Magnaspart 20 mmol zuckerfrei

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Fachinformationen

Indikation

  • nachgewiesener Magnesiummangel, wenn er Ursache für Störungen der Muskeltätigkeit ist (neuromuskuläre Störungen, Wadenkrämpfe)

Dosierung

Basiseinheit: 1 Beutel zu 18 g Pulver enthält 6,49 g Magnesiumbis(hydrogenaspartat)-Dihydrat (entsprechend 486 mg oder 20 mmol Magnesium)

  • nachgewiesener Magnesiummangel, falls Ursache für Störungen der Muskeltätigkeit (neuromuskuläre Störungen, Wadenkrämpfe)
    • richtet sich nach Grad des Magnesiummangels
    • empfohlene mittlere Tagesdosis: 4,5 mg = 0,185 mmol Magnesium / kg Körpergewicht
    • Erwachsene und Jugendliche
      • 1 Beutel (20 mmol Magnesium) / Tag
      • bei schweren Magnesium-Mangelzuständen
        • Dosiserhöhung, optional, sofern keine Kontraindikationen vorliegen, auf 10 mg = 0,412 mmol Magnesium / kg Körpergewicht
    • Anwendungsdauer
      • richtet sich nach der Höhe des Serum-Magnesiumspiegels
      • i.A. 4 Wochen
      • Langzeittherapie kann angezeigt sein und ist bei normaler Nierenfunktion unbedenklich

Dosisanpassung

  • Niereninsuffizienz
    • kontraindiziert
    • es sollte geprüft werden, ob sich je nach Lage des Elektrolythaushaltes eine Gegenanzeige ergibt

Kontraindikationen

Magnesiumaspartat - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Magnesiumaspartat
  • schwere Niereninsuffizienz (glomeruläre Filtrationsrate < 30 ml/min)
    • mit fortschreitender Niereninsuffizienz muss bei Kreatinin im Serum > 500 µmol/l (6 mg pro 100 ml) mit einer Magnesiumretention gerechnet werden
    • der Wert im Serum steigt dabei gewöhnlich nicht über 1,3 mmol/l Mg an
    • da eine Hypermagnesiämie erst nach Abfall des Glomerulumfiltrats unter 30 ml/min auftritt, kann man annehmen, dass sich im Verlauf der chronischen Niereninsuffizienz auch eine adaptive Mehrausscheidung des Magnesiums pro Einzelnephron einstellen muss
  • Anurie
  • Myasthenia gravis
  • Störungen der Erregungsüberleitung im Herzen (AV-Block)
  • Exsikkose
  • Infektsteindiathese (Calcium-Magnesium-Ammoniumphosphatsteine)
  • gegebenenfalls ergibt sich aus Elektrolytstatus/Mineralstoffhaushalt eine Gegenanzeige
    • Überprüfung notwendig

Therapiehinweise

Einnahme vor dem Essen.

Nebenwirkungen

Magnesiumaspartat - peroral
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Müdigkeit(serscheinungen)
        • möglicher Hinweis auf Erreichen eines erhöhten Magnesium-Serum-Spiegels
        • bei hochdosierter und länger andauernder Einnahme
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • weiche Stühle (bei höheren Dosierungen)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Durchfall
        • bei Auftreten störender Durchfälle sollte die Tagesdosis reduziert oder das Präparat vorübergehend abgesetzt werden

Anwendungshinweise

  • um die Resorptionsquote zu erhöhen: Einnahme vorzugsweise vor den Mahlzeiten, in einem Glas Wasser aufgelöst

Stillzeithinweise

Magnesiumaspartat - peroral
  • kann während der Stillzeit angewendet werden
    • vorausgesetzt die Nierenfunktion ist nicht beeinträchtigt
  • Magnesium zeigte keine Auswirkungen auf gestillte Neugeborene/Kinder von behandelten Müttern
  • Berichte über schädliche Auswirkungen während der Stillzeit beim Menschen sind bisher nicht bekannt geworden

Schwangerschaftshinweise

Magnesiumaspartat - peroral
  • kann in in jeder Phase der Schwangerschaft angewendet werden
    • wenn dies aus klinischer Sicht notwendig ist
    • vorausgesetzt die Nierenfunktion ist nicht beeinträchtigt
  • bei Verabreichung kurz vor der Geburt: Überwachung des Neugeborenen auf Anzeichen von Toxizität
    • neurologische Depression mit Atemdepression
    • Muskelschwäche
    • Verlust von Reflexen
  • keine Hinweise auf ein Fehlbildungsrisiko oder eine fetale/neonatale Toxizität von Magnesium
  • Berichte über schädliche Auswirkungen während der Stillzeit beim Menschen sind bisher nicht bekannt geworden
  • Fertilität
    • keine Untersuchungen zur Beeinflussung der Fertilität vorliegend
    • aufgrund von Langzeiterfahrungen sind keine negativen Auswirkungen auf die männliche oder weibliche Fruchtbarkeit zu erwarten

Warnhinweise

Magnesiumaspartat - peroral
  • Nierenfunktionsstörungen
    • Einnahme nur unter ärztlicher Kontrolle
    • Vermeidung einer hochdosierten Daueranwendung
    • engmaschige Überwachung des Elektrolythaushalts (Überprüfungen des Wasserhaushalts und der Nierenfunktion)
    • regelmäßige Kontrolle des Elektrolythaushaltes empfohlen (vor allem Untersuchungen auf Hyperkaliämie und Hypermagnesiämie)
      • gegebenenfalls ergibt sich aus Elektrolytstatus/Mineralstoffhaushalt eine Gegenanzeige
    • leichte bis mittelschwere Einschränkung der Nierenfunktion
      • Anwendung mit Vorsicht
      • Einnahme nur nach ärztlicher Rücksprache
    • bekannte Veranlagung zur Bildung von Struvit-Nierensteinen (Magnesiumammoniumphosphat- Steine)
      • Einahme nur nach ärztlicher Rücksprache
  • auf Magnesiummangelzustände zurückzuführende Krankheiten können auch andere Ursachen haben
    • falls die Einnahme keine Wirkung zeigt, sollte ein Arzt aufgesucht werden
  • Kinder und Jugendliche
    • ggf. jew. Produktinformation für Dosierungshinweise beachten
  • feste orale Darreichungsfrom zum Kauen
    • keine Anwendung bei Kindern unter 6 Jahren
  • orale Darreichungsform mit veränderter Wirkstoffreisetzung
    • keine Anwendung bei Kindern unter 15 Jahren
    • keine ausreichenden Erfahrungen bei Kindern unter 15 Jahren vorliegend