Levocamed Kombi 0.5mg/ml Augentr+0.5mg/ml Nasenspr

Allergopharma GmbH & Co. KG Wirkstoff: Levocabastin →

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Fachinformationen

Indikation

  • Kinder (> 1 Jahr), Jugendliche und Erwachsene
    • zur symptomatischen Behandlung allergischer Konjunktivitis einschließlich Conjunctivitis vernalis bzw. zur symptomatischen Behandlung allergischer Rhinitis

Dosierung

Basiseinheit Augentropfen: 1 ml Suspension enthält 0,5 mg Levocabastin entsprechend 0,54 mg Levocabastinhydrochlorid - 1 Tropfen (ca. 30 µl) enthält etwa 0,015 mg Levocabastin

Basiseinheit Nasenspray: 1 ml Suspension enthält 0,5 mg Levocabastin entsprechend 0,54 mg Levocabastinhydrochlorid - 1 Sprühstoß (ca. 0,1 ml Suspension) enthält etwa 0,05 mg Levocabastin

  • symptomatische Behandlung allergischer Konjunktivitis einschließlich Conjunctivitis vernalis; symptomatische Behandlung allergischer Rhinitis
    • Kinder (>/= 1 Jahr), Jugendliche und Erwachsene
      • Augentropfen
        • 1 Tropfen / Auge 2mal / Tag
        • bei stärkeren Beschwerden, Dosiserhöhung auf bis zu 1 Tropfen / Auge 4mal / Tag
        • Hinweis: Augentropfen können auch bei Patienten mit primär chronischem Offenwinkelglaukom angewendet werden
      • Nasenspray
        • 2 Sprühstöße / Nasenloch 2mal / Tag
        • bei stärkeren Beschwerden, Dosiserhöhung auf bis zu 2 Sprühstöße / Nasenloch 4mal / Tag
      • Behandlungsdauer
        • richtet sich nach Art und Verlauf der Beschwerden
        • keine zeitliche Beschränkung
      • Hinweise
        • Zeitdauer zwischen 2 Anwendungen wird durch die Wirkung bestimmt
        • um die besten Behandlungsergebnisse zu erreichen: Augentropfen bei den ersten Zeichen einer allergischen Reizung der Bindehaut und Nasenspray bei den ersten Zeichen eines allergischen Schnupfens anwenden
        • wenn die empfohlenen Dosierungen nicht zu einer ausreichenden Beschwerdefreiheit führen: Arzt konsultieren

Dosisanpassung

  • Kinder (< 1 Jahr)
    • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
    • keine Daten vorhanden
  • Nasenspray für Patienten mit Niereninsuffizienz
    • Levocabastin wird hauptsächlich renal ausgeschieden: empfohlene Dosierung halbieren

Kontraindikationen

Levocabastin - okulär
  • Überempfindlichkeit gegen Levocabastin

Nebenwirkungen

Levocabastin - okulär
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Angioödem
      • Überempfindlichkeit
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Anaphylaxie
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
  • Augenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Augenschmerzen
      • verschwommenes Sehen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Augenlidödem
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Konjunktivitis
      • Augenschwellung
      • Blepharitis
      • oculare Hyperaemie
  • Herzerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Herzklopfen
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Kontaktdermatitis
      • Urtikaria
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Beschwerden am Verabreichungsort einschließlich Brennen/stechendes Gefühl und Reizung der Augen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Beschwerden am Verabreichungsort einschließlich Rötung, Schmerzen,Schwellung, Jucken der Augen, tränende Augen, verschwommenes Sehen

Anwendungshinweise

  • Augentropfen
    • Anwendung am Auge
    • Suspension vor jeder Anwendung aufschütteln (mind.10mal) und unmittelbar danach anwenden
    • wenn mehr als ein topisches Augenarzneimittel angewendet wird
      • Abstand von 15 Min. zwischen den Anwendungen der verschiedenen Arzneimittel einhalten
      • Augensalben zuletzt anwenden
  • Nasenspray
    • nasale Anwendung
    • Suspension vor jeder Anwendung aufschütteln (mind. 5mal) und unmittelbar danach anwenden
    • übermäßiges Schütteln vermeiden
    • vor der Anwendung: Nasenwege frei machen
    • während der Anwendung durch die Nase einatmen
  • weitere Hinweise s. Fachinformation

Stillzeithinweise

Levocabastin - okulär
  • Vorsicht ist geboten, wenn das Arzneimittel stillenden Frauen verabreicht wird
  • begrenzten klinischen und tierexperimentellen Daten
  • aufgrund von Untersuchungen der Levocabastin-Konzentration im Speichel und in der Muttermilch einer stillenden Frau die eine orale Einzeldosis von 0,5 mg Levocabastin erhalten hat, wird erwartet, dass ca. 0,3 % der ophtalmisch angewendeten Dosis in den gestillten Säugling übergehen kann

Schwangerschaftshinweise

Levocabastin - okulär
  • das Arzneimittel sollte nicht in der Schwangerschaft angewendet werden,
    • es sei denn, dass der Nutzen einer Behandlung für die Frau mögliche Risiken für den Fötus rechtfertigt
  • nur begrenzte Daten für die Anwendung des Arzneimittels bei Schwangeren vorliegend
  • Risiko für den Menschen ist unbekannt
  • tierexperimentelle Studien
    • tierexperimentelle Studien an mehreren Spezies haben keinen Hinweis für ein embryotoxisches oder teratogenes Potential von Levocabastin bei therapeutischen Dosen ergeben

Warnhinweise

Levocabastin - nasal
  • Niereninsuffizienz
    • bei Patienten mit Niereninsuffizienz liegen nur begrenzte Erfahrungen zur oralen Anwendung von Levocabastin vor
    • Levocabastin nasal ist wegen der hauptsächlich renalen Elimination von Levocabastin mit Vorsicht bei Patienten mit Niereninsuffizienz anzuwenden und nur nach ärztlicher Verordnung und unter Kontrolle
    • Dosisanpassung für Levocabastin nasal empfohlen