Lodotra 1mg m.veränd.Wirkstofffreisetzung

MUNDIPHARMA GmbH
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Wirkstoff: Prednison →

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30 ST 36,83 €

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Fachinformationen

Indikation

  • mäßig bis schwere, aktive rheumatoide Arthritis bei Erwachsenen, insbes. wenn diese von morgendlicher Gelenksteifigkeit begleitet ist

Dosierung

  • mäßig bis schwere, aktive rheumatoide Arthritis bei Erwachsenen, insbes. wenn diese von morgendlicher Gelenksteifigkeit begleitet ist
    • individuell dosieren, gerichtet nach Schwere der Erkrankung und individuellem Ansprechen
    • intial: 10 mg Prednison, in bestimmten Fällen 15 oder 20 mg Prednison
    • rasche Dosisreduktion auf niederigere Erhaltungsdosis in Abhängigkeit von klin. Symptomatik und Anpsrechen des Patienten
    • Umstellung vom Standard-Behandlungsschema (morgendliche Glucocorticoidgabe) auf abendliche Einnahme gegen 22 Uhr
      • gleiche Dosis (bezogen auf mg Prednison-Äquivalent) beibehalten
      • nach Umstellung Dosisanpassung entsprechend der klin. Situation
    • Langzeitbehandlung der rheumatoiden Arthritis
      • bis zu 10 mg Prednison / Tag, je nach Schwere des Krankheitsverlaufs
      • Dosisreduktion, abhängig vom Behandlungserfolg, in Schritten von 1 mg Prednison 1mal / 2 - 4 Wochen bis zur angemessenen Erhaltungsdosis
    • Kinder und Jugendliche
      • Anwendung nicht empfohlen (keine ausreichenden Daten zur Verträglichkeit und Wirksamkeit)
    • Behandlungsdauer
      • ausschleichend Absetzen: Dosisreduktion um 1 mg Prednison 1mal / 2 - 4 Wochen
      • bei Bedarf Parameter des adrenergen Regelkreises überwachen

Dosisanpassung

  • Hypothyreose: evtl. vergleichsweise niedrige Dosis ausreichend bzw. Dosissenkung erforderlich
  • Leberzirrhose: evtl. vergleichsweise niedrige Dosis ausreichend bzw. Dosissenkung erforderlich

Kontraindikationen

Prednison - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Prednison
  • Hinweis
    • für die kurzfristige Anwendung bei vitaler Indikation gibt es keine weiteren Kontraindikationen

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Prednison - peroral
  • schnell freisetzende Darreichungsformen
    • Hormonersatztherapie
      • geringes Nebenwirkungsrisiko bei Beachtung der empfohlenen Dosierungen
    • Pharmakotherapie
      • Nebenwirkungen sehr stark von Dosierung und Behandlungsdauer abhängig, deren Häufigkeit kann daher hier nicht angegeben werden
      • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
        • ohne Häufigkeitsangabe
          • Maskierung von Infektionen
          • Manifestation und Exazerbation von latenten
            • Virusinfektionen
            • Pilzinfektionen
            • bakteriellen, parasitären sowie opportunistischen Infektionen
          • Aktivierung einer Strongyloidiasis
      • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
        • ohne Häufigkeitsangabe
          • mittelgradige Leukozytose
          • Lymphopenie
          • Eosinopenie
          • Polycythämie
      • Erkrankungen des Immunsystems
        • ohne Häufigkeitsangabe
          • allergische Reaktionen (z. B. Arzneimittelexanthem)
          • schwere anaphylaktische Reaktionen wie
            • Arrhythmien
            • Bronchospasmen
            • Hypo- oder Hypertonie
            • Kreislaufkollaps
            • Herzstillstand
      • Endokrine Erkrankungen
        • ohne Häufigkeitsangabe
          • adrenale Suppression und Induktion eines Cushing Syndroms (typische Symptome Vollmondgesicht, Stammfettsucht, Plethora)
      • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
        • ohne Häufigkeitsangabe
          • Natriumretention mit Ödembildung
          • vermehrte Kaliumausscheidung (cave: Rhythmusstörungen)
          • Gewichtszunahme
          • Appetitsteigerung
          • verminderte Glucosetoleranz
          • Diabetes mellitus
          • Hypercholesterinämie
          • Hypertriglyceridämie
      • Psychiatrische Erkrankungen
        • ohne Häufigkeitsangabe
          • Depression
          • Gereiztheit
          • Euphorie
          • Antriebssteigerung
          • Psychose
          • Manie
          • Halluzinationen
          • Affektlabilität
          • Angstgefühle
          • Schlafstörungen
          • Suizidalität
      • Erkrankungen des Nervensystems
        • ohne Häufigkeitsangabe
          • Pseudotumor cerebri (insbesondere bei Kindern)
          • Manifestation einer latenten Epilepsie
          • Erhöhung der Anfallsbereitschaft bei manifester Epilepsie
      • Augenerkrankungen
        • ohne Häufigkeitsangabe
          • Katarakt, insbesondere mit hinterer subcapsulärer Trübung
          • Glaukom
          • Verschlechterung der Symptome bei Hornhautulcus
          • Begünstigung viraler, fungaler und bakterieller Entzündungen am Auge
          • verschwommenes Sehen
      • Herzerkrankungen
        • ohne Häufigkeitsangabe
          • Bradykardie (nach Anwendung hoher Dosen)
      • Gefäßerkrankungen
        • ohne Häufigkeitsangabe
          • Hypertonie
          • Erhöhung des Arteriosklerose- und Thromboserisikos
          • Vaskulitis (auch als Entzugssyndrom nach Langzeittherapie)
          • erhöhte Kapillarfragilität
      • Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
        • ohne Häufigkeitsangabe
          • Magen-Darm-Ulcera
          • gastrointestinale Blutungen
          • Pankreatitis
      • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
        • ohne Häufigkeitsangabe
          • Striae rubrae
          • Hautatrophie
          • Teleangiektasien
          • Petechien
          • Ekchymosen
          • Hypertrichose
          • Steroidakne
          • rosacea-artige (periorale) Dermatitis
          • Änderungen der Hautpigmentierung
      • Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
        • ohne Häufigkeitsangabe
          • Muskelatrophie und -schwäche
          • Myopathie
          • Osteoporose (dosisabhängig, auch bei nur kurzzeitiger Anwendung möglich)
          • aseptische Knochennekrosen
          • Sehnenbeschwerden
          • Sehnenentzündung
          • Sehnenrupturen
          • epidurale Lipomatose
          • Wachstumshemmung bei Kindern
        • Hinweis
          • bei zu rascher Dosisreduktion nach langdauernder Behandlung kann es zu Beschwerden wie Muskel- und Gelenkschmerzen kommen
      • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
        • ohne Häufigkeitsangabe
          • Sklerodermiebedingte renale Krise
            • das Auftreten sklerodermiebedingter renaler Krisen variiert in den verschiedenen Subpopulationen
            • höchstes Risiko wurde bei Patienten mit diffuser systemischer Sklerose berichtet
            • niedrigstes Risiko wurde bei Patienten mit begrenzter systemischer Sklerose (2 %) und juveniler systemischer Sklerose (1 %) berichtet
      • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
        • ohne Häufigkeitsangabe
          • Störungen der Sexualhormonsekretion
            • in Folge davon Auftreten von Amenorrhoe, Hirsutismus, Impotenz
      • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
        • ohne Häufigkeitsangabe
          • verzögerte Wundheilung
  • Darreichungsformen mit veränderter Wirkstofffreisetzung
    • Nebenwirkungen von Dosierung und Behandlungsdauer abhängig
    • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • mittelgradige Leukozytose
        • Lymphopenie
        • Eosinopenie
        • Polycythämie
    • Erkrankungen des Immunsystems
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Schwächung der Immunabwehr
        • Maskierung von Infektionen
        • Exazerbation latenter Infektionen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • allergische Reaktionen
    • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Erhöhung der Anfälligkeit gegenüber und der Schwere von Infektionen
    • Endokrine Erkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • adrenale Suppression und Induktion eines Cushing Syndrom (typische Symptome: Vollmondgesicht, Stammfettsucht, Plethora)
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Störung der Ausschüttung von Sexualhormonen (Amenorrhoe, Hirsutismus, Impotenz)
        • Störung der Schilddrüsenfunktion
    • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Natriumretention mit Ödembildung
        • vermehrte Kaliumausscheidung (cave: Arrhythmien)
        • Appetitsteigerung
        • Gewichtszunahme
        • verminderte Glucosetoleranz
        • Diabetes mellitus
        • Hypercholesterinämie
        • Hypertriglyceridämie
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • reversible epidurale, epikardiale oder mediastinale Lipomatose
        • hypokalämische Alkalose
    • Psychiatrische Erkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Schlaflosigkeit
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Depression
        • Reizbarkeit
        • Euphorie
        • erhöhter Antrieb
        • Psychose
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Kopfschmerzen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Pseudotumor cerebri
        • Manifestation einer latenten Epilepsie
        • erhöhte Anfallsneigung bei manifester Epilepsie
    • Augenerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Katarakt, insbesondere mit hinterer subcapsulärer Trübung
        • Glaukom
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Verschlechterung der Symptome bei Hornhautulcus
        • Begünstigung viraler, fungaler und bakterieller Entzündungen am Auge
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • zentrale seröse Chorioretinopathie
        • verschwommenes Sehen
    • Gefäßerkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Hypertonie
        • Erhöhung des Arteriosklerose- und Thromboserisikos
        • Vaskulitis (auch als Entzugssyndrom nach Langzeittherapie)
        • erhöhte Kapillarfragilität
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100 (keine gleichzeitige Gabe nichtsteroidaler Entzündungshemmer)
        • gastrointestinale Ulcera (keine gleichzeitige Gabe nichtsteroidaler Entzündungshemmer)
        • gastrointestinale Blutungen (keine gleichzeitige Gabe nichtsteroidaler Entzündungshemmer)
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Pankreatitis
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Übelkeit
        • Durchfall
        • Erbrechen
    • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Striae rubrae
        • Hautatrophie
        • Teleangiektasien
        • erhöhte Kapillarfragilität
        • Petechien
        • Ekchymosen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Hypertrichose
        • Steroidakne
        • verzögerte Wundheilung
        • rosacea-artige (periorale) Dermatitis
        • Änderungen der Hautpigmentierung
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Überempfindlichkeitsreaktionen, z. B. Arzneimittelexanthem
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Hirsutismus
    • Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Muskelatrophie und -schwäche
        • Osteoporose (dosisabhängig, auch bei nur kurzzeitiger Anwendung möglich)
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • aseptische Knochennekrosen (Humerus und Femurkopf)
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Steroidmyopathie
        • Sehnenrisse
        • Frakturen der Wirbel und Röhrenknochen
    • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Sklerodermiebedingte renale Krise
          • das Auftreten sklerodermiebedingter renaler Krisen variiert in den verschiedenen Subpopulationen
          • höchstes Risiko wurde bei Patienten mit diffuser systemischer Sklerose berichtet
          • niedrigstes Risiko wurde bei Patienten mit begrenzter systemischer Sklerose (2 %) und juveniler systemischer Sklerose (1 %) berichtet

Anwendungshinweise

  • Einnahme der Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung am Abend (gegen 22 Uhr) mit oder nach dem Abendessen im Ganzen und unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit
    • Einnahme der Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung mit einer leichten Zwischenmahlzeit (z.B. 1 Scheibe Brot mit Wurst oder Käse), wenn Abendessen > 2 - 3 Stunden zurückliegt
    • Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung nicht nüchtern einnehmen (Bioverfügbarkeit von Prednison kann sonst verringert sein)
    • Wirkstofffreisetzung mit Verzögerung von ca. 4 - 6 Stunden nach Einnahme
    • Freisetzung des Wirkstoffs und pharmakologische Wirkungen setzen während der Nacht ein
    • Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung bestehen aus einem prednisonhaltigen Kern und einem inerten Überzug
      • für verzögerte Freisetzung von Prednison muss Tablettenüberzug unbeschädigt sein
      • deshalb Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung nicht zerbrechen, teilen oder zerkauen

Stillzeithinweise

Prednison - peroral
  • strenge Indikationsstellung
    • darf nur verordnet werden, wenn die Vorteile für Mutter und Kind die Risiken überwiegen
  • sind aus Krankheitsgründen höhere Dosen erforderlich, sollte abgestillt werden
    • da das Milch/Plasma-Konzentrationsverhältnis bei höheren Dosen ansteigt (25 % der Serumkonzentration in der Milch bei 80 mg Prednison/Tag)
  • Übergang in die Muttermilch
    • Glucocorticoide gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über (bis zu 0,23 % der Einzeldosis)
    • bei Dosen bis zu 10 mg / Tag liegt die über die Muttermilch aufgenommene Menge unter Nachweisgrenze
  • Schädigung des Säuglings bislang nicht bekannt

Schwangerschaftshinweise

Prednison - peroral
  • während der Schwangerschaft Behandlung nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung
    • dabei die niedrigste zur Aufrechterhaltung einer adäquaten Krankheitskontrolle erforderliche Prednison-Dosis anwenden
  • Langzeitbehandlung
    • Wachstumsstörungen des Feten bei Langzeitbehandlung mit Glucocorticoiden nicht auszuschließen
  • 1. Trimenon
    • erhöhtes Risiko für orale Spaltbildungen bei menschlichen Feten durch die Gabe von Glucocorticoiden wird diskutiert
  • Verabreichung am Ende der Schwangerschaft
    • werden Glucocorticoide am Ende der Schwangerschaft gegeben, besteht für den Fetus die Gefahr einer Atrophie der Nebennierenrinde, die eine ausschleichende Substitutionsbehandlung des Neugeborenen erforderlich machen kann, die dann langsam reduziert werden muss
  • tierexperimentelle Studien
    • Prednison führte zur Ausbildung von Gaumenspalten
    • deuten darauf hin, dass die Verabreichung von Glucocorticoiden während der Schwangerschaft in pharmakologischen Dosen das fetale Risiko für eine intrauterine Wachstumsretardierung, Herz-Kreislauf- oder Stoffwechselerkrankungen im Erwachsenenalter erhöhen kann und möglicherweise eine Auswirkung auf die Glucocorticoid-Rezeptordichte und den Neurotransmitterumsatz oder die Entwicklung des Nervensystems und Verhaltens haben kann
  • Fertilität
    • bei Anwendung hoher Prednisolon-Dosen reversible Störungen der Spermatogenese beobachtet

Warnhinweise

Prednison - peroral
  • Infektionen
    • durch Immunsuppression erhöhtes Risiko möglich für bakterielle, virale, parasitäre, opportunistische und Pilzinfektionen
    • langdauernde Anwendung auch geringer Mengen von Prednison führt zu erhöhtem Infektionsrisiko auch durch solche Mikroorganismen, die ansonsten selten Infektionen verursachen (sog. opportunistische Infektionen)
    • Symptomatik einer bestehenden oder sich entwickelnden Infektion kann verschleiert und somit die Diagnostik erschwert werden
    • latente Infektionen, wie Tuberkulose oder Hepatitis B, können reaktiviert werden
  • CYP3A-Inhibitoren
    • bei einer gleichzeitigen Behandlung mit CYP3A-Inhibitoren einschließlich cobicistathaltiger Produkte ist mit einem erhöhten Risiko systemischer Nebenwirkungen zu rechnen
    • Kombination sollte vermieden werden, es sei denn, der Nutzen überwiegt das erhöhte Risiko systemischer Nebenwirkungen der Corticosteroide
      • in diesem Fall sollten die Patienten im Hinblick auf systemische Corticosteroidnebenwirkungen überwacht werden
  • Therapie mit Prednison nur unter strengster Indikationsstellung und ggf. zusätzlicher gezielter antiinfektiöser Therapie bei folgenden Erkrankungen
    • akuten Virusinfektionen (Herpes zoster, Herpes simplex, Varizellen, Keratitis herpetica)
    • HBsAg-positiver chronisch-aktiver Hepatitis
    • ca. 8 Wochen vor bis 2 Wochen nach Schutzimpfungen mit Lebendimpfstoffen
    • systemischen Mykosen und Parasitosen (z. B. Nematoden)
    • bei Patienten mit Verdacht auf oder bestätigter Strongyloidiasis (Zwergfadenwurminfektion) können Glucocorticoide zur Aktivierung und Massenvermehrung der Parasiten führen
    • Poliomyelitis
    • Lymphadenitis nach BCG-Impfung
    • akuten und chronischen bakteriellen Infektionen
    • bei Tuberkulose in der Anamnese (cave Reaktivierung!) Anwendung nur unter Tuberkulostatika-Schutz
      • aufgrund ihrer immunsuppressiven Eigenschaften können Glucocorticoide Infektionen induzieren oder verstärken
      • betroffene Patienten sind sorgfältig zu überwachen, z. B. mittels Tuberkulintest
      • Patienten mit besonderem Risiko sind mit Tuberkulostatika zu behandeln
  • zusätzlich Therapie mit Prednison nur unter strenger Indikationsstellung und Überwachung, ggf. zusätzlicher spezifischer Therapie bei
    • Magen-Darm-Ulcera
    • schwere Osteoporose und Osteomalazie
    • schwer einstellbarer Hypertonie
    • schwer einstellbarem Diabetes mellitus
    • psychiatrischen Erkrankungen (auch anamnestisch) (auch in der Vorgeschichte des Patienten) einschließlich Suizidalität
      • neurologische oder psychiatrische Überwachung empfohlen
    • Eng- und Weitwinkelglaukom
      • ophthalmologische Überwachung und begleitende Therapie empfohlen
    • Hornhautulcerationen und Hornhautverletzungen
      • ophthalmologische Überwachung und begleitende Therapie empfohlen
  • wegen Gefahr einer Darmperforation Prednison nur bei zwingender Indikation und unter entsprechender Überwachung anwenden bei
    • schwerer Colitis ulcerosa mit drohender Perforation möglicherweise auch ohne peritoneale Reizung
    • Divertikulitis
    • Enteroanastomosen (unmittelbar postoperativ)
    • Hinweis
      • Zeichen einer peritonealen Reizung nach gastrointestinaler Perforation können bei Patienten, die hohe Dosen von Glucocorticoiden erhalten, fehlen
  • Sehnenbeschwerden, Tendinitis, Sehnenrupturen
    • erhöhtes Risiko von Sehnenbeschwerden, Tendinitis und Sehnenrupturen, wenn Fluorchinolone und Glucocorticoidezusammen verabreicht werden
  • Diabetiker
    • während der Anwendung von Prednison evtl. erhöhten Bedarf an Insulin oder oralen Antidiabetika bei Diabetikern berücksichtigen
    • Patienten mit Diabetes mellitus sollten daher während der Behandlung engmaschig überwacht werden
  • Patienten mit schwer einstellbarer Hypertonie
    • regelmäßige Blutdruckkontrollen erforderlich
  • Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz
    • sorgfältig überwachen
    • Gefahr einer Verschlechterung
  • Patienten, die kürzlich einen Herzinfarkt hatten
    • Vorsicht bei der Anwendung bei diesen Patienten, da das Risiko einer Myokardruptur besteht
  • Niereninsuffizienz
    • Vorsicht, wenn Corticosteroide, einschließlich Prednison, an Patienten verschrieben wird, die unter einer Niereninsuffizienz leiden
  • bei Behandlung einer Myasthenia gravis initial Symptomverschlechterung möglich
    • deshalb sollte Einstellung auf Corticosteroide stationär erfolgen
    • insbesondere bei schwerer facio-pharyngealer Symptomatik und Minderung des Atemvolumens sollte Therapie einschleichend begonnen werden
  • Impfungen mit Totimpfstoffen grundsätzlich möglich
    • jedoch beachten, dass Immunreaktion und damit Impferfolg bei höheren Dosierungen der Corticoide beeinträchtigt werden kann
  • Bradykardie
    • bei Anwendung hoher Dosen von Prednison kann es zu Bradykardien kommen
    • das Auftreten von Bradykardien korreliert nicht notwendigerweise mit der Dauer der Behandlung
  • bei langdauernder Therapie mit Prednison
    • regelmäßige ärztliche Kontrollen (einschließlich augenärztlicher Kontrollen in dreimonatigen Abständen) angezeigt
  • bei vergleichsweise hohen Dosen
    • auf ausreichende Kaliumzufuhr achten
    • auf Natriumrestriktion achten
    • Serum-Kalium-Spiegel überwachen
  • besondere körperliche Stress-Situationen (fieberhaften Erkrankungen, Unfall, Operation, Geburt etc.) während der Behandlung mit Prednison
    • erfordern ggf. vorübergehende Dosiserhöhung
    • aufgrund möglicher Gefährdung in Stress-Situationen für den Patienten bei länger dauernder Therapie Notfall-Ausweis ausstellen
  • schwere anaphylaktische Reaktionen können auftreten
  • Einfluss auf Calciumstoffwechsel
    • abhängig von Dauer und Dosierung der Behandlung negativer Einfluss auf Calciumstoffwechsel möglich
    • Osteoporose-Prophylaxe empfohlen, v.a. bei gleichzeitig bestehenden Risikofaktoren wie
      • familiärer Veranlagung
      • höherem Lebensalter
      • nach der Menopause
      • ungenügender Eiweiß- und Calciumzufuhr
      • starkem Rauchen
      • übermäßigem Alkoholgenuss
      • Mangel an körperlicher Aktivität
    • Vorbeugung besteht in ausreichender Calcium- und Vitamin-D-Zufuhr und körperlicher Aktivität
    • bei bereits bestehender Osteoporose zusätzlich medikamentöse Therapie erwägen
  • bei Beendigung oder ggf. Abbruch der Langzeitgabe von Glucocorticoiden folgende Risiken bedenken
    • Exacerbation bzw. Rezidiv der Grundkrankheit
    • akute NNR-Insuffizienz (insbesondere in Stress-Situationen, z. B. während Infektionen, nach Unfällen, bei verstärkter körperlicher Belastung)
    • Cortison-Entzugssyndrom
  • spezielle Viruserkrankungen (Windpocken, Masern) können bei Patienten, die mit Glucocorticoiden behandelt werden, besonders schwer verlaufen
    • abwehrgeschwächte (immunsupprimierte) Kinder und Patienten ohne bisherige Windpocken- oder Maserninfektion besonders gefährdet
    • bei Kontakt zu masern- oder windpockenerkrankten Personen während einer Behandlung mit Prednison ggf. vorbeugende Behandlung einleiten
  • Phäochromozytom-Krise
    • Berichte über das Auftreten einer Phäochromozytom-Krise nach Anwendung von Corticosteroiden
      • kann tödlich verlaufen
    • bei vermuteten oder diagnostizierten Phäochromozytom Anwendung nur nach angemessener Nutzen-Risiko-Abwägung
  • Sehstörung
    • bei der systemischen und topischen Anwendung von Corticosteroiden können Sehstörungen auftreten
    • wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellig wird, sollte eine Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen in Erwägung gezogen werden
      • diese umfassen unter anderem Katarakt, Glaukom oder seltene Erkrankungen, wie z. B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC), die nach der Anwendung systemischer oder topischer Corticosteroide gemeldet wurden
  • sklerodermiebedingte renale Krise
    • Vorsicht bei Patienten mit systemischer Sklerose aufgrund einer erhöhten Inzidenz (möglicherweise tödlicher) sklerodermiebedingter renaler Krisen mit Hypertonie und einer verringerten Harnausscheidung bei einer täglichen Dosis von 15 mg oder mehr Prednison
    • daher sollten der Blutdruck und die Nierenfunktion (S-Kreatinin) routinemäßig überprüft werden
    • wenn Verdacht auf eine renale Krise besteht, sollte der Blutdruck sorgfältig überwacht werden
  • Kinder und Jugendliche
    • in der Wachstumsphase von Kindern sollte das Nutzen-Risiko-Verhältnis einer Therapie mit Prednison sorgfältig erwogen werden
    • aufgrund der wachstumshemmenden Wirkung von Prednison sollte das Längenwachstum bei Langzeittherapie regelmäßig kontrolliert werden
    • Therapie sollte zeitlich begrenzt oder bei Langzeittherapie alternierend erfolgen
  • ältere Patienten
    • erhöhtes Osteoporoserisiko, daher sollte Nutzen-Risiko-Verhältnis einer Therapie mit Prednison sorgfältig erwogen werden
  • Doping
    • Anwendung von Prednison kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen
    • gesundheitlichen Folgen der Anwendung von Prednison als Dopingmittel können nicht abgesehen werden, schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen nicht auszuschließen
  • Störungen der Spermatogenese
    • Behandlung mit Prednison in hohen Dosen über einen längeren Zeitraum (30 mg / Tag über mind. 4 Wochen) führte zu reversiblen Störungen der Spermatogenese (nach Absetzen des Arzneimittels noch mehrere Monate anhaltend)
  • Einfluss auf Untersuchungsmethoden
    • Hautreaktionen auf Allergietests können unterdrückt werden
  • zusätzlich für Darreichungsformen mit veränderter/retardierter Wirkstofffreisetzung
    • Arzneimittel kann bei Nüchtern-Einnahme gewünschten Prednison-Blutspiegel nicht erreichen
      • für ausreichende Wirksamkeit Einnahme stets mit oder nach dem Abendessen
    • niedrige Plasmakonzentrationen können auch bei ordnungsgemäßer Einnahme auftreten
      • im Durchschnitt aller PK-Studien mit einem Präparat traten niedrige Plasmakonzentrationen bei 6 % - 7 % der verabreichten Prednison-Dosen auf; in einer PK-Studie wurde dies bei 11 % der Dosen beobachtet
      • sollte berücksichtigt werden, wenn die Wirkung von Prednison nicht ausreichend ist
        • in diesem Fall sollte eine Umstellung auf eine herkömmliche Darreichungsform mit sofortiger Wirkstofffreisetzung in Erwägung gezogen werden
    • retardiert freisetzende Darreichungsformen nicht durch Prednison-Tabletten mit sofortiger Wirkstofffreisetzung unter Beibehaltung des gleichen Einnahmeschemas ersetzen
    • bei Substitution, Beendigung oder Absetzen einer Langzeittherapie folgende Risiken bedenken
      • Reaktivierung der rheumatoiden Arthritis
      • akute Nebenniereninsuffizienz (insbesondere unter besonderer Belastung, z. B. während Infektionen, nach Unfällen, bei verstärkter körperlicher Anstrengung)
      • Cortison-Entzugssyndrom
    • aufgrund seiner pharmakologischen Eigenschaften die retardiert freisetzende Darreichungsform nicht bei akuten Indikationen anstelle von Prednison-Tabletten mit sofortiger Wirkstofffreisetzung anwenden
    • Schlafstörungen
      • treten bei Einnahme von retardiert freisetzendem Prednison häufiger auf als bei herkömmlichen, am Morgen eingenommenen Darreichungsformen mit sofortiger Wirkstofffreisetzung
      • falls Schlaflosigkeit auftritt und sich nicht bessert, Wechsel zu herkömmlicher Darreichungsform mit sofortiger Wirkstofffreisetzung ratsam