M-STADA 10 mg/ml Injektionslösung
STADAPHARM GmbH
Wirkstoff: Morphin →
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 5 ST | 15,11 € |
| N2 | 10 ST | 18,94 € |
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Indikation
- starke und stärkste Schmerzen
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Injektionslösung enthält 10 mg Morphinsulfat (Ph. Eur.) entsprechend 7,52 mg Morphin
- starke und stärkste Schmerzen
- individuell dosieren, angepasst an Stärke der Schmerzen und individuelle Empfindlichkeit des Patienten
- empfohlener Bereich der Einzeldosen für Erwachsene und Kinder ist als Anhalt für die individuell vorzunehmende Dosierung zu verstehen
- intramuskulär (i. m.) oder subkutan (s.c.)
- Erwachsene
- 10 - 30 mg Morphinsulfat
- Kinder
- 0,05 - 0,2 mg Morphinsulfat / kg KG
- max. Einzeldosis: 15 mg Morphinsulfat
- Einzeldosen können bei nachlassender Wirkung, i. d. R. 1mal / 4 - 6 Std. wiederholt werden
- Erwachsene
- intravenös (i.v.; nur, wenn besonders rascher Wirkungseintritt erforderlich)
- Erwachsene
- 5 - 10 mg Morphinsulfat langsam i.v.
- Injektionsgeschwindigkeit: 10 mg Morphinsulfat / Min., ggf. Verdünnung mit isotonischer NaCl-Lösung
- Kinder
- 0,05 - 0,1 mg Morphinsulfat / kg KG
- Verdünnung mit isotonischer NaCl-Lösung empfohlen
- Einzeldosen können bei nachlassender Wirkung, i. d. R. 1mal / 4 - 6 Std. wiederholt werden
- Erwachsene
- epidural
- Erwachsene
- 1 - 4 mg Morphinsulfat (verdünnt mit 10 - 15 ml isotonischer NaCl-Lösung)
- Kinder
- 0,05 - 0,1 mg Morphinsulfat / kg KG
- Verdünnung mit isotonischer NaCl-Lösung empfohlen
- wegen längerer Wirkdauer: Einzeldosisangabe entspricht häufig Tagesdosis
- Erwachsene
- intrathekal
- Erwachsene
- 0,5 - 1,0 mg Morphinsulfat (verdünnt mit 1 - 4 ml isotonischer NaCl-Lösung)
- Kinder
- 0,02 mg Morphinsulfat / kg KG
- Verdünnung mit isotonischer NaCl-Lösung empfohlen
- wegen längerer Wirkdauer: Einzeldosisangabe entspricht häufig Tagesdosis
- Erwachsene
- Dosiseinstellung
- grundsätzlich ausreichend hohe und gleichzeitig die im Einzelfall kleinste, schmerzlindernd wirksame Dosis anstreben
- bei Behandlung chronischer Schmerzen durch intermittierende Injektionen:
- Dosierung vorzugsweise nach einem festen Zeitplan
- nach Durchführung einer anderen zusätzlichen Schmerztherapie (z. B. Operation, Plexusblockade)
- Dosis neu einstellen
- Behandlungsziele und Absetzen der Behandlung
- vor Beginn der Behandlung gemeinsam mit dem Patienten und in Übereinstimmung mit den Leitlinien zum Schmerzmanagement vereinbaren
- Behandlungsstrategie (einschl. Behandlungsdauer und Behandlungszielen) sowie
- Plan für Behandlungsende
- während der Behandlung
- häufigen Kontakt zwischen Arzt und Patient herstellen, um
- Notwendigkeit einer Fortsetzung der Behandlung zu beurteilen
- die Beendigung der Behandlung in Erwägung zu ziehen
- Dosis bei Bedarf anzupassen
- häufigen Kontakt zwischen Arzt und Patient herstellen, um
- Behandlung nicht mehr notwendig
- Dosis schrittweise reduzieren, um Entzugserscheinungen zu vermeiden
- bei fehlender adäquater Schmerzkontrolle
- Möglichkeit einer Hyperalgesie, einer Gewöhnung (Toleranz) und einer Progression der zugrundeliegenden Erkrankung in Erwägung ziehen
- vor Beginn der Behandlung gemeinsam mit dem Patienten und in Übereinstimmung mit den Leitlinien zum Schmerzmanagement vereinbaren
- Behandlungsdauer
- Anwendung nicht länger als unbedingt notwendig
- ggf. auf geeignetere Darreichungsformen ausweichen
Dosisanpassung
- ältere Patienten (>= 75 Jahre); Patienten mit schlechtem körperlichem Allgemeinzustand
- empfindlichere Reaktion auf Morphin möglich
- vorsichtigere Dosiseinstellung und / oder längere Dosisintervalle wählen
- ggf. Umstellung auf geringere Wirkstoffstärken
- eingeschränkte Nierenfunktion
- besonders vorsichtige Dosierung
- eingeschränkte Leberfunktion
- besonders vorsichtige Dosierung
- Patienten mit Verdacht auf verzögerte MagenMagen-Darm-Passage
- besonders vorsichtige Dosierung
Kontraindikationen
Morphin - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Morphin
- Ileus, Risiko eines paralytischen Ileus
- Atemdepression; schwere Atemdepression mit Hypoxie oder Hyperkapnie
- schwere chronisch obstruktive Atemwegserkrankungen
- schweres Bronchialasthma
- Sekretstau
- akutes Abdomen
- akute Lebererkrankung
- Zustände von Agitiertheit während der Wirkung von Alkohol oder Hypnotika
- bei intrathekaler oder epiduraler Anwendung: Gerinnungsstörungen und Infektionen im Injektionsgebiet
Therapiehinweise
Ausschleichend dosieren.
Nebenwirkungen
Morphin - invasiv
- Erkrankungen des Immunsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- bei epiduraler oder intrathekaler Morphingabe
- Reaktivierung von Herpes labialis Infektionen
- bei epiduraler oder intrathekaler Morphingabe
- ohne Häufigkeitsangabe
- anaphylaktische Reaktionen
- anaphylaktoide Reaktionen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Endokrine Erkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- SyndromSyndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH; Leitsymptom: Hyponatriämie)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Appetitabnahme bis zum Appetitverlust
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- allgemein
- Morphin zeigt vielfältige psychische Nebenwirkungen, die hinsichtlich Stärke und Art individuell unterschiedlich (je nach Persönlichkeit und Behandlungsdauer) in Erscheinung treten
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Stimmungsveränderungen, meist Euphorie aber auch Dysphorie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Veränderungen der Aktiviertheit (meist Dämpfung, aber auch Hyperaktivität oder Agitiertheit)
- Schlaflosigkeit
- Veränderungen der kognitiven und sensorischen Leistungsfähigkeit (z.B. Denkstörungen, Wahrnehmungsstörungen/Halluzinationen, Verwirrtheit)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Abhängigkeit
- Anwendung von Opioid-Analgetika kann mit der Entwicklung von körperlicher und/oder psychischer Abhängigkeit oder Toleranz einhergehen
- wenn die Gabe von Opioiden abrupt abgesetzt wird oder eine Gabe von Opioidantagonisten erfolgt, kann ein Abstinenzsyndrom ausgelöst werden
- kann in manchen Fällen auch zwischen den Dosen auftreten
- zu den körperlichen Entzugssymptomen gehören: Körperschmerzen, Tremor, Restless Legs-Syndrom, Diarrhö, Bauchkolik, Übelkeit, grippeähnliche Symptome, Tachykardie und Mydriasis
- psychische Symptome sind u.a. dysphorische Stimmung, Angst und Reizbarkeit
- Arzneimittelabhängigkeit geht häufig mit „Drogenhunger" einher
- Abhängigkeit
- allgemein
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Benommenheit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Sedierung, in unterschiedlichem Ausmaß von leichter Müdigkeit bis zur Benommenheit (dosisabhängig)
- Somnolenz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Konvulsionen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Tremor
- unwillkürliches Muskelzucken
- epileptische Krampfanfälle, insbesondere bei epiduraler oder intrathekaler Gabe
- bei der epiduralen und intrathekalen Morphingabe
- schwerwiegende neurologische Symptome wie Paresen, die z.B. auf eine Granulombildung im Bereich der Katheterspitze zurückgehen können
- verspätete Atemhemmung (bis zu 24 Stunden)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hyperalgesie oder Allodynie, die nicht auf eine weitere Dosiserhöhung von Morphin ansprechen (ggf. Dosisreduktion oder Opioidrotation erforderlich)
- Atemdämpfung (dosisabhängig)
- Schlaf-Apnoe Syndrom
- Synkope
- Parästhesien
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Miosis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- verschwommenes Sehen
- Doppeltsehen
- Nystagmus (Augenzittern)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- ohne Häufigkeitsangabe
- Vertigo
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gefäßerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- klinisch bedeutsamer Abfall als auch Anstieg vom Blutdruck, Hypertonie
- Gesichtsrötung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Orthostasesyndrom
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hitzegefühl
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- klinisch bedeutsamer Abfall als auch Anstieg der Herzfrequenz (Tachykardie / Bradykardie)
- Herzklopfen / Palpitationen
- Herzversagen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Lungenödem
- Atemdepression (dosisabhängig)
- bei epiduraler oder intrathekaler Morphingabe sehr selten auch verspätet (bis zu 24 Stunden) möglich
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Bronchospasmen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Dyspnoe
- ohne Häufigkeitsangabe
- Husten vermindert
- nicht-kardiogen bedingte Lungenödeme (bei intensivmedizinisch behandelten Patienten beobachtet)
- zentrales Schlafapnoe-Syndrom
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Obstipation (v.a. bei Dauerbehandlung)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erbrechen (besonders zu Beginn der Behandlung)
- Appetitlosigkeit, Anorexie
- Dyspepsie
- Geschmacksveränderungen
- Übelkeit (dosisabhängig)
- Mundtrockenheit (dosisabhängig)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erhöhung der Pankreasenzyme bzw. Pankreatitis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Darmverschluss
- Bauchschmerzen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gallenkoliken
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erhöhung leberspezifischer Enzyme
- ohne Häufigkeitsangabe
- Veränderungen der Leberenzyme
- Spasmus des Sphincter Oddi
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hyperhidrose
- Überempfindlichkeitsreaktionen wie Urticaria, Pruritus
- Kontaktdermatitis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- andere Hautausschläge wie Exantheme
- periphere Ödeme (bilden sich nach Absetzen zurück)
- ohne Häufigkeitsangabe
- akute generalisierte exanthemische Pustulose (AGEP)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Muskelkrämpfe
- Muskelstarre / Muskelrigidität
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Störungen bei der Blasenentleerung, Harnretention
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Nierenkoliken
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- verringerte Libido
- verringerte Potenz
- Amenorrhoe
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Unwohlsein
- Asthenie
- Ermüdung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schmerz
- Reizung an der Verabreichungsstelle
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Entzugserscheinungen (Abstinenzsyndrom)
- Anwendung von Opioid-Analgetika kann mit der Entwicklung von körperlicher und/oder psychischer Abhängigkeit oder Toleranz einhergehen
- wenn die Gabe von Opioiden abrupt abgesetzt wird oder eine Gabe von Opioidantagonisten erfolgt, kann ein Abstinenzsyndrom ausgelöst werden
- kann in manchen Fällen auch zwischen den Dosen auftreten
- zu den körperlichen Entzugssymptomen gehören: Körperschmerzen, Tremor, Restless Legs-Syndrom, Diarrhö, Bauchkolik, Übelkeit, grippeähnliche Symptome, Tachykardie und Mydriasis
- psychische Symptome sind u.a. dysphorische Stimmung, Angst und Reizbarkeit
- Arzneimittelabhängigkeit geht häufig mit „Drogenhunger" einher
- Entzugserscheinungen (Abstinenzsyndrom)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Schüttelfrost
- periphere Ödeme
- Zahnveränderungen (ursächlicher Zusammenhang zur Morphin-Therapie konnte jedoch nicht hergestellt werden)
- ohne Häufigkeitsangabe
- allgemeine Schwäche, bis hin zum Ohnmachtsanfall
- körperliche Abhängigkeit mit Arzneimittelentzugssyndrom (Abstinenzsyndrom)
- Arzneimitteltoleranz
- Arzneimittelentzugssyndrom bei Neugeborenen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Injektionslösung
- intramuskulär oder subkutan injizieren sowie
- intravenös, epidural oder intrathekal injizieren oder infundieren
- weitere Hinweise siehe Fachinformation
Stillzeithinweise
Morphin - invasiv
- vom Stillen ist abzuraten, da beim Säugling klinisch relevante Konzentrationen erreicht werden können
- Übergang in die Muttermilch
- Morphin erreicht dort höhere Konzentrationen als im mütterlichen Plasma
Schwangerschaftshinweise
Morphin - invasiv
- Morphin darf in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der Nutzen für die Mutter das Risiko für das Kind klar überwiegt
- beim Menschen keine ausreichenden Daten vorliegend, die die Bewertung eines möglichen teratogenen Risikos erlauben würden
- Berichte über möglichen Zusammenhang mit einer erhöhten Häufigkeit von Leistenbrüchen
- Morphin passiert die Plazentaschranke
- tierexperimentelle Studien
- Untersuchungen an Tieren zeigten ein Schädigungspotential für die Nachkommen während der gesamten Dauer der Trächtigkeit
- Männer und Frauen im zeugungs- und gebärfähigen Alter
- Morphin kann das Auftreten von Chromosomenschäden an Keimzellen fördern
- wegen der mutagenen Eigenschaften von Morphin sollte es Männern und Frauen im zeugungs- und gebärfähigen Alter nur dann verabreicht werden, wenn eine wirksame Verhütung sichergestellt ist
- Neugeborene, deren Mütter während der Schwangerschaft Opioid-Analgetika erhalten haben
- sollten auf Anzeichen eines neonatalen Entzugs (Abstinenzsyndrom) überwacht werden
- Behandlung kann ein Opioid und unterstützende Behandlung umfassen
- Opioid-Entzugssyndrom beim Neugeborenen
- längere Morphinanwendung während der Schwangerschaft kann zu einem Opioid-Entzugssyndrom beim Neugeborenen führen
- Entbindung
- Morphin kann die Dauer der Wehentätigkeit verlängern oder verkürzen
- Morphin kann beim Neugeborenen eine Atemdepression hervorrufen, wenn es während der Entbindung angewendet wird
- Neugeborene, deren Mütter während der Entbindung Opioidanalgetika erhalten
- sollten auf Anzeichen einer Atemdepression oder eines Entzugssyndroms überwacht und ggf. mit einem spezifischen Opioidantagonisten behandelt werden
- Fertilität
- in tierexperimentellen Studien gezeigt, dass Morphin die Fertilität reduzieren kann
Warnhinweise
Morphin - invasiv
- suchterzeugender Wirkstoff
- bei der Verordnung dieses Arzneimittels extreme Vorsicht geboten
- sorgfältige ärztliche Überwachung und ggf. Dosisreduktion erforderlich bei:
- Bewusstseinsstörungen, Koma
- Delirium tremens
- Kopfverletzungen
- Hirnverletzungen (intrakranielle Läsionen)
- erhöhter Hirndruck (wenn nicht eine Beatmung durchgeführt wird)
- Bewusstseinsstörungen unklaren Ursprungs
- Krankheitszuständen, bei denen eine Störung des Atemzentrums und der Atemfunktion vorliegt oder vermieden werden muss
- schwer beeinträchtigter Atemfunktion
- Atemdepression
- Zyanose
- Cor pulmonale
- Schlaf-Apnoe
- gleichzeitiger Anwendung von anderen zentraldämpfend wirkenden Arzneimitteln
- Therapie mit Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmer)
- Opioid-Toleranz, physischer Abhängigkeit oder Entzugserscheinungen
- psychischer Abhängigkeit (Arzneimittelsucht), Missbrauchsprofil und Vorgeschichte von Drogen- und/oder Alkoholmissbrauch
- Hypotonie zusammen mit Hypovolämie
- Prostatahyperplasie mit Restharnbildung (Gefahr der Blasenruptur durch Harnverhalten)
- Harnwegsverengungen oder Koliken der Harnwege
- Gallenwegserkrankungen
- Krämpfen der Gallenwege oder nach einer Operation der Gallenwege und nach einer chirurgischen Anastomose
- eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion
- obstruktiven und entzündlichen Darmerkrankungen
- Ileus
- Phäochromozytom
- Pankreatitis
- Hypothyreose
- epileptischen Anfallsleiden oder erhöhter Neigung zu Krampfanfällen, Krampfstörungen
- Bronchialasthma oder übermäßiger Bronchialsekretion
- Behandlung von älteren Patienten
- Obstipation
- intrathekaler und epiduraler Anwendung bei gleichzeitig bestehenden Vorerkrankungen des Nervensystems und bei gleichzeitiger systemischer Gabe von Glucocorticoiden
- Anwendung bei Kindern unter einem Jahr
- Patienten in höherem Lebensalter oder mit reduziertem Allgemeinzustand
- Bestehen einer Schwangerschaft
- Stillzeit
- schlafbezogene Atemstörungen
- Opioide können schlafbezogene Atemstörungen, einschließlich zentraler Schlafapnoe und schlafbezogener Hypoxämie, verursachen
- die Anwendung von Opioiden geht mit einer dosisabhängigen Erhöhung des Risikos für eine zentrale Schafapnoe einher. Bei Patienten mit zentraler Schlafapnoe sollte eine Reduzierung der Gesamtopioiddosis in Betracht gezogen werden
- Atemdepression
- Atemdepression ist die bedeutsamste Gefährdung einer Opioidüberdosierung
- Opioide können zu schlafbedingten Atmungsstörungen einschließlich zentraler Schlaf-Apnoe und schlafbedingter Hypoxämie führen
- Anwendung von Opioiden kann das Risiko einer zentralen Schlaf-Apnoe bei manchen Patienten dosisabhängig erhöhen
- Opioide können auch eine Verschlimmerung einer bereits bestehenden Schlaf-Apnoe verursachen
- bei Patienten mit einer zentralen Schlaf-Apnoe sollte eine Senkung der Opioid-Gesamtdosis in Erwägung gezogen werden
- Kinder und Jugendliche
- Risiko einer Atemdepression besteht bei allen Kindern
- Neugeborene (insbesondere diejenigen, die spontan atmen) haben möglicherweise eine erhöhte Anfälligkeit
- Kinder < 1 Jahr
- bei Kindern < 1 Jahr darf Morphin nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden, da eine erhöhte Empfindlichkeit für die beeinträchtigende Wirkung auf die Atemfunktion besteht
- Morphin sollte nicht bei idiopathischen oder psychopathologischen Schmerzzuständen angewendet werden
- schwere arzneimittelinduzierte Hautreaktionen
- Berichte über akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP), die lebensbedrohlich oder tödlich sein kann
- die meisten dieser Reaktionen traten innerhalb der ersten 10 Behandlungstage auf
- die Patienten sollten über die Anzeichen und Symptome von AGEP informiert und darauf hingewiesen werden, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, falls bei ihnen solche Symptome auftreten
- falls Anzeichen und Symptome auftreten, die auf diese Hautreaktionen hinweisen, sollte Morphin abgesetzt und eine alternative Behandlung in Betracht gezogen werden
- Opiod-Toleranz
- bei längerfristiger Anwendung von Morphin kann es zur Entwicklung einer Toleranz mit der Notwendigkeit höherer Dosen zum Erzielen des erwünschten analgetischen Effektes kommen
- es besteht Kreuztoleranz zu anderen Opioiden
- Opioidgebrauchsstörung (Missbrauch und Abhängigkeit)
- die wiederholte Anwendung kann zu einer Opioidgebrauchsstörung (Opioid use disorder, OUD) führen
- eine höhere Dosis und längere Dauer der Opioidbehandlung kann das Risiko erhöhen, eine Opioidgebrauchsstörung zu entwickeln
- durch Missbrauch oder absichtliche Falschanwendung kann es zu einer Überdosierung und/oder zum Tod kommen
- das Risiko, eine Opioidgebrauchsstörung zu entwickeln, ist bei Patienten mit einer Substanzgebrauchsstörung (einschließlich Alkoholgebrauchsstörung) in der persönlichen oder familiären Vorgeschichte (Eltern oder Geschwister), bei Rauchern oder bei Patienten mit anderen psychischen Erkrankungen in der persönlichen Vorgeschichte (z. B. Major Depression, Angststörungen und Persönlichkeitsstörungen) erhöht
- vor Beginn der Behandlung und während der Behandlung sollten die Behandlungsziele und ein Plan für die Beendigung der Behandlung mit dem Patienten vereinbart werden
- vor und während der Behandlung sollte der Patient außerdem über die Risiken und Anzeichen einer Opioidgebrauchsstörung aufgeklärt werden
- bei Auftreten dieser Anzeichen sollen sich Patienten mit ihrem Arzt in Verbindung setzen
- drug-seeking-behaviour
- Überwachung auf Anzeichen eines Suchtverhaltens (drug-seeking behaviour) (z. B. zu frühe Nachfrage nach Folgerezepten)
- auch Überprüfung der gleichzeitigen Anwendung von Opioiden und psychoaktiven Arzneimitteln (wie Benzodiazepinen)
- bei Patienten mit Anzeichen und Symptomen einer Opioidgebrauchsstörung sollte die Konsultation eines Suchtspezialisten in Betracht gezogen werden
- bei bestimmungsgemäßer Anwendung bei chronischen Schmerzpatienten ist das Risiko psychischer Abhängigkeit deutlich reduziert bzw. differenziert zu bewerten
- die wiederholte Anwendung kann zu einer Opioidgebrauchsstörung (Opioid use disorder, OUD) führen
- Abhängigkeit und Entzugssyndrom (Abstinenzsyndrom)
- Anwendung von Opioid-Analgetika kann mit der Entwicklung von körperlicher und/ oder psychischer Abhängigkeit oder Toleranz verbunden sein und bei abrupter Beendigung der Therapie kann ein Entzugssyndrom auftreten
- Risiko steigt mit längerer Anwendungsdauer und höherer Dosierung des Arzneimittels
- Symptome können durch Anpassung der Dosis oder der Darreichungsform sowie über das schrittweise Absetzen von Morphin verringert werden
- Anwendung von Opioid-Analgetika kann mit der Entwicklung von körperlicher und/ oder psychischer Abhängigkeit oder Toleranz verbunden sein und bei abrupter Beendigung der Therapie kann ein Entzugssyndrom auftreten
- Psychische Abhängigkeit (Arzneimittelsucht), Missbrauchsprofil und Vorgeschichte von Drogen- und/oder Alkoholmissbrauch
- es kann sich eine psychische Abhängigkeit (Arzneimittelsucht) von Opioid-Analgetika einschließlich Morphin entwickeln
- Morphin besitzt ähnlich wie andere starke Opioide ein Missbrauchspotential und kann daher von Personen mit latenten oder manifesten Suchterkrankungen bewusst missbraucht werden
- daher Morphin bei anamnestischem Alkohol-, Drogen- oder Arzneimittelmissbrauch nur mit besonderer Vorsicht verordnen
- Operationen
- Morphin ist prä-, intra- und postoperativ wegen des gegenüber Nichtoperierten in der postoperativen Phase höheren Risikos eines Ileus oder einer Atemdepression nur mit Vorsicht anzuwenden
- Chordotomie
- bei Patienten, die einer Chordotomie unterzogen werden, nach dem Eingriff die Morphin-Dosis neu einstellen
- Akutes Thorax-Syndrom (ATS) bei Patienten mit Sichelzellkrankheit (SZK)
- aufgrund eines möglichen Zusammenhangs zwischen ATS und der Anwendung von Morphin bei SZK-Patienten, die während einer vasookklusiven Krise mit Morphin behandelt werden, ist eine engmaschige Überwachung auf ATS-Symptome angezeigt
- Maskierung
- aufgrund der analgetischen Wirkung von Morphin können schwerwiegende intraabdominelle Komplikationen, wie z.B. eine Darmperforation, maskiert werden
- Patienten unter intrathekaler oder epiduraler Dauertherapie
- sollten im Rahmen der Pumpenkontrolle auf Frühzeichen von Katheterspitzengranulomen kontrolliert werden (z.B. Minderung der analgetischen Wirkung, unerwartete Schmerzzunahme, neurologische Symptome), um das Risiko möglicherweise irreversibler neurologischer Komplikationen zu minimieren
- Nebenniereninsuffizienz
- Opioid-Analgetika können eine reversible Nebenniereninsuffizienz verursachen, die eine Überwachung und eine Ersatztherapie mit Glukokortikoiden erfordert
- Symptome einer Nebenniereninsuffizienz können z. B. Übelkeit, Erbrechen, Appetitverlust, Erschöpfung, Schwäche, Schwindelgefühl oder niedriger Blutdruck sein
- Risiken einer gleichzeitigen Anwendung von sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel
- gleichzeitige Anwendung von Morphin und sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel kann zu Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod führen
- aufgrund dieser Risiken ist die gleichzeitige Verschreibung mit diesen sedierenden Arzneimitteln nur bei den Patienten angebracht, für die es keine alternativen Behandlungsmöglichkeiten gibt
- wenn dennoch eine gleichzeitige Verschreibung von Morphin zusammen mit Sedativa für notwendig erachtet wird, sollte die niedrigste wirksame Dosis verwendet werden und die Behandlungsdauer sollte so kurz wie möglich sein
- Patienten sind engmaschig auf Anzeichen und Symptome von Atemdepression und Sedierung zu überwachen
- in diesem Zusammenhang dringend empfohlen, Patienten und ihre Bezugspersonen über diese Symptome zu informieren
- gleichzeitige Anwendung von Morphin und sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel kann zu Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod führen
- Leber- und Gallenerkrankungen
- Morphin kann eine Funktionsstörung und einen Spasmus des Sphincter Oddi verursachen, wodurch der intrabiliäre Druck zunimmt und das Risiko für Gallenwegsymptome und Pankreatitis steigt
- Thrombozytenhemmung mit oralen P2Y12-Inhibitoren
- verminderte Wirksamkeit der P2Y12- Inhibitor-Therapie innerhalb des ersten Tages einer gemeinsamen Behandlung mit P2Y12-Inhibitoren und Morphin festgestellt
- Frauen und Männer im gebär- bzw. zeugungsfähigen Alter
- wegen der mutagenen Eigenschaften von Morphin sollte dieser Wirkstoff Männern und Frauen im zeugungs- bzw. gebärfähigen Alter nur dann verabreicht werden, wenn eine wirksame Verhütung sichergestellt ist
- verminderte Spiegel von Sexualhormonen und erhöhte Prolaktin-Konzentrationen
- Langzeitanwendung von Opioid-Analgetika kann mit verminderten Spiegeln von Sexualhormonen und erhöhten Prolactin-Konzentrationen einhergehen
- zu den Symptomen zählen verminderte Libido, Impotenz oder Amenorrhoe
- Hyperalgesie
- insbesondere bei hohen Dosen kann Hyperalgesie auftreten, die nicht auf eine weitere Erhöhung der Morphindosis anspricht
- Reduzierung der Morphindosis oder Umstellung des Opioids kann erforderlich sein
- Rifampicin
- Morphin-Plasmakonzentrationen können durch Rifampicin reduziert werden
- analgetische Wirkung von Morphin sollte während und nach der Behandlung mit Rifampicin überwacht und die Dosierungen von Morphin angepasst werden
- MAO-Hemmer
- MAO-Hemmer können die Wirkung von Morphin (Atemdepression und Hypotonie) verstärken
- Serotonin-Syndrom bei gleichzeitiger Anwendung von Pethidin und MAO-Hemmern beobachtet: ist daher auch bei einer Kombination von Morphin und MAO-Hemmern nicht auszuschließen
- Morphin muss mit Vorsicht bei Patienten verabreicht werden, die MAO-Hemmer einnehmen oder die innerhalb der letzten 2 Wochen MAO-Hemmer erhalten haben
- Doping
- Anwendung von Morphin kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen