LUTINUS 100mg Vaginaltabletten
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 21 ST | 50,65 € |
| N2 | 90 ST | 171,86 € |
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Indikation
- zur Unterstützung der Lutealfunktion im Rahmen einer Assistierten Reproduktionstherapie (ART)
Dosierung
- Unterstützung der Lutealfunktion im Rahmen einer Assistierten Reproduktionstherapie (ART)
- 100 mg 3mal / Tag, beginnend am Tag der Oozyten-Entnahme
- Behandlungsdauer: nach Feststellung der klinischen Schwangerschaft Behandlung für 30 Tage fortsetzen
- Ältere Patienten
- keine klinischen Daten zur Anwendung bei Patientinnen > 65 Jahre vorhanden
- Kinder
- keine Erfahrungen vorhanden, da es keine relevanten Indikationen für die Anwendung bei Kindern gibt
- Leber- und Nierenfunktionsstörungen
- keine Erfahrungen vorhanden
Kontraindikationen
Progesteron - urogenital
- bekannte Überempfindlichkeit gegen Progesteron
- nicht abgeklärte vaginale Blutungen / vaginale Blutungen unbekannter Ursache
- verhaltener Abort oder ektope Schwangerschaft
- unbehandelte Endometriumhyperplasie
- akute (schwere) Leberfunktionsstörungen / Lebererkrankung oder Lebererkrankungen in der Anamnese, solange sich die Leberfunktionswerte noch nicht normalisiert haben
- bestehender oder früherer Brustkrebs bzw. ein entsprechender Verdacht
- bestehende oder vermutete hormonempfindliche, einschl. progestronempfindliche bösartige Tumoren (z. B. Endometriumkrebs)
- Thrombophlebitis, vorangegangene oder bestehende venöse Thromboembolien (tiefe Venenthrombose, Lungenembolie)
- bestehende oder kürzlich aufgetretene thromboembolische Erkrankung (Angina pectoris, Myokardinfarkt, Schlaganfall)
- bekannte thrombophile Erkrankungen (Protein-C-, Protein-S- oder Antithrombin-Mangel)
- Porphyrie
Nebenwirkungen
Progesteron - urogenital
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- allergische Reaktionen / Überempfindlichkeitsreaktionen, z.B. generalisierter juckender Hautausschlag
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- Somnolenz
- Schwindel
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schlaflosigkeit
- ohne Häufigkeitsangabe
- Fatigue
- Benommenheit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hitzewallung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hämorrhagie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- aufgetriebenes Abdomen
- Bauchschmerzen
- Übelkeit
- Krämpfe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Diarrhoe
- Obstipation
- Erbrechen
- Flatulenz
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Urtikaria
- Hautausschlag
- Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Hautausschlag, Pruritus)
- Nachtschweiß
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Arthralgie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pollakisurie
- Inkontinenz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gebärmutterkrämpfe
- Berührungsempfindlichkeit der Brüste
- Schmerzen in der Brust
- Zwischenblutungen (Schmierblutungen)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- vulvovaginale Beschwerden/Reizungen (wie vulvovaginaler Schmerz, vaginales Brennen, vaginaler Ausfluss, vulvovaginale Trockenheit und vaginale Blutungen nach Anwendung mit kumulativer Häufigkeit von 1,5% berichtet)
- Vaginalmykose
- Beschwerden in den Brüsten (wie Schmerzen, Schwellungen und Spannungsgefühl in den Brüsten im Rahmen von klinischen Studien als Einzelfälle mit einer kumulativen Häufigkeit von 0,4% berichtet)
- Genitaler Pruritus
- vulvovaginaler Pruritus
- vaginale Blutungen
- Schmerzen im Becken
- Metrorrhagie
- Vergrößerung der Eierstöcke
- ohne Häufigkeitsangabe
- Schwellungen und Spannungsgefühl in den Brüsten
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erschöpfung
- Schläfrigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Peripheres Ödem
- Kältegefühl
- Gefühl einer Veränderung der Körpertemperatur
- Pruritus am Verabreichungsort
- Unwohlsein
- Gewichtszunahme
- ohne Häufigkeitsangabe
- Benommenheit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Vaginaltablette mithilfe des mitgelieferten Applikators in die Vagina einführen
Stillzeithinweise
Progesteron - urogenital
- keine Indikation in der Stillzeit (sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden)
- nachweisbare Mengen an Progesteron treten in die Muttermilch über
Schwangerschaftshinweise
Progesteron - urogenital
- indiziert zur Anwendung im Rahmen einer assistierten Reproduktionstherapie (ART), ausschließlich während des 1. Trimesters der Schwangerschaft
- Anwendung während der Schwangerschaft ist - außer in der Frühschwangerschaft (1. Trimester) im Rahmen einer Assistierten Reproduktionsbehandlung - kontraindiziert
- nur begrenzte und nicht aussagekräftige Daten über das Risiko kongenitaler Anomalien einschließlich genitaler Anomalien bei Kindern beiderlei Geschlechts infolge intrauteriner Exposition während der Schwangerschaft
- Raten kongenitaler Anomalien, spontaner Aborte und ektoper Schwangerschaften, die in klinischen Studien beobachtet wurden, vergleichbar mit Rate dieser Ereignisse in der Durchschnittsbevölkerung
- Gesamtexposition jedoch zu gering, um daraus Rückschlüsse zu ziehen
- Fertilität
- Arzneimittel wird angewendet zur Unterstützung der Lutealphase im Rahmen einer assistierten Reproduktionstherapie (ART)
Warnhinweise
Progesteron - urogenital
- darf nur während der ersten 3 Monate der Schwangerschaft und ausschließlich vaginal angewendet werden
- Verordnung von Progesteron nach dem 1. Trimester kann eine Schwangerschaftscholestase hervorrufen
- Behandlung sollte nach Diagnose eines verhaltenen Aborts abgebrochen werden
- bei Verdacht auf eine der folgenden Erkrankungen sollte die Behandlung ebenso abgebrochen werden
- Myokardinfarkt
- zerebrovaskuläre Störungen
- arterieller oder venöser Thromboembolismus (venöse Thromboembolie oder Lungenembolie)
- Thrombophlebitis
- retinale Thrombose
- obwohl das Risiko von Thromboembolien mit der Anwendung von Estrogenen in Verbindung gebracht wird, bleibt Bezug zu Gestagenen fraglich
- deshalb stellt bei Frauen mit allgemein bekannten Risikofaktoren für thromboembolische Ereignisse, wie Thromboembolien in der persönlichen oder familiären Vorgeschichte, die Behandlung mit Progesteron eine weitere Erhöhung des Risikos dar
- bei diesen Patientinnen Nutzen der Behandlung gegen die Risiken abwägen
- dabei aber beachten, dass eine Schwangerschaft an sich das Risiko für thromboembolische Ereignisse erhöht
- Patientinnen mit Depressionen in der Vorgeschichte sorgfältig überwachen
- Medikament muss abgesetzt werden, wenn es zu einem schweren Rückfall kommt
- Absetzen in Betracht ziehen, wenn Symptome sich verschlimmern
- da Progesteron ein gewisses Maß an Flüssigkeitsretention verursachen kann, erfordern Erkrankungen, die durch diesen Faktor beeinflusst werden können (z. B. Epilepsie, Migräne, Asthma, Herz- oder Nierenfunktionsstörungen) eine sorgfältige Überwachung
- der Pathologe sollte bei Vorlage entsprechender Proben auf die Progesteron-Therapie hingewiesen werden
- bei kleiner Anzahl von Patientinnen unter Behandlung mit Estrogen-Gestagen-Kombinationsarzneimitteln Verminderung der Glukosetoleranz beobachtet
- Ursache für Verminderung nicht bekannt
- daher sollten Diabetikerinnen während der Progesteron-Therapie sorgfältig überwacht werden
- Progesteron wird in der Leber metabolisiert und sollte von Patientinnen mit Leberfunktionsstörungen mit Vorsicht angewendet werden
- feste vaginale Darreichungsform nicht als Kontrazeptivum geeignet
- das Arzneimittel ist nicht zur Behandlung einer drohenden Frühgeburt bestimmt
- Sexualsteroide können Risiko von retinalen Gefäßläsionen erhöhen
- daher besondere Vorsicht bei Patientinnen > 35 Jahre, Raucherinnen und Patientinnen mit Atherosklerose-Risiko
- bei transienten ischämischen Attacken, plötzlichem Auftreten schwerer Kopfschmerzen oder Sehstörungen, verursacht durch Papillenödem oder Retinablutung, muss die Anwendung beendet werden
- plötzliche Beendigung der Progesteronbehandlung kann Angstgefühle, Stimmungsschwankungen und erhöhte Anfallsneigung hervorrufen
- vor Therapiebeginn sollten die Gründe für die Infertilität der Patientin und ihres Partners angemessen festgestellt werden
- vollständige ärztliche/gynäkologische Kontrollen sind vor und regelmäßig während einer Behandlung mit dem Arzneimittel erforderlich, insbesondere ist bei längerfristiger Behandlung im Rahmen dieser Kontrollen eine Endometriumhyperplasie auszuschließen
- vor Behandlung ist im Besonderen eine ärztliche Untersuchung der Brust und der Beckenorgane angezeigt sowie ein Pananicolaou-Abstrich
- falls während der Therapie ein Frühabort droht
- Lebensfähigkeit des Embryos mittels hCG-Titer-Anstieg und/oder Ultraschall nachweisen
- vorsichtige Anwendung bei schwerer Leberinsuffizienz
- bei Durchbruchblutungen, wie in allen Fällen von unregelmäßigen vaginalen Blutungen
- nicht-funktionale Gründe in Betracht ziehen
- bei nicht diagnostizierten vaginalen Blutungen sind adäquate diagnostische Maßnahmen zu ergreifen