Levetiracetam-neuraxpharm 100 mg/ml
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 150 ML | 49,30 € |
| N3 | 300 ML | 60,87 € |
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Indikation
- Monotherapie partieller Anfälle mit oder ohne sekundärer Generalisierung bei Patienten ab 16 Jahren mit neu diagnostizierter Epilepsie
- Zusatzbehandlung
- partieller Anfälle mit oder ohne sekundärer Generalisierung bei Erwachsenen, Jugendlichen, Kindern und Säuglingen ab 1 Monat mit Epilepsie
- myoklonischer Anfälle bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit Juveniler Myoklonischer Epilepsie
- primär generalisierter tonisch-klonischer Anfälle bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit idiopathischer generalisierter Epilepsie
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml enthält 100 mg Levetiracetam
- Monotherapie
- Ewachsene und Jugendliche >/= 16 Jahre
- initial: 250 mg 2mal / Tag
- therapeutische Initialdosis (nach 2 Behandlungswochen): 500 mg 2mal / Tag
- je nach klinischem Ansprechen: Dosissteigerung um 250 mg 2mal / Tag alle 2 Wochen möglich
- max. 1500 mg Levetiracetam 2mal / Tag
- Kinder und Jugendliche < 16 Jahre
- Unbedenklichkeit und Wirksamkeit bisher noch nicht nachgewiesen (keine Studien)
- Ewachsene und Jugendliche >/= 16 Jahre
- Zusatzbehandlung
- Erwachsene und Jugendliche >/= 12 Jahre, >/= 50 kg KG
- therapeutische Initialdosis (ab 1. Behandlungstag): 500 mg 2mal / Tag
- je nach klinischem Ansprechen und Verträglichkeit: Tagesdosis auf bis zu 1500 mg 2mal zu steigern
- Dosissteigerung bzw. -reduktion um 500 mg 2mal / Tag alle 2 - 4 Wochen möglich
- Säuglinge und Kleinkinder von 6 - 23 Monaten, Kinder (2 - 11 Jahre) und Jugendliche (12 bis 17 Jahre) < 50 kg
- therapeutische Initialdosis (ab 1. Behandlungstag): 10 mg / kg KG 2mal / Tag
- je nach klinischem Ansprechen und Verträglichkeit: Tagesdosis auf bis zu 30 mg / kg KG 2mal zu steigern
- Dosisreduktion oder - steigerung um max. 10 mg / kg KG 2mal / Tag alle 2 Wochen
- niedrigst wirksame Dosis verwenden
- Dosierungsempfehlungen für Säuglinge > 6 Monate, Kinder und Jugendliche
- 6 kg KG
- Initialdosis: 0,6 ml (60 mg) 2mal / Tag
- Maximaldosis: 1,8 ml (180 mg) 2mal / Tag
- 10 kg KG
- Intialdosis: 1 ml (100 mg) 2mal / Tag
- Maximaldosis 3 ml (300 mg) 2mal / Tag
- 15 kg KG
- Initialdosis: 1,5 ml (150 mg) 2mal / Tag
- Maximaldosis: 4,5 ml (450 mg) 2mal / Tag
- 20 kg KG
- Initialdosis: 2 ml (200 mg) 2mal / Tag
- Maximaldosis: 6 ml (600 mg) 2mal / Tag
- 25 kg KG
- Initialdosis: 250 mg 2mal / Tag
- Maximaldosis: 750 mg 2mal / Tag
- > 50 kg KG
- Initialdosis: 500 mg 2mal / Tag
- Maximaldosis: 1500 mg 2mal / Tag
- 6 kg KG
- Säuglinge 1 Monat - < 6 Monate
- Intialdosis: 7 mg / kg KG 2mal / Tag
- Maximaldosis: 21 mg / kg 2mal / Tag
- Dosiserhöhungen bzw. -reduzierungen sollten zweimal täglich 7 mg / kg alle 2 Wochen nicht überschreiten
- 4 kg KG
- Initialdosis: 0,3 ml (28 mg) 2mal / Tag
- Maximaldosis: 0,85 ml (84 mg) 2mal / Tag
- 5 kg KG
- Initialdosis: 0,35 ml (35 mg) 2mal / Tag
- Maximaldosis: 1,05 ml (105 mg) 2mal / Tag
- 7 kg KG
- Initialdosis: 0,5 ml (49 mg) 2mal / Tag
- Maximaldosis: 1,5 ml (147 mg) 2mal / Tag
- therapeutische Initialdosis (ab 1. Behandlungstag): 10 mg / kg KG 2mal / Tag
- Erwachsene und Jugendliche >/= 12 Jahre, >/= 50 kg KG
- Beendigung der Behandlung
- ausschleichend Absetzen, z. B.
- Erwachsene und Jugendliche > 50 kg KG
- Dosisverminderung um 500 mg 2mal / Tag alle 2 - 4 Wochen
- Säuglingen > 6 Monate, Kinder und Jugendliche < 50 kg KG
- Dosisverminderung max. 10 mg / kg KG 2mal / Tag alle 2 Wochen
- Säuglinge < 6 Monate
- Dosisverminderung max. 7 mg / kg KG 2mal / Tag alle 2 Wochen
- Erwachsene und Jugendliche > 50 kg KG
- ausschleichend Absetzen, z. B.
Dosisanpassung
- Niereninsuffizienz
- Dosisanpassung individuell je nach Nierenfunktion
- Kreatinin-Clearance (ml / Min. / 1,73 m2): > 80
- 500 - 1500 mg 2mal / Tag
- Kreatinin-Clearance (ml / Min. / 1,73 m2): 50 - 79
- 500 - 1000 mg 2mal / Tag
- Kreatinin-Clearance (ml / Min. / 1,73 m2): 30 - 49
- 250 - 750 mg 2mal / Tag
- Kreatinin-Clearance (ml / Min. / 1,73 m2): < 30
- 250 - 500 mg 2mal / Tag
- dialysepflichtige Patienten
- 500 - 1000 mg 1mal / Tag
- 1. Behandlungstag: zusätzliche Initialdosis von 750 mg
- nach Dialyse: zusätzliche Dosis von 250 - 500 mg
- Kreatinin-Clearance (ml / Min. / 1,73 m2): > 80
- Kinder
- Dosisanpassung entsprechend der Nierenfunktion
- Dosisanpassung bei Säuglingen, Kindern und jugendlichen Patienten < 50 kg KG, mit eingeschränkter Nierenfunktion
- Kreatinin-Clearance (ml / Min. / 1,73 m2): > 80
- Säuglinge 1 Monate - < 6 Monate: 0,07 - 0,21 ml (7 - 21 mg) / kg 2mal / Tag
- Säuglinge 6 - 23 Monate, Kinder und Jugendliche < 50 kg KG: 0,1 - 0,3 ml (10 - 30 mg) / kg 2mal / Tag
- Kreatinin-Clearance (ml / Min. / 1,73 m2): 50 - 79
- Säuglinge 1 Monate - < 6 Monate: 0,07 - 0,14 ml (7 - 14 mg) / kg 2mal / Tag
- Säuglinge 6 - 23 Monate, Kinder und Jugendliche < 50 kg KG: 0,1 - 0,2 ml (10 - 20 mg) / kg 2mal / Tag
- Kreatinin-Clearance (ml / Min. / 1,73 m2): 30 - 49
- Säuglinge 1 Monate - < 6 Monate: 0,035 - 0,105 ml (3,5 - 10,5 mg) / kg 2mal / Tag
- Säuglinge 6 - 23 Monate, Kinder und Jugendliche < 50 kg KG: 0,05 - 0,15 ml (5 - 15 mg) / kg 2mal / Tag
- Kreatinin-Clearance (ml / Min. / 1,73 m2): < 30
- Säuglinge 1 Monate - < 6 Monate: 0,035 - 0,07 ml (3,5 - 7 mg) / kg 2mal / Tag
- Säuglinge 6 - 23 Monate, Kinder und Jugendliche < 50 kg KG: 0,05 - 0,1 ml (5 - 10 mg) / kg 2mal / Tag
- dialysepflichtige Patienten
- Säuglinge 1 Monate - < 6 Monate
- 0,07 - 0,14 ml (7 - 14 mg) / kg KG
- 1. Behandlungstag: Initialdosis von 0,105 ml (10,5 mg) / kg
- nach Dialyse: zusätzliche Dosis von 0,035 - 0,07 ml (3,5 - 7 mg ) / kg
- Säuglinge 6 - 23 Monate, Kinder und Jugendliche < 50 kg KG
- 0,1 - 0,2 ml (10 - 20 mg) / kg KG
- 1. Behandlungstag: Initialdosis von 0,15 ml (15 mg) / kg
- nach Dialyse: zusätzliche Dosis von 0,05 - 0,1 ml (5 - 10 mg) / kg
- Säuglinge 1 Monate - < 6 Monate
- Kreatinin-Clearance (ml / Min. / 1,73 m2): > 80
- ältere Patienten
- Dosisanpassung empfohlen
- Dosisanpassung individuell je nach Nierenfunktion
- Leberinsuffizienz
- leicht bis mäßig eingeschränkte Leberfunktion
- keine Dosisanpassung erforderlich
- schwer
- Kreatinin-Clearance kann zu Fehleinschätzung der Niereninsuffizienz führen
- Nierenfunktion vor Dosisfestlegung überprüfen
- Kreatinin-Clearance < 60 ml / Min.: tägliche Erhaltungsdosis um 50% reduzieren
- leicht bis mäßig eingeschränkte Leberfunktion
Kontraindikationen
Levetiracetam - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Levetiracetam
- Überempfindlichkeit gegen andere Pyrrolidon-Derivate
Therapiehinweise
Ausschleichend dosieren.
Nebenwirkungen
Levetiracetam - peroral
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Nasopharyngitis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Infektion
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Thrombozytopenie
- Leukopenie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Neutropenie
- Panzytopenie (bei einigen dieser Fälle wurde Knochenmarkdepression festgestellt)
- Agranulozytose
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
- Überempfindlichkeit (einschließlich Angioödem und Anaphylaxie)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Anorexie (Risiko einer Anorexie höher, wenn Levetiracetam zusammen mit Topiramat angewendet wird)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gewichtsverlust
- Gewichtszunahme
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hyponatriämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Depression
- Feindseligkeit / Aggression
- Angst
- Insomnie
- Nervosität / Reizbarkeit (sehr häufig bei Säuglingen und Kindern im Alter von 1 Monat bis < 4 Jahren)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Suizidversuch
- suizidale Gedanken
- psychotische Störungen
- anormales Verhalten (häufig bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 4 bis 16 Jahren)
- Halluzination
- Wut
- Konfusion
- Panikattacke
- emotionale Labilität / Stimmungsschwankungen (häufig bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 4 bis 16 Jahren)
- Agitiertheit (häufig bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 4 bis 16 Jahren)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Suizid
- Persönlichkeitsstörungen
- anormales Denken
- Delirium
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Somnolenz
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Konvulsion
- Gleichgewichtsstörungen
- Schwindel
- Lethargie
- Tremor
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Amnesie
- Beeinträchtigung des Gedächtnisses
- Koordinationsstörungen / Ataxie (häufig bei Säuglingen und Kindern im Alter von 1 Monat bis < 4 Jahren)
- Parästhesie
- Aufmerksamkeitsstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Choreoathetose
- Dyskinesie
- Hyperkinesie
- Gangstörungen
- Enzephalopathie (Fälle traten im Allgemeinen zu Beginn der Behandlung (wenige Tage bis zu einigen Monaten) auf und waren nach dem Absetzen der Behandlung reversibel)
- Verschlechterung von Anfällen
- malignes neuroleptisches Syndrom (Prävalenz erheblich höher in japanischen Patienten verglichen mit nicht japanischen Patienten)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Diplopie
- verschwommenes Sehen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Drehschwindel
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- verlängertes QT-Intervall im Elektrokardiogramm
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Husten
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Abdominalschmerzen
- Diarrhoe
- Dyspepsie
- Nausea
- Erbrechen (sehr häufig bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 4 bis 16 Jahren)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Pankreatitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- anormaler Leberfunktionstest
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Leberversagen
- Hepatitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- akute Nierenschädigung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Rash
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ekzem
- Juckreiz
- Alopezie (in mehreren Fällen von Haarausfall wurde nach dem Absetzen von Levetiracetam eine Besserung beobachtet)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- toxische epidermale Nekrolyse
- Stevens-Johnson-Syndrom
- Erythema multiforme
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Myalgie
- Muskelschwäche
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Rhabdomyolyse
- erhöhte Kreatinphosphokinase im Blut (Prävalenz erheblich höher in japanischen Patienten verglichen mit nicht japanischen Patienten)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Asthenie / Müdigkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Verletzung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- Einnahme der Lösung in 1 Glas Wasser oder einer Babyflasche verdünnt, unabhängig von den Mahlzeiten
- Verteilung der Tagesdosis auf 2 gleichgroße Einzelgaben
Stillzeithinweise
Levetiracetam - peroral
- Stillen während der Therapie wird nicht empfohlen
- sollte jedoch eine Behandlung während der Stillzeit erforderlich sein: Nutzen und Risiko einer Behandlung, unter Berücksichtigung der Bedeutung des Stillens für den Säugling, gegeneinander abwägen
- Levetiracetam wird in die Muttermilch ausgeschieden
Schwangerschaftshinweise
Levetiracetam - peroral
- Levetiracetam kann während der Schwangerschaft angewendet werden, wenn dies nach sorgfältiger Abwägung für klinisch erforderlich erachtet wird
- bei Anwendung in der Schwangerschaft empfohlen, die Behandlung mit der geringstmöglichen wirksamen Dosis durchzuführen
- umfangreiche, seit der Markteinführung erhobene Daten von Frauen, die eine Levetiracetam-Monotherapie während der Schwangerschaft erhalten hatten (über 1800 Frauen, von denen mehr als 1500 Levetiracetam im 1. Trimenon erhielten)
- weisen nicht auf ein erhöhtes Risiko für erhebliche angeborene Fehlbildungen hin
- zur neurologischen Entwicklung der Kinder, die einer Levetiracetam-Monotherapie in utero ausgesetzt waren, ist die Datenlage begrenzt
- die aktuell vorliegenden epidemiologischen Studien (mit Daten von etwa 100 Kindern) weisen nicht auf ein erhöhtes Risiko für neurologische Entwicklungsstörungen oder -verzögerungen hin
- physiologische Veränderungen während der Schwangerschaft können die Levetiracetam-Konzentration beeinflussen
- Abnahme der Levetiracetam-Plasma-Konzentration während der Schwangerschaft beobachtet
- diese Abnahme ist deutlich ausgeprägter im 3. Trimenon (bis zu 60% der Anfangskonzentration vor Schwangerschaftsbeginn)
- angemessene klinische Betreuung von Schwangeren, die mit Levetiracetam behandelt werden, sollte sichergestellt sein
- Frauen im gebärfähigen Alter
- Frauen im gebärfähigen Alter sollten eine fachärztliche Beratung erhalten
- bei Frauen, die eine Schwangerschaft planen, sollte die Notwendigkeit der Behandlung mit Levetiracetam neu überprüft werden
- wie bei allen Antiepileptika muss ein plötzliches Absetzen von Levetiracetam vermieden werden, da es zu Rebound-Anfällen mit ernsthaften Folgen für die Frau und das ungeborene Kind führen kann
- soweit möglich, ist eine Monotherapie zu bevorzugen, da bei einer Therapie mit mehreren Antiepileptika das Risiko für angeborene Fehlbildungen in Abhängigkeit von den verwendeten Antiepileptika erhöht sein kann
- Fertilität
- in tierexperimentellen Studien konnte kein Einfluss auf die Fertilität festgestellt werden
- keine klinischen Daten vorliegend
- potentielles Risiko für den Menschen ist nicht bekannt
Warnhinweise
Levetiracetam - peroral
- eingeschränkte Nierenfunktion
- Dosisanpassung kann erforderlich sein (siehe auch Rubrik "Dosierung und Dauer der Anwendung")
- bei Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen muss die Nierenfunktion überprüft werden, bevor die Dosis festgelegt wird
- akute Nierenschädigung
- Anwendung von Levetiracetam in sehr seltenen Fällen mit akuter Nierenschädigung in Zusammenhang gebracht
- kann nach wenigen Tagen bis zu mehreren Monaten auftreten
- Blutbild
- seltene Fälle einer reduzierten Anzahl von Blutzellen (Neutropenie, Agranulozytose, Leukopenie, Thrombozytopenie und Panzytopenie) in Zusammenhang mit der Anwendung von Levetiracetam beschrieben
- Auftreten in der Regel zu Behandlungsbeginn
- ein komplettes Blutbild wird bei Patienten mit erheblicher Schwäche, Pyrexie, wiederkehrenden Infektionen oder Koagulationsstörungen empfohlen
- seltene Fälle einer reduzierten Anzahl von Blutzellen (Neutropenie, Agranulozytose, Leukopenie, Thrombozytopenie und Panzytopenie) in Zusammenhang mit der Anwendung von Levetiracetam beschrieben
- Suizid
- über Suizid, Suizidversuch, suizidale Gedanken und suizidales Verhalten wurde bei Patienten, die mit Antiepileptika (einschließlich Levetiracetam) behandelt wurden, berichtet
- eine Metaanalyse randomisierter placebo-kontrollierter Studien mit Antiepileptika zeigte ein leicht erhöhtes Risiko für das Auftreten von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten
- Mechanismus für die Auslösung dieser Nebenwirkung ist nicht bekannt
- Patienten sollten hinsichtlich Anzeichen von Depression und / oder Suizidgedanken und suizidalen Verhaltensweisen überwacht sowie geeignete Behandlung in Erwägung gezogen werden
- Patienten (und deren Betreuer) sollte geraten werden, ärztlichen Rat einzuholen, wenn Anzeichen von Depression und / oder Suizidgedanken oder suizidales Verhalten auftreten
- über Suizid, Suizidversuch, suizidale Gedanken und suizidales Verhalten wurde bei Patienten, die mit Antiepileptika (einschließlich Levetiracetam) behandelt wurden, berichtet
- anormales und aggressives Verhalten
- Levetiracetam kann zu psychotischen Symptomen und Verhaltensauffälligkeiten einschließlich Reizbarkeit und Aggressivität führen
- Patienten, die mit Levetiracetam behandelt werden, sollten auf die Entwicklung psychiatrischer Anzeichen überwacht werden, die auf wesentliche Stimmungsänderungen und / oder Persönlichkeitsveränderungen hindeuten
- wenn solches Verhalten bemerkt wird, sollte eine Anpassung der Behandlung oder ein schrittweises Absetzen der Behandlung in Betracht gezogen werden
- falls ein Absetzen in Betracht gezogen wird bitte Rubrik "Dosierung und Dauer der Anwendung" beachten
- wenn solches Verhalten bemerkt wird, sollte eine Anpassung der Behandlung oder ein schrittweises Absetzen der Behandlung in Betracht gezogen werden
- Verschlechterung von Anfällen
- wie bei anderen Arten von Antiepileptika kann es vorkommen, dass Levetiracetam in seltenen Fällen die Häufigkeit oder Schwere von Anfällen verschlechtert
- dieser paradoxe Effekt wurde meist im ersten Monat nach Beginn der Behandlung mit Levetiracetam oder nach Erhöhung der Dosis berichtet und war nach Absetzen oder Verringerung der Dosis reversibel
- den Patienten sollte geraten werden, bei einer Verschlechterung der Epilepsie unverzüglich ihren Arzt zu konsultieren
- verlängertes QT-Intervall im Elektrokardiogramm
- im Rahmen der Überwachung nach Markteinführung wurden seltene Fälle einer Verlängerung des QT-Intervalls im Elektrokardiogramm (EKG) beobachtet
- Levetiracetam sollte mit Vorsicht eingesetzt werden bei Patienten
- mit einem verlängerten QTc-Intervall
- die gleichzeitig mit Arzneimitteln behandelt werden, die das QTc-Intervall beeinflussen
- mit relevanten vorbestehenden Herzerkrankungen oder Elektrolytstörungen
- Kinder und Jugendliche
- die vorhandenen Daten bei Kindern lassen keinen Einfluss auf das Wachstum und die Pubertät vermuten
- allerdings sind Langzeiteffekte hinsichtlich Lernverhalten, Intelligenz, Wachstum, endokriner Funktion, Pubertät und Gebärfähigkeit bei Kindern unbekannt
- einzelne Darreichungsformen können für bestimmte Populationen nicht geeignet sein (Einschränkungen siehe jeweilige Herstellerinformation)