Macropeg Junior 6.86 g Plv.z.H.e.L.z.Einn.
Fairmed Healthcare GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Chlorid/Hydrogencarbonat/Kalium/Macrogol/Natrium →
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 30 ST | 21,61 € |
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Indikation
Kinder (2 - 11 Jahre)
- chronische Obstipation
- Vorbeugung vor einer erneuten Stuhlimpaktion nach erfolgreicher Desimpaktion
Kinder (>/= 5 Jahre)
- Koprostase, gekennzeichnet durch hartnäckige Obstipation mit Stuhlansammlung im Rektum und/oder Kolon
Dosierung
- chronische Obstipation
- Kinder (2 - 11 Jahre)
- 2 - 6 Jahre
- initial: 1 Beutel / Tag
- 7 - 11 Jahre
- initial: 2 Beutel / Tag
- anschließende Dosisanpassung nach Bedarf (Erhöhung/ Verringerung)
- Dosiserhöhung 1mal / 2 Tage
- maximal erforderliche Tagesdosis: 4 Beutel
- 2 - 6 Jahre
- Kinder (< 2 Jahre)
- Anwendung nicht empfohlen
- Behandlungsdauer
- längerer Zeitraum (mind. 6 - 12 Monate)
- Sicherheit und Wirksamkeit nur über 3 Monate nachgewiesen
- Behandlung schrittweise beenden und ggf. bei Wiederauftreten einer Obstipation Behandlung fortsetzen
- Kinder (2 - 11 Jahre)
- Koprostase
- Kinder (5 - 11 Jahre)
- Tag 1: 4 Beutel / Tag
- Tag 2: 6 Beutel / Tag
- Tag 3: 8 Beutel / Tag
- Tag 4: 10 Beutel / Tag
- Tag 5: 12 Beutel / Tag
- Tag 6: 12 Beutel / Tag
- Tag 7: 12 Beutel / Tag
- Tagesdosis (Anzahl der Beutel) als Einzelgaben innerhalb von 12 Stunden einnehmen
- Behandlung sollte bei erfolgreicher Stuhlentleerung mit Beseitigung der Stuhlansammlung beendet werden
- ein Hinweis auf eine erfolgreiche Beseitigung der Koprostase ist das Absetzen eines großen Stuhlvolumens
- nach erfolgter Stuhlentleerung wird empfohlen, geeignete Maßnahmen zur Darmregulierung zu ergreifen, um das Wiederauftreten der Koprostase zu verhindern (die Dosierung dazu erfolgt entsprechend der Behandlung der chronischen Obstipation; siehe oben)
- Kinder (< 5 Jahre)
- Anwendung nicht empfohlen
- Kinder (5 - 11 Jahre)
Dosisanpassung
- Kinder (> 12 Jahre) und Erwachsene
- höher dosierte Darreichungsform wählen
- Kinder mit eingeschränkter kardiovaskulärer Funktion
- Koprostase: Anwendung nicht empfohlen (keine klin. Daten vorliegend)
- Kinder mit eingeschränkter Nierenfunktion
- Koprostase: Anwendung nicht empfohlen (keine klin. Daten vorliegend)
Kontraindikationen
Macrogol - intraoral
- Überempfindlichkeit gegen Macrogol (Polyethylenglykol = PEG)
- schwere entzündliche Darmerkrankungen (wie Colitis ulcerosa, Morbus Crohn usw.) oder toxisches Megacolon, vergesellschaftet mit symptomatischer Stenose
- Perforation oder Gefahr einer Perforation des MagenMagen-Darm-Traktes
- Ileus oder Verdacht auf intestinale Obstruktion
- Bauchschmerzen/Bauchschmerzsyndrome unklarer Genese
Nebenwirkungen
Macrogol - intraoral
Erwachsene
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Überempfindlichkeitsreaktionen wie Gesichtsödem, Bronchospasmus, Pruritus, Urtikaria, Hautausschlag, Angioödem (Quincke-Ödem), anaphylaktischer Schock
- ohne Häufigkeitsgabe
- Überempfindlichkeitsreaktionen wie Erythem
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Völlegefühl
- Meteorismus
- Flatulenz
- abdominale Schmerzen, Bauchschmerzen
- Übelkeit
- Diarrhoe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Tenesmus
- epigastrische Schmerzen
- Dyspepsie
- Erbrechen
- Stuhldrang
- fäkale Inkontinenz
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Elektrolytstörungen (Hyponatriämie, Hypokaliämie)
- Dehydratation, insbesondere bei älteren Patienten
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Kinder und Jugendliche (6 Monate bis 15 Jahre)
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktischer Schock, Angioödem, Urtikaria, Ausschlag, Pruritus)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Bauchschmerzen
- Diarrhoe (kann perianales Wundsein verursachen)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erbrechen
- Blähungen
- Übelkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Inhalt eines Beutels in 62,5 ml Wasser (1/4 Glas) auflösen und trinken
- Tagesdosis (Gesamtmenge an Lösung) kann im Voraus zubereitet und bis zu 24 Stunden verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt werden
- zur Behandlung der Koprostase können zum Beispiel 12 Beutel in 750 ml Wasser aufgelöst werden
Stillzeithinweise
Macrogol - intraoral
- Macrogol 4000 kann während der Stillzeit angewendet werden
- keine Daten dazu vorliegend, ob Macrogol 4000 in die Muttermilch ausgeschieden wird
- es wird angenommen, dass Macrogol keine Auswirkungen auf das gestillte Neugeborene/den gestillten Säugling hat, weil die systemische Exposition der stillenden Frau gegenüber Macrogol 4000 vernachlässigbar ist
Schwangerschaftshinweise
Macrogol - intraoral
- Macrogol 4000 kann während der Schwangerschaft angewendet werden
- da die systemische Exposition durch Macrogol 4000 zu vernachlässigen ist, wird davon ausgegangen, dass während einer Schwangerschaft keine nachteiligen Wirkungen auftreten
- tierexperimentelle Studien
- ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität
- Macrogol 4000 wirkte bei Ratten und Kaninchen nicht teratogen
- Fertilität
- keine Fertilitätsstudien mit Macrogol 4000 durchgeführt
- da Macrogol nicht signifikant resorbiert wird, keine Auswirkungen zu erwarten
Warnhinweise
Macrogol - intraoral
- vor Beginn der Behandlung muss eine organische Erkrankung ausgeschlossen werden
- nach 3-monatiger Behandlung sollte hinsichtlich der Obstipation eine ärztliche Kontrolluntersuchung durchgeführt werden
- begleitende Maßnahmen
- Behandlung der Obstipation mit einem Laxans sollte eine ergänzende Maßnahme zu einer gesunden Lebensführung und Ernährung sein, wie z.B.
- erhöhte Aufnahme von Flüssigkeit und Ballaststoffen
- angemessene körperliche Aktivität und Wiederherstellung der Darmreflexe
- Behandlung der Obstipation mit einem Laxans sollte eine ergänzende Maßnahme zu einer gesunden Lebensführung und Ernährung sein, wie z.B.
- Veränderungen im Flüssigkeitshaushalt
- Patienten, die zu Störungen im Wasser- und Elektrolythaushalt neigen (z.B. ältere Menschen, Patienten mit eingeschränkter Herz-, Leber- oder Nierenfunktion, oder Patienten, die Diuretika einnehmen)
- Anwendung von Macrogol sollte nur auf ausdrückliche ärztliche Anweisung und mit erhöhter Vorsicht erfolgen
- bei diesen Patienten ist bei Auftreten von Durchfällen eine Kontrolle des Wasser- bzw. Elektrolythaushaltes angezeigt
- beim Auftreten von Symptomen, die auf Veränderungen im Flüssigkeits-/Elektrolythaushalt hinweisen (z.B. Ödeme, Kurzatmigkeit, zunehmende Erschöpfung, Dehydratation, Herzversagen)
- sollte Macrogol sofort abgesetzt, die Elektrolytwerte bestimmt und jede Anomalie in geeigneter Form behandelt werden
- Patienten, die zu Störungen im Wasser- und Elektrolythaushalt neigen (z.B. ältere Menschen, Patienten mit eingeschränkter Herz-, Leber- oder Nierenfunktion, oder Patienten, die Diuretika einnehmen)
- Überempfindlichkeit
- sehr selten über Fälle von Überempfindlichkeitsreaktionen (Hautausschlag, Urtikaria, Ödeme) bei Anwendung von Macrogol- (Polyethylenglykol-) haltigen Arzneimitteln berichtet
- Einzelfälle von anaphylaktischem Schock beobachtet
- während der Behandlung mit Macrogol wird aufgrund des Wirkmechanismus empfohlen, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen
- Wechselwirkungen
- Absorption anderer Arzneimittel kann vorübergehend reduziert werden, da Macrogol die gastrointestinale Transitrate steigert
- Andickungsmittel
- bei Patienten mit Schluckbeschwerden, bei denen Flüssigkeiten mit Andickungsmitteln versetzt werden, um deren Aufnahme zu erleichtern, sollten Interaktionen berücksichtigt werden
- Kinder < 2 Jahre
- Daten zur Wirksamkeit bei Kindern unter 2 Jahren liegen nur bei einer begrenzten Anzahl von Patienten vor