LevoCarb 100/25 ret - 1 A Pharma
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 100 ST | 37,75 € |
| N3 | 200 ST | 63,50 € |
| – | 30 ST | 19,40 € |
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Indikation
- Idiopathische Parkinson-Krankheit, insbesondere zur Verkürzung der "Off"-Phase bei Patienten, die zuvor mit schnellfreisetzenden Levodopa/Decarboxylasehemmern oder nur mit Levodopa behandelt wurden und motorische Fluktuationen aufwiesen.
- Die Erfahrungen mit Levodopa/Carbidopa Retardtabletten bei zuvor nicht mit Levodopa behandelten Patienten sind begrenzt.
Dosierung
- LevoCarb 100/25 ret - 1 A Pharma® enthalten Carbidopa und Levodopa im Verhältnis 1 : 4 (25 mg Carbidopa und 100 mg Levodopa pro Retardtablette).
- Die Tagesdosis muss sorgfältig durch schrittweise Dosisanpassung (Dosistitration) ermittelt werden. Abhängig vom Therapieerfolg kann die Dosis schrittweise titriert werden. Eine um bis zu 30% höhere Levodopa-Dosis kann erforderlich werden. Dabei ist auf das Auftreten oder die Zunahme von Übelkeit oder unwillkürlichen Bewegungen wie Dyskinesien, Chorea und Dystonie zu achten. Bei stärkeren gastrointestinalen Beschwerden, besonders beim Auftreten zu Beginn der Behandlung, können Antiemetika wie Domperidon gelegentlich verabreicht werden (keine Metoclopramid-haltigen Präparate!).
- Die Dosierungshöhe und -abstände müssen individuell nach sorgfältiger Prüfung vom Arzt bestimmt werden.
- Behandlungsbeginn
- Patienten, die bisher mit nicht-retardierten Levodopa/Decarboxylasehemmer-Präparaten behandelt wurden, sollten zu Beginn der Behandlung mit Levodopa/Carbidopa-Retardtabletten täglich etwa 10% mehr Levodopa erhalten als bisher. Eine um bis zu 30% höhere Levodopa-Dosis kann erforderlich werden.
- Die Dosisabstände sollten verlängert werden und 4 - 12 Stunden betragen.
- Dosisanpassung
- Entsprechend dem klinischen Ansprechen können die Dosen und Dosisabstände erhöht oder verringert werden. Die meisten Patienten sprechen ausreichend an auf 2 - 8 Retardtabletten LevoCarb 200/50 ret - 1 A Pharma® pro Tag, gegeben in Abständen von 4 - 12 Stunden tagsüber, verteilt auf Einzeldosen.
- Bei Dosen unterschiedlicher Stärken sollte die niedrigere Dosis am Ende des Tages gegeben werden.
- Es wird ein Intervall von mindestens 3 Tagen für weitere Dosistitrationen empfohlen.
- Erhaltungstherapie
- Levodopa/Carbidopa-Retardtabletten werden in der Regel über einen längeren Zeitraum eingenommen (Substitutionstherapie). Die Dauer der Anwendung ist bei guter Verträglichkeit nicht begrenzt.
- Kombination mit anderen Antiparkinsonmitteln
- Erfahrungen in der Kombinationsbehandlung mit Anticholinergika, Dopaminagonisten und Amantadin sind beschränkt. Wird eine solche Kombinationsbehandlung angestrebt, kann eine Dosisreduktion der anderen Substanzen bzw. von LevoCarb ret - 1 A Pharma® notwendig werden.
- Behandlungsende oder -unterbrechung
- Patienten sollten sorgfältig beobachtet werden, wenn die Gabe von LevoCarb ret - 1 A Pharma® abrupt reduziert oder beendet wird, insbesondere bei Komedikation mit antipsychotisch wirkenden Arzneimitteln.
- Die pharmakokinetischen Eigenschaften der Retardtabletten können sich verändern, wenn die Tabletten zerbrochen oder zerkaut werden. Daher müssen die Tabletten als Ganzes geschluckt werden.
- Die Dauer der Anwendung bestimmt der Arzt. Klinische Erfahrungen bei Langzeittherapie sind beschränkt.
Kontraindikationen
- LevoCarb ret - 1 A Pharma® darf nicht gegeben werden bei
- Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile
- gleichzeitiger Gabe von nicht-selektiven MAO-Hemmern. Diese MAO-Hemmer müssen spätestens 2 Wochen vor Beginn der Therapie mit LevoCarb ret - 1 A Pharma® abgesetzt werden. LevoCarb ret - 1 A Pharma® kann gleichzeitig mit selektiven MAO-B-Hemmern (z. B. Selegilin) in der empfohlenen Dosierung angewandt werden.
- verdächtigen, nicht diagnostizierten Hautveränderungen oder einem anamnestisch bekannten Melanom, da Levodopa ein malignes Melanom aktivieren kann
- Engwinkelglaukom
- LevoCarb ret - 1 A Pharma® ist nicht bestimmt für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren.
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
- In kontrollierten klinischen Studien mit Patienten mit mäßigen bis starken motorischen Fluktuationen wurden keine auf die Retardformulierung beschränkten Nebenwirkungen beobachtet.
- Dyskinesien (abnormale, unwillkürliche Bewegungen) waren die häufigsten berichteten Nebenwirkungen. Die Häufigkeit von Dyskinesien war unter Levodopa/Carbidopa-Retardtabletten etwas höher als unter Levodopa/Carbidopa 100 mg/25 mg schnellfreisetzenden Tabletten durch die Verminderung der "off"-Zeit (die durch Levodopa/Carbidopa-Retardtabletten reduziert wird) zugunsten von "on"- Zeit (die manchmal mit Dyskinesien assoziiert ist).
- Andere häufig gemeldete Nebenwirkungen (> 1%) waren: Übelkeit, Halluzinationen, Verwirrtheit, Schwindel, Chorea, Mundtrockenheit, Albträume, Dystonien, Schläfrigkeit (einschließlich sehr selten auftretender übermäßiger Tagesmüdigkeit und Schlafattacken), Schlaflosigkeit, Depression, Asthenie, Erbrechen, Appetitlosigkeit.
- In klinischen Studien und seit Markteinführung wurden außerdem die folgenden Nebenwirkungen beobachtet.
- Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:
- Sehr häufig (>/= 1/10)
- Häufig (>/= 1/100 bis < 1/10)
- Gelegentlich (>/= 1/1.000 bis < 1/100)
- Selten (>/= 1/10.000 bis < 1/1.000)
- Sehr selten (< 1/10.000)
- Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- Gelegentlich:
- Gewichtsverlust
- Gelegentlich:
- Psychiatrische Erkrankungen
- Gelegentlich:
- Erregung, Angst, Orientierungsstörungen
- Selten:
- psychotische Zustandsbilder wie Wahnideen und paranoide Gedankenbildung, depressive Verstimmungen u. U. mit Suizidtendenzen
- Nicht bekannt:
- Dopamin-Dysregulationssyndrom
- Gelegentlich:
- Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
- Das Dopamin-Dysregulationssyndrom (DDS) ist eine Suchterkrankung, die bei einigen mit Levodopa/Carbidopa behandelten Patienten beobachtet wurde. Betroffene Patienten zeigen einen zwanghaften Missbrauch des dopaminergen Arzneimittels bei Verwendung höherer Dosen als zur adäquaten Kontrolle von motorischen Symptomen der Parkinson-Krankheit erforderlich. Dies kann in einigen Fällen zu schweren Dyskinesien führen.
- Impulskontrollstörungen
- Pathologische Spielsucht, Libidosteigerung, Hypersexualität, zwanghaftes Geldausgeben oder Einkaufen, Essattacken und Esszwang können bei Patienten auftreten, die mit Dopaminagonisten oder anderen dopaminergen Substanzen, die Levodopa enthalten, einschließlich LevoCarb ret - 1 A Pharma®, behandelt werden.
- Erkrankungen des Nervensystems
- Häufig:
- On-off-Phänomene (Wechsel von Beweglich- und Unbeweglichkeit), Kopfschmerzen, Parästhesien (z. B. Kribbeln und Einschlafen der Glieder)
- Gelegentlich:
- verminderte geistige Leistungsfähigkeit, Bewegungs- und extrapyramidal-motorische Störungen, Synkope
- Selten:
- malignes neuroleptisches Syndrom
- Häufig:
- Augenerkrankungen
- Selten:
- Verschwommensehen
- Selten:
- Herzerkrankungen
- Gelegentlich:
- Herzklopfen
- Gelegentlich:
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- Sehr häufig:
- Harnwegsinfektionen
- Sehr häufig:
- Gefäßerkrankungen
- Häufig:
- orthostatische Regulationsstörungen (Blutdruckabfall beim Wechsel der Körperlage) einschließlich hypotensiver Episoden
- Selten:
- Flushing
- Häufig:
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- Häufig:
- Atemnot
- Häufig:
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- Häufig:
- Verstopfung, Durchfall, Dyspepsie
- Gelegentlich:
- Bauchschmerzen
- Selten:
- dunkler Speichel
- Häufig:
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- Gelegentlich:
- Urtikaria
- Selten:
- Alopezie, Angioödem, dunkler Schweiß, Pruritus, Hautausschlag
- Gelegentlich:
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- Häufig:
- Muskelkrämpfe
- Häufig:
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- Selten:
- dunkler Urin
- Selten:
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- Häufig:
- Brustschmerzen
- Gelegentlich:
- Gangstörungen
- Selten:
- Abgeschlagenheit
- Häufig:
- Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
- Gelegentlich:
- Fallneigung
- Gelegentlich:
- Andere unter Levodopa oder Levodopa/Carbidopa berichtete Nebenwirkungen umfassen:
- Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
- malignes Melanom
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- Agranulozytose, Leukopenie, hämolytische und nicht-hämolytische Anämie, Thrombozytopenie
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- Gewichtszunahme
- Psychiatrische Erkrankungen
- Zähneknirschen, Demenz, Euphorie
- Erkrankungen des Nervensystems
- Aktivierung eines latenten Horner-Syndroms, Ataxie, bitterer Geschmack, Konvulsionen, Ohnmachtsgefühl, verstärkter Tremor der Hände, Taubheitsgefühl, angeregte Stimmung
- Augenerkrankungen
- Blepharospasmus, Pupillenerweiterung, Diplopie, Blickkrämpfe (okulogyre Krisen)
- Herzerkrankungen
- kardiale Arrhythmien
- Gefäßerkrankungen
- Hitzegefühl, Hypertonie, Phlebitis
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- unregelmäßige Atmung, Heiserkeit
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- Zungenbrennen, Entwicklung eines Duodenalulcus, Dysphagie, Flatulenz, abdominale Blutungen, Schluckauf, Speichelfluss
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- Purpura Schoenlein-Henoch, vermehrtes Schwitzen
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- Muskelzucken, Trismus
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- Harninkontinenz, Harnretention
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- Priapismus
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- Ödeme, Mattigkeit, Schwäche
- Untersuchungen
- Siehe Kategorie "Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen" Abschnitt "Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen".
- Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
Anwendungshinweise
- Die Einnahme erfolgt am besten 30 Min. vor oder 90 Min. nach den Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit und Gebäck. Vor der Einnahme sind große eiweißreiche Mahlzeiten zu vermeiden.
- Die pharmakokinetischen Eigenschaften der Retardtabletten können sich verändern, wenn die Tabletten zerbrochen oder zerkaut werden. Daher müssen die Tabletten als Ganzes geschluckt werden.
Stillzeithinweise
- Es ist nicht bekannt, ob der Wirkstoff Carbidopa in die Muttermilch übergeht. In einer Studie mit einer stillenden Mutter mit Parkinsonscher Erkrankung wurde die Ausscheidung von Levodopa in die Muttermilch beobachtet.
- Levodopa/Carbidopa hemmt die Prolaktinausschüttung und somit die Laktation. Ist eine Behandlung mit Levodopa/Carbidopa während der Stillzeit erforderlich, muss abgestillt werden.
Schwangerschaftshinweise
- Über mögliche Risiken durch dieses Arzneimittel in der Schwangerschaft liegen unzureichende Daten vor. Das Arzneimittel führte in präklinischen Untersuchungen zu pathologischen Veränderungen an inneren Organen und Skelett beim Kaninchen.
- Levodopa/Carbidopa sollte in der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Es ist jedoch im Einzelfall zu entscheiden, ob ein Absetzen der Therapie mit Levodopa/Carbidopa bei der Schwangeren verantwortet werden kann, weil es aufgrund der Schwere der unbehandelten Erkrankung möglicherweise zu einer ernsthaften Gefährdung der Patientin kommen kann.
Warnhinweise
- Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
- LevoCarb ret - 1 A Pharma® sollte nicht gegeben werden bei
- schwerer Herz-Kreislauf- oder Lungenerkrankung, Bronchialasthma, Nieren-, Leber- oder endokriner Erkrankung (z. B. Schilddrüsenüberfunktion, Phäochromozytom) sowie bei einem peptischen Ulcus oder Krampfanfällen in der Vorgeschichte
- Tachykardien
- schweren Störungen des hämatopoetischen Systems sowie bei Vorliegen einer Kontraindikation für Sympathomimetika
- endogenen und exogenen Psychosen.
- Hinweise
- Bei der Gabe von LevoCarb ret - 1 A Pharma® an Patienten mit Vorhof-, Knoten- oder Kammerarrhythmie nach durchgemachtem Herzinfarkt ist, wie bei Levodopa, Vorsicht geboten. Bei der Einstellung dieser Patienten auf LevoCarb ret - 1 A Pharma® sollte die Herzfunktion in einer Einrichtung mit der Möglichkeit intensivmedizinischer Betreuung besonders sorgfältig überwacht werden (Monitoring).
- Die Ausscheidung der wirksamen Bestandteile von LevoCarb ret - 1 A Pharma® in Urin, Speichel und Schweiß kann Flecken in der Kleidung verursachen, die nach dem Antrocknen nicht mehr entfernt werden können, weshalb die Flecken in frischem Zustand ausgewaschen werden sollten.
- Warnhinweise
- Nach langjähriger Behandlung mit Präparaten, die Levodopa enthalten, kann ein plötzliches Absetzen oder sehr rasche Dosisreduzierung von LevoCarb ret - 1 A Pharma® zu einem malignen Levodopa-Entzugssyndrom (malignes neuroleptisches Syndrom mit Hyperpyrexie, Muskelrigidität, psychischen Auffälligkeiten und einem Anstieg der Serum-Kreatinphosphokinase) oder einer akinetischen Krise führen. Beide Zustände sind lebensbedrohlich. Aus therapeutischen Gründen indizierte Levodopa-Pausen dürfen daher nur in der Klinik durchgeführt werden, v. a. wenn der Patient Neuroleptika erhält.
- Bei einigen Patienten wurde unter der Behandlung mit Levodopa/Carbidopa ein Dopamin-Dysregulationssyndrom (DDS) beobachtet. Hierbei handelt es sich um eine Suchterkrankung, die zu einer übermäßigen Anwendung des Arzneimittels führt. Vor Behandlungsbeginn müssen Patienten und Betreuer vor dem potenziellen Risiko der Entwicklung eines DDS gewarnt werden.
- Impulskontrollstörungen
- Die Patienten sollten regelmäßig hinsichtlich der Entwicklung von Impulskontrollstörungen überwacht werden. Patienten und Betreuer sollten darauf aufmerksam gemacht werden, dass bei Patienten, die mit Dopaminagonisten und/oder anderen dopaminergen Substanzen, die Levodopa enthalten, einschließlich LevoCarb ret - 1 A Pharma®, behandelt werden, Verhaltensauffälligkeiten im Sinne von Impulskontrollstörungen auftreten können, einschließlich pathologischer Spielsucht, Libidosteigerung, Hypersexualität, zwanghaftes Geldausgeben oder Einkaufen, Essattacken und Esszwang. Die Überprüfung der Behandlung wird empfohlen, wenn solche Symptome auftreten.
- Hinweise zur Überwachung der Behandlung
- In der Einstellungsphase sind häufigere Kontrollen der Leber- und Nierenfunktion sowie des Blutbildes zu empfehlen (später mindestens einmal jährlich).
- Bei Herzinfarktanamnese, Herzrhythmusstörungen oder koronaren Durchblutungsstörungen sollen regelmäßige, vor allem zu Beginn der Behandlung häufige, Kreislauf- und EKG-Kontrollen vorgenommen werden. Patienten mit Konvulsionen oder Magen-Darm-Ulcera in der Vorgeschichte sollten ebenfalls ärztlich besonders beobachtet werden. Patienten mit einem chronischen Weitwinkelglaukom können behutsam mit LevoCarb ret - 1 A Pharma® behandelt werden, wenn der intraokuläre Druck gut eingestellt ist und regelmäßig kontrolliert wird.
- Alle Patienten sollten sorgfältig auf psychische Veränderungen und auf Anzeichen einer Depression mit und ohne Suizidtendenzen überwacht werden. Patienten mit Psychosen oder Psychosen in der Vorgeschichte sollten mit Vorsicht behandelt werden.
- Malignes Melanom
- Parkinson-Patienten haben nach epidemiologischen Studien ein etwa 2 - 6-fach erhöhtes Risiko, ein malignes Melanom zu entwickeln, als die allgemeine Bevölkerung. Es ist unklar, ob das erhöhte Risiko auf die Parkinson-Erkrankung zurückzuführen ist oder auf andere Faktoren, wie z. B. auf die Arzneimittel zur Behandlung der Erkrankung.
- Daher sollten Patienten und Angehörige bzw. Betreuungspersonen angewiesen werden, während der Behandlung mit Levodopa/Carbidopa die Haut häufig und regelmäßig auf Anzeichen eines Melanoms zu untersuchen. Im Idealfall sollten regelmäßige Hautuntersuchungen durch einen Hautarzt durchgeführt werden.
- LevoCarb ret - 1 A Pharma® enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Retardtablette, d. h., es ist nahezu „natriumfrei".
- LevoCarb ret - 1 A Pharma® sollte nicht gegeben werden bei
- Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
- Vorsicht ist geboten, wenn die nachfolgend genannten Substanzen gleichzeitig mit Levodopa/Carbidopa gegeben werden.
- Antihypertensiva
- Bei Patienten, die Levodopa/Decarboxylasehemmer-Präparate zusammen mit Antihypertonika (insbesondere Reserpin-haltige Präparate) erhielten, ist eine symptomatische orthostatische Hypotonie aufgetreten. Daher kann zu Beginn der Behandlung mit Levodopa/Carbidopa eine Anpassung der Antihypertonika-Dosis erforderlich werden.
- Antidepressiva
- Über Nebenwirkungen, einschließlich Hypertonie und Dyskinesie, bei gleichzeitiger Anwendung von trizyklischen Antidepressiva und Levodopa/Carbidopa-Präparaten wurde selten berichtet. Unter kombinierter Therapie mit Selegilin und Levodopa/Carbidopa kann eine massive orthostatische Hypotonie auftreten, die nicht allein auf Levodopa/Carbidopa zurückzuführen ist. Bezüglich Patienten, die MAO-Hemmer erhalten, wird auf die entsprechenden Ausführungen in der Kategorie "Gegenanzeigen" verwiesen.
- Anticholinergika
- Anticholinergika können die Resorption und damit die Wirksamkeit von Levodopa/Carbidopa bei Patienten beeinträchtigen.
- Kombination mit anderen Antiparkinsonmitteln
- Anticholinergika, Dopaminagonisten und Amantadin können zusammen mit Levodopa/Carbidopa gegeben werden. Eine Dosisanpassung von LevoCarb ret - 1 A Pharma® kann erforderlich werden, wenn diese Arzneimittel zusätzlich zu einer bestehenden Therapie mit LevoCarb ret - 1 A Pharma® verordnet werden. Untersuchungen zu Interaktionen mit anderen Antiparkinsonmitteln wurden nicht durchgeführt. Zur Interaktion mit Anticholinergika siehe oben.
- Andere Arzneimittel
- Antipsychotisch wirksame Arzneimittel, wie z. B. Phenothiazine, Butyrophenone und Risperidon, können die therapeutische Wirkung von Levodopa beeinträchtigen, ebenso auch Isoniazid. Eine verminderte Anti-Parkinson-Wirkung von Levodopa unter Phenytoin, Papaverin und Opioiden wurde berichtet. Patienten sollten sorgfältig auf das Ausbleiben des therapeutischen Ansprechens beobachtet werden. Die gleichzeitige Einnahme von Levodopa/Carbidopa mit Sympathomimetika kann deren Wirkung so verstärken, dass die Dosis reduziert werden sollte.
- Die Anwendung von Levodopa/Carbidopa mit Substanzen, die zu einer Dopamin-Verarmung führen (z. B. Reserpin oder Tetrabenazin), oder anderen Arzneimitteln, von denen bekannt ist, dass sie einen Monoamin-Speicher-entleerenden Effekt haben, wird nicht empfohlen.
- Da Levodopa mit bestimmten Aminosäuren interferiert, kann bei einer proteinreichen Ernährung die Levodopa-Resorption beeinträchtigt sein. Da Carbidopa eine Wirkungsabschwächung von Levodopa durch Pyridoxin verhindert, können Levodopa/Carbidopa-Retardtabletten Patienten gegeben werden, die zusätzlich Pyridoxin (Vitamin B6) einnehmen.
- Untersuchungen zur Bioverfügbarkeit von Levodopa bei gleichzeitiger Einnahme von Levodopa/Carbidopa-Retardtabletten mit Antazida liegen nicht vor.
- Die gleichzeitige Einnahme Eisensulfat-haltiger oder Eisengluconat-haltiger Arzneimittel kann zu einer verminderten Bioverfügbarkeit von LevoCarb ret - 1 A Pharma® führen.
- Laboruntersuchungen
- Es können verschiedene labordiagnostische Messungen gestört sein:
- Bestimmung von Katecholaminen, Kreatinin, Harnsäure, Glukose, alkalischer Phosphatase, SGOT, SGPT, LDH, Bilirubin und Blutharnstoff-N.
- erniedrigtes Hämoglobin und Hämatokrit, erhöhte Serum-Glukose und Urinbefunde (Leukozyten, Bakterien und Blut) wurden beobachtet.
- falsch-positiver Ketonnachweis bei Verwendung von Teststreifen (durch Kochen der Urinprobe wird diese Reaktion nicht verändert).
- falsch-negativer Harnzuckernachweis bei Verwendung der Glukose-Oxidase-Methode.
- falsch-positiver Coombs-Test (zu einer hämolytischen Anämie kam es dabei nur äußerst selten).
- Es können verschiedene labordiagnostische Messungen gestört sein:
- Hinweis
- Vor Narkosen mit Halothan, Cyclopropan und anderen Substanzen, die das Herz gegenüber sympathomimetischen Aminen sensibilisieren, muss das Präparat wenigstens 8 Stunden vorher abgesetzt werden, sofern nicht gleichzeitig Opioide zur Anwendung kommen.
- Wenn die Therapie vorübergehend unterbrochen wird, sollte die übliche Tagesdosis wieder eingenommen werden, sobald der Patient wieder orale Arzneimittel nehmen kann.
- Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Da Levodopa/Carbidopa Retardtabletten auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch Müdigkeit und in sehr seltenen Fällen übermäßige Tagesmüdigkeit und plötzlich auftretende Schlafattacken (eventuell auch ohne vorherige Warnzeichen) verursachen können, müssen Patienten darauf hingewiesen werden, im Straßenverkehr, beim Bedienen von Maschinen sowie bei Arbeiten ohne sicheren Halt besonders vorsichtig zu sein. Patienten, bei denen übermäßige Tagesmüdigkeit und Schlafattacken aufgetreten sind, dürfen kein Fahrzeug führen und keine Maschinen bedienen, durch die sie selbst oder andere dem Risiko schwerwiegender Verletzung ausgesetzt sein könnten. In derartigen Fällen sollte auch eine Dosisreduktion oder eine Beendigung der Therapie erwogen werden.
- Überdosierung
- Symptome einer Überdosierung
- Die Symptome einer Überdosierung entsprechen den in der Kategorie "Nebenwirkungen" beschriebenen Nebenwirkungen.
- Therapiemaßnahmen bei Überdosierung
- Die Therapiemaßnahmen bei akuter Überdosierung mit Levodopa/Carbidopa entsprechen weitgehend denen bei Überdosierung mit Levodopa, außer dass Pyridoxin nicht wirksam ist.
- Bei akuter Überdosierung von Levodopa/Carbidopa sind neben einer sofortigen Magenspülung eine intensivmedizinische Überwachung und Stützmaßnahmen unter besonderer Beachtung der Herz- und Kreislauffunktionen erforderlich. Kardiale Arrhythmien können die Anwendung von Antiarrhythmika, wie z. B. Beta-Rezeptorenblockern, erforderlich machen. Ein spezifisches Antidot existiert nicht. Es liegen keine Dialyse-Erfahrungen vor.
- Symptome einer Überdosierung