Losartan/HCT STADA 100mg/12.5mg Filmtabletten

STADAPHARM GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Hydrochlorothiazid/Losartan →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N3 98 ST 28,30 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Behandlung der essentiellen Hypertonie bei Patienten, deren Blutdruck durch Losartan oder Hydrochlorothiazid alleine nicht ausreichend eingestellt werden kann
  • Hinweis
    • geeignet für Patienten, die bereits 100 mg Losartan-Kalium einnehmen und eine zusätzliche Kontrolle des Blutdrucks benötigen

Dosierung

  • essentielle Hypertonie
    • nicht zur Anfangsbehandlung geeignet
    • individuelle Dosiseinstellung mit Einzelsubstanzen empfohlen
    • falls klinisch vertretbar, direkte Umstellung von Monotherapie auf fixe Kombination erwägen
    • übliche Erhaltungsdosis: 50 mg Losartan-Kalium plus 12,5 mg Hydrochlorothiazid (HCT) 1mal / Tag
    • Dosiserhöhung, bei nicht ausreichendem Ansprechen, auf 100 mg Losartan-Kalium plus 25 mg HCT 1mal / Tag
    • max. Tagesdosis: 100 mg Losartan-Kalium plus 25 mg HCT
    • Eintritt der blutdrucksenkenden Wirkung i.A. innerhalb von 3 - 4 Wochen nach Therapiebeginn
    • Anwendung in Kombination mit anderen Antihypertonika möglich

Dosisanpassung

  • Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
    • Anwendung nicht empfohlen (keine Erfahrungen)
  • ältere Patienten
    • Dosisanpassung normalerweise nicht erforderlich
  • eingeschränkte Nierenfunktion und Hämodialyse
    • mäßig eingeschränkte Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance: 30 - 50 ml / Min.)
      • keine Anpassung der Anfangsdosis erforderlich
    • stark eingeschränkte Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min.)
      • Anwendung kontraindiziert
    • Hämodialyse
      • Anwendung nicht empfohlen
    • gleichzeitige Anwendung mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1,73 m2)
      • kontraindiziert
  • intravaskulärer Flüssigkeitsverlust
    • Flüssigkeits- und/oder Natriummangel vor Verabreichung ausgleichen
  • eingeschränkte Leberfunktion
    • stark eingeschränkte Leberfunktion
      • Anwendung kontraindiziert

Kontraindikationen

Hydrochlorothiazid, Losartan, Kaliumsalz - peroral

Losartan und Hydrochlorothiazid

  • Überempfindlichkeit gegen Losartan, Hydrochlorothiazid oder andere Sulfonamid-Derivate
  • therapieresistente Hypokaliämie oder Hyperkalziämie
  • schwere Einschränkung der Leberfunktion, Cholestase und obstruktive Erkrankungen der Gallenwege
  • therapierefraktäre Hyponatriämie
  • symptomatische Hyperurikämie / Gicht
  • schwere Einschränkung der Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min.)
  • Anurie
  • gleichzeitige Anwendung mit Aliskiren bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml / Min. / 1,73 m² KOF) kontraindiziert
  • Schwangerschaft (2. und 3. Trimenon)

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Hydrochlorothiazid, Losartan, Kaliumsalz - peroral

Losartan und Hydrochlorothiazid

  • Kombinationsarzneimittel
    • in klinischen Studien mit dem Kombinationsarzneimittel (Losartan plus Hydrochlorothiazid) waren Nebenwirkungen auf diejenigen beschränkt, die zuvor über Losartan-Kalium und/oder Hydrochlorothiazid berichtet wurden
    • nach der Markteinführung beobachtet
      • Leber- und Gallenerkrankungen
        • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
          • Hepatitis
      • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
        • ohne Häufigkeitsangabe
          • kutaner Lupus erythematodes
      • Erkrankungen des Nervensystems
        • ohne Häufigkeitsangabe
          • Dysgeusie
      • Gefäßerkrankungen
        • ohne Häufigkeitsangabe
          • dosisabhängige orthostatische Effekte
      • Untersuchungen
        • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
          • Hyperkaliämie
          • Erhöhung der ALT
    • die unter den Einzelkomponenten (in Monotherapie) beobachteten Nebenwirkungen können auchpotenzielle Nebenwirkungen des Kombinationsarzneimittels Losartan/ Hydrochlorothiazid sein
  • Losartan (Monotherapie)
    • Erkrankungen des Immunsystems
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • anaphylaktische Reaktionen
        • Angioödem einschließlich Schwellung von Larynx und Glottis mit Atembeschwerden und/oder Schwellung von Gesicht, Lippen, Pharynx und/oder Zunge
          • bei einigen dieser Patienten bereits ein Angioödem im Zusammenhang mit der Anwendung von ACE-Hemmern berichtet
    • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Anämie
        • Purpura Schoenlein-Henoch
        • Ekchymose
        • Hämolyse
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Thrombozytopenie
    • Herzerkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Hypotonie
        • orthostatische Hypotonie
        • Sternalgie
        • Angina pectoris
        • AV-Block Grad II
        • zerebraler Insult
        • Myokardinfarkt
        • Palpitationen
        • Arrhythmien (Vorhofflimmern, Sinusbradykardie, Tachykardie, ventrikuläre Tachykardie, Kammerflimmern)
    • Gefäßerkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Vaskulitis
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • dosisabhängige orthostatische Effekte
    • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Vertigo
        • Tinnitus
    • Augenerkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Verschwommensehen
        • Brennen / Stechen im Auge
        • Konjunktivitis
        • Sehverschlechterung, Abnahme der Sehschärfe
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Bauchschmerzen
        • Übelkeit
        • Diarrhö
        • Dyspepsie
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Konstipation
        • Zahnschmerzen
        • Mundtrockenheit
        • Flatulenz
        • Gastritis
        • Erbrechen
        • Obstipation
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Pankreatitis
    • Leber- und Gallenerkrankungen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Leberfunktionsstörungen
    • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Appetitlosigkeit, Anorexie
        • Gicht
    • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Muskelkrämpfe
        • Rückenschmerzen
        • Schmerzen in den Beinen
        • Myalgie
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Schmerzen in den Armen
        • Gelenkschwellungen
        • Knieschmerzen
        • muskuloskelettale Schmerzen
        • Schulterschmerzen
        • Steifigkeit
        • Arthralgie
        • Arthritis
        • Coxalgie
        • Fibromyalgie
        • Muskelschwäche
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Rhabdomyolyse
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Kopfschmerzen
        • Schwindel
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Nervosität
        • Parästhesien
        • periphere Neuropathie
        • Tremor
        • Migräne
        • Synkope
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Dysgeusie
    • Psychiatrische Erkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Schlaflosigkeit
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Angst
        • Angststörungen
        • Panikstörungen
        • Verwirrung
        • Depression
        • verändertes Träumen
        • Schlafstörungen
        • Somnolenz
        • Gedächtnisstörungen
    • Erkrankungen der Nieren und der Harnwege
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Nierenfunktionsstörungen
        • Nierenversagen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Nykturie
        • häufiges Wasserlassen
        • Harnwegsinfektionen
    • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • verminderte Libido
        • erektile Dysfunktion / Impotenz
    • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Husten
        • Infektion der oberen Atemwege
        • verstopfte Nase
        • Sinusitis
        • Erkrankungen der Nebenhöhlen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Beschwerden im Rachenraum
        • Pharyngitis
        • Laryngitis
        • Dyspnoe
        • Bronchitis
        • Epistaxis
        • Rhinitis
        • verstopfte Atemwege
    • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Alopezie
        • Dermatitis
        • trockene Haut
        • Erythem
        • Flush
        • Photosensitivität
        • Pruritus
        • Hautausschlag
        • Urtikaria
        • Schwitzen
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Asthenie
        • Müdigkeit
        • Schmerzen im Brustkorb
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Gesichtsödem
        • Ödeme
        • Fieber
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Grippeartige Symptome
        • Unwohlsein
    • Untersuchungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Hyperkaliämie
        • leichte Abnahme des Hämatokriten und Hämoglobins
        • Hypoglykämie
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • leichte Erhöhungen des Harnstoffs im Blut und des Serum-Kreatinin-Spiegels
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Anstieg von Leberenzymen und Bilirubin
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Hyponatriämie
  • Hydrochlorothiazid (Monotherapie)
    • Erkrankungen des Immunsystems
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • anaphylaktische Reaktionen
    • Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Nicht-melanozytärer Hautkrebs (Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom; NMSC)
          • auf der Grundlage der vorliegenden Daten aus epidemiologischen Studien kumulativer dosisabhängiger Zusammenhang zwischen HCTZ und NMSC festgestellt
    • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Agranulozytose
        • aplastische Anämie
        • hämolytische Anämie
        • Leukozytopenie
        • Purpura
        • Thrombozytopenie
    • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Appetitlosigkeit
        • Hyperglykämie
        • Hyperurikämie
        • Hypokaliämie
        • Hyponatriämie
    • Psychiatrische Erkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Schlaflosigkeit
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Kopfschmerzen
    • Augenerkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • vorübergehendes Verschwommensehen
        • Xanthopsie
    • Gefäßerkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • nekrotisierende Angiitis (Vaskulitis, kutane Vaskulitis)
    • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Atemnotsyndrom einschließlich Pneumonitis und Lungenödem
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Sialoadenitis
        • Krämpfe
        • Magenirritationen
        • Übelkeit
        • Erbrechen
        • Diarrhö
        • Konstipation
    • Leber- und Gallenerkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Ikterus (intrahepatische Cholestase)
        • Pankreatitis
    • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Photosensitivität
        • Urtikaria
        • toxische epidermale Nekrolyse
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • kutaner Lupus erythematodes
    • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Muskelkrämpfe
    • Erkrankungen der Nieren und der Harnwege
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Glykosurie
        • interstitielle Nephritis
        • Nierenfunktionsstörung
        • Nierenversagen
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Fieber
        • Schwindel

Anwendungshinweise

  • Einnahme der Tabletten
    • mit 1 Glas Wasser
    • unabhängig von den Mahlzeiten

Stillzeithinweise

Hydrochlorothiazid, Losartan, Kaliumsalz - peroral

Losartan und Hydrochlorothiazid

  • Anwendung in der Stillzeit nicht empfohlen
  • Dosis sollte so niedrig wie möglich sein, falls das Arzneimittel in der Stillzeit angewendet wird
  • Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs, Losartan)
    • keine Erkenntnisse zur Anwendung in der Stillzeit
    • alternative antihypertensive Therapie mit einem besser bekannten Sicherheitsprofil bei Anwendung in der Stillzeit vorziehen, insbesondere, wenn Neugeborene oder Frühgeborene gestillt werden
  • Hydrochlorothiazid
    • Hydrochlorothiazid geht in geringen Mengen in die Muttermilch über
    • Thiazid-Diuretika, angewandt in hohen Dosen zur intensiven Diurese, können die Laktation hemmen

Schwangerschaftshinweise

Hydrochlorothiazid, Losartan, Kaliumsalz - peroral

Losartan und Hydrochlorothiazid

  • kontraindiziert im 2. und 3. Trimenon der Schwangerschaft
  • Anwendung im 1. Trimenon nicht empfohlen
  • Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs, Losartan)
    • Anwendung im 1. Trimenon nicht empfohlen
      • keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach Anwendung von ACE- Hemmern während des 1. Trimenons
        • geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden
        • auch wenn keine kontrollierten epidemiologischen Daten zum Risiko von AIIRAs vorliegen, so bestehen möglicherweise für diese Arzneimittelklasse vergleichbare Risiken
      • sofern Fortsetzen der AIIRA-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden
      • wird Schwangerschaft festgestellt, Behandlung mit AIIRAs unverzüglich beenden und, wenn erforderlich, alternative Therapie beginnen
    • kontraindiziert im 2. und 3. Trimenon
      • fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation)
      • neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie)
      • im Falle einer Exposition mit AIIRAs ab dem 2. Schwangerschaftstrimenon Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen
    • Säuglinge, deren Mütter AIIRAs eingenommen haben, sollten engmaschig hinsichtlich einer Hypotonie untersucht werden
  • Hydrochlorothiazid
    • nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Hydrochlorothiazid in der Schwangerschaft, insbesondere während des 1. Trimenons
    • Ergebnisse aus Tierstudien sind unzureichend
    • Hydrochlorothiazid ist plazentagängig
      • auf Grund des pharmakologischen Wirkmechanismus von Hydrochlorothiazid kann es bei Anwendung während des 2. und 3. Trimenons zu einer Störung der feto-plazentaren Perfusion und zu fetalen und neonatalen Auswirkungen wie Ikterus, Störung des Elektrolythaushalts und Thrombozytopenien kommen
    • Schwangerschaftsödeme, Schwangerschaftshypertonie oder einer Präeklampsie
      • auf Grund des Risikos eines verringerten Plasmavolumens und einer plazentaren Hypoperfusion, ohne den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen, sollte Hydrochlorothiazid bei Schwangerschaftsödemen, Schwangerschaftshypertonie oder einer Präeklampsie nicht zur Anwendung kommen
    • bei essentieller Hypertonie schwangerer Frauen sollte Hydrochlorothiazid nur in den seltenen Fällen, in denen keine andere Behandlung möglich ist, angewandt werden
  • Fertilität
    • keine Daten verfügbar

Warnhinweise

Hydrochlorothiazid, Losartan, Kaliumsalz - peroral

Losartan und Hydrochlorothiazid

  • Kombinationsarzneimittel dient nicht zur Anfangsbehandlung, sondern ist für Patienten bestimmt, deren Blutdruck mit Losartan oder Hydrochlorothiazid allein nicht entsprechend eingestellt werden kann
  • Losartan
    • Angioödem
      • Patienten mit Angioödem (Schwellung von Gesicht, Lippen, Rachen und/oder Zunge) in der Vorgeschichte engmaschig überwachen
    • Hypotonie und intravaskulärer Flüssigkeitsverlust
      • symptomatische Hypotonie, insbesondere nach der ersten Einnahme, kann bei Patienten mit Flüssigkeitsverlust und/oder Salzverlust durch forcierte Diurese oder hoch dosierte Diuretika-Therapie, salzarme Diät, Durchfall oder Erbrechen auftreten
      • diese Zustände sollten vor der Gabe ausgeglichen werden
    • Störungen des Elektrolythaushalts
      • Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion mit oder ohne Diabetes mellitus
        • häufig Elektrolytungleichgewicht, sollte ausgeglichen werden
      • Serum-Kaliumspiegel und Kreatinin-Clearance-Werte engmaschig überwachden
        • besonderrs Patienten mit Herzinsuffizienz und Kreatinin-Clearancezwischen 30 - 50 ml/Min. sollten engmaschig überwacht werden
      • gleichzeitige Anwendung von kaliumsparenden Diuretika, Kaliumergänzungsmitteln, kaliumhaltigem Salzersatz oder anderen Arzneimitteln, die den Serum-Kalium- Spiegel erhöhen können (z.B. Trimethoprimhaltige Arzneimittel) nicht empfohlen
    • Leberfunktionsstörungen
      • Patienten mit leicht oder mäßig eingeschränkter Leberfunktion in der Vorgeschichte
        • Anwendung mit Vorsicht
        • pharmakokinetische Daten, die zeigen, dass es zu einer signifikanten Erhöhung der Plasmakonzentration von Losartan bei Patienten mit Leberzirrhose kommt
      • Patienten mit schwerer Leberfunktionseinschränkung
        • Anwendung kontraindiziert
        • keine therapeutische Erfahrung
    • Nierenfunktionsstörungen
      • aufgrund der Hemmung des Renin-Angiotensin-Systems Veränderungen der Nierenfunktion einschließlich Nierenversagen berichtet
        • v.a. bei Patienten, deren Nierenfunktion abhängig vom ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-System ist, wie bei schwerer Herzinsuffizienz oder einer vorbestehenden Nierenfunktionsstörung
    • Nierenarterienstenose
      • Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (Losartan), können bei Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose bzw. Arterienstenose einer Einzelniere zu einem Anstieg der Blutharnstoff- und der Serumkreatininkonzentration führen
        • Veränderungen der Nierenfunktion können nach Beendigung der Therapie reversibel sein
      • Losartan sollte bei Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose oder Nierenarterienstenose bei Einzelniere mit Vorsicht eingesetzt werden
    • Nierentransplantation
      • keine Erfahrungen bei Patienten, bei denen vor kurzem eine Nierentransplantation vorgenommen wurde
    • Primärer Hyperaldosteronismus
      • Anwendung von Losartan bei dieser Patientengruppe nicht empfohlen
      • Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus sprechen im Allgemeinen nicht auf eine Behandlung mit blutdrucksenkenden Arzneimitteln an, die über eine Hemmung des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems wirken
    • Patienten mit koronarer Herzerkrankung oder arteriosklerotischer zerebrovaskulärer Erkrankung
      • übermäßiger Blutdruckabfall kann bei Patienten mit ischämischer kardiovaskulärer und zerebrovaskulärer Erkrankung einen Myokardinfarkt oder Schlaganfall zur Folge haben
    • Herzinsuffizienz
      • bei herzinsuffizienten Patienten mit oder ohne Nierenfunktionsstörung Risiko eines starken arteriellen Blutdruckabfalls und einer (oft akuten) Beeinträchtigung der Nierenfunktion
    • Aorten- und Mitralklappenstenose (obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie)
      • besondere Vorsicht bei Patienten, die unter hämodynamisch relevanter Aorten- oder Mitralklappenstenose bzw. obstruktiver hypertropher Kardiomyopathie leiden
    • Ethnische Unterschiede
      • wie bei ACE-Hemmern, sind Losartan und andere Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe offensichtlich weniger wirksam in der Blutdrucksenkung als bei Patienten nicht schwarzer Hautfarbe
        • möglicherweise liegt das an einer höheren Prävalenz niedriger Renin-Spiegel in der Population von Hypertonikern mit schwarzer Hautfarbe
    • Schwangerschaft
      • Behandlung mit AIIRAs sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden
      • Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch
        • Umstellung auf alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil sollte für Schwangere erfolgen, es sei denn, eine Fortführung der Behandlung mit AIIRAs ist zwingend erforderlich
      • wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen
    • Duale Blockade des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)
      • Hypotonie, Synkope, Schlaganfall, Hyperkaliämie und Veränderungen der Nierenfunktion (einschließlich akutes Nierenversagen) bei prädisponierten Patienten beobachtet, insbesondere wenn Arzneimittel mit Wirkung auf dieses System zusammen eingenommen wurden
        • duale Blockade des Renin-Angiotensin- Aldosteron-Systems durch Kombination eines Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten mit einem ACE-Hemmer oder Aliskiren nicht empfohlen
      • wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen
      • Patienten mit diabetischer Nephropathie
        • ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden
      • Anwendung von Losartan in Kombination mit Aliskiren kontraindiziert bei Patienten mit Diabetes mellitus oder Nierenfunktionsstörung (GFR < 60 ml / Min. / 1,73 m2 KOF)
  • Hydrochlorothiazid
    • Hypotonie und Elektrolyt-/Flüssigkeitsungleichgewicht
      • wie bei jeder antihypertensiven Therapie kann es bei einigen Patienten zu einem symptomatischen Blutdruckabfall kommen
      • Patienten sollten hinsichtlich klinischer Anzeichen eines Flüssigkeits- oder Elektrolytverlusts beobachtet werden, z.B. Volumendepletion, Hyponatriämie, hypochlorämische Alkalose, Hypomagnesiämie oder Hypokaliämie, die bei zusätzlichem Durchfall oder Erbrechen auftreten können
        • regelmäßige Bestimmungen der Elektrolyte im Serum sollten in angemessenen zeitlichen Abständen bei solchen Patienten durchgeführt werden
      • Patienten mit Ödemen
        • bei heißem Wetter kann eine Verdünnungshyponatriämie auftreten
    • Metabolische und endokrine Wirkungen
      • Behandlung mit einem Thiaziddiuretikum kann Glukosetoleranz beeinträchtigen
        • Dosisanpassung von Antidiabetika, einschließlich Insulin, kann erforderlich sein
        • latenter Diabetes mellitus kann unter Thiazidtherapie manifest werden
      • Hyperkalzämie
        • Thiaziddiuretika können die renale Kalziumausscheidung vermindern und zeitweilig zu leicht erhöhten Serumkalziumspiegeln führen
        • deutliche Hyperkalzämie kann ein Anzeichen einer latenten Überfunktion der Nebenschilddrüse sein
          • Thiazide sollten vor einer Funktionskontrolle der Nebenschilddrüse abgesetzt werden
      • Erhöhungen der Cholesterin- und der Triglyzeridspiegel mit Thiaziddiuretika in Verbindung gebracht
      • Thiazid-Therapie kann bei einigen Patienten eine Hyperurikämie und/oder Gicht verursachen
        • da Losartan den Harnsäuregehalt reduziert, kann die Kombination von Losartan und Hydrochlorothiazid die durch Diuretika induzierte Hyperurikämie abschwächen
    • Leberfunktionsstörungen
      • Thiazide sollten bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion oder fortschreitender Lebererkrankung mit Vorsicht eingesetzt werden, da in diesen Fällen schon geringfügige Änderungen des Flüssigkeits- und Elektrolythaushaltes ein hepatisches Koma auslösen könnte
      • kontraindiziert bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung
    • Nicht-melanozytärer Hautkrebs (NMSC)
      • in 2 epidemiologischen Studien auf der Grundlage des dänischen nationalen Krebsregisters erhöhtes Risiko von nicht-melanozytärem Hautkrebs (NMSC) (Basalzellkarzinom [BCC] und Plattenepithelkarzinom [SCC]) mit steigender kumulativer Dosis von Hydrochlorothiazid (HCTZ) beobachtet
        • photosensibilisierende Wirkungen von HCTZ könnten zur Entstehung von NMSC beitragen
      • Patienten, die HCTZ einnehmen
        • sollten über das NMSC-Risiko informiert werden
        • und es sollte ihnen geraten werden, ihre Haut regelmäßig auf neue Läsionen zuprüfen und unverzüglich alle verdächtigen Hautveränderungen zu melden
      • den Patienten sollten mögliche vorbeugende Maßnahmen empfohlen werden, um das Risiko von Hautkrebs zu minimieren; z.B.
        • Einschränkung der Exposition gegenüber Sonnenlicht und UV-Strahlung
        • oder im Fall einer Exposition Verwendung eines angemessenen Sonnenschutzes
      • verdächtige Hautveränderungen sollten unverzüglich untersucht werden, ggf. einschließlich histologischer Untersuchungen von Biopsien
      • bei Patienten, bei denen bereits ein NMSC aufgetreten ist, sollte die Verwendung von HCTZ überprüft werden
    • Sekundäres akutes Engwinkelglaukom und/oder akute Myopie
      • Hydrochlorothiazid ist ein Sulfonamid
      • Sulfonamide oder Sulfonamidderivate können eine idiosynkratische Reaktion auslösen, die zu einem sekundären akuten Engwinkelglaukom und/oder akuter Myopie führen kann
        • Symptome beinhalten eine akut einsetzende verminderte Sehschärfe oder Augenschmerzen und treten typischerweise innerhalb von Stunden bis Wochen nach Behandlungsbeginn auf
      • ein unbehandeltes akutes Engwinkelglaukom kann zu dauerhaftem Sehverlust führen
        • als Erstmaßnahme sollte das Arzneimittel so schnell wie möglich abgesetzt werden
        • umgehende medizinische oder operative Behandlungen müssen bei anhaltendem unkontrollierbarem Augeninnendruck in Betracht gezogen werden
      • Risikofaktoren für die Entwicklung eines akuten Engwinkelglaukoms können bekannte Sulfonamid- oder Penicillinallergien sein
    • Überempfindlichkeitsreaktionen auf Hydrochlorothiazid
      • können bei Patienten mit oder ohne Allergie oder Bronchialasthma in der Anamnese auftreten, sind jedoch bei Patienten mit entsprechender Vorgeschichte wahrscheinlicher
    • Lupus erythematodes
      • unter Therapie mit Thiazid-Diuretika Verschlimmerung oder Wiederauftreten eines systemischen Lupus erythematodes berichtet
  • Doping
    • Anwendung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen
    • Anwendung als Dopingmittel kann zu einer Gefährdung der Gesundheit führen