Levonorgestrel STADA 1.5mg Tabletten
STADAPHARM GmbH
Wirkstoff: Levonorgestrel →
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 1 ST | 13,99 € |
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Indikation
- Notfallkontrazeption innerhalb von 72 Stunden nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr
- im Fall des Versagens einer Kontrazeptionsmethode
Dosierung
- Notfallkontrazeption innerhalb von 72 Stunden nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder im Fall des Versagens einer Kontrazeptionsmethode
- Dosierung
- 1 Tablette, innerhalb 12 h nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr
- je frühzeitiger die Behandlung, umso höher die Wirksamkeit
- spätester Einnahmezeitpunkt: 72 h (3 Tage) danach
- Anwendung zu jedem Zeitpunkt des Menstruationszyklus möglich
- Erbrechen (innerhalb von 3 h nach Einnahme der Tablette)
- unverzüglich weitere Tablette einnehmen
- falls Erbrechen länger andauert
- Wirksamkeit nicht gewährleistet
- Arzt aufsuchen
- Einnahme eines enzyminduzierenden Arzneimittels (innerhalb der letzten 4 Wochen)
- nicht-hormonale Notfallkontrazeption empfohlen
- Kupferspirale oder
- doppelte Dosis Levonorgestrel (d.h. 2 Tabletten) wenn keine Kupferspirale verwendet werden kann oder nicht verwendet werden möchte
- nicht-hormonale Notfallkontrazeption empfohlen
- Kinder und Jugendliche
- kein relevanter Gebrauch bei Kindern im präpubertären Alter
- schwere Leberfunktionsstörung
- Anwendung nicht empfohlen
- Dosierung
Kontraindikationen
Levonorgestrel - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Levonorgestrel
- Levonorgestrel darf nicht an Schwangere verabreicht werden
- führt nicht zum Abbruch einer Schwangerschaft
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Levonorgestrel - peroral
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Übelkeit
- Schmerzen im unteren Abdomen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Diarrhoe
- Erbrechen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Bauchschmerzen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Ausschlag
- Urtikaria
- Pruritus
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- nicht menstruationsbedingte Blutung
- vorübergehend können Blutungsanomalien auftreten; bei den meisten Frauen setzt jedoch die nächste Regelblutung innerhalb von 7 Tagen zum erwarteten Termin ein
- nicht menstruationsbedingte Blutung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Regelblutung mehr als 7 Tage verzögert
- ist die nächste Regelblutung mehr als 5 Tage überfällig, muss eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden
- unregelmäßige Menstruation
- Brustspannen
- Regelblutung mehr als 7 Tage verzögert
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Beckenschmerzen
- Dysmenorrhö
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Müdigkeit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Gesichtsödem
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Anwendungshinweise
- Tablette zur oralen Einnahme
- bis zum Einsetzen der nächsten Menstruationsblutung
- lokales Verhütungsmittel anwenden (Kondom, Spermizid, Portiokappe)
- hormonale Kontrazeption kann normal fortgeführt werden
Stillzeithinweise
Levonorgestrel - peroral
- Levonorgestrel wird in die Muttermilch ausgeschieden
- mögliche Levonorgestrel-Exposition des Säuglings kann reduziert werden
- indem die Levonorgestrel unmittelbar nach dem Stillen eingenommen
- und mindestens 8 Stunden nach der Einnahme von Levonorgestrel nicht gestillt wird
Schwangerschaftshinweise
Levonorgestrel - peroral
- Levonorgestrel darf nicht an Schwangere verabreicht werden
- Levonorgestrel führt nicht zum Abbruch einer Schwangerschaft
- begrenzte epidemiologische Daten geben keinen Hinweis für schädliche Effekte auf den Fetus bei bestehender Schwangerschaft
- aber keine klinischen Daten über mögliche Folgen, wenn Dosen > 1,5 mg Levonorgestrel eingenommen werden
- Fertilität
- Levonorgestrel erhöht die Wahrscheinlichkeit von Zyklusstörungen, die manchmal zu einer früheren oder späteren Ovulation und somit zu einer veränderten Fruchtbarkeitsperiode führen können
- Langzeitdaten zur Fertilität liegen allerdings nicht vor
Warnhinweise
Levonorgestrel - peroral
- Notfallkontrazeption ist eine Methode zur seltenen Anwendung
- ersetzt keinesfalls eine regelmäßige Verhütungsmethode
- Notfallkontrazeption verhindert nicht in jedem Fall eine Schwangerschaft
- wenn Unsicherheit über den Zeitpunkt des ungeschützten Geschlechtsverkehrs besteht oder wenn der ungeschützte Geschlechtsverkehr vor mehr als 72 Stunden im selben Menstruationszyklus stattfand, kann eine Konzeption eingetreten sein
- Anwendung von Levonorgestrel nach einem zweiten ungeschützten Geschlechtsverkehr kann deshalb unwirksam sein
- Schwangerschaft muss ausgeschlossen werden
- wenn die Regelblutung mehr als 5 Tage ausgeblieben ist
- wenn es zum Zeitpunkt der erwarteten Regel zu atypischen Blutungen kommt
- wenn eine Schwangerschaft aus anderen Gründen vermutet wird
- wenn Unsicherheit über den Zeitpunkt des ungeschützten Geschlechtsverkehrs besteht oder wenn der ungeschützte Geschlechtsverkehr vor mehr als 72 Stunden im selben Menstruationszyklus stattfand, kann eine Konzeption eingetreten sein
- nach Anwendung des Notfallkontrazeptivums
- empfohlen, bis zum Einsetzen der nächsten Regelblutung eine lokale Barrieremethode (z.B. Kondom, Diaphragma, Spermizid oder Portiokappe) zu verwenden
- Einnahme von Levonorgestrel stellt keine Gegenanzeige für die fortgesetzte Anwendung einer regelmäßigen hormonalen Kontrazeption dar
- ektopische Schwangerschaft
- wenn nach der Anwendung von Levonorgestrel eine Schwangerschaft eintritt, muss die Möglichkeit einer ektopischen Schwangerschaft in Erwägung gezogen werden
- das absolute Risiko einer ektopischen Schwangerschaft ist aller Wahrscheinlichkeit nach gering, da Levonorgestrel den Eisprung und die Befruchtung verhindert
- ektopische Schwangerschaft kann fortbestehen, auch wenn uterine Blutungen auftreten
- Frauen mit einem Risiko für eine ektopische Schwangerschaft (Salpingitis oder ektopische Schwangerschaft in der Anamnese)
- Levonorgestrel nicht empfohlen
- wenn nach der Anwendung von Levonorgestrel eine Schwangerschaft eintritt, muss die Möglichkeit einer ektopischen Schwangerschaft in Erwägung gezogen werden
- Frauen mit schwerer Leberfunktionsstörung
- Anwendung nicht empfohlen
- schwere Malabsorptionssyndrome, z.B. Morbus Crohn
- können die Wirksamkeit von Levonorgestrel beeinträchtigen
- Regelblutung
- nach Einnahme von Levonorgestrel kommt es im Allgemeinen zum üblichen Zeitpunkt zu einer Regelblutung von normaler Stärke
- in manchen Fällen kann sie um einige Tage früher oder später als gewöhnlich einsetzen
- regelmäßige Empfängnisverhütung
- Frauen sollte empfohlen werden, im Rahmen eines ärztlichen Beratungsgespräches eine geeignete Methode zur regelmäßigen Empfängnisverhütung festzulegen oder die bereits angewendete Verhütungsmethode zu optimieren
- falls bei Frauen, die regelmäßig ein orales hormonales Kontrazeptivum anwenden, nach Anwendung von Levonorgestrel im nächsten „pillenfreien Intervall" keine Entzugsblutung eintritt, muss eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden
- wiederholte Anwendung
- wiederholte Anwendung von Levonorgestrel innerhalb eines Monatszyklus ist in Anbetracht möglicher Zyklusstörungen nicht empfohlen
- höheres Körpergewicht, Body-Mass-Index (BMI)
- begrenzte und nicht eindeutige Daten legen nahe, dass bei einem höheren Körpergewicht oder BMI die Wirksamkeit verringert sein kann
- schnellstmögliche Einnahme
- bei allen Frauen sollte, unabhängig vom Körpergewicht der Frau oder ihrem BMI, das Notfallkontrazeptivum schnellstmöglich nach einem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen werden
- Langzeitkontrazeptiva
- Levonorgestrel besitzt nicht die gleiche Wirksamkeit wie herkömmliche, regelmäßig anzuwendende kontrazeptive Methoden und ist nur als Notfallmaßnahme geeignet
- Frauen, die wiederholt die Verordnung eines Notfallkontrazeptivums fordern, sollte zur Anwendung von Langzeitkontrazeptiva geraten werden
- Krankheitsübertragung
- Anwendung eines Notfallkontrazeptivums ersetzt nicht die notwendigen Schutzmaßnahmen gegen sexuell übertragbare Krankheiten