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| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 30 ST | 5409,57 € |
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Indikation
- Monotherapie zur Behandlung erwachsener Patienten mit Anaplastische-Lymphomkinase (ALK)-positivem, fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (non-small cell lung cancer, NSCLC), die zuvor nicht mit einem ALK-Inhibitor behandelt wurden
- Monotherapie zur Behandlung erwachsener Patienten mit ALK-positivem, fortgeschrittenen NSCLC, deren Erkrankung fortgeschritten ist nach:
- Alectinib oder Ceritinib als erste Therapie mit ALK-Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) oder
- Crizotinib und mindestens einem anderen ALK-TKI
Dosierung
- Behandlung des ALK-positiven, fortgeschrittenen NSCLC
- Durchführung und Überwachung der Behandlung von einem in der Anwendung von Krebstherapeutika erfahrenen Arzt
- Hinweise:
- der Nachweis eines ALK-positiven NSCLC ist für die Auswahl der Patienten für eine Behandlung mit Lorlatinib erforderlich, da nur für diese Patienten ein Nutzen nachgewiesen wurde
- die Untersuchung auf ein ALK-positives NSCLC sollte von Laboratorien durchgeführt werden, welche die verwendete Technologie nachweislich beherrschen
- eine unsachgemäße Testdurchführung kann zu unzuverlässigen Testergebnissen führen
- Dosierung
- Erwachsene
- 100 mg Lorlatinib 1mal / Tag
- Behandlungsdauer
- solange der Patient einen klinischen Nutzen von der Behandlung hat, ohne dass es zu inakzeptabler Toxizität kommt
- verspätete oder vergessene Dosis
- vergessene Dosis nachholen, sobald der Patient dies bemerkt
- falls nächste Dosis in weniger als 4 Stunden fällig ist
- vergessene Dosis nicht mehr einnehmen
- keine doppelte Dosis zur selben Zeit einnehmen, um eine vergessene Dosis nachzuholen
- Erwachsene
Dosisanpassungen
- abhängig von individueller Sicherheit und Verträglichkeit kann eine Therapieunterbrechung oder eine Dosisreduktion erforderlich werden
- Stufen der Dosisreduktion
- 1. Dosisreduktion: 75 mg 1mal / Tag
- 2. Dosisreduktion: 50 mg 1mal / Tag
- falls der Patient die orale Dosis von 50 mg 1mal / Tag nicht verträgt
- Lorlatinib endgültig absetzen
- Stufen der Dosisreduktion
- Nebenwirkungena
- Hypercholesterinämie oder Hypertriglyceridämie
- leichte Hypercholesterinämie (Cholesterinwert zwischen ULN [obere Normgrenze] und 300 mg / dl bzw. zwischen ULN und 7,75 mmol / l)
- oder mäßige Hypercholesterinämie (Cholesterinwert zwischen 301 und 400 mg / dl bzw. 7,76 und 10,34 mmol / l)
- oder leichte Hypertriglyceridämie (Triglyceridwert zwischen 150 und 300 mg / dl bzw. 1,71 und 3,42 mmol / l)
- oder mäßige Hypertriglyceridämie (Triglyceridwert zwischen 301 und 500 mg / dl bzw. 3,43 und 5,7 mmol / l)
- Einleiten oder Anpassen einer lipidsenkenden Therapieb gemäß der entsprechenden Fachinformation
- Behandlung mit Lorlatinib bei gleicher Dosis fortsetzen
- schwere Hypercholesterinämie (Cholesterinwert zwischen 401 und 500 mg / dl bzw. 10,35 und 12,92 mmol / l)
- oder schwere Hypertriglyceridämie (Triglyceridwert zwischen 501 und 1.000 mg / dl bzw. 5,71 und 11,4 mmol / l)
- Einleiten einer lipidsenkenden Therapieb
- bei bereits bestehender lipidsenkender Therapie eine Dosiserhöhung der Therapieb gemäß der entsprechenden Fachinformation oder Umstellung auf eine andere lipidsenkende Therapieb
- Behandlung mit Lorlatinib ohne Unterbrechung bei gleicher Dosis fortsetzen
- lebensbedrohende Hypercholesterinämie (Cholesterinwert > 500 mg / dl bzw. > 12,92 mmol / l)
- oder lebensbedrohende Hypertriglyceridämie (Triglyceridwert > 1.000 mg / dl bzw. > 11,4 mmol / l)
- Einleiten einer lipidsenkenden Therapieb oder Dosiserhöhung der bestehenden Therapieb gemäß der entsprechenden Fachinformation oder Umstellung auf eine andere lipidsenkende Therapieb
- Aussetzen von Lorlatinib bis zum Abklingen der Hypercholesterinämie und / oder Hypertriglyceridämie auf einen leichten oder mäßigen Schweregrad
- Wiederaufnahme derselben Dosis von Lorlatinib bei maximierter lipidsenkender Therapieb gemäß der entsprechenden Fachinformation
- bei erneutem Auftreten schwerer Hypercholesterinämie und / oder Hypertriglyceridämie trotz maximaler lipidsenkender Therapieb gemäß der entsprechenden Fachinformation
- Verringerung der Lorlatinib-Dosierung um 1 Stufe
- Einleiten einer lipidsenkenden Therapieb oder Dosiserhöhung der bestehenden Therapieb gemäß der entsprechenden Fachinformation oder Umstellung auf eine andere lipidsenkende Therapieb
- Auswirkungen auf das Zentralnervensystem (ZNS, einschließlich psychotischer Effekte sowie Veränderungen von Wahrnehmung, Stimmung, mentalem Status oder Sprache)
- Grad 2: mäßig oder
- Grad 3: schwer
- Aussetzen von Lorlatinib bis zum Rückgang der Toxizität auf Grad 1 oder darunter
- anschließend Wiederaufnahme der Lorlatinib-Therapie mit einer um 1 Stufe verringerten Dosierung
- Grad 4: lebensbedrohend / Sofortmaßnahmen indiziert
- Lorlatinib endgültig absetzen
- erhöhter Lipase-/ Amylasewert
- Grad 3: schwer oder
- Grad 4: lebensbedrohend / Sofortmaßnahmen indiziert
- Aussetzen von Lorlatinib bis zum Rückgang der Lipase- / Amylasewerte auf die Ausgangswerte
- anschließend Wiederaufnahme der Lorlatinib-Therapie mit einer um 1 Stufe verringerten Dosierung
- interstitielle Lungenerkrankung (ILD) / Pneumonitis
- Grad 1: leicht oder
- Grad 2: mäßig
- Aussetzen von Lorlatinib bis zum Rückgang der Symptome auf den Ausgangswert sowie Erwägen einer Kortikosteroidtherapie
- Wiederaufnahme der Lorlatinib-Therapie mit einer um 1 Stufe verringerten Dosierung
- endgültiges Absetzen von Lorlatinib bei erneutem Auftreten von ILD / Pneumonitis oder einer ausbleibenden Erholung trotz Steroidbehandlung und 6-wöchiger Unterbrechung der Lorlatinib-Therapie
- Grad 3: schwer oder
- Grad 4: lebensbedrohend / Sofortmaßnahmen indiziert
- Lorlatinib endgültig absetzen
- PR-Intervallverlängerung / atrioventrikulärer Block (AV-Block)
- AV-Block 1. Grads: asymptomatisch
- Behandlung mit Lorlatinib ohne Unterbrechung bei gleicher Dosis fortsetzen
- Wirkungen von Begleitmedikationen berücksichtigen und einen möglicherweise unausgeglichenen Elektrolythaushalt beurteilen und korrigieren, der zu einer PR-Intervallverlängerung führen kann
- Überwachung von EKG / Symptomen, die potenziell eng mit einem AV-Block zusammenhängen
- AV-Block 1. Grads: symptomatisch
- Aussetzen von Lorlatinib
- Wirkungen von Begleitmedikationen berücksichtigen und einen möglicherweise unausgeglichenen Elektrolythaushalt beurteilen und korrigieren, der zu einer PR-Intervallverlängerung führen kann
- enge Überwachung von EKG / Symptomen, die potenziell mit einem AV-Block zusammenhängen
- bei Abklingen der Symptome Wiederaufnahme der Lorlatinib-Therapie mit einer um 1 Stufe verringerten Dosis
- AV-Block 2. Grads: asymptomatisch
- Aussetzen von Lorlatinib
- Wirkungen von Begleitmedikationen berücksichtigen und einen möglicherweise unausgeglichenen Elektrolythaushalt beurteilen und korrigieren, der zu einer PR-Intervallverlängerung führen kann
- enge Überwachung von EKG / Symptomen, die potenziell mit einem AV-Block zusammenhängen
- wenn ein nachfolgendes EKG keinen AV-Block 2. Grads zeigt
- Lorlatinib-Therapie mit einer um 1 Stufe verringerten Dosis wieder aufnehmen
- AV-Block 2. Grads: symptomatisch
- Aussetzen von Lorlatinib
- Wirkungen von Begleitmedikationen berücksichtigen und einen möglicherweise unausgeglichenen Elektrolythaushalt beurteilen und korrigieren, der zu einer PR-Intervallverlängerung führen kann
- Überwachung und Monitorierung der Herzfunktion beim Patienten
- bei anhaltendem symptomatischen AV-Block Implantation eines Herzschrittmachers erwägen
- wenn die Symptome und der AV-Block 2. Grads zurückgehen oder eine Erholung bis zu einem asymptomatischen AV-Block 1. Grads eintritt
- Lorlatinib-Therapie mit einer um 1 Stufe verringerten Dosis wieder aufnehmen
- vollständiger AV-Block
- Aussetzen von Lorlatinib
- Wirkungen von Begleitmedikationen berücksichtigen und einen möglicherweise unausgeglichenen Elektrolythaushalt beurteilen und korrigieren, der zu einer PR Intervallverlängerung führen kann
- Überwachung und Monitorierung der Herzfunktion beim Patienten
- bei schweren mit dem AV-Block assoziierten Symptomen kann die Implantation eines Herzschrittmachers angezeigt sein
- geht der AV-Block nicht zurück, kann die Implantation eines Herzschrittmachers in Betracht gezogen werden
- bei Implantation eines Herzschrittmachers
- Behandlung mit Lorlatinib bei voller Dosierung fortsetzen
- wird kein Herzschrittmacher implantiert
- Lorlatinib-Therapie mit einer um 1 Stufe verringerten Dosis wieder aufnehmen, sofern die Symptome zurückgehen und das PR-Intervall weniger als 200 ms beträgt
- Aussetzen von Lorlatinib
- AV-Block 1. Grads: asymptomatisch
- Hypertonie
- Grad 3 (SBD >/= 160 mmHg oder DBD >/= 100 mmHg; medizinische Intervention indiziert; mehr als ein Antihypertonikum oder intensivere Therapie als bisher indiziert)
- Aussetzen von Lorlatinib bis zum Rückgang der Hypertonie auf </= Grad 1 (SBD < 140 mmHg und DBD < 90 mmHg)
- anschließend Wiederaufnahme der Behandlung mit Lorlatinib mit derselben Dosis
- bei Wiederauftreten einer Hypertonie des Grads 3
- Aussetzen von Lorlatinib bis zum Rückgang auf </= Grad 1
- anschließend Wiederaufnahme der Behandlung mit verringerter Dosis
- keine ausreichende Kontrolle der Hypertonie bei optimaler medizinischer Versorgung
- endgültiges Absetzen von Lorlatinib
- Grad 4 (lebensbedrohliche Folgen/Sofortmaßnahmen indiziert)
- Aussetzen von Lorlatinib bis zum Rückgang auf </= Grad 1
- anschließend Wiederaufnahme der Behandlung mit verringerter Dosis oder endgültiges Absetzen von Lorlatinib
- bei Wiederauftreten einer Hypertonie Grad 4
- endgültiges Absetzen von Lorlatinib
- Grad 3 (SBD >/= 160 mmHg oder DBD >/= 100 mmHg; medizinische Intervention indiziert; mehr als ein Antihypertonikum oder intensivere Therapie als bisher indiziert)
- Hyperglykämie
- Grad 3 oder Grad 4 (persistierende Hyperglykämie > 250 mg / dl trotz optimaler antihyperglykämischer Therapie)
- Aussetzen von Lorlatinib bis Hyperglykämie ausreichend kontrolliert ist
- anschließend Wiederaufnahme der Behandlung mit der nächst niedrigeren Dosis
- keine ausreichende Kontrolle der Hyperglykämie bei optimaler medizinischer Versorgung
- endgültiges Absetzen von Lorlatinib
- Grad 3 oder Grad 4 (persistierende Hyperglykämie > 250 mg / dl trotz optimaler antihyperglykämischer Therapie)
- andere Nebenwirkungen
- Grad 1: leicht oder
- Grad 2: mäßig
- je nach klinischer Indikation unveränderte Dosis in Betracht ziehen oder die Dosis um 1 Stufe verringern
- Grad 3: schwer
- Lorlatinib bis zum Rückgang auf Grad 2 oder den Ausgangswert aussetzen
- anschließend Wiederaufnahme der Lorlatinib-Therapie mit einer um 1 Stufe verringerten Dosierung
- Abkürzungen
- CTCAE = Common Terminology Criteria for Adverse Events; EKG = Elektrokardiogramm
- HMG-CoA = 3-Hydroxy-3-Methylglutaryl-Coenzym A; NCI = National Cancer Institute
- ULN = obere Normgrenze (upper limit of normal)
- a Schweregrad-Einteilungen entsprechen den CTCAE-Klassifizierungen des NCI
- b mögliche lipidsenkende Therapien: HMG-CoA-Reduktase-Inhibitor, Nikotinsäure, Fibratsäurederivate oder Ethylester von Omega-3-Fettsäuren
- Hypercholesterinämie oder Hypertriglyceridämie
- starke Cytochrom-P-450 (CYP) 3A4/5-Inhibitoren
- gleichzeitige Anwendung von Lorlatinib mit starken CYP3A4/5-Inhibitoren und Grapefruitsaftprodukten können die Plasmakonzentrationen von Lorlatinib erhöhen
- alternative Begleitmedikation mit einer geringeren CYP3A4/5-Hemmung in Betracht ziehen
- wenn die gleichzeitige Anwendung eines starken CYP3A4/5-Inhibitors notwendig ist
- Reduktion der Anfangsdosis von 100 mg Lorlatinib 1mal / Tag auf 75 mg 1mal / Tag
- Absetzen eines starken CYP3A4/5-Inhibitors
- Lorlatinib mit der vor Beginn der Anwendung des starken CYP3A4/5-Inhibitors verwendeten Dosis und nach einer Auswaschphase des starken CYP3A4/5-Inhibitors von 3 bis 5 Halbwertszeiten fortsetzen
- ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
- keine Dosisempfehlung möglich (Daten nur in begrenztem Umfang vorhanden)
- Niereninsuffizienz
- normal, leicht bis mittelschwer (eGFR >/= 30 ml / Min.)
- keine Dosisanpassung erforderlich
- schwer (eGFR < 30 ml / Min.)
- reduzierte Lorlatinib-Dosis, z. B. Initialdosis von 75 mg 1mal/ Tag
- Dialyse-Patienten
- keine Daten vorhanden
- normal, leicht bis mittelschwer (eGFR >/= 30 ml / Min.)
- Leberinsuffizienz
- leicht
- keine Dosisanpassung empfohlen
- mittelschwer bis schwer
- Anwendung nicht empfohlen (keine Daten vorhanden)
- leicht
- Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- keine Daten vorhanden
Kontraindikationen
Lorlatinib - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Lorlatinib
- gleichzeitige Anwendung starker CYP3A4 / 5-Induktoren
Nebenwirkungen
Lorlatinib - peroral
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Anämie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hypercholesterinämie, einschl.
- Cholesterin im Blut erhöht
- Hypertriglyceridämie, einschl.
- Triglyceride im Blut erhöht
- Hypercholesterinämie, einschl.
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hyperglykämie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- affektive Effekte, einschl.
- Affekterkrankung
- Affektlabilität
- Aggression
- Agitiertheit
- Ärger
- Angst
- Bipolar-I-Störung
- depressive Verstimmung
- Depression
- Depressivsymptom
- euphorische Stimmung
- Reizbarkeit
- Manie
- geänderte Laune
- Stimmungsschwankungen
- Panikattacke
- Persönlichkeitsveränderung
- Stress
- affektive Effekte, einschl.
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Veränderung des mentalen Status
- psychotische Effekte, einschl.
- Halluzination
- akustische Halluzination
- visuelle Halluzination
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- kognitive Effekte, einschl.
- Ereignisse aus der Systemorganklasse [SOC] "Erkrankungen des Nervensystems":
- Amnesie
- kognitive Störung
- Demenz
- Aufmerksamkeitsstörung
- Gedächtnisstörung
- geistige Beeinträchtigung
- Ereignisse aus der SOC "Psychiatrische Erkrankungen":
- Aufmerksamkeitsdefizit / Hyperaktivitätsstörung
- Verwirrtheitszustand
- Delirium
- Orientierungsstörung
- Lesestörung
- innerhalb dieser Nebenwirkungen wurden Begriffe der SOC der "Erkrankungen des Nervensystems" häufiger berichtet als Begriffe aus der SOC "Psychiatrische Erkrankungen"
- Ereignisse aus der Systemorganklasse [SOC] "Erkrankungen des Nervensystems":
- periphere Neuropathie, einschl.
- Brennen
- Dysästhesie
- Ameisenlaufen
- Gangstörung
- Hypoästhesie
- motorische Funktionsstörung
- Muskelschwäche
- Neuralgie
- periphere Neuropathie
- Neurotoxizität
- Parästhesie
- periphere motorische Neuropathie
- periphere sensorische Neuropathie
- Peroneuslähmung
- Gefühlsstörung
- Kopfschmerz
- kognitive Effekte, einschl.
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Effekte auf die Sprache, einschl.
- Dysarthrie
- langsame Sprache
- Sprechstörung
- Effekte auf die Sprache, einschl.
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Sehstörungen , einschl.
- Diplopie
- Photophobie
- Photopsie
- verschwommenes Sehen
- Sehschärfe vermindert
- Sehverschlechterung
- Glaskörperflusen [Mouches volantes]
- Sehstörungen , einschl.
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gefäßerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hypertonie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Pneumonitis, einschl.
- interstitielle Lungenerkrankung
- Opazität in der Lunge
- Pneumonitis, einschl.
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Diarrhö
- Übelkeit
- Verstopfung
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Ausschlag, einschl.
- akneiforme Dermatitis
- makulo-papulöser Ausschlag
- juckender Ausschlag
- Ausschlag, einschl.
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Arthralgie
- Myalgie, einschl.
- Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Ödem, einschl.
- generalisiertes Ödem
- peripheres Ödem
- periphere Schwellung
- Schwellung
- Fatigue, einschl.
- Asthenie
- Ödem, einschl.
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gewichtszunahme
- Lipase erhöht
- Amylase erhöht
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Elektrokardiogramm-PR verlängert
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Anwendungshinweise
- Tabletten zur oralen Verabreichung
- Lorlatinib-Dosis jeden Tag ungefähr zur gleichen Zeit mit oder ohne Nahrung einnehmen
- Tabletten im Ganzen schlucken (vor Einnahme nicht kauen, zerdrücken oder öffnen)
- zerbrochene, gerissene oder anderweitig beschädigte Tabletten dürfen nicht eingenommen werden
Stillzeithinweise
Lorlatinib - peroral
- Lorlatinib sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden
- Unterbrechung des Stillens während der Behandlung mit Lorlatinib und für eine Dauer von 7 Tagen nach der letzten Dosis
- nicht bekannt, ob Lorlatinib und dessen Metabolite in die Muttermilch übergehen
- Risiko für das Neugeborene / Kind kann nicht ausgeschlossen werden
Schwangerschaftshinweise
Lorlatinib - peroral
- die Anwendung von Lorlatinib während der Schwangerschaft wird nicht empfohlen
- Frauen im gebärfähigen Alter / Verhütung bei Männern und Frauen
- Anwendung von Lorlatinib bei Frauen im gebärfähigen Alter, die nicht verhüten, wird nicht empfohlen
- männliche Patienten mit gebärfähigen Partnerinnen
- Anwendung einer zuverlässigen Verhütungsmethode (einschließlich eines Kondoms) während der Behandlung mit Lorlatinib und für einen Zeitraum von mind. 14 Wochen nach der letzten Dosis
- männliche Patienten mit schwangeren Partnerinnen
- Anwendung von Kondomen
- Frauen im gebärfähigen Alter
- sollten angewiesen werden, während der Behandlung mit Lorlatinib nicht schwanger zu werden
- Anwendung einer hochwirksamen nicht-hormonellen Verhütungsmethode, weil Lorlatinib hormonelle Kontrazeptiva wirkungslos machen kann
- falls eine hormonelle Verhütungsmethode unvermeidbar ist
- Kombination mit einem Kondom
- Anwendung einer wirksamen Verhütungsmethode muss für mindestens 35 Tage nach Abschluss der Behandlung fortgesetzt werden
- es liegen keine Daten zur Anwendung von Lorlatinib bei Schwangeren vor
- Lorlatinib kann bei Verabreichung an Schwangere dem Fötus schaden
- tierexperimentelle Studien
- zeigten embryofetale Toxizität
- Fertilität
- männliche Fertilität
- auf Grundlage präklinischer Sicherheitsergebnisse kann die männliche Fertilität während der Behandlung mit Lorlatinib beeinträchtigt sein
- vor der Behandlung sollten sich Männer über eine wirksame Erhaltung der Fertilität beraten lassen
- weibliche Fertilität
- nicht bekannt, ob Lorlatinib die weibliche Fertilität beeinträchtigt
- männliche Fertilität
Warnhinweise
Lorlatinib - peroral
- die Behandlung mit Lorlatinib sollte von einem in der Anwendung von Krebstherapeutika erfahrenen Arzt durchgeführt und überwacht werden
- Nachweis eines ALK-positiven NSCLC
- ist für die Auswahl der Patienten für eine Behandlung mit Lorlatinib erforderlich, da nur für diese Patienten ein Nutzen nachgewiesen wurde
- die Untersuchung auf ein ALK-positives NSCLC sollte von Laboratorien durchgeführt werden, welche die verwendete Technologie nachweislich beherrschen
- eine unsachgemäße Testdurchführung kann zu unzuverlässigen Testergebnissen führen
- Hyperlipidämie
- Anstieg der Serumwerte für Cholesterin und Triglyceride während der Behandlung mit Lorlatinib möglich
- mediane Dauer bis zum Auftreten eines schwerwiegenden Anstiegs der Serumwerte für Cholesterin bzw. Triglyceride beträgt 104 Tage (Spanne: 29 bis 518 Tage) bzw. 120 Tage (Spanne: 15 bis 780 Tage)
- Überwachgung der Serumwerte für Cholesterin und Triglyceride
- vor Beginn der Behandlung
- nach 2, 4 und 8 Wochen sowie
- in regelmäßigen Abständen danach
- ggf. muss eine Behandlung mit lipidsenkenden Arzneimitteln eingeleitet oder deren Dosis erhöht werden
- Anstieg der Serumwerte für Cholesterin und Triglyceride während der Behandlung mit Lorlatinib möglich
- Auswirkungen auf das Zentralnervensystem (ZNS)
- Beobachtung von Auswirkungen auf das ZNS
- psychotische Effekte
- Veränderungen der kognitiven Funktion, Stimmung, des mentalen Status oder Sprache
- bei Auftreten von ZNS-Auswirkungen
- Dosisanpassung oder
- Absetzen der Behandlung
- Beobachtung von Auswirkungen auf das ZNS
- Atrioventrikulärer Block
- Lorlatinib wurde an einer Patientenpopulation untersucht, von der Patienten mit AV-Block 2. und 3. Grads (sofern nicht durch Herzschrittmacher behoben) oder AV-Block mit einem PR-Intervall von > 220 ms ausgeschlossen waren
- Berichte über Fälle von PR-Intervallverlängerung und AV-Block
- EKG-Kontrolle
- insb. für Patienten mit prädisponierenden Faktoren für das Auftreten klinisch signifikanter kardialer Ereignisse
- vor Beginn der Behandlung
- anschließend in monatlichen Abständen
- bei Patienten, die einen AV-Block entwickeln, kann eine Dosisanpassung erforderlich sein
- Abnahme der linksventrikulären Ejektionsfraktion (LVEF)
- Berichte über Fälle von verringerter LVEF bei mit Lorlatinib behandelten Patienten, deren LVEF zu Studienbeginn und mind. 1mal im Nachuntersuchungszeitraum beurteilt wurde
- auf Grundlage verfügbarer klinischen Studiendaten ist kein kausaler Zusammenhang zwischen Auswirkungen auf Veränderungen der Kontraktilität des Herzens und Lorlatinib feststellbar
- Patienten mit kardialen Risikofaktoren und Krankheiten mit möglichen Auswirkungen auf die LVEF
- kardiales Monitoring einschließlich einer Beurteilung der LVEF zu Beginn und während der Behandlung in Betracht ziehen
- Patienten, die während der Behandlung relevante kardiologische Anzeichen / Symptome entwickeln
- kardiales Monitoring, einschließlich einer Beurteilung der LVEF, in Betracht ziehen
- erhöhte Lipase- und Amylasewerte
- erhöhte Lipase- und / oder Amylasewerte beobachtet
- mediane Dauer bis zum Auftreten erhöhter Lipase bzw. Amylasewerte im Serum beträgt 141 Tage (Spanne: 1 bis 1091 Tage) bzw. 138 Tage (Spanne: 1 bis 1112 Tage)
- Risiko einer Pankreatitis infolge einer begleitenden Hypertriglyceridämie und / oder eines potenziellen intrinsischen Mechanismus in Betracht ziehen
- Kontrolle der Lipase- und Amylaseerhöhung je nach klinischer Indikation
- vor Beginn der Behandlung und
- in regelmäßigen Abständen danach
- erhöhte Lipase- und / oder Amylasewerte beobachtet
- Interstitielle Lungenerkrankung (ILD) / Pneumonitis
- schwere oder lebensbedrohliche pulmonale Nebenwirkungen beobachtet, die auf ILD / Pneumonitis hinweisen
- Patienten mit einer Verschlechterung der Atemwegssymptome, die auf eine ILD / Pneumonitis hinweist (z. B. Dyspnoe, Husten und Fieber)
- umgehende Untersuchung auf ILD / Pneumonitis
- Lorlatinib sollte je nach Schweregrad ausgesetzt und / oder endgültig abgesetzt werden
- Hypertonie
- bei mit Lorlatinib behandelten Patienten wurde über Hypertonie berichtet
- der Blutdruck sollte gemessen werden
- vor Beginn der Behandlung mit Lorlatinib
- nach 2 Wochen der Behandlung mit Lorlatinib
- danach mind. 1mal monatlich während der Behandlung mit Lorlatinib
- je nach Schweregrad sollte Lorlatinib ausgesetzt und die Behandlung mit einer niedrigeren Dosis wieder aufgenommen oder endgültig abgesetzt werden
- Hyperglykämie
- bei mit Lorlatinib behandelten Patienten ist Hyperglykämie aufgetreten
- die Nüchternglukose im Serum sollte gemessen werden
- vor Beginn der Behandlung mit Lorlatinib
- anschließend in regelmäßigen Abständen gem. nationaler Leitlinien
- je nach Schweregrad sollte Lorlatinib ausgesetzt und die Behandlung mit einer niedrigeren Dosis wieder aufgenommen oder endgültig abgesetzt werden
- Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
- gleichzeitige Anwendung von Lorlatinib und Rifampin (starker CYP3A4 / 5-Induktor)
- Anstieg von Alanin-Aminotransferase (ALT) und Aspartat-Aminotransferase (AST), ohne Anstieg des Gesamtwerts für Bilirubin und alkalischer Phosphatase
- gleichzeitige Anwendung starker CYP3A4 / 5-Induktoren
- kontraindiziert
- gleichzeitige Anwendung moderater CYP3A4 / 5-Induktoren
- Leberfunktionstests bei gesunden Probanden, die Lorlatinib in Kombination mit moderaten CYP3A4 / 5-Induktor Modafinil erhielten, zeigten keine klinisch relevanten Veränderungen
- gleichzeitige Anwendung von Lorlatinib mit CYP3A4 / 5-Substraten mit enger therapeutischer Breite (u. a. Alfentanil, Ciclosporin, Dihydroergotamin, Ergotamin, Fentanyl, hormonelle Kontrazeptiva, Pimozid, Chinidin, Sirolimus und Tacrolimus)
- Anwendung sollte vermieden werden, da die Konzentration dieser Arzneimittel durch Lorlatinib reduziert werden kann
- gleichzeitige Anwendung von Lorlatinib und Rifampin (starker CYP3A4 / 5-Induktor)
- Fertilität und Schwangerschaft
- männliche Patienten mit weiblichen Partnern im gebärfähigen Alter
- Anwendung einer zuverlässige Verhütungsmethode (einschließlich eines Kondoms) während der Behandlung mit Lorlatinib und für einen Zeitraum von mindestens 14 Wochen nach der letzten Dosis
- männliche Patienten mit schwangeren Partnern
- Anwendung von Kondomen
- männliche Fertilität
- während der Behandlung möglicherweise beinträchtigt
- vor der Behandlung sollten sich Männer über eine wirksame Erhaltung der Fertilität beraten lassen
- Frauen im gebärfähigen Alter
- sollten während der Behandlung nicht schwanger werden
- Anwendung einer hochwirksamen Methode zur nichthormonellen Empfängnisverhütung, weil Lorlatinib hormonelle Kontrazeptiva wirkungslos machen kann
- falls hormonelle Verhütungsmethode unvermeidbar, muss in Kombination mit der hormonellen Methode ein Kondom verwendet werden
- Anwendung einer wirksamen Verhütungsmethode muss für mindestens 35 Tage nach Abschluss der Behandlung fortgesetzt werden
- weibliche Fertilität
- nicht bekannt, ob Lorlatinib die weibliche Fertilität beeinträchtigt
- männliche Patienten mit weiblichen Partnern im gebärfähigen Alter