Lotriderm Creme

European Pharma B.V.
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Betamethason/Clotrimazol →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 30 G 19,97 €
60 G 31,83 €

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Fachinformationen

Indikation

  • örtliche Behandlung innerhalb der ersten Tage von entzündlichen oder ekzematösen Pilzerkrankungen, hervorgerufen durch Dermatophyten, Hefen und/ oder Schimmelpilze
  • Hinweis
    • Anwendung der Creme-Zubereitung bei nässenden Erkrankungen
    • offizielle Richtlinien zur angemessenen Anwendung von Antimykotika beachten

Dosierung

Basiseinheit: 1 g Creme enthält 10 mg Clotrimazol und 0,64 mg Betamethasondipropionat.

  • örtliche Behandlung innerhalb der ersten Tage von entzündlichen oder ekzematösen Pilzerkrankungen, hervorgerufen durch Dermatophyten, Hefen und/ oder Schimmelpilze
    • Anwendung 1mal / Tag (morgens)
    • zusätzliche bakterielle Infektion
      • zeitgleiche Verabreichung eines antibakteriell wirkenden Arzneimittels
      • tritt nicht umgehend ein positives Ansprechen ein, Behandlung mit der Creme absetzen bis bakterielle Infektion ausreichend unter Kontrolle ist
    • Behandlungsdauer
      • bis Begleitentzündung der Pilzerkrankung abgeklungen ist
      • Tinea cruris, T. corporis und Candidiasis
        • Verminderung des Erythems und des Hautjuckens innerhalb der ersten 3 - 5 Behandlungstage
      • falls nach 1 Woche keine Besserung eintritt oder auf eine Sensibilisierung hindeutende Hautreizungen auftreten, Arzt aufsuchen
      • max. 4 Wochen

Kontraindikationen

Betamethason dipropionat, Clotrimazol - extern
  • Überempfindlichkeit gegen
    • Betamethason
    • Clotrimazol
    • andere Arzneimittel vom Typ der Corticosteroide bzw. Imidazole
  • spezifische Hautprozesse
  • Windpocken
  • Impfreaktionen
  • Anwendung
    • im Bereich der Augen
    • großflächig
    • über längeren Zeitraum (z.B. 4 Wochen)

Nebenwirkungen

Betamethason dipropionat, Clotrimazol - extern
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Sekundärinfektionen
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • allergische Hautreaktionen
      • allergische Kontaktdermatitis
      • Sensibilisierung
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Parästhesie
  • Augenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Verschwommenes Sehen
  • Gefäßerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Ödeme
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Erweiterung kleiner, oberflächlicher Hautgefäße
      • Kapillarfragilität (Ekchymose)
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • makulopapulöser Hautausschlag
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Brennen
      • Jucken
      • Haut(reizung)
      • Trockenheit
      • Haarbalgentzündung
      • Abblassung der Haut
      • Steroid-Akne
      • verstärkter Haarwuchs
      • periorale Dermatitis
      • Hautaufweichung
      • Hautverdünnung
      • Hautstreifenbildung
      • Miliaria
      • Erythem
      • Nesselsucht / Urticaria
      • Bläschenbildung
      • Hautabschuppung

Anwendungshinweise

  • Creme morgens auf erkrankte Hautstellen auftragen und sanft einmassieren
  • vor Anwendung der Creme Haut waschen und gründlich abtrocknen
  • Wiederansteckung durch tägliches Wechseln der Handtücher und Wäsche vermeiden
  • Anwendung im Gesichtsbereich mit Vorsicht
  • nach Möglichkeit nicht großflächig und/ oder über einen längeren Zeitraum (z.B. 4 Wochen) anwenden (eventuelle erhöhte Wirkstoffresorption)

Stillzeithinweise

Betamethason dipropionat, Clotrimazol - extern
  • bei Anwendung des Arzneimittels sollte abgestillt werden bzw. während der Stillzeit sollte das Arzneimittel abgesetzt werden
    • wobei der therapeutische Nutzen für die Mutter vom Arzt in Betracht gezogen werden sollte
  • nicht bekannt, ob die Wirkstoffe nach lokaler Anwendung in die Muttermilch ausgeschieden werden

Schwangerschaftshinweise

Betamethason dipropionat, Clotrimazol - extern
  • Anwendung während der Schwangerschaft nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abschätzung und auf ausdrückliche Anweisung des Arztes
  • keine Daten aus geeigneten und gut kontrollierten Studien bezüglich des teratogenen Potenzials von topisch appliziertem Clotrimazol und Betamethasondipropionat bei Schwangeren vorliegend

Warnhinweise

Betamethason dipropionat, Clotrimazol - extern
  • Allgemein
    • offizielle Richtlinien zur angemessenen Anwendung von Antimykotika beachten
  • Anwendung
    • nicht im Bereich der Augen
    • wegen einer eventuellen erhöhten Wirkstoffresorption nach Möglichkeit nicht großflächig und/oder über einen längeren Zeitraum (z. B. 4 Wochen)
    • nicht zur Anwendung unter luftdicht abschließenden Verbänden vorgesehen
    • mit Vorsicht im Gesichtsbereich
  • Darreichungsform
    • Creme-Zubereitung bei nässenden Erkrankungen empfohlen
    • Salben-Zubereitung bei trockenen Formen der Erkrankungen empfohlen
  • Zusätzliche bakterielle Infektion
    • zeitgleich antibakteriell wirkendes Arzneimittel verabreichen (Notwendigkeit überprüfen)
    • tritt nicht umgehend ein positives Ansprechen ein
      • Behandlung mit Kombination aus Betamethason und Clotrimazol absetzen bis die bakterielle Infektionausreichend unter Kontrolle ist
  • Behandlung abbrechen und geeignete Therapie einleiten bei
    • Hautreizungen, wie
      • Rötung
      • Jucken
      • Brennen
      • Bläschenbildung
      • Schwellung
      • Nässen
    • Entwicklung einer Sensibilisierung
  • Arzt konsultieren
    • bei Nebenwirkungen, wie
      • brennendes oder stechendes Gefühl in Armen und Beinen
    • wenn Hautausschläge länger anhalten oder belastend werden
    • bei Anzeichen einer Verschlechterung
    • wenn Infektion der Haut auftritt
  • Suppression der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA-Achse)
    • systemische Resorption von topisch angewendeten Corticosteroiden kann reversible Suppression der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA-Achse) hervorrufen
      • mit möglicher Nebennierenrinden-Insuffizienz nach dem Absetzen der Behandlung
    • bei einigen Patienten auch während der Therapie z.B. folgende Erscheinungsbilder möglich
      • Cushing-Syndrom
      • Hyperglykämie
      • Glucosurie
    • Patienten, die eine größere Menge an einem stark wirksamen topisch angewendeten Steroid erhalten, das auf einer großen Hautfläche aufgetragen wird
      • in regelmäßigen Abständen auf das Vorhandensein einer HPA-Achsen-Suppression hin untersuchen
        • falls HPA-Achsen-Suppression festgestellt wird
          • Arzneimittel absetzen
          • Anwendungshäufigkeit reduzieren oder
          • weniger stark wirksames Corticosteroid anwenden
    • Regeneration der HPA-Achsen-Funktion erfolgt in der Regel schnell und vollständig nach Absetzen des Arzneimittels
    • Selten können Anzeichen und Symptome eines Steroid-Entzugs auftreten, die eine Substitution mit einem systemischen Corticosteroid erfordern
  • Windeldermatitis
    • Anwendung nicht empfohlen
  • Sehstörungen
    • bei der systemischen und topischen (einschließlich intranasaler, inhalativer und intraokularer) Anwendung von Corticosteroiden können Sehstörungen auftreten
    • Wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellig wird
      • Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen der Sehstörung in Erwägung ziehen
        • diese umfassen unter anderem
          • Katarakt
          • Glaukom
          • seltene Erkrankungen, wie z. B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC), die nach der Anwendung systemischer oder topischer Corticosteroide gemeldet wurden
  • Labortests
    • erfolgt kein Ansprechen auf die Therapie, sind angemessene mikrobiologische Untersuchungen zu wiederholen,um die Diagnose zu bestätigen und um andere pathogene Keime auszuschließen, bevor mit einer weiteren antimykotischen Therapie begonnen wird
  • Kinder und Jugendliche
    • bei Verordnung an Kinder im Wachstumsalter sollte die Behandlung ärztlich kontrolliert werden
    • Kinder sind aufgrund des größeren Verhältnisses Hautoberfläche zu Körpergewicht für eine Glucocorticoid-induzierte suppressive Wirkung auf die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse und für exogeneCorticosteroid-Effekte empfänglicher als erwachsene Patienten
    • Folgendes wurde bei äußerlicher Anwendung von Corticosteroiden bei Kindern beobachtet
      • Suppression der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse
        • äußert sich bei Kindern durch
          • einen niedrigen Plasma-Cortisol-Spiegel und
          • das fehlende Ansprechen auf eine ACTH-Stimulation
      • Cushing-Syndrom
      • Wachstumsverzögerung
      • verminderte Gewichtszunahme
      • intrakranielle Hypertension
        • äußert sich durch
          • Vorwölbung der Fontanelle
          • Kopfschmerzen
          • bilaterales Papillenödem
    • Anwendung topisch applizierter Corticosteroide bei Kindern mit der geringsten noch wirksamen Dosis
    • chronische Anwendung kann das Wachstum und die Entwicklung der Kinder beeinträchtigen