MAGNA 3 mg Tabletten
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| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| NotApplicable | 30 ST | – |
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Indikation
- Behandlung bei Typ-2-Diabetes, wenn Diät, körperliche Aktivität und Gewichtsreduktion allein nicht ausreichen
Dosierung
- Typ-2-Diabetes
- Dosierung abhängig von Ergebnissen der Blut- und Harnzuckerbestimmungen
- Anfangsdosis: 1 mg Glimepirid / Tag; bei ausreichender Stoffwechseleinstellung Dosierung beibehalten
- schrittweise Dosiserhöhung, entsprechend glykämischer Situation bei nicht zufriedenstellender Stoffwechseleinstellung, in Intervallen von ca. 1 - 2 Wochen: 2, 3 oder 4 mg Glimepirid / Tag
- Dosen > 4 mg Glimepirid / Tag verbessern nur in Einzelfällen die Wirkung
- empfohlene Maximaldosis: 6 mg Glimepirid / Tag
- Kombinationstherapie bei Patienten bei denen mit max. Tagesdosis von Metformin alleine keine ausreichende Stoffwechseleinstellung erzielt wird
- Beibehaltung der Metformin-Dosierung
- Behandlungsbeginn mit Glimeprid mit niedriger Dosis, dann schrittweise Dosiserhöhung in Abhängigkeit von angestrebter Stoffwechseleinstellung bis zur max. Tagesdosis
- Beginn der Kombinationstherapie unter sorgfältiger ärztlicher Überwachung
- Patienten ohne ausreichende Stoffwechseleinstellung mit max. Tagesdosis von Glimepirid
- ggf. zusätzliche Insulingabe
- Beibehaltung der Glimepirid-Dosierung
- Beginn der Insulin-Behandlung mit niedriger Dosis, dann schrittweise Dosiserhöhung in Abhängigkeit von angestrebter Stoffwechseleinstellung
- Beginn der Kombinationstherapie unter sorgfältiger ärztlicher Überwachung
- Hinweise
- Tritt bei einem Patienten, der 1 mg Glimepirid / Tag erhält, eine Hypoglykämie auf, kann er vermutlich mit Diät alleine ausreichend eingestellt werden
- während Behandlung kann Glimepirid-Bedarf fallen (Verbesserung der Stoffwechseleinstellung geht mit erhöhter Insulin-Empfindlichkeit einher)
- zur Hypoglykämievermeidung rechtzeitig Dosisreduktion oder Therapiebeendigung erwägen
- evtl. Dosisanpassung notwendig bei Änderung von Gewicht / Lebensstil des Patienten oder anderer das Risiko einer Hypo-/ Hyperglykämie erhöhenden Faktoren
- vergessene Einnahme einer Tablette nicht durch Erhöhung der nächsten Dosis korrigieren
- bei Mahlzeiten in unregelmäßigen Abständen oder völligem Auslassen, Hypoglykämie während Behandlung möglich
- Wechsel von anderen oralen Antidiabetika
- bei Wechsel auf Glimepirid Stärke und Halbwertszeit der bisherigen Medikation beachten
- in einigen Fällen, insbes. bei Antidiabetika mit langer Halbwertszeit (z.B. Chlorpropamid): Auswaschphase von wenigen Tagen ratsam (Risikoverminderung hypoglykämischer Reaktionen aufgrund des additiven Effekts)
- empfohlene Anfangsdosis: 1 mg Glimepirid / Tag
- Dosiserhöhung, optional, je nach Ansprechen des Patienten schrittweise wie weiter oben beschrieben
- Wechsel von Insulin auf Glimepirid
- in Ausnahmefällen, in denen Typ-2-Diabetiker mit Insulin behandelt werden, Wechsel auf Glimepirid angezeigt
- Wechsel nur unter sorgfältiger ärztlicher Überwachung
Dosisanpassung
- Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen
- kontraindiziert bei schwere Nieren- oder Leberfunktionsstörungen
- bei schweren Nieren- oder Leberfunktionsstörungen ist ein Wechsel auf Insulin erforderlich
- Kinder und Jugendliche
- Kinder < 8 Jahre
- keine verfügbaren Daten für die Anwendung von Glimepirid
- Kinder 8 - 17 Jahre
- begrenzte Daten zu Glimepirid als Monotherapie
- verfügbare Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit der Anwendung in der Pädiatrie unzureichend
- Anwendung wird deshalb hier nicht empfohlen
- Kinder < 8 Jahre
Kontraindikationen
Glimepirid - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Glimepirid, andere Sulfonylharnstoffe oder Sulfonamide
- Diabetes mellitus Typ 1
- insulinpflichtiger Diabetes
- diabetisches Koma
- Ketoazidose
- schwere Nieren- oder Leberfunktionsstörungen
- bei schweren Nieren- oder Leberfunktionsstörungen Wechsel auf Insulin erforderlich
- Schwangerschaft
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Glimepirid - peroral
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- folgende Nebenwirkungen in der Regel nach Absetzen des Arzneimittels reversibel
- Thrombozytopenie
- Leukopenie
- Granulozytopenie
- Agranulozytose
- Erythropenie
- hämolytische Anämie
- Panzytopenie
- folgende Nebenwirkungen in der Regel nach Absetzen des Arzneimittels reversibel
- ohne Häufigkeitsangabe
- schwere Thrombozytopenie mit einer Thrombozytenanzahl von weniger als 10.000/µl
- thrombozytopenische Purpura
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- leukozytoklastische Vaskulitis
- leichte Überempfindlichkeitsreaktionen, die sich zu lebensbedrohlichen Zuständen mit Atemnot, Blutdruckabfall und manchmal Schock entwickeln können
- ohne Häufigkeitsangabe
- Entwicklung von Kreuzallergien gegen Sulfonylharnstoffe, Sulfonamide oder verwandte Substanzen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hypoglykämie
- hypoglykämische Reaktionen treten meistens sofort auf, können schwerwiegend verlaufen und sind nicht immer leicht zu beheben
- Auftreten solcher Reaktionen hängt, genau wie bei anderen blutzuckersenkenden Therapien, von individuellen Faktoren wie Diätgewohnheiten und Dosierung ab
- Hypoglykämie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Augenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- vorübergehende Sehstörungen
- können, insbesondere zu Behandlungsbeginn, aufgrund des veränderten Blutzuckerniveaus auftreten
- vorübergehende Sehstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Geschmacksstörung
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Übelkeit
- Erbrechen
- Diarrhö
- Druckgefühl
- Völlegefühl / aufgetriebener Bauch
- abdominale Beschwerden und Abdominalschmerzen
- führen selten zu einem Abbruch der Behandlung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Leberfunktionsstörungen (z.B. mit Cholestase und Ikterus)
- Hepatitis
- Leberversagen
- ohne Häufigkeitsangabe
- erhöhte Leberenzymwerte
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Haarausfall
- ohne Häufigkeitsangabe
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut wie Juckreiz, Ausschlag, Urtikaria und Photosensibilität
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Untersuchungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gewichtszunahme
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Verringerung der Natriumkonzentration im Blut
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
Anwendungshinweise
- Einnahme 1mal / Tag unmittelbar vor oder während eines ausreichenden Frühstücks empfohlen bzw. - wenn nicht gefrühstückt wird - unmittelbar vor oder während der ersten Hauptmahlzeit
- Einnahme der Tabletten unzerkaut mit etwas Flüssigkeit
Stillzeithinweise
Glimepirid - peroral
- da andere Sulfonylharnstoffe in die Muttermilch übergehen und da das Risiko einer Hypoglykämie bei gestillten Kindern besteht, wird während der Behandlung mit Glimepirid vom Stillen abgeraten
- nicht bekannt, ob Glimepirid / Metabolite in die Muttermilch übergehen
- tierexperimentelle Studien
- Glimepirid geht in die Milch von Ratten über
Schwangerschaftshinweise
Glimepirid - peroral
- kontraindiziert während der gesamten Schwangerschaft
- wenn eine Patientin, die mit Glimepirid behandelt wird, eine Schwangerschaft plant oder wenn bei ihr eine Schwangerschaft festgestellt wird, muss die Behandlung sobald wie möglich auf eine Insulintherapie umgestellt werden
- Glimepirid-bedingte Risiken
- keine hinreichenden Daten für die Anwendung von Glimepirid bei Schwangeren
- tierexperimentelle Studien
- zeigten Reproduktionstoxizität, die jedoch vermutlich im Zusammenhang mit der pharmakologischen Wirkung (Hypoglykämie) von Glimepirid stand
- Diabetes-bedingte Risiken
- abnormale Blutzuckerspiegel während der Schwangerschaft gehen mit einer erhöhten Inzidenz angeborener Missbildungen und perinataler Sterblichkeit einher
- deshalb muss der Blutzuckerspiegel während der Schwangerschaft zur Vermeidung teratogener Risiken eng überwacht werden
- unter diesen Umständen ist Umstellung auf Insulin erforderlich
- Patientinnen, die eine Schwangerschaft planen, müssen ihren Arzt informieren
- Fertilität
- bisher liegen keine ausreichenden Erfahrungen zu den Auswirkungen von Glimepiridauf die Fertilität beim Menschen vor
Warnhinweise
Glimepirid - peroral
- Glimepirid muss unmittelbar vor oder während einer Mahlzeit eingenommen werden
- werden Mahlzeiten in unregelmäßigen Abständen eingenommen oder völlig ausgelassen, kann es während der Behandlung mit Glimepirid zu einer Hypoglykämie kommen
- Hypoglykämie
- mögliche Symptome einer Hypoglykämie sind z.B.
- Kopfschmerzen
- Heißhunger
- Übelkeit
- Erbrechen
- Mattigkeit
- Schläfrigkeit
- Schlafstörungen
- Unruhe
- Aggressivität
- Konzentrationsstörungen
- beeinträchtigte Aufmerksamkeit und vermindertes Reaktionsvermögen
- Depressionen
- Verwirrtheit
- Sprach- und Sehstörungen
- Aphasie
- Tremor
- Paresen
- Wahrnehmungs- / Empfindungsstörungen
- Schwindel
- Hilflosigkeit
- Verlust der Selbstkontrolle
- Delirium
- zerebrale Krampfanfälle
- Benommenheit
- Bewusstseinsverlust bis einschließlich Koma
- flache Atmung
- Bradykardie
- zusätzlich können Zeichen einer adrenergen Gegenregulation vorhanden sein wie z.B. Schwitzen, Kaltschweißigkeit, Angst- und Unruhezustände, Tachykardie, Hypertonie, Palpitationen, Angina Pectoris und Herzrhythmusstörungen
- klinisches Bild einer schweren Hypoglykämie kann dem eines Schlaganfalls gleichen
- Symptome können durch sofortige Kohlenhydrat-(Zucker-)Aufnahme fast immer rasch beseitigt werden
- künstliche Süßstoffe zeigen keine Wirkung
- von anderen Sulfonylharnstoffen bekannt, dass es trotz zunächst erfolgreicher Gegenmaßnahmen erneut zu Hypoglykämien kommen kann
- schwere oder über einen längeren Zeitraum andauernde Hypoglykämie, die mit den üblichen Zuckergaben nur vorübergehend behoben werden kann, erfordert eine sofortige medizinische Behandlung, ggf. Krankenhauseinweisung erforderlich
- folgende Faktoren können eine Hypoglykämie begünstigen
- mangelnde Bereitschaft oder (häufiger bei älteren Patienten) Unfähigkeit des Patienten zur Mitarbeit
- Unterernährung, unregelmäßige oder ausgelassene Mahlzeiten bzw. Fastenperioden
- Änderungen der Diät
- Ungleichgewicht zwischen körperlicher Betätigung und Kohlenhydrataufnahme
- Alkoholkonsum, insbesondere in Verbindung mit ausgelassenen Mahlzeiten
- eingeschränkte Nierenfunktion
- schwere Leberfunktionsstörung,
- Überdosierung von Glimepirid
- bestimmte nicht kompensierte Störungen des endokrinen Systems, die den Kohlenhydratstoffwechsel oder den Gegenregulationsmechanismus einer Hypoglykämie beeinflussen (wie z.B. bei bestimmten Störungen der Schilddrüsenfunktion und bei Hypophysenvorderlappen- oder Nebennierenrindeninsuffizienz)
- gleichzeitige Anwendung bestimmter anderer Arzneimittel
- mögliche Symptome einer Hypoglykämie sind z.B.
- Laborwertkontrollen
- Behandlung erfordert eine regelmäßige Kontrolle der Blut- und Harnzuckerwerte
- zusätzlich Bestimmung des Anteils von glycosyliertem Hämoglobin empfohlen
- während der Behandlung regelmäßige Kontrolle der Leberfunktion und des Blutbildes (insbesondere der Leukozyten- und Thrombozytenzahl) erforderlich
- in Belastungssituationen (z.B. nach Unfällen, akuten chirurgischen Eingriffen, fieberhaften Infekten usw.) kann vorübergehende Umstellung auf Insulin indiziert sein
- Patienten mit schwerer Leberfunktionseinschränkung oder bei dialysepflichtigen Patienten
- keine Erfahrungen zur Anwendung
- Patienten mit schweren Nieren- oder Leberfunktionsstörungen
- Umstieg auf Insulin angezeigt
- Patienten mit Glucose- 6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel
- Behandlung mit Sulfonylharnstoffverbindungen kann zu einer hämolytischen Anämie führen
- aufgrund der Zugehörigkeit zu der Klasse der Sulfonylharnstoffe sollte Glimepirid nur mit Vorsicht bei Patienten mit einem Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel angewendet werden
- ferner sollte Behandlung mit einem nicht sulfonylharnstoffhaltigen Ersatzpräparat in Betracht gezogen werden