Levocetirizin-ratiopharm 5 mg Filmtabletten

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 20 ST 10,19 €
N2 50 ST 23,99 €

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Fachinformationen

Indikation

  • zur Linderung
    • von nasalen und okulären Symptomen bei saisonaler und perennialer allergischer Rhinitis
    • von Symptomen bei chronischer idiopathischer Urtikaria

Dosierung

  • symptomatische Behandlung der allergischen Rhinitis (einschließlich der persistierenden allergischen Rhinitis) und chronischen idiopathischen Urtikaria
    • Erwachsene und Jugendliche (>/= 12 Jahre)
      • 1 Tablette (5 mg Levocetirizindihydrochlorid) 1mal / Tag
    • Kinder und Jugendliche (6 - 12 Jahre)
      • 1 Tablette (5 mg Levocetirizindihydrochlorid) 1mal / Tag
    • Behandlungsdauer
      • intermittierende allergische Rhinitis (Symptome an < 4 Tagen / Woche oder während < 4 Wochen)
        • entsprechend der Erkrankung und ihrer Vorgeschichte behandeln
        • Behandlung kann abgesetzt werden, sobald die Symptome verschwunden sind, und wieder aufgenommen werden, wenn Symptome wiederkehren
      • persistierende allergische Rhinitis (Symptome an > 4 Tagen / Woche und > 4 Wochen lang)
        • kontinuierliche Therapie während der Kontaktzeit mit den Allergenen
      • klinische Erfahrungen liegen vor für
        • mit 5 mg Levocetirizin als Tabletten: > 6 Monate
        • bei chronischer Urtikaria und chronisch allergischem Schnupfen für das Razemat: bis zu 1 Jahr

Dosisanpassung

  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • Dosisintervalle je nach Nierenfunktion individuell einstellen
      • normal (eGFR >/= 90 ml / Min.): 1 Tablette 1mal / Tag
      • leicht (eGFR 60 - < 90 ml / Min.): 1 Tablette 1mal / Tag
      • mäßig (eGFR 30 - < 60 ml / Min.): 1 Tablette 1mal / 2 Tage
      • schwer (eGFR 15 - < 30 ml / Min.), nicht dialysepflichtig: 1 Tablette 1mal / 3 Tage
      • Nierenerkrankung im Endstadium (End Stage Renal Disease, ESRD) - (eGFR < 15), dialysepflichtige Patienten : kontraindiziert
    • Kinder
      • Dosis unter Berücksichtigung der renalen Clearance und des KG individuell an den Patienten anpassen
      • keine spezifischen Daten für Kinder mit eingeschränkter Nierenfunktion vorhanden
  • eingeschränkte Leberfunktion
    • Patienten mit ausschließlich eingeschränkter Leberfunktion: keine Dosisanpassung erforderlich
    • Patienten mit gleichzeitig eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion: Dosis anpassen (s. eingeschränkte Nierenfunktion)
  • ältere Patienten
    • Patienten mit einer mäßig bis schwer eingeschränkten Nierenfunktion: Dosis anpassen (s. eingeschränkte Nierenfunktion)
  • Kinder (2 - 6 Jahre)
    • keine geeignete Dosisanpassung mit Tabeltten möglich
    • es wird empfohlen, eine pädiatrische Darreichungsform von Levocetirizin zu verwenden

Kontraindikationen

Levocetirizin - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Levocetirizin, Cetirizin, Hydroxyzin oder andere Piperazin-Derivate
  • schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearence < 10 ml / Min.)

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Levocetirizin - peroral
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Überempfindlichkeitsreaktionen inkl. Anaphylaxie
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Appetitsteigerung
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
      • Somnolenz
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Schwindelgefühl
      • Konvulsionen
      • Parästhesie
      • Synkope
      • Tremor
      • Geschmacksstörung
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schlafstörungen (bei Kindern und Jugendlichen < 6 Jahre)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Erregung
      • Suizidgedanken
      • Aggression
      • Halluzination
      • Depression
      • Schlaflosigkeit,
      • Albtraum
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Vertigo
  • Augenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Sehstörungen
      • verschwommenes Sehen
      • Okulogyration
  • Herzerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Palpitationen
      • Tachykardie
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraumes und Mediastinums
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Dyspnoe
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Mundtrockenheit
      • Diarrhö (bei Kindern und Jugendlichen < 6 Jahre)
      • Obstipation (bei Kindern und Jugendlichen < 6 Jahre)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Bauchschmerzen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Erbrechen
      • Übelkeit
      • Diarrhö
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hepatitis
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Harnretention
      • Dysurie
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • angioneurotisches Ödem
      • fixes Arzneimittelexanthem
      • Pruritus
        • nach Beendigung der Levocetirizin-Anwendung über Pruritus berichtet
      • Hautausschlag
      • Urtikaria
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Myalgie
      • Arthralgie
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Müdigkeit
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Abgeschlagenheit,
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Ödeme
  • Untersuchungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • abnorme Leberfunktionswerte
      • Gewichtszunahme

Anwendungshinweise

  • Tabletten zum Einnehmen
  • unzerkaut, zu oder unabhängig von den Mahlzeiten mit Flüssigkeit einnehmen
  • es wird empfohlen, die Tagesdosis auf einmal einzunehmen

Stillzeithinweise

Levocetirizin - peroral
  • Cetirizin, das Racemat von Levocetirizin, geht beim Menschen in die Muttermilch über
    • Übergang von Levocetirizin in die Muttermilch wahrscheinlich
  • Nebenwirkungen von Levocetirizin können bei Säuglingen/gestillten Kindern auftreten
  • Vorsicht bei der Anwendung bei stillenden Müttern

Schwangerschaftshinweise

Levocetirizin - peroral
  • bisher keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen (< 300 Schwangerschaftsausgänge) mit der Anwendung von Levocetirizin bei Schwangeren vorliegend
  • weitreichende Erfahrungen an schwangeren Frauen (> 1000 Schwangerschaftsausgänge) deuten jedoch nicht auf ein Fehlbildungsrisiko oder eine fetale/neonatale Toxizität mit Cetirizin, dem Racemat von Levocetirizin, hin
  • tierexperimentelle Studien
    • ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Entbindung oder postnatale Entwicklung
  • falls notwendig, kann eine Anwendung von Levocetirizin während der Schwangerschaft in Betracht gezogen werden
  • Fertilität
    • keine klinischen Daten verfügbar

Warnhinweise

Levocetirizin - peroral
  • Alkohol
    • Vorsicht bei gleichzeitiger Einnahme mit Alkohol
  • Patienten mit Risikofaktoren für ein Harnverhalten (z.B. bei Rückenmarksverletzung, Prostatahyperplasie)
    • Vorsicht, da das Risiko einer Harnretention durch Levocetirizin erhöht werden kann
  • Epilepsie und Patienten mit Krampfrisiko
    • Vorsicht, da Levocetirizin Krampfanfälle verstärken kann
  • Hauttests zum Nachweis von Allergien
    • Reaktionen auf Hauttests zum Nachweis von Allergien werden durch Antihistaminika unterdrückt
    • vor deren Durchführung Auswaschphase (von 3 Tagen) erforderlich
  • Pruritus
    • nach Absetzen von Levocetirizin kann Pruritus auftreten, auch wenn diese Symptome vor Behandlungsbeginn nicht vorhanden waren
    • Symptome können spontan verschwinden
    • in einigen Fällen können die Symptome sehr intensiv sein und eine Wiederaufnahme der Behandlung erfordern
      • nach Wiederaufnahme der Behandlung sollten die Symptome verschwinden
  • Kinder und Jugendliche
    • Anwendung der festen Darreichungsform für Kinder < 6 Jahren nicht empfohlen, da mit dieser Darreichungsform keine geeignete Dosisanpassung möglich ist
    • empfohlen eine pädiatrische Darreichungsform von Levocetirizin anzuwenden