Levo-C AL 100mg/25mg Retardtabletten
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 100 ST | 37,65 € |
| N3 | 200 ST | 54,30 € |
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Indikation
- Idiopathischer Morbus Parkinson, insbesondere zur Verkürzung der „Off"-Phase bei Patienten, bei denen es unter einer vorangegangenen Behandlung mit schnellfreisetzenden Levodopa/Decarboxylasehemmern oder nur mit Levodopa zu motorischen Fluktuationen gekommen ist.
- Bei nicht mit Levodopa vorbehandelten Patienten liegen zu Levodopa/Carbidopa Retardtabletten begrenzte Erfahrungen vor.
Dosierung
- Die Tagesdosis von Levodopa/Carbidopa muss sorgfältig eingestellt werden. In der Einstellungsphase sind die Patienten insbesondere im Hinblick auf das Auftreten bzw. eine Verschlechterung von Übelkeit und abnormalen unwillkürlichen Bewegungen, wie z. B. Dyskinesien, Chorea und Dystonie, engmaschig zu überwachen. Ein Blepharospasmus kann ein Frühzeichen einer Überdosierung sein.
- Mit Ausnahme von Levodopa können die gängigen Parkinsonmittel während der Anwendung von Levo-C AL® Retardtabletten weiter eingenommen werden; allerdings ist gegebenenfalls eine Dosisanpassung vorzunehmen.
- Da Carbidopa die durch Pyridoxin bewirkte Aufhebung der Levodopawirkungen verhindert, können Levo-C AL® Retardtabletten auch an Patienten, die eine Supplementierung mit Pyridoxin (Vitamin B6) erhalten, gegeben werden.
- Initialdosis
- Patienten, die bisher kein Levodopa erhalten haben
- Levo-C AL® 100 mg/25 mg Retardtabletten
- Levo-C AL 100 mg/25 mg Retardtabletten sind vorgesehen zur Anwendung bei Patienten, die bisher kein Levodopa erhalten haben bzw. um eine gegebenenfalls notwendige Titration bei Patienten, die Levo-C AL® 200 mg/50 mg Retardtabletten erhalten, zu erleichtern.
- Die empfohlene Initialdosis beträgt 2-mal täglich 1 Retardtablette Levo-C AL® 100 mg/25 mg. Bei einem höheren Levodopabedarf wird eine Tagesdosis von 3 - 4 Retardtabletten Levo-C AL® 100 mg/25 mg in der Regel gut vertragen.
- Wenn erforderlich, kann die Levodopabehandlung auch mit Levo-C AL® 200 mg/50 mg Retardtabletten begonnen werden.
- Levo-C AL® 200 mg/50 mg Retardtabletten
- Die empfohlene Initialdosis beträgt 2-mal täglich 1 Retardtablette Levo-C AL® 200 mg/5mg. Die Initialdosis sollte 600 mg Levodopa pro Tag nicht überschreiten, und zwischen den einzelnen Dosen sollte ein Mindestabstand von 6 Stunden eingehalten werden.
- Dosisanpassungen sind in Abständen von mindestens 2 bis 4 Tagen vorzunehmen.
- Je nach Schweregrad der Erkrankung kann eine 6-monatige Behandlung erforderlich sein, um einen optimalen Behandlungserfolg zu erzielen.
- Levo-C AL® 100 mg/25 mg Retardtabletten
- Anleitung zur Umstellung von Patienten, die mit einer schnellfreisetzenden Levodopa-Decarboxylasehemmer-Kombination behandelt werden
- Wenn höhere Dosen (über 900 mg pro Tag) angezeigt sind, sollte die Umstellung auf Levo-C AL® Retardtabletten initial in einer Dosis erfolgen, die maximal ca. 10% mehr Levodopa pro Tag zuführt. Levodopa und der Decarboxylasehemmer sind mindestens 12 Stunden vor der Anwendung von Levo-C AL® Retardtabletten abzusetzen. Das Dosisintervall sollte um 30 - 50% auf 4 - 12 Stunden erhöht werden. Bei ungleichen Teildosen empfiehlt sich die Gabe der niedrigsten Dosis am Ende des Tages. Wie unter dem Abschnitt „Dosisanpassung" weiter unten angegeben, ist die Dosis in Abhängigkeit vom klinischen Ansprechen anzupassen. Es könnte sein, dass Dosen, die maximal 30% mehr Levodopa pro Tag zuführen, erforderlich sind.
- Eine Richtlinie zur Umstellung von schnellfreisetzenden Levodopa/Carbidopa-Kombinationen auf die Behandlung mit einem Levodopa/Carbidopa-Retardpräparat findet sich in nachstehenden Tabellen.
- Levo-C AL® 100 mg/25 mg Retardtabletten:
- Levodopa/Carbidopa schnellfreisetzende Darreichungsformen
- Tagesdosis Levodopa (mg): 100 - 200
- Levo-C AL® 100 mg/25 mg Retardtabletten
- Tagesdosis Levodopa (mg): 200
- Einnahmeschema: 2-mal täglich 1 Retardtablette
- Levo-C AL® 100 mg/25 mg Retardtabletten
- Tagesdosis Levodopa (mg): 100 - 200
- Levodopa/Carbidopa schnellfreisetzende Darreichungsformen
- Tagesdosis Levodopa (mg): 300 - 400
- Levo-C AL® 100 mg/25 mg Retardtabletten
- Tagesdosis Levodopa (mg): 400
- Einnahmeschema: 4 Retardtabletten aufgeteilt in 3 oder 4 Einzeldosen
- Levo-C AL® 100 mg/25 mg Retardtabletten
- Tagesdosis Levodopa (mg): 300 - 400
- Levodopa/Carbidopa schnellfreisetzende Darreichungsformen
- Levo-C AL® 200 mg/50 mg Retardtabletten:
- Levodopa/Carbidopa schnellfreisetzende Darreichungsformen
- Tagesdosis Levodopa (mg): 300 - 400
- Levo-C AL® 200 mg/50 mg Retardtabletten
- Tagesdosis Levodopa (mg): 400
- Einnahmeschema: 2-mal täglich 1 Retardtablette
- Levo-C AL® 200 mg/50 mg Retardtabletten
- Tagesdosis Levodopa (mg): 300 - 400
- Levodopa/Carbidopa schnellfreisetzende Darreichungsformen
- Tagesdosis Levodopa (mg): 500 - 600
- Levo-C AL® 200 mg/50 mg Retardtabletten
- Tagesdosis Levodopa (mg): 600
- Einnahmeschema: 3-mal täglich 1 Retardtablette
- Levo-C AL® 200 mg/50 mg Retardtabletten
- Tagesdosis Levodopa (mg): 500 - 600
- Levodopa/Carbidopa schnellfreisetzende Darreichungsformen
- Tagesdosis Levodopa (mg): 700 - 800
- Levo-C AL® 200 mg/50 mg Retardtabletten
- Tagesdosis Levodopa (mg): 800
- Einnahmeschema: 4 Retardtabletten Levo-C AL® aufgeteilt in 3 oder mehr Einzeldosen
- Levo-C AL® 200 mg/50 mg Retardtabletten
- Tagesdosis Levodopa (mg): 700 - 800
- Levodopa/Carbidopa schnellfreisetzende Darreichungsformen
- Tagesdosis Levodopa (mg): 900 - 1000
- Levo-C AL® 200 mg/50 mg Retardtabletten
- Tagesdosis Levodopa (mg): 1000
- Einnahmeschema: 5 Retardtabletten Levo-C AL® aufgeteilt in 3 oder mehr Einzeldosen
- Levo-C AL® 200 mg/50 mg Retardtabletten
- Tagesdosis Levodopa (mg): 900 - 1000
- Levodopa/Carbidopa schnellfreisetzende Darreichungsformen
- Tagesdosis Levodopa (mg): 1100 - 1200
- Levo-C AL® 200 mg/50 mg Retardtabletten
- Tagesdosis Levodopa (mg): 1200
- Einnahmeschema: 6 Retardtabletten Levo-C AL® aufgeteilt in 3 oder mehr Einzeldosen
- Levo-C AL® 200 mg/50 mg Retardtabletten
- Tagesdosis Levodopa (mg): 1100 - 1200
- Levodopa/Carbidopa schnellfreisetzende Darreichungsformen
- Tagesdosis Levodopa (mg): 1300 - 1400
- Levo-C AL® 200 mg/50 mg Retardtabletten
- Tagesdosis Levodopa (mg): 1400
- Einnahmeschema: 7 Retardtabletten Levo-C AL® aufgeteilt in 3 oder mehr Einzeldosen
- Levo-C AL® 200 mg/50 mg Retardtabletten
- Tagesdosis Levodopa (mg): 1300 - 1400
- Levodopa/Carbidopa schnellfreisetzende Darreichungsformen
- Tagesdosis Levodopa (mg): 1500 - 1600
- Levo-C AL® 200 mg/50 mg Retardtabletten
- Tagesdosis Levodopa (mg): 1600
- Einnahmeschema: 8 Retardtabletten Levo-C AL® aufgeteilt in 3 oder mehr Einzeldosen
- Levo-C AL® 200 mg/50 mg Retardtabletten
- Tagesdosis Levodopa (mg): 1500 - 1600
- Levodopa/Carbidopa schnellfreisetzende Darreichungsformen
- Für höhere Dosierungen stehen Levo-C AL® 200 mg/50 mg Retardtabletten zur Verfügung.
- Patienten, die gegenwärtig nur mit Levodopa behandelt werden
- Levodopa ist mindestens 12 Stunden vor dem Beginn der Behandlung mit Levo-C AL® Retardtabletten abzusetzen. Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Ausprägung der Erkrankung beträgt die empfohlene Initialdosis 2-mal täglich 2 Retardtabletten Levo-C AL® 100 mg/25mg bzw. 2-mal täglich 1 Retardtablette Levo-C AL® 200 mg/50 mg.
- Patienten, die bisher kein Levodopa erhalten haben
- Dosisanpassung
- Nach der Festsetzung der Behandlung können Dosis und Einnahmehäufigkeit je nach therapeutischem Ansprechen erhöht oder vermindert werden. Die meisten Patienten werden mit 2 - 8 Retardtabletten Levo-C AL® 200 mg/50 mg pro Tag, angewendet in mehreren Teildosen in Abständen von 4 - 12 Stunden während der Wachzeit, angemessen behandelt. Höhere Dosen (bis zu 12 Retardtabletten) und kürzere Abstände (weniger als 4 Stunden) wurden zwar eingesetzt, werden aber nicht allgemein empfohlen.
- Wenn die Einzeldosen von Levo-C AL® Retardtabletten in Abständen von weniger als 4 Stunden gegeben werden oder wenn die Teildosen ungleich sind, dann empfiehlt sich die Gabe der niedrigsten Dosis am Ende des Tages.
- Bei manchen Patienten kann sich die Wirkung der ersten Morgendosis im Vergleich zur üblichen Reaktion auf die erste Morgendosis von schnellfreisetzendem Levodopa/Carbidopa um bis zu 1 Stunde verzögern.
- Dosierungsanpassungen sind in Abständen von mindestens 3 Tagen durchzuführen.
- Erhaltungsdosis
- Da es sich beim Morbus Parkinson um eine progredient verlaufende Erkrankung handelt, empfehlen sich regelmäßige klinische Kontrollen; eine Anpassung des Dosisschemas von Levo-C AL® Retardtabletten kann erforderlich werden.
- Zusätzliche Anwendung anderer Antiparkinsonmittel
- Anticholinergika, Dopaminagonisten und Amantadin können zusammen mit Levo-C AL® Retardtabletten verabreicht werden.
- Wenn diese Mittel zu einer bereits bestehenden Behandlung mit Levo-C AL® Retardtabletten zusätzlich verordnet werden, dann könnte eine Anpassung der Dosis von Levo-C AL® Retardtabletten erforderlich werden.
- Unterbrechung der Behandlung
- Bei einer abrupten Dosisreduktion oder der Notwendigkeit des Absetzens der Behandlung mit Levo-C AL® Retardtabletten sind die Patienten sorgfältig zu beobachten, und zwar insbesondere dann, wenn diese Patienten mit Neuroleptika behandelt werden.
- Im Falle einer erforderlichen Vollnarkose kann die Therapie mit Levo-C AL® Retardtabletten so lange fortgesetzt werden, wie es dem Patienten noch gestattet ist, Arzneimittel einzunehmen. Falls die Therapie zeitweilig unterbrochen werden muss, können Levo-C AL® Retardtabletten wieder mit der gleichen Dosierung wie zuvor gegeben werden, sobald der Patient in der Lage ist, Arzneimittel einzunehmen.
- Ältere Patienten
- Zur Anwendung von Levodopa/Carbidopa bei älteren Patienten liegen umfangreiche Erfahrungen vor. Die oben angegebenen Empfehlungen spiegeln die aus diesen Erfahrungen gewonnenen klinischen Daten wider.
- Nieren- und/oder Leberinsuffizienz
- Es ist keine Dosisanpassung erforderlich.
- Kinder und Jugendliche
- Die Sicherheit bei Patienten unter 18 Jahren ist bislang nicht belegt.
Kontraindikationen
- Levo-C AL® Retardtabletten sind kontraindiziert bei:
- Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile,
- Engwinkelglaukom,
- schwerer Herzinsuffizienz,
- schweren Herzrhythmusstörungen,
- akutem Schlaganfall.
- Levo-C AL® Retardtabletten darf bei Zuständen, bei denen die Behandlung mit einem Sympathomimetikum kontraindiziert ist, nicht gegeben werden.
- Die gleichzeitige Anwendung von nichtselektiven Monoaminoxidase (MAO)-Hemmern und selektiven MAO-A-Hemmern mit Levo-C AL® Retardtabletten ist kontraindiziert. Diese Hemmstoffe müssen mindestens 2 Wochen vor dem Beginn der Behandlung mit Levo-C AL® Retardtabletten abgesetzt werden. Levo-C AL® Retardtabletten können gleichzeitig mit der empfohlenen Dosis eines MAO-B-Hemmers (z. B. Selegilin-HCl) eingenommen werden.
- Da Levodopa ein malignes Melanom aktivieren kann, darf Levo-C AL® Retardtabletten bei Patienten mit verdächtigen, nicht diagnostizierten Hautveränderungen oder einem Melanom in der Vorgeschichte nicht angewendet werden.
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
- Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
- Im Rahmen kontrollierter klinischer Prüfungen bei Patienten mit mittelschweren bis schweren motorischen Fluktuationen kam es unter Levodopa/Carbidopa zu keinen für die Retardformulierung typischen Nebenwirkungen.
- Auflistung der Nebenwirkungen
- Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt: sehr häufig (>/= 1/10), häufig (>/= 1/100, < 1/10), gelegentlich (>/= 1/1.000, < 1/100), selten (>/= 1/10.000, < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- Sehr häufig: Harnwegsinfektionen.
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- Selten: Leukopenie, hämolytische und nicht hämolytische Anämie, Thrombozytopenie.
- Sehr selten: Agranulozytose.
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- Häufig: Appetitlosigkeit (Anorexie).
- Gelegentlich: Gewichtsverlust, Gewichtszunahme.
- Psychiatrische Erkrankungen
- Häufig: Halluzinationen, Verwirrtheit, Schwindelgefühl, Alpträume, Schläfrigkeit, Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Depression, sehr selten mit Suizidversuchen, Euphorie, Demenz, Antriebssteigerung.
- Selten: Erregtheit, Angst, vermindertes Denkvermögen, Desorientiertheit, Kopfschmerzen, gesteigerte Libido, Benommenheit/Erstarrungsgefühl, Krampfanfälle, psychotische Zustandsbilder wie Wahnideen und paranoide Gedankenbildung.
- Nicht bekannt: Dopamin-Dysregulationssyndrom.
- Levodopa/Carbidopa wurde mit Schläfrigkeit und sehr selten mit übermäßiger Tagesmüdigkeit und plötzlichen Schlafattacken in Zusammenhang gebracht.
- Erkrankungen des Nervensystems
- Häufig: Dyskinesien (unter Levodopa/Carbidopa Retardformulierungen kam es häufiger zu Dyskinesien als unter der schnellfreisetzenden Darreichungsform von Levodopa/Carbidopa), Chorea, Dystonie, extrapyramidale Störungen und Bewegungsstörungen, „On-off"-Phänomen.
- Einige Monate bis Jahre nach dem Beginn der Behandlung mit Levodopa kann es zu Bradykinesie („On-off"-Episoden) kommen; diese hängt wahrscheinlich mit dem Fortschreiten der Erkrankung zusammen. Eine Anpassung des Dosisschemas und -intervalls kann erforderlich werden.
- Gelegentlich: Ataxie, verstärkter Tremor der Hände.
- Selten: Malignes neuroleptisches Syndrom, Parästhesien, Sturzneigung, Gangstörungen, Trismus.
- Augenerkrankungen
- Selten: Verschwommensehen, Blepharospasmus, Aktivierung eines latenten Horner-Syndroms, Doppeltsehen, Pupillenerweiterung, okulogyre Krisen.
- Ein Blepharospasmus kann ein Frühzeichen einer Überdosierung sein.
- Herzerkrankungen
- Häufig: Palpitationen, Herzrhythmusstörungen.
- Gefäßerkrankungen
- Häufig: Orthostatische Hypotonie, Neigung zu Ohnmachtsanfällen, Synkope.
- Gelegentlich: Hypertonie.
- Selten: Phlebitis.
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- Gelegentlich: Heiserkeit, Brustschmerzen.
- Selten: Dyspnoe, Atmungsanomalien.
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- Häufig: Übelkeit, Erbrechen, Mundtrockenheit, bitterer Geschmack.
- Gelegentlich: Obstipation, Diarrhö, Sialorrhö, Dysphagie, Flatulenz.
- Selten: Dyspepsie, gastrointestinale Schmerzen, dunkler Speichel, Bruxismus, Schluckauf, MagenMagen-Darm-Blutungen, Zungenbrennen, Duodenalulzera.
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
- Gelegentlich: Ödem.
- Selten: Angioödem, Urtikaria, Pruritus, Gesichtsröte, Haarausfall, Exanthem, vermehrtes Schwitzen, dunkler Schweiß, Aktivierung eines malignen Melanoms, Purpura Schönlein-Henoch.
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- Gelegentlich: Muskelkrämpfe.
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- Gelegentlich: Dunkler Urin.
- Selten: Harnverhalt, Harninkontinenz, Priapismus.
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- Gelegentlich: Schwächegefühl, Unwohlsein, Flare-up-Phänomen.
- Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
- Impulskontrollstörungen
- Pathologische Spielsucht, Libidosteigerung, Hypersexualität, zwanghaftes Geldausgeben oder Einkaufen, Essattacken und Esszwang können bei Patienten auftreten, die mit Dopamin-Agonisten und/oder anderen dopaminergen Substanzen, die Levodopa enthalten, einschließlich Levo-C AL®, behandelt werden.
- Dopamin-Dysregulationssyndrom (DDS)
- Das Dopamin-Dysregulationssyndrom (DDS) ist eine Suchterkrankung, die bei einigen mit Levodopa/Carbidopa behandelten Patienten beobachtet wurde. Betroffene Patienten zeigen einen zwanghaften Missbrauch des dopaminergen Arzneimittels bei Verwendung höherer Dosen als zur adäquaten Kontrolle von motorischen Symptomen der Parkinson-Krankheit erforderlich. Dies kann in einigen Fällen zu schweren Dyskinesien führen.
- Impulskontrollstörungen
Anwendungshinweise
- Zum Einnehmen.
- Zur Gewährleistung der Retardeigenschaften der Arzneimittel dürfen die Retardtabletten nicht zerkleinert werden und sind unzerkaut einzunehmen.
Stillzeithinweise
- Levodopa geht in erheblichen Mengen in die Muttermilch über. Unter einer Behandlung mit Levo-C AL® Retardtabletten darf nicht gestillt werden.
Schwangerschaftshinweise
- Zur Anwendung von Levodopa/Carbidopa in der Schwangerschaft liegen unzureichende Erkenntnisse vor. Daten aus tierexperimentellen Untersuchungen haben reproduktionstoxische Wirkungen ergeben. Zum möglichen Risiko beim Menschen ist nichts bekannt.
- Levo-C AL® Retardtabletten darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden.
- Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Therapie mit Levo-C AL® Retardtabletten wirksame kontrazeptive Maßnahmen ergreifen.
Warnhinweise
- Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
- Bei Patienten, die bisher nur mit Levodopa behandelt werden, muss dieses mindestens 12 Stunden vor dem Beginn der Behandlung mit Levo-C AL® Retardtabletten abgesetzt werden.
- Aufgrund des pharmakokinetischen Profils von Levo-C AL® Retardtabletten kann der Wirkungseintritt bei Patienten mit frühmorgendlichen Dyskinesien im Vergleich zu schnellfreisetzenden Levodopa/Carbidopa-Darreichungsformen verzögert sein. Die Inzidenz von Dyskinesien ist bei Patienten mit einem fortgeschrittenen Stadium der motorischen Fluktuationen unter einer Behandlung mit Levo-C AL® Retardtabletten höher als bei einer schnellfreisetzenden Tablettenformulierung mit der Kombination Levodopa/Carbidopa (16,5% versus 12,2%).
- Dyskinesien können bei zuvor nur mit Levodopa behandelten Patienten auftreten, da die ins Gehirn gelangende Levodopamenge durch Carbidopa erhöht wird, wodurch wiederum mehr Dopamin gebildet wird. Das Auftreten von Dyskinesien kann eine Dosisreduktion erforderlich machen.
- Wie Levodopa kann auch die Kombination Levodopa/Carbidopa unwillkürliche Bewegungen und mentale Störungen hervorrufen. Patienten, bei denen es unter einer Monotherapie mit Levodopa oder unter der Levodopa/Carbidopa-Kombination bereits zu einem früheren Zeitpunkt zu schweren unwillkürlichen Bewegungen oder psychotischen Episoden gekommen ist, sind bei der Umstellung auf Levo-C AL® Retardtabletten sorgfältig zu beobachten. Es wird angenommen, dass diese Reaktionen durch eine Dopaminerhöhung im Gehirn nach Anwendung von Levodopa hervorgerufen werden und die Anwendung von Levo-C AL® Retardtabletten ein Wiederauftreten dieser Reaktionen verursachen kann. Eine Dosisreduktion könnte erforderlich werden. Alle Patienten sollten sorgfältig auf die Entwicklung von Depressionen mit Suizidtendenz überwacht werden. Patienten mit Psychosen in der Vorgeschichte bzw. mit einer aktuell bestehenden Psychose müssen mit Vorsicht behandelt werden.
- Bei einer Verschlechterung eines vorbestehenden psychotischen Zustands sind Levo-C AL® Retardtabletten abzusetzen.
- Levodopa wurde mit Schläfrigkeit und plötzlichen Schlafattacken in Zusammenhang gebracht. Sehr selten wurde über plötzliches Einschlafen bei der Verrichtung von Alltagstätigkeiten, teilweise unbemerkt bzw. ohne Warnzeichen, berichtet. Die Patienten müssen von diesem Umstand in Kenntnis gesetzt und angewiesen werden, bei der aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder dem Bedienen von Maschinen unter einer Behandlung mit Levodopa entsprechend vorsichtig zu sein. Patienten, bei denen es bereits zu Schläfrigkeit und/oder einer plötzlichen Schlafattacke gekommen ist, müssen vom Führen eines Fahrzeugs und dem Bedienen von Maschinen Abstand nehmen. Darüber hinaus kann eine Reduktion der Dosierung oder ein Therapieabbruch in Erwägung gezogen werden.
- Levo-C AL® Retardtabletten darf bei Patienten mit schweren Herz-Kreislauf- oder Lungenerkrankungen, Asthma bronchiale, Nieren-, Leber- oder endokrinen Erkrankungen oder einer anamnestisch bekannten peptischen Ulkuserkrankung, Hämatemesis oder Krampfanfällen in der Vorgeschichte nur mit Vorsicht angewendet werden.
- Bei Patienten mit kürzlich aufgetretenem Myokardinfarkt mit zurückbleibenden atrialen, nodalen oder ventrikulären Arrhythmien ist Levodopa/Carbidopa mit Vorsicht anzuwenden. Bei diesen Patienten sollte während der initialen Dosisanpassung und der Titrationsphase die Herzfunktion sorgfältig überwacht werden.
- Patienten mit chronischem Weitwinkelglaukom können vorsichtig mit Levo-C AL® Retardtabletten behandelt werden, sofern der Augeninnendruck gut eingestellt ist und der Patient unter der Therapie sorgfältig auf Änderungen des Augeninnendrucks überwacht wird.
- In Verbindung mit einem abrupten Absetzen von Antiparkinsonmitteln wurde über ein Syndrom ähnlich dem malignen neuroleptischen Syndrom mit Muskelstarre, erhöhter Körpertemperatur, mentalen Veränderungen und erhöhter Serum-Kreatinphosphokinase berichtet. Daher soll jede abrupte Dosisreduktion oder das Absetzen von Levodopa/Carbidopa-Kombinationen sorgfältig überwacht werden, besonders bei Patienten, die Antipsychotika erhalten.
- Von einem Einsatz von Levo-C AL® Retardtabletten zur Behandlung pharmakogener extrapyramidaler Reaktionen sowie von Chorea Huntington wird abgeraten.
- Bei längerer Therapiedauer werden regelmäßige Kontrollen der hepatischen, hämatopoetischen, kardiovaskulären und renalen Funktionen empfohlen.
- Die Sicherheit und Wirksamkeit von Levodopa/Carbidopa bei Neugeborenen und Kindern wurden nicht untersucht, daher wird von der Anwendung bei Patienten unter 18 Jahren abgeraten.
- Impulskontrollstörungen
- Die Patienten sollten regelmäßig hinsichtlich der Entwicklung von Impulskontrollstörungen überwacht werden. Patienten und Betreuer sollten darauf aufmerksam gemacht werden, dass bei Patienten, die mit Dopamin-Agonisten und/oder anderen dopaminergen Substanzen, die Levodopa enthalten, einschließlich Levo-C AL® Retardtabletten, behandelt werden, Verhaltensauffälligkeiten im Sinne von Impulskontrollstörungen auftreten können, einschließlich pathologischer Spielsucht, Libidosteigerung, Hypersexualität, zwanghaftes Geldausgeben oder Einkaufen, Essattacken und Esszwang. Die Überprüfung der Behandlung wird empfohlen, wenn solche Symptome auftreten.
- Dopamin-Dysregulationssyndrom (DDS)
- Bei einigen Patienten wurde unter der Behandlung mit Levodopa/Carbidopa ein Dopamin-Dysregulationssyndrom (DDS) beobachtet. Hierbei handelt es sich um eine Suchterkrankung, die zu einer übermäßigen Anwendung des Arzneimittels führt.
- Vor Behandlungsbeginn müssen Patienten und Betreuer vor dem potenziellen Risiko der Entwicklung eines DDS gewarnt werden.
- Laborwerte
- Levodopa/Carbidopa-Präparate haben bei verschiedenen Laborwerten zu Abweichungen geführt; diese können auch unter Levo-C AL® Retardtabletten auftreten. So wurde über erhöhte Leberfunktionswerte, z. B. alkalische Phosphatase, SGOT (AST), SGPT (ALT), Laktatdehydrogenase, Bilirubin, erhöhte Blutharnstoff-, Kreatinin- und Harnsäurewerte sowie über einen positiven Coombs-Test berichtet.
- Unter Levodopa/Carbidopa ist über verminderte Hämoglobin- und Hämatokritwerte, erhöhte Serumglukosespiegel und Leukozytenzahlen sowie über Bakterien und Blut im Urin berichtet worden.
- Bei Verwendung von Teststreifen zur Bestimmung der Ketonkörper im Urin kann sich unter Levodopa/Carbidopa-Präparaten ein falsch-positiver Ketonnachweis ergeben. Durch Kochen der Urinprobe wird diese Reaktion nicht verändert. Die Verwendung von Glukose-Oxidase-Methoden kann falsch-negative Harnzuckernachweise ergeben.
- Sonstige Bestandteile
- Levo-C AL® Retardtabletten enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Retardtablette, d. h., es ist nahezu „natriumfrei".
- Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
- Bei gleichzeitiger Anwendung von Levo-C AL® Retardtabletten mit folgenden Arzneimitteln ist Vorsicht geboten:
- Antihypertensiva
- Wurden Kombinationen aus Levodopa und einem Decarboxylasehemmer Patienten, die bereits bestimmte blutdrucksenkende Mittel einnahmen, zusätzlich verordnet, kam es beim Lagewechsel zu einem symptomatischen Blutdruckabfall. Bei der Einstellung auf Levo-C AL® Retardtabletten kann eine Dosisanpassung der antihypertensiven Medikation erforderlich werden.
- Antidepressiva
- Selten ist über Nebenwirkungen wie Hypertonie und Dyskinesien, die auf die gleichzeitige Anwendung von tricyclischen Antidepressiva und Levodopa/Carbidopa-Präparaten zurückzuführen sind, berichtet worden.
- Anticholinergika
- Anticholinergika können bei der Verminderung des Tremors mit Levodopa synergistisch wirken; allerdings kann es bei kombinierter Anwendung zu einer Exazerbation abnormaler unwillkürlicher Bewegungen kommen. Anticholinergika können durch eine Verzögerung der Resorption von Levodopa dessen Wirkungen abschwächen. Gegebenenfalls ist eine Anpassung der Levodopa/Carbidopa-Dosis erforderlich.
- Sonstige Arzneimittel
- Dopamin-D2-Rezeptorantagonisten (z. B. Phenothiazine, Butyrophenone, Risperidon), Benzodiazepine und Isoniazid können die therapeutische Wirkung von Levodopa abschwächen. Durch Phenytoin und Papaverin wird die günstige Wirkung von Levodopa eingeschränkt. Patienten, die diese Mittel zusammen mit Levo-C AL® Retardtabletten einnehmen, sind sorgfältig zu beobachten, ob ein Nachlassen der therapeutischen Wirkung auftritt.
- Die gleichzeitige Anwendung von Selegilin und Levodopa/Carbidopa kann zu einer schwerwiegenden orthostatischen Hypotonie führen.
- COMT-Hemmer (Tolcapon, Entacapon)
- Die gleichzeitige Anwendung von COMT (Catechol-O-Methyltransferase)-Hemmern und Levo-C AL® Retardtabletten kann zu einer erhöhten Bioverfügbarkeit von Levodopa führen. Gegebenenfalls ist die Levodopa/Carbidopa-Dosis anzupassen.
- Amantadin wirkt mit Levodopa synergistisch und kann levodopabedingte Nebenwirkungen verstärken. Gegebenenfalls ist eine Anpassung der Levodopa/Carbidopa-Dosis erforderlich.
- Metoclopramid beschleunigt die Magenentleerung und kann die Bioverfügbarkeit von Levo-C AL® Retardtabletten erhöhen.
- Sympathomimetika können levodopabedingte kardiovaskuläre Nebenwirkungen verstärken.
- Die gleichzeitige Anwendung von Eisensulfat und Levodopa/Carbidopa kann zu einer verminderten Resorption von Levodopa führen.
- Da Levodopa mit bestimmten Aminosäuren konkurriert, kann die Resorption von Levodopa bei einigen Patienten, die eine eiweißreiche Diät machen, gestört sein.
- Der Einfluss der Anwendung von Antazida und Levo-C AL® Retardtabletten auf die Bioverfügbarkeit von Levodopa ist nicht untersucht worden.
- Antihypertensiva
- Bei gleichzeitiger Anwendung von Levo-C AL® Retardtabletten mit folgenden Arzneimitteln ist Vorsicht geboten:
- Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Es liegen keine Daten zur Auswirkung dieser Arzneimittel auf die Verkehrstüchtigkeit vor. Bestimmte Nebenwirkungen wie Schläfrigkeit und Schwindelgefühl könnten jedoch die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinflussen.
- Mit Levodopa behandelte Patienten, bei denen es zu Schläfrigkeit und/oder einer plötzlichen Schlafattacke gekommen ist, sind darüber zu informieren, von der aktiven Teilnahme am Straßenverkehr bzw. von Tätigkeiten, bei denen ein vermindertes Reaktionsvermögen für sie selbst oder andere eine Gefahr für Leib und Leben darstellt (z. B. das Bedienen von Maschinen) so lange Abstand zu nehmen, bis sich solche wiederkehrenden Vorkommnisse und die Schläfrigkeit zurückgebildet haben.
- Überdosierung
- Die Behandlung einer durch Levodopa/Carbidopa hervorgerufenen, akuten Überdosierung ist grundsätzlich die gleiche wie die Behandlung einer durch Levodopa allein hervorgerufenen akuten Überdosierung. Pyridoxin ist jedoch nicht in der Lage, die Wirkung von Levodopa/Carbidopa aufzuheben. Eine EKG-Überwachung ist einzuleiten; der Patient ist im Hinblick auf die mögliche Entwicklung von Herzarrhythmien sorgfältig zu beobachten. Soweit erforderlich, sollte eine angemessene antiarrhythmische Behandlung durchgeführt werden.
- Auch sollte die Möglichkeit, dass der Patient neben Levo-C AL® Retardtabletten noch andere Arzneimittel eingenommen hat, berücksichtigt werden. Bis heute liegen keine Dialyse-Erfahrungen vor, daher ist über deren Nutzen bei der Behandlung von Überdosierungen nichts bekannt.