wachstum und die Pubertät vermuten
- allerdings sind Langzeiteffekte hinsichtlich Lernverhalten, Intelligenz, Wachstum, endokriner Funktion, Pubertät und Gebärfähigkeit bei Kindern unbekannt
- einzelne Darreichungsformen können für bestimmte Populationen nicht geeignet sein (Einschränkungen siehe jeweilige Herstellerinformation)