Losarplus AL 50mg/12.5mg Filmtabletten

ALIUD Pharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Hydrochlorothiazid/Losartan →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N2 56 ST 19,52 €
N3 98 ST 24,45 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Losarplus AL® ist zur Behandlung von essentieller Hypertonie indiziert bei Patienten, deren Blutdruck mit Losartan oder Hydrochlorothiazid alleine nicht ausreichend kontrolliert werden kann.

Dosierung

  • Hypertonie
    • Losarplus AL® dient nicht zur Anfangsbehandlung, sondern ist für Patienten bestimmt, deren Bluthochdruck mit Losartan-Kalium oder Hydrochlorothiazid alleine nicht ausreichend eingestellt werden kann.
    • Eine individuelle Dosiseinstellung mit den Einzelsubstanzen (Losartan-Kalium und Hydrochlorothiazid) wird empfohlen.
    • Wenn klinisch vertretbar, kann bei Patienten mit unzureichender Blutdruckkontrolle eine direkte Umstellung von der Monotherapie auf die fixe Kombination in Erwägung gezogen werden.
    • Die übliche Anfangs- und Erhaltungsdosis beträgt für die meisten Patienten einmal täglich eine Tablette Losarplus AL® 50 mg/12,5 mg. Bei Patienten, die nicht ausreichend auf die Behandlung ansprechen, kann die Dosis auf einmal täglich zwei Tabletten Losarplus AL® 50 mg/12,5 mg erhöht werden. Die maximale Dosis beträgt einmal täglich zwei Tabletten Losarplus AL® 50 mg/12,5 mg. Im Allgemeinen tritt die blutdrucksenkende Wirkung innerhalb von drei bis vier Wochen nach Therapiebeginn ein.
    • Die Kombination von 100 mg Losartan-Kalium/25 mg Hydrochlorothiazid wird nicht als Anfangstherapie empfohlen. Für diejenigen Patienten, die nicht ausreichend auf eine Tablette 50 mg Losartan-Kalium/12,5 mg Hydrochlorothiazid ansprechen wird empfohlen, einmal täglich eine Tablette 100 mg Losartan-Kalium/25 mg Hydrochlorothiazid einzunehmen. Im Allgemeinen tritt die blutdrucksenkende Wirkung innerhalb von drei bis vier Wochen nach Therapiebeginn ein.
    • Spezielle Patientengruppen
      • Anwendung bei älteren Patienten
        • Eine Dosisanpassung ist bei älteren Patienten in der Regel nicht erforderlich. Für diese Patientengruppe sind nur eingeschränkte Erfahrungen vorhanden.
      • Anwendung bei Patientenmit eingeschränkter Nierenfunktion und Hämodialysepatienten
        • Bei Patienten mit einer leicht bis mäßig eingeschränkten Nierenfunktion (d. h. einer Kreatinin-Clearance von 30 - 50 ml/min) ist keine Anpassung der Anfangsdosis erforderlich. Losartan-Kalium/Hydrochlorothiazid wird nicht für Hämodialyse-Patienten empfohlen. Losartan-Kalium/Hydrochlorothiazid darf nicht bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion (d. h. einer Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) angewendet werden.
      • Anwendung bei Patienten mit intravaskulärem Flüssigkeitsverlust
        • Ein Flüssigkeits- und/oder Natriumverlust ist vor der Gabe von Losartan/HCT-Tabletten auszugleichen.
      • Anwendung bei Patientenmit eingeschränkter Leberfunktion
        • Losartan-Kalium/Hydrochlorothiazid ist bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz kontraindiziert.
      • Kinder und Jugendliche (< 18 Jahren)
        • Es gibt keine Erfahrungen bei Kindern und Jugendlichen. Deshalb sollte Losartan-Kalium/Hydrochlorothiazid nicht bei Kindern und Jugendlichen angewendet werden.

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegen Losartan, Sulfonamid-Derivate (wie Hydrochlorothiazid), oder einen der sonstigen Bestandteile,
  • therapieresistente Hypokaliämie oder Hypercalcämie,
  • schwere Einschränkung der Leberfunktion, Cholestase und obstruktive Erkrankungen der Gallenwege,
  • refraktäre Hyponatriämie,
  • symptomatische Hyperurikämie/Gicht,
  • zweites und drittes Trimenon der Schwangerschaft,
  • schwere Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min),
  • Anurie.
  • Die gleichzeitige Anwendung von Losarplus AL® mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1,73 m2) kontraindiziert.

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

  • Die nachstehenden Nebenwirkungen werden gegebenenfalls nach System-Organklassen und Häufigkeit gemäß der folgenden Definition eingestuft:
    • Sehr häufig (> 10%)
    • Häufig (> 1% - < 10%)
    • Gelegentlich (> 0,1% - < 1%)
    • Selten (> 0,01% - < 0,1%)
    • Sehr selten (< 0,01% oder unbekannt)
    • Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
  • In klinischen Studien mit Losartan-Kalium-Salz und Hydrochlorothiazid wurden keine besonderen Nebenwirkungen für diese Arzneimittelkombination beobachtet. Die aufgetretenen Nebenwirkungen waren auf jene beschränkt, die bereits unter Losartan-Kalium und/oder Hydrochlorothiazid beobachtet wurden.
  • In kontrollierten klinischen Studien bei essentieller Hypertonie war Schwindel die einzige als substanzbedingt angegebene Nebenwirkung, die mit einer Inzidenz von 1% oder mehr häufiger bei den mit Losartan und Hydrochlorothiazid behandelten Patienten auftrat als unter Placebo.
  • Neben diesen Effekten wurden weitere Nebenwirkungen nach Markteinführung wie folgt berichtet:
    • Leber- und Gallenerkrankungen
      • Selten: Hepatitis.
    • Untersuchungen
      • Selten: Hyperkaliämie, Erhöhung der ALT.
  • Die folgenden zusätzlichen Nebenwirkungen wurden bei den Einzelkomponenten beobachtet und können potentielle Nebenwirkungen von Losartan-Kalium/Hydrochlorothiazid sein:
    • Losartan
      • Folgende Nebenwirkungen wurden unter Losartan in klinischen Studien und nach Markteinführung berichtet:
        • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
          • Gelegentlich: Anämie, Purpura Schoenlein-Henoch, Ekchymosen, Hämolyse.
          • Nicht bekannt: Thrombozytopenie.
        • Erkrankungen des Immunsystems
          • Selten: Überempfindlichkeit: anaphylaktische Reaktionen, Angioödem einschließlich Schwellung von Larynx und Glottis mit Atembeschwerden und/oder Schwellung von Gesicht, Lippen, Pharynx und/oder Zunge; bei einigen dieser Patienten wurde bereits ein Angioödem im Zusammenhang mit der Anwendung von ACE-Hemmern berichtet.
        • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
          • Gelegentlich: Anorexie, Gicht.
        • Psychiatrische Erkrankungen
          • Häufig: Schlaflosigkeit.
          • Gelegentlich: Angst, Angst-/Panikstörungen, Verwirrung, Depression, verändertes Träumen, Schlafstörungen, Somnolenz, Gedächtnisstörungen.
        • Erkrankungen des Nervensystems
          • Häufig: Kopfschmerzen, Schwindel.
          • Gelegentlich: Nervosität, Parästhesien, periphere Neuropathie, Tremor, Migräne, Synkope.
          • Nicht bekannt: Dysgeusie.
        • Augenerkrankungen
          • Gelegentlich: Verschwommensehen, Brennen/Stechen im Auge, Konjunktivitis, Verschlechterung der Sehschärfe.
        • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
          • Gelegentlich: Vertigo, Tinnitus.
        • Herzerkrankungen
          • Gelegentlich: Hypotonie, orthostatische Hypotonie, Sternalgie, Angina pectoris, AV-Block II. Grades, zerebraler Insult, Myokardinfarkt, Palpitationen, Arrhythmien (Vorhofflimmern, Sinusbradykardie, Tachykardie, ventrikuläre Tachykardie, Kammerflimmern).
        • Gefäßerkrankungen
          • Gelegentlich: Vaskulitis.
          • Nicht bekannt: Dosisabhängige orthostatische Effekte.
        • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
          • Häufig: Husten, Infektion der oberen Atemwege, verstopfte Nase, Sinusitis, Erkrankungen der Nasennebenhöhlen.
          • Gelegentlich: Beschwerden im Rachenraum, Pharyngitis, Laryngitis, Dyspnoe, Bronchitis, Nasenbluten, Rhinitis, verstopfte Atemwege.
        • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
          • Häufig: Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Dyspepsie.
          • Gelegentlich: Verstopfung, Zahnschmerzen, Mundtrockenheit, Flatulenz, Gastritis, Erbrechen.
          • Selten: Intestinales Angioödem.
          • Nicht bekannt: Pankreatitis.
        • Leber- und Gallenerkrankungen
          • Nicht bekannt: Leberfunktionsstörungen.
        • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
          • Gelegentlich: Alopezie, Dermatitis, trockene Haut, Erythem, Flush, Lichtempfindlichkeit, Pruritus, Hautausschlag, Urtikaria, Schwitzen.
        • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
          • Häufig: Muskelkrämpfe, Rückenschmerzen, Schmerzen in den Beinen, Myalgie.
          • Gelegentlich: Schmerzen in den Armen, Gelenkschwellungen, Knieschmerzen, muskuloskelettale Schmerzen, Schulterschmerzen, Steifigkeit, Arthralgie, Arthritis, Coxalgie, Fibromyalgie, Muskelschwäche.
          • Nicht bekannt: Rhabdomyolyse.
        • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
          • Häufig: Nierenfunktionsstörungen, Nierenversagen.
          • Gelegentlich: Nykturie, häufiges Wasserlassen, Harnwegsinfektionen.
        • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
          • Gelegentlich: verminderte Libido, erektile Dysfunktion/Impotenz.
        • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
          • Häufig: Asthenie, Müdigkeit, Schmerzen im Brustkorb.
          • Gelegentlich: Gesichtsödem, Ödeme, Fieber.
          • Nicht bekannt: Grippeartige Symptome, Unwohlsein.
        • Untersuchungen
          • Häufig: Hyperkaliämie, leichte Abnahme des Hämatokrit und Hämoglobin, Hypoglykämie.
          • Gelegentlich: leichter Anstieg von Blut-Harnstoff und der Serum-Kreatinin-Spiegel.
          • Sehr selten: Anstieg von Leberenzymen und Bilirubin.
          • Nicht bekannt: Hyponatriämie.
    • Hydrochlorothiazid
      • Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
        • Nicht bekannt: Nicht-melanozytärer Hautkrebs (Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom).
      • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
        • Gelegentlich: Agranulozytose, aplastische Anämie, hämolytische Anämie, Leukozytopenie, Purpura, Thrombozytopenie.
      • Erkrankungen des Immunsystems
        • Selten: Anaphylaktische Reaktionen.
      • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
        • Gelegentlich: Appetitlosigkeit, Hyperglykämie, Hyperurikämie, Hypokaliämie, Hyponatriämie.
      • Psychiatrische Erkrankungen
        • Gelegentlich: Schlaflosigkeit.
      • Erkrankungen des Nervensystems
        • Häufig: Kopfschmerzen.
      • Augenerkrankungen
        • Gelegentlich: vorübergehendes verschwommenes Sehen, Xanthopsie.
        • Häufigkeit nicht bekannt: Aderhauterguss.
      • Gefäßerkrankungen
        • Gelegentlich: nekrotisierende Angiitis (Vaskulitis, kutane Vaskulitis).
      • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
        • Gelegentlich: Atemnotsyndrom, einschließlich Pneumonitis, und Lungenödem.
        • Sehr selten: Akutes Atemnotsyndrom (ARDS)
      • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
        • Gelegentlich: Sialoadenitis, Magenkrämpfe, Magenreizung, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung.
      • Leber- und Gallenerkrankungen
        • Gelegentlich: Ikterus (intrahepatische Cholestase), Pankreatitis.
      • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
        • Gelegentlich: Photosensibilität, Urtikaria, toxische epidermale Nekrolyse.
        • Nicht bekannt: Kutaner Lupus erythematodes.
      • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
        • Gelegentlich: Muskelkrämpfe.
      • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
        • Gelegentlich: Glykosurie, interstitielle Nephritis, Nierenfunktionsstörung, Nierenversagen.
      • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
        • Gelegentlich: Fieber, Schwindel.
  • Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
    • Nicht-melanozytärer Hautkrebs: Auf der Grundlage der vorliegenden Daten aus epidemiologischen Studien wurde ein kumulativer dosisabhängiger Zusammenhang zwischen HCTZ und NMSC festgestellt.

Anwendungshinweise

  • Losartan-Kalium/Hydrochlorothiazid kann mit anderen Antihypertonika angewendet werden.
  • Die Tablette sollte mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. einem Glas Wasser) eingenommen werden.
  • Losartan-Kalium/Hydrochlorothiazid kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.

Stillzeithinweise

  • Angiotension-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRA)
    • Da keine Erkenntnisse zur Anwendung von Losarplus AL® in der Stillzeit vorliegen, wird Losarplus AL® nicht empfohlen. Eine alternative antihypertensive Therapie mit einem besser geeigneten Sicherheitsprofil bei der Anwendung in der Stillzeit ist vorzuziehen, insbesondere wenn Neugeborene oder Frühgeborene gestillt werden.
  • Hydrochlorothiazid
    • Hydrochlorothiazid wird in geringen Mengen in die Muttermilch ausgeschieden. Thiazide verursachen in hohen Dosierungen eine verstärkte Diurese und können die Milchbildung hemmen. Die Anwendung von Losarplus AL® während der Stillzeit wird nicht empfohlen. Falls Losarplus AL® während der Stillzeit angewendet wird, sollte die Dosis so gering wie möglich gehalten werden.

Schwangerschaftshinweise

  • Angiotension-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRA)
    • Die Anwendung von ACE-Hemmern/AIIRA wird im 1. Schwangerschaftstrimester nicht empfohlen. Die Anwendung von ACE-Hemmern/AIIRA im 2. und 3. Schwangerschaftstrimester ist kontraindiziert.
    • Es liegen keine aussagekräftigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten Schwangerschaftstrimesters vor; ein geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Solange keine kontrollierten epidemiologischen Daten zum Risiko von Angiotension-II-Rezeptor-Hemmern (AIIRA) vorliegen, bestehen möglicherweise für diese Arzneimittelklasse vergleichbare Risiken.
    • Sofern ein Fortsetzen der AIIRA-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist eine Behandlung mit AIIRA unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen.
    • Es ist bekannt, dass eine Therapie mit AIIRA während des 2. und 3. Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonataltoxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliäme) hat.
    • Im Falle einer Exposition mit AIIRA ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester werden Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen.
    • Säuglinge, deren Mütter AIIRA eingenommen haben, sollten engmaschig auf eine Hypotonie überwacht werden.
  • Hydrochlorothiazid
    • Es liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Hydrochlorothiazid in der Schwangerschaft vor, insbesondere während des ersten Trimesters. Ergebnisse aus Tierstudien sind unzureichend.
    • Hydrochlorothiazid ist plazentagängig. Auf Grund des pharmakologischen Wirkmechanismus von Hydrochlorothiazid kann es bei Anwendung während des zweiten und dritten Trimesters zu einer Störung der fetoplazentaren Perfusion und zu fetalen und neonatalen Auswirkungen wie Ikterus, Störung des Elektrolythaushalts und Thrombozytopenie kommen.
    • Auf Grund des Risikos eines verringerten Plasmavolumens und einer plazentaren Hypoperfusion, ohne den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen, sollte Hydrochlorothiazid bei Schwangerschaftsödemen, Schwangerschaftshypertonie oder einer Präeklampsie nicht zur Anwendung kommen.
    • Bei essentieller Hypertonie schwangerer Frauen sollte Hydrochlorothiazid nur in den seltenen Fällen, in denen keine andere Behandlung möglich ist, angewandt werden.

Warnhinweise

  • Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
    • Losartan
      • Angioödeme
        • Patienten mit einem Angioödem (Schwellung von Gesicht, Lippen, Rachen und/oder Zunge) in der Vorgeschichte sollten engmaschig überwacht werden.
      • Intestinales Angioödem
        • Bei Patienten, die mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten, einschließlich Losartan behandelt wurden, wurde über intestinale Angioödeme berichtet.
        • Bei diesen Patienten traten Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auf.
        • Die Symptome klangen nach dem Absetzen von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten ab. Wenn ein intestinales Angioödem diagnostiziert wird, sollte Losartan abgesetzt und eine angemessene Überwachung eingeleitet werden, bis die Symptome vollständig verschwunden sind.
      • Hypotonie und intravaskulärer Flüssigkeitsverlust
        • Bei Patienten mit Natrium- und/oder Flüssigkeitsverlust durch hoch dosierte Diuretikabehandlung, salzarme Diät, Durchfall oder Erbrechen kann eine symptomatische Hypotonie, insbesondere nach der ersten Dosis, auftreten. Diese Zustände sollten vor der Gabe von Losarplus AL® ausgeglichen werden.
      • Störungen des Elektrolythaushalts
        • Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion mit oder ohne Diabetes mellitus liegt häufig ein Elektrolytungleichgewicht vor, das berücksichtigt werden sollte. Deshalb sollten die Serum-Kaliumspiegel und Kreatinin-Clearance-Werte engmaschig überwacht werden; besonders Patienten mit Herzinsuffizienz und einer Kreatinin-Clearance zwischen 30 - 50 ml/min sollten engmaschig überwacht werden.
        • Die gleichzeitige Anwendung von Losartan/Hydrochlorothiazid mit kaliumsparenden Diuretika, Kaliumergänzungsmitteln und kaliumhaltigem Salzersatz wird nicht empfohlen.
      • Leberfunktionsstörungen
        • Auf Grundlage von pharmakokinetischen Daten, die zeigen, dass es zu einer signifikanten Erhöhung der Plasmakonzentration von Losartan-Kaliumbei Patienten mit Leberzirrhose kommt, sollte Losarplus AL® bei leicht oder mäßig eingeschränkter Leberfunktion in der Vorgeschichte mit Vorsicht eingesetzt werden. Es gibt keine therapeutische Erfahrung mit Losartan bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Leberfunktion. Daher ist Losarplus AL® bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Leberfunktion kontraindiziert.
      • Nierenfunktionsstörungen
        • Auf Grund der Hemmung des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems wurde über Veränderungen der Nierenfunktion, einschließlich Nierenversagen, berichtet (vor allem bei Patienten, deren Nierenfunktion vom ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-System abhängig ist, wie bei schwerer Herzinsuffizienz oder einer vorbestehenden Nierenfunktionsstörung).
        • Wie bei anderen Arzneimitteln, die das ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-System beeinflussen, wurde bei Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose oder einer Arterienstenose bei Einzelniere ein Anstieg von Blutharnstoff und Serum-Kreatinin beobachtet; diese Veränderungen der Nierenfunktion können nach Beendigung der Therapie reversibel sein. Losartan-Kalium sollte bei Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose oder Nierenarterienstenose bei Einzelniere mit Vorsicht eingesetzt werden.
      • Nierentransplantation
        • Es gibt keine Erfahrungen bei Patienten mit kürzlich erfolgter Nierentransplantation.
      • Primärer Hyperaldosteronismus
        • Patienten mit primärem Aldosteronismus sprechen im Allgemeinen nicht auf Antihypertonika an, deren Wirkung auf der Hemmung des Renin-Angiotensin-Systems beruht. Daher wird die Anwendung von Losartan-Kalium/Hydrochlorothiazid bei diesen Patienten nicht empfohlen.
      • Dualblockade des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)
        • Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen.
        • Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.
        • ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.
      • Koronare Herzerkrankung und zerebrovaskuläre Erkrankung
        • Wie bei jedem blutdrucksenkenden Arzneimittel könnte ein übermäßiger Blutdruckabfall bei Patienten mit ischämischer Kardiomyopathie oder kardiovaskulärer Erkrankung zu einem Myokardinfarkt oder Schlaganfall führen.
      • Herzinsuffizienz
        • Bei herzinsuffizienten Patienten mit oder ohne Nierenfunktionsstörung besteht, wie bei anderen Arzneimitteln, die das Renin-Angiotensin-System beeinflussen, das Risiko eines starken arteriellen Blutdruckabfalls und einer (oft akuten) Beeinträchtigung der Nierenfunktion.
      • Aorten- und Mitralklappenstenose, obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie
        • Wie bei anderen Vasodilatatoren ist bei Patienten mit Aorten- oder Mitralklappenstenose oder obstruktiver hypertropher Kardiomyopathie besondere Vorsicht geboten.
      • Ethnische Unterschiede
        • Wie bei ACE-Hemmern beobachtet, sind Losartan-Kalium und andere Angiotensin-Antagonisten bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe offensichtlich weniger wirksam in der Blutdrucksenkung als bei Patienten mit nicht-schwarzer Hautfarbe. Dies könnte auf ein häufigeres Vorkommen eines niedrigen Renin-Spiegels in der Bevölkerung von Hypertonikern mit schwarzer Hautfarbe zurückzuführen sein.
      • Schwangerschaft
        • Eine Behandlung mit AIIRA sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden. Bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei denn, eine Fortführung der Behandlung mit AIIRA ist zwingend erforderlich. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit AIIRA unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen.
    • Hydrochlorothiazid
      • Hypotonie und Störungen des Elektrolyt-/Flüssigkeitshaushalts
        • Wie bei jeder antihypertensiven Therapie kann es bei einigen Patienten zu einem symptomatischen Blutdruckabfall kommen.
        • Patienten sollten hinsichtlich klinischer Anzeichen einer Störung des Flüssigkeits- oder Elektrolythaushalts beobachtet werden, wie z. B. Flüssigkeitsverlust, Hyponatriämie, hypochlorämische Alkalose, Hypomagnesiämie oder Hypokaliämie, die bei zusätzlichem Durchfall oder Erbrechen auftreten können. Regelmäßige Bestimmungen der Elektrolyte im Serum sollten in angemessenen zeitlichen Abständen bei solchen Patienten durchgeführt werden. Bei heißem Wetter kann bei Patienten mit Ödemen eine Verdünnungshyponatriämie auftreten.
      • Metabolische und endokrine Effekte
        • Eine Thiazid-Therapie kann die Glucose-Toleranz beeinträchtigen. Eine Dosisanpassung von Antidiabetika einschließlich Insulin kann erforderlich sein.
        • Ein latenter Diabetes mellitus kann unter Thiazid-Therapie manifest werden.
        • Thiazide können zu einer Erniedrigung der Calciumausscheidung über den Urin und zu einer vorübergehenden geringen Erhöhung des Serum-Calciums führen. Eine ausgeprägte Hypercalcämie kann ein Hinweis auf eine unerkannte Nebenschilddrüsenüberfunktion sein. Bevor Nebenschilddrüsenfunktionstests durchgeführt werden, sollten Thiazide abgesetzt werden.
        • Unter einer Diuretikabehandlung mit Thiaziden kann es zu einer Erhöhung der Cholesterin-und Triglycerid-Werte kommen.
        • Eine Thiazid-Therapie kann bei einigen Patienten eine Hyperurikämie und/oder Gicht verursachen. Da Losartan den Harnsäuregehalt reduziert, kann die Kombination von Losartan-Kalium und Hydrochlorothiazid die durch Diuretika induzierte Hyperurikämie abschwächen.
      • Leberfunktionsstörung
        • Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion oder einer progressiven Lebererkrankung sollten Thiazide mit Vorsicht angewendet werden, da sie eine intrahepatische Cholestase verursachen können, und bereits kleine Veränderungen des Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts zum hepatischen Koma führen können.
        • Losarplus AL® ist bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz kontraindiziert.
      • Nicht-melanozytärer Hautkrebs
        • In zwei epidemiologischen Studien auf der Grundlage des dänischen nationalen Krebsregisters wurde ein erhöhtes Risiko von nicht-melanozytärem Hautkrebs (NMSC) [Basalzellkarzinom (BCC) und Plattenepithelkarzinom (SCC)] mit steigender kumulativer Dosis von Hydrochlorothiazid (HCTZ) beobachtet. Photosensibilisierende Wirkungen von HCTZ könnten zur Entstehung von NMSC beitragen.
        • Patienten, die HCTZ einnehmen, sollten über das NMSC-Risiko informiert werden, und es sollte ihnen geraten werden, ihre Haut regelmäßig auf neue Läsionen zu prüfen und unverzüglich alle verdächtigen Hautveränderungen zu melden. Den Patienten sollten mögliche vorbeugende Maßnahmen empfohlen werden, um das Risiko von Hautkrebs zu minimieren; z. B. Einschränkung der Exposition gegenüber Sonnenlicht und UV-Strahlung oder im Fall einer Exposition Verwendung eines angemessenen Sonnenschutzes. Verdächtige Hautveränderungen sollten unverzüglich untersucht werden, ggf. einschließlich histologischer Untersuchungen von Biopsien. Bei Patienten, bei denen bereits ein NMSC aufgetreten ist, sollte die Verwendung von HCTZ überprüft werden.
      • Aderhauterguss (choroidaler Erguss), akute Myopie und sekundäres Winkelverschlussglaukom
        • Sulfonamide und Sulfonamid-Derivate können eine idiosynkratische Reaktion auslösen, die zu einem Aderhauterguss mit Gesichtsfelddefekt, transienter Myopie und zu einem akuten Winkelverschlussglaukom führen kann. Symptome wie eine akut einsetzende verminderte Sehschärfe oder Augenschmerzen können typischerweise innerhalb von Stunden bis Wochen nach Behandlungsbeginn auftreten. Ein unbehandeltes akutes Engwinkelglaukom kann zu dauerhaftem Sehverlust führen. Als Erstmaßnahme sollte Hydrochlorothiazid so schnell wie möglich abgesetzt werden. Umgehende medizinische oder operative Behandlungen müssen bei länger anhaltendem unkontrolliertem Augeninnendruck in Betracht gezogen werden. Risikofaktoren, die die Entstehung eines akuten Engwinkelglaukoms begünstigen könnten, schließen eine Allergie gegenüber Sulfonamiden oder Penicillin in der Krankengeschichte ein.
      • Akute Atemwegstoxizität
        • Es wurden sehr seltene schwere Fälle von akuter Atemwegstoxizität, einschließlich des akuten Atemnotsyndroms (ARDS), nach der Einnahme von Hydrochlorothiazid berichtet.
        • Ein Lungenödem entwickelt sich typischerweise innerhalb von Minuten bis Stunden nach der Einnahme von Hydrochlorothiazid.
        • Zu den Symptomen gehören zu Beginn Dyspnoe, Fieber, Verschlechterung der Lungenfunktion und Hypotonie. Bei Verdacht auf ARDS sollte Losarplus AL® abgesetzt und eine angemessene Behandlung eingeleitet werden. Hydrochlorothiazid darf nicht bei Patienten angewendet werden, bei denen nach der Einnahme von Hydrochlorothiazid bereits einmal ein ARDS aufgetreten ist.
      • Sonstiges
        • Bei Patienten unter Thiaziden kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen, unabhängig davon, ob eine Allergie oder ein Bronchialasthma in der Vorgeschichte bekannt ist oder nicht. Unter der Anwendung von Thiaziden wurde über eine Exazerbation oder Aktivierung eines systemischen Lupus erythematodes berichtet.
        • Die Anwendung von Losartan-Kalium/Hydrochlorothiazid kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. Eine missbräuchliche Anwendung dieses Arzneimittels zu Dopingzwecken kann die Gesundheit gefährden.
    • Hilfsstoffe
      • Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Losarplus AL® nicht einnehmen.
  • Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
    • Losartan
      • Es wurde berichtet, dass Rifampicin und Fluconazol die Plasmakonzentration des aktiven Metaboliten verringern. Die klinische Bedeutung dieser Wirkung ist unbekannt.
      • Wie bei anderen Arzneimitteln, die Angiotensin II oder seine Wirkungen hemmen, kann die gleichzeitige Gabe von kaliumsparenden Diuretika (z. B. Spironolacton, Triamteren, Amilorid), Kaliumergänzungsmitteln oder kaliumhaltigen Salzergänzungsmitteln zu einem Anstieg der Serum-Kalium-Konzentration führen. Eine Komedikation ist nicht ratsam.
      • Wie bei anderen Arzneimitteln, die die Natriumausscheidung beeinflussen, kann die Lithiumausscheidung reduziert werden.
      • Deshalb sollte eine sorgfältige Überwachung des Serum-Lithium-Spiegels bei gleichzeitiger Anwendung von Lithiumsalzen mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten stattfinden.
      • Wenn Angiotensin-II-Antagonisten gleichzeitig mit nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR; d.h. selektive COX-2-Hemmer, Acetylsalicylsäure in antiinflammatorischer Dosierung und nicht-selektive NSAR) verabreicht werden, kann es zu einer Minderung der antihypertensiven Wirkung kommen. Die gleichzeitige Gabe von Angiotensin-II-Antagonisten oder Diuretika und NSAR kann zu einem erhöhten Risiko einer weiteren Verschlechterung der Nierenfunktion, einschließlich akuten Nierenversagens, und zu einem Anstieg des Serumkaliums führen, besonders bei Patienten mit bereits bestehender eingeschränkter Nierenfunktion. Die Kombination sollte, besonders bei älteren Patienten, mit Vorsicht erfolgen. Die Patienten sollten ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Eine Überwachung der Nierenfunktion sollte zu Beginn und in regelmäßigen Abständen während der Kombinationstherapie in Betracht gezogen werden.
      • Bei einigen Patienten mit bestehender Einschränkung der Nierenfunktion, die mit nicht-steroidalen Antirheumatika einschließlich selektiver Cyclooxygenase-2-Hemmer behandelt werden, kann die gleichzeitige Anwendung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten zu einer weiteren Verschlechterung der Nierenfunktion führen. Diese Effekte sind in der Regel reversibel.
      • Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung einer einzelnen Substanz, die auf das RAAS wirkt, mit einer höheren Rate an unerwünschten Ereignissen wie Hypotonie, Hyperkaliämie und einer Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) einhergeht.
      • Andere Substanzen, die eine Hypotonie induzieren, wie etwa trizyklische Antidepressiva, Antipsychotika, Baclofen und Amifostin
        • Die gleichzeitige Anwendung mit diesen Arzneimitteln, deren Haupt- oder Nebenwirkung die Blutdrucksenkung ist, kann das Risiko einer Hypotonie erhöhen.
    • Hydrochlorothiazid
      • Bei gleichzeitiger Gabe der folgenden Arzneimittel mit Thiazid-Diuretika kann es zu Wechselwirkungen kommen:
        • Alkohol, Barbiturate, Narkotika oder Antidepressiva
          • Eine Verstärkung einer orthostatischen Hypotonie kann auftreten.
        • Antidiabetika (orale Arzneimittel und Insulin)
          • Die Behandlung mit Thiaziden kann die Glucosetoleranz beeinflussen. Eine Dosisanpassung des Antidiabetikums kann erforderlich sein. Metformin sollte aufgrund des Risikos einer Laktatazidose durch eine durch Hydrochlorothiazid verursachte mögliche Beeinträchtigung der Nierenfunktion mit Vorsicht angewendet werden.
        • Andere antihypertensive Arzneimittel
          • Additiver Effekt.
        • Colestyramin und Colestipolharze
          • Bei gleichzeitiger Gabe von anionischen Austauscherharzen wird die Resorption von Hydrochlorothiazid gestört. Einzeldosen von Colestyramin- oder Colestipolharzen binden Hydrochlorothiazid und vermindern dessen Resorption aus dem Gastrointestinaltrakt um bis zu 85% bzw. 43%.
        • Corticosteroide, ACTH
          • Verstärkter Elektrolytverlust, vor allem Hypokaliämie.
        • Blutdrucksteigernde Amine (z. B. Adrenalin)
          • Möglicherweise vermindertes Ansprechen auf blutdrucksteigernde Amine, aber nicht in einem Ausmaß, das deren Anwendung ausschließen würde.
        • Nicht-depolarisierende Muskelrelaxantien (z. B. Tubocurarin)
          • Mögliches erhöhtes Ansprechen auf die Muskelrelaxantien.
        • Lithium
          • Diuretische Arzneimittel reduzieren die renale Clearance von Lithium und erhöhen dadurch stark das Risiko für eine Lithium-Toxizität; eine gleichzeitige Gabe wird nicht empfohlen.
        • Arzneimittel zur Behandlung der Gicht (Probenecid, Sulfinpyrazon und Allopurinol)
          • Eine Dosisanpassung der urikosurischen Arzneimittel kann notwendig sein, da Hydrochlorothiazid den Spiegel der Harnsäure im Serum erhöhen kann. Eine Erhöhung der Dosis von Probenecid oder Sulfinpyrazon kann erforderlich sein. Die gleichzeitige Gabe von Thiaziden kann die Inzidenz von Überempfindlichkeitsreaktionen auf Allopurinol erhöhen.
        • Anticholinergika (z. B. Atropin, Biperidin)
          • Durch abnehmende gastrointestinale Motilität und Entleerungsrate des Magens wird die Bioverfügbarkeit der Diuretika vom Thiazid-Typ erhöht.
        • Zytostatika (z. B. Cyclophosphamid, Methotrexat)
          • Thiazide können die renale Ausscheidung von Zytostatika reduzieren und so deren myelosuppressive Wirkung verstärken.
        • Salizylate
          • Unter hohen Dosen von Salizylaten kann Hydrochlorothiazid die toxischen Effekte der Salizylate auf das zentrale Nervensystem erhöhen.
        • Methyldopa
          • Es gab vereinzelte Berichte über das Auftreten einer hämolytischen Anämie unter gleichzeitiger Anwendung von Hydrochlorothiazid und Methyldopa.
        • Ciclosporin
          • Die gleichzeitige Anwendung mit Ciclosporin kann das Risiko einer Hyperurikämie und gichtähnlicher Komplikationen erhöhen.
          • Digitalisglykoside
            • Thiazid-induzierte Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie kann das Auftreten von Digitalis-induzierten Herzrhythmusstörungen begünstigen.
        • Arzneimittel, die durch Schwankungen des Serum-Kaliums beeinflusst werden
          • Regelmäßiges Überwachen des Serum-Kaliums und des EKGs wird bei Gabe von Losartan/Hydrochlorothiazid mit Arzneimitteln, die durch Schwankungen des Serum-Kaliums beeinflusst werden (z. B. Digitalisglykoside und Antiarrhythmika) sowie mit den folgenden Torsades de Pointes (ventrikuläre Tachykardie) induzierenden Arzneimitteln (einschl. einiger Antiarrhythmika) empfohlen, da Hypokaliämie als prädisponierender Faktor für Torsades de Pointes (ventrikuläre Tachykardie) gilt:
            • Klasse-Ia-Antiarrhythmika (z. B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid),
            • Klasse-III-Antiarrhythmika (z. B. Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid),
            • einige Antipsychotika (z. B. Thioridazin, Chlorpromazin, Levomepromazin, Trifluoperazin, Cyamemazin, Sulpirid, Sultoprid, Amisulprid, Tiaprid, Pimozid, Haloperidol, Droperidol),
            • andere (z. B. Bepridil, Cisaprid, Diphemanil, Erythromycin als intravenöse Anwendung, Halofantrin, Mizolastin, Pentamidin, Terfenadin, Vincamin als intravenöse Anwendung).
        • Calciumsalze
          • Thiazid-Diuretika können die Serum-Calcium-Spiegel aufgrund verminderter Exkretion erhöhen. Wenn Calciumersatzmittel verordnet werden müssen, sollte der Serum-Calcium-Spiegel überwacht und die Calciumdosierung entsprechend angepasst werden.
        • Arzneimittel/Labor-Test-Wechselwirkungen
          • Wegen ihrer Wirkung auf den Calcium-Stoffwechsel können Thiazide Nebenschilddrüsenfunktionstests beeinflussen.
        • Carbamazepin
          • Risiko einer symptomatischen Hyponatriämie. Klinische Überwachung und die Überwachung der biologischen Funktionen sind erforderlich.
        • Jodhaltige Kontrastmittel
          • Im Falle einer Diuretika-induzierten Dehydrierung besteht ein erhöhtes Risiko eines akuten Nierenversagens, besonders bei hohen Dosen des jodhaltigen Mittels. Die Patienten sollten vor der Anwendung rehydriert werden.
        • Amphotericin B (parenteral), Corticosteroide, ACTH oder stimulierende Laxantien oder Glycyrrhizin (vorkommend in der Süßholzwurzel)
          • Hydrochlorothiazid kann das Elektrolytungleichgewicht intensivieren, insbesondere eine Hypokaliämie.
  • Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.
    • Allerdings ist bei aktiver Teilnahme am Straßenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen zu beachten, dass unter antihypertensiver Therapie gelegentlich Schwindel oder Benommenheit auftreten können, insbesondere bei Behandlungsbeginn oder Dosiserhöhung.
  • Überdosierung
    • Es liegen keine spezifischen Informationen zur Behandlung einer Überdosierung mit Losartan/Hydrochlorothiazid vor. Die Behandlung erfolgt symptomatisch und unterstützend. Die Therapie mit Losartan/Hydrochlorothiazid muss abgebrochen und der Patient engmaschig überwacht werden.
    • Empfohlene Maßnahmen beinhalten induziertes Erbrechen, falls die Einnahme erst kürzlich erfolgte, sowie Korrektur von Dehydrierung, Elektrolytstörungen, hepatischem Koma und Blutdruckabfall entsprechend den Leitlinien.
    • Losartan
      • Bisher liegen nur begrenzte Erfahrungen mit Überdosierungen beim Menschen vor.
      • Wahrscheinliche Symptome einer Überdosierung sind Blutdruckabfall und Tachykardie; eine Bradykardie kann durch parasympathische (vagale) Stimulation auftreten.
      • Wenn ein symptomatischer Blutdruckabfall auftreten sollte, sollten unterstützende Maßnahmen ergriffen werden.
      • Weder Losartan noch der aktive Metabolit können durch Hämodialyse entfernt werden.
    • Hydrochlorothiazid
      • Die häufigsten Anzeichen und Symptome sind diejenigen, die durch einen Elektrolytverlust (Hypokaliämie, Hypochloridämie, Hyponatriämie) und eine Dehydrierung aufgrund von starker Diurese verursacht werden. Wurde zusätzlich Digitalis angewendet, kann eine Hypokaliämie Herzrhythmusstörungen verstärken.
      • Das Ausmaß, mit dem Hydrochlorothiazid durch Hämodialyse entfernt werden kann, ist bisher nicht bekannt.