LORZAAR PROTECT 50mg

Organon Healthcare GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Losartan →

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N3 98 ST 109,52 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Behandlung der essenziellen Hypertonie bei Erwachsenen sowie bei Kindern und Jugendlichen (6 - 18 Jahre)
  • Behandlung einer Nierenerkrankung bei erwachsenen Patienten mit Hypertonie und Typ-2-Diabetes mellitus mit einer Proteinurie >/= 0,5 g / Tag als Teil einer antihypertensiven Behandlung
  • Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz bei erwachsenen Patienten, wenn die Behandlung mit einem „Angiotensin-Converting-Enzyme"(ACE)-Hemmer wegen Unverträglichkeit, insbes. Husten, oder Gegenanzeige als nicht geeignet erachtet wird
    • Patienten mit Herzinsuffizienz, die mit einem ACE-Hemmer stabil eingestellt sind, sollten nicht auf Losartan umgestellt werden
    • Patienten sollen eine erniedrigte linksventrikuläre Ejektionsfraktion </= 40% aufweisen sowie unter bestehender Therapie der chronischen Herzinsuffizienz klinisch stabil sein
  • Reduktion des Schlaganfallrisikos bei erwachsenen hypertonen Patienten mit EKG-dokumentierter linksventrikulärer Hypertrophie

Dosierung

  • essenzielle Hypertonie
    • Anfangs- und Erhaltungsdosis: 1 Tablette (50 mg Losartan-Kalium) 1mal / Tag
    • max. blutdrucksenkende Wirkung etwa 3 - 6 Wochen nach Therapiebeginn
    • Dosiserhöhung, optional, auf 2 Tabletten (100 mg Losartan-Kalium) 1mal / Tag (morgens) bei manchen Patienten vorteilhaft
    • Kombination mit anderen Antihypertonika, insbes. Diuretika (z.B. Hydrochlorothiazid) möglich
  • Hypertoniepatienten mit Typ-2-Diabetes mellitus mit einer Proteinurie >= 0,5 g / Tag
    • Anfangsdosis: 1 Tablette (50 mg Losartan-Kalium) 1mal / Tag
    • Dosissteigerung, falls notwendig, nach 1 Monat, auf 2 Tabletten (100 mg Losartan-Kalium) 1mal / Tag
    • Kombination mit anderen Antihypertonika (z.B. Diuretika, Kalziumantagonisten, Alpha- oder Betarezeptorenblocker sowie zentral wirksame Antihypertonika) und mit Insulin und anderen häufig verwendeten Antidiabetika (z.B. Sulfonylharnstoffe, Glitazone und Glucosidasehemmer) möglich
  • Herzinsuffizienz
    • Anfangsdosis: 12,5 mg Losartan-Kalium 1mal / Tag
    • Dosiserhöhung, abhängig von der individuellen Verträglichkeit, im Abstand von jeweils 1 Woche (d.h. 12,5 mg Losartan-Kalium / Tag; 25 mg Losartan-Kalium / Tag; 50 mg Losartan-Kalium / Tag, 100 mg / Tag, bis zu einer Maximaldosis von 150 mg 1mal / Tag)
  • Reduktion des Schlaganfallrisikos bei hypertonen Patienten mit EKG-dokumentierter linksventrikulärer Hypertrophie
    • Anfangsdosis: 1 Tablette (50 mg Losartan-Kalium) 1mal / Tag
    • in Abhängigkeit vom Ansprechen des Blutdrucks
      • zusätzlich niedrige Dosis von Hydrochlorothiazid
      • und/ oder Dosiserhöhung auf 2 Tabletten (100 mg Losartan-Kalium) 1mal / Tag

Dosisanpassung

  • Kinder und Jugendliche (Hypertonie)
    • 6 - 18 Jahre
      • 20 - 50 kg KG
        • 25 mg Losartan-Kalium 1mal / Tag
        • Dosisanpassung/erhöhung entsprechend der erreichten Blutdrucksenkeung auf bis zu max. 50 mg Losartan-Kalium 1mal / Tag
      • > 50 kg KG
        • 50 mg Losartan-Kalium 1mal / Tag
        • Dosiserhöhung, nur in Ausnahmefällen, auf 100 mg Losartan-Kalium 1mal / Tag
      • Dosierungen > 1,4 mg Losartan-Kalium / kg KG oder > 100 mg Losartan-Kalium / Tag nicht untersucht
    • 6 Monate - < 6 Jahre
      • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen, begrenzt Daten
      • Anwendung nicht empfohlen
  • ältere Patienten
    • Dosisanpassung nicht erforderlich
    • Patienten (> 75 Jahre)
      • erniedrigte Initialdosis von 25 mg Losartan-Kalium erwägen
  • intravaskulärer Flüssigkeitsverlust (z.B. Patienten, die mit Diuretika in hohen Dosen behandelt werden)
    • initial: 25 mg Losartan-Kalium 1mal / Tag in Betracht ziehen
  • eingeschränkte Nierenfunktion und Hämodialyse
    • keine Änderung der Anfangsdosierung erforderlich
    • Kinder
      • GFR < 30 ml / Min. / 1,73 m2: Anwendung nicht empfohlen (keine Daten)
  • eingeschränkte Leberfunktion
    • niedrigere Dosis in Betracht ziehen
    • schwere Einschränkung der Leberfunktion: Anwendung kontraindiziert (keine therapeutische Erfahrungen)
    • Kinder: Anwendung nicht empfohlen

Kontraindikationen

Losartan - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Losartan
  • schwere Einschränkung der Leberfunktion
  • Schwangerschaft
  • gleichzeitige Anwendung von Losartan mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1,73 m2)
  • Stillzeit

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Losartan - peroral
  • Hypertonie
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Schwindel
        • Vertigo
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Somnolenz
        • Kopfschmerzen
        • Schlafstörungen
    • Herzerkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Palpitationen
        • Angina pectoris
    • Gefässerkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • (Orthostatische) Hypotonie einschließlich
          • dosisabhängige orthostatische Effekte
            • besonders bei Patienten mit intravasalem Flüssigkeitsverlust, z. B. Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz oder unter Behandlung mit hochdosierten Diuretika
        • Hautausschlag
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Bauchschmerzen
        • Obstipation
    • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Hautausschlag
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Müdigkeit
        • Ödeme
        • Asthenie
    • Untersuchungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Hyperkaliämie
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Anstieg der Alaninaminotransferase (ALT)
          • dieser war nach Absetzen der Therapie gewöhnlich reversibel
  • Hypertoniepatienten mit linksventrikulärer Hypertrophie
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Schwindel
    • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Vertigo
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Asthenie
        • Müdigkeit
  • chronische Herzinsuffizienz
    • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Anämie
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Schwindel
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Kopfschmerzen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Parästhesien
    • Herzerkrankungen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Synkope
        • Vorhofflimmern
        • zerebraler Insult
    • Gefässerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • (Orthostatische) Hypotonie einschließlich
          • dosisabhängiger orthostatischer Hypotonie
            • besonders bei Patienten mit intravasalem Flüssigkeitsverlust, z. B. Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz oder unter Behandlung mit hochdosierten Diuretika
    • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Dyspnoe
        • Husten
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Durchfall
        • Übelkeit
        • Erbrechen
    • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Urtikaria
        • Pruritus
        • Hautausschlag
    • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Nierenfunktionsstörungen
        • Nierenversagen
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Asthenie
        • Müdigkeit
    • Untersuchungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Hyperkaliämie
          • häufig bei Patienten, die 150 mg Losartan anstatt 50 mg Losartan bekamen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Erhöhungen des Harnstoffs im Blut
        • Erhöhung des Serum-Kreatinins
        • Erhöhung des Serum-Kaliums
  • Hypertonie und Typ-2-Diabetes mellits mit renaler Beteiligung
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Schwindel
    • Gefässerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • (Orthostatische) Hypotonie einschließlich
          • dosisabhängiger orthostatischer Effekte
            • besonders bei Patienten mit intravasalem Flüssigkeitsverlust, z. B. Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz oder unter Behandlung mit hochdosierten Diuretika
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Asthenie
        • Müdigkeit
    • Untersuchungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Hypoglykämie
        • Hyperkaliämie
          • in einer klinischen Studie, die mit Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus und einer Nephropathie durchgeführt wurde, entwickelten 9,9 % der mit Losartan-Tabletten behandelten Patienten und 3,4 % der Patienten unter Placebo eine Hyperkaliämie > 5,5 mmol/l
  • Erfahrungen nach der Markteinführung
    • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Anämie
        • Thrombozytopenie
    • Erkrankungen des Immunsystems
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Überempfindlichkeit
        • anaphylaktische Reaktionen
        • Angioödem einschließlich
          • Schwellung von Larynx
          • Glottis
          • Gesicht
          • Lippen
          • Pharynx
          • und/oder Zunge (mit nachfolgender Atemwegsobstruktion)
            • bei einigen dieser Patienten wurde über ein Angioödem in der Vorgeschichte in Verbindung mit der Gabe anderer Arzneimittel einschließlich ACE Hemmern berichtet
        • Vaskulitis einschließlich Purpura Schoenlein-Henoch
    • Psychiatrische Erkrankungen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Depressionen
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Migräne
        • Dysgeusie
    • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Tinnitus
    • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Husten
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Durchfall
        • Pankreatitis
    • Leber- und Gallenerkrankungen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Hepatitis
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Leberfunktionsstörungen
    • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Urtikaria
        • Pruritus
        • Hautausschlag
        • Photosensitivität
    • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Myalgie
        • Arthralgie
        • Rhabdomyolyse
    • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • erektile Dysfunktion
        • Impotenz
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Unwohlsein
    • Untersuchungen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Hyponatriämie
  • Nebenwirkungsprofil bei Kindern scheint jenem von Erwachsenen ähnlich zu sein
    • Daten zur pädiatrischen Population sind begrenzt

Anwendungshinweise

  • Einnahme der Tabletten mit einem Glas Wasser unabhängig von den Mahlzeiten

Stillzeithinweise

Losartan - peroral
  • Anwendung von Losartan in der Stillzeit ist kontraindiziert
  • Anwendung wird nicht empfohlen, da keine Erkenntnisse zur Anwendung vorliegen
  • alternative antihypertensive Therapien mit einem geeigneten Sicherheitsprofil bei Anwendung in der Stillzeit sind zu bevorzugen, vor allem bei Neugeborenen oder Frühgeborenen

Schwangerschaftshinweise

Losartan - peroral
  • Anwendung von Angiotensin-II-Rezeptor-Hemmern (AIIRAs) in der Schwangerschaft kontraindiziert
  • falls eine Schwangerschaft festgestellt wird, Behandlung mit AIIRAs unverzüglich beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen
  • sofern ein Fortsetzen der AIIRA-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden
  • geringfügig erhöhtes Risiko kann nicht ausgeschlossen werden
  • auch wenn keine kontrollierten epidemiologischen Daten zum Risiko von AIIRAs vorliegen, bestehen möglicherweise für diese Arzneimittelklasse vergleichbare Risiken
  • sofern ein Fortsetzen der AIIRA-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden
  • 1. Trimester
    • keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach Anwendung von AIIRAs während des ersten Schwangerschaftstrimesters
  • 2. und 3. Trimester
    • Therapie mit AIIRAs während des 2. und 3. Schwangerschaftstrimesters verursacht fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie)
    • im Falle einer Exposition mit AIIRAs ab dem 2. Schwangerschaftstrimester Ultraschalluntersuchungen der Nieren und des Schädels empfohlen
  • Säuglinge, deren Mütter AIIRAs eingenommen haben, häufig wiederholt auf Hypotonie untersuchen

Warnhinweise

Losartan - peroral
  • Überempfindlichkeit
    • Angioödem
      • Patienten mit angioneurotischem Ödem in der Vorgeschichte (Schwellungen von Gesicht, Lippen, Rachen und/oder Zunge) sollten engmaschig überwacht werden
  • Hypotonie und Störungen des Elektrolyt-/Flüssigkeitshaushalts
    • symptomatische Hypotonie, insbesondere nach erster Einnahme oder nach Erhöhung der Dosis, kann bei Patienten mit Flüssigkeitsverlust und/oder Salzverlust durch forcierte Diurese oder hoch dosierte Diuretika-Therapie, salzarme Diät, Durchfall oder Erbrechen auftreten
    • diese Zustände sollten vor der Gabe von Losartan ausgeglichen werden oder niedrigere Anfangsdosis verwenden
    • gilt ebenso bei Kindern zwischen 6 und 18 Jahren
  • Störungen des Elektrolythaushalts
    • bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, mit oder ohne Diabetes mellitus liegt häufig ein Elektrolytungleichgewicht vor, das beachtet werden sollte
    • in einer klinischen Studie, die mit Typ-2-Diabetikern mit Nephropathie durchgeführt wurde, trat bei der mit Losartan behandelten Patientengruppe eine Hyperkaliämie häufiger auf als in der Plazebogruppe
    • deshalb sollten die Serum-Kaliumspiegel und Kreatinin-Clearance-Werte engmaschig überwacht werden
    • besonders Patienten mit Herzinsuffizienz und einer Kreatinin-Clearance zwischen 30-50 ml/min sollten engmaschig überwacht werden
    • nicht empfohlen wird die gleichzeitige Anwendung von Losartan mit
      • kaliumsparenden Diuretika
      • Kaliumergänzungsmitteln
      • kaliumhaltigem Salzersatz
      • andere Arzneimitteln, die den Serum-Kalium-Spiegel erhöhen können (z. B. Trimethoprim-haltige Arzneimittel)
  • Leberfunktionsstörungen
    • pharmakokinetischen Daten zeigen, dass es zu einer signifikanten Erhöhung der Plasmakonzentration von Losartan bei Patienten mit Leberzirrhose kommt
    • niedrigere Dosis sollte bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion in der Vorgeschichte in Betracht gezogen werden
    • Losartan wird bei Kindern mit eingeschränkter Leberfunktion nicht empfohlen
    • keine therapeutische Erfahrung mit Losartan bei Patienten mit schwerer Leberfunktionseinschränkung
      • daher darf Losartan Patienten mit schwerer Leberfunktionseinschränkung nicht gegeben werden
  • Nierenfunktionsstörungen
    • auf Grund der Hemmung des Renin-Angiotensin-Systems wurde über Veränderungen der Nierenfunktion einschließlich Nierenversagen berichtet (vor allem bei Patienten, deren Nierenfunktion abhängig vom ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-System ist, wie bei schwerer Herzinsuffizienz oder einer vorbestehenden Nierenfunktionsstörung)
    • wie bei anderen Arzneimitteln, die das ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-System beeinflussen, wurde bei Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose oder einer Arterienstenose bei Einzelniere ein Anstieg von Blut-Harnstoff und Serum-Kreatinin beobachtet
      • diese Veränderungen der Nierenfunktion können nach Beendigung der Therapie reversibel sein
    • Losartan sollte bei Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose oder Nierenarterienstenose bei Einzelniere mit Vorsicht eingesetzt werden
  • Anwendung bei pädiatrischen Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
    • aufgrund fehlender Daten wird Losartan bei Kindern mit einer glomerulären Filtrationsrate unter 30 ml/min/1,73 m² nicht empfohlen
    • Nierenfunktion sollte während der Behandlung mit Losartan regelmäßig überwacht werden, da sie sich verschlechtern kann
    • dies gilt besonders dann, wenn Losartan unter anderen, die Nierenfunktion möglicherweise beeinträchtigenden Bedingungen (Fieber, Dehydrierung) gegeben wird
    • gleichzeitige Anwendung von Losartan und ACE-Hemmern beeinträchtigt nachweislich die Nierenfunktion
      • deshalb wird eine gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen
  • Nierentransplantation
    • keine Erfahrungen bei Patienten mit kürzlich erfolgter Nierentransplantation
  • primärer Hyperaldosteronismus
    • Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus sprechen im Allgemeinen nicht auf Antihypertonika an, die über eine Inhibition des Renin-Angiotensin-Systems wirken
    • Anwendung von Losartan nicht empfohlen
  • koronare Herzerkrankung und zerebrovaskuläre Erkrankung
    • wie mit jeder antihypertensiven Therapie kann übermäßige Blutdrucksenkung bei Patienten mit ischämischer kardiovaskulärer und zerebrovaskulärer Erkrankung einen Myokardinfarkt oder Schlaganfall zur Folge haben
  • Herzinsuffizienz
    • bei herzinsuffizienten Patienten, mit oder ohne Nierenfunktionsstörung besteht, wie bei anderen Arzneimitteln, die das Renin-Angiotensin-System beeinflussen, das Risiko eines starken arteriellen Blutdruckabfalls und einer (oft akuten) Beeinträchtigung der Nierenfunktion
    • es gibt keine ausreichenden therapeutischen Erfahrungen mit Losartan bei Patienten mit Herzinsuffizienz und begleitender schwerer Nierenfunktionsstörung, bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse IV), sowie bei Patienten mit Herzinsuffizienz und symptomatischen oder lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen
      • daher sollte Losartan bei diesen Patientengruppen mit Vorsicht eingesetzt werden
    • Kombination von Losartan mit einem Betablocker sollte mit Vorsicht angewendet werden
  • Aorten- und Mitralklappenstenose, obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie
    • wie mit anderen Vasodilatatoren ist bei Patienten mit Aorten- oder Mitralklappenstenose oder obstruktiver hypertropher Kardiomyopathie besondere Vorsicht geboten
  • Schwangerschaft
    • Behandlung mit AIIRAs sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden
    • Schwangerschaftswunsch
      • Umstellung auf alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere sollte erfolgen
        • außer Fortführung der Behandlung mit AIIRAs ist zwingend erforderlich
    • wird Schwangerschaft festgestellt, ist Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen
  • sonstige Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • wie bei ACE-Hemmern beobachtet sind Losartan und andere Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe offensichtlich weniger wirksam in der Blutdrucksenkung als bei Patienten nicht-schwarzer Hautfarbe
    • möglicherweise liegt das an höherer Prävalenz niedriger Renin-Spiegel in der Population von Hypertonikern mit schwarzer Hautfarbe
  • duale Blockade des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)
    • Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht durch gleichzeitige Anwendung von
      • ACE-Hemmern
      • Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten
      • Aliskiren
    • duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen
    • wenn Therapie mit einer dualen Blockade absolut notwendig, sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen
    • ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden