Macrogol STADA 13.7g Pul.z.Herst.e.Lsg.z.Einnehmen

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 10 ST 9,89 €
N2 30 ST 25,39 €
N3 50 ST 39,97 €
KTP 100 ST 66,74 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Behandlung der chronischen Obstipation
  • Behebung einer Koprostase, definiert als refraktäre Obstipation, bei der Rektum und/oder Kolon mit Kot angefüllt sind

Dosierung

  • chronische Obstipation
    • Erwachsene, Jugendliche und ältere Patienten
      • 1 - 3 Beutel / Tag, in Teildosen, abhängig vom individuellen Ansprechen
      • für eine länger dauernde Anwendung ggf. Dosis auf 1 oder 2 Beutel / Tag reduzieren
      • Behandlungsdauer
        • normalerweise </= 2 Wochen
        • bei Bedarf Behandlung wiederholen
        • wie bei allen Abführmitteln andauernder Gebrauch nicht empfohlen
        • langfristige Anwendung aber ggf. erforderlich in der Therapie von Patienten mit schwerer chronischer oder refraktärer Obstipation
          • auch bei Obstipation, die sekundär verursacht wird durch Multiple Sklerose oder Morbus Parkinson oder Einnahme Obstipations-fördernder Medikamente, besonders durch Opioide und Anticholinergika
    • Kinder < 12 Jahre
      • Anwendung nicht empfohlen (alternative Präparate stehen zur Verfügung)
    • Niereninsuffizienz
      • keine Dosisanpassung erforderlich
  • Koprostase
    • Erwachsene, Jugendliche und ältere Patienten
      • 8 Beutel / Tag, innerhalb von 6 Std.
      • Behandlungsdauer
        • normalerweise </= 3 Tage
    • Kinder < 12 Jahre
      • Anwendung nicht empfohlen (alternative Präparate stehen zur Verfügung)
    • eingeschränkte kardiovaskuläre Funktion
      • Dosis aufteilen; max. 2 Beutel innerhalb von jeweils 1 Std.
    • Niereninsuffizienz
      • keine Dosisanpassung erforderlich

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile
  • Intestinale Perforation oder Obstruktion aufgrund von strukturellen oder funktionellen Störungen der Darmwand
  • Ileus
  • schwere entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und toxisches Megakolon

Nebenwirkungen

  • Erkrankungen des Immunsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • allergische Reaktionen einschließlich
        • Anaphylaxie
        • Angioödeme
        • Dyspnoe
        • Hautausschlag
        • Erytheme
        • Urtikaria
        • Pruritus
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Elektrolytstörungen, insbesondere Hyper- und Hypokaliämie
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Kopfschmerzen
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • abdominelle Schmerzen
      • Diarrhö
      • Erbrechen
      • Übelkeit
      • Dyspepsie
      • abdominelle Aufblähungen
      • vermehrte Darmgeräusche
      • Flatulenz
      • anale Beschwerden
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Periphere Ödeme

Anwendungshinweise

  • Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen
  • Inhalt eines Beutels in 125 ml Wasser auflösen
  • bei Anwendung gegen Koprostase kann z. B. Inhalt von 8 Beuteln in 1 l Wasser aufgelöst werden

Stillzeithinweise

  • Anwendung während der Stillzeit möglich
  • es wird angenommen, dass Macrogol 3350 keine Auswirkungen auf das gestillte Neugeborene/Kind hat, weil die systemische Exposition der stillenden Frau gegenüber Macrogol 3350 vernachlässigbar ist

Schwangerschaftshinweise

  • Anwendung während der Schwangerschaft möglich
  • begrenzte Daten zur Anwendung von Macrogol 3350 bei Schwangeren vorhanden
  • tierexperimentelle Studien haben eine indirekte Reproduktionstoxizität gezeigt
  • klinisch gesehen sind keine Auswirkungen während der Schwangerschaft zu erwarten, da die systemische Exposition gegenüber Macrogol 3350 vernachlässigbar ist
  • Fertilität
    • es liegen keine Daten zu den Auswirkungen von Macrogol 3350 auf die menschliche Fertilität vor
    • Studien an männlichen und weiblichen Ratten zeigten keine Auswirkungen auf die Fertilität

Warnhinweise

  • der Flüssigkeitsanteil der mit Wasser rekonstituierten Lösung ersetzt keine regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme; es muss eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme beibehalten werden
  • die Diagnose von Koprostase/Kotstau im Rektum sollte durch eine körperliche oder radiologische Untersuchung von Abdomen und Rektum bestätigt werden
  • es können leichte Unverträglichkeiten, wie in der Kategorie "Nebenwirkungen" beschrieben, auftreten
  • bei Symptomen, die auf eine Verschiebung des Flüssigkeits- und Elektrolythaushaltes hinweisen (z.B. Ödeme, Atemnot, zunehmende Müdigkeit, Dehydratation, Herzversagen):
    • Einnahme sofort beenden
    • Elektrolytmessungen durchführen und ggf. bei Abweichungen entsprechende Gegenmaßnahmen vornehmen
  • die Resorption anderer Arzneimittel kann wegen der durch das Arzneimittel induzierten Zunahme der gastrointestinalen Transitrate vorübergehend verringert sein
  • Gehalt an Natrium / Kalium
    • sollte ggf. berücksichtigt werden, wenn der Patient täglich mehr als einen Beutel einnimmt und eine eingeschränkte Nierenfunktion hat oder eine kontrollierte Kalium- bzw. Natrium-Diät einhält