Lyvdelzi 10 mg Hartkapseln

Gilead Sciences GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Seladelpar →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 30 ST 5599,01 €
3X30 ST 16681,71 €
NotApplicable 30 ST

Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.

Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.

Jetzt KI fragen

Fachinformationen

Indikation

  • Behandlung der primär biliären Cholangitis (PBC) in Kombination mit Ursodeoxycholsäure (UDCA)
    • bei Erwachsenen, die nicht ausreichend auf UDCA alleine ansprechen
    • oder als Monotherapie bei Patienten, die UDCA nicht vertragen

Dosierung

  • Behandlung der primär biliären Cholangitis (PBC) in Kombination mit Ursodeoxycholsäure (UDCA)
    • 1 Kapsel (entsprechend 10 mg Seladelpar) 1mal / Tag
    • versäumte Dosis
      • wenn eine Dosis versäumt wurde, nachfolgende Dosis zum nächsten vorgesehenen Zeitpunkt einnehmen
      • keine doppelte Dosis einnehmen, um die versäumte Dosis nachzuholen

Dosisanpassung

  • ältere Patienten
    • nur begrenzte Daten
    • keine Dosisanpassung erforderlich
  • Nierenfunktionsstörung
    • leicht, mittelschwer oder schwer
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • Patienten mit dialysepflichtiger terminaler Niereninsuffizienz
      • nicht untersucht
      • keine Dosisempfehlung möglich
  • Leberfunktionsstörung
    • leicht (Child-Pugh-Klasse A)
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • mittelschwer (Child-PughKlasse B) oder schwer (Child-Pugh-Klasse C)
      • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
      • bei Fortschreiten zu einer mittelschweren Leberfunktionsstörung
        • Abbruch der Behandlung in Erwägung ziehen
      • schwer
        • Anwendung nicht empfohlen
  • Kinder und Jugendliche
    • kein relevanter Nutzen

Kontraindikationen

Seladelpar - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Seladelpar

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Seladelpar - peroral
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Abdominalschmerz, einschließlich
        • Schmerzen im Oberbauch
        • Schmerzen im Unterbauch
        • abdominale Beschwerden
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Übelkeit
      • aufgeblähter Bauch

Anwendungshinweise

  • Kapseln zum Einnehmen
  • Einnahme zu einer Mahlzeit oder unabhängig davon

Stillzeithinweise

Seladelpar - peroral
  • es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Seladelpar verzichtet werden soll / die Behandlung mit Seladelpar zu unterbrechen ist
    • dabei ist sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau zu berücksichtigen
  • nicht bekannt, ob Seladelpar oder seine Metaboliten in die Muttermilch ausgeschieden werden
  • ein Risiko für das Neugeborene/Kind kann nicht ausgeschlossen werden

Schwangerschaftshinweise

Seladelpar - peroral
  • aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung von Seladelpar während der Schwangerschaft vermieden werden
  • bisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Daten (weniger als 300 Schwangerschaftsausgänge) aus der Anwendung von Seladelpar bei Schwangeren vor
  • tierexperimentelle Studien
    • ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität bei klinisch relevanter Exposition
  • Fertilität
    • es liegen keine Daten über die Auswirkung von Seladelpar auf die Fertilität beim Menschen vor
    • tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte Auswirkungen in Bezug auf die Fertilität oder die Fortpflanzungsfähigkeit

Warnhinweise

Seladelpar - peroral
  • auffällige Leberwerte
    • bei Patienten, die Seladelpar in höheren Dosen erhielten, wurde ein dosisabhängiger Anstieg der Transaminasen im Serum (Aspartat-Aminotransferase [AST] und Alanin-Aminotransferase [ALT]) beobachtet
    • zu Beginn der Behandlung mit Seladelpar sollten klinische und laborchemische Untersuchungen erfolgen und die Werte anschließend gemäß der routinemäßigen klinischen Praxis überwacht werden
      • eine vorübergehende Unterbrechung der Behandlung mit Seladelpar sollte in Betracht gezogen werden, wenn sich die Leberwerte verschlechtern oder wenn der Patient Anzeichen und Symptome, die auf eine Leberfunktionsstörung hindeuten, entwickelt
      • bei einer erneuten Verschlechterung der Leberwerte nach Wiederaufnahme der Behandlung mit Seladelpar ist ein endgültiger Behandlungsabbruch in Erwägung zu ziehen
  • biliäre Obstruktion
    • bei Patienten mit vollständiger biliärer Obstruktion ist die Anwendung von Seladelpar zu vermeiden
    • bei Verdacht auf eine biliäre Obstruktion ist die Behandlung mit Seladelpar zu unterbrechen und eine Behandlung gemäß klinischer Indikation einzuleiten
  • gleichzeitige Anwendung mit anderen Arzneimitteln
    • die gleichzeitige Anwendung von Probenecid zusammen mit Seladelpar wird nicht empfohlen